Allstate-Aktie: Der Rekordgewinn steht auf dem Gipfel des Prämienzyklus — und der dreht bereits
Allstate hat aus zwei Verlustjahren einen Rekord gemacht: minus 1,4 Milliarden US-Dollar (2022), minus 316 Millionen (2023) — und 10,2 Milliarden US-Dollar Gewinn 2025. Möglich wurde das durch massive Prämienerhöhungen, die die Kfz-Schaden-Kosten-Quote von 110,1 auf 85,0 Prozent drückten. Wir haben den Geschäftsbericht (10-K) für 2025 und den Quartalsbericht (10-Q) zum 31. März 2026 gelesen und nachgerechnet, woher die Eigenkapitalrendite von 48,4 Prozent wirklich kommt — und was von einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 5 übrig bleibt, wenn die Schaden-Kosten-Quote normalisiert. Der Befund steht schon im eigenen Quartalsbericht: Die durchschnittliche Kfz-Prämie der Marke Allstate sank im ersten Quartal 2026 um 2,5 Prozent. Keine Anlageberatung.
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Eine einzelne Zahl aus dem jüngsten Quartalsbericht von The Allstate Corporation (NYSE: ALL) erklärt diese Analyse fast vollständig: Die durchschnittliche Kfz-Prämie der Marke Allstate sank im ersten Quartal 2026 auf 832 US-Dollar, nach 853 US-Dollar im Vorjahresquartal — minus 2,5 Prozent. Das ist bemerkenswert, weil derselbe Konzern gerade das profitabelste Jahr seiner Geschichte hinter sich hat: 10.165 Millionen US-Dollar Gewinn 2025, nach einem Verlust von 1.394 Millionen im Jahr 2022 und 316 Millionen 2023. Möglich wurde diese Wende durch drei Jahre kräftiger Prämienerhöhungen. Und genau die laufen jetzt aus. Wer heute auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 5 schaut, misst den Gipfel eines Zyklus — nicht die Normallage. Wir lesen deshalb gemeinsam, was Allstate der US-Börsenaufsicht SEC gemeldet hat: den Geschäftsbericht (10-K) für das Geschäftsjahr 2025 (eingereicht am 20. Februar 2026), den Quartalsbericht (10-Q) zum 31. März 2026 und die monatlichen Katastrophenmeldungen (8-K) bis zum 16. Juli 2026. Ein SEC-Bericht ist unter Strafandrohung ehrlich. Am Ende entscheidest Du selbst.
Was Allstate eigentlich macht — und für wen
Allstate ist der drittgrößte Personen-Sach-Versicherer der Vereinigten Staaten, gegründet 1931 als Tochter des Versandhauses Sears, seit 1993 eigenständig an der Börse und heute in Northbrook bei Chicago ansässig. Der Konzern beschäftigt rund 53.000 Menschen, führt etwa 211 Millionen Policen und verwaltet ein Kapitalanlage-Portfolio von 83,24 Milliarden US-Dollar (31. Dezember 2025). Das Herzstück heißt Allstate Protection: private Kfz-Versicherung, Hausratversicherung und weitere Privatsparten, verkauft über mehr als 27.400 Exklusivagenten, unabhängige Makler, Callcenter und online unter den Marken Allstate, National General, Direct Auto und Answer Financial. In Zahlen: 38,1 Milliarden US-Dollar verdiente Kfz-Prämien 2025, dazu 15,4 Milliarden Hausrat und 3,1 Milliarden weitere Privatsparten. Dazu kommt das kleinere, aber stetig wachsende Geschäft Protection Services (Garantieverlängerungen für Elektronik und Geräte, Pannenhilfe, Identitätsschutz) mit rund 173 Millionen Policen.
Damit ist das Spannungsfeld dieser Analyse gesetzt, und es zieht sich durch jedes Kapitel: Ein Kfz-Versicherer verdient nicht dann am meisten, wenn er am besten arbeitet, sondern dann, wenn seine Preise den Kosten am weitesten vorausgeeilt sind — und dieser Vorsprung ist per Definition vergänglich. Wie ein regulierter Versicherer aus einer Kostenklemme wieder herausfindet, haben wir beim kalifornischen Autoversicherer Mercury General im Detail seziert; wie sich Katastrophenrisiko bepreisen lässt, beim weltgrößten Katastrophenrückversicherer RenaissanceRe. Eine Kalender-Notiz gehört an den Anfang: Allstates Geschäftsjahr endet am 31. Dezember, die Zahlen folgen also dem Kalenderjahr.
Wo die Aktie in unserem Scanner auftaucht
Wir lassen täglich rund 3.500 Aktien durch unsere Scanner laufen. Allstate kam über den QARP-Scanner auf die Rechercheliste — „Quality at a Reasonable Price“, angelehnt an die quantitative Faktor-Forschung (unter anderem AQRs „Quality Minus Junk“). Der Filter verlangt fünf Bedingungen gleichzeitig, und Allstate erfüllt jede einzelne mit Abstand:
- Piotroski F-Score ≥ 7 — Allstate: 7. Das Punktesystem prüft neun Ja/Nein-Fragen zur Bilanzqualität (Ist der Gewinn positiv? Steigt die Rendite? Kommt der Gewinn als Cash herein? Sinkt die Verschuldung?). Sieben von neun ist solide.
- Eigenkapitalrendite ≥ 15 Prozent — Allstate: 45,2 Prozent. Der auffälligste Wert der ganzen Liste, und der, dem wir gleich ein eigenes Kapitel widmen.
- EBIT-Marge ≥ 10 Prozent — Allstate: rund 19 Prozent (13.156 Millionen US-Dollar Vorsteuerergebnis auf 67.685 Millionen Umsatz, Geschäftsjahr 2025).
- Verschuldungsgrad zwischen 0 und 1 — Allstate: 0,24 (7.490 Millionen US-Dollar Schulden auf 30.610 Millionen Eigenkapital). Die Schuldenquote am Gesamtkapital fiel von 30,9 Prozent (2023) über 27,4 (2024) auf 19,7 Prozent (2025).
- Positives Kurs-Gewinn-Verhältnis bis 20 — Allstate: 5,3. Der zweite Wert, der stutzig macht.
Im Scanner steht ALL damit auf Rang 23 unter den US-Treffern, bei einem Fundamental-Rating von 69 Punkten (Note B) auf der Skala von 0 bis 100 und einer durchschnittlichen Jahresrendite über drei Jahre von 43,3 Prozent. Der im Scanner ausgewiesene Börsenwert von rund 59,6 Milliarden US-Dollar stammt aus einem älteren Kursstand; zum Schlusskurs vom 27. Juli 2026 (261,27 US-Dollar) und 257.420.930 ausstehenden Aktien laut Deckblatt des Quartalsberichts ergibt die Gegenprobe 67,3 Milliarden US-Dollar — rund 13 Prozent mehr. Ein Wort zum Altman Z″, das viele Screener mitliefern: Werte unter 1,1 gelten dort als Krisenzone, über 2,6 als sicher. Für einen Versicherer ist diese Formel jedoch nicht aussagekräftig — sie wurde an Industrieunternehmen kalibriert und rechnet mit Umlaufvermögen, Betriebskapital und Umsatz-je-Bilanzsumme. Eine Versicherungsbilanz besteht aber aus Kapitalanlagen und Schadenrückstellungen; „Working Capital“ im industriellen Sinn gibt es dort nicht. Wir deuten den Wert deshalb bewusst nicht. Merke Dir den Fingerabdruck: Wenn ein Screener bei einem Versicherer gleichzeitig „extrem profitabel“ und „extrem billig“ meldet, ist das fast nie ein Marktfehler — sondern fast immer ein Zykluspunkt.
