EOG Resources Inc
Einordnung
Unsere Einordnung
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt — sie beurteilt das Unternehmen, nicht den Einstiegszeitpunkt. Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.
Geschäftsmodell, Zahlen und Bilanz halten unserer Prüfung stand. Ob der aktuelle Kurs einen Einstieg trägt, ist eine eigene Frage — sie hängt am Preis, nicht am Unternehmen.
Warum diese Farbe
Grün, weil die Firmenqualität in jeder prüfbaren Dimension belastbar ist und kein einziger Befund die Substanz berührt. Die Bilanz: 30.908 Millionen US-Dollar Eigenkapital bei 53.378 Millionen Bilanzsumme (Eigenkapitalquote 58 Prozent), 4.082 Millionen Netto-Verschuldung, Verschuldungsgrad 0,26, Zinsdeckung rund 28, ein Altman-Z″ nach eigener Nachrechnung von rund 4,7 bei einer Sicherheitsschwelle von 2,6, erste Anleihefälligkeit 2028, ungenutzte Kreditlinie über 3.000 Millionen bis Dezember 2030, kein Fortführungszweifel. Die Kosten: 20,72 US-Dollar je Barrel Öläquivalent im Jahr 2025 nach 21,12 im Vorjahr — gesunken trotz um 44 Prozent gestiegener Zinslast je Fass; die Gewinnschwelle liegt nach eigener Rechnung bei rund 32 US-Dollar je Fass Rohöl und damit mehr als 50 Prozent unter dem realisierten Preis von 2025. Die Substanz: 5.514 Millionen Barrel Öläquivalent nachgewiesene Reserven, 12,2 Jahre Reichweite, 99 Prozent davon in den USA und damit ohne Enteignungs- oder Währungsrisiko. Der Ertrag: 4.980 Millionen US-Dollar Nettogewinn im schwächsten Preisjahr seit 2021, im ersten Quartal 2026 plus 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Drei Einschränkungen bleiben, keine davon wiegt schwer genug für Gelb: Erstens fiel die organische Ersatzquote von 176 über 166 auf 104 Prozent — sie liegt aber weiterhin über 100, der Vorrat wurde also nicht angetastet. Zweitens wurden aus einem Netto-Guthaben von 2.340 Millionen Netto-Schulden von 4.540 Millionen; gemessen an 30.908 Millionen Eigenkapital ist das eine niedrige Verschuldung, die jeder Wettbewerber unterschreiben würde. Drittens lag die Ausschüttung 2025 mit 4.725 Millionen bei 137 Prozent des freien Mittelzuflusses — finanziert aus einer Kasse, die zuvor 7.092 Millionen betrug, nicht aus neuer Not. Keine Governance-Auffälligkeit, keine SC 13D, kein Going Concern, keine Bilanznarbe.
Woran sich die These entscheidet
Einschätzung: Chancen & Risiken
EOG Resources fördert Rohöl, Flüssiggas und Erdgas in den USA sowie in Trinidad, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten und gehört zu den kostengünstigsten Förderern seiner Größe: 20,72 US-Dollar Gesamtkosten je Barrel Öläquivalent im Jahr 2025 nach 21,12 im Vorjahr, eine Gewinnschwelle nach eigener Rechnung bei rund 32 US-Dollar je Fass und eine Bilanz mit einem Altman-Z″ von rund 4,7. Zwei Dinge haben sich 2025 jedoch verändert. Erstens kam der Reservenzuwachs von 766 Millionen Barrel zu 749 Millionen aus dem Zukauf von Encino, während die eigenen Funde von 580 auf 336 Millionen fielen und die organische Ersatzquote von 166 auf 104 Prozent. Zweitens wurden aus 2.340 Millionen US-Dollar Netto-Guthaben binnen zwölf Monaten 4.540 Millionen Netto-Schulden. Auf den Dreijahresschnitt der realisierten Preise gerechnet kostet die Aktie das 12,4-Fache des Gewinns, auf die letzten zwölf Monate das 13,8-Fache. Keine Anlageberatung.
Reserven & Substanz
Zum 31. Dezember 2025 lagen die nachgewiesenen Reserven bei 5.514 Millionen Barrel Öläquivalent — 12,2 Jahre Reichweite bei einer Jahresförderung von 452 Millionen, 99 Prozent davon in den USA. Der Zuwachs von 766 Millionen Barrel stammt jedoch überwiegend aus dem Zukauf: 749 Millionen kamen mit Encino, nur 336 aus eigenen Funden. Die organische Ersatzquote fiel damit von 176 Prozent (2023) über 166 (2024) auf 104 Prozent (2025), die eigenen Funde von 607 über 580 auf 336 Millionen Barrel. Über 100 Prozent liegt sie weiterhin — der Vorrat wurde also nicht angetastet —, aber der Abstand zwischen Fund und Förderung schrumpfte binnen zwei Jahren von 246 auf 17 Millionen Barrel.
Kostenführerschaft
Die Gesamtkosten je Barrel Öläquivalent sanken 2025 auf 20,72 US-Dollar nach 21,12 im Vorjahr — und das trotz eines um 44 Prozent gestiegenen Zinsaufwands je Fass (0,52 nach 0,36). Betrieb und Instandhaltung fielen von 4,04 auf 3,72, die Abschreibung auf Öl- und Gasvermögen von 10,04 auf 9,34. Nach eigener Rechnung aus den Angaben des Jahresberichts fiele das Vorsteuerergebnis erst bei rund 32 US-Dollar je Fass Rohöl auf null, wenn Gas- und Flüssiggaspreise auf dem Stand von 2025 bleiben. Realisiert wurden 2025 im Schnitt 65,63 US-Dollar. Der Abstand zur Gewinnschwelle beträgt damit mehr als 50 Prozent.
Bilanz & Liquidität
Zum 31. März 2026 stehen 3.849 Millionen US-Dollar Kasse gegen 7.931 Millionen Finanzschulden — eine Netto-Verschuldung von 4.082 Millionen bei 30.908 Millionen Eigenkapital, also ein Verschuldungsgrad von 0,26 und eine Eigenkapitalquote von 58 Prozent. Der Altman-Z″-Wert liegt nach eigener Nachrechnung bei rund 4,7 gegenüber einer Sicherheitsschwelle von 2,6, die Zinsdeckung bei rund 28. Die erste Anleihe wird 2028 fällig, eine ungenutzte Kreditlinie über 3.000 Millionen läuft bis Dezember 2030. Einschränkung: Ende 2024 stand hier noch ein Netto-Guthaben von 2.340 Millionen — der Umschwung binnen zwölf Monaten beträgt 6.880 Millionen.
