FuboTV hat Disney im Rücken — und genau darin liegt der Haken für Kleinaktionäre
Seit der Fusion mit Hulu + Live TV setzt FuboTV rund 1,5 Milliarden US-Dollar pro Quartal um und gehört zum Disney-Reich. Doch 72 Prozent dieses Umsatzes sind eine Gebühr, die Hulu knapp unter den eigenen Programmkosten zahlt, 70 Prozent der Stimmen liegen bei Disney, und der Firmenwert von 2,6 Milliarden Dollar hatte im März 2026 nur 3,6 Prozent Luft. Ein großer Name ist eben noch kein großer Anteil für dich.
Stand heute
Stand: 30. Oktober 2026
- Schlusskurs
- 7,60 $ -4,30 %
- Marktkapitalisierung
- 0,2 Mrd. $
- KGV
- 2,5
- Wachstums-Score
- 2/10
- AAQS
- 3/10
Kursentwicklung seit 30. Oktober 2026: -0,3 %
Diese Analyse hat einen Stichtag. Der Aktien-Wächter meldet sich, wenn sich an den Zahlen etwas Wesentliches ändert. Zur kostenlosen Vormerkung
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
52-Wochen-Spanne: 1,10 $ bis 13,80 $ · Letzter Kurs: 7,60 $ (Stand: 30. Oktober 2026)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.
Es gibt eine Anleger-Falle, die besonders dann zuschnappt, wenn ein berühmter Name im Spiel ist. Psychologen nennen sie den Halo-Effekt, den Heiligenschein-Effekt: Ein einziges glänzendes Merkmal färbt auf alles andere ab. Steht „Disney“ auf dem Etikett, fühlt sich eine Aktie sicherer an, solider, irgendwie erwachsen. FuboTV (NYSE: FUBO) trägt dieses Etikett seit dem 29. Oktober 2025. An diesem Tag legte Disney sein Streaming-Fernsehen „Hulu + Live TV“ mit FuboTV zusammen und bekam dafür die Mehrheit. Wer die Aktie an diesem Tag kaufte, zahlte umgerechnet 44,28 US-Dollar. Ein Jahr später, am 30. Oktober 2026, waren es 7,62 Dollar. Bevor du dich vom Heiligenschein blenden lässt, lesen wir gemeinsam, was in den Berichten an die US-Börsenaufsicht SEC steht — und rechnen nach, wie viel vom großen Namen bei dir ankommt. Am Ende entscheidest du selbst.
Was FuboTV eigentlich macht — Kabelfernsehen ohne Kabel
FuboTV verkauft Fernsehen über das Internet. Statt eines Kabelanschlusses bekommst du ein Abo mit Live-Sendern — Sport, Nachrichten, Unterhaltung — auf Smart-TV, Handy oder Tablet. In der Branche heißt so etwas „virtueller Kabelanbieter“. Fubo kam vom Sport — das Firmenmotto im Geschäftsbericht für 2024 lautet „come for the sports, stay for the entertainment“, also: wegen des Sports kommen, wegen der Unterhaltung bleiben. Die börsennotierte Gesellschaft hieß bis August 2020 FaceBank Group. Nach der Fusion mit Hulu + Live TV nennt sie sich laut eigener Ergebnismitteilung, gestützt auf Schätzungen der Bank UBS, den sechstgrößten Pay-TV-Anbieter der USA. Zum 30. Juni 2026 zählte FuboTV in Nordamerika 5,75 Millionen zahlende Abonnenten, ein Jahr zuvor waren es (rechnerisch zusammengelegt) 5,63 Millionen. Dazu kommen 356.000 Abonnenten in Frankreich und Spanien.
Seit der Fusion hat das Geschäft zwei sehr unterschiedliche Hälften. Die erste sind die Fubo-Dienste: Hier verkauft FuboTV die Abos selbst, setzt die Preise und trägt die Kosten. Die zweite ist Hulu + Live TV: Diesen Dienst verkauft weiterhin Hulu, eine Disney-Tochter, auf der Hulu-Plattform. Hulu kassiert die Abo-Gebühren, macht das Marketing, verkauft die Werbung — und zahlt FuboTV dafür eine Großhandelsgebühr. FuboTV wiederum kauft die Sender ein. Übersetzt: Bei Hulu + Live TV ist FuboTV eher der Einkäufer im Hinterzimmer als der Ladenbesitzer.
Wie ein Plattform-Geschäft rund ums Streaming funktioniert, zeigt zum Vergleich unsere Roku-Analyse; was die Sender-Seite verdient, steht in der Analyse von Fox Corporation, deren Sport-Übertragungen auch bei FuboTV laufen. Für FuboTV ist das Spannungsfeld dieser Analyse damit benannt: Disney macht FuboTV groß — mit Kunden, Werbung, günstigem Kredit und Milliardenumsatz. Und Disney macht FuboTV für dich klein — mit einer Gebühr knapp unter den Kosten, 70 Prozent der Stimmen und dem letzten Wort bei allem, was zählt.