Der Kfz-Zyklus ist die ganze Geschichte
Bei einem Schaden- und Unfallversicherer schaut man nicht auf den Umsatz, sondern auf die Schaden-Kosten-Quote (englisch combined ratio): Von 100 Dollar eingenommener Prämie — wie viele gehen für Schäden, Schadenbearbeitung, Provisionen und Verwaltung wieder hinaus? Unter 100 verdient der Versicherer am Versicherungsgeschäft selbst, über 100 zahlt er drauf und muss die Lücke aus den Kapitalerträgen stopfen. Bei Allstate sah diese Quote in der Kfz-Sparte so aus:
Was 2022 passierte, war kein Managementfehler, sondern ein Kostenschock: Nach der Pandemie explodierten die Preise für Ersatzteile, Werkstattstunden und Gebrauchtwagen — und weil Kfz-Policen typischerweise sechs Monate laufen und Prämienerhöhungen in vielen Bundesstaaten genehmigt werden müssen, hinkten die Einnahmen den Kosten um Quartale hinterher. Das Ergebnis war ein Verlust von 1.394 Millionen US-Dollar (2022) und noch einmal 316 Millionen (2023). Dann kam die Sanierung: 2024 setzte Allstate Kfz-Ratenerhöhungen von 10,4 Prozent in 55 Bundesstaaten und Provinzen durch (Prämienwirkung 7,5 Prozent), in der Hausratversicherung sogar 14,5 Prozent. 2025 folgten weitere 3,5 Prozent im Kfz-Geschäft und 7,6 Prozent im Hausratgeschäft. Die Wirkung war dramatisch:
Das versicherungstechnische Ergebnis der Sparte Allstate Protection drehte von minus 2.090 Millionen US-Dollar (2023) über plus 3.153 Millionen (2024) auf plus 8.694 Millionen (2025). Dazu kamen 3.449 Millionen US-Dollar Kapitalanlage-Ergebnis (nach 3.092 Millionen 2024 und 2.478 Millionen 2023) — die gestiegenen Zinsen zahlen sich für einen Versicherer mit über 80 Milliarden Anlagevermögen doppelt aus. Der Konzernbericht formuliert es nüchtern:
„Underwriting income was $8.69 billion in 2025 compared to $3.15 billion in 2024, primarily due to increased premiums earned and the benefit of prior year reserve releases, partially offset by higher expenses.“
Übersetzung: „Das versicherungstechnische Ergebnis betrug 8,69 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 gegenüber 3,15 Milliarden 2024, vor allem aufgrund gestiegener verdienter Prämien und des Vorteils aus der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren, teilweise ausgeglichen durch höhere Kosten.“
— The Allstate Corporation, SEC-Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2025, Item 7 „Management's Discussion and Analysis“, Abschnitt Allstate Protection
Merke Dir den Mechanismus: Bei einem Kfz-Versicherer entsteht der Gewinn nicht durch Wachstum, sondern durch den zeitlichen Abstand zwischen bereits erhöhten Preisen und noch nicht gestiegenen Schäden. Dieser Abstand ist maximal, wenn eine Sanierung gerade fertig ist — genau dort stehen wir.
Die 48 Prozent Eigenkapitalrendite — woher sie wirklich kommen
Eine Eigenkapitalrendite von 45 Prozent ist bei einem Versicherer außergewöhnlich; gute Häuser liegen langfristig bei 12 bis 18 Prozent. Allstate weist im eigenen Quartalsbericht sogar einen höheren Wert aus, und der ist die härteste Zahl, die es dazu gibt:
„Return on average Allstate common shareholders’ equity for the twelve months ended March 31, 2026, was 48.4%, an increase of 27.0 points from 21.4% for the twelve months ended March 31, 2025.“
Übersetzung: „Die Rendite auf das durchschnittliche Eigenkapital der Allstate-Stammaktionäre betrug für die zwölf Monate bis zum 31. März 2026 48,4 Prozent, ein Anstieg um 27,0 Punkte gegenüber 21,4 Prozent für die zwölf Monate bis zum 31. März 2025.“
— The Allstate Corporation, SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 31. März 2026, Abschnitt „Financial Highlights“
Zur Einordnung: Für das Geschäftsjahr 2025 als Ganzes weist der Geschäftsbericht 42,3 Prozent aus, nach 25,8 Prozent im Jahr 2024 — in den beiden Verlustjahren davor war sie naturgemäß negativ. Der Wert, den unser Scanner meldet (45,2 Prozent), liegt genau zwischen dem Jahres- und dem rollierenden Zwölfmonatswert. Woher kommt diese Rendite? Wir haben sie in ihre Bestandteile zerlegt — und die Antwort ist eine Mischung aus drei Quellen, von denen nur eine dauerhaft ist.
Quelle 1: 1,14 Milliarden US-Dollar Sondergewinn aus zwei Sparten-Verkäufen (rund 11 Prozent des Jahresgewinns)
Allstate hat 2025 sein gesamtes Lebens- und Gesundheitsgeschäft verkauft. Am 1. April 2025 ging die Sparte Employer Voluntary Benefits (American Heritage Life Insurance Company und American Heritage Service Company) für 1,9 Milliarden US-Dollar in bar an die Standard Insurance Company (StanCorp); der Buchgewinn betrug 888 Millionen US-Dollar vor und 641 Millionen nach Steuern. Am 1. Juli 2025 folgte das Gruppen-Krankenversicherungsgeschäft (Direct General Life Insurance Company, NSM Sales Corporation und The Association Benefits Solution) für 1,23 Milliarden US-Dollar in bar an Nationwide; Buchgewinn 715 Millionen vor und 499 Millionen nach Steuern. Zusammen: rund 3,13 Milliarden US-Dollar Barerlös und 1.140 Millionen US-Dollar Sondergewinn nach Steuern — das sind 11,2 Prozent des Jahresgewinns von 10.165 Millionen, und sie kommen nie wieder. Was hat der Konzern mit dem Geld gemacht? Zurückgegeben: 2025 kaufte Allstate 6 Millionen eigene Aktien für 1,24 Milliarden US-Dollar zurück, im ersten Quartal 2026 weitere 3 Millionen für 620 Millionen. Im Februar 2026 war das alte 1,5-Milliarden-Programm abgeschlossen; der Verwaltungsrat genehmigte am 4. Februar 2026 ein neues über 4,00 Milliarden US-Dollar bis Februar 2028. Die Dividende stieg zum 1. April 2026 von 1,00 auf 1,08 US-Dollar je Quartal.
