W. R. Berkley Corp
Einordnung
Unsere Einordnung
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt — sie beurteilt das Unternehmen, nicht den Einstiegszeitpunkt. Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.
Geschäftsmodell, Zahlen und Bilanz halten unserer Prüfung stand. Ob der aktuelle Kurs einen Einstieg trägt, ist eine eigene Frage — sie hängt am Preis, nicht am Unternehmen.
Warum diese Farbe
Die Qualität ist über einen langen Zeitraum belegt, und zwar an genau den Stellen, an denen sich ein Versicherer nicht verstecken kann. Das Zeichnungsgeschäft arbeitet seit fünf Jahren durchgehend profitabel: Schaden-Kosten-Quote 89,6 Prozent (2021), 89,3 (2022), 89,7 (2023), 90,3 (2024), 90,7 (2025), 90,4 im ersten Halbjahr 2026 — ein Band von 1,4 Punkten, während AXIS Capital in denselben Jahren 10,1 und RenaissanceRe 24,2 Punkte Spanne brauchten. Die Eigenkapitalrendite auf das Jahresanfangskapital lag nie unter 16,2 Prozent und erreichte 2024 mit 23,6 Prozent den Höchstwert; ein Verlustjahr gab es in der ganzen Reihe nicht. Entscheidend für die Belastbarkeit der Zahlen: Der Gewinn ist nicht durch Reserveauflösungen aufgehübscht. Die Vorjahresabwicklung betrug netto +16,2 / +6,6 / −36,4 / −18,9 / +4,4 / +3,2 Millionen US-Dollar in den Jahren 2020 bis 2025 — nie mehr als 0,4 Prozent der verdienten Nettoprämien. Im Nettogewinn 2025 von 1.779,4 Millionen stecken 3,2 Millionen aus Auflösungen. Ebenso wenig stützt sich die Rendite auf alternative Anlagen: Investmentfonds und Immobilien mit 2,8 Milliarden US-Dollar Buchwert brachten 2025 zusammen 9,1 Millionen und 2024 einen Verlust von 35,1 Millionen; die 20,2 Prozent entstehen also trotz dieser Position. Die Bilanz ist konservativ: Verschuldungsgrad rund 0,29, Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital 23 Prozent, nach 7 Millionen Fälligkeit 2026 die nächste Tranche erst 2037, Kreditlinie bis 2031 verlängert, Anleiheportfolio mit Rating-Schnitt AA− und 3,2 Jahren Duration, 33 Versicherungstöchter mit A.M.-Best-Rating „A+“ (Superior) und risikobasierte Kapitalausstattung über allen Eingriffsschwellen. Existenzielle Abhängigkeiten fehlen — 60 Einheiten in zwei Segmenten und in mehr als einem Dutzend Ländern sind das Gegenteil eines Klumpenrisikos. Ein Governance- oder Bilanzbruch liegt nicht vor: Die Vereinbarung mit Mitsui Sumitomo wurde von einem Sonderausschuss aus drei unabhängigen Direktoren verhandelt und vollständig offengelegt, der Erwerb erfolgte über die Börse ohne Verwässerung. Die 44 Millionen US-Dollar ungünstiger Abwicklung im Versicherungssegment 2025 sind ein ernstzunehmender Richtungshinweis, aber gemessen am Jahresgewinn 2,5 Prozent und im Konzernsaldo mehr als ausgeglichen — das ist kein Substanzrisiko und auch keine offene Frage darüber, ob das Geschäftsmodell trägt. Dass die Aktie mit 2,87 Buchwerten teuer ist, ist ein Preisargument und ändert an der Qualität des Unternehmens nichts.
Woran sich die These entscheidet
Einschätzung: Chancen & Risiken
W. R. Berkley zeichnet dezentral: 60 weitgehend eigenständige Einheiten mit eigener Zeichnungsvollmacht, gesteuert aus einer Holding mit 126 Mitarbeitern. Das Ergebnis dieses Modells ist eine Stetigkeit, die im Sektor selten ist — die Schaden-Kosten-Quote lag 2021 bis 2025 zwischen 89,3 und 90,7 Prozent, die Eigenkapitalrendite nie unter 16,2 Prozent, und der Gewinn enthält praktisch keine Reserveauflösungen. Der Preis dafür steht im Kurs: Mit einem KGV von 16,5 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,87 ist WRB der teuerste Versicherer des QARP-Scanners; Arch Capital verdient 21,3 statt 20,2 Prozent auf das Eigenkapital und kostet 1,55 statt 2,87 Buchwerte. Auf den Kurs gerechnet bleiben dem Käufer 7,0 statt 13,7 Prozent. Die offene operative Frage ist die Reserve: Das Versicherungssegment reservierte 2025 um 44 Millionen US-Dollar nach, Ursache soziale Inflation im Haftpflichtgeschäft. Dazu die Eigentümerlage nach dem Tod des Gründers am 9. Juni 2026 — Familie und Mitsui Sumitomo verfügen zusammen über rund 41,5 Prozent der Stimmen. Keine Anlageberatung.
Geschäftsmodell
W. R. Berkley betreibt 60 weitgehend eigenständige Geschäftseinheiten mit eigener Zeichnungsvollmacht; 53 davon wurden selbst aufgebaut, sieben zugekauft (10-K für 2025, Item 1). Von 8.804 Mitarbeitern zum 15. Januar 2026 arbeiten 8.678 in den Töchtern — die Holding zählt 126 Menschen und steuert 15,1 Milliarden US-Dollar Bruttoprämien sowie 34,2 Milliarden Kapitalanlagen. Der Beleg, dass dieses Modell keinen Verwaltungsaufschlag kostet, steht in der Kostenquote: Sie lag 2021 bis 2025 zwischen 28,0 und 28,5 Ratiopunkten.
