Cincinnati Financial Corporation
Einordnung
Unsere Einordnung
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt — sie beurteilt das Unternehmen, nicht den Einstiegszeitpunkt. Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.
Geschäftsmodell, Zahlen und Bilanz halten unserer Prüfung stand. Ob der aktuelle Kurs einen Einstieg trägt, ist eine eigene Frage — sie hängt am Preis, nicht am Unternehmen.
Warum diese Farbe
Die Substanz ist außergewöhnlich und in den Büchern belegt. Dem Eigenkapital von 16.671 Millionen US-Dollar (30.06.2026) stehen nur 808 Millionen Schulden gegenüber — eine Schuldenquote am Gesamtkapital von 4,6 Prozent nach 4,9 Prozent zum Jahresende 2025. Die Kapitalanlagen umfassen 33.153 Millionen US-Dollar, der Anleihebestand übersteigt die Schadenrückstellungen um rund 25 Prozent, die Ratings lauten A+ (A.M. Best, S&P), AA− (Fitch) und A1 (Moody’s), alle mit stabilem Ausblick. Der Buchwert je Aktie erreichte mit 108,64 US-Dollar einen Rekord, nachdem er im Krisenjahr 2022 auf 67,01 gefallen war. Das Versicherungsgeschäft selbst arbeitet stabil im eigenen Zielkorridor: Schaden-Kosten-Quote 93,9 Prozent im Fünfjahresschnitt 2021 bis 2025, vor Katastrophen und Reserveeffekten 87,8 Prozent im ersten Halbjahr 2026 nach 87,7 Prozent im Vorjahreszeitraum. 2025 wurden erstmals in der 75-jährigen Firmengeschichte mehr als zehn Milliarden US-Dollar Nettoprämien gezeichnet, und die Jahresdividende stieg 65 Jahre in Folge bei einer Ausschüttungsquote von im Schnitt nur 25 Prozent des Gewinns. Die naheliegende Einwendung — die hohe Aktienquote von 39,8 Prozent des Portfolios — ist ein Risiko für die ausgewiesene Zahl, aber keine offene Frage an die Firma: Der Härtetest hat bereits stattgefunden. 2022 fiel der Buchwert je Aktie um 18,0 Prozent und der Konzern wies 487 Millionen US-Dollar Verlust aus, während das Versicherungsgeschäft 672 Millionen verdiente — die Dividende wurde trotzdem erhöht, das Kapital hielt, und binnen dreieinhalb Jahren stieg der Buchwert von 67,01 auf 108,64 US-Dollar. Auch das teuerste Ereignis der Firmengeschichte, die kalifornischen Waldbrände vom Januar 2025 mit 942 Millionen US-Dollar vor und 448 Millionen nach Rückversicherung, hat die Bilanz nicht ins Wanken gebracht. Für Gelb müsste eine wesentliche operative Frage offen sein; die Schwächen — Cincinnati Re von 118 auf 24 Millionen versicherungstechnischen Gewinn in zwei Jahren, 43 Prozent weniger Neugeschäft im Privatkundengeschäft im ersten Halbjahr 2026 — sind belegt und benannt, aber gegen diese Substanz nicht bestandsgefährdend. Das Neugeschäft wurde zudem ausdrücklich aus Zeichnungsdisziplin zurückgefahren, während Gewerbe- und Spezialgeschäft im selben Zeitraum zulegten.
Woran sich die These entscheidet
Einschätzung: Chancen & Risiken
Cincinnati Financial ist ein außergewöhnlich solide finanzierter US-Sachversicherer: 4,6 Prozent Schuldenquote am Gesamtkapital, A+ bei A.M. Best, Buchwert je Aktie mit 108,64 US-Dollar auf Rekordhoch, 65 Jahre in Folge erhöhte Dividende. Die Besonderheit des Hauses ist zugleich sein größtes Missverständnis: Rund 40 Prozent der Kapitalanlagen stecken in Aktien, deren nicht realisierte Kursbewegungen seit 2018 direkt durch die Gewinnrechnung laufen. Von 8.987 Millionen US-Dollar Konzerngewinn der Jahre 2021 bis 2025 stammen 43,1 Prozent daher, im zweiten Quartal 2026 sogar 82 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,5 ist deshalb eine Zufallszahl — auf das operative Ergebnis gerechnet sind es rund 20 bis 23. Keine Anlageberatung.
Bilanz & Finanzstärke
Zum 30. Juni 2026 standen 16.671 Millionen US-Dollar Eigenkapital nur 808 Millionen Schulden gegenüber — eine Schuldenquote am Gesamtkapital von 4,6 Prozent nach 4,9 Prozent zum Jahresende 2025. Die Kapitalanlagen umfassen 33.153 Millionen US-Dollar, der Anleihebestand übersteigt die Schadenrückstellungen um rund 25 Prozent. Ratings: A+ bei A.M. Best und S&P, AA− bei Fitch, A1 bei Moody’s, alle mit stabilem Ausblick.
Ertragsqualität
Von 8.987 Millionen US-Dollar Konzerngewinn der Jahre 2021 bis 2025 stammen 3.869 Millionen oder 43,1 Prozent aus Kursbewegungen des eigenen Aktiendepots, nicht aus dem Versicherungsgeschäft — 2025 waren es 1.139 von 2.393 Millionen, im zweiten Quartal 2026 sogar 1.031 von 1.255 Millionen. 2022 drehte allein das Depot einen operativen Gewinn von 672 Millionen in einen Konzernverlust von 487 Millionen US-Dollar (10-K GJ 2025 und GJ 2022, Ergebnismitteilungen 8-K).
