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Kauftag heute: Schlecht (48 ) Gemischte Marktbreite · Breite fallend (−8 zum 10-Tage-Schnitt) · kein Makro-Großtermin

Aktien-Scanner

Alle Strategie-Scanner der Börsenlotse-Redaktion: bewährte Methoden von Weinstein bis O’Neil, täglich neu über unser Aktien-Universum berechnet.

Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)

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Momentum & Trend

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Risiko & Schwäche

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Value & GARP

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Begriffe erklärt: das Scanner-Glossar

Alle Fachbegriffe, die in unseren Scannern vorkommen — kurz und verständlich erklärt.
52-Wochen-Hoch / -Tief
Der höchste bzw. tiefste Kurs der letzten 52 Wochen (ein Handelsjahr). „Höchstens 10 % unter dem 52-Wochen-Hoch" bedeutet: Die Aktie notiert nahe ihrem Jahreshoch — ein Stärkezeichen, denn Schwäche sieht anders aus.
AAQS (AlleAktien Qualitätsscore)
Von AlleAktien entwickelter und veröffentlichter Qualitätsscore (0–10) aus 10 Kriterien zu Wachstum, Profitabilität und Bilanzstärke — von uns aus eigenen Fundamentaldaten berechnet. Ab 9 Punkten gilt eine Aktie als Qualitätsaktie; unser AAQS-Scanner zeigt ausschließlich die volle Punktzahl 10 von 10.
Absolute Strength (AS)
Das Stärke-Rating aus Kullamägis Original-Werkzeug: ein Perzentil von 1 bis 99 für den Kursgewinn über einen Zeitraum (1, 3 oder 6 Monate). Bei uns entspricht es dem RS-Rating über denselben Zeitraum.
ADR (Average Daily Range)
Die durchschnittliche Tagesschwankung einer Aktie in Prozent — gemessen über 10 bzw. 30 Handelstage (Spalten „ADR 10T/30T"). ADR 5 % heißt: An einem normalen Tag liegen zwischen Tagestief und Tageshoch rund 5 %. Trader suchen Bewegung — deshalb fliegen bei uns Titel mit ADR unter 1 % global raus. Scanner, die ohne globale Filter arbeiten, nehmen sie trotzdem auf; das steht dann unter ihrer Trefferliste. Nicht zu verwechseln mit ADR im Sinne von „American Depositary Receipt" (US-Hinterlegungsschein ausländischer Aktien) — hier ist immer die Tagesschwankung gemeint.
Akkumulation
Das geduldige Einsammeln einer Aktie durch große Adressen, erkennbar an überdurchschnittlichem Volumen an Plus-Tagen. Das Gegenteil — Distribution — ist das Abladen von Beständen an steigende Kurse.
Allzeithoch (ATH)
Der höchste Kurs der gesamten verfügbaren Historie. Über dem Allzeithoch gibt es keinen alten Widerstand mehr: Niemand sitzt auf Verlusten und wartet aufs „Rauskommen bei null" — jeder Halter ist im Plus. Deshalb gelten Ausbrüche auf Allzeithochs als besonders sauber.
Altman-Z-Score
Ein Insolvenz-Frühwarnsystem von Edward Altman: Mehrere Bilanzkennzahlen werden zu einem Score verrechnet. Wir rechnen die Z″-Variante aus vier Bilanzkennzahlen — sie ist für Dienstleister und Nicht-Produzenten gemacht und nimmt den Buchwert statt des Börsenwerts. Werte ab 2,6 gelten als sichere Zone, Werte unter 1,1 als Distress-Zone mit erhöhtem Pleiterisiko; dazwischen liegt ein Graubereich. Weil das klassische Altman-Z anders gerechnet wird, sind die beiden Zahlen nicht direkt vergleichbar. Für Banken, Versicherer und Immobilienwerte passt die Formel nicht.
