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thyssenkrupp: Bereinigt steigt das Ergebnis um 95 Prozent — im Abschluss steht ein Verlust

thyssenkrupp: Bereinigt steigt das Ergebnis um 95 Prozent — im Abschluss steht ein Verlust

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/2026 (1. Oktober 2025 bis 31. März 2026) meldete thyssenkrupp ein Bereinigtes EBIT von 409 Millionen Euro, 95 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im selben Abschluss steht ein EBIT von minus 174 Millionen Euro, ein Periodenfehlbetrag von 345 Millionen und ein Free Cashflow vor M&A von minus 1.827 Millionen Euro — bei einer Jahresprognose von minus 600 bis minus 300 Millionen. Dazwischen liegen 583 Millionen Euro Sondereffekte. Keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung — nur die Frage, welche der beiden Zahlenreihen am 30. September zählt.

Thomas Mücke Gründer & Herausgeber
· 20 Min. Lesezeit

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Stand heute

Stand: 6. August 2026

Schlusskurs
12,60 € -0,10 %
Marktkapitalisierung
7,9 Mrd. €
KGV
1.261,0
Wachstums-Score
3/10
AAQS
3/10

Diese Analyse hat einen Stichtag. Der Aktien-Wächter meldet sich, wenn sich an den Zahlen etwas Wesentliches ändert. Zur kostenlosen Vormerkung

thyssenkrupp: Bereinigt steigt das Ergebnis um 95 Prozent — im Abschluss steht ein Verlust
Eigene Darstellung: Börsenlotse · Quelle: Fundamentaldaten & Geschäftsberichte (Jahres-/Zwischenbericht, Frankfurter Wertpapierbörse)

Chart

Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).

52-Wochen-Spanne: 6,20 € bis 12,60 € · Letzter Kurs: 12,60 € (Stand: 6. August 2026)

Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.

Es gibt eine Anleger-Falle, die keinen Betrug braucht, um zu wirken — nur ein Sternchen. Nennen wir sie die Sternchen-Falle: In der Überschrift steht die bereinigte Zahl, und weil sie freundlicher aussieht als die echte, merkt sich der Kopf genau diese. „Bereinigt“ heißt aber nichts anderes als: ohne das, was wehtut. Die Kosten sind trotzdem angefallen, das Geld ist trotzdem abgeflossen, und im testierten Abschluss steht die andere Zahl. Machen wir also einen Deal: Wir lesen bei thyssenkrupp beide Zahlen nebeneinander — die von der Packungsvorderseite und die aus der Zutatenliste. Grundlage sind der Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2025/2026 vom 12. Mai 2026 und der Geschäftsbericht 2024/2025. Und daraus ergibt sich das Spannungsfeld dieser Analyse: Fast alles, was thyssenkrupp bereinigt ausweist, zeigt nach oben — fast alles, was unbereinigt im Abschluss steht, zeigt nach unten.

Was thyssenkrupp eigentlich macht — und warum das schwer zu sagen ist

thyssenkrupp AG mit Sitz in Duisburg und Essen ist kein Unternehmen, sondern eine Sammlung von Unternehmen. Der Konzern berichtet in fünf Segmenten: Automotive Technology (Fahrwerk, Komponenten, Aftermarket, Schmiedetechnik für Autohersteller), Decarbon Technologies (Großwälzlager von Rothe Erde, Chemieanlagenbau von Uhde, Zementanlagen von Polysius und die Wasserelektrolyse der börsennotierten Mehrheitsbeteiligung thyssenkrupp nucera), Materials Services (Werkstoffhandel und Lieferkettendienste), Steel Europe (Flachstahl aus Duisburg) und Marine Systems (U-Boote und Marineschiffe von TKMS).

Übersetzt in ein Alltagsbild: Stell dir ein Mehrfamilienhaus vor, in dem fünf völlig unterschiedliche Mieter wohnen — ein Stahlwerk, ein Autozulieferer, ein Großhändler, ein Anlagenbauer und eine Werft. Sie teilen sich nur die Adresse und den Hausmeister. Genau das ist der Ausgangspunkt der Konzernstrategie ACES 2030: Die thyssenkrupp AG soll sich zu einer Finanzholding entwickeln, in der die Geschäfte eigenständig werden — schrittweise verselbstständigt und für Beteiligungen Dritter geöffnet. Das ist keine Absichtserklärung mehr, sondern läuft: Die Marinesparte TKMS AG & Co. KGaA ist seit dem 20. Oktober 2025 eigenständig an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (thyssenkrupp hält 51 Prozent), die Beteiligung an den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann ging am 9. Juli 2026 an die Salzgitter AG, und über die Abspaltung eines Minderheitsanteils am Werkstoffhändler — seit dem 20. Juli 2026 unter dem Namen tk accelis — stimmt eine außerordentliche Hauptversammlung am 7. August 2026 ab.

Zum 31. März 2026 beschäftigte der Konzern 90.916 Menschen, ein Jahr zuvor waren es 95.560. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2024/2025 bei 32.837 Millionen Euro.

Zwei Dinge vorweg: kein SEC-Bericht — und ein verschobenes Geschäftsjahr

Zwei Besonderheiten prägen jede Zahl in dieser Analyse. Erstens: Von thyssenkrupp gibt es kein 10-K und kein 10-Q. Das Unternehmen ist kein US-Meldeunternehmen; die EDGAR-Suche nach den Kürzeln TKA und TKAMY liefert keine Fundstelle. Die Pflichtberichte laufen über den regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse: ein testierter Konzern-Jahresabschluss nach IFRS, ein Halbjahresbericht und Quartalsmitteilungen. Unter jeder Zahl steht deshalb „Quelle: Fundamentaldaten & Geschäftsberichte (Jahres-/Zwischenbericht, Frankfurter Wertpapierbörse)“, nicht „SEC-Berichte“. Dieselbe Konstellation kennst du aus unserer Analyse zu Rheinmetall — ebenfalls ein deutscher Index-Wert ohne SEC-Registrierung, bei dem die komplette Belegkette über die Originalberichte des Unternehmens läuft. Weil die Berichte auf Deutsch erscheinen, stehen die Zitate hier im Original ohne Übersetzung.

Zweitens: Das Geschäftsjahr von thyssenkrupp beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September. Das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 endet am 30. September 2026. Wenn wir also vom „ersten Halbjahr 2025/2026“ sprechen, meinen wir den Zeitraum vom 1. Oktober 2025 bis zum 31. März 2026 — nicht Januar bis Juni. Das „zweite Quartal 2025/2026“ sind die Monate Januar bis März 2026. Wer thyssenkrupp-Zahlen mit denen eines Kalenderjahr-Unternehmens vergleicht, vergleicht also unterschiedliche Wetterlagen.