Bewertung
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,0 aus dem Datenbestand rechnet mit einem Kurs von 133,59 US-Dollar; auf den Schlusskurs vom 27. Juli 2026 von 140,31 sind es 13,8 bei einem Zwölfmonatsgewinn von 10,17 US-Dollar je Aktie. Entscheidend ist bei einem Förderer aber die Preisannahme: Setzt man die Fördermengen und Kosten des Jahres 2025 mit dem Dreijahresschnitt der realisierten Preise an, ergeben sich 11,29 US-Dollar Gewinn je Aktie und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,4; auf den Fünfjahresschnitt 14,75 und 9,5. Das Jahr 2025 war mit 65,63 US-Dollar je Fass das schwächste Preisjahr seit 2021 — die Aktie wird auf Mittelzyklus-Preise gerechnet also günstiger, nicht teurer.
Preisrisiko & Zyklus
Der Gewinn hängt vollständig an Preisen, die EOG nicht beeinflusst. Die Jahresreihe zeigt die Spannweite: 2020 ein Verlust von 605 Millionen US-Dollar bei 38,63 US-Dollar je Fass, 2022 ein Rekordgewinn von 7.759 Millionen bei 97,21, 2025 noch 4.980 Millionen bei 65,63. Rechnet man die Preise von 2020 auf die Mengen und Kosten von 2025, stünde trotz 63 Prozent höherer Förderung ein Vorsteuerverlust von 846 Millionen US-Dollar. Der Jahresbericht selbst schließt fallende Preise ausdrücklich nicht aus. Hinzu kommt der Mix: 34 Prozent der Förderung ist Erdgas, das nur 16 Prozent der Fördererlöse liefert und einem eigenen Preiszyklus folgt.
Kapitalrückgabe
EOG hat sich verpflichtet, mindestens 70 Prozent des bereinigten operativen Mittelzuflusses abzüglich Investitionen auszuschütten. 2025 flossen 2.161 Millionen US-Dollar Dividende und 2.564 Millionen Rückkäufe — zusammen 4.725 Millionen gegenüber einem freien Mittelzufluss von 3.450 Millionen, also 137 Prozent. Die Differenz kam aus der Kasse, die von 7.092 auf 3.396 Millionen fiel, und aus neuen Anleihen. Die Quartalsdividende liegt seit Mai 2025 bei 1,02 US-Dollar je Aktie (rund 2,9 Prozent Rendite). Am 20. Mai 2026 verdoppelte der Verwaltungsrat die Rückkaufermächtigung von 10 auf 20 Milliarden US-Dollar; verfügbar sind 12,9 Milliarden.
Zu beachten
Auf die Rechercheliste kam EOG Resources über den Scanner „QARP — Qualität zum fairen Preis“ (Rang 26 der US-Auswahl, Datenstand 27. Juli 2026). Der Filter verlangt fünf Bedingungen gleichzeitig: Piotroski-F-Score mindestens 7 (EOG: 8 von 9), Eigenkapitalrendite mindestens 15 Prozent (18,2), EBIT-Marge mindestens 10 Prozent (37,9), Verschuldungsgrad höchstens 1 (0,269) und ein positives KGV bis 20 (13,0). Ergänzend: Fundamental-Rating 59 (Note B), Börsenwert rund 71,2 Milliarden US-Dollar, Dreijahresrendite 13,5 Prozent pro Jahr. Eigene Nachrechnungen: Eigenkapitalrendite 17,8 Prozent (5.497 Mio. Zwölfmonatsgewinn auf 30.908 Mio. Eigenkapital), EBIT-Marge 29,8 Prozent (7.124 auf 23.884 Mio. Umsatz einschließlich der durchlaufenden Handelserlöse), Verschuldungsgrad 0,257 (7.931 auf 30.908 Mio.), KGV 13,8 (140,31 US-Dollar auf 10,17 US-Dollar Zwölfmonatsgewinn je Aktie). Alle fünf Hürden bestehen auch nach eigener Rechnung. Wackelig ist nur eine: Der Piotroski-F-Score lag in den fünf Quartalen vom vierten Quartal 2024 bis zum vierten Quartal 2025 durchgehend bei 4 von 9 und sprang erst mit dem Bericht zum ersten Quartal 2026 auf 8.
Materialitäts-Gate (Fund-Typisierung): Organische Ersatzquote 2025 von 104 Prozent nach 166 und 176 Prozent in den beiden Vorjahren, eigene Funde von 607 über 580 auf 336 Mio. Barrel gefallen = Substanz-Fund mit beziffertem Maß, aber ohne Existenzwirkung (die Quote liegt weiterhin über 100 Prozent, die Reichweite bei 12,2 Jahren). Bilanzumschwung von 2.340 Mio. US-Dollar Netto-Guthaben auf 4.540 Mio. Netto-Schulden binnen zwölf Monaten durch die Encino-Übernahme = Finanzierungs-Fund, drückt die Bilanzqualität von außergewöhnlich auf gut, ohne sie zu gefährden (Verschuldungsgrad 0,26, Zinsdeckung 28). Ausschüttung von 137 Prozent des freien Mittelzuflusses 2025 = Kapitalallokations-Fund aus einer Kassenposition heraus, keine Fremdfinanzierung der Dividende im engeren Sinn. Piotroski-F-Score erst seit einem Quartal bei 8 nach fünf Quartalen mit 4 = Datenstands-Fund, drückt das Urteil zur Aktie, nicht zur Firma. Preisabhängigkeit des Gewinns (Verlust von 605 Mio. im Jahr 2020, Rekord von 7.759 Mio. im Jahr 2022) = Zyklik-Fund, unvermeidlich für das Geschäftsmodell und im Text durchgerechnet. Kein Existenz-Fund, keine Governance-Auffälligkeit, kein Going Concern, keine Bilanznarbe — deshalb Ampel Grün für die Firma und beobachten für die Aktie.
Altman-Z″ (Schwellen: unter 1,1 Gefahrenzone, ab 2,6 sichere Zone): Die Bilanz trägt die Formel, weil sie in kurz- und langfristige Posten gegliedert ist. Eigene Nachrechnung zum 31.03.2026 aus dem Quartalsbericht: Nettoumlaufvermögen 3.739 Mio. US-Dollar (8.963 minus 5.224) und Gewinnrücklagen 31.200 Mio. auf 53.378 Mio. Bilanzsumme, operatives Ergebnis 7.124 Mio. auf Zwölfmonatssicht (6.385 für 2025, minus 1.859 für das erste Quartal 2025, plus 2.598 für das erste Quartal 2026), Eigenkapital 30.908 Mio. gegen 22.470 Mio. Verbindlichkeiten — Ergebnis rund 4,7, deutlich in der sicheren Zone. Haupttreiber sind die Gewinnrücklagen mit 58 Prozent der Bilanzsumme. Zur Kontrolle: Zinsdeckung nach eigener Rechnung rund 28 (7.124 Mio. operatives Ergebnis auf 254 Mio. Netto-Zinsaufwand auf Zwölfmonatssicht). Der Datenbestand führt einen Altman-Wert von 7,97 nach einer anderen Formelvariante mit anderen Schwellen; die beiden Zahlen sind nicht direkt vergleichbar.