Quelle 2: 1,81 Milliarden US-Dollar aufgelöste Rückstellungen (rund 14 Prozent des Jahresgewinns)
Das ist der Posten, den fast niemand liest — und der zweitwichtigste der ganzen Analyse. Ein Versicherer stellt für gemeldete und noch nicht gemeldete Schäden Rückstellungen zurück. Stellt sich später heraus, dass er zu vorsichtig war, löst er sie auf — und der aufgelöste Betrag erhöht unmittelbar den Gewinn des laufenden Jahres, obwohl er wirtschaftlich zu früheren Jahren gehört. Bei Allstate steht dazu im Bericht: Nicht-Katastrophen-Nachreservierungen 2025: minus 1.810 Millionen US-Dollar, also eine Auflösung in dieser Höhe. Zum Vergleich: 2024 wurden noch 62 Millionen zusätzlich zurückgestellt, 2023 sogar 574 Millionen. Der Effekt auf die Schaden-Kosten-Quote betrug 2025 minus 3,1 Punkte — allein in der Kfz-Sparte minus 4,9 Punkte. Nach Steuern entspricht das rund 1,43 Milliarden US-Dollar oder 14,1 Prozent des Jahresgewinns. Kein Skandal, sondern normales Versicherungshandwerk — aber eben auch keine Ertragsquelle, auf die man ein Bewertungsmodell bauen sollte. Sie kehrt sich im Zweifel um.
Und der Effekt läuft weiter, stärker denn je: Im ersten Quartal 2026 drückten Reserveauflösungen aus Vorjahren die Schadenquote der Kfz-Sparte um 8,8 Punkte (im Vorjahresquartal waren es 2,6), auf Ebene der gesamten Sparte um 6,8 Punkte — in Geld rund 1.016 Millionen US-Dollar. Das ist der eigentliche Grund, die vielzitierte Kfz-Quote von 81,9 Prozent mit Vorsicht zu lesen: Ohne diese Auflösungen läge sie bei rund 90,7 Prozent — immer noch profitabel, aber eben nicht sensationell. Merke Dir die Prüffrage: Bei jedem Versicherer, der plötzlich glänzend verdient, lohnt der Blick auf die Zeile „prior year reserve reestimates“ — sie zeigt, wie viel des Gewinns aus dem laufenden Geschäft stammt und wie viel aus einer Neubewertung der Vergangenheit.
Quelle 3: Ein Nenner, der noch die Zinsdelle enthält
Der dritte Effekt liegt nicht im Zähler, sondern im Nenner. Versicherer halten den Großteil ihres Vermögens in Anleihen, und die werden zum Marktwert bilanziert. Als die Zinsen 2022 sprangen, fielen die Kurse dieser Anleihen — und die unrealisierten Verluste wanderten direkt ins Eigenkapital, in einen Posten namens Accumulated Other Comprehensive Income. Der Verlauf: Im Jahr 2022 belastete er das Eigenkapital mit 2.853 Millionen US-Dollar, 2023 kamen 1.651 Millionen zurück, 2024 gingen 167 Millionen wieder ab. Der Bestand lag Ende 2023 bei minus 604 Millionen, Ende 2024 bei minus 771 Millionen — und Ende 2025 erstmals wieder bei plus 297 Millionen. Das Eigenkapital insgesamt: 17.488 Millionen US-Dollar (Ende 2022), 17.770 (2023), 21.442 (2024), 30.610 (2025) und 31.610 Millionen zum 31. März 2026.
Und hier liegt der rechnerische Kern: Die 48,4 Prozent messen den Gewinn gegen das durchschnittliche Eigenkapital des Zeitraums — und dieser Durchschnitt enthält noch den niedrigen Ausgangswert von Ende 2024. Rechnet man den Gewinn 2025 stattdessen gegen das Eigenkapital am Jahresende (rund 28,6 Milliarden US-Dollar Stammkapital nach Abzug der Vorzugsaktien), fällt die Rendite auf rund 36 Prozent. Und auf dem Buchwert vom 31. März 2026 (113,52 US-Dollar je verwässerter Aktie, nach 72,35 ein Jahr zuvor und 59,39 Ende 2023) wäre sie noch niedriger. Anders gesagt: Ein Teil der spektakulären Rendite entsteht schlicht daraus, dass das Kapital am Anfang des Messzeitraums klein war und am Ende groß.
Das Fazit dieser Untersuchung in einem Satz: Von den 48,4 Prozent sind rund 11 Prozentpunkte Sondererlöse aus Sparten-Verkäufen, rund 14 Prozentpunkte aufgelöste Rückstellungen, ein weiterer erheblicher Teil ein Nenner-Effekt aus der zinsbedingt geschrumpften Kapitalbasis — und der Rest, immer noch beeindruckend, echte operative Stärke, aber gemessen am Gipfel des Prämienzyklus. Wiederkehrend ist davon nur der letzte Teil, und auch der nur so lange, wie die Schaden-Kosten-Quote bei 85 Prozent bleibt.