Zeichnungsergebnis
Die Schaden-Kosten-Quote lag mit 93,9 Prozent im Schnitt der Jahre 2021 bis 2025 im eigenen Zielkorridor von 92 bis 98 Prozent. Das Grundgeschäft ist stabil: vor Katastrophen und Reserveeffekten 87,8 Prozent im ersten Halbjahr 2026 nach 87,7 Prozent im Vorjahr. Im zweiten Quartal 2026 rutschte die Gesamtquote wegen 367 Millionen US-Dollar Katastrophenschäden jedoch auf 100,8 Prozent — 18 Millionen versicherungstechnischer Verlust statt 128 Millionen Gewinn.
Kapitalrückgabe
65 Jahre in Folge erhöhte Jahresdividende — ein Rekord, den das Unternehmen selbst nur bei sieben weiteren börsennotierten US-Gesellschaften sieht. Im Januar 2026 folgte das 66. Jahr mit einer Erhöhung um 8 Prozent auf 0,94 US-Dollar je Quartal, annualisiert 3,76 US-Dollar. Die Ausschüttungsquote lag über zehn Jahre bei nur 25 Prozent des Gewinns — die Serie wurde nie überdehnt.
Katastrophenrisiko
Die kalifornischen Waldbrände vom 7. bis 28. Januar 2025 waren mit 942 Millionen US-Dollar vor und 448 Millionen nach Rückversicherung der größte Einzelschaden der Firmengeschichte. Die Katastrophenlast erreichte 2025 10,8 Prozentpunkte der Schaden-Kosten-Quote gegenüber 8,6 im Zehnjahresschnitt. Der Konzern beziffert selbst 632 Millionen US-Dollar Schaden für einen Hundertjahres-Hurrikan und 987 Millionen für ein 250-Jahre-Ereignis, jeweils nach Rückversicherung und Steuern.
Vertrieb & Wachstum
Der Vertriebsweg über 2.292 unabhängige Agenturbeziehungen an 3.702 Standorten ist schwer kopierbar und ohne Klumpenrisiko (größte Agentur 0,5 Prozent der Prämien). 2025 wurden erstmals über 10 Milliarden US-Dollar Nettoprämien gezeichnet. Dem steht gegenüber, dass das Neugeschäft im Privatkundengeschäft im ersten Halbjahr 2026 um 43 Prozent einbrach und der versicherungstechnische Gewinn von Cincinnati Re binnen zwei Jahren von 118 auf 24 Millionen US-Dollar fiel.
Bewertung
Bei 184,23 US-Dollar (Schluss 27.07.2026) und 153.478.045 Aktien liegt der Börsenwert bei rund 28,3 Milliarden US-Dollar, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei rund 1,70 (Buchwert je Aktie 108,64 US-Dollar zum 30.06.2026). Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,5 aus dem Scanner misst zur Hälfte den Aktienmarkt; auf das operative Ergebnis von 7,95 US-Dollar je Aktie (2025) gerechnet liegt das Vielfache bei 23,2 statt 12,1.
Zu beachten
Auf die Rechercheliste kam CINF über den QARP-Scanner „Qualität zum fairen Preis“ (Rang 24 unter den US-Treffern, Datenstand 28. Juli 2026). Cincinnati Financial erfüllt alle fünf Bedingungen: Piotroski F-Score 7 (verlangt ≥ 7), Eigenkapitalrendite 18,7 Prozent (≥ 15 %), EBIT-Marge rund 24 Prozent (≥ 10 %), Verschuldungsgrad 0,05 (zwischen 0 und 1) und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,5 (positiv bis 20). Fundamental-Rating 59 Punkte (Note B), durchschnittliche Jahresrendite über drei Jahre 32,6 Prozent. Wichtig für die Einordnung: Eigenkapitalrendite, EBIT-Marge und Kurs-Gewinn-Verhältnis werden bei diesem Unternehmen erheblich von den Kursbewegungen des eigenen Aktiendepots mitbestimmt. Ohne sie sinkt die Eigenkapitalrendite 2025 von 15,0 auf 7,9 Prozent und die EBIT-Marge von rund 24 auf rund 14 Prozent.
Der im Scanner ausgewiesene Börsenwert von rund 27,0 Milliarden US-Dollar stammt aus einem etwas älteren Kursstand. Die Gegenprobe mit 153.478.045 Aktien (Deckblatt des Quartalsberichts, Stand 22.07.2026) und dem Schlusskurs vom 27. Juli 2026 (184,23 US-Dollar) ergibt rund 28,3 Milliarden US-Dollar — eine Abweichung von rund 4,5 Prozent nach oben.
Das Altman-Z″-Modell (Krisenzone unter 1,1, sicherer Bereich über 2,6) wird hier bewusst nicht gedeutet: Es wurde an Industrieunternehmen kalibriert und rechnet mit Betriebskapital, Umlaufvermögen und Umsatz je Bilanzsumme. Eine Versicherungsbilanz besteht aus Kapitalanlagen und Schadenrückstellungen und kennt kein Working Capital im industriellen Sinn — die Formel trägt für Versicherer nicht.