Börsenwert-Gegenprobe: Der Datenbestand führt rund 71,2 Milliarden US-Dollar. Laut Deckblatt des Quartalsberichts waren am 28.04.2026 genau 532.628.530 Aktien ausstehend (589.044.385 ausgegeben abzüglich 54.193.530 eigener Aktien zum 31.03.2026; verwässerter Durchschnitt im Quartal 535 Mio.). Beim Schlusskurs vom 27.07.2026 von 140,31 US-Dollar ergibt das 74,7 Milliarden — eine Abweichung von 5,0 Prozent oder rund 3,6 Milliarden. Die Ursache liegt nicht bei der Aktienzahl, sondern beim Kursstand: Der ausgewiesene Börsenwert rechnet mit 133,59 US-Dollar. Folge für die Bewertung: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis steigt von 13,0 auf 13,8. Es gab weder Aktiensplit noch Kapitalerhöhung; die Aktienzahl sinkt laufend durch Rückkäufe (59,4 Mio. Aktien für 7,1 Mrd. US-Dollar bis zum 31.03.2026 unter der bisherigen Ermächtigung).
Peak-Earnings-Rechnung (eigene Rechnung, Methode offengelegt): Grundlage sind die Fördermengen des Jahres 2025 (190,5 Mio. Barrel Rohöl, 105,2 Mio. Barrel Flüssiggas, 924,5 Mrd. Kubikfuß Erdgas), das Vorsteuerergebnis von 6.362 Mio. US-Dollar, die Steuerquote von 21,7 Prozent und 532,6 Mio. Aktien. Variiert wird ausschließlich der realisierte Preis; Kosten, Mengen, Absicherungsgeschäfte und Handelsmargen bleiben unverändert. Ergebnisse je Aktie: minus 1,59 US-Dollar bei den Preisen von 2020 (38,63 / 13,41 / 1,83), plus 9,35 bei den Preisen von 2025 (65,63 / 22,58 / 3,02), plus 11,29 beim Dreijahresschnitt 2023 bis 2025 (74,07 / 23,02 / 2,66), plus 14,75 beim Fünfjahresschnitt 2021 bis 2025 (77,58 / 28,02 / 3,91) und plus 25,69 bei den Preisen von 2022 (97,21 / 36,70 / 6,93). Gegenprobe an den tatsächlichen Ergebnissen: 2020 ein Verlust von 605 Mio. US-Dollar, 2022 ein Rekordgewinn von 7.759 Mio., 2025 ein Gewinn von 4.980 Mio. Gewinnschwelle: Das Vorsteuerergebnis von 6.362 Mio. verschwindet bei einem Rückgang des Ölpreises um 33,40 US-Dollar je Fass, also bei rund 32 US-Dollar.
Identität/Rechtsform (am Einreichungsindex geprüft, nicht angenommen): EOG Resources, Inc., CIK 0000821189, Commission File 1-9743, IRS-Nummer 47-0684736, Delaware-Gesellschaft, Hauptverwaltung 1111 Bagby, Sky Lobby 2, Houston, Texas 77002, notiert an der New York Stock Exchange, Stammaktien mit 0,01 US-Dollar Nennwert. US-Inlandsemittent, Berichtsform 10-K/10-Q/8-K, Geschäftsjahr endet am 31. Dezember. Gegründet 1985 als Enron Oil & Gas Company, seit 1999 eigenständig. Der Jahresbericht für 2025 wurde am 24.02.2026 eingereicht, der Quartalsbericht zum 31.03.2026 am 05.05.2026.
Sonderlagen-Screening (EDGAR-Einreichungsindex CIK 821189): keine Übernahme des Unternehmens selbst, kein Strategic Review, kein Rights Plan, keine Aktivisten-Kampagne, kein Going Concern, keine SC 13D. Nach dem Quartalsbericht vom 05.05.2026 kamen zwei Meldungen hinzu: die 8-K vom 21.05.2026 (Hauptversammlung vom 20.05.2026 mit Wiederwahl aller neun Verwaltungsräte und Bestätigung der Prüfungsgesellschaft; Verdopplung der Rückkaufermächtigung von 10 auf 20 Milliarden US-Dollar) und die 8-K vom 09.07.2026 (turnusmäßige Offenlegung der Preisabsicherungspositionen). Eigene Vorgänge im Berichtszeitraum: Übernahme von Encino Acquisition Partners (Vollzug 01.08.2025) und Verkauf des nördlichen Midland-Basin-Anteils für 165 Mio. US-Dollar (Vollzug 18.02.2026, rund 4.000 Fass Rohöl am Tag).
Kurs- und Bewertungsangaben datiert auf den 27. Juli 2026, Bilanz- und Quartalszahlen auf den 31. März 2026, Reserven-, Mengen- und Kostenangaben auf das Geschäftsjahr 2025. Analysen sind evergreen, Tageskurse sind kein Kaufargument. Die Zwölfmonatswerte sind eigene Rechnung aus dem Jahresbericht 2025 zuzüglich erstem Quartal 2026 abzüglich erstem Quartal 2025. Die Reservenangaben stammen aus dem Net Proved Reserve Summary des Jahresberichts; die dort ausgewiesene Jahresförderung von 452 Mio. Barrel Öläquivalent weicht rundungsbedingt leicht von den 449,8 Mio. der Mengentabelle ab. Freier Mittelzufluss, Netto-Verschuldung und Ersatzquote sind eigene Rechnungen aus den Abschlussposten und keine vom Unternehmen ausgewiesenen Kennzahlen.
Aktien-Wächter
Diese Analyse ist Stand 4. August 2026. Was sich seitdem bei EOG geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.
Später 0,99 € im Monat je Aktie — die Vormerkung ist kostenlos, und als Vormerker erfährst Du als Erster vom Start.
Kursverlauf
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
52-Wochen-Spanne: 101,80 $ bis 153,70 $ · Letzter Kurs: 144,10 $ (Stand: 5. Oktober 2026)
Kennzahlen
Kennzahlen im Überblick
Alle Kennzahlen dieser Aktie, nach Themen sortiert. Das Fragezeichen an einer Beschriftung erklärt, was die Zahl bedeutet.
Basis
Performance
Technische Kennwerte
Aus der Kurshistorie berechnet · Stand: 03.10.2026
Bewertung
Rentabilität
Bilanz & Sicherheit
Wachstum
Dividende
Qualität & Screener
Markiert sind Dinge, die der Redaktion aufgefallen sind: Grün = auffallend stark, Rot = verdient eine genauere Prüfung. Keine Kennzahl taugt als Urteil für sich allein — immer im Zusammenhang lesen.