Zeichnungsergebnis
Die Schaden-Kosten-Quote des Konzerns lag 2021 bei 89,6 Prozent, 2022 bei 89,3, 2023 bei 89,7, 2024 bei 90,3 und 2025 bei 90,7 — ein Band von 1,4 Punkten; im ersten Halbjahr 2026 waren es 90,4 Prozent, im zweiten Quartal 90,0 nach 91,6 im Vorjahresquartal. Das Versicherungssegment arbeitet bei 91,7 Prozent (2025), das Rückversicherungssegment bei 83,7. Die Katastrophenlast liegt strukturell niedrig bei 1,87 bis 2,70 Ratiopunkten, weil überwiegend Haftpflicht und nicht Sachrisiken in Katastrophenregionen gezeichnet werden.
Reserven
Das offene Thema. Die Vorjahresabwicklung war über sechs Jahre nahezu null (+16,2 / +6,6 / −36,4 / −18,9 / +4,4 / +3,2 Millionen US-Dollar) — der Gewinn ist also nicht durch Auflösungen geschönt. Der Saldo verdeckt aber eine Bewegung: Das Versicherungssegment, 88 Prozent der Prämien, entwickelte sich 2025 um 44 Millionen US-Dollar ungünstig, getrieben von sonstiger Haftpflicht und Kfz-Haftpflicht in den Unfalljahren 2017 bis 2023; als Ursache nennt der Bericht „social inflation“. Ausgeglichen wurde das durch 47 Millionen günstiger Abwicklung in der Rückversicherung. Bei Rückstellungen von 23.182,2 Millionen gegen 9.833,2 Millionen Eigenkapital (30.06.2026) kostet ein Schätzfehler von fünf Prozent nach Steuern rund 908 Millionen — die Hälfte eines Jahresgewinns.
Kapitalanlage
Das Anlageergebnis stieg von 583,8 Millionen US-Dollar (2020) auf 1.429,1 (2025); im zweiten Quartal 2026 waren es 418,7 Millionen, ein Rekord. Getragen wird es vom Anleihebuch: 25.900,0 Millionen US-Dollar oder 75,8 Prozent des Portfolios, Rating-Schnitt AA−, Duration 3,2 Jahre, Rendite 4,9 Prozent (2025). Die alternativen Anlagen enttäuschen dagegen: Investmentfonds und Immobilien standen zum 30.06.2026 mit 1.431,4 und 1.350,8 Millionen in den Büchern und brachten 2025 zusammen 9,1 Millionen Ertrag, 2024 einen Verlust von 35,1 Millionen. Die Eigenkapitalrendite entsteht also trotz dieser Position, nicht durch sie.
Eigentümer & Führung
Gründer William R. Berkley starb am 9. Juni 2026 im Alter von 80 Jahren; sein Sohn W. Robert Berkley, Jr., seit Jahren President und Chief Executive Officer, wurde noch am selben Tag Chairman. Die Familie hält 95.557.324 Aktien oder 25,67 Prozent (Schedule 13D/A vom 21.07.2026). Mitsui Sumitomo Insurance hielt zum 4. Juni 2026 weitere 58.780.450 Aktien oder 15,8 Prozent, erworben über die Börse und von Dritten — ohne Verwässerung, ohne Mittelzufluss an die Gesellschaft — und stimmt oberhalb von 4,9 Prozent nach Empfehlung der Familie ab. Zusammen sind das rund 41,5 Prozent der Stimmen. Verhandelt wurde das von einem Sonderausschuss aus drei unabhängigen Direktoren, Mitsui Sumitomo unterliegt einer durch die Gesellschaft durchsetzbaren Stillhaltevereinbarung. Ein langfristig denkender Ankeraktionär ist ein Vorteil; eine Kontrollprämie hat für diesen Block nie jemand bezahlt.
Bilanz & Rating
Den Finanzschulden von 2.840,3 Millionen US-Dollar steht ein Eigenkapital von 9.833,2 Millionen gegenüber (30.06.2026); der Verschuldungsgrad liegt bei rund 0,29, der Anteil am Gesamtkapital von 12,5 Milliarden bei 23 Prozent. Nach 7 Millionen US-Dollar Fälligkeit 2026 wird die nächste Tranche von 250 Millionen erst 2037 fällig; die Kreditlinie über 300 Millionen wurde am 9. Juni 2026 bis 2031 verlängert. 33 Versicherungstöchter tragen bei A.M. Best die Finanzstärke „A+“ (Superior), die zweitbeste von 15 Stufen; die risikobasierte Kapitalausstattung jeder US-Tochter lag zum 31.12.2025 über allen Eingriffsschwellen. Der Buchwert je Aktie stieg von 25,72 US-Dollar (31.12.2025) auf 26,50 (30.06.2026).
Bewertung
Kurs-Gewinn-Verhältnis 16,5, Kurs-Buchwert-Verhältnis rund 2,87 gegen den Buchwert je Aktie von 26,50 US-Dollar (30.06.2026), Börsenwert rund 28,2 Milliarden — Rang 33 im QARP-Scanner (Datenstand 28. Juli 2026). Damit ist WRB der teuerste Versicherer der Liste: Arch Capital steht bei 8,3 und 1,55, AXIS Capital bei 9,1 und 1,47, RenaissanceRe bei 5,4 und 1,24. Der Vergleich mit Arch Capital ist der schärfste — dort 21,3 Prozent Eigenkapitalrendite für 1,55 Buchwerte, hier 20,2 Prozent für 2,87. Auf den bezahlten Kurs gerechnet bleiben dem Käufer 7,0 statt 13,7 Prozent. Die Bereinigung hilft nicht: Die Katastrophenlast lag 2025 mit 2,70 Ratiopunkten über dem Fünfjahresschnitt von 2,37, Reserveauflösungen gab es praktisch keine — normalisiert liegt der Gewinn je Aktie bei rund 4,52 statt 4,45 US-Dollar. Mit den Zahlen des zweiten Quartals 2026 sinkt das Vielfache auf rund 15,6.