Die Ergebnisse der Jahre 2021 und 2022 wurden 2023 durch die Erstanwendung einer neuen US-Bilanzierungsregel für langlaufende Versicherungsverträge geringfügig angepasst (2021: 2.968 statt 2.946 Millionen US-Dollar). Diese Analyse verwendet durchgehend die Zahlenreihe, die zu den vom Unternehmen berichteten operativen Ergebnissen passt. Kurs- und Bewertungsangaben datieren auf den 27. Juli 2026; Cincinnati Financials Geschäftsjahr endet am 31. Dezember.
Aktien-Wächter
Diese Analyse ist Stand 4. August 2026. Was sich seitdem bei CINF geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.
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Kursverlauf
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
52-Wochen-Spanne: 151,40 $ bis 192,00 $ · Letzter Kurs: 162,10 $ (Stand: 5. Oktober 2026)
Kennzahlen
Kennzahlen im Überblick
Alle Kennzahlen dieser Aktie, nach Themen sortiert. Das Fragezeichen an einer Beschriftung erklärt, was die Zahl bedeutet.
Basis
Performance
Technische Kennwerte
Aus der Kurshistorie berechnet · Stand: 03.10.2026
Bewertung
Rentabilität
Bilanz & Sicherheit
Wachstum
Dividende
Qualität & Screener
Vergleich
Branchenvergleich
Die Aktie neben den größten Unternehmen derselben Gruppe. Die Median-Zeile ist der mittlere Wert der oben gezeigten Unternehmen — nicht der ganzen Branche.
Branche: Insurance - Property & Casualty
| Unternehmen | Marktkap. (Mrd. $) | KGV | EV/EBITDA | Bruttomarge % | EBIT-Marge % | Umsatzwachstum (Jahr) % | Perf. 1J % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cincinnati Financial Corporation CINF | 24,6 | 9,6 | 0,0 | 31,1 | 11,8 | 11,4 | 3,2 |
| Chubb Ltd CB | 128,2 | 12,3 | 0,0 | 31,1 | 20,6 | 6,5 | 19,1 |
| Progressive Corp PGR | 123,8 | 11,5 | 21,9 | 18,5 | 16,4 | 16,3 | -8,0 |
| The Travelers Companies Inc TRV | 75,2 | 11,1 | 0,0 | 34,7 | 18,7 | 5,2 | 30,7 |
| The Allstate Corporation ALL | 57,8 | 5,2 | 0,0 | 36,8 | 19,0 | 4,6 | 8,6 |
| W. R. Berkley Corp WRB | 26,0 | 15,3 | 0,0 | 43,8 | 17,1 | 7,8 | -6,7 |
| Loews Corp L | 21,3 | 13,9 | 0,0 | 36,3 | 11,8 | 5,4 | 4,2 |
| Markel Corporation MKL | 21,2 | 12,8 | 0,0 | 51,9 | -9,7 | -1,0 | -11,1 |
| Assurant, Inc. AIZ | 13,2 | 14,0 | 0,0 | 13,3 | 10,6 | 7,9 | 22,9 |
| Median der gezeigten Unternehmen | 26,0 | 12,3 | 0,0 | 34,7 | 16,4 | 6,5 | 4,2 |
Grundlage sind die zuletzt gemeldeten Kennzahlen. Nebeneinander stehen nur Titel desselben Handelsplatzes, damit die Marktkapitalisierungen in derselben Währung gerechnet sind. Im Chart vergleichen →
Geschäftsjahre
Jahreszahlen
Geschäftsjahre aus den geprüften Jahresabschlüssen, ältestes zuerst. EBIT ist der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern; die Bilanzsumme ist das gesamte Vermögen des Unternehmens.
Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Geschäftsjahr Mio. $
Umsatz Betriebsergebnis Gewinn
| Geschäftsjahr | Umsatz (Mio. $) | EBIT (Mio. $) | Nettogewinn (Mio. $) | GpA ($) | Operativer Cashflow (Mio. $) | Eigenkapital (Mio. $) | Bilanzsumme (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 5.449 | 812 | 591 | 3,55 | 1.103 | 7.060 | 20.386 |
| 2017 | 5.732 | 730 | 1.045 | 6,30 | 1.052 | 8.243 | 21.843 |
| 2018 | 5.407 | 251 | 287 | 1,74 | 1.181 | 7.833 | 21.935 |
| 2019 | 7.924 | 2.472 | 1.997 | 12,10 | 1.208 | 9.864 | 25.408 |
| 2020 | 7.536 | 1.499 | 1.216 | 7,49 | 1.491 | 10.789 | 27.542 |
| 2021 | 9.626 | 3.698 | 2.968 | 18,24 | 1.981 | 13.105 | 31.387 |
| 2022 | 6.563 | -694 | -487 | -3,07 | 2.052 | 10.562 | 29.732 |
| 2023 | 10.013 | 2.276 | 1.843 | 11,66 | 2.052 | 12.098 | 32.769 |
| 2024 | 11.337 | 2.858 | 2.292 | 14,52 | 2.649 | 13.935 | 36.501 |
| 2025 | 12.631 | 2.980 | 2.393 | 15,17 | 3.112 | 15.911 | 41.002 |
Quartale
Quartalszahlen
Jede Säule ist ein Quartal, die letzte ist die aktuellste. Über den Umschalter lassen sich die einzelnen Größen durchsehen.
Gewinn & Umsatz
Cashflow
Bilanz
Margen
Je Aktie
Chart anklicken oder mit Tab anspringen, dann mit ← und → durch die Perioden gehen.
Diese Kennzahl berichtet keine der ausgewählten Aktien. Wähle eine andere Kennzahl oder wechsle zwischen Jahr und Quartal.