Vergleich
Branchenvergleich
Die Aktie neben den größten Unternehmen derselben Gruppe. Die Median-Zeile ist der mittlere Wert der oben gezeigten Unternehmen — nicht der ganzen Branche.
Branche: Oil & Gas E&P
| Unternehmen | Marktkap. (Mrd. $) | KGV | EV/EBITDA | Bruttomarge % | EBIT-Marge % | Umsatzwachstum (Jahr) % | Perf. 1J % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EOG Resources Inc EOG | 77,3 | 14,2 | 5,6 | 62,6 | 37,9 | -3,5 | 32,5 |
| ConocoPhillips COP | 156,4 | 21,9 | 6,1 | 47,6 | 22,1 | 7,5 | 40,0 |
| Occidental Petroleum Corporation OXY | 58,0 | 76,1 | 5,4 | 73,3 | 17,7 | -20,3 | 33,9 |
| Devon Energy Corporation DVN | 54,9 | 13,2 | 7,2 | 50,3 | 6,9 | 7,8 | 42,4 |
| Diamondback Energy Inc FANG | 51,8 | 186,4 | 8,7 | 72,4 | 5,8 | 36,3 | 32,1 |
| EQT Corporation EQT | 32,1 | 9,9 | 5,4 | 80,8 | 57,4 | 73,7 | -9,0 |
| Texas Pacific Land Corporation TPL | 23,2 | 47,4 | 30,4 | 93,3 | 77,2 | 13,1 | 10,0 |
| Expand Energy Corporation EXE | 20,6 | 6,3 | 3,5 | 47,1 | 34,0 | 176,0 | -17,7 |
| Permian Resources Corporation PR | 19,1 | 24,3 | 5,3 | 75,9 | 9,2 | 1,3 | 82,7 |
| Median der gezeigten Unternehmen | 51,8 | 21,9 | 5,6 | 72,4 | 22,1 | 7,8 | 32,5 |
Grundlage sind die zuletzt gemeldeten Kennzahlen. Nebeneinander stehen nur Titel desselben Handelsplatzes, damit die Marktkapitalisierungen in derselben Währung gerechnet sind. Im Chart vergleichen →
Geschäftsjahre
Jahreszahlen
Geschäftsjahre aus den geprüften Jahresabschlüssen, ältestes zuerst. EBIT ist der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern; die Bilanzsumme ist das gesamte Vermögen des Unternehmens.
Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Geschäftsjahr Mio. $
Umsatz Betriebsergebnis Gewinn
| Geschäftsjahr | Umsatz (Mio. $) | EBIT (Mio. $) | Nettogewinn (Mio. $) | GpA ($) | Operativer Cashflow (Mio. $) | Eigenkapital (Mio. $) | Bilanzsumme (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 7.463 | -1.225 | -1.097 | -1,98 | 2.359 | 13.982 | 29.459 |
| 2017 | 11.206 | 926 | 2.583 | 4,46 | 4.265 | 16.283 | 29.833 |
| 2018 | 17.177 | 4.469 | 3.419 | 5,89 | 7.769 | 19.364 | 33.934 |
| 2019 | 16.942 | 3.699 | 2.735 | 4,71 | 8.163 | 21.641 | 37.125 |
| 2020 | 9.874 | -544 | -605 | -1,05 | 5.008 | 20.302 | 35.805 |
| 2021 | 19.669 | 6.102 | 4.664 | 7,99 | 8.791 | 22.180 | 38.236 |
| 2022 | 29.492 | 9.966 | 7.759 | 13,22 | 3.166 | 24.779 | 41.371 |
| 2023 | 23.182 | 9.603 | 7.594 | 13,00 | 11.340 | 28.090 | 43.857 |
| 2024 | 23.378 | 8.082 | 6.403 | 11,25 | 12.143 | 29.351 | 47.186 |
| 2025 | 22.567 | 7.931 | 4.980 | 9,24 | 10.044 | 29.833 | 51.799 |
Quartale
Quartalszahlen
Jede Säule ist ein Quartal, die letzte ist die aktuellste. Über den Umschalter lassen sich die einzelnen Größen durchsehen.
Gewinn & Umsatz
Cashflow
Bilanz
Margen
Je Aktie
Chart anklicken oder mit Tab anspringen, dann mit ← und → durch die Perioden gehen.
Diese Kennzahl berichtet keine der ausgewählten Aktien. Wähle eine andere Kennzahl oder wechsle zwischen Jahr und Quartal.
· Gesamt · pro Jahr
Die Firmen berichten in verschiedenen Währungen — für einen fairen Vergleich „Indexiert“ einschalten oder eine Marge wählen.
Die Zahlen konnten gerade nicht geladen werden.
Quelle: Fundamentaldaten
| Quartal | GpA (Gewinn pro Aktie) | GpA YoY (%) | Umsatz (Mio. $) | Umsatz YoY (%) | Nettomarge (%) | OCF (Mio. $) | FCF (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024: Q4 | 2,23 | -34,80 | 5.650 | -6,30 | 22,10 | 2.763 | 1.398 |
| 2025: Q1 | 2,65 | -14,70 | 5.669 | -7,40 | 25,80 | 2.289 | 806 |
| 2025: Q2 | 2,46 | -16,60 | 5.478 | -9,10 | 24,60 | 2.032 | 239 |
| 2025: Q3 | 2,70 | -8,20 | 5.847 | -2,00 | 25,20 | 3.111 | 1.448 |
| 2025: Q4 | 1,30 | -41,70 | 5.638 | -0,20 | 12,40 | 2.612 | 1.069 |
| 2026: Q1 | 3,70 | 39,90 | 6.921 | 22,10 | 28,60 | 2.966 | 1.322 |
| 2026: Q2 | 5,15 | 109,30 | 8.620 | 57,40 | 31,60 | 4.669 | 4.669 |
Was bedeuten diese Begriffe?
- GpA (Gewinn pro Aktie):
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
- YoY (Year over Year):
- Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
- Umsatz:
- Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Nettomarge:
- Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
- OCF (operativer Cashflow):
- Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
- FCF (freier Cashflow):
- Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.
Screening
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Diese Aktie besteht aktuell 13 unserer Scanner-Strategien — jeder Treffer verlinkt zum Scanner.
Beste Treffer
Wachstum
Qualität & Bilanz
- Buffett-Kriterien (Buffettology)
- Buffett: Owner-Earnings-Rendite
- Levermann
- QARP — Qualität zum fairen Preis
- Terry Smith: Quality (Fundsmith-Kriterien)
Aktien.Guide
Dividenden
Recherche
Value & GARP
Gezählt werden nur echte Treffer verifizierter Scanner; reine Kennzahl-Rankings (KGV, KUV & Co. sortieren das ganze Universum) zählen nicht als Treffer. Alle Scanner ansehen
Prognose
Analysten & Kursziel
Sammelbild der Kursziele und Empfehlungen aller Analysten, die den Titel begleiten. Kursziele sind Erwartungen für die nächsten 12 Monate, keine Zusagen — und sie folgen dem Kurs oft, statt ihn vorherzusagen.