Zur Aktualität: Der jüngste vollständige Periodenbericht ist der Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2025/2026 vom 12. Mai 2026. Alles Spätere bis zum Redaktionsschluss am 6. August 2026 sind Pressemitteilungen — die Allianz mit GlobalLogic (25. Juni 2026), die Auswahl von TKMS im kanadischen U-Boot-Programm (7. Juli 2026), der Vollzug des HKM-Verkaufs (9. Juli 2026) und der Kapitalmarkttag von tk accelis (20. Juli 2026). Alle vier stehen weiter unten im Text. Der nächste Bericht mit Zahlen sind die Neunmonatszahlen am 13. August 2026.

Wie die Aktie auf unseren Tisch kam

Ehrlich gesagt: nicht über einen Scanner-Treffer, sondern über eine Rangliste der Aufmerksamkeit. thyssenkrupp stand am Stichtag 6. August 2026 weit oben in den Ranglisten der meistdiskutierten Werte im Forum von wallstreet-online — also dort, wo deutsche Privatanleger gerade am lautesten über eine Aktie sprechen. Das ist ein Aufmerksamkeitssignal und ausdrücklich kein Kaufargument. Eine Aktie steht in solchen Listen, wenn viel über sie geschrieben wird; das kann Begeisterung sein, Ärger, Hoffnung oder schlicht Gewohnheit. Bei thyssenkrupp kommt dazu, dass hier seit Jahrzehnten Familiengeschichten mit Depotpositionen zusammenfallen.

Für uns ist so eine Liste als Themenradar nützlich: Wenn viele gleichzeitig über eine Aktie reden, gehen im Lärm gerade die Details unter, auf die es ankommt. Denselben Aufhänger hatten wir bei unserer Analyse zu adidas — dort führte er zu einer ganz anderen Firma mit einer ganz ähnlichen Frage: Wie viel von der Erholung ist Substanz, wie viel ist Erzählung?

Die Zahlen über die Jahre — ehrlich gewürdigt

Erst das, was wirklich beeindruckt. thyssenkrupp kam aus zwei Katastrophenjahren: Im Geschäftsjahr 2022/2023 stand ein Fehlbetrag von 1.986 Millionen Euro in den Büchern, 2023/2024 einer von 1.450 Millionen. Das Ergebnis je Aktie lag bei minus 3,33 und minus 2,42 Euro. Im Geschäftsjahr 2024/2025 drehte das Vorzeichen: 532 Millionen Euro Jahresüberschuss, 0,75 Euro je Aktie. Die Aktie honorierte das mit einem Total Shareholder Return von 234 Prozent im Geschäftsjahr; der Kurs stand am 30. September 2025 bei 11,68 Euro, nach einem Tief von 3,15 Euro am 1. November 2024.

Auch operativ ist Bewegung drin. Das Bereinigte EBIT — das Betriebsergebnis, aus dem Restrukturierungen, Wertminderungen und Verkaufsgewinne herausgerechnet sind — stieg von 567 Millionen Euro (2023/2024) auf 640 Millionen Euro (2024/2025). Im ersten Halbjahr 2025/2026 legte es um 95 Prozent auf 409 Millionen Euro zu, im zweiten Quartal allein von 19 auf 198 Millionen Euro. Der Auftragseingang des zweiten Quartals sprang um 32 Prozent auf 10.644 Millionen Euro, getragen von zwei zusätzlichen U-Booten der Klasse 212CD für Norwegen. Und die Bilanz ist für einen Industriekonzern in dieser Lage bemerkenswert solide: Eigenkapitalquote 36 Prozent, ein Netto-Finanzguthaben statt Nettoschulden.

Vorstandschef Miguel López fasste die Richtung in der Halbjahres-Pressemitteilung so zusammen:

„Die spürbare Ergebnisverbesserung zeigt, dass unser konsequent umgesetztes Performanceprogramm APEX Wirkung entfaltet. Zugleich kommt die Transformation von thyssenkrupp gut voran: Der Verkauf von Automation Engineering ist ein wichtiger Erfolg für die Neuausrichtung von Automotive Technology. Mit dem geplanten Verkauf der HKM-Anteile von thyssenkrupp Steel an Salzgitter vollziehen wir einen wichtigen Schritt, um das Stahlgeschäft wettbewerbsfähig aufzustellen. Unser Fokus liegt weiterhin darauf, die Segmente strukturell weiterzuentwickeln und so den Umbau von thyssenkrupp zu einer Finanzholding voranzutreiben.“

— Miguel López, Vorstandsvorsitzender der thyssenkrupp AG, in der Pressemitteilung zum 2. Quartal 2025/2026 (12. Mai 2026)

So weit die Packungsvorderseite. Jetzt drehen wir die Packung um.

Was in den Berichten steht — die unbequemen Wahrheiten

Unbequeme Wahrheit Nr. 1: Zwischen „bereinigt“ und „ausgewiesen“ liegen 583 Millionen Euro

Das Bereinigte EBIT des ersten Halbjahres 2025/2026 beträgt 409 Millionen Euro. Das ausgewiesene EBIT desselben Halbjahres beträgt minus 174 Millionen Euro — nach plus 291 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Differenz ist keine Meinungsfrage, sondern eine Additionsaufgabe, und thyssenkrupp rechnet sie im Zwischenbericht selbst vor:

„Konzernweit war das EBIT im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres durch Sondereffekte von insgesamt 583 Mio. € belastet, die mit 472 Mio. € Restrukturierungsaufwendungen insbesondere aus den Segmenten Steel Europe (385 Mio. €) und Decarbon Technologies innerhalb des Zementanlagenbaus (50 Mio. €) enthalten.“

— thyssenkrupp AG, Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026, Abschnitt „Sondereffekte“, Seite 12

Markierter Ausschnitt aus dem thyssenkrupp-Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2025/2026, Seite 12: Sondereffekte von insgesamt 583 Millionen Euro, davon 472 Millionen Restrukturierungsaufwendungen, allein Steel Europe 385 Millionen.
Die markierte Stelle im Original: 583 Millionen Euro Sondereffekte in sechs Monaten. Quelle: Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026, Seite 12 (thyssenkrupp.com), Hervorhebung von uns. Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Ist das unseriös? Nein — die Bereinigung ist im Geschäftsbericht sauber definiert, wird jedes Quartal offengelegt und dient dem Zweck, „die operative Leistung über mehrere Perioden hinweg zu vergleichen“. Das ist ein legitimes Anliegen. Nur: Restrukturierungsaufwendungen sind bei thyssenkrupp kein Ausrutscher, sondern Dauerzustand. Im Geschäftsjahr 2023/2024 lagen die Sondereffekte bei 1.609 Millionen Euro, im Geschäftsjahr 2024/2025 bei 564 Millionen, im ersten Halbjahr 2025/2026 schon wieder bei 583 Millionen. Merke: Wenn ein Einmaleffekt jedes Jahr auftaucht, ist er kein Einmaleffekt, sondern ein Geschäftsmodell-Merkmal.