Was in den Berichten steht — die unbequemen Wahrheiten
Unbequeme Wahrheit Nr. 1: Der Preiszyklus hat bereits gedreht — im eigenen Quartalsbericht
Man muss nicht auf Analystenprognosen warten, um zu sehen, dass die Preisrunde vorbei ist. Allstate schreibt es selbst in den Quartalsbericht zum 31. März 2026: Die gebuchten Kfz-Prämien stiegen im ersten Quartal 2026 um ganze 2 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal — bei einem Quartalsvolumen von rund 9,7 Milliarden US-Dollar also praktisch null. Und das, obwohl die Zahl der Policen im selben Zeitraum um 2,6 Prozent stieg. Die Rechnung geht nur auf, wenn die Durchschnittsprämie sinkt. Genau das steht dort:
„Lower Allstate brand average premiums resulting from a shift in product mix towards affordable, simple and connected protection“
Übersetzung: „Niedrigere Durchschnittsprämien der Marke Allstate infolge einer Verschiebung des Produktmixes hin zu bezahlbarem, einfachem und vernetztem Schutz“
— The Allstate Corporation, SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 31. März 2026, Abschnitt Allstate Protection
Die Formulierung ist elegant — „Produktmix“ klingt nach Strategie, nicht nach Preisdruck. Aber die Tabelle daneben ist eindeutig: 832 US-Dollar Durchschnittsprämie im ersten Quartal 2026 gegen 853 US-Dollar ein Jahr zuvor. Und der Wettbewerb tut dasselbe: In Florida zeigten die fünf größten Kfz-Versicherer — Progressive, Berkshire Hathaways GEICO, State Farm, Allstate und USAA, zusammen rund 78 Prozent des Marktes — für 2026 eine durchschnittliche Ratenänderung von etwa minus 8 Prozent an; GEICO kündigte im März 2026 Prämiensenkungen für über 700.000 Kunden in Florida ab April an. Am deutlichsten zeigt es die amtliche US-Verbraucherpreisstatistik: Die Position „Kfz-Versicherung“ im Verbraucherpreisindex lag im Juni 2026 um 4,1 Prozent unter dem Vorjahr — nach einem Höchststand von plus 11,8 Prozent im Januar 2025 (US-Arbeitsstatistikamt BLS, Reihe CUUR0000SETE). Die Preisspirale hat sich also nicht nur verlangsamt, sie hat die Richtung gewechselt. Der Konzernbericht selbst benennt das Risiko im Kapitel „Risk Factors“ mit ungewöhnlicher Direktheit:
„Competitors may alter underwriting standards, lower prices, have more sophisticated pricing models, introduce new products and features and increase advertising, which could result in lower growth and retention and decrease our competitive position.“
Übersetzung: „Wettbewerber können ihre Zeichnungsstandards ändern, Preise senken, über ausgefeiltere Preismodelle verfügen, neue Produkte und Leistungsmerkmale einführen und ihre Werbung ausweiten — was zu geringerem Wachstum, schlechterer Kundenbindung und einer Verschlechterung unserer Wettbewerbsposition führen könnte.“
— The Allstate Corporation, SEC-Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2025, Item 1A „Risk Factors“
Unbequeme Wahrheit Nr. 2: Die Sanierung kostete über eine Million Verträge
Preiserhöhungen von zusammen deutlich über zwanzig Prozent bleiben nicht folgenlos. Wer 2023 seine Kfz-Rechnung um ein Fünftel steigen sah, holte ein Vergleichsangebot ein — und wechselte. In den Büchern sieht das so aus:
Von 26,03 Millionen Kfz-Policen (Ende 2022) ging es auf 25,28 Millionen (2023) und 24,94 Millionen (Ende 2024) hinunter — ein Verlust von rund 1,1 Millionen Verträgen oder 4,2 Prozent. Erst danach kam die Wende: 25,50 Millionen Ende 2025, 25,76 Millionen zum 31. März 2026 und 25,90 Millionen zum 31. Mai 2026 (Monatsmeldung 8-K vom 18. Juni 2026). Die Neuanträge zogen 2025 um 25,3 Prozent auf 8,9 Millionen an, im Direktkanal sogar um 32,9 Prozent. Das ist die gute Nachricht — die Marke funktioniert wieder. Die unbequeme Seite: Neugeschäft ist im Kfz-Bereich fast immer schlechteres Geschäft als Bestand. Neue Kunden kommen über den Preis, kündigen schneller und haben in den ersten Jahren höhere Schadenquoten als treue Bestandskunden. Wer wie Allstate binnen fünfzehn Monaten fast eine Million Verträge zurückholt, holt sich damit auch eine Portfolio-Qualität ins Haus, die sich erst in den Schadenzahlen der Jahre 2027 und 2028 zeigen wird.
Unbequeme Wahrheit Nr. 3: Wetter und Kalifornien — die Rechnung kommt monatlich
Allstate ist der einzige große US-Versicherer, der seine Katastrophenschäden monatlich meldet. Das ist löblich transparent und liefert die aktuellste harte Zahl dieser Analyse: Für den Juni 2026 meldete der Konzern am 16. Juli 2026 563 Millionen US-Dollar (445 Millionen nach Steuern), für das gesamte zweite Quartal 2026 1,72 Milliarden US-Dollar (1,36 Milliarden nach Steuern). Im Jahresvergleich: Die gesamten Katastrophenschäden lagen 2023 bei 5.636 Millionen, 2024 bei 4.964 Millionen und 2025 bei 4.959 Millionen US-Dollar — brutto vor Rückversicherung waren es 2025 sogar 6,2 Milliarden. Über zehn Jahre kosteten Katastrophen im Schnitt 8,8 Punkte der Schadenquote, in der Spanne von 7,1 bis 11,6 Punkten.
Das teuerste Einzelereignis der jüngeren Zeit waren die Waldbrände in Südkalifornien im Januar 2025 (Palisades und Eaton). Sie schlugen bei Allstate mit rund 1.049 Millionen US-Dollar in der Kategorie Waldbrand zu Buche — nach 71 Millionen 2024 und 335 Millionen 2023. Das erste Quartal 2025 kostete insgesamt 2.202 Millionen US-Dollar Katastrophenschaden und trieb die Schaden-Kosten-Quote auf 97,4 Prozent; im ersten Quartal 2026 waren es 1.240 Millionen und 82,0 Prozent. Abgefedert wird das durch ein Rückversicherungsprogramm, das für ein einzelnes Großereignis Schäden bis 9,51 Milliarden US-Dollar abdeckt — abzüglich eines Selbstbehalts von 1,00 Milliarde, den Allstate in jedem Fall selbst trägt. Rund 2,70 Milliarden davon sind über Katastrophenanleihen platziert, Florida läuft über ein eigenes Programm (bis 1,10 Milliarden bei 30 Millionen Selbstbehalt). Ein Konstruktionsdetail, das man kennen sollte: Der Großteil des Programms besteht aus Mehrjahresverträgen, sodass jedes Jahr nur etwa ein Drittel neu verhandelt wird — das dämpft Preissprünge am Rückversicherungsmarkt, verzögert aber auch Entlastungen. Die Kosten dieses Schutzes steigen stetig: 1,23 Milliarden US-Dollar 2025, nach 1,11 Milliarden 2024 und 1,02 Milliarden 2023. Der modellierte Maximalschaden aus Hurrikan, Erdbeben und Waldbrand, der statistisch einmal in hundert Jahren erwartet wird, liegt bei rund 3,1 Milliarden US-Dollar nach Rückversicherung.
Die zweite Seite Kaliforniens ist die Regulierung. Allstate hat sich aus dem Neugeschäft in den Gefahrenzonen zurückgezogen — und der Bericht sagt, was das kostet:
„We stopped writing new homeowners and condominium business in California in 2022. In Florida, we stopped writing new condominium business in 2022 and new homeowners business in 2023. As a result, since December 31, 2024, PIF has declined by approximately 5% and 15% in California and Florida, respectively.“
Übersetzung: „Wir haben 2022 aufgehört, neues Hausrat- und Eigentumswohnungs-Geschäft in Kalifornien zu zeichnen. In Florida stellten wir das Neugeschäft für Eigentumswohnungen 2022 und für Hausrat 2023 ein. Infolgedessen ist die Zahl der Policen in Kraft seit dem 31. Dezember 2024 in Kalifornien um rund 5 Prozent und in Florida um rund 15 Prozent gesunken.“
— The Allstate Corporation, SEC-Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2025, Item 7 „Management's Discussion and Analysis“, Abschnitt Catastrophe management
Dazu kommen Lasten, die man sich nicht aussuchen kann. Im Januar 2025 verhängte der kalifornische Versicherungsaufseher ein einjähriges Moratorium: In den von den Bränden betroffenen Postleitzahlgebieten durfte kein Wohngebäudevertrag gekündigt oder nicht verlängert werden. Und als Mitglied des staatlichen Auffangversicherers California FAIR Plan wurde Allstate an einer Umlage von 1,00 Milliarde US-Dollar beteiligt und zahlte davon 2025 45 Millionen; die Hälfte darf über Zuschläge zurückgeholt werden. Merke Dir das Bild: Ein US-Versicherer kann Risiken meiden, aber nicht die Solidarhaftung für die Risiken, die andere nicht mehr tragen wollen. Diese Mechanik trifft breit gestreute Häuser wie Allstate genauso wie regional konzentrierte Anbieter — nur dass letztere, wie Pelagos Insurance Capital oder Hamilton Insurance Group, die Kosten deutlicher in der Quartalsschwankung zeigen.