Verteilung der Empfehlungen
Schätzungen je Geschäftsjahr
| Geschäftsjahr | GpA erwartet ($) | GpA-Spanne ($) | Umsatz erwartet (Mio. $) | Wachstum erwartet | Analysten |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2026 | 17,43 | 14,21 – 20,13 | 30.669 | 71,5 % | 28 |
| 31.12.2027 | 15,33 | 7,47 – 21,99 | 28.520 | -12,0 % | 29 |
Durchschnitt der Analystenschätzungen für die kommenden Geschäftsjahre. Die Spanne zeigt, wie weit optimistischste und vorsichtigste Schätzung auseinanderliegen — je breiter, desto unsicherer die Erwartung.
Bewertung
Was preist der Kurs ein?
Statt zu schätzen, was die Aktie wert ist, drehen wir die Frage um: Welches Wachstum des freien Cashflows muss eintreten, damit der heutige Börsenwert aufgeht? Die Annahmen dahinter lassen sich verschieben.
Der aktuelle Börsenwert unterstellt rund 0,1 % Wachstum des freien Cashflows pro Jahr über zehn Jahre (Annahmen: Diskontsatz 10,0 %, Terminalwachstum 2,5 %).
| Freier Cashflow (letzte zwölf Monate) | 6,73 Mrd. $ |
|---|---|
| Marktkapitalisierung | 77,32 Mrd. $ |
| Freier Cashflow im zehnten Jahr | 6,79 Mrd. $ |
| Anteil des Endwerts am Börsenwert | 46,3 % |
Zum Vergleich: In den vergangenen fünf Jahren wuchs der freie Cashflow um 20,6 % pro Jahr.
Sie zeigt, welche Annahme im heutigen Kurs steckt — nicht, ob sie eintritt. Alle Annahmen sind über die Regler veränderbar; die Zahlen ändern sich mit ihnen.
Vereinfachte Modellrechnung, keine Prognose und keine Empfehlung.
KI-Einstufung
KI-Einstufung
EOG Resources fördert und verkauft Rohöl, Flüssiggas und Erdgas; in den sechs geprüften Berichten (2× 10-K, 4× 10-Q) ist weder ein KI-Produkt noch ein KI-Umsatz noch ein operativer KI-Einsatz belegt. Der Begriff „artificial intelligence“ taucht ausschließlich in der Standard-Passage zu Cyberangriffen auf (je einmal im 10-K 2025 und im 10-K 2024), „machine learning“ in keinem der sechs Berichte. Die eigene Technologiebeschreibung nennt dreidimensionale Seismik, mikroseismische Daten und Lagerstättensimulationen — klassische Ingenieursverfahren, keine KI.
Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
„More recently, advancements in artificial intelligence (AI) may pose serious risks for many of the traditional tools used to identify individuals, including voice recognition (whether by machine or the human ear), facial recognition or screening questions to confirm identities."
In jüngerer Zeit können Fortschritte bei künstlicher Intelligenz (KI) erhebliche Risiken für viele der herkömmlichen Werkzeuge zur Identifizierung von Personen mit sich bringen — darunter Stimmerkennung (ob maschinell oder durch das menschliche Ohr), Gesichtserkennung oder Sicherheitsfragen zur Bestätigung von Identitäten.
10-K · 2026-02-24 · Zum SEC-Bericht
„EOG is also focused on innovation and cost-effective utilization of advanced technology associated with three-dimensional seismic and microseismic data, the development of reservoir simulation models and the use of improved drilling equipment and completion technologies for horizontal drilling and formation evaluation."
EOG konzentriert sich zudem auf Innovation und den kosteneffizienten Einsatz fortschrittlicher Technologie im Zusammenhang mit dreidimensionalen seismischen und mikroseismischen Daten, der Entwicklung von Lagerstättensimulationsmodellen sowie dem Einsatz verbesserter Bohrausrüstung und Komplettierungstechnologien für Horizontalbohrungen und Formationsauswertung.
10-K · 2026-02-24 · Zum SEC-Bericht
Ausgewertete Berichte: 10-Q 2026-05-05 · 10-K 2026-02-24 · 10-Q 2025-11-06 · 10-Q 2025-08-07 · 10-Q 2025-05-01 · 10-K 2025-02-27
Eingestuft am 28. Juli 2026 · So entsteht die Einstufung
Telefonkonferenzen
Was die Conference Calls verraten
EOG liefert operativ ausgesprochen verlässlich: Das Investitionsbudget wurde in jedem der ausgewerteten Jahre eingehalten, die Produktionsziele wurden überwiegend übertroffen, und die beiden großen Infrastrukturprojekte Janus und Verde gingen punktgenau zum angekündigten Termin in Betrieb. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wanderten mehrere bezifferte Ziele zwischen den Calls. Wer die Protokolle im Wortlaut nachliest, findet die Auflösung jedoch jeweils im selben oder im nächsten Call: Das Bilanzziel war immer eine Verschuldungskennzahl und keine Absolutzahl, die Ausschüttungsquote von 70 Prozent ist seit Jahren der zugesagte Mindestwert und keine Kürzung, und das Drei-Jahres-Szenario nennt seine Preisannahme jedes Mal im selben Satz mit. Übrig bleiben Termin- und Darstellungsfragen, die das Management jeweils selbst angesprochen hat.
Delaware-Produktivität: Erklärung früh, Zahl spät
Der Satz, die Produktivität je Bohrung sei im Vorjahr gesunken, die Wirtschaftlichkeit aber nicht, fiel erst im Jahresabschluss-Call 2025-Q4. Der Grund dafür stand allerdings schon früher in den Protokollen. Bereits in 2024-Q4 erklärte der Betriebsvorstand auf die direkte Frage nach der Delaware-Produktivität, die Werte schwankten mit dem Bohrungsmix, weil man verschiedene Zielhorizonte abarbeite und die flacheren Ziele durch niedrigere Kosten wirtschaftlich geworden seien. In 2025-Q2 nannte das Unternehmen von sich aus neun zusätzlich erschlossene Zielhorizonte, und in 2025-Q3 antwortete es auf den Hinweis auf schwächere Drittdaten ausführlich mit 15 Prozent niedrigeren Bohrkosten, 20 Prozent längeren Bohrstrecken und den dadurch neu erschlossenen Horizonten mit Amortisation unter einem Jahr. Der Mechanismus war also durchgehend offengelegt, nur die daraus folgende Kennzahl wurde spät ausgesprochen. Der Vorstandschef räumte das in 2025-Q4 von sich aus ein: Man hätte den geänderten Entwicklungsansatz besser herausstellen müssen. Es bleibt ein Darstellungsmangel, kein Verschweigen.