Die Firmengeschichte für Anleger
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2020
Aus FaceBank Group wird fuboTV
Im August 2020 nimmt die frühere FaceBank Group den Namen fuboTV an. Es folgen Jahre mit starkem Wachstum und hohen Verlusten — 2022 allein 561,5 Mio. US-Dollar.
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2025
Fusionsvertrag mit Disney
Am 06.01.2025 vereinbaren FuboTV, Disney und Hulu die Zusammenlegung mit Hulu + Live TV. Ein Vergleich im Kartellstreit bringt 2025 einen Gewinn von 219,5 Mio. US-Dollar.
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2025
Vollzug: Hulu übernimmt die Mehrheit
Am 29.10.2025 wird die Fusion vollzogen. Hulu erhält 70 % der Stimmen; die Aktie schließt bei umgerechnet 44,28 US-Dollar. Für Altaktionäre beginnt das Leben als Minderheit.
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2026
Zusammenlegung 1:12
Ab 24.03.2026 wird die Aktie nach der Zusammenlegung von zwölf zu einer gehandelt — genehmigt allein durch Hulu. Der Kurs lag Ende März bei 9,46 US-Dollar.
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2026
Disney-Managerin an der Spitze
Seit 10.07.2026 führt Alisa Bowen, zuvor Präsidentin von Disney+, das Unternehmen. Mitgründer David Gandler geht. Ein Strategie-Update ist für November 2026 angekündigt.
Wie die Aktie auf unseren Tisch kam
Auf unsere Rechercheliste kam FuboTV über den hauseigenen Reddit-Hype-Scanner, der Aktien erfasst, über die in Anlegerforen gesprochen wird; er meldete den Titel am 29. Oktober 2026. Spannender war, wo FuboTV sonst noch auftauchte. Am 31. Oktober 2026 stand die Aktie in unserem KUV-Ranking, das besonders niedrig bewertete Aktien gemessen am Umsatz sucht, im KGV-Ranking, beim Beneish-M-Score (einem Prüfraster für auffällige Bilanzmuster), im Insolvenzgefahr-Radar und in der Parabel-Umkehr. Billig, verdächtig und gefährdet zugleich — dieses Bündel verlangt einen genauen Blick.
Den liefern die Zahlen. In unseren Fundamentaldaten steht ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 0,04: Die Börse bewertet FuboTV mit vier Cent je Dollar Jahresumsatz. Der Grund: Der Datensatz rechnet nur mit den 30,2 Millionen Class-A-Aktien, die an der Börse gehandelt werden — gut 0,23 Milliarden Dollar Börsenwert bei 7,62 Dollar —, aber mit dem vollen Konzernumsatz von 5,7 Milliarden in vier Quartalen. Die 79,0 Millionen Anteile von Hulu, die in Class-A-Aktien tauschbar sind, fehlen in dieser Rechnung. Und der Beneish-M-Score reagiert auf sprunghaft steigende Umsätze und Forderungen — genau das bringt eine Fusion mit sich, bei der ein anderes Unternehmen die Zahlenreihe übernimmt. Merke dir: Ein Scanner-Treffer ist eine Frage, keine Antwort.
Zehn Analysten geben in unseren Fundamentaldaten eine Einschätzung ab: fünf raten zum starken Kauf, drei zum Kauf, zwei zum Halten; ihr durchschnittliches Kursziel liegt bei 17 US-Dollar (Datenstand 31. Oktober 2026). Durchschnitt heißt hier: alle Kursziele zusammengezählt und gleichmäßig verteilt — ein einzelnes sehr hohes Ziel zieht den Wert spürbar nach oben. Das sind Einschätzungen Dritter, keine Prognose von Börsenlotse, und wir machen sie uns nicht zu eigen. Auf der anderen Seite stehen die Leerverkäufer, die auf fallende Kurse setzen: Laut Fundamentaldaten waren rund 23 Prozent der frei handelbaren Aktien leerverkauft. Ausgewertet haben wir den Geschäftsbericht (10-K) für 2024, die Quartalsberichte (10-Q) bis zum 30. Juni 2026, die Jahresabschlüsse des Hulu-Live-Geschäfts und die Meldungen bis zum 31. Oktober 2026. Mitschriften der Analystenkonferenzen haben wir nicht ausgewertet; stattdessen den Aktionärsbrief vom 5. August 2026.