Unbequeme Wahrheit Nr. 4: Ein KGV von 5,3 misst den Gipfel
Jetzt die Rechnung, um die es eigentlich geht. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,3 klingt nach einem Geschenk. Es setzt aber voraus, dass ein Gewinn von rund 10 bis 12 Milliarden US-Dollar der Normalfall ist. Rechnen wir gegen:
- Schritt 1 — Sondereffekte heraus. 1.140 Millionen US-Dollar Verkaufsgewinne und rund 1.430 Millionen aus aufgelösten Rückstellungen (nach Steuern) sind einmalig. Bleiben rund 7,6 Milliarden US-Dollar.
- Schritt 2 — Schaden-Kosten-Quote normalisieren. Steigt die Kfz-Quote von 85,0 wieder auf die 95,0 Prozent von 2024 — ein Wert, bei dem Allstate immer noch verdient —, kostet das rund 10 Prozentpunkte auf 38,1 Milliarden US-Dollar Kfz-Prämien, also etwa 3,8 Milliarden vor und 3,0 Milliarden nach Steuern.
- Ergebnis: Der normalisierte Gewinn läge bei rund 4,6 Milliarden US-Dollar — exakt dem Niveau von 2024. Auf einen Börsenwert von 67,3 Milliarden gerechnet ergibt das ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 14 und eine Eigenkapitalrendite von etwa 16 Prozent. Beides völlig respektabel — aber eben ein normaler Qualitätsversicherer, kein Schnäppchen.
Und die Gegenprobe nach unten liefert die eigene Vergangenheit: 2022 und 2023 verlor Allstate Geld — 1.394 und 316 Millionen US-Dollar — bei Kfz-Schaden-Kosten-Quoten von 110,1 und 103,4 Prozent. Das war kein Ausnahmezustand einer schlecht geführten Firma, sondern der andere Endpunkt desselben Zyklus, den wir heute an seinem oberen Ende betrachten. Merke Dir die Regel: Bei zyklischen Geschäften ist ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis ein Warnzeichen, kein Kaufsignal — es zeigt an, dass der Markt den aktuellen Gewinn nicht für haltbar hält. Der Markt sieht das übrigens auch so: Die Aktie notierte am 27. Juli 2026 bei 261,27 US-Dollar und damit fast exakt auf ihrem 52-Wochen-Hoch von 262,24 US-Dollar — er bezahlt also keineswegs Panik, sondern Zuversicht, nur eben auf einen Gewinn, den er selbst diskontiert.
Bewertung: 67 Milliarden Börsenwert für den Drittgrößten
Bei 261,27 US-Dollar (Schlusskurs 27. Juli 2026) und 257.420.930 ausstehenden Aktien (Deckblatt des Quartalsberichts, Stand 13. April 2026) kommt Allstate auf einen Börsenwert von rund 67,3 Milliarden US-Dollar. Dem steht ein Buchwert von 113,52 US-Dollar je verwässerter Aktie gegenüber (31. März 2026) — macht ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund 2,3. Für einen Versicherer, dessen Eigenkapitalrendite nachhaltig bei 15 bis 18 Prozent liegen dürfte, ist das weder billig noch teuer: Es ist der Preis, den man für ein qualitativ gutes, breit aufgestelltes Haus zahlt. Die Bilanz gibt dafür wenig Anlass zur Sorge: 85,16 Milliarden US-Dollar Kapitalanlagen (31. März 2026), 7.490 Millionen US-Dollar Schulden gegen 30.610 Millionen Eigenkapital, eine auf 19,7 Prozent gefallene Schuldenquote am Gesamtkapital und ein Kapitalanlage-Ergebnis von 938 Millionen US-Dollar allein im ersten Quartal 2026.
Die Kapitalrückgabe ist entsprechend großzügig: 1,08 US-Dollar Quartalsdividende seit dem 1. April 2026 (zuvor 1,00, davor 0,92) und ein laufendes Rückkaufprogramm über 4,00 Milliarden US-Dollar bis Februar 2028. Seit 1995 hat Allstate 799 Millionen eigene Aktien für 44,51 Milliarden US-Dollar erworben und die Zahl der ausstehenden Aktien um 71,1 Prozent reduziert — ein bemerkenswerter Langfrist-Ausweis. Warum trotzdem Zurückhaltung? Weil der Markt hier keine Substanzfrage stellt, sondern eine Zeitfrage: Wie lange bleibt die Schaden-Kosten-Quote bei 85 Prozent? Die Antwort steht bereits im eigenen Quartalsbericht, und sie lautet: nicht mehr lange, denn die Durchschnittsprämie fällt schon.
Chancen und Risiken auf einen Blick
Was für Allstate spricht:
- Ein bewiesener Turnaround: Kfz-Schaden-Kosten-Quote von 110,1 Prozent (2022) auf 85,0 Prozent (2025) und 81,9 Prozent im ersten Quartal 2026; versicherungstechnisches Ergebnis von minus 2.090 Millionen US-Dollar (2023) auf plus 8.694 Millionen (2025).
- Der Bestand wächst wieder: Kfz-Policen von 24,94 Millionen (Ende 2024) auf 25,90 Millionen (31. Mai 2026), Neuanträge 2025 plus 25,3 Prozent auf 8,9 Millionen — die Marke gewinnt Kunden zurück, ohne dass die Quote leidet.
- Eine Bilanz ohne Fragezeichen: 85,16 Milliarden US-Dollar Kapitalanlagen, Schuldenquote am Gesamtkapital von 19,7 Prozent (nach 30,9 Prozent 2023), Buchwert je Aktie von 59,39 (2023) auf 113,52 US-Dollar (31.03.2026) mehr als verdoppelt.
- Konsequente Kapitalrückgabe: Quartalsdividende auf 1,08 US-Dollar erhöht, laufendes Rückkaufprogramm über 4,00 Milliarden US-Dollar bis Februar 2028, 3,13 Milliarden US-Dollar Barerlös aus zwei Sparten-Verkäufen 2025.
- Ein zweites, unzyklisches Standbein: Protection Services (Geräte-Garantien, Pannenhilfe, Identitätsschutz) mit rund 173 Millionen Policen wächst unabhängig vom Kfz-Preiszyklus; das Kapitalanlage-Ergebnis stieg von 2.478 (2023) auf 3.449 Millionen US-Dollar (2025).