Balkendiagramm: EBIT und Bereinigtes EBIT von thyssenkrupp. Geschäftsjahr 2023/2024 minus 1.041 gegen plus 567 Millionen Euro, 2024/2025 plus 76 gegen plus 640 Millionen Euro, erstes Halbjahr 2025/2026 minus 174 gegen plus 409 Millionen Euro.
Die grüne Säule ist die Zahl aus der Überschrift, die blaue steht im Abschluss. Der Abstand ist in keinem der drei Zeiträume kleiner als eine halbe Milliarde Euro. Quelle: Fundamentaldaten & Geschäftsberichte (Geschäftsbericht 2024/2025, Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026). Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Unbequeme Wahrheit Nr. 2: Der Gewinn 2024/2025 kam aus einer Neubewertung, nicht aus dem Geschäft

Der Jahresüberschuss von 532 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024/2025 ist die Zahl, die überall zitiert wurde. Legt man sie neben das EBIT desselben Jahres — 76 Millionen Euro —, entsteht eine Frage: Wie wird aus 76 Millionen Betriebsergebnis ein Gewinn von 532 Millionen nach Steuern? Die Antwort steht im Finanzergebnis, das sich um 1.135 Millionen Euro auf plus 1.009 Millionen Euro drehte:

„Die Verbesserung betraf mit 902 Mio € hauptsächlich den im Berichtsjahr erfassten Ertrag aus der am 30. September 2025 erfolgten erstmaligen Bewertung der Stammaktien der Elevator-Beteiligung zum beizulegenden Zeitwert, der innerhalb der Finanzierungserträge ausgewiesen wurde.“

— thyssenkrupp AG, Geschäftsbericht 2024/2025, Konzernlagebericht, Abschnitt „Finanzergebnis“

Markierter Ausschnitt aus dem thyssenkrupp-Geschäftsbericht 2024/2025: Die Verbesserung des Finanzergebnisses betraf mit 902 Millionen Euro hauptsächlich den Ertrag aus der erstmaligen Zeitwertbewertung der Elevator-Beteiligung zum 30. September 2025.
Die markierte Stelle im Original: 902 Millionen Euro Bewertungsertrag aus dem Rest des 2020 verkauften Aufzuggeschäfts. Quelle: Geschäftsbericht 2024/2025 (thyssenkrupp.com), Hervorhebung von uns. Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Übersetzt: thyssenkrupp hält seit dem Verkauf des Aufzuggeschäfts 2020 noch einen Anteil daran — indirekt 16,2 Prozent an der TK Elevator. Dieser Anteil wurde zum Bilanzstichtag erstmals mit seinem Marktwert angesetzt statt wie bisher nach der Equity-Methode. Der Buchgewinn daraus beträgt 902 Millionen Euro. Es floss dafür kein Euro auf ein Konto, und es fiel dafür kein Steueraufwand an. Weitere 219 Millionen Euro steuerte dieselbe Beteiligung über die Equity-Bewertung bei.

Und dieser Posten ist noch nicht zu Ende erzählt. Am 29. April 2026 — nach dem Halbjahres-Stichtag — einigten sich der finnische Aufzugkonzern Kone und die Eigentümer Advent und Cinven auf den Verkauf der TK Elevator an Kone. Was das für thyssenkrupp bedeutet, steht im Zwischenbericht unter „Ereignis nach dem Stichtag“:

„Auf Basis der aktuellen Beteiligungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der Wertverhältnisse der Einigung zwischen Advent/Cinven und Kone würde der beizulegende Zeitwert der Stammaktien um rd. 1 Mrd. € höher sein als der Zeitwert zum 31. März 2026 (1,0 Mrd. €); hieraus erwarten wir kurzfristig einen entsprechenden Effekt auf die Vermögenslage des Konzerns.“

— thyssenkrupp AG, Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026, Anhang-Nr. 16 „Ereignis nach dem Stichtag“, Seite 52

Im Klartext: Dieselbe Beteiligung, die 2024/2025 schon 902 Millionen Euro Buchgewinn gebracht hat, dürfte sich noch einmal um rund eine Milliarde Euro aufwerten — gemessen an einem Börsenwert des gesamten Konzerns von rund 7,8 Milliarden Euro ist das kein Nebensatz. Nur ist es wieder kein verdientes Geld, sondern eine Bewertung: Bares wird daraus erst, wenn Kone die Übernahme vollzieht, und der Erwerber rechnet dafür laut Bericht mit 12 bis 18 Monaten und braucht die Freigaben mehrerer Wettbewerbsbehörden. Merke: Ein Bewertungsgewinn wandert ins Eigenkapital, nicht auf das Konto.

Für dich als Anleger heißt das: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis 2024/2025 ist eine hübsche Zahl mit einem schwachen Nenner. Wer sie nutzt, bewertet ein Industrieunternehmen mit dem Ergebnis einer Finanzbeteiligung. Wie ernst thyssenkrupp das selbst nimmt, zeigt die eigene Prognose für das laufende Jahr: ein Jahresfehlbetrag zwischen 400 und 800 Millionen Euro.

Unbequeme Wahrheit Nr. 3: Die Kasse hat in sechs Monaten 2,1 Milliarden Euro verloren

Das ist die Zahl, an der sich das Geschäftsjahr entscheidet. Der Free Cashflow vor M&A — thyssenkrupps eigene Steuerungsgröße, also der Mittelzufluss aus dem laufenden Geschäft ohne Zu- und Verkäufe — lag im ersten Halbjahr 2025/2026 bei minus 1.827 Millionen Euro, nach minus 589 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Operating Cashflow allein war mit minus 1.205 Millionen Euro negativ. Die Zahlungsmittel fielen von 5.725 auf 3.549 Millionen Euro.