Analyse (vollständige Unternehmensanalyse)
Steht in der Analyse-Spalte „Lesen", gibt es zu diesem Titel eine ausführliche Börsenlotse-Unternehmensanalyse: Geschäftsmodell, Scanner-Befund, Quartalszahlen, Belege aus SEC-Berichten sowie Chancen und Risiken. Ein Klick öffnet sie direkt.
ATR (Average True Range)
Die durchschnittliche Tagesspanne in Dollar (statt in Prozent wie die ADR), inklusive Kurslücken. Wird oft als Maßstab benutzt: „3 ATR über der 21-EMA" heißt, der Kurs ist drei normale Tagesbewegungen über seine Trendlinie gelaufen — deutlich überdehnt.
Basis / Konsolidierung
Eine Verschnaufpause im Chart: Nach einem Anstieg läuft die Aktie wochenlang seitwärts in einer Spanne, idealerweise mit höheren Tiefs und abnehmendem Volumen. Aus solchen Basen entstehen die tragfähigsten Ausbrüche — je ruhiger die Basis, desto besser.
Bericht (Earnings-Termin)
Das Datum des nächsten Quartalsberichts (Earnings). Rund um diesen Termin sind Kurslücken in beide Richtungen häufig — deshalb färben wir ihn rot, wenn er höchstens 7 Tage entfernt ist, und gelb bei höchstens 14 Tagen: erhöhtes Risiko für frische Positionen.
Beta
Misst, wie stark eine Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt schwankt: Beta 2 bedeutet, sie bewegt sich im Schnitt doppelt so stark wie der Markt — in beide Richtungen.
Breakout (Ausbruch)
Der Kurs überwindet eine Marke, an der er zuvor mehrfach scheiterte (Basis-Oberkante, altes Hoch) — idealerweise mit deutlich erhöhtem Volumen. Für viele Momentum-Strategien ist der Ausbruch das eigentliche Kaufsignal.
CANSLIM
William O'Neils Strategie-Baukasten, dessen sieben Buchstaben je ein Kriterium markieren — u. a. aktuelles Gewinnwachstum, neue Produkte/Hochs, institutionelle Unterstützung und Marktrichtung. Kernidee: Kaufe die Marktführer, nicht die Nachzügler.
Dividenden-Aristokraten
S&P-500-Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren jedes Jahr erhöht haben — durch alle Krisen hindurch. Der Titel ist kein Qualitätssiegel für die Zukunft, aber ein harter Beleg für ein extrem stabiles Geschäftsmodell in der Vergangenheit.
Dollar-Volumen
Gehandelte Stückzahl × Kurs = wie viel Geld pro Tag durch die Aktie fließt. Ein Ø-Dollar-Volumen von 2 Mio $ und mehr stellt sicher, dass man auch wieder herauskommt, ohne den Kurs selbst zu bewegen — der wichtigste Liquiditätsfilter.
EBIT-Marge
Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Prozent vom Umsatz — misst die Ertragskraft des reinen Kerngeschäfts, unabhängig von Finanzierung und Steuersätzen.
EMA (exponentieller gleitender Durchschnitt)
Wie der einfache gleitende Durchschnitt, nur reagieren jüngere Kurse stärker — die Linie folgt dem Kurs schneller. Die 21-Tage-EMA ist bei Momentum-Tradern die Standard-Linie für den kurzfristigen Trend.
EV/EBIT (Unternehmenswert ÷ operativer Gewinn)
Der Unternehmenswert (Enterprise Value: Börsenwert plus Schulden) geteilt durch den operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern. Die Übernahme-Perspektive: Was kostet das ganze Geschäft — inklusive der Schulden, die ein Käufer mit übernähme — im Verhältnis zu dem, was es operativ verdient?
Free Cashflow (FCF)
Der operative Cashflow abzüglich der Investitionen — also das Geld, das nach allem frei übrig bleibt (für Schuldenabbau, Übernahmen oder Rückkäufe). Dauerhaft positiver Free Cashflow ist eines der ehrlichsten Zeichen für ein gesundes Geschäftsmodell.