Zu beachten
Auf die Rechercheliste kam WRB über den QARP-Scanner „Qualität zum fairen Preis“ (Rang 33 der US-Auswahl, Datenstand 28. Juli 2026). Der Filter verlangt fünf Bedingungen gleichzeitig: Piotroski-F-Score mindestens 7 (WRB: 7 von 9, also genau auf der Schwelle), Eigenkapitalrendite mindestens 15 Prozent (20,2), EBIT-Marge mindestens 10 Prozent (nach unserer Rechnung aus dem Geschäftsbericht 16,4 Prozent: 2.280,5 Mio. US-Dollar Vorsteuerergebnis plus 126,9 Mio. Zinsaufwand gegen 14.707,9 Mio. Erträge), Verschuldungsgrad höchstens 1,0 (rund 0,29: 1.829,4 Mio. vorrangige Anleihen plus 1.010,9 Mio. nachrangige Schuldverschreibungen gegen 9.833,2 Mio. Eigenkapital zum 30.06.2026) und ein positives KGV bis 20 (16,5). Bei der letzten Bedingung ist WRB der einzige Versicherer der Liste nahe an der Obergrenze — Arch Capital steht bei 8,3, AXIS Capital bei 9,1, RenaissanceRe bei 5,4. Das Fundamental-Rating liegt bei 56 Punkten (Note B); 50 ist der Durchschnitt des Universums, ab 75 gibt es die Note A. Die Scanner-Listen werden täglich neu berechnet.
Der Altman-Z″-Score wird in dieser Analyse bewusst nicht gedeutet (Schwellen: unter 1,1 Gefahrenzone, ab 2,6 sicher). Er wurde an Industriebetrieben mit klassisch gegliederter Bilanz geeicht; eine Versicherungsbilanz kennt die Trennung in kurz- und langfristig nicht, sodass sich das am stärksten gewichtete Nettoumlaufvermögen nicht bilden lässt — Schadenrückstellungen von 23.182,2 Millionen US-Dollar (30.06.2026) werden statistisch geschätzt. Auch der Baustein „Umsatz zu Bilanzsumme“ trägt nicht: 14,7 Milliarden Erträge gegen 45,7 Milliarden Bilanzsumme liest die Formel als Kapitalintensität und damit als Gefahrensignal, obwohl die Bilanzsumme nur die Kapitalanlagen und die Schadenrückstellungen abbildet. Aussagekräftig sind stattdessen Schaden-Kosten-Quote, Reserveentwicklung und Finanzstärke-Rating.
Kurs- und Bewertungsangaben datiert auf den 28. Juli 2026 (Börsenwert rund 28,2 Milliarden US-Dollar). Die Gegenprobe mit 371.058.000 umlaufenden Aktien aus der Ergebnismitteilung zum 30. Juni 2026 und dem Kurs desselben Datenstands von rund 75,70 US-Dollar ergibt 28,09 Milliarden — eine Abweichung von 0,4 Prozent. Rechnet man die 17.378.810 Aktien im Treuhandvermögen hinzu, sind es 29,40 Milliarden oder 4,3 Prozent mehr; beide Werte liegen weit unter der Fünftel-Schwelle, der Börsenwert ist damit verwendbar. Zum KGV: Der Scanner-Wert von 16,5 misst den rollierenden Zwölfmonatsgewinn bis zum 31. März 2026 von 4,71 US-Dollar je Aktie. Gegen den Jahresgewinn 2025 von 4,45 US-Dollar ergibt sich 17,0, gegen den rollierenden Zwölfmonatsgewinn nach der Meldung des zweiten Quartals 2026 von 4,86 US-Dollar nur noch 15,6. Hinweis in eigener Sache: Diese Werte wurden am 28. Juli 2026 korrigiert; zuvor rechnete die Liste mit einem 26 Tage alten Börsenwert (KGV 15,1 bei 25,8 Milliarden US-Dollar). Analysen sind evergreen, Tageskurse sind kein Kaufargument.
Verwechslungsgefahr: Die W. R. Berkley Corporation (NYSE: WRB) aus Greenwich, Connecticut, hat nichts mit Berkshire Hathaway und nichts mit der Stadt Berkeley in Kalifornien zu tun. Der Konzern führt keine frühere Firmierung, ist in Delaware eingetragen und legt als US-Inlandsemittent 10-K, 10-Q und 8-K vor; ein 20-F existiert nicht. Der jüngste Quartalsbericht ist das 10-Q zum 31. März 2026, eingereicht am 1. Mai 2026 — die aktuelleren Zahlen dieser Analyse stammen aus der Ergebnismitteilung 8-K vom 20. Juli 2026 zum zweiten Quartal 2026, deren Quartalsbericht zum Redaktionsschluss noch nicht eingereicht war. Sämtliche Einreichungen nach dem 1. Mai 2026 sind ausgewertet: der Tod des Gründers (8-K vom 10.06.2026), die Verlängerung der Kreditlinie bis 2031 (8-K vom 11.06.2026), die Hauptversammlungsergebnisse (8-K vom 05.06.2026), der Rücktritt von Executive Vice President Lucille Sgaglione zum 30. Juni 2026 mit Wechsel in eine Beraterrolle (8-K vom 26.06.2026), die Ergebnismitteilung zum zweiten Quartal (8-K vom 20.07.2026) sowie die Beteiligungsmeldungen Schedule 13D/A vom 4. Juni und 21. Juli 2026. Form 15 oder Form 25 liegen nicht vor. Ein Hinweis zum Datenbestand: Für WRB existiert in unserem lokalen Entwicklungsstand keine Unternehmenszeile; die Beifang-Einträge werden dort ohne Unternehmensverknüpfung angelegt und erhalten sie beim Einspielen auf dem Produktivsystem.
Aktien-Wächter
Diese Analyse ist Stand 26. August 2026. Was sich seitdem bei WRB geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.