„Das Netto-Finanzguthaben ist zum 31. März 2026 im Vergleich zum 30. September 2025 i. W. wegen einer erhöhten Mittelbindung im Netto-Umlaufvermögen von 4,9 Mrd. € auf 2,8 Mrd. € zurückgegangen.“

— thyssenkrupp AG, Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026, Abschnitt „Free Cashflow und Netto-Finanzguthaben“, Seite 13

Markierter Ausschnitt aus dem thyssenkrupp-Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2025/2026, Seite 13: Das Netto-Finanzguthaben ist zum 31. März 2026 von 4,9 Milliarden Euro auf 2,8 Milliarden Euro zurückgegangen.
Die markierte Stelle im Original: 2,1 Milliarden Euro weniger Netto-Finanzguthaben in zwei Quartalen. Quelle: Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026, Seite 13 (thyssenkrupp.com), Hervorhebung von uns. Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Ein Teil davon ist erklärbar. Im Vorjahreszeitraum floss eine große Kundenanzahlung für vier U-Boote zu, die diesmal fehlte; Vorräte und Forderungen banden zusätzlich Mittel, weil Materials Services und Steel Europe mehr Ware auf Lager haben. Wachstum und Vorfinanzierung kosten Geld, das später zurückkommt — so weit die freundliche Lesart.

Die unfreundliche Lesart ist eine Rechenaufgabe. thyssenkrupp hat am 12. Mai 2026 die Jahresprognose für den Free Cashflow vor M&A ausdrücklich bestätigt: minus 600 bis minus 300 Millionen Euro. Nach sechs Monaten steht der Wert bei minus 1.827 Millionen. Damit müssten im zweiten Halbjahr rund 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro hereinkommen — in einem Halbjahr, in dem laut Prognose zusätzlich rund 350 Millionen Euro für Restrukturierungen abfließen. Merke: Eine bestätigte Prognose nach der Hälfte der Zeit ist kein Ergebnis, sondern ein Versprechen für die zweite Hälfte. Der erste überprüfbare Zwischenstand ist der 13. August 2026.

Balkendiagramm: Free Cashflow vor M&A von thyssenkrupp. Geschäftsjahr 2022/2023 plus 363, 2023/2024 plus 110, 2024/2025 plus 363 Millionen Euro, erstes Halbjahr 2025/2026 minus 1.827 Millionen Euro.
Drei Jahre knapp im Plus — und dann ein Halbjahr, das alles Vorherige zusammen übertrifft. Ab dem Geschäftsjahr 2025/2026 gilt eine neue Leasing-Abgrenzung; die Vorjahre wurden nicht angepasst. Quelle: Fundamentaldaten & Geschäftsberichte (Geschäftsbericht 2024/2025, Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026). Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Unbequeme Wahrheit Nr. 4: Was du kaufst, ändert sich schneller, als du es analysieren kannst

Der Umbau zur Finanzholding hat einen Nebeneffekt, über den selten gesprochen wird: Der Konzern, dessen Zahlen du analysierst, existiert in dieser Form schon bald nicht mehr. Drei Beispiele aus zehn Monaten.

TKMS. Am 17. Oktober 2025 wurde die Abspaltung eines Minderheitsanteils von 49 Prozent an der Marinesparte ins Handelsregister eingetragen, am 20. Oktober 2025 folgte die Erstnotierung der TKMS AG & Co. KGaA im Prime Standard, seit dem 22. Dezember 2025 ist die Aktie im MDAX. Die Aktionäre der thyssenkrupp AG erhielten für je 20 thyssenkrupp-Aktien eine TKMS-Aktie. thyssenkrupp bleibt mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafterin und konsolidiert weiter voll — die anderen 49 Prozent stehen seither als nicht beherrschende Anteile im Eigenkapital. Der Auftragsbestand von TKMS lag zum 31. März 2026 bei über 20 Milliarden Euro; am 7. Juli 2026 wurde TKMS als bevorzugter Lieferant für das kanadische U-Boot-Programm ausgewählt.

HKM. Die Hüttenwerke Krupp-Mannesmann in Duisburg, an denen thyssenkrupp Steel Europe 50 Prozent hielt, gingen am 9. Juli 2026 vollständig an die Salzgitter AG — Vertragsunterzeichnung am 8. Juli, Vollzug am Folgetag. Der Standort bleibt in Betrieb, die Belegschaft soll von rund 3.000 auf etwa 1.000 Menschen bis Ende 2028 schrumpfen, der Liefervertrag mit thyssenkrupp Steel endet 2028 und damit vier Jahre früher als geplant.

tk accelis. Am 20. Juli 2026 stellte der Werkstoffhändler — bisher das Segment Materials Services — auf seinem ersten Kapitalmarkttag in London eigene Mittelfristziele vor: mehr als 4 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr und eine bereinigte EBITDA-Marge von 4 bis 5 Prozent. Das Geschäft kam im Geschäftsjahr 2024/2025 auf 11,4 Milliarden Euro Umsatz, rund 15.500 Mitarbeitende, etwa 400 Standorte und rund 250.000 Kunden. Über die Abspaltung stimmt eine außerordentliche Hauptversammlung am 7. August 2026 ab — nach demselben Muster wie bei TKMS: 49 Prozent gehen an die thyssenkrupp-Aktionäre, im Verhältnis eine tk-accelis-Aktie je 20 thyssenkrupp-Aktien, 51 Prozent bleiben im Konzern. Die Börsennotierung ist noch für 2026 geplant. Finanzchef Daniel Wodera fasste es so zusammen:

„Unsere Transformation ist real, sie ist messbar, und sie trägt. Unser kapitaleffizientes Modell ist darauf ausgelegt, solide Cashflows über alle Marktphasen und eine nachhaltige Wertschöpfung für unser Unternehmen und unsere Anteilseigner zu ermöglichen.“

— Daniel Wodera, Finanzvorstand tk accelis, in der Pressemitteilung zum Kapitalmarkttag (20. Juli 2026)

Für dich als Anleger ist das eine ungewohnte Denkaufgabe. Du kaufst keine Firma, sondern eine Beteiligungsstruktur in Bewegung. Ein Vergleich: Wer heute Aktien der thyssenkrupp AG hält, hält unter anderem 51 Prozent an TKMS. Diese 51 Prozent hatten am 5. August 2026 einen Börsenwert von rund 2,9 Milliarden Euro (63.523.647 TKMS-Aktien zu 88,60 Euro, davon 51 Prozent) — bei einem Börsenwert der gesamten thyssenkrupp AG von rund 7,8 Milliarden Euro am selben Tag. Gut ein Drittel des Kurszettels steckt also in einer Tochter, deren Zahlen du auch einzeln nachlesen kannst. Ob das ein verstecktes Wertpotenzial ist oder nur eine andere Darstellung derselben Substanz, entscheidet sich daran, was am Ende in der Holding übrig bleibt — und was diese Reste verdienen.