Was dagegen spricht:
- Der Preiszyklus hat gedreht: Die Kfz-Durchschnittsprämie der Marke Allstate sank im ersten Quartal 2026 um 2,5 Prozent auf 832 US-Dollar, die gebuchten Kfz-Prämien stagnierten trotz 2,6 Prozent mehr Policen. In Florida zeigten die fünf größten Kfz-Versicherer für 2026 rund minus 8 Prozent Ratenänderung an.
- Ein Viertel des Rekordgewinns ist einmalig: 1.140 Millionen US-Dollar Sondergewinn nach Steuern aus den Sparten-Verkäufen und rund 1.430 Millionen aus der Auflösung von 1.810 Millionen alter Rückstellungen — 2024 und 2023 wurden Reserven noch aufgestockt.
- Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 5 misst den Gipfel: Normalisiert auf die Kfz-Quote von 2024 und ohne Sondereffekte bleibt ein Gewinn von rund 4,6 Milliarden US-Dollar — und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 14. Die Verlustjahre 2022 (minus 1.394 Millionen) und 2023 (minus 316 Millionen) zeigen den anderen Endpunkt desselben Zyklus.
- Katastrophen bleiben teuer und schwer planbar: 4.959 Millionen US-Dollar 2025 (brutto 6,2 Milliarden), allein 1,72 Milliarden im zweiten Quartal 2026; die Kosten des Rückversicherungsschutzes stiegen von 1,02 (2023) auf 1,23 Milliarden US-Dollar (2025).
- Regulatorische Zwangslagen: Moratorium des kalifornischen Aufsehers nach den Bränden, 1,00-Milliarden-Umlage des California FAIR Plan (Allstate-Anteil 2025: 45 Millionen US-Dollar), Rückzug aus dem Hausrat-Neugeschäft in Kalifornien und Florida mit 5 beziehungsweise 15 Prozent Bestandsverlust seit Ende 2024.
Ein menschliches Fazit
Allstate ist keine Wette auf eine Turnaround-Hoffnung — der Turnaround ist da, sichtbar, geprüft und in Milliarden bezifferbar. Ein Konzern, der binnen drei Jahren aus einem Verlust von 1,4 Milliarden US-Dollar einen Gewinn von 10,2 Milliarden macht, seinen Buchwert je Aktie fast verdoppelt, seine Schuldenquote um elf Punkte senkt und dabei wieder Kunden gewinnt, hat sehr vieles sehr richtig gemacht. Wer nach Qualität sucht, findet sie hier. Die Frage ist eine andere, und sie ist unbequem: Zu welchem Punkt des Zyklus schaut man gerade hin? Denn dieselben Berichte, die den Rekord belegen, dokumentieren auch, dass die Durchschnittsprämie bereits fällt, dass ein Viertel des Rekordgewinns aus Posten stammt, die sich nicht wiederholen, und dass der Wettbewerb in einzelnen Bundesstaaten schon acht Prozent Preisnachlass ankündigt. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von fünf ist in dieser Lage kein Schnäppchen, sondern eine Botschaft: Der Markt glaubt nicht, dass 10 Milliarden Gewinn der Normalfall sind. Wir teilen diesen Zweifel — und finden gleichzeitig, dass ein normalisiertes Kurs-Gewinn-Verhältnis von vierzehn für den drittgrößten US-Personen-Sach-Versicherer mit dieser Bilanz kein schlechter Preis ist. Es ist eben ein fairer, kein geschenkter. Wer heute kauft, kauft ein gutes Unternehmen nahe dem 52-Wochen-Hoch am oberen Ende seines Gewinnzyklus. Wer wartet, verzichtet vielleicht auf weitere gute Quartale, kann aber im nächsten Quartalsbericht nachlesen, was die Durchschnittsprämie macht und ob die Schaden-Kosten-Quote hält. Was Du daraus machst, ist Deine Entscheidung. Und das ist auch gut so.
Quellen
Alle in dieser Analyse verwendeten Originaldokumente — zum Selbst-Nachlesen:
- The Allstate Corporation — SEC-Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2025 (endete 31. Dezember 2025; eingereicht 20. Februar 2026)
- The Allstate Corporation — SEC-Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2024 (endete 31. Dezember 2024; eingereicht 24. Februar 2025)
- The Allstate Corporation — SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 31.03.2026 (eingereicht 29. April 2026)
- The Allstate Corporation — SEC-Pflichtmitteilung 8-K vom 16. Juli 2026, Katastrophenschäden Juni 2026
- The Allstate Corporation — SEC-Pflichtmitteilung 8-K vom 18. Juni 2026, Katastrophenschäden Mai 2026 und Policenbestand
- The Allstate Corporation — SEC-Pflichtmitteilung 8-K vom 14. Juli 2026, Bestellung des Finanzvorstands
- Vollständige SEC-Einreichungshistorie von Allstate: EDGAR-Übersicht (sec.gov)
- Zum Wettbewerbsumfeld: Florida Realtors, „Florida Auto Insurance Rates Trending Lower“ (März 2026) und GEICO-Pressemitteilung vom 2. März 2026 zu weiteren Prämiensenkungen in Florida; Verbraucherpreisindex der Position „Kfz-Versicherung“ des US-Arbeitsstatistikamts (BLS, Reihe CUUR0000SETE, Stand Juni 2026)
- Fundamentaldaten (Kennzahlen, Bewertung, Scanner-Treffer), abgeglichen mit den SEC-Berichten; Kurs 261,27 US-Dollar (Schluss 27. Juli 2026).
- Screener- und Rating-Daten: QARP-Scanner „Qualität zum fairen Preis“, Rang 23 unter den US-Treffern.
Transparenz & Disclaimer: Diese Analyse ist eine journalistische Einordnung öffentlich zugänglicher Informationen und keine Anlageberatung, keine Finanzanalyse im aufsichtsrechtlichen Sinn und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Aktien-Investments sind mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Alle Angaben ohne Gewähr; Stand der Daten ist jeweils im Text vermerkt. Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Position in Allstate-Aktien.
Unser Fazit auf einen Blick
- Zeichnungsergebnis positiv
- Die Kfz-Schaden-Kosten-Quote fiel von 110,1 Prozent (2022) über 103,4 (2023) und 95,0 (2024) auf 85,0 Prozent (2025) und 81,9 Prozent im ersten Quartal 2026. Das versicherungstechnische Ergebnis der Sparte Allstate Protection drehte von minus 2.090 Millionen US-Dollar (2023) auf plus 8.694 Millionen (2025) — ein Turnaround, der in den Büchern steht und nicht in einer Prognose.