Die Zahlen über die Jahre — ehrlich gewürdigt
Zuerst eine Warnung zur Zahlenreihe, denn sie ist ungewöhnlich. Buchhalterisch hat bei der Fusion nicht FuboTV das Hulu-Live-Geschäft gekauft, sondern umgekehrt. Deshalb zeigen die Berichte als „Vorjahr“ die Zahlen von Hulu + Live TV, nicht die der alten FuboTV. Zugleich wechselte das Geschäftsjahr: Es endet seit der Fusion am 30. September, wie bei Disney. Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 umfasst also April bis Juni 2026. Wir halten beide Linien sauber getrennt.
Die alte FuboTV wuchs kräftig und verlor dabei Geld. Laut Geschäftsbericht stieg ihr Umsatz von 1.008,7 Millionen US-Dollar (2022) über 1.368,2 Millionen (2023) auf 1.622,8 Millionen (2024); der den Aktionären zurechenbare Verlust schrumpfte von 561,5 über 287,5 auf 172,3 Millionen. In den ersten neun Monaten 2025 stand sogar ein Gewinn von 161,6 Millionen — aber nur dank eines Vergleichs in einem Kartellstreit, der 219,5 Millionen einbrachte. Das Hulu-Live-Geschäft war noch größer und ebenfalls im Minus: Im Geschäftsjahr bis 27. September 2025 setzte es 4.413,0 Millionen um und verlor 156,3 Millionen, im Jahr davor 159,1 Millionen.
Und nun das, was beeindruckt: Zusammen ist FuboTV ein Schwergewicht. Im Quartal April bis Juni 2026 lag der Umsatz bei 1.481,7 Millionen Dollar, in den neun Monaten seit Oktober 2025 bei 4.604,3 Millionen. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen, eine Kennzahl ohne Sondereffekte, die das Unternehmen selbst berechnet, war in jedem Quartal positiv: 41,4 Millionen (Oktober bis Dezember 2025, teils pro forma), 37,7 Millionen und 19,1 Millionen. Das Werbegeschäft brachte im dritten Quartal 108,9 Millionen, und die Fußball-WM 2026 lieferte laut Aktionärsbrief dreimal so viel Werbeumsatz wie die WM 2022. Und in den Pflichtberichten steht kein Zweifel am Fortbestand — im Gegenteil:
„We believe our existing cash and cash equivalents will provide us with the necessary liquidity to continue as a going concern for at least the next twelve months.“
Übersetzung: „Wir gehen davon aus, dass unsere vorhandenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente uns die nötige Liquidität verschaffen, um die Unternehmenstätigkeit mindestens in den nächsten zwölf Monaten fortzuführen.“
— FuboTV Inc., SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 30. Juni 2026, Item 2 „Liquidity and Capital Resources“
Die Kehrseite zeigt das Diagramm. Von jedem Dollar Umsatz blieben im dritten Quartal nur gut sieben Cent Rohertrag — der Rest ging an die Sender für Programmrechte, 547,8 Millionen davon an Disney-Firmen selbst. Unterm Strich standen ein Betriebsverlust von 26,6 Millionen und ein Nettoverlust von 25,7 Millionen; den Inhabern der Class-A-Aktien sind davon 8,2 Millionen zuzurechnen, 25 Cent je Aktie. Und das Geld floss: In den neun Monaten bis Juni 2026 lag der operative Mittelabfluss bei 417,1 Millionen Dollar. Der größte Teil steckt in einer einzigen Forderung — 501,3 Millionen, die Hulu FuboTV zum 30. Juni schuldete, mehr als das Doppelte der Kasse von 230,3 Millionen. Im dritten Quartal floss operativ nur noch 4,7 Millionen ab. Merke dir: Ein großer Umsatz ist nur so viel wert wie das, was nach den Einkaufskosten übrig bleibt.