Unbequeme Wahrheit Nr. 5: Die Aufträge kommen aus einem Geschäft, das bald nur noch zur Hälfte dazugehört

Der Auftragseingang des zweiten Quartals 2025/2026 stieg um 32 Prozent auf 10.644 Millionen Euro. Diese Schlagzeile hat einen Namen: Marine Systems. Das Segment brachte allein 2.505 Millionen Euro Auftragseingang mit — nach 155 Millionen im Vorjahresquartal. Auf Halbjahressicht sieht das Bild anders aus: Der Auftragseingang des Konzerns sank um 11 Prozent auf 18.323 Millionen Euro, weil im Vorjahreshalbjahr der Großauftrag über vier U-Boote gebucht worden war (Marine Systems 5.591 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2024/2025 gegen 3.409 Millionen im ersten Halbjahr 2025/2026).

Ohne Marine Systems bleibt für den Rest des Konzerns im ersten Halbjahr 2025/2026 ein Umsatz von rund 14,4 Milliarden Euro bei einem Bereinigten EBIT von 349 Millionen Euro — eine Marge von rund 2,4 Prozent. Steel Europe erwirtschaftete davon 300 Millionen Euro Bereinigtes EBIT bei 4.453 Millionen Euro Umsatz, verbuchte im selben Zeitraum aber 385 Millionen Euro Restrukturierungsaufwand und drehte damit unbereinigt auf minus 104 Millionen Euro EBIT. Automotive Technology kam auf 60 Millionen Euro Bereinigtes EBIT bei 3.327 Millionen Euro Umsatz — 1,8 Prozent Marge. Übersetzt: Der Konzern verdient in seinen zwei größten Industriegeschäften weniger als 2 Euro je 100 Euro Umsatz, und das nur nach Bereinigung.

Bewertung — was die Börse für die Reste zahlt

Zum Xetra-Schlusskurs vom 5. August 2026 von 12,60 Euro kommt die thyssenkrupp AG bei 622.531.741 Aktien auf einen Börsenwert von rund 7,8 Milliarden Euro. Gemessen am Umsatz des Geschäftsjahres 2024/2025 (32.837 Millionen Euro) entspricht das einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 0,24 — für vier Euro Umsatz zahlst du hier einen Euro Börsenwert. Das ist typisch für Stahl und Werkstoffhandel, nicht für Technologie.

Beim Gewinn wird es unübersichtlich. Auf Basis des Ergebnisses je Aktie von 0,75 Euro (Geschäftsjahr 2024/2025) ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 17 — nur beruht dieser Gewinn, wie oben gezeigt, überwiegend auf einem Bewertungsertrag. Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet thyssenkrupp selbst einen Fehlbetrag von 400 bis 800 Millionen Euro; ein Kurs-Gewinn-Verhältnis lässt sich darauf nicht bilden. Bleibt der Buchwert: Das Eigenkapital lag zum 31. März 2026 bei 10.284 Millionen Euro, davon 1.126 Millionen Euro nicht beherrschende Anteile (im Wesentlichen die 49 Prozent an TKMS). Auf die Aktionäre der thyssenkrupp AG entfielen damit 9.158 Millionen Euro — bei 622.531.741 Aktien also rund 14,71 Euro je Aktie (Stichtag 31. März 2026). Die Aktie notierte am 5. August 2026 mit rund 0,86 unter diesem Buchwert.

Zwei Fremdurteile zur Einordnung. Die Ratingagenturen führen thyssenkrupp unter Investment Grade: Standard & Poor's mit BB und stabilem Ausblick, Moody's mit Ba3 und stabilem Ausblick (Stand Zwischenbericht, 12. Mai 2026). Die Analysten: Zum Stichtag Ende März 2026 veröffentlichten zwölf Häuser regelmäßig Einschätzungen — 42 Prozent positiv, 50 Prozent neutral, 8 Prozent negativ. Das ist kein Aufbruchssignal, sondern Abwarten.

Und die Kursanker selbst, weil sie zeigen, wie volatil dieser Titel ist: 3,15 Euro am 1. November 2024, 11,68 Euro zum Geschäftsjahresende am 30. September 2025, ein Zwischenhoch von 12,28 Euro am 11. Februar 2026, ein Tief von 7,19 Euro am 30. März 2026 und 12,60 Euro am 5. August 2026. Wer hier über „günstig“ oder „teuer“ spricht, sollte dazusagen, an welchem Tag.

Und die Bilanz? Die ist das Beste an dieser Geschichte

Bei allem Kritischen gehört die andere Seite genauso deutlich hierher. thyssenkrupp hat keine Bilanzkrise. Zum 31. März 2026 standen 10.284 Millionen Euro Eigenkapital in den Büchern, die Eigenkapitalquote lag bei 36 Prozent, und der Konzern hatte netto mehr Finanzvermögen als Finanzschulden: ein Netto-Finanzguthaben von 2.758 Millionen Euro. Die verfügbare Liquidität — flüssige Mittel plus freie zugesagte Kreditlinien — betrug 4,6 Milliarden Euro; vom Commercial-Paper-Programm über 3,0 Milliarden Euro waren gerade 64 Millionen in Anspruch genommen. Und der Zwischenbericht formuliert im Risikokapitel unmissverständlich:

„Aus heutiger Sicht liegen unverändert keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden.“

— thyssenkrupp AG, Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026, Abschnitt „Risiken“

Markierter Ausschnitt aus dem thyssenkrupp-Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2025/2026, Risikokapitel: Aus heutiger Sicht liegen unverändert keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden.
Die markierte Stelle im Original: kein Hinweis auf eine Bestandsgefährdung im Zwischenbericht. Quelle: Zwischenbericht 1. Halbjahr 2025/2026 (thyssenkrupp.com), Hervorhebung von uns. Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Das ist der Grund, warum dieser Titel bei allen offenen Fragen kein Substanzfall ist. Eine Firma mit 36 Prozent Eigenkapitalquote und Netto-Finanzguthaben hat Zeit — und Zeit ist bei einem Konzernumbau die knappste Währung.

Und die künstliche Intelligenz?

thyssenkrupp verkauft keine KI-Produkte und weist keinen KI-Umsatz aus. Der Geschäftsbericht 2024/2025 nennt künstliche Intelligenz im Chancenkapitel bemerkenswert vorsichtig: Chancen könnten sich „durch den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) ergeben, die heute noch nicht abschließend einschätzbar sind“ — genannt werden optimierte Logistik- und Produktionsprozesse. In der Pressemitteilung zum zweiten Quartal vom 12. Mai 2026 steht dann bereits eine laufende Anwendung: Der Werkstoffhandel hat über die Tochter Pacemaker „eine neue KI-gestützte Anwendung für das Bestandsmanagement auf den Markt gebracht, um bei Nachfrageschwankungen die Verfügbarkeit von Produkten sicherzustellen und Lagerkosten zu senken“. Konkreter wurde es danach: Am 25. Juni 2026 vereinbarte der Konzern eine strategische Allianz mit GlobalLogic (Hitachi-Gruppe) zum Einsatz „physischer KI“ — autonome Inspektionsdrohnen und „Robocams“ in gefährlichen Produktionsbereichen, dazu eine Datenplattform, die Fertigungsdaten mit Geschäftsdaten verknüpft. Und tk accelis nannte am 20. Juli 2026 als eine von drei Mittelfristprioritäten, dass man Prozesse digitalisiere und „KI zur Effizienzsteigerung“ einsetze. In unserer Systematik ist thyssenkrupp damit ein KI-Nutzer, kein KI-Verkäufer: Die Technik senkt Kosten und erhöht die Sicherheit, sie ist aber nicht das Produkt.