· Gesamt · pro Jahr
Die Firmen berichten in verschiedenen Währungen — für einen fairen Vergleich „Indexiert“ einschalten oder eine Marge wählen.
Die Zahlen konnten gerade nicht geladen werden.
Quelle: Fundamentaldaten
| Quartal | GpA (Gewinn pro Aktie) | GpA YoY (%) | Umsatz (Mio. $) | Umsatz YoY (%) | Nettomarge (%) | OCF (Mio. $) | FCF (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024: Q4 | 2,57 | -65,70 | 2.538 | -24,40 | 16,00 | 642 | 638 |
| 2025: Q1 | -0,58 | -112,00 | 2.566 | -12,60 | -3,50 | 310 | 307 |
| 2025: Q2 | 4,34 | 119,10 | 3.248 | 27,70 | 21,10 | 741 | 737 |
| 2025: Q3 | 7,11 | 36,70 | 3.726 | 12,20 | 30,10 | 1.114 | 1.121 |
| 2025: Q4 | 4,29 | 66,90 | 3.085 | 21,60 | 21,90 | 947 | 937 |
| 2026: Q1 | 1,75 | – | 2.863 | 11,60 | 9,60 | 656 | 654 |
| 2026: Q2 | 8,05 | 85,50 | 4.274 | 31,60 | 29,40 | 700 | 698 |
Was bedeuten diese Begriffe?
- GpA (Gewinn pro Aktie):
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
- YoY (Year over Year):
- Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
- Umsatz:
- Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Nettomarge:
- Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
- OCF (operativer Cashflow):
- Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
- FCF (freier Cashflow):
- Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.
Screening
In diesen Scannern enthalten
Diese Aktie besteht aktuell 18 unserer Scanner-Strategien — jeder Treffer verlinkt zum Scanner.
Beste Treffer
Wachstum
Qualität & Bilanz
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Ausbruch & Setup
Momentum & Trend
Recherche
Gezählt werden nur echte Treffer verifizierter Scanner; reine Kennzahl-Rankings (KGV, KUV & Co. sortieren das ganze Universum) zählen nicht als Treffer. Alle Scanner ansehen
Prognose
Analysten & Kursziel
Sammelbild der Kursziele und Empfehlungen aller Analysten, die den Titel begleiten. Kursziele sind Erwartungen für die nächsten 12 Monate, keine Zusagen — und sie folgen dem Kurs oft, statt ihn vorherzusagen.
Verteilung der Empfehlungen
Schätzungen je Geschäftsjahr
| Geschäftsjahr | GpA erwartet ($) | GpA-Spanne ($) | Umsatz erwartet (Mio. $) | Wachstum erwartet | Analysten |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2026 | 8,44 | 8,15 – 9,06 | 13.227 | 6,2 % | 8 |
| 31.12.2027 | 9,03 | 8,65 – 9,55 | 12.615 | 7,0 % | 8 |
Durchschnitt der Analystenschätzungen für die kommenden Geschäftsjahre. Die Spanne zeigt, wie weit optimistischste und vorsichtigste Schätzung auseinanderliegen — je breiter, desto unsicherer die Erwartung.
Bewertung
Was preist der Kurs ein?
Statt zu schätzen, was die Aktie wert ist, drehen wir die Frage um: Welches Wachstum des freien Cashflows muss eintreten, damit der heutige Börsenwert aufgeht? Die Annahmen dahinter lassen sich verschieben.
Der aktuelle Börsenwert unterstellt rund -6,6 % Wachstum des freien Cashflows pro Jahr über zehn Jahre (Annahmen: Diskontsatz 10,0 %, Terminalwachstum 2,5 %).
| Freier Cashflow (letzte zwölf Monate) | 3,41 Mrd. $ |
|---|---|
| Marktkapitalisierung | 24,60 Mrd. $ |
| Freier Cashflow im zehnten Jahr | 1,73 Mrd. $ |
| Anteil des Endwerts am Börsenwert | 37,0 % |
Zum Vergleich: In den vergangenen fünf Jahren wuchs der freie Cashflow um 16,0 % pro Jahr.
Sie zeigt, welche Annahme im heutigen Kurs steckt — nicht, ob sie eintritt. Alle Annahmen sind über die Regler veränderbar; die Zahlen ändern sich mit ihnen.
Vereinfachte Modellrechnung, keine Prognose und keine Empfehlung.
KI-Einstufung
KI-Einstufung
Cincinnati Financial setzt Vorhersagemodelle produktiv in der Tarifierung ein — der Geschäftsbericht führt „enhanced pricing precision enabled by predictive models“ ausdrücklich als Grund für die Preisänderungen in der Kfz- und Wohngebäudeversicherung an. Zugleich benennen die Risikofaktoren künstliche Intelligenz zweifach als konkretes Risiko für das eigene Geschäftsmodell: Werden die zulässigen KI-Verfahren in der Tarifierung beschränkt, leidet das Zeichnungsergebnis unmittelbar, und die zunehmende aufsichtsrechtliche Prüfung von maschinellem Lernen wird laut Unternehmen wahrscheinlich zu neuen Vorschriften führen, die die Fähigkeit zum profitablen Zeichnen in einzelnen Bundesstaaten wesentlich beeinträchtigen können. Eigene KI-Erlöse gibt es nicht — KI ist hier Werkzeug und Regulierungsrisiko, keine Umsatzquelle. Nach der Vorrangregel (verkauft vor bedroht vor nutzt) ergibt das die Einstufung „bedroht“.
Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
„Limitations on our ability to use various types of artificial intelligence (AI) in the development of pricing precision could adversely affect underwriting results."
Beschränkungen unserer Möglichkeit, verschiedene Arten künstlicher Intelligenz (KI) bei der Entwicklung einer präziseren Tarifierung einzusetzen, könnten unser Zeichnungsergebnis beeinträchtigen.
10-K · 2026-02-23 · Zum SEC-Bericht
„There has been increased regulatory scrutiny of the use of machine learning and AI, and it is likely that we will be subject to new regulations that could materially adversely affect our operations or ability to write business profitably in one or more jurisdictions."
Der Einsatz von maschinellem Lernen und KI wird aufsichtsrechtlich zunehmend genau geprüft, und es ist wahrscheinlich, dass wir neuen Vorschriften unterliegen werden, die unseren Geschäftsbetrieb oder unsere Fähigkeit, in einer oder mehreren Rechtsordnungen profitabel zu zeichnen, wesentlich beeinträchtigen könnten.
10-K · 2026-02-23 · Zum SEC-Bericht
„Intense competition, and the impact of innovation, emerging technologies, artificial intelligence and changing customer preferences on the insurance industry and the markets in which we operate, could harm our ability to maintain or increase our business volumes and profitability"
Intensiver Wettbewerb sowie die Wirkung von Innovation, neu aufkommenden Technologien, künstlicher Intelligenz und sich wandelnden Kundenpräferenzen auf die Versicherungsbranche und die Märkte, in denen wir tätig sind, könnten unsere Fähigkeit beeinträchtigen, unsere Geschäftsvolumina und unsere Profitabilität zu halten oder zu steigern.
10-Q · 2026-07-27 · Zum SEC-Bericht
Ausgewertete Berichte: 10-Q 2026-07-27 · 8-K 2026-07-27 · 10-Q 2026-04-27 · 10-K 2026-02-23 · 8-K 2026-02-09 · 8-K 2026-01-30
Eingestuft am 28. Juli 2026 · So entsteht die Einstufung
Telefonkonferenzen
Was die Conference Calls verraten
Operativ liefert Cincinnati Financial über die zehn ausgewerteten Calls von 2024-Q1 bis 2026-Q2 verlässlich: Die im Call zu 2024-Q4 genannte Schadenschätzung für die kalifornischen Waldbrände traf fast auf den Dollar, das jahrelang verfolgte Kostenziel unter 30 Prozent wurde 2024 erreicht, die selbst gewählte Wertschöpfungskennziffer lag 2024 und 2025 über dem eigenen Zielband, und die Reserven entwickelten sich in jedem berichteten Zeitraum günstig. Eine gebrochene Zusage findet sich in den zehn Protokollen nicht. Was bleibt, sind Unschärfen in der Wortwahl. Zur Struktur der eigenen Rückversicherungstochter sagte der Vorstandschef in zwei Quartalen Gegensätzliches, und der Selbstbehalt im Katastrophenprogramm wurde einmal mit 300 statt 200 Millionen Dollar beziffert, obwohl die gestaffelte Struktur im Redetext desselben Zeitraums offengelegt war. Zum abgebauten Kumulrisiko in Kalifornien nennt das Haus keine Kennzahl, was zu seiner durchgehenden Linie passt, weder Prognosen noch einzelne Trendgrößen zu veröffentlichen. Das schwache zweite Quartal 2026 mit 100,8 Prozent Schaden-Kosten-Quote ist katastrophengetrieben; vor Katastrophen lag das laufende Unfalljahr im ersten Halbjahr 2026 bei 87,8 Prozent gegenüber 87,7 Prozent im Vorjahr.
Uneinheitliche Angaben zur eigenen Rückversicherung
Im Call zu 2024-Q2 beschrieb Vorstandschef Steve Spray die Rückversicherungseinheit Cincinnati Re so: Man habe keine eigene Gesellschaft gegründet, sie habe keine eigene Bilanz und zeichne auf dem Papier der Cincinnati Insurance. In 2025-Q1 antwortete derselbe Sprecher einem Analysten der Bank of America, es handele sich um einen übernommenen Rückversicherungsbetrieb mit eigener Bilanz. Beide Sätze stehen wörtlich in den Protokollen. In derselben Antwort von 2025-Q1 verweist Spray allerdings auf die Bilanz des Konzerns, sodass es eher nach beiläufiger Ungenauigkeit als nach einer geänderten Struktur klingt. Ähnlich beim Selbstbehalt im Katastrophenprogramm: In 2025-Q2 nannte Spray 300 Millionen Dollar, in 2025-Q3 dagegen 200 Millionen. Der Redetext zu 2024-Q4 löst das weitgehend auf, denn dort ist die Staffel offengelegt: Das Haus behält die ersten 200 Millionen vollständig, danach 56 Prozent der nächsten 100 Millionen, 25 Prozent der nächsten 100 Millionen und rund 14 Prozent der nächsten 1,1 Milliarden. Zwischen 200 und 300 Millionen trägt es also weiterhin den größeren Teil mit. Ein echter Widerspruch ist das nicht, eine saubere Formulierung aber auch nicht.