Was in den Berichten steht — die unbequemen Wahrheiten
Unbequeme Wahrheit Nr. 1: Der Milliardenumsatz ist zum größten Teil ein Durchlaufposten
Im dritten Quartal kamen 1.067,9 von 1.481,7 Millionen Dollar Umsatz von einem einzigen Zahler: Hulu. Das sind 72 Prozent, über neun Monate sogar knapp 73 Prozent. Wie diese Gebühr berechnet wird, steht im Quartalsbericht:
„Pursuant to our Commercial Agreement with Hulu, for the Hulu Live Service, the Company receives a wholesale fee from Hulu initially equal to 95% of carriage fee expenses incurred by the Hulu Live Business for calendar years 2025 and 2026, escalating to 97.5% in calendar year 2027 and 99% in calendar year 2028 and thereafter.“
Übersetzung: „Gemäß unserer Geschäftsvereinbarung mit Hulu erhält das Unternehmen für den Dienst Hulu Live von Hulu eine Großhandelsgebühr, die anfangs 95 % der Einspeisegebühren entspricht, die dem Hulu-Live-Geschäft in den Kalenderjahren 2025 und 2026 entstehen, und die auf 97,5 % im Kalenderjahr 2027 und auf 99 % ab dem Kalenderjahr 2028 steigt.“
— FuboTV Inc., SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 30. Juni 2026, Item 2 „Components of Results of Operations“
Lies den Satz langsam. Hulu erstattet FuboTV die Kosten für die Sender von Hulu + Live TV — aber eben nur zu 95 Prozent. Übersetzt: Auf dem Hulu-Live-Teil zahlt FuboTV bei jedem Dollar Programmkosten fünf Cent drauf, bevor überhaupt Personal, Technik oder Zinsen bezahlt sind. Verdienen kann FuboTV dort nur über einen Anteil an den Werbeerlösen und darüber, die Sender günstiger einzukaufen. Ab 2027 steigt die Quote auf 97,5 Prozent, ab 2028 auf 99 Prozent — das verbessert die Lage, macht aus dem Geschäft aber keinen großen Gewinnbringer. Der Vertrag läuft fünf Jahre und verlängert sich nur, wenn beide Seiten zustimmen. Hulu verkauft die Abos, setzt die Preise, macht die Werbung; laut Quartalsbericht ist das Hulu-Live-Geschäft „für bestimmte zentrale operative Aspekte“ auf Hulu angewiesen. Merke dir: Wer an der Kasse eines anderen steht, verdient, was der andere ihm lässt.
Unbequeme Wahrheit Nr. 2: Du kaufst eine Minderheit — Disney hat das letzte Wort
Die Aktie, die du an der Börse kaufen kannst, ist eine Class-A-Aktie. Daneben gibt es 78,99 Millionen Class-B-Aktien, die nur Stimmrecht tragen — und die gehören Hulu. Was das bedeutet, schreibt FuboTV in den Risikofaktoren:
„Hulu (and Disney, through its indirect ownership of Hulu) collectively owns and controls 70% of the voting interest (calculated on a fully diluted basis) in our business through its ownership of the Class B Common Stock issued in the Share Issuance.“
Übersetzung: „Hulu (und Disney über seine mittelbare Beteiligung an Hulu) besitzt und kontrolliert über die bei der Aktienausgabe ausgegebenen Class-B-Aktien zusammen 70 % der Stimmrechte (voll verwässert gerechnet) an unserem Unternehmen.“
— FuboTV Inc., SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 30. Juni 2026, Part II, Item 1A „Risk Factors“
Wie das im Alltag aussieht, zeigen die Meldungen von 2026. Die Zusammenlegung von zwölf Aktien zu einer im März 2026 genehmigte Hulu allein per schriftlicher Zustimmung, eine Abstimmung der übrigen Aktionäre war nicht nötig. Im Juli 2026 ersetzte die Disney-Managerin Alisa Bowen, bis dahin Präsidentin von Disney+, Mitgründer David Gandler an der Spitze. Die Hauptversammlung vom 28. Juli 2026 stockte den Aktienplan für Mitarbeiter und Vorstand um 7 Millionen Aktien auf — gemessen an 30,2 Millionen Class-A-Aktien fast ein Viertel. Als „kontrolliertes Unternehmen“ im Sinne der NYSE-Regeln darf FuboTV außerdem auf eine Mehrheit unabhängiger Verwaltungsräte verzichten, und tut es laut Bericht auch.
Dazu kommen zwei Geldströme Richtung Mehrheitsaktionär. Erstens: Über eine Vereinbarung zur Steuerersparnis (Tax Receivables Agreement) muss FuboTV einen Teil bestimmter Steuervorteile an Hulu weiterreichen; das Unternehmen selbst rechnet mit möglicherweise „erheblichen“ Zahlungen. Zweitens: Hulu hat sich seine 78.992.518 tauschbaren Aktien im Januar 2026 zum Weiterverkauf registrieren lassen. Übersetzt: Das größte Paket der Firma kann jederzeit an die Börse kommen. Immerhin: Disney lieh FuboTV im Januar 2026 auch 145 Millionen Dollar zu 4,2 Prozent bis 2031, mit denen eine fällige Wandelanleihe zurückgezahlt wurde. Merke dir: Ein starker Mehrheitsaktionär schützt das Unternehmen — nicht automatisch dein Stück davon.