Chancen und Risiken auf einen Blick

Chancen

  • Das Bereinigte EBIT stieg im ersten Halbjahr 2025/2026 um 95 Prozent auf 409 Millionen Euro; alle Segmente außer Decarbon Technologies und Marine Systems steigerten ihren Beitrag. Steel Europe kam von minus 23 auf plus 84 Millionen Euro im zweiten Quartal.
  • Die Bilanz trägt: 36 Prozent Eigenkapitalquote, 2.758 Millionen Euro Netto-Finanzguthaben und 4,6 Milliarden Euro verfügbare Liquidität zum 31. März 2026.
  • Der Umbau produziert überprüfbare Ergebnisse statt Ankündigungen: TKMS notiert seit dem 20. Oktober 2025 eigenständig, HKM ist seit dem 9. Juli 2026 verkauft, Automation Engineering seit dem 31. März 2026, und tk accelis steht am 7. August 2026 zur Abstimmung.
  • Die Aktie notiert unter Buchwert (rund 0,86 zum 5. August 2026) und mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 0,24 — wer an das Gelingen des Umbaus glaubt, zahlt für die Substanz keinen Aufschlag.
  • Marine Systems liefert Rückenwind aus dem europäischen Verteidigungszyklus: über 20 Milliarden Euro Auftragsbestand zum 31. März 2026 und die Auswahl als bevorzugter Lieferant im kanadischen U-Boot-Programm am 7. Juli 2026.
  • Die verbliebenen 16,2 Prozent an der TK Elevator dürften sich nach der Kone-Einigung vom 29. April 2026 um rund eine Milliarde Euro aufwerten (Zeitwert 31. März 2026: 1,0 Milliarden Euro) — ein Zufluss wird daraus allerdings erst mit dem Vollzug, den der Erwerber in 12 bis 18 Monaten erwartet.

Risiken

  • Der Free Cashflow vor M&A lag nach sechs Monaten bei minus 1.827 Millionen Euro. Um die eigene Jahresprognose von minus 600 bis minus 300 Millionen zu erreichen, müssen im zweiten Halbjahr rund 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro hereinkommen.
  • thyssenkrupp erwartet für das Geschäftsjahr 2025/2026 selbst einen Jahresfehlbetrag von 400 bis 800 Millionen Euro sowie einen ROCE zwischen minus 4 und 0 Prozent — der Konzern verdient seine Kapitalkosten nicht.
  • Restrukturierungsaufwand ist Dauerzustand: 1.609 Millionen Euro Sondereffekte im Geschäftsjahr 2023/2024, 564 Millionen 2024/2025, 583 Millionen allein im ersten Halbjahr 2025/2026.
  • Die Ratings liegen mit BB (Standard & Poor's) und Ba3 (Moody's) unter Investment Grade — Fremdkapital ist für diesen Konzern teuer.
  • Der Zuschnitt ändert sich laufend. Jede Abspaltung verkleinert das, was in der Holding bleibt; die Vergleichbarkeit der eigenen Zahlenreihe leidet, und die Erlöse aus Abspaltungen fließen den Aktionären als Aktien zu, nicht dem Konzern als Geld.
  • Steel Europe hängt an Stahlpreisen, Energiekosten und Handelspolitik — drei Größen, die thyssenkrupp nicht steuert. Der Bau der Direktreduktionsanlage in Duisburg läuft trotz „regulatorischer Unsicherheiten“ weiter.

Ein menschliches Fazit

Die Sternchen-Falle vom Anfang ist bei thyssenkrupp keine Marotte der Pressestelle, sondern das Wesen dieser Aktie. Beide Zahlen sind wahr. Das Bereinigte EBIT von 409 Millionen Euro zeigt, was der Konzern im Tagesgeschäft verdient, wenn man den Umbau ausklammert. Das ausgewiesene EBIT von minus 174 Millionen Euro zeigt, was übrig bleibt, wenn man ihn nicht ausklammert. Und der Free Cashflow von minus 1.827 Millionen Euro zeigt, was auf dem Konto passiert ist — die einzige Zahl, die sich nicht bereinigen lässt.

Was du daraus machst, hängt an einer einzigen Frage: Glaubst du, dass der Umbau irgendwann fertig ist? Wenn ja, dann sind die Sondereffekte tatsächlich Übergang, und in ein paar Jahren steht die bereinigte neben der echten Zahl. Wenn nein, dann kaufst du ein Unternehmen, das seit Jahren dieselbe Ausnahme meldet. Die Bilanz gibt thyssenkrupp Zeit, diese Frage zu beantworten — Zeit ist aber kein Ergebnis. Der nächste Beleg kommt am 13. August 2026 mit den Neunmonatszahlen, und dann am 8. Dezember 2026 mit dem Geschäftsbericht.

Wir sagen dir hier nicht, ob du kaufen sollst. Wir sagen dir nur: Lies beide Zahlen, nicht eine. Was du daraus machst, ist deine Entscheidung. Und das ist auch gut so.

Quellen

Transparenz & Disclaimer: Diese Analyse ist eine journalistische Einordnung öffentlich zugänglicher Informationen und keine Anlageberatung, keine Finanzanalyse im aufsichtsrechtlichen Sinn und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Aktien-Investments sind mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Alle Angaben ohne Gewähr; der Stichtag jeder Zahl steht im Text, der Gesamtstand dieser Fassung ist der 6. August 2026. Der jüngste ausgewertete Periodenbericht ist der Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2025/2026 vom 12. Mai 2026; die Neunmonatszahlen am 13. August 2026 können die hier genannten Werte fortschreiben oder korrigieren. Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Position in thyssenkrupp-Aktien.

Die Kennzahlen im Überblick

Alle Geldbeträge in Millionen €, Gewinn je Aktie wie berichtet.