Preisaussage und steigender Schadenansatz
Seit 2024-Q4 sagt das Management, die eigenen Preise lägen über oder auf Höhe der Schadenkosten, mit Ausnahme der Arbeiterunfallversicherung; die Formel fiel auch in 2025-Q2 und 2025-Q4. Im Call zu 2026-Q1 kam sie dagegen nicht vor. Im selben Zeitraum sanken die durchschnittlichen Erneuerungsaufschläge im Gewerbegeschäft von hohen einstelligen Prozentsätzen (2024-Q1 bis 2025-Q1) über mittlere einstellige (2025-Q2 bis 2025-Q4) auf das obere Ende des niedrigen einstelligen Bereichs (2026-Q1 und 2026-Q2), und der Schadenansatz für die Gewerbehaftpflicht stieg für 2025 um 4,2 Punkte gegenüber 2024. Beides wird in den Calls erklärt: Der geringere Durchschnittsaufschlag folge daraus, dass der Bestand näher an die Preisangemessenheit rücke (2025-Q2), der höhere Ansatz sei bewusste Vorsicht wegen Missbrauchs des Rechtssystems und wachsender Schadenschwere, nicht eine beobachtete Unterdeckung (2025-Q4 und 2026-Q2). Dazu passt, dass die Reserven jeweils günstig abliefen: 2,0 Punkte im Gesamtjahr 2025, 3,2 Punkte in 2026-Q1 und 1,7 Punkte in 2026-Q2. Die Höhe des Schadentrends selbst veröffentlicht das Haus grundsätzlich nicht, das gilt seit 2024-Q1 unverändert für alle Fragesteller.
Kalifornien: Lehren ohne Kumulzahl
Nach den Waldbränden in Kalifornien wurde in sechs aufeinanderfolgenden Calls von 2024-Q4 bis 2026-Q1 nach den Konsequenzen gefragt. Die Antworten blieben überwiegend qualitativ: Lehren in Arbeit (2024-Q4), Modellneukalibrierung, Kumule und Risikosicht (2025-Q2), Pläne in Umsetzung (2025-Q3), weit im Prozess ohne Terminzusage (2025-Q4). Eine Zahl zum abgebauten Kumulrisiko nannte das Haus in keinem dieser Calls. Beziffert wurde dafür anderes: der Schaden selbst mit 450 bis 525 Millionen Dollar im Voraus, die Aufzehrung von rund der Hälfte des auf 1,5 Milliarden Dollar aufgestockten Programms samt 71 Millionen Wiederauffüllungsprämie (2025-Q2), Zeichnungsstopps in bestimmten Gebieten (2025-Q4) sowie der Anteil von 77 Prozent der kalifornischen Wohngebäudeprämien im nicht zugelassenen Geschäft. In 2026-Q1 kam hinzu, dass das gesamte neue Wohngebäudegeschäft in Kalifornien nur noch außerhalb des zugelassenen Marktes gezeichnet wird. Das Fehlen einer Kumulzahl entspricht der erklärten Linie des Hauses, keine Prognosen und keine einzelnen Kennziffern in die Zukunft zu geben. Wer die verbliebene Exponierung quantifiziert sehen will, findet sie in den Protokollen dennoch nicht.
Aus der Chance einer Generation wird Normalität
Von 2024-Q2 bis 2025-Q1 nannte Spray den Privatkundenmarkt wiederholt eine Chance, wie sie einmal in einer Generation oder einmal im Leben komme; in 2025-Q1 sprach er trotz der Waldbrandverluste ausdrücklich von null Abstrichen an der Begeisterung. In 2025-Q3 hieß es rückblickend, 2024 sei wohl der Höhepunkt gewesen, in 2026-Q1 spricht er von der Rückkehr zu einem etwas normaleren Zustand. Dahinter steht ein deutlicher Rückgang: Das konsolidierte Prämienwachstum fiel von 17 Prozent (2024-Q3 und 2024-Q4) auf 9 Prozent (2025-Q3), 5 Prozent (2025-Q4), 7 Prozent (2026-Q1) und 3 Prozent (2026-Q2). Im Privatkundengeschäft verlief das ungleichmäßig, von 30 Prozent (2024-Q2) über 14 Prozent (2025-Q3) und noch einmal 15 Prozent (2026-Q1) auf 1 Prozent (2026-Q2). Eine Zusage wurde damit nicht gebrochen: Der Ausdruck bezog sich stets auf den harten Markt, nicht auf eine eigene Wachstumsrate. Auf die Frage in 2025-Q4, ob man noch in der Offensive sei, antwortete Spray zwar mit Ja, erklärte im selben Atemzug aber, Offensive heiße gerade nicht, bei der Risikoauswahl nachzugeben oder Preise zu senken. In 2026-Q1 formulierte er dasselbe als mehr Rate bei weniger Exponierung, bei sinkenden Stückzahlen im Privatkundengeschäft und wachsenden Policenzahlen im Gewerbe.
Erstes Halbjahr 2026 am oberen Rand des Zielbands
In 2026-Q1 fragte ein Analyst von Piper Sandler nach einem Satz im eigenen Quartalsbericht, wonach die Ergebnisse 2026 unter den langfristigen Zielen liegen könnten. Spray antwortete, daraus sei nichts weiter zu lesen, das langfristige Ziel von 92 bis 98 Prozent Schaden-Kosten-Quote stehe unverändert, und man werde angesichts des zunehmenden Preisdrucks vorsichtig kalkulieren. Er hat dem Vorbehalt damit nicht widersprochen, sondern seinen Grund bestätigt. Ein Quartal später lag die Quartalsquote bei 100,8 Prozent und das Gewerbesegment bei 104,1 Prozent, dem einzigen Zeichnungsverlust im Gewerbegeschäft in allen zehn ausgewerteten Calls. Getragen wird er von Katastrophenschäden: 2,3 der 5,9 zusätzlichen Punkte im Konzern und 4,9 der 11,2 Punkte im Gewerbegeschäft. Vor Katastrophen lag die Schaden-Kosten-Quote des laufenden Unfalljahres im ersten Halbjahr 2026 bei 87,8 Prozent gegenüber 87,7 Prozent im Vorjahr, also praktisch unverändert. Das Zielband bezeichnet das Haus ausdrücklich als langfristigen Durchschnitt; 2025 endete bei 94,9 Prozent nahe der Bandmitte. Über das erste Halbjahr 2026 ergeben sich rund 98 Prozent, also der obere Rand. Ob das Jahr im Band bleibt, entscheidet sich erst im zweiten Halbjahr.