Drei-Jahres-Szenario: gleicher Plan, genannte Preisannahme
Im Jahresabschluss-Call 2025-Q4 nannte das Management für 2026 bis 2028 einen kumulierten freien Mittelzufluss von 10 bis 18 Milliarden Dollar bei 55 bis 70 Dollar je Fass. In 2026-Q1 nannte der Vorstandschef für dasselbe Szenario 12 bis 24 Milliarden Dollar. Ein stiller Zielwechsel ist das nicht: Er nennt im selben Satz die zugrunde gelegte Preisspanne von 60 bis 80 Dollar, und der Unterschied entspricht rechnerisch genau der Preisempfindlichkeit desselben Plans. Der Aktivitätsrahmen ist in beiden Fällen identisch, nämlich niedriges einstelliges Ölwachstum bei unveränderter Kostenstruktur, und beide Male folgt derselbe Kernsatz, das Szenario liefere rund 20 Prozent mehr freien Mittelzufluss als die vergangenen drei Jahre bei gleicher Preisannahme. Auch die Aussage aus 2025-Q1, das Szenario sei nie als Prognose gemeint gewesen, ist keine nachträgliche Distanzierung: Es wurde schon bei der ersten Vorstellung in 2023-Q4 ausdrücklich als Illustration eingeführt, und der Vorstandschef ergänzte in 2025-Q1, es sei der Richtung nach weiterhin zutreffend. Der Zeitraum des ersten Szenarios reicht bis Ende 2026 und ist damit noch nicht abgelaufen.
Bilanzziel: Kennzahl statt Absolutbetrag
In 2024-Q3 kündigte die Finanzchefin an, die Verschuldung binnen 12 bis 18 Monaten auf 5 bis 6 Milliarden Dollar anzuheben. Entscheidend ist, wie sie diese Zahl herleitete: Ziel sei eine Gesamtverschuldung von weniger als dem Einfachen des operativen Ergebnisses bei einem Ölpreis von 45 Dollar, und wer das ausrechne, komme auf 5 bis 6 Milliarden. Die Kennzahl ist die Zusage, der Betrag ihr damaliges Rechenergebnis. Nach der Encino-Übernahme wuchs das Ergebnis, entsprechend stieg der zulässige Schuldenbetrag. Das Management rechnete das offen ab, und zwar in 2025-Q2, in 2025-Q3 mit dem Satz, die Gesamtverschuldung liege genau auf dem Zielwert von etwa dem Einfachen, sowie in 2025-Q4 und 2026-Q1. Auch der Kassenbestand wurde nicht stillschweigend fallen gelassen: Auf die direkte Analystenfrage in 2025-Q3 begründete der Vorstandschef, warum Aktienrückkäufe bei der damaligen Bewertung Vorrang vor dem Kassenaufbau hätten. Bis Ende des ersten Quartals 2026 stieg die Kasse wieder auf über 3,8 Milliarden Dollar. Ähnlich klärte sich die Utica-Findungskostenfrage bereits in 2024-Q3 im selben Call: Die 6 bis 8 Dollar betreffen 225.000 Acres im volatilen Ölfenster über zwei bis drei Jahre, die rund 5 Dollar die gesamte Fläche von 445.000 Acres bei Vollentwicklung.
Ausschüttung: 70 Prozent ist der Mindestwert
In 2026-Q1 sprach die Finanzchefin von mindestens 70 Prozent des freien Mittelzuflusses, ein Quartal nach der Aussage, man erwarte für 2026 eine Rückgabe von 90 bis 100 Prozent. Eine Kürzung ist das nicht. Die 70 Prozent sind seit Jahren die feste Untergrenze des Unternehmens: Schon in 2024-Q4 wurde die tatsächliche Quote von 98 Prozent ausdrücklich als weit über der Mindestzusage von 70 Prozent eingeordnet, und in 2025-Q3 nannte der Vorstandschef sie wörtlich eine Mindestverpflichtung, die man zuletzt mit rund 92 Prozent übertroffen habe. Die 90 bis 100 Prozent wiederum waren in 2025-Q4 zweimal ausdrücklich an das damalige Umfeld geknüpft. Nach dem Ölpreissprung stieg der erwartete freie Mittelzufluss auf 8,5 Milliarden Dollar, sodass selbst die Untergrenze die höchste Ausschüttung der Firmengeschichte ergäbe. Der Vorstandschef schloss 90 bis 100 Prozent auf Nachfrage nicht aus und begründete die Zurückhaltung damit, das Rückkaufprogramm solle nicht prozyklisch werden. Das ist dieselbe Logik wie in 2025-Q3, als bei niedrigen Kursen umgekehrt der Rückkauf Vorrang vor der Kasse hatte.
Dorado und Golfstaaten: Termine verschoben
Zwei Termine aus dem Jahresabschluss-Call 2025-Q4 hielten nur ein Quartal. Erstens das Jahresendziel für das Gasfeld Dorado von rund 1 Milliarde Kubikfuß je Tag, das in 2026-Q1 auf gut 800 Millionen gesenkt wurde, weil Kapital von Gas in Ölprojekte umgeschichtet wurde. Zweitens die ersten Bohrergebnisse aus Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die statt im zweiten Quartal 2026 nun im zweiten Halbjahr erwartet werden; als Umfeld nannte das Management den Iran-Konflikt und die Verlegung eines Teils der Mitarbeiter. Beide Änderungen standen unaufgefordert in den vorbereiteten Bemerkungen, beide sind begründet, und beide Fristen laufen erst Ende 2026 ab. Nicht zutreffend wäre die Lesart, Dorado sei nach der Erhebung zum vierten Kernasset gleich wieder zurückgestuft worden: Der Status blieb unverändert, zurückgefahren wurde nur die kurzfristige Bohr- und Komplettierungsaktivität. Dass Aktivität dem Gaspreis folgt, hatte das Management seit 2024-Q1 durchgehend so angekündigt und 2024 bereits einmal so gehandhabt.
Gegenbilanz: die Lieferbilanz im Kerngeschäft ist stark
Die operative Bilanz ist sehr gut. Das in 2023-Q4 für 2024 angekündigte Investitionsbudget von 6,2 Milliarden Dollar wurde punktgenau eingehalten, das Ölwachstum von 3 Prozent erreicht und das Gesamtwachstum mit 8 statt 7 Prozent übertroffen. In 2024-Q2 und 2024-Q3 wurde die Jahresprognose nach oben genommen statt gesenkt. Die Gasaufbereitungsanlage Janus ging wie in 2023-Q4 zugesagt im ersten Halbjahr 2025 in Betrieb und erreichte im März 2026 volle Auslastung; die Verde-Pipeline erreichte Phase 2 wie angekündigt 2024. Der in 2024-Q4 für das zweite Halbjahr 2025 angekündigte Bohrbeginn in Bahrain erfolgte im dritten Quartal 2025. Das in 2025-Q2 genannte Synergieziel von 150 Millionen Dollar aus der Encino-Übernahme wurde laut 2025-Q4 vor Ablauf der zugesagten Jahresfrist erreicht, und das ebenfalls in 2025-Q2 genannte Jahresendziel von 750 Millionen Kubikfuß je Tag in Dorado wurde punktgenau erfüllt. Die Dividende wurde in 28 Jahren nie gekürzt.