- Ertragsqualität negativ
- Rund ein Viertel des Rekordgewinns 2025 ist nicht wiederkehrend: 1.140 Millionen US-Dollar Sondergewinn nach Steuern aus dem Verkauf der Sparten Employer Voluntary Benefits und Group Health sowie rund 1.430 Millionen aus der Auflösung von 1.810 Millionen US-Dollar alter Rückstellungen. In den Jahren 2024 und 2023 wurden Reserven im Gegenteil noch um 62 beziehungsweise 574 Millionen aufgestockt. Der Effekt setzt sich fort: Im ersten Quartal 2026 entlasteten Reserveauflösungen von 1.016 Millionen US-Dollar die Kfz-Schadenquote um 8,8 Punkte — ohne sie läge die ausgewiesene Kfz-Quote von 81,9 Prozent bei rund 90,7 Prozent (10-K GJ 2025, 10-Q Q1 2026).
- Preiszyklus negativ
- Der Zyklus hat bereits gedreht: Die Kfz-Durchschnittsprämie der Marke Allstate sank im ersten Quartal 2026 um 2,5 Prozent auf 832 US-Dollar, die gebuchten Kfz-Prämien stagnierten trotz 2,6 Prozent mehr Policen bei plus 2 Millionen US-Dollar. In Florida zeigten die fünf größten Kfz-Versicherer für 2026 eine durchschnittliche Ratenänderung von rund minus 8 Prozent an (10-Q Q1 2026; Marktdaten Florida, März 2026).
- Bilanz & Kapitalrückgabe positiv
- 85,16 Milliarden US-Dollar Kapitalanlagen, 31,61 Milliarden Eigenkapital, Schulden von nur 7.490 Millionen und eine von 30,9 auf 19,7 Prozent gefallene Schuldenquote am Gesamtkapital (31.03.2026 bzw. 31.12.2025). Der Buchwert je verwässerter Aktie stieg von 59,39 (2023) auf 113,52 US-Dollar. Dividende auf 1,08 US-Dollar je Quartal erhöht, Rückkaufprogramm über 4,00 Milliarden bis Februar 2028.
- Bestandsentwicklung neutral
- Die Sanierung kostete zwischen Ende 2022 und Ende 2024 rund 1,1 Millionen Kfz-Verträge (26,03 auf 24,94 Millionen). Seither wächst der Bestand wieder auf 25,90 Millionen (31.05.2026), die Neuanträge stiegen 2025 um 25,3 Prozent. Die Kehrseite: Neugeschäft im Kfz-Bereich kommt über den Preis, kündigt schneller und zeigt seine Schadenqualität erst in zwei bis drei Jahren.
- Katastrophen & Regulierung neutral
- Katastrophenschäden von 4.959 Millionen US-Dollar (2025; brutto 6,2 Milliarden) und 1,72 Milliarden allein im zweiten Quartal 2026 sind beherrschbar, aber teuer; die Kosten des Rückversicherungsschutzes stiegen von 1,02 (2023) auf 1,23 Milliarden (2025). Dazu Zwangslagen: Moratorium des kalifornischen Aufsehers, 45 Millionen Umlage an den California FAIR Plan, Bestandsverlust von 5 beziehungsweise 15 Prozent in Kalifornien und Florida seit Ende 2024.
- Bewertung neutral
- Bei 261,27 US-Dollar (27.07.2026) und 257,4 Millionen Aktien liegt der Börsenwert bei rund 67,3 Milliarden US-Dollar, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei rund 2,3. Das nachlaufende Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 5 misst den Zyklus-Gipfel; normalisiert auf die Kfz-Quote von 2024 und ohne Sondereffekte ergibt sich ein Gewinn von rund 4,6 Milliarden und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 14. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 262,24 US-Dollar.
Allstate ist der drittgrößte Personen-Sach-Versicherer der USA und hat einen echten, in den Büchern belegten Turnaround hinter sich: aus 1,4 Milliarden US-Dollar Verlust (2022) wurden 10,2 Milliarden Gewinn (2025), die Kfz-Schaden-Kosten-Quote fiel von 110,1 auf 85,0 Prozent, der Buchwert je Aktie stieg von 59,39 auf 113,52 US-Dollar. Die Bilanz ist solide, die Kapitalrückgabe großzügig. Aber ein Viertel des Rekordgewinns stammt aus Sparten-Verkäufen und aufgelösten Rückstellungen, und der Preiszyklus hat bereits gedreht: Die Kfz-Durchschnittsprämie sank im ersten Quartal 2026 um 2,5 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 5 misst deshalb den Gipfel — normalisiert sind es rund 14. Keine Anlageberatung.
Was unsere Einordnung bedeutet
Offene Fragen
Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.
Für Rot fehlt jeder Substanzbefund, und zwar deutlich. Dem Eigenkapital von 31,61 Milliarden US-Dollar (31.03.2026) stehen nur 7.490 Millionen Schulden gegenüber, die Schuldenquote am Gesamtkapital fiel von 30,9 Prozent (2023) über 27,4 (2024) auf 19,7 Prozent (2025), das Kapitalanlage-Portfolio umfasst 85,16 Milliarden US-Dollar und warf allein im ersten Quartal 2026 938 Millionen ab. Das Zeichnungsgeschäft ist seit zwei Jahren profitabel und verbessert sich weiter: Kfz-Schaden-Kosten-Quote 95,0 Prozent (2024), 85,0 Prozent (2025), 81,9 Prozent (Q1 2026, ohne Reserveauflösungen rund 90,7). Der Bestand wächst wieder — 25,90 Millionen Kfz-Policen zum 31. Mai 2026 nach 24,94 Millionen Ende 2024 —, die Dividende wurde auf 1,08 US-Dollar je Quartal erhöht und ein Rückkaufprogramm über 4,00 Milliarden bis Februar 2028 aufgelegt. Für Grün fehlt die Antwort auf eine wesentliche operative Frage: Die ausgewiesene Ertragskraft hängt zu einem erheblichen Teil an Posten, die sich nicht wiederholen lassen. Von den 10.165 Millionen US-Dollar Jahresgewinn 2025 stammen 1.140 Millionen aus dem Verkauf der Sparten Employer Voluntary Benefits (1,9 Milliarden Erlös, 01.04.2025) und Group Health (1,23 Milliarden, 01.07.2025), weitere rund 1.430 Millionen nach Steuern aus der Auflösung von 1.810 Millionen US-Dollar alter Schadenrückstellungen — während 2024 und 2023 im Gegenteil noch 62 beziehungsweise 574 Millionen zusätzlich zurückgestellt wurden. Zusammen rund ein Viertel des Rekordgewinns. Hinzu kommt, dass die ausgewiesene Eigenkapitalrendite von 48,4 Prozent (zwölf Monate bis 31.03.2026) auf einem Durchschnitts-Eigenkapital beruht, das noch die zinsbedingt geschrumpfte Basis von Ende 2024 enthält: Auf das Jahresend-Eigenkapital gerechnet sind es rund 36 Prozent. Und der Preiszyklus, der den Turnaround getragen hat, dreht bereits — die Kfz-Durchschnittsprämie der Marke Allstate sank im ersten Quartal 2026 um 2,5 Prozent auf 832 US-Dollar, die gebuchten Kfz-Prämien stagnierten trotz 2,6 Prozent mehr Policen. Solange nicht belegt ist, wo sich die Schaden-Kosten-Quote im neuen Preisumfeld einpendelt, bleibt die Ertragsqualität offen.