Zusagen des Managements
- 2024-Q3 — Die Schäden aus Hurrikan Milton würden im vierten Quartal 2024 vor Steuern zwischen 75 und 125 Millionen Dollar netto nach Rückversicherung liegen. Im Call zu 2024-Q4 nannte das Management keinen tatsächlichen Milton-Betrag und wurde auch nicht danach gefragt. Die Quartalsquote von 84,7 Prozent lag 2,8 Punkte besser als im Vorjahr und der Katastrophenanteil des Gesamtjahres nur 0,2 Punkte niedriger, ein Überschreiten der Spanne ist also unwahrscheinlich. Belegt ist die Einhaltung in den Protokollen aber nicht. offen
- 2024-Q4 — Die kalifornischen Waldbrände würden im ersten Quartal 2025 vor Steuern rund 450 bis 525 Millionen Dollar netto kosten und die Prämieneinnahmen um 50 bis 60 Millionen Dollar mindern. In 2025-Q1 meldete das Haus einen Nettoschaden von 449 Millionen Dollar, also am unteren Rand beziehungsweise minimal darunter, und Wiederauffüllungsprämien von 52 Millionen Dollar, mitten in der angekündigten Spanne. Das ist eine ungewöhnlich präzise Schätzung mitten in einem laufenden Großschaden. eingehalten
- 2024-Q2 — Die Kostenquote im Schaden- und Unfallgeschäft solle unter 30 Prozent gedrückt werden; im Halbjahr lag sie noch bei 30,1 Prozent. Für das Gesamtjahr 2024 wurden 29,9 Prozent berichtet, 2025 sank die Quote in drei von vier Quartalen weiter, im zweiten Quartal 2025 auf 28,6 Prozent. Das Ziel wurde erreicht, ohne dass die Provisionen an die Agenturen gekürzt wurden. eingehalten
- 2025-Q2 — Nach dem Erreichen der 30-Prozent-Marke werde das Kostenziel auf 29 Prozent oder darunter gesetzt und weiter abgesenkt. Die Ankündigung war ausdrücklich an eine Bedingung geknüpft und ohne Termin. In 2026-Q2 nannte derselbe Finanzchef die Marke von 29 Prozent zwar nicht, sagte aber wörtlich, man wolle unter 30 Prozent bleiben und er werde sein Ziel darauf richten, die Quote weiter zu senken. Die Absicht steht damit unverändert. Die Quartalsquote stieg um 1,2 Punkte, auf Halbjahressicht aber nur um 0,3 Punkte, Ursache waren höhere Provisionen und Verschiebungen bei der Aufwandserfassung. Ob die 29 Prozent erreicht werden, ist offen; zurückgenommen wurde das Ziel nicht. offen
- 2026-Q1 — Der Vorbehalt im eigenen Quartalsbericht, die Ergebnisse 2026 könnten unter den langfristigen Zielen liegen, sei nicht zu überinterpretieren; das Ziel von 92 bis 98 Prozent Schaden-Kosten-Quote gelte unverändert. Zugesagt war nicht, dass 2026 im Zielband landet, sondern nur, dass das langfristige Ziel unverändert gilt und man vorsichtig kalkuliert. Im Folgequartal lag die Quote bei 100,8 Prozent, überwiegend wegen höherer Katastrophenschäden; vor Katastrophen lag das laufende Unfalljahr im ersten Halbjahr bei 87,8 gegenüber 87,7 Prozent. Über das Halbjahr ergeben sich rund 98 Prozent, also der obere Rand. Da das Band ein langfristiger Durchschnitt ist und 2025 bei 94,9 Prozent endete, entscheidet sich die Frage frühestens zum Jahresende. offen
Grundlage: öffentliche Wortprotokolle der Earnings Calls. Ausgewertet: 10 Wortprotokolle 2024-Q1 bis 2026-Q2.
Wachstum
Wachstums-Score
Zehn Prüfungen aus den Jahresabschlüssen — jede bestandene zählt einen Punkt.
- Umsatz wächst über drei Jahre um mehr als 15 % pro Jahr 24,4 %
- Für das kommende Jahr werden mehr als 10 % Umsatzwachstum erwartet 6,7 %
- Aktienzahl wächst um weniger als 3 % pro Jahr -0,2 %
- Umsatzwachstum plus Cashflow-Marge ergeben mindestens 40 („Rule of 40") 35,9 %
- Bruttomarge ab 40 % und ohne nennenswerte Erosion 47,4 %
- Firmenwert aus Zukäufen wächst nicht schneller als der Umsatz 0,1 %
- Nettoverschuldung unter dem Doppelten des EBITDA 18.816 Mio. Netto-Cash
- Operativer Cashflow deckt die Gewinne der letzten drei Jahre 1.285 Mio.