Unbequeme Wahrheit Nr. 3: Der Firmenwert hängt an einem Polster von 3,6 Prozent
Weil buchhalterisch Hulu Live die alte FuboTV gekauft hat, musste der Kaufpreis von 1.347,6 Millionen Dollar auf die Vermögenswerte der alten FuboTV verteilt werden. Was sich keinem Gegenstand zuordnen ließ, wurde Firmenwert — gut 1,3 Milliarden. Zusammen mit dem Firmenwert, den Hulu Live schon vorher in den Büchern hatte, stehen heute 2.614,2 Millionen Dollar in der Bilanz, zwei Drittel der Bilanzsumme. Übersetzt: Firmenwert ist der Aufpreis, den man für Kundenbeziehungen, Marke und Zukunftserwartungen zahlt. Er bleibt nur stehen, solange das Geschäft ihn rechtfertigt. Nach dem Kurssturz musste FuboTV das zum 31. März 2026 prüfen:
„Based on the interim impairment assessment, the Company concluded that the estimated fair value of the reporting unit exceeded its carrying value by approximately 3.6% and the Company concluded no impairment was warranted.“
Übersetzung: „Auf Grundlage des Zwischentests kam das Unternehmen zu dem Schluss, dass der geschätzte beizulegende Zeitwert der Berichtseinheit ihren Buchwert um rund 3,6 % übersteigt, und dass keine Wertminderung erforderlich ist.“
— FuboTV Inc., SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 30. Juni 2026, Item 2 „Critical Accounting Policies and Estimates – Goodwill“
3,6 Prozent sind ein dünnes Polster. Am 31. März 2026 schloss die Aktie bei 9,46 Dollar, am 30. Oktober 2026 bei 7,62 Dollar — rund 19 Prozent tiefer. Das Unternehmen schreibt selbst, ein weiterer Rückgang von Kurs, Börsenwert oder Geschäftsentwicklung könne einen neuen Test und eine Abschreibung auslösen. Der reguläre Jahrestest war am 1. Juli 2026; sein Ergebnis steht im Geschäftsbericht für das am 30. September 2026 beendete Geschäftsjahr, der bis zum 31. Oktober noch nicht vorlag. Eine Abschreibung kostet kein Bargeld. Aber sie würde das Eigenkapital der Aktionäre von 813,4 Millionen spürbar drücken und den Ausweis eines Jahres verhageln. Merke dir: Ein Firmenwert ist eine Erwartung in Bilanzform — und Erwartungen werden an der Börse täglich neu verhandelt.
Bewertung: billig auf dem Bildschirm, teurer im Kleingedruckten
Rechnen wir den Börsenwert sauber. Bei 7,62 US-Dollar (Schlusskurs 30. Oktober 2026) sind die 30.204.277 Class-A-Aktien (Stand 31. Juli 2026) rund 230 Millionen Dollar wert — das ist die Zahl, die viele Datendienste zeigen. Wirtschaftlich gehören aber die 78.992.518 Anteile von Hulu dazu, die jederzeit in Class-A-Aktien tauschbar sind. Zusammen sind das 109,2 Millionen Aktien und rund 832 Millionen Dollar. Der Kurskasten auf dieser Seite zeigt dagegen den jeweils aktuellen Kurs und weicht deshalb von dieser Stichtagsrechnung ab. Rechnet man die Schulden dazu (177,5 Millionen Wandelanleihe, 145 Millionen Disney-Kredit) und die Kasse von 236,4 Millionen ab, ergibt sich ein Unternehmenswert von rund 0,92 Milliarden Dollar.
Gemessen an rund 6,2 Milliarden Dollar Umsatz in den vier Quartalen bis Juni 2026 (die ersten beiden davon pro forma, also so gerechnet, als hätte die Fusion schon bestanden) wirkt das spottbillig: rund 13 Cent Börsenwert je Dollar Umsatz. Aber Umsatz ist hier die falsche Messlatte, weil gut sieben Cent je Dollar als Rohertrag bleiben. Besser passt das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen: In denselben vier Quartalen waren es zusammen rund 102 Millionen Dollar. Der Unternehmenswert entspricht damit etwa dem Neunfachen — keine Schnäppchenbewertung für ein Geschäft ohne Nettogewinn. Für das Geschäftsjahr bis 30. September 2026 erwartet FuboTV 90 bis 100 Millionen; nach 98,2 Millionen in den ersten neun Monaten bleibt rechnerisch für Juli bis September eine Spanne von minus 8,2 bis plus 1,8 Millionen. Im Geschäftsjahr 2028 sollen es mindestens 300 Millionen werden.
Diese 300 Millionen sind der Kern jeder optimistischen Rechnung. Zwei Hebel dafür stehen in den Berichten: die steigende Großhandelsquote (97,5 Prozent ab 2027, 99 Prozent ab 2028) und Einsparungen aus der Zusammenlegung beider Geschäfte, die das Unternehmen unter seinen Zukunftsaussagen führt. Gelingt das, sähe die Bewertung von heute anders aus. Vergiss dabei nicht, welcher Teil davon dir gehört: Rund 70 Prozent des Ergebnisses stehen Hulu zu, und Hulu bestimmt, wie es verwendet wird. Die Vorstandschefin will im November 2026 ein Strategie-Update vorstellen.