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Kursverlauf
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
52-Wochen-Spanne: 63,50 $ bis 78,50 $ · Letzter Kurs: 69,00 $ (Stand: 2. Oktober 2026)
Kennzahlen
Kennzahlen im Überblick
Alle Kennzahlen dieser Aktie, nach Themen sortiert. Das Fragezeichen an einer Beschriftung erklärt, was die Zahl bedeutet.
Basis
Performance
Technische Kennwerte
Aus der Kurshistorie berechnet · Stand: 02.10.2026
Bewertung
Rentabilität
Bilanz & Sicherheit
Wachstum
Dividende
Qualität & Screener
Vergleich
Branchenvergleich
Die Aktie neben den größten Unternehmen derselben Gruppe. Die Median-Zeile ist der mittlere Wert der oben gezeigten Unternehmen — nicht der ganzen Branche.
Branche: Insurance - Property & Casualty
| Unternehmen | Marktkap. (Mrd. $) | KGV | EV/EBITDA | Bruttomarge % | EBIT-Marge % | Umsatzwachstum (Jahr) % | Perf. 1J % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| W. R. Berkley Corp WRB | 25,7 | 15,1 | 0,0 | 43,8 | 17,1 | 7,8 | -6,1 |
| Chubb Ltd CB | 128,3 | 12,3 | 0,0 | 31,1 | 20,6 | 6,5 | 19,1 |
| Progressive Corp PGR | 122,5 | 11,4 | 21,9 | 18,5 | 16,4 | 16,3 | -8,0 |
| The Travelers Companies Inc TRV | 75,1 | 11,1 | 0,0 | 34,7 | 18,7 | 5,2 | 30,7 |
| The Allstate Corporation ALL | 57,6 | 5,2 | 0,0 | 36,8 | 19,0 | 4,6 | 8,6 |
| Cincinnati Financial Corporation CINF | 24,6 | 9,6 | 0,0 | 31,1 | 11,8 | 11,4 | 3,2 |
| Markel Corporation MKL | 21,3 | 12,9 | 0,0 | 51,9 | -9,7 | -1,0 | -8,5 |
| Loews Corp L | 21,3 | 13,9 | 0,0 | 36,3 | 11,8 | 5,4 | 5,1 |
| Assurant, Inc. AIZ | 13,2 | 14,0 | 0,0 | 13,3 | 10,6 | 7,9 | 24,2 |
| Median der gezeigten Unternehmen | 25,7 | 12,3 | 0,0 | 34,7 | 16,4 | 6,5 | 5,1 |
Grundlage sind die zuletzt gemeldeten Kennzahlen. Nebeneinander stehen nur Titel desselben Handelsplatzes, damit die Marktkapitalisierungen in derselben Währung gerechnet sind. Im Chart vergleichen →
Geschäftsjahre
Jahreszahlen
Geschäftsjahre aus den geprüften Jahresabschlüssen, ältestes zuerst. EBIT ist der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern; die Bilanzsumme ist das gesamte Vermögen des Unternehmens.
Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Geschäftsjahr Mio. $
Umsatz Betriebsergebnis Gewinn
| Geschäftsjahr | Umsatz (Mio. $) | EBIT (Mio. $) | Nettogewinn (Mio. $) | GpA ($) | Operativer Cashflow (Mio. $) | Eigenkapital (Mio. $) | Bilanzsumme (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 7.654 | 896 | 602 | 1,39 | 848 | 5.047 | 23.365 |
| 2017 | 8.011 | 773 | 549 | 1,26 | 711 | 5.451 | 29.764 |
| 2018 | 7.692 | 812 | 641 | 1,48 | 620 | 5.438 | 24.896 |
| 2019 | 7.902 | 853 | 682 | 1,57 | 1.144 | 6.075 | 26.662 |
| 2020 | 8.099 | 705 | 531 | 1,25 | 1.617 | 6.311 | 28.607 |
| 2021 | 9.455 | 1.283 | 1.022 | 2,44 | 2.184 | 6.653 | 32.086 |
| 2022 | 11.167 | 1.720 | 1.381 | 3,29 | 2.569 | 6.748 | 33.861 |
| 2023 | 12.143 | 1.754 | 1.381 | 3,37 | 2.929 | 7.455 | 37.202 |
| 2024 | 13.639 | 2.264 | 1.756 | 4,36 | 3.678 | 8.395 | 40.567 |
| 2025 | 14.706 | 2.334 | 1.779 | 4,46 | 3.640 | 9.701 | 44.071 |
Quartale
Quartalszahlen
Jede Säule ist ein Quartal, die letzte ist die aktuellste. Über den Umschalter lassen sich die einzelnen Größen durchsehen.
Gewinn & Umsatz
Cashflow
Bilanz
Margen
Je Aktie
Chart anklicken oder mit Tab anspringen, dann mit ← und → durch die Perioden gehen.
Diese Kennzahl berichtet keine der ausgewählten Aktien. Wähle eine andere Kennzahl oder wechsle zwischen Jahr und Quartal.
· Gesamt · pro Jahr
Die Firmen berichten in verschiedenen Währungen — für einen fairen Vergleich „Indexiert“ einschalten oder eine Marge wählen.
Die Zahlen konnten gerade nicht geladen werden.
Quelle: Fundamentaldaten
| Quartal | GpA (Gewinn pro Aktie) | GpA YoY (%) | Umsatz (Mio. $) | Umsatz YoY (%) | Nettomarge (%) | OCF (Mio. $) | FCF (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024: Q4 | 1,44 | 47,00 | 3.668 | 13,90 | 15,70 | 810 | 796 |
| 2025: Q1 | 1,04 | -4,20 | 3.547 | 8,90 | 11,80 | 744 | 728 |
| 2025: Q2 | 1,00 | 8,80 | 3.671 | 10,80 | 10,90 | 704 | 683 |
| 2025: Q3 | 1,28 | 40,30 | 3.768 | 10,80 | 13,60 | 1.140 | 1.123 |
| 2025: Q4 | 1,13 | -21,60 | 3.719 | 1,40 | 12,10 | 1.013 | 896 |
| 2026: Q1 | 1,31 | 25,00 | 3.689 | 4,00 | 14,00 | 668 | 668 |
| 2026: Q2 | 1,15 | 15,00 | 3.716 | 1,20 | 12,20 | 800 | 800 |
Was bedeuten diese Begriffe?