Funda Rating (Fundamental-Rating A+ bis F)
Unser hauseigenes Fundamental-Rating von 0 bis 100 Punkten mit Schulnoten-Rang A+ bis F. 50 Punkte sind der Durchschnitt aller Aktien im Universum, 100 der Bestwert. Jede Aktie wird gegen alle anderen perzentil-bewertet: Wachstum von Gewinn und Umsatz, Gewinn-Überraschungen, Analystenschätzungen und Qualitätskriterien wie Margen, Cashflow und Bilanzsicherheit. Ränge: A+ ab 95, A ab 75, B ab 55, C ab 45, D ab 25, E ab 5, F darunter — A/A+ sind die fundamental stärksten Titel des Universums.
Gap (Kurslücke)
Die Aktie eröffnet deutlich über oder unter dem Vortagesschluss — im Chart klafft eine Lücke. Gaps entstehen durch Nachrichten über Nacht (Zahlen, Verträge, Studien) und zeigen, dass sich die Bewertung sprunghaft geändert hat.
Gesamtkapitalrendite (ROA)
Gewinn im Verhältnis zum GESAMTEN eingesetzten Kapital (Eigen- plus Fremdkapital). Anders als die Eigenkapitalrendite lässt sie sich nicht durch hohe Verschuldung aufhübschen — deshalb nutzt Greenblatt sie als Maß für die Qualität eines Geschäfts.
Going Concern
Die Annahme im Geschäftsbericht, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann. Äußern die Prüfer daran „erhebliche Zweifel" (substantial doubt), ist das eine der schärfsten Warnungen, die es gibt — die Firma könnte das Geld ausgehen.
GpA (Gewinn pro Aktie)
Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl der Aktien — international als EPS (Earnings per Share) bekannt. Die wichtigste Wachstumskennzahl: Steigt der GpA über mehrere Quartale kräftig, verdient das Unternehmen je Anteilsschein immer mehr Geld.
Graham-Zahl (KGV × KBV ≤ 22,5)
Benjamin Grahams Doppel-Deckel gegen Überzahlung: Das Produkt aus KGV und KBV darf höchstens 22,5 betragen (z. B. KGV 15 × KBV 1,5). Eine Aktie kann bei einer Kennzahl etwas teurer sein, wenn die andere es ausgleicht — beide zusammen aber nie zu teuer.
Hot Theme (heißes Thema)
Ein gerade heiß laufender Teilbereich des Marktes: Die Industrie der Aktie gehört zu den Top 5 nach 1-Monats-relativer-Stärke — dort rotiert frisches Geld hinein. Die heißen Themen werden bei jeder Berechnung neu bestimmt; so erkennt man neue Trends (z. B. einen KI- oder Uran-Hype) früh, solange sie noch laufen.
Insider-Käufe / -Verkäufe
Käufe und Verkäufe eigener Aktien durch Vorstände und Führungskräfte — in den USA meldepflichtig bei der SEC. Insider verkaufen aus vielen Gründen (Haus, Steuern), aber sie kaufen fast nur aus einem: Sie halten die Aktie für zu billig.
Institutionelle (Fonds & Großanleger)
Fonds, Pensionskassen und Vermögensverwalter — sie bewegen die großen Summen und müssen ihre US-Beteiligungen quartalsweise offenlegen. Steigt die Zahl der Fonds, die aufstocken, spricht man von institutioneller Akkumulation: der Treibstoff großer Trends.
K/FCF (Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis)
Börsenwert geteilt durch den freien Cashflow der letzten 4 Quartale (TTM). Ein K/FCF von 4 entspricht 25 % Free-Cashflow-Rendite — je niedriger, desto günstiger.
KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis)
Börsenwert geteilt durch das bilanzielle Eigenkapital (Buchwert). Ein KBV unter 1 heißt: Die Firma kostet an der Börse weniger, als ihr Eigenkapital in den Büchern steht — klassisches Substanz-Kriterium der Value-Investoren.
KCF (Kurs-Cashflow-Verhältnis)
Börsenwert geteilt durch den operativen Cashflow der letzten 4 Quartale. Schwerer zu schönen als das KGV, weil echte Zahlungsströme statt Buchgewinne gemessen werden.
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)
Börsenwert geteilt durch den Jahresgewinn: Wie viele Jahresgewinne kostet die Aktie? Ein KGV von 15 heißt, beim aktuellen Gewinn wäre der Kaufpreis nach 15 Jahren „verdient". Nur innerhalb einer Branche und zusammen mit dem Wachstum aussagekräftig.
KI-Einstufung
Unsere firmenindividuelle Einordnung zum KI-Boom auf Basis der SEC-Berichte (letzte vier Quartalsberichte 10-Q und zwei Geschäftsberichte 10-K): „Verkauft KI" (KI ist Umsatzquelle), „Bedroht" (KI als konkretes Geschäftsrisiko), „Nutzt KI" (operativer Einsatz) oder „Neutral" (kein wesentlicher KI-Bezug). Jede Einstufung braucht mindestens zwei wörtliche Zitat-Belege — sonst zeigt die Spalte „–". Kein Qualitätsurteil, keine Kaufempfehlung; die volle Akte steht auf der Aktienseite, die Methodik unter /aktien/ki-einstufung-methodik.
KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis)
Börsenwert geteilt durch den Jahresumsatz. Nützlich bei Firmen, die (noch) keinen Gewinn machen — sagt aber nichts darüber, ob aus dem Umsatz je Gewinn wird.
Liquidität
Wie leicht eine Aktie ge- und verkauft werden kann, ohne den Kurs zu bewegen — gemessen am (Dollar-)Volumen. Illiquide Titel haben weite Spannen und ruckartige Kurse; deshalb setzen fast alle Scanner Mindest-Liquiditätsfilter.
Long / Short
Long = auf steigende Kurse setzen (Aktie kaufen). Short = auf fallende Kurse setzen (geliehene Aktien verkaufen, um sie billiger zurückzukaufen). Unsere Short-Scanner sind Warn- bzw. Beobachtungslisten — keine Kaufkandidaten.
Marktkapitalisierung (MktKap)
Der Börsenwert des Unternehmens: Aktienkurs × Anzahl aller Aktien, bei uns in Milliarden Dollar. Micro-Caps (< 0,3 Mrd $) sind klein und schwankungsanfällig, Mega-Caps (> 200 Mrd $) sind Schwergewichte. Unser Scanner-Universum ist bewusst bei 50 Mrd $ gedeckelt — gesucht werden Titel mit Luft nach oben. Für Scanner, die ohne globale Filter arbeiten, gilt der Deckel nicht; das steht dann unter ihrer Trefferliste.
Momentum
Die Schwungkraft eines Kurstrends: Aktien, die zuletzt stark gestiegen sind, steigen statistisch überdurchschnittlich oft weiter. Momentum-Strategien kaufen deshalb Stärke — nicht vermeintliche Schnäppchen.
Opening Range High/Low
Hoch und Tief der ersten Handelsminuten (z. B. der ersten 5 oder 60). Kullamägi kauft Ausbrüche über das Opening-Range-High und setzt den Stopp ans Tagestief — ein Einstieg mit klar definiertem Risiko.
Operativer Cashflow (OCF)
Das Geld, das im Tagesgeschäft tatsächlich in die Kasse fließt — ohne Buchhaltungseffekte wie Abschreibungen. Ein Unternehmen kann Buchgewinne ausweisen und trotzdem Bargeld verbrennen; der operative Cashflow deckt das auf.