- Kapitalrendite ab 15 % oder gegenüber vor zwei Jahren gestiegen 13,3 %
- Insider halten mindestens 10 % oder kaufen netto zu 1,7 %
Ein Kriterium ohne Zahlen gilt weder als bestanden noch als verfehlt; einen Punktestand gibt es erst ab 7 beurteilbaren Kriterien. Quelle: Fundamentaldaten. Alle zehn Kriterien im Detail
Qualitätsprüfung
AAQS
4/10Der AAQS (AlleAktien Qualitätsscore) prüft 10 Qualitätskriterien zu Wachstum, Profitabilität und Bilanzstärke — nach der von AlleAktien entwickelten und veröffentlichten Methodik, von uns aus eigenen Fundamentaldaten berechnet. Ab 9 von 10 Punkten gilt eine Aktie als Qualitätsaktie. Bei kürzerer Börsenhistorie rechnen wir über die verfügbaren Geschäftsjahre (mindestens fünf).
- Umsatzwachstum 10 J > 5 % 9,8 %
- Erw. Umsatzwachstum 3 J > 5 % -0,1 %
- EBIT-Wachstum 10 J > 5 % 15,5 %
- Erw. EBIT-Wachstum 3 J > 5 % -22,8 %
- Nettoverschuldung < 4x EBIT -6,3x
- EBIT positiv, 10 J durchgehend 9
- Max. EBIT-Rückgang < 50 % 100,0 %
- Eigenkapitalrendite > 15 % 16,5 %
- ROCE > 15 % 13,3 %
- Renditeerwartung > 10 % -13,1 %
Aktien mit der vollen AAQS-Punktzahl ansehen · Methodik bei AlleAktien nachlesen
Quelle: Fundamentaldaten
Insider
Insider-Transaktionen
Meldepflichtige Geschäfte von Führungskräften und Großaktionären aus SEC-Formular-4-Meldungen. „Sonstige" umfasst z. B. Aktienzuteilungen und Optionsausübungen ohne Kauf-/Verkaufscharakter.
| Datum | Person | Rolle | Typ | Stück | Kurs | Wert |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 25. Aug 2026 | Debbink Dirk J | Director | Kauf | 1.000 | 171,64 | 171.640 |
| 3. Aug 2026 | Schiff Charles Odell | Director | Verkauf | 7.600 | 175,40 | 1.333.067 |
Das Unternehmen
Über das Unternehmen
Cincinnati Financial Corporation bietet Sach- und Haftpflichtversicherungsprodukte in den USA an. Das Unternehmen ist in fünf Segmenten tätig: Commercial Lines Insurance, Personal Lines Insurance, Excess and Surplus Lines Insurance, Life Insurance und Investments.
- Mitarbeiter
- 5.705
- Hauptsitz
- Fairfield, OH
- Anschrift
- 6200 South Gilmore Road, 45014-5141 Fairfield, United States
- Telefon
- 513 870 2000
- Website
- cinfin.com
- Börsengang
- 26.03.1990
- ISIN
- US1720621010
- Aktien-Split
- 105:100 am 04.04.2005
- Aktien-Split
- 105:100 am 28.04.2004
- Aktien-Split
- 3:1 am 18.05.1998
Management
| Name | Position | Jahrgang |
|---|---|---|
| Steven Justus Johnston C.F.A., CERA, FCAS, MAAA | Executive Chairman | 1960 |
| Stephen Michael Spray | President, CEO & Director | 1966 |
| Michael James Sewell CPA | CFO, Principal Accounting Officer, Executive VP & Treasurer | 1964 |
| Teresa Currin Cracas Esq. | Chief Risk Officer & Executive VP of The Cincinnati Insurance Company | 1966 |
| Steven Anthony Soloria C.F.A., C.P.C.U. | Executive VP & Chief Investment Officer | 1967 |
| Dennis E. McDaniel C.M.A., CPA, C.P.C.U., CFM | VP & Investor Relations Officer | 1960 |
| Thomas Christopher Hogan Esq. | Executive VP, Chief Legal Officer & Company Secretary | 1993 |
| Betsy E. Ertel C.P.C.U. | Vice President of Corporate Communications | – |
| Donald Joseph Doyle Jr., AIM, C.P.C.U. | Senior Vice President of The Cincinnati Insurance Company | 1967 |
| William Harold Van Den Heuvel | Executive Vice President | 1967 |
Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.
Meldungen
Unternehmensmeldungen (8-K)
Ein 8-K ist die Pflichtmeldung, mit der ein US-Unternehmen wesentliche Ereignisse sofort öffentlich machen muss — etwa Übernahmen, Führungswechsel, Großaufträge oder Zahlungsschwierigkeiten. Die Links führen zum Originaldokument bei der US-Börsenaufsicht SEC.
- 28.09.2026 CINCINNATI FINANCIAL CORP (CINF): Entry into a Material Definitive Agreement; Creation of a Direct Financial Obligation or an Obligation under an Off-Balance Sheet Arrangement of a Registrant; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
- 25.08.2026 CINCINNATI FINANCIAL CORP (CINF): Regulation FD Disclosure; Other Events; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
- 21.08.2026 CINCINNATI FINANCIAL CORP (CINF): Regulation FD Disclosure; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
- 27.07.2026 CINCINNATI FINANCIAL CORP (CINF): Results of Operations and Financial Condition; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
Datenstand: 5. Oktober 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.