- GpA (Gewinn pro Aktie):
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
- YoY (Year over Year):
- Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
- Umsatz:
- Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Nettomarge:
- Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
- OCF (operativer Cashflow):
- Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
- FCF (freier Cashflow):
- Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.
Screening
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Diese Aktie besteht aktuell 17 unserer Scanner-Strategien — jeder Treffer verlinkt zum Scanner.
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Ausbruch & Setup
Dividenden
Momentum & Trend
Recherche
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Prognose
Analysten & Kursziel
Sammelbild der Kursziele und Empfehlungen aller Analysten, die den Titel begleiten. Kursziele sind Erwartungen für die nächsten 12 Monate, keine Zusagen — und sie folgen dem Kurs oft, statt ihn vorherzusagen.
Verteilung der Empfehlungen
Schätzungen je Geschäftsjahr
| Geschäftsjahr | GpA erwartet ($) | GpA-Spanne ($) | Umsatz erwartet (Mio. $) | Wachstum erwartet | Analysten |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2026 | 4,87 | 4,59 – 5,05 | 12.795 | 12,6 % | 18 |
| 31.12.2027 | 4,84 | 4,47 – 5,10 | 13.285 | -0,7 % | 18 |
Durchschnitt der Analystenschätzungen für die kommenden Geschäftsjahre. Die Spanne zeigt, wie weit optimistischste und vorsichtigste Schätzung auseinanderliegen — je breiter, desto unsicherer die Erwartung.
Bewertung
Was preist der Kurs ein?
Statt zu schätzen, was die Aktie wert ist, drehen wir die Frage um: Welches Wachstum des freien Cashflows muss eintreten, damit der heutige Börsenwert aufgeht? Die Annahmen dahinter lassen sich verschieben.
Der aktuelle Börsenwert unterstellt rund -6,3 % Wachstum des freien Cashflows pro Jahr über zehn Jahre (Annahmen: Diskontsatz 10,0 %, Terminalwachstum 2,5 %).
| Freier Cashflow (letzte zwölf Monate) | 3,50 Mrd. $ |
|---|---|
| Marktkapitalisierung | 25,68 Mrd. $ |
| Freier Cashflow im zehnten Jahr | 1,82 Mrd. $ |
| Anteil des Endwerts am Börsenwert | 37,4 % |
Zum Vergleich: In den vergangenen fünf Jahren wuchs der freie Cashflow um 17,1 % pro Jahr.
Sie zeigt, welche Annahme im heutigen Kurs steckt — nicht, ob sie eintritt. Alle Annahmen sind über die Regler veränderbar; die Zahlen ändern sich mit ihnen.
Vereinfachte Modellrechnung, keine Prognose und keine Empfehlung.
KI-Einstufung
KI-Einstufung
W. R. Berkley setzt künstliche Intelligenz als internes Werkzeug ein und benennt im Geschäftsbericht 10-K für 2025 ausdrücklich „significant investments in AI and related technology“ — verkauft aber selbst kein KI-Produkt; das Geschäft bleibt Erst- und Rückversicherung in 60 eigenständigen Einheiten.
Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
„As we make significant investments in AI and related technology and increasingly rely on the use of AI by third parties, we may not achieve the expected operational and other benefits, or such benefits may take longer than anticipated, and our competitors may adopt AI technologies more effectively or efficiently than we do, which may adversely affect our market position and results of operations."
Während wir erhebliche Investitionen in KI und verwandte Technik tätigen und uns zunehmend auf den Einsatz von KI durch Dritte stützen, erreichen wir den erwarteten betrieblichen und sonstigen Nutzen möglicherweise nicht, oder er stellt sich später ein als erwartet; zudem könnten unsere Wettbewerber KI-Technologien wirksamer oder effizienter einsetzen als wir, was unsere Marktstellung und unser Ergebnis beeinträchtigen kann.
10-K · 2026-02-27 · Zum SEC-Bericht
„In December 2023, the NAIC adopted the Model Bulletin on the Use of Artificial Intelligence Systems by Insurers (the “AI Bulletin”). The AI Bulletin has been adopted and issued by approximately half of U.S. states."
Im Dezember 2023 verabschiedete die NAIC das Musterrundschreiben zum Einsatz von Systemen künstlicher Intelligenz durch Versicherer (das „KI-Rundschreiben“). Rund die Hälfte der US-Bundesstaaten hat das KI-Rundschreiben übernommen und herausgegeben.
10-K · 2026-02-27 · Zum SEC-Bericht
Ausgewertete Berichte: 10-Q 2026-05-01 · 10-K 2026-02-27 · 10-K 2025-02-24 · 10-K 2023-02-24 · 8-K 2026-07-20 · 8-K 2026-06-10 · 8-K 2025-03-28 · SCHEDULE 13D/A 2026-07-21
Eingestuft am 28. Juli 2026 · So entsteht die Einstufung
Telefonkonferenzen
Was die Conference Calls verraten
W. R. Berkley liefert über alle zehn ausgewerteten Calls hinweg starke Zahlen: Die Eigenkapitalrendite lag in jedem Quartal zwischen rund 19 und 24 Prozent, die Kostenquote blieb wie zugesagt unter 30 Prozent, und der Kapitalertrag stieg im Trend deutlich, von 320 Millionen US-Dollar in 2024-Q1 auf 419 Millionen in 2026-Q2, wenn auch mit Rückschlägen in 2024-Q3 und 2025-Q4. Beim Einhalten eigener Ansagen ist das Bild dagegen gemischt: Die 2024 ausgegebene Wachstumserwartung von 10 bis 15 Prozent wurde in mehreren Schritten bis in den niedrigen einstelligen Bereich zurückgenommen, und die wiederholt angekündigte Margenverbesserung ist in den berichteten Quoten bis 2026-Q2 nicht sichtbar. Hinzu kommt, dass Detailfragen zur Reserveentwicklung über zweieinhalb Jahre hinweg fast immer auf Gespräche nach dem Call verschoben werden.