PEG (KGV ÷ Gewinnwachstum)
Das KGV geteilt durch die erwartete Gewinn-Wachstumsrate in Prozent. Peter Lynchs Faustregel: Ein PEG um 1 ist fair, deutlich darunter günstig — eine Aktie mit KGV 20 und 40 % Wachstum (PEG 0,5) kann billiger sein als eine mit KGV 10 und 5 % Wachstum (PEG 2).
Perzentil
Eine Rangskala von 1 bis 99 im Vergleich zu allen anderen Aktien: Perzentil 95 heißt, der Titel schlägt 95 % des Universums bei dieser Kennzahl. Unsere Ratings (RS, Stress-RS, Funda Rating) sind Perzentil-Werte.
Piotroski F-Score
Bilanz-Gesundheitscheck nach Joseph Piotroski: 9 Ja/Nein-Kriterien zu Gewinn, Cashflow, Verschuldung und Effizienz ergeben einen Score von 0 bis 9. Werte ab 7 gelten als finanziell sehr solide, Werte unter 3 als Warnsignal.
Relative Stärke (RS-Rating)
Wie stark ist eine Aktie im Vergleich zu allen anderen gestiegen? Das RS-Rating ist ein Perzentil von 1 bis 99: RS 90 heißt, die Aktie hat 90 % aller Aktien geschlagen (je nach Scanner über 1 Woche, 1, 3, 6 oder 12 Monate). Marktführer haben fast immer hohe RS-Werte — deshalb ist relative Stärke das Herzstück vieler Momentum-Strategien.
Reverse Split
Eine Aktienzusammenlegung, z. B. 10 alte Aktien werden 1 neue — der Kurs verzehnfacht sich optisch, ohne dass die Firma mehr wert ist. Angeschlagene Firmen nutzen das, um nicht wie ein Pennystock auszusehen; solche verzerrten Titel filtern wir automatisch heraus.
ROE (Eigenkapitalrendite)
Gewinn geteilt durch Eigenkapital: Wie viel Rendite erwirtschaftet das Unternehmen auf das Geld seiner Eigentümer? Dauerhaft über 15–20 % gilt als Kennzeichen erstklassiger Firmen.
RVOL (relatives Volumen)
Das heutige Handelsvolumen im Verhältnis zum üblichen Durchschnitt. RVOL 2 = doppelt so viel Umsatz wie normal. Ein Volumenschub bestätigt Ausbrüche: Ohne überdurchschnittliches Volumen ist ein Ausbruch wenig wert.
Sektor & Industrie
Zwei Ebenen der Branchen-Einteilung: Der Sektor ist grob (z. B. Technologie), die Industrie fein (z. B. Halbleiter). Viele Strategien schauen auf die Stärke der Industrie, weil starke Aktien fast immer in starken Industrien laufen.
SMA / gleitender Durchschnitt (10-, 20-, 50-, 200-Tage-Linie)
Der Durchschnittskurs der letzten X Tage, als Linie in den Chart gelegt (Simple Moving Average). Die 50- und 200-Tage-Linie sind die meistbeachteten: Kurs darüber = Aufwärtstrend intakt. Die 30-Wochen-Linie aus der Weinstein-Methode entspricht der 150-Tage-Linie.
Stage (Weinstein-Phasen 1–4)
Stan Weinstein teilt jeden Kursverlauf in vier Phasen: Stage 1 = Bodenbildung (seitwärts nach Abwärtstrend), Stage 2 = Aufwärtstrend (die einzige Kaufphase), Stage 3 = Topbildung, Stage 4 = Abwärtstrend (meiden bzw. Short-Kandidaten). Gemessen wird an der 30-Wochen-Linie (150-Tage-Durchschnitt) und ihrer Steigung.
Stress-RS (Stärke an Stresstagen)
Ein Stresstag ist ein Tag, an dem sowohl der Gesamtmarkt als auch der eigene Sektor mindestens 0,5 % fielen. Der Stress-RS zählt, an wie vielen dieser Tage die Aktie trotzdem grün schloss (Anzeige „g/n" = grüne von n Stresstagen), und macht daraus ein Rating von 1 bis 99. Hohe Werte deuten auf Käufer, die selbst an schwachen Tagen zugreifen — oft institutionelle Akkumulation.