Die Kennzahlen im Überblick
Kennzahl 2021 2022 2023 2024 2025
Umsatz 34.016,0 41.140,0 37.535,0 35.041,0 32.837,0
Betriebsergebnis (EBIT) 234,0 1.196,0 -1.457,0 -1.070,0 -594,0
Nettogewinn -19,0 1.136,0 -2.072,0 -1.506,0 465,0
Nettomarge -0,1 % 2,8 % -5,5 % -4,3 % 1,4 %
Gewinn je Aktie -0,03 € 1,82 € -3,33 € -2,42 € 0,75 €

Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)

Unser Fazit auf einen Blick

Operative Entwicklung positiv
Das Bereinigte EBIT stieg im ersten Halbjahr 2025/2026 um 95 Prozent auf 409 Millionen Euro, im zweiten Quartal von 19 auf 198 Millionen. Alle Segmente außer Decarbon Technologies und Marine Systems steigerten ihren Beitrag; Steel Europe drehte im zweiten Quartal von minus 23 auf plus 84 Millionen Euro Bereinigtes EBIT.
Ergebnisqualität negativ
Das ausgewiesene EBIT lag im ersten Halbjahr 2025/2026 bei minus 174 Millionen Euro; 583 Millionen Euro Sondereffekte trennen es vom bereinigten Wert. Der Jahresüberschuss 2024/2025 von 532 Millionen Euro beruhte überwiegend auf 902 Millionen Euro Bewertungsertrag aus der Elevator-Beteiligung, während das EBIT nur 76 Millionen Euro betrug.
Cashflow negativ
Der Free Cashflow vor M&A lag nach sechs Monaten bei minus 1.827 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum minus 589 Millionen). Zur bestätigten Jahresprognose von minus 600 bis minus 300 Millionen Euro fehlen damit rund 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro, die im zweiten Halbjahr hereinkommen müssten.
Bilanz und Finanzierung positiv
Zum 31. März 2026 standen 10.284 Millionen Euro Eigenkapital und eine Eigenkapitalquote von 36 Prozent in den Büchern, dazu ein Netto-Finanzguthaben von 2.758 Millionen Euro und 4,6 Milliarden Euro verfügbare Liquidität. Der Zwischenbericht nennt ausdrücklich keine bestandsgefährdenden Risiken; die Ratings BB und Ba3 liegen aber unter Investment Grade.
Konzernumbau neutral
ACES 2030 liefert überprüfbare Schritte: TKMS notiert seit dem 20. Oktober 2025 eigenständig (51 Prozent gehalten), Automation Engineering wurde am 31. März 2026 verkauft, HKM am 9. Juli 2026 vollzogen, und über tk accelis stimmt eine außerordentliche Hauptversammlung am 7. August 2026 ab. Gleichzeitig ändert sich der Zuschnitt so schnell, dass die eigene Zahlenreihe kaum vergleichbar bleibt.
Bewertung neutral
Zum Kurs von 12,60 Euro (Xetra, 5. August 2026) liegt der Börsenwert bei rund 7,8 Milliarden Euro — ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 0,24 und rund 0,86 des Buchwerts. Ein tragfähiges Kurs-Gewinn-Verhältnis existiert nicht: Der Gewinn 2024/2025 war überwiegend ein Bewertungsertrag, und für 2025/2026 erwartet das Unternehmen selbst einen Fehlbetrag von 400 bis 800 Millionen Euro.

thyssenkrupp zeigt operativ Fortschritte: Das Bereinigte EBIT stieg im ersten Halbjahr 2025/2026 um 95 Prozent auf 409 Millionen Euro, und der Umbau zur Finanzholding liefert überprüfbare Schritte statt Ankündigungen. Im selben Abschluss stehen aber ein EBIT von minus 174 Millionen Euro, ein Periodenfehlbetrag von 345 Millionen und ein Free Cashflow vor M&A von minus 1.827 Millionen Euro — bei einer Jahresprognose von minus 600 bis minus 300 Millionen. Die Bilanz mit 36 Prozent Eigenkapitalquote und 2,8 Milliarden Euro Netto-Finanzguthaben gibt dem Konzern Zeit, diese Lücke zu schließen. Keine Anlageberatung.

Was unsere Einordnung bedeutet

Offene Fragen

Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.

Gelb steht hier nicht wegen einer Existenzfrage. Die Bilanz zum 31. März 2026 ist belastbar: 10.284 Millionen Euro Eigenkapital, 36 Prozent Eigenkapitalquote, ein Netto-Finanzguthaben von 2.758 Millionen Euro, 4,6 Milliarden Euro verfügbare Liquidität, ein kaum genutztes Commercial-Paper-Programm und der ausdrückliche Satz im Zwischenbericht, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. Auch operativ geht es aufwärts: Bereinigtes EBIT plus 95 Prozent im Halbjahr, Steel Europe und Materials Services deutlich besser, der Umbau zur Finanzholding mit TKMS, HKM und tk accelis in sichtbaren Schritten. Gelb steht, weil zwei operative Fragen offen bleiben. Erstens die Ergebnisqualität: Zwischen dem bereinigten und dem ausgewiesenen EBIT liegen im ersten Halbjahr 583 Millionen Euro, und der Gewinn des Vorjahres kam mit 902 Millionen Euro Bewertungsertrag aus einer Beteiligung, nicht aus dem Geschäft — bei einem EBIT von 76 Millionen Euro. Zweitens die Kasse: minus 1.827 Millionen Euro Free Cashflow vor M&A nach sechs Monaten gegen eine Jahresprognose von minus 600 bis minus 300 Millionen; das verlangt einen Umschwung von 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro, den das erste Halbjahr nicht vorweggenommen hat. Dass die Aktie zum 5. August 2026 unter Buchwert notiert, färbt diese Ampel nicht — das ist eine Preisfrage, keine Qualitätsfrage. Der nächste überprüfbare Zwischenstand sind die Neunmonatszahlen am 13. August 2026.

Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt auf Basis öffentlicher Quellen — keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Deine persönlichen Umstände (Anlageziele, Risikotragfähigkeit, Steuern) können dabei nicht berücksichtigt werden. Was unsere Stufen bedeuten, wie Urteile entstehen und welche Interessenkonflikte bestehen →