Chancen und Risiken auf einen Blick
Was für FuboTV spricht:
- Größe: 1.481,7 Millionen Dollar Quartalsumsatz (April bis Juni 2026), 5,75 Millionen zahlende Abonnenten in Nordamerika (30. Juni 2026), rund 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
- Bereinigtes Betriebsergebnis vor Abschreibungen in jedem Quartal seit der Fusion positiv (41,4 / 37,7 / 19,1 Millionen); Ziel für 2028: mindestens 300 Millionen.
- Steigende Großhandelsquote: 97,5 Prozent der Programmkosten ab 2027, 99 Prozent ab 2028.
- Disney als Partner: Werbeverkauf über Disney, Kundengewinnung über ESPN, Kredit über 145 Millionen zu 4,2 Prozent bis 2031.
- Kein Zweifel am Fortbestand im Quartalsbericht; Kasse 236,4 Millionen (30. Juni 2026), Prognose mindestens 200 Millionen zum 30. September 2026.
Was dagegen spricht:
- Abhängigkeit: 72 Prozent des Umsatzes von Hulu, Gebühr unter den Programmkosten, Vertrieb, Preise und Werbung in Hulus Hand; 501,3 Millionen Forderung gegen Hulu.
- Kontrolle: 70 Prozent der Stimmen bei Hulu/Disney, Ausnahmen von Regeln zur Unternehmensführung, Zahlungen an Hulu aus der Steuervereinbarung.
- Firmenwert: 2.614,2 Millionen Dollar mit 3,6 Prozent Polster (31. März 2026), Kurs seither rund 19 Prozent tiefer.
- Verluste: Betriebsverlust 26,6 Millionen und Nettoverlust 25,7 Millionen im dritten Quartal; operativer Mittelabfluss 417,1 Millionen in neun Monaten.
- Angebotsdruck: 78,99 Millionen Hulu-Aktien zum Weiterverkauf registriert, 7 Millionen neue Aktien für den Aktienplan.
- Rechtsstreit: DISH verlangt in einer Kartell-Widerklage die Rückabwicklung der Disney-Mehrheit (wegen der DISH-Insolvenz seit Juli 2026 ausgesetzt); Adeia klagt seit Juli 2026 wegen Patentverletzung.
Ein menschliches Fazit
Zurück zum Halo-Effekt. Er ist nicht dumm: Disney an Bord heißt tatsächlich, dass FuboTV Kunden, Werbekunden und Geld bekommt, die es allein nie bekommen hätte, und der Quartalsbericht zweifelt nicht am Fortbestand. Die Falle ist eine andere. Der Heiligenschein gehört dem Mehrheitsaktionär, nicht dir. Disney entscheidet über den Vorstand, über die Gebühr, über die Preise bei Hulu + Live TV — und Disney verdient an den Sendern, die FuboTV einkauft. Die ehrliche Frage an dich lautet deshalb nicht „Ist Disney stark?“. Sie lautet: Willst du Minderheitsaktionär in einem Geschäft sein, dessen größter Kunde, größter Lieferant und Mehrheitseigner dieselbe Familie ist — und dessen Firmenwert an einem Polster von 3,6 Prozent hängt? Wer darauf eine Antwort hat, braucht keinen Heiligenschein. Was du daraus machst, ist deine Entscheidung. Und das ist auch gut so.
Quellen
Alle in dieser Analyse verwendeten Originaldokumente — zum Selbst-Nachlesen:
- FuboTV Inc. — SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 30. Juni 2026 (eingereicht 5. August 2026)
- FuboTV Inc. — SEC-Meldung 8-K vom 5. August 2026: Anlage 99.1 (Aktionärsbrief) und Anlage 99.2 (Ergebnismitteilung zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026)
- FuboTV Inc. — SEC-Quartalsberichte 10-Q zum 31. März 2026, 31. Dezember 2025 und 30. September 2025
- FuboTV Inc. — SEC-Geschäftsbericht 10-K für 2024 (eingereicht 3. März 2025)
- FuboTV Inc. — SEC-Meldung 8-K/A vom 23. Dezember 2025 (Jahresabschlüsse des Hulu-Live-Geschäfts) und 8-K vom 30. Oktober 2025 (Vollzug der Fusion)
- FuboTV Inc. — SEC-Meldungen 8-K vom 9. Juli 2026 (neue Vorstandschefin), 29. Juli 2026 (Hauptversammlung), 20. März 2026 (Zusammenlegung 1:12) und 7. Januar 2026 (Disney-Kredit)
- FuboTV Inc. — SEC-Registrierung S-8 vom 5. August 2026 (7 Millionen Aktien für den Aktienplan)
- Fundamentaldaten (Kurse bis zum Schlusskurs vom 30. Oktober 2026, Analystenstimmen, Leerverkaufsquote; abgerufen am 31. Oktober 2026), abgeglichen mit den SEC-Berichten.