Trend Intensity (TI)
Das Verhältnis der 13-Tage- zur 65-Tage-Durchschnittslinie × 100. Werte über ~108 zeigen kräftiges, anhaltendes Momentum; je höher, desto steiler und glatter der Trend.
TTM (Trailing Twelve Months)
Die Summe der letzten vier Quartale — also ein echtes rollierendes Geschäftsjahr statt eines hochgerechneten Einzelquartals. Macht Kennzahlen wie den Free Cashflow saisonbereinigt vergleichbar.
U/D-Volumen-Ratio (Up/Down-Volumen)
Das Handelsvolumen an Plus-Tagen geteilt durch das an Minus-Tagen (meist über 50 Tage). Werte über 1 heißen: An steigenden Tagen wird mehr gehandelt als an fallenden — ein Hinweis, dass große Adressen einsammeln (Akkumulation).
Umsatzrendite (Nettomarge)
Wie viel vom Umsatz bleibt als Gewinn übrig? Nettogewinn ÷ Umsatz in Prozent. 20 % Marge heißt: Von jedem umgesetzten Dollar bleiben 20 Cent Gewinn. Steigende Margen sind ein starkes Qualitätssignal.
Verschuldungsgrad (Debt/Equity)
Schulden geteilt durch das (materielle) Eigenkapital. Ein Wert von 0,5 heißt: Auf jeden Euro Eigenkapital kommen 50 Cent Schulden. Je niedriger, desto mehr Puffer hat die Firma in schlechten Zeiten — Value- und Qualitäts-Investoren mögen Werte unter 1.
Volatilitätskontraktion (VCP)
Die Kursschwankungen werden von Welle zu Welle enger — die Aktie „beruhigt" sich, oft bei sinkendem Volumen. Dieses Zusammenziehen (Volatility Contraction Pattern, geprägt von Mark Minervini) zeigt ein Gleichgewicht aus Angebot und Nachfrage und geht kräftigen Ausbrüchen oft voraus.
Webby RSI
Ein Indikator von Mike Webster (ehem. O'Neil-Team): Er misst, wie viele ATR das Tagestief über der 21-Tage-EMA liegt. Unter 3 ATR = gesunder Trend; darüber beginnt die überreizte Climax-Zone, in der Webster Teilgewinne mitnimmt statt nachzukaufen.
YoY (Vorjahresvergleich)
Year over Year: Das Quartal wird mit demselben Quartal des Vorjahres verglichen, nicht mit dem Vorquartal. Das blendet Saisoneffekte aus (Weihnachtsgeschäft usw.) und ist der Standard für Wachstumsraten.
YTD (Year to Date)
Die Kursveränderung seit Jahresbeginn. „YTD > 100 %" heißt: Die Aktie hat sich in diesem Kalenderjahr mindestens verdoppelt.
Zinsdeckung
Operativer Gewinn geteilt durch Zinsaufwand: Wie oft kann die Firma ihre Zinsen aus dem laufenden Geschäft bezahlen? Unter 1 reicht der Gewinn nicht einmal für die Zinsen — ein ernstes Warnsignal.
Ø/J 3J (Durchschnittsrendite pro Jahr)
Die durchschnittliche Jahresrendite der Aktie über die letzten 3 Jahre. Zeigt auf einen Blick, ob ein Titel langfristig liefert oder nur kurzfristig heiß gelaufen ist.
Überraschung (Earnings/Sales Surprise)
Die Abweichung der gemeldeten Zahlen von der Analystenschätzung. Positive Überraschungen bei Gewinn oder Umsatz zwingen Analysten, ihre Modelle anzuheben — was oft wochenlange Anschlusskäufe auslöst.

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