Wachstumsband von 10 bis 15 Prozent in drei Schritten kassiert
Im Call zu 2024-Q1 nannte CEO Rob Berkley 10 bis 15 Prozent Prämienwachstum als Erwartung für die absehbare Zukunft, bezeichnete die Spanne dabei aber selbst als grobe Schätzung, von der einzelne Quartale abweichen könnten. Bekräftigt hat er sie in 2024-Q2 und 2024-Q3. In 2024-Q4 nannte er sie auf direkte Nachfrage nicht mehr, sondern sprach für 2025 nur noch von zweistelligem Wachstum und räumte 9 Prozent ausdrücklich als Möglichkeit ein. Geliefert wurden für das Gesamtjahr 2024 netto 9,3 Prozent. In 2025-Q2 senkte er die Spanne auf Analystenfrage auf 8 bis 12 Prozent, in 2025-Q3 bestätigte er ebenfalls auf Nachfrage, dass auch der mittlere einstellige Bereich möglich sei, und erklärte, man habe früher Guidance gegeben, um hilfreich zu sein. Für das vierte Quartal 2025 nannte er Oktober und November nahezu unverändert, verwies aber zugleich auf 7 Prozent Bruttowachstum im Dezember. In 2026-Q1 und 2026-Q2 wuchs das Versicherungssegment netto noch um 3,2 beziehungsweise 3,7 Prozent, das Rückversicherungssegment schrumpfte. Jede Absenkung kam als Antwort auf eine Analystenfrage, keine im vorbereiteten Teil des Calls.
Kehrtwende von Ratendisziplin zu Wachstum
Bis 2025-Q3 lautete die Botschaft unverändert, die Zeichnungsmarge stehe über der Toplinie: Man werde die Ratenintegrität nicht opfern, nur um Prämien zu schreiben. Ab 2025-Q4 hieß es, man spüre nicht mehr flächendeckend denselben Druck, Rate zu nehmen; in 2026-Q1 kündigte das Management ausdrücklich an, den Fuß etwas vom Ratenpedal zu nehmen und stärker auf Exponierungswachstum zu setzen. In 2026-Q2 fiel die Ratenerhöhung ohne Workers Compensation von 7,2 Prozent im Vorquartal auf 3,8 Prozent, also fast eine Halbierung binnen eines Quartals. Angekündigt war dieser Schritt allerdings zwei Quartale zuvor, und das Management verwies in 2026-Q2 ausdrücklich darauf, genau das zu tun, was es vorher angesagt hatte. Begründet wird der Schwenk damit, in den Schadenannahmen der jüngeren Jahre stecke mehr Luft als ursprünglich angenommen. Auf die direkte Frage in 2025-Q4, ob diese günstigere Sicht in die Schadenannahmen des Jahres 2025 eingeflossen sei, lautete die Antwort, man habe sie nicht angefasst. Die Preisentscheidung stützt sich damit auf eine Einschätzung, die das Unternehmen selbst noch nicht in die Bücher genommen hat, was es als bewusste Vorsicht darstellt.
Angekündigte Margenverbesserung taucht in den Quoten nicht auf
Von 2024-Q1 bis 2024-Q4 wiederholte das Management, die erzielten Raten lägen komfortabel über dem Schadentrend, und die Zeichnungsmarge werde sich von hier aus verbessern, mindestens aber nicht verschlechtern. Die berichtete Schaden-Kosten-Quote des laufenden Unfalljahres ohne Katastrophen lag in 2024-Q1 bei 87,7 Prozent und in 2026-Q2 bei 88,1 Prozent, dazwischen stets zwischen 87,2 und 88,4 Prozent. Die zugrunde liegende Schadenquote bewegte sich in allen zehn Quartalen in der engen Spanne von 59,1 bis 59,9 Prozent, mit den höchsten Werten in 2025-Q2 und 2025-Q3. Als Erklärung für jede Bewegung nach oben nannte das Unternehmen in 2024-Q1, 2024-Q4, 2025-Q1, 2025-Q2, 2025-Q3 und 2026-Q1 nahezu wortgleich den Geschäftsmix. Nach zweieinhalb Jahren mit jährlich sieben bis acht Prozent Ratenerhöhung bleibt die versprochene Verbesserung damit eine Behauptung, die sich von außen nicht nachrechnen lässt.
Reservedetails werden seit zehn Calls vertagt
In jedem der zehn ausgewerteten Calls fragten Analysten nach der Aufteilung des Abwicklungsergebnisses auf Segmente, Sparten oder Unfalljahre. Die Aufschlüsselung nach Unfalljahren und Sparten wurde in allen zehn Calls verweigert oder auf den Quartalsbericht und auf Telefonate nach dem Call verschoben, unter anderem in 2024-Q3, 2024-Q4, 2025-Q1, 2025-Q4, 2026-Q1 und 2026-Q2. Die bloße Segmentaufteilung nannte der Finanzvorstand nur in 2024-Q2, 2024-Q3 und 2025-Q1 direkt; in 2024-Q1, 2024-Q4, 2025-Q3, 2025-Q4, 2026-Q1 und 2026-Q2 hieß es sinngemäß, man habe die Unterlage nicht vor sich. Dasselbe Muster gilt für zwei weitere Dauerfragen: Den unterstellten Schadentrend je Sparte und die Ratenentwicklung je Sparte verweigert das Unternehmen seit 2024-Q1 durchgehend, zuletzt in 2026-Q1 und 2026-Q2. Die Fragesteller wechselten über die Jahre, das Thema und die Antwort blieben gleich.