Zusagen des Managements
- 2023-Q4 — Die Gasaufbereitungsanlage Janus im Delaware Basin geht im ersten Halbjahr 2025 in Betrieb. In 2025-Q1 als in Betrieb genommen gemeldet, also punktgenau im zugesagten Fenster. In 2026-Q1 lief die Anlage seit November 2025 mit 94 Prozent Auslastung und erreichte im März 2026 volle Auslastung. eingehalten
- 2023-Q4 — Phase 2 der Verde-Gaspipeline bis Agua Dulce geht noch 2024 vollständig in Betrieb. Laut 2024-Q4 ging Verde im vierten Quartal 2024 in Betrieb, mit 1 Milliarde Kubikfuß Kapazität je Tag. Der Termin wurde über vier Calls hinweg unverändert bestätigt. eingehalten
- 2023-Q4 — An den früher genannten Findungskosten von rund 5 Dollar je Barrel Öläquivalent im Utica hält das Management fest. Die in 2024-Q3 genannte Spanne von 6 bis 8 Dollar ersetzt diesen Wert nicht. Auf Nachfrage erklärte das Management im selben Call, die 6 bis 8 Dollar beträfen die 225.000 Acres im volatilen Ölfenster und die nächsten zwei bis drei Jahre, während sich die rund 5 Dollar auf die gesamten 445.000 Acres bei Vollentwicklung bezögen; man sehe diesen Wert weiterhin vor sich. Es handelt sich um eine Schätzung für die Vollentwicklung ohne Stichtag, die deshalb noch nicht abrechenbar ist. offen
- 2024-Q3 — Die Kapitalstruktur wird so gesteuert, dass die Gesamtverschuldung unter dem Einfachen des operativen Ergebnisses bei 45 Dollar WTI bleibt; das entsprach damals 5 bis 6 Milliarden Dollar Schulden binnen 12 bis 18 Monaten. Die Kennzahl wurde eingehalten und in jedem Call danach berichtet. In 2025-Q3 hieß es ausdrücklich, die Gesamtverschuldung liege genau auf dem Zielwert von etwa dem Einfachen; in 2025-Q4 und 2026-Q1 wurde das Ziel erneut bestätigt. Der Absolutbetrag stieg nach der Encino-Übernahme auf 7,9 Milliarden Dollar, weil das Ergebnis mitwuchs. Der Kassenbestand lag Ende 2025 mit 3,4 Milliarden Dollar unter dem damals genannten angemessenen Niveau; die Abweichung wurde in 2025-Q3 auf Nachfrage mit dem Vorrang von Aktienrückkäufen begründet, bis Ende des ersten Quartals 2026 stieg die Kasse wieder auf über 3,8 Milliarden Dollar. eingehalten
- 2024-Q4 — In Bahrain soll im zweiten Halbjahr 2025 mit dem Bohren begonnen werden. In 2025-Q3 meldete das Management, die ersten Bohrungen in Bahrain seien im dritten Quartal 2025 niedergebracht worden. Der Termin wurde damit eingehalten. eingehalten
- 2025-Q2 — Aus der Encino-Übernahme sollen binnen eines Jahres nach Abschluss jährliche Synergien von mindestens 150 Millionen Dollar entstehen. In 2025-Q4 meldete das Management, das Synergieziel sei vor Ablauf der ursprünglichen Jahresfrist erreicht worden. Die Bohrkosten im Utica sanken bis Jahresende 2025 unter 600 Dollar je Fuß, die Bohrleistung stieg um mehr als 35 Prozent. eingehalten
- 2025-Q2 — Dorado soll Ende 2025 eine Bruttoproduktion von rund 750 Millionen Kubikfuß je Tag erreichen. In 2025-Q4 bestätigte das Management, den Jahresendwert von 750 Millionen Kubikfuß je Tag erreicht zu haben. Zugleich sanken die Bohrkosten auf rund 750 Dollar je Fuß. eingehalten
- 2025-Q4 — Dorado soll Ende 2026 eine Bruttoproduktion von rund 1 Milliarde Kubikfuß je Tag erreichen. Bereits ein Quartal später, in 2026-Q1, senkte das Management das Jahresendziel auf gut 800 Millionen Kubikfuß je Tag und fuhr die Bohr- und Komplettierungsaktivität zurück. Begründung waren niedrige Gaspreise und die Umschichtung von Kapital in Ölprojekte, also die seit 2024 durchgehend angekündigte Steuerung nach Rendite. Die Rücknahme kam unaufgefordert in den vorbereiteten Bemerkungen; der Kernasset-Status von Dorado blieb unverändert. Der Stichtag Ende 2026 ist noch nicht erreicht. offen
- 2025-Q4 — Erste Bohrergebnisse aus den Explorationsprojekten in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen im zweiten Quartal 2026 vorliegen. In 2026-Q1 verschob das Management den Termin auf das zweite Halbjahr 2026 und sprach von einem leichten Verrutschen des Zeitplans. Der Iran-Konflikt und die Verlegung eines Teils der Mitarbeiter aus der Region wurden als Umfeld genannt. Die Verschiebung wurde von sich aus mitgeteilt, das neue Fenster läuft erst Ende 2026 ab. offen
- 2025-Q4 — Im damaligen Umfeld erwartet das Management für 2026 eine Rückgabe von 90 bis 100 Prozent des freien Mittelzuflusses; die feste Untergrenze liegt seit Jahren bei 70 Prozent. In 2026-Q1 nannte die Finanzchefin mindestens 70 Prozent, nachdem der prognostizierte freie Mittelzufluss durch den Ölpreissprung auf 8,5 Milliarden Dollar gestiegen war; schon die Untergrenze ergäbe damit die höchste Ausschüttung der Firmengeschichte. Die 90 bis 100 Prozent waren in 2025-Q4 zweimal ausdrücklich an das damalige Umfeld geknüpft. Auf Nachfrage schloss der Vorstandschef sie nicht aus und begründete die Zurückhaltung damit, das Rückkaufprogramm solle nicht prozyklisch werden. Endgültig entscheidet sich das mit dem Jahresabschluss 2026. offen
Grundlage: öffentliche Wortprotokolle der Earnings Calls. Ausgewertet: 10 Wortprotokolle 2023-Q4 bis 2026-Q1.