- Scanner-Treffer: hauseigener Reddit-Hype-Scanner und KUV-Ranking (Stand 31. Oktober 2026).
Transparenz & Disclaimer: Diese Analyse ist eine journalistische Einordnung öffentlich zugänglicher Informationen und keine Anlageberatung, keine Finanzanalyse im aufsichtsrechtlichen Sinn und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Aktien-Investments sind mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Alle Angaben ohne Gewähr; Stand der Daten ist jeweils im Text vermerkt. Eigene Positionen des Betreibers legen wir tagesaktuell offen; besteht eine, steht sie als Hinweis am Anfang dieser Analyse.
Die Kennzahlen im Überblick
Alle Geldbeträge in Millionen $, Gewinn je Aktie wie berichtet.
| Kennzahl | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 638,4 | 1.008,7 | 1.368,2 | 1.622,8 | 2.722,1 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -328,3 | -411,9 | -293,1 | -177,8 | -71,9 |
| Nettogewinn | -382,8 | -561,5 | -287,5 | -172,3 | 155,6 |
| Nettomarge | -60,0 % | -55,7 % | -21,0 % | -10,6 % | 5,7 % |
| Gewinn je Aktie | -33,41 $ | -36,92 $ | -1,04 $ | -6,47 $ | 5,35 $ |
Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Unser Fazit auf einen Blick
- Abhängigkeit von Hulu negativ
- 72 % des Umsatzes im Q3 GJ 2026 (1.067,9 von 1.481,7 Mio. US-Dollar) sind Hulus Großhandelsgebühr, 2025/2026 nur 95 % der Programmkosten; Vertrieb, Preise und Werbung bei Hulu; Forderung 501,3 Mio. (10-Q zum 30.06.2026).
- Kontrolle & Unternehmensführung negativ
- Hulu/Disney halten 70 % der Stimmen, FuboTV nutzt die Ausnahmen für kontrollierte Unternehmen; Zusammenlegung 1:12 per Hulu-Zustimmung (03/2026), Disney-Managerin als Vorstandschefin (07/2026).
- Ertragskraft neutral
- Rohertragsmarge 7,3 %, Betriebsverlust 26,6 Mio. US-Dollar im Q3 GJ 2026; bereinigtes EBITDA aber in jedem Quartal seit der Fusion positiv (41,4 / 37,7 / 19,1 Mio.), Ziel ≥ 300 Mio. für GJ 2028.
- Bilanz & Firmenwert negativ
- Firmenwert 2.614,2 Mio. US-Dollar gegen 813,4 Mio. Eigenkapital der Aktionäre; Polster im Test zum 31.03.2026 nur rund 3,6 %, Kurs seither rund 19 % tiefer.
- Liquidität & Finanzierung positiv
- Kasse 236,4 Mio. US-Dollar (30.06.2026), kein Going-Concern-Zweifel; Disney-Kredit 145 Mio. zu 4,2 % bis 2031, Wandelanleihe 177,5 Mio. erst 02/2029 fällig.
FuboTV ist ein Lehrstück für den Halo-Effekt: Mit Disney im Rücken setzt das Unternehmen rund 1,5 Milliarden US-Dollar pro Quartal um, hat Kasse und einen günstigen Kredit vom Mehrheitsaktionär. Doch 72 Prozent des Umsatzes sind eine Gebühr knapp unter den Programmkosten, 70 Prozent der Stimmen liegen bei Hulu/Disney, und der Firmenwert von 2,6 Milliarden hatte im März 2026 nur 3,6 Prozent Polster. Seit der Fusion fiel die Aktie um 83 Prozent. Keine Anlageberatung.
Was unsere Einordnung bedeutet
Substanzrisiko
Wir haben mindestens einen belegten Befund, der das Unternehmen selbst gefährdet — unabhängig davon, wie die Aktie gerade bewertet ist.
Rot, weil ein belegtes Substanzrisiko vorliegt: eine existenzielle Abhängigkeit von einer einzigen Gegenpartei. Hulu zahlt 72 Prozent des Umsatzes, verkauft und bepreist den größten Dienst, vermarktet die Werbung und schuldet FuboTV 501,3 Millionen US-Dollar; der Vertrag läuft fünf Jahre und verlängert sich nur einvernehmlich. Zugleich deckt das Betriebsergebnis die Zinsen nicht (Betriebsverlust 56,0 Mio. in neun Monaten). Am Fortbestand zweifelt das Unternehmen nicht, und Disney ist ein solventer Partner — die Abhängigkeit bleibt trotzdem existenziell. Die Entscheidung liegt bei dir.