Zwei angebliche Zusagen halten der Prüfung nicht stand
Zwei Aussagen, die sich als gebrochene Zusagen lesen lassen, tragen bei genauer Prüfung nicht. In 2025-Q1 wurde Rob Berkley gefragt, wie stark Zölle die Schadenquote treffen könnten. Er antwortete, eine Zahl wäre jetzt verfrüht, und er hoffe, in etwa 90 Tagen eine liefern zu können. Das ist eine Hoffnung, kein Termin. Bereits im nächsten Call in 2025-Q2 gab er die Antwort der Sache nach: In der Schadenentwicklung zeige sich nichts Nennenswertes. In 2025-Q3 bestätigte er das auf direkte Nachfrage erneut. In 2025-Q4, 2026-Q1 und 2026-Q2 kam das Thema Zölle im Call überhaupt nicht mehr vor, weil kein Analyst es noch einmal aufrief. Zweitens sagte Executive Chairman Bill Berkley in 2024-Q4 zu einem enttäuschenden Private-Equity-Fonds, das sei aus seiner Sicht abgehakt und er erwarte künftig kein Problem mehr. Das war eine Erwartung ohne Datum. Der in 2025-Q4 gemeldete Verlust von 32 Millionen US-Dollar aus Investmentfonds entfiel laut Call im Wesentlichen auf einen Fonds aus dem Finanzbereich; dass es derselbe Fonds war, sagt das Protokoll nicht. Offen bleibt allein, dass die in Aussicht gestellte Bezifferung der Zollfolgen bis 2026-Q2 nie als Zahl kam.
Verlässliche Seite: Kosten, Duration, Kapitalertrag
Es gibt eine klar eingehaltene Seite. Die Zusage aus 2024-Q1, die Kostenquote werde komfortabel unter 30 Prozent bleiben und dauerhaft mit einer Zwei beginnen, wurde in allen zehn Quartalen gehalten, mit Werten zwischen 27,8 und 28,6 Prozent. Die seit 2024-Q1 angekündigte schrittweise Verlängerung der Anleihelaufzeiten wurde so umgesetzt, von 2,5 Jahren in 2024-Q1 auf 3,2 Jahre in 2026-Q2. Der ebenfalls seit 2024 in Aussicht gestellte Anstieg des Kapitalertrags trat ein, von 320 Millionen US-Dollar in 2024-Q1 auf 419 Millionen in 2026-Q2. Eine Einschränkung gehört dazu: In 2025-Q2 wurde die Kennzahl operating earnings neu definiert und um Währungsgewinne und Währungsverluste bereinigt, nachdem in 2024-Q3, 2025-Q1 und 2025-Q2 Währungsverluste von 25, 19 und 55 Millionen US-Dollar angefallen waren. Die Änderung wurde offen erklärt, verbessert aber genau die Quartale, in denen sie eingeführt wurde.
Zusagen des Managements
- 2024-Q1 — Die Kostenquote bleibt komfortabel unter 30 Prozent und beginnt auf unbestimmte Zeit mit einer Zwei. In allen zehn Quartalen von 2024-Q1 bis 2026-Q2 eingehalten, Spanne 27,8 bis 28,6 Prozent. eingehalten
- 2024-Q1 — Das Geschäft soll auf Jahressicht und auf absehbare Zeit um 10 bis 15 Prozent wachsen, ausdrücklich als grobe Schätzung, nicht als feste Prognose. Schon 2024 nur 9,3 Prozent netto, in 2026-Q1 und 2026-Q2 im Versicherungssegment 3,2 und 3,7 Prozent. Das Band wurde in 2025-Q2 auf 8 bis 12 Prozent gesenkt und in 2025-Q3 ganz aufgegeben. gebrochen
- 2024-Q3 — Die Wachstumsdelle im Autogeschäft ist ein einmaliger Gegenwind, der Markt holt laut Oktoberdaten bereits auf. In 2025-Q3 hieß es, das Bild sei weiter unstet. In 2025-Q4 erklärte der CEO, die Erholungszeichen im Autogeschäft hätten sich als Fata Morgana erwiesen, der Markt finde weiter neue Tiefs, und eine Bodenbildung erhoffe man erst gegen Ende 2026. gebrochen
- 2024-Q4 — Der Verlust aus einem enttäuschenden Private-Equity-Fonds ist aus Sicht des Executive Chairman abgehakt, ein Problem daraus erwartet er künftig nicht mehr. In 2025-Q4 fielen 32 Millionen US-Dollar Verlust aus Investmentfonds an, laut Call im Wesentlichen aus einem Fonds des Finanzbereichs. Ob es derselbe Fonds war, geht aus den Protokollen nicht hervor; eine Frist war der Aussage nicht gesetzt. offen
- 2024-Q4 — Die Zeichnungsmarge wird sich von hier aus verbessern und sich mindestens nicht verschlechtern. Die Schaden-Kosten-Quote des laufenden Unfalljahres ohne Katastrophen lag in 2024-Q4 bei 87,7 und in 2026-Q2 bei 88,1 Prozent. Sichtbar ist bisher keine Verbesserung, das Management verweist auf bewusst vorsichtige Schadenannahmen. offen
- 2025-Q1 — Der CEO hofft, die Auswirkung der Zölle auf die Schadenquote in rund 90 Tagen beziffern zu können. Eine Zahl kam bis 2026-Q2 nicht. In 2025-Q2 und 2025-Q3 antwortete das Management der Sache nach, in den Schäden zeige sich nichts Nennenswertes. Ab 2025-Q4 kam das Thema in den Calls nicht mehr vor, weil kein Analyst nachfragte. offen
- 2024-Q1 — Die Duration des Anleiheportfolios wird schrittweise verlängert, sobald sich Gelegenheiten bieten. Umgesetzt wie beschrieben, von 2,5 Jahren in 2024-Q1 auf 3,2 Jahre in 2026-Q2, ohne Abstriche bei der Bonität AA minus. eingehalten
Grundlage: öffentliche Wortprotokolle der Earnings Calls. Ausgewertet: 10 Wortprotokolle 2024-Q1 bis 2026-Q2.