Wachstum
Wachstums-Score
Zehn Prüfungen aus den Jahresabschlüssen — jede bestandene zählt einen Punkt.
- Umsatz wächst über drei Jahre um mehr als 15 % pro Jahr -8,5 %
- Für das kommende Jahr werden mehr als 10 % Umsatzwachstum erwartet -9,6 %
- Aktienzahl wächst um weniger als 3 % pro Jahr -2,8 %
- Umsatzwachstum plus Cashflow-Marge ergeben mindestens 40 („Rule of 40") 13,9 %
- Bruttomarge ab 40 % und ohne nennenswerte Erosion 68,1 %
- Firmenwert aus Zukäufen wächst nicht schneller als der Umsatz 0,0 %
- Nettoverschuldung unter dem Doppelten des EBITDA 0,4 × EBITDA
- Operativer Cashflow deckt die Gewinne der letzten drei Jahre 14.550 Mio.
- Kapitalrendite ab 15 % oder gegenüber vor zwei Jahren gestiegen 16,8 %
- Insider halten mindestens 10 % oder kaufen netto zu 0,3 %
Ein Kriterium ohne Zahlen gilt weder als bestanden noch als verfehlt; einen Punktestand gibt es erst ab 7 beurteilbaren Kriterien. Quelle: Fundamentaldaten. Alle zehn Kriterien im Detail
Qualitätsprüfung
AAQS
7/10Der AAQS (AlleAktien Qualitätsscore) prüft 10 Qualitätskriterien zu Wachstum, Profitabilität und Bilanzstärke — nach der von AlleAktien entwickelten und veröffentlichten Methodik, von uns aus eigenen Fundamentaldaten berechnet. Ab 9 von 10 Punkten gilt eine Aktie als Qualitätsaktie. Bei kürzerer Börsenhistorie rechnen wir über die verfügbaren Geschäftsjahre (mindestens fünf).
- Umsatzwachstum 10 J > 5 % 13,1 %
- Erw. Umsatzwachstum 3 J > 5 % 12,4 %
- EBIT-Wachstum 10 J > 5 % –
- Erw. EBIT-Wachstum 3 J > 5 % 28,8 %
- Nettoverschuldung < 4x EBIT 0,6x
- EBIT positiv, 10 J durchgehend 8
- Max. EBIT-Rückgang < 50 % 100,0 %
- Eigenkapitalrendite > 15 % 16,7 %
- ROCE > 15 % 16,8 %
- Renditeerwartung > 10 % 35,4 %
Aktien mit der vollen AAQS-Punktzahl ansehen · Methodik bei AlleAktien nachlesen
Quelle: Fundamentaldaten
Insider
Insider-Transaktionen
Meldepflichtige Geschäfte von Führungskräften und Großaktionären aus SEC-Formular-4-Meldungen. „Sonstige" umfasst z. B. Aktienzuteilungen und Optionsausübungen ohne Kauf-/Verkaufscharakter.
| Datum | Person | Rolle | Typ | Stück | Kurs | Wert |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 25. Sep 2026 | Leitzell Jeffrey R. | EVP & COO | Verkauf | 9.039 | 140,61 | 1.270.974 |
| 25. Sep 2026 | Leitzell Jeffrey R. | EVP & COO | Sonstige | 13.680 | 0,00 | – |
| 25. Sep 2026 | Distefano Laura B. | VP & CAO | Sonstige | 5.772 | 0,00 | – |
| 25. Sep 2026 | Donaldson Michael P | EVP & Chief Legal Officer | Sonstige | 9.975 | 0,00 | – |
| 25. Sep 2026 | Yacob Ezra Y | Chairman & CEO | Sonstige | 37.905 | 0,00 | – |
| 15. Sep 2026 | Yacob Ezra Y | Chairman & CEO | Sonstige | 11.908 | 153,74 | 1.830.736 |
| 15. Sep 2026 | Leitzell Jeffrey R. | EVP & COO | Sonstige | 1.905 | 153,74 | 292.875 |
| 15. Sep 2026 | Janssen Ann D. | EVP & Chief Financial Officer | Sonstige | 2.978 | 153,74 | 457.838 |
| 15. Sep 2026 | Donaldson Michael P | EVP & Chief Legal Officer | Sonstige | 3.234 | 153,74 | 497.195 |
| 15. Sep 2026 | Distefano Laura B. | VP & CAO | Sonstige | 1.521 | 153,74 | 233.839 |
Das Unternehmen
Über das Unternehmen
EOG Resources, Inc. exploriert, entwickelt, fördert und vermarktet mit ihren Tochtergesellschaften Rohöl, Erdgasflüssigkeiten und Erdgas in Förderregionen in den USA, der Republik Trinidad und Tobago und international.
- Mitarbeiter
- 3.400
- Hauptsitz
- Houston, TX
- Anschrift
- 1111 Bagby Street, 77002 Houston, United States
- Telefon
- 713 651 7000
- Website
- eogresources.com
- Börsengang
- 04.10.1989
- ISIN
- US26875P1012
- Aktien-Split
- 2:1 am 01.04.2014
- Aktien-Split
- 2:1 am 02.03.2005
- Aktien-Split
- 2:1 am 16.06.1994
Management
| Name | Position | Jahrgang |
|---|---|---|
| Ezra Y. Yacob | CEO & Chairman | 1977 |
| Ann D. Janssen | Executive VP & CFO | 1965 |
| Jeffrey R. Leitzell | Executive VP & COO | 1980 |
| Michael P. Donaldson | Executive VP & Chief Legal Officer | 1963 |
| Laura B. Distefano | VP & Chief Accounting Officer | – |
| Sandeep Bhakhri | Senior VP and Chief Information & Technology Officer | – |
| Pearce Wheless Hammond Jr., C.F.A. | Vice President of Investor Relations | – |
| Lori A. Geiger | Vice President of Marketing | – |
| Chase Krieger | Vice President of Corporate Development | – |
| Michele L. Hatz | Senior VP & Chief Human Resources Officer | – |
Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.
Meldungen
Unternehmensmeldungen (8-K)
Ein 8-K ist die Pflichtmeldung, mit der ein US-Unternehmen wesentliche Ereignisse sofort öffentlich machen muss — etwa Übernahmen, Führungswechsel, Großaufträge oder Zahlungsschwierigkeiten. Die Links führen zum Originaldokument bei der US-Börsenaufsicht SEC.
- 24.09.2026 EOG RESOURCES INC (EOG): Departure of Directors or Certain Officers; Election of Directors; Appointment of Certain Officers: Compensatory Arrangements of Certain Officers; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
- 04.08.2026 EOG RESOURCES INC (EOG): Results of Operations and Financial Condition; Regulation FD Disclosure; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
- 09.07.2026 EOG RESOURCES INC (EOG): Results of Operations and Financial Condition SEC ↗
Datenstand: 5. Oktober 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.