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt auf Basis öffentlicher Quellen — keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Deine persönlichen Umstände (Anlageziele, Risikotragfähigkeit, Steuern) können dabei nicht berücksichtigt werden. Was unsere Stufen bedeuten, wie Urteile entstehen und welche Interessenkonflikte bestehen →
Bitte beachten
- Auf die Rechercheliste kam ALL über den QARP-Scanner „Qualität zum fairen Preis“ (Rang 23 unter den US-Treffern). Allstate erfüllt alle fünf Bedingungen mit Abstand: Piotroski F-Score 7 (verlangt ≥ 7), Eigenkapitalrendite 45,2 Prozent (≥ 15 %), EBIT-Marge rund 19 Prozent (≥ 10 %), Verschuldungsgrad 0,24 (zwischen 0 und 1) und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,3 (positiv bis 20). Fundamental-Rating 69 Punkte (Note B), durchschnittliche Jahresrendite über drei Jahre 43,3 Prozent.
- Der im Scanner ausgewiesene Börsenwert von rund 59,6 Milliarden US-Dollar stammt aus einem älteren Kursstand. Die Gegenprobe mit 257.420.930 Aktien (Deckblatt des Quartalsberichts, Stand 13.04.2026) und dem Schlusskurs vom 27. Juli 2026 (261,27 US-Dollar) ergibt rund 67,3 Milliarden US-Dollar — eine Abweichung von rund 13 Prozent nach oben.
- Das Altman-Z″-Modell (Krisenzone unter 1,1, sicherer Bereich über 2,6) wird hier bewusst nicht gedeutet: Es wurde an Industrieunternehmen kalibriert und rechnet mit Betriebskapital, Umlaufvermögen und Umsatz je Bilanzsumme. Eine Versicherungsbilanz besteht aus Kapitalanlagen und Schadenrückstellungen und kennt kein Working Capital im industriellen Sinn — die Formel trägt für Versicherer nicht.
- Versicherer-Kennzahlen folgen einer eigenen Logik: Entscheidend sind Schaden-Kosten-Quote (unter 100 Prozent = versicherungstechnischer Gewinn), Buchwert je Aktie, Bestandsentwicklung und Kapitalanlage-Ergebnis, nicht das klassische Kurs-Gewinn-Verhältnis allein. Kurs- und Bewertungsangaben datieren auf den 27. Juli 2026; Allstates Geschäftsjahr endet am 31. Dezember.
Häufige Fragen
The Allstate Corporation (NYSE: ALL) aus Northbrook bei Chicago ist der drittgrößte Personen-Sach-Versicherer der USA mit rund 211 Millionen Policen und 53.000 Beschäftigten. Größtes Geschäft ist die private Kfz-Versicherung mit 38,1 Milliarden US-Dollar verdienten Prämien (2025), gefolgt von der Hausratversicherung mit 15,4 Milliarden. Verkauft wird über mehr als 27.400 Exklusivagenten, unabhängige Makler, Callcenter und online.
Nach der Pandemie explodierten die Kosten für Ersatzteile, Werkstattstunden und Gebrauchtwagen. Weil Kfz-Policen typischerweise sechs Monate laufen und Prämienerhöhungen in vielen Bundesstaaten genehmigt werden müssen, hinkten die Einnahmen den Schäden hinterher. Die Kfz-Schaden-Kosten-Quote stieg auf 110,1 Prozent (2022) und 103,4 Prozent (2023); unterm Strich standen Verluste von 1.394 und 316 Millionen US-Dollar.
Aus einer Mischung. Allstate selbst weist 48,4 Prozent für die zwölf Monate bis 31.03.2026 aus. Davon stammen rund 11 Prozent des Gewinns aus einmaligen Verkaufsgewinnen zweier Sparten (1.140 Millionen US-Dollar nach Steuern) und rund 14 Prozent aus der Auflösung von 1.810 Millionen US-Dollar alter Rückstellungen. Dazu kommt ein Nenner-Effekt: Das Durchschnitts-Eigenkapital enthält noch die zinsbedingt geschrumpfte Basis von Ende 2024. Auf das Jahresend-Eigenkapital gerechnet sind es rund 36 Prozent.
Nein, es misst den Gipfel eines Zyklus. Rechnet man die Sondereffekte heraus und normalisiert die Kfz-Schaden-Kosten-Quote auf die 95 Prozent von 2024, bleibt ein Gewinn von rund 4,6 Milliarden US-Dollar — bei einem Börsenwert von 67,3 Milliarden ergibt das ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 14. Bei zyklischen Geschäften ist ein niedriges KGV meist ein Warnzeichen: Der Markt hält den aktuellen Gewinn nicht für haltbar.
Die Zahl der Kfz-Policen fiel von 26,03 Millionen (Ende 2022) auf 24,94 Millionen (Ende 2024) — rund 1,1 Millionen Verträge oder 4,2 Prozent. Seither wächst der Bestand wieder: 25,50 Millionen Ende 2025, 25,90 Millionen zum 31. Mai 2026. Die Neuanträge stiegen 2025 um 25,3 Prozent auf 8,9 Millionen. Neugeschäft ist im Kfz-Bereich allerdings meist schlechteres Geschäft als gewachsener Bestand.
In der Kategorie Waldbrand verbuchte Allstate 2025 rund 1.049 Millionen US-Dollar, nach nur 71 Millionen 2024. Das erste Quartal 2025 kostete insgesamt 2.202 Millionen US-Dollar Katastrophenschaden und trieb die Schaden-Kosten-Quote auf 97,4 Prozent. Dazu kam eine Umlage des staatlichen California FAIR Plan über 1,00 Milliarde US-Dollar, von der Allstate 2025 45 Millionen zahlte — die Hälfte davon darf über Zuschläge zurückgeholt werden.
Allstate ist der einzige große US-Versicherer, der die geschätzten Katastrophenschäden des Vormonats per Pflichtmitteilung (8-K) veröffentlicht. Für Juni 2026 waren es 563 Millionen US-Dollar (445 Millionen nach Steuern), für das gesamte zweite Quartal 2026 1,72 Milliarden (1,36 Milliarden nach Steuern). Das ist die aktuellste harte Zahl zu diesem Titel — sie erscheint jeweils Mitte des Folgemonats bei der SEC.
Ja. Die Quartalsdividende stieg zum 1. April 2026 von 1,00 auf 1,08 US-Dollar je Aktie, angekündigt am 4. Februar 2026; Anfang 2025 lag sie noch bei 0,92 US-Dollar. Dazu kommen Aktienrückkäufe: 2025 wurden 6 Millionen Aktien für 1,24 Milliarden US-Dollar erworben, im ersten Quartal 2026 weitere 3 Millionen für 620 Millionen. Ein neues Rückkaufprogramm über 4,00 Milliarden US-Dollar läuft bis Februar 2028.
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