Wachstum
Wachstums-Score
Zehn Prüfungen aus den Jahresabschlüssen — jede bestandene zählt einen Punkt.
- Umsatz wächst über drei Jahre um mehr als 15 % pro Jahr 9,6 %
- Für das kommende Jahr werden mehr als 10 % Umsatzwachstum erwartet 4,6 %
- Aktienzahl wächst um weniger als 3 % pro Jahr -1,6 %
- Umsatzwachstum plus Cashflow-Marge ergeben mindestens 40 („Rule of 40") 31,4 %
- Bruttomarge ab 40 % und ohne nennenswerte Erosion 19,8 %
- Firmenwert aus Zukäufen wächst nicht schneller als der Umsatz 0,4 %
- Nettoverschuldung unter dem Doppelten des EBITDA 25.938 Mio. Netto-Cash
- Operativer Cashflow deckt die Gewinne der letzten drei Jahre 5.330 Mio.
- Kapitalrendite ab 15 % oder gegenüber vor zwei Jahren gestiegen 13,3 %
- Insider halten mindestens 10 % oder kaufen netto zu 26,3 %
Ein Kriterium ohne Zahlen gilt weder als bestanden noch als verfehlt; einen Punktestand gibt es erst ab 7 beurteilbaren Kriterien. Quelle: Fundamentaldaten. Alle zehn Kriterien im Detail
Qualitätsprüfung
AAQS
7/10Der AAQS (AlleAktien Qualitätsscore) prüft 10 Qualitätskriterien zu Wachstum, Profitabilität und Bilanzstärke — nach der von AlleAktien entwickelten und veröffentlichten Methodik, von uns aus eigenen Fundamentaldaten berechnet. Ab 9 von 10 Punkten gilt eine Aktie als Qualitätsaktie. Bei kürzerer Börsenhistorie rechnen wir über die verfügbaren Geschäftsjahre (mindestens fünf).
- Umsatzwachstum 10 J > 5 % 7,5 %
- Erw. Umsatzwachstum 3 J > 5 % -5,0 %
- EBIT-Wachstum 10 J > 5 % 11,2 %
- Erw. EBIT-Wachstum 3 J > 5 % 4,2 %
- Nettoverschuldung < 4x EBIT -11,1x
- EBIT positiv, 10 J durchgehend 10
- Max. EBIT-Rückgang < 50 % 21,4 %
- Eigenkapitalrendite > 15 % 20,9 %
- ROCE > 15 % 13,3 %
- Renditeerwartung > 10 % 18,3 %
Aktien mit der vollen AAQS-Punktzahl ansehen · Methodik bei AlleAktien nachlesen
Quelle: Fundamentaldaten
Insider
Insider-Transaktionen
Meldepflichtige Geschäfte von Führungskräften und Großaktionären aus SEC-Formular-4-Meldungen. „Sonstige" umfasst z. B. Aktienzuteilungen und Optionsausübungen ohne Kauf-/Verkaufscharakter.
| Datum | Person | Rolle | Typ | Stück | Kurs | Wert |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 3. Aug 2026 | Welt Philip S | EVP & Secretary | Sonstige | 592 | 72,29 | 42.794 |
| 3. Aug 2026 | Welt Philip S | EVP & Secretary | Sonstige | 14.086 | 0,00 | – |
| 3. Aug 2026 | Baio Richard Mark | EVP & CFO | Sonstige | 650 | 72,29 | 46.987 |
| 3. Aug 2026 | Baio Richard Mark | EVP & CFO | Sonstige | 14.086 | 0,00 | – |
| 3. Aug 2026 | Berkley William R Jr | Chairman, President and CEO | Sonstige | 4.139 | 72,29 | 299.198 |
| 3. Aug 2026 | Berkley William R Jr | Chairman, President and CEO | Sonstige | 98.593 | 0,00 | – |
| 3. Aug 2026 | Shiel James G | EVP - Investments | Sonstige | 650 | 72,29 | 46.987 |
| 3. Aug 2026 | Shiel James G | EVP - Investments | Sonstige | 14.086 | 0,00 | – |
Das Unternehmen
Über das Unternehmen
W.R. Berkley
- Mitarbeiter
- 8.804
- Hauptsitz
- Greenwich, CT
- Anschrift
- 475 Steamboat Road, 06830 Greenwich, United States
- Telefon
- 203 629 3000
- Website
- berkley.com
- Börsengang
- 07.09.1984
- ISIN
- US0844231029
- Aktien-Split
- 3:2 am 11.07.2024
- Aktien-Split
- 3:2 am 24.03.2022
- Aktien-Split
- 3:2 am 03.04.2019
Management
| Name | Position | Jahrgang |
|---|---|---|
| William Robert Berkley Jr. | President, CEO & Chairman | 1972 |
| Richard Mark Baio | Executive VP & CFO | 1969 |
| James Gerald Shiel | Executive Vice President of Investments | 1960 |
| Philip Stanley Welt C.P.A. | Executive VP & Secretary | 1960 |
| Karen A. Horvath | Vice President of Investor Relations | – |
| Stephen Mark Kennedy | Senior VP & General Counsel | – |
| Scott Allen Bennett | Senior VP & Chief Compliance Officer | – |
| Jonathan M. Levine | VP & Chief Marketing Officer | – |
| Carol Josephine LaPunzina | Senior Vice President of Human Resources | 1962 |
| Edward F. Linekin | Senior Vice President of Investments | – |
Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.
Meldungen
Unternehmensmeldungen (8-K)
Ein 8-K ist die Pflichtmeldung, mit der ein US-Unternehmen wesentliche Ereignisse sofort öffentlich machen muss — etwa Übernahmen, Führungswechsel, Großaufträge oder Zahlungsschwierigkeiten. Die Links führen zum Originaldokument bei der US-Börsenaufsicht SEC.
- 20.07.2026 BERKLEY W R CORP (WRB): Results of Operations and Financial Condition; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
Datenstand: 2. Oktober 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.