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt auf Basis öffentlicher Quellen — keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Deine persönlichen Umstände (Anlageziele, Risikotragfähigkeit, Steuern) können dabei nicht berücksichtigt werden. Was unsere Stufen bedeuten, wie Urteile entstehen und welche Interessenkonflikte bestehen →
Bitte beachten
- Auf die Rechercheliste kam FuboTV über den hauseigenen Reddit-Hype-Scanner (29.10.2026); am 31.10.2026 zusätzlich Treffer im KUV-Ranking, KGV-Ranking, Beneish-M-Score, Insolvenzgefahr-Radar und Parabel-Umkehr.
- Buchhalterischer Erwerber der Fusion ist das Hulu-Live-Geschäft; Vorjahreszahlen in den 10-Q seit 31.12.2025 sind Hulu-Live-Zahlen. Die Zahlen der alten FuboTV (2022–2024, 9 Monate 2025) stammen aus deren 10-K/10-Q und werden getrennt gezeigt.
- Börsenwert selbst gerechnet: 30.204.277 Class-A-Aktien bzw. inkl. 78.992.518 tauschbarer Hulu-Anteile (10-Q-Deckblatt, 31.07.2026) × Schlusskurs 7,62 US-Dollar (30.10.2026). Die Class-A-Zahl stimmt exakt mit den Fundamentaldaten überein. Unternehmenswert = 832,1 + 177,5 + 145,0 − 236,4 Mio.
- Vier-Quartals-Umsatz (rund 6,2 Mrd.) und bereinigtes EBITDA (rund 102 Mio.) mischen pro forma (Q4 GJ 2025, Q1 GJ 2026) und berichtete Werte (Q2, Q3 GJ 2026) aus dem Aktionärsbrief vom 05.08.2026; die rechnerische Spanne für das Q4 GJ 2026 (−8,2 bis +1,8 Mio.) ist eine eigene Rechnung aus der Prognose 90–100 Mio. minus 98,2 Mio. für neun Monate.
- Kurse sind um die Zusammenlegung 1:12 (23.03.2026) bereinigt; 44,28 US-Dollar = Schlusskurs am Fusionstag 29.10.2025 (unbereinigt 3,69).
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Häufige Fragen
FuboTV Inc. (NYSE: FUBO) aus New York verkauft Live-Fernsehen über das Internet: Sport, Nachrichten und Unterhaltung im Abo. Seit dem 29. Oktober 2025 gehören die Dienste Fubo und Hulu + Live TV zusammen. Zum 30. Juni 2026 zählte FuboTV in Nordamerika 5,75 Millionen zahlende Abonnenten, dazu 356.000 in Frankreich und Spanien.
Hulu, eine Tochter von Disney, hält über Class-B-Aktien 70 Prozent der Stimmen und rund 70 Prozent der wirtschaftlichen Anteile. An der Börse gehandelt werden nur die Class-A-Aktien, 30,2 Millionen Stück zum 31. Juli 2026. FuboTV ist damit ein kontrolliertes Unternehmen im Sinne der NYSE-Regeln.
Hulu verkauft den Dienst und zahlt FuboTV eine Großhandelsgebühr. Sie beträgt 2025 und 2026 95 Prozent der Programmkosten des Hulu-Live-Geschäfts, ab 2027 97,5 und ab 2028 99 Prozent. Im Quartal April bis Juni 2026 machte diese Gebühr 1.067,9 Millionen US-Dollar aus, 72 Prozent des Umsatzes.
Nein. Im Quartal April bis Juni 2026 lag der Nettoverlust bei 25,7 Millionen US-Dollar, das Betriebsergebnis bei minus 26,6 Millionen. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen war mit 19,1 Millionen positiv. Für das Geschäftsjahr bis 30. September 2026 erwartet FuboTV pro forma 90 bis 100 Millionen, für 2028 mindestens 300 Millionen.
Am 23. März 2026 wurden je zwölf Aktien zu einer zusammengelegt; ab dem 24. März wurde die Aktie bereinigt gehandelt. Laut Unternehmen sollte die Aktienzahl besser zur Größe passen und die Aktie für institutionelle Anleger attraktiver werden. Genehmigt hat das Hulu per schriftlicher Zustimmung.
Bei 7,62 US-Dollar (Schlusskurs 30. Oktober 2026) sind die 30,2 Millionen Class-A-Aktien rund 230 Millionen Dollar wert. Mit den 79,0 Millionen tauschbaren Anteilen von Hulu ergeben sich rund 832 Millionen Dollar. Viele Datendienste zeigen nur den kleineren Wert, wodurch FuboTV extrem billig wirkt.
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