Bitte beachten

  • Aufhänger: thyssenkrupp stand am 6. August 2026 weit oben in den Ranglisten der meistdiskutierten Werte im Forum von wallstreet-online — ein Aufmerksamkeitssignal, kein Kaufargument.
  • Abweichendes Geschäftsjahr: 1. Oktober bis 30. September. Das Geschäftsjahr 2025/2026 endet am 30. September 2026; „1. Halbjahr 2025/2026“ bedeutet 1. Oktober 2025 bis 31. März 2026, „2. Quartal“ die Monate Januar bis März 2026. Wer thyssenkrupp mit Kalenderjahr-Unternehmen vergleicht, vergleicht unterschiedliche Zeiträume.
  • Datenstand 6. August 2026. Jüngster ausgewerteter Periodenbericht ist der Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2025/2026 vom 12. Mai 2026; die Neunmonatszahlen erscheinen am 13. August 2026, der Geschäftsbericht 2025/2026 am 8. Dezember 2026.
  • thyssenkrupp ist kein SEC-Filer: kein 10-K, kein 10-Q, keine EDGAR-Kennung (Suche nach TKA und TKAMY ohne Fundstelle). Alle Belege stammen aus dem Geschäftsbericht 2024/2025, dem Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2025/2026 und den Pressemitteilungen des Unternehmens. Weil die Berichte auf Deutsch erscheinen, stehen die Zitate im Original ohne Übersetzung.
  • Verwechslungsgefahr: Das Kürzel TKA.DE ist eine Kurzschreibweise für „thyssenkrupp, notiert in Deutschland“ — kein amtlicher Börsenplatz-Code. Ebenfalls leicht zu verwechseln sind die drei börsennotierten Gesellschaften der Gruppe: thyssenkrupp AG (TKA), TKMS AG & Co. KGaA (seit 20.10.2025) und thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA. Der geplante vierte Börsengang betrifft tk accelis, den bisherigen Bereich Materials Services.
  • Ereignis nach dem Bilanzstichtag: Am 29. April 2026 einigten sich Kone und die TK-Elevator-Eigentümer Advent/Cinven auf den Verkauf der TK Elevator an Kone. thyssenkrupp hält daran indirekt noch 16,2 Prozent; der Zwischenbericht erwartet daraus einen Aufwertungseffekt von rund 1 Milliarde Euro auf die Stammaktien (Zeitwert 31. März 2026: 1,0 Milliarden Euro) — ein Bewertungs-, kein Zahlungseffekt. Der Vollzug wird vom Erwerber in 12 bis 18 Monaten erwartet.
  • Die Rechnung „1,2 bis 1,5 Milliarden Euro fehlen“ ist eine eigene Ableitung: Jahresprognose Free Cashflow vor M&A (minus 600 bis minus 300 Mio. €) abzüglich des Halbjahresstands (minus 1.827 Mio. €). Ab dem Geschäftsjahr 2025/2026 fließen Leasingzahlungen anders in diese Kennzahl ein als zuvor; die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

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Aktien-Wächter

Diese Analyse ist Stand 6. August 2026. Was sich seitdem bei TKA.DE geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.

Später 0,99 € im Monat je Aktie — die Vormerkung ist kostenlos, und als Vormerker erfährst Du als Erster vom Start.

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Wir schicken Dir diese Analyse als PDF — zum Ausdrucken, Ablegen und in Ruhe Nachlesen. Und wir merken Dich zugleich kostenlos für den Aktien-Wächter zu thyssenkrupp AG (TKA.DE) vor: Damit erfährst Du, wenn sich an dieser Analyse etwas Wesentliches ändert.

Wir bestätigen Deine Adresse zuerst per Mail (Double-Opt-in). Du kannst Dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden.

Häufige Fragen

thyssenkrupp AG mit Sitz in Duisburg und Essen ist ein Industrie- und Technologiekonzern mit fünf Segmenten: Automotive Technology (Autozulieferung), Decarbon Technologies (Anlagenbau, Großwälzlager, Wasserelektrolyse), Materials Services (Werkstoffhandel, seit Juli 2026 als tk accelis), Steel Europe (Flachstahl) und Marine Systems (U-Boote und Marineschiffe von TKMS). Zum 31. März 2026 arbeiteten dort 90.916 Menschen.

Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Oktober bis zum 30. September. Das Geschäftsjahr 2025/2026 endet also am 30. September 2026. Das erste Halbjahr 2025/2026 umfasst den 1. Oktober 2025 bis 31. März 2026, das zweite Quartal die Monate Januar bis März 2026. Der Zwischenbericht für neun Monate erscheint am 13. August 2026, der Geschäftsbericht am 8. Dezember 2026.

Der Umsatz sank um 5 Prozent auf 15.566 Millionen Euro, der Auftragseingang um 11 Prozent auf 18.323 Millionen. Das Bereinigte EBIT stieg um 95 Prozent auf 409 Millionen Euro, das ausgewiesene EBIT fiel auf minus 174 Millionen. Unter dem Strich stand ein Periodenfehlbetrag von 345 Millionen Euro und ein Ergebnis je Aktie von minus 0,57 Euro (Stichtag 31. März 2026).

Weil thyssenkrupp Restrukturierungen, Wertminderungen, Verkaufsgewinne und CO2-Termingeschäfte herausrechnet. Im ersten Halbjahr 2025/2026 belasteten Sondereffekte von 583 Millionen Euro das EBIT, davon 472 Millionen Restrukturierungsaufwand (Steel Europe allein 385 Millionen). Die Bereinigung ist offengelegt und definiert — die Kosten sind trotzdem entstanden.

Der Free Cashflow vor M&A lag im ersten Halbjahr 2025/2026 bei minus 1.827 Millionen Euro. Hauptgründe: Im Vorjahreszeitraum floss eine hohe Kundenanzahlung für vier U-Boote zu, die diesmal fehlte, und Vorräte sowie Forderungen banden zusätzlich Mittel. Die Zahlungsmittel fielen von 5.725 auf 3.549 Millionen Euro, das Netto-Finanzguthaben von 4,9 auf 2,8 Milliarden Euro.

Ja. Die am 12. Mai 2026 bestätigte Prognose nennt einen Jahresüberschuss zwischen minus 800 und minus 400 Millionen Euro, ein Bereinigtes EBIT von 500 bis 900 Millionen Euro, einen Free Cashflow vor M&A von minus 600 bis minus 300 Millionen Euro und einen ROCE zwischen minus 4 und 0 Prozent. Der Umsatz soll um 3 Prozent sinken bis stagnieren.

Beide sind Teile des Umbaus zur Finanzholding. Die Marinesparte TKMS ist seit dem 20. Oktober 2025 eigenständig börsennotiert und seit dem 22. Dezember 2025 im MDAX; thyssenkrupp hält 51 Prozent. Über die Abspaltung eines Minderheitsanteils am Werkstoffhändler tk accelis (bisher Materials Services) stimmt eine außerordentliche Hauptversammlung am 7. August 2026 ab, die Börsennotierung ist für 2026 geplant.

thyssenkrupp notiert im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und ist kein US-Meldeunternehmen — es gibt kein 10-K, kein 10-Q und keine SEC-Registrierung. Pflicht sind ein testierter IFRS-Jahresabschluss, ein Halbjahresbericht und Quartalsmitteilungen. Diese Analyse stützt sich auf den Geschäftsbericht 2024/2025 und den Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2025/2026 vom 12. Mai 2026.

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