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Credo-Aktie: das Kabel, an dem die KI hängt

Credo-Aktie: das Kabel, an dem die KI hängt

Umsatz in einem Jahr verdreifacht, Nettomarge 35 Prozent, acht Rekordquartale in Folge — Credo Technology liefert die Verbindungstechnik für KI-Rechenzentren und die schönsten Wachstumszahlen unseres Scanners. Wir haben die SEC-Berichte gelesen und zeigen dir auch die andere Seite: drei Kunden, ein Auftragsfertiger und ein Preis, der Perfektion voraussetzt. Keine Anlageberatung — nur beide Seiten einer glänzenden Bilanz.

Thomas Mücke Gründer & Herausgeber
· 13 Min. Lesezeit

Stand heute

Stand: 17. August 2026

Schlusskurs
282,80 $ +8,80 %
Marktkapitalisierung
52,6 Mrd. $
KGV
114,4
Wachstums-Score
9/10
AAQS
8/10

Kursentwicklung seit 4. August 2026: +29,5 %

Diese Analyse hat einen Stichtag. Der Aktien-Wächter meldet sich, wenn sich an den Zahlen etwas Wesentliches ändert. Zur kostenlosen Vormerkung

Credo-Aktie: das Kabel, an dem die KI hängt
Eigene Darstellung: Börsenlotse · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)

Chart

Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).

52-Wochen-Spanne: 87,80 $ bis 302,50 $ · Letzter Kurs: 282,80 $ (Stand: 17. August 2026)

Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.

Nimm ein Lineal, lege es an eine steigende Umsatzkurve und verlängere den Strich um drei Jahre — fertig ist die Traumrendite. Dieser kleine Handgriff ist die vielleicht teuerste Angewohnheit von uns Anlegern; nennen wir sie den Lineal-Fehler. Kaum eine Aktie lädt gerade so sehr dazu ein wie Credo Technology (NASDAQ: CRDO): Umsatz in einem Jahr verdreifacht, acht Rekordquartale in Folge, plus 2.011 Prozent in vier Jahren. Das Lineal zittert schon vor Vorfreude in deiner Hand. Deshalb machen wir einen Deal: Wir legen es kurz weg und schauen gemeinsam in die Originalberichte — den frisch eingereichten Jahresbericht fürs Geschäftsjahr 2026 und vier Quartalsberichte. Dort steht, was die Kurve trägt. Und was sie reißen kann.

Was Credo eigentlich macht

Credo baut die Verbindungstechnik für Rechenzentren — vor allem sogenannte Active Electrical Cables (AEC). Stell dir ein KI-Rechenzentrum als riesiges Gehirn vor: Die Grafikprozessoren sind die Nervenzellen, aber ohne Nervenbahnen kein Denken. Credos Kabel sind genau diese Nervenbahnen — Kupferkabel mit eingebauten Signalprozessor-Chips, die Daten mit bis zu 1,6 Terabit pro Sekunde zuverlässig von Server zu Server tragen. Dazu kommen optische Signalchips, sogenannte Retimer und Lizenzen für die zugrunde liegende SerDes-Chiptechnik. Gegründet wurde die Firma von Halbleiter-Veteranen, der Rechtssitz liegt auf den Cayman Islands, das operative Hauptquartier in San Jose, Kalifornien; 807 Mitarbeiter, davon 616 Ingenieure.

Der Rückenwind ist derselbe, der gerade die halbe Tech-Welt antreibt: Der Jahresbericht sagt wörtlich, KI habe „eine neue Generation von Rechenzentren hervorgebracht“, die viel stärker von schneller, zuverlässiger Kommunikation abhängt. Wie so ein Boom bei einem ganz anderen Geschäftsmodell aussieht, zeigt unsere Sterling-Infrastructure-Analyse — dort werden die Rechenzentren gebaut, hier werden sie verkabelt.

KI-Erlebnis

Der Versprechens-Tracker: Was das Management zusagte — und was daraus wurde

Guidance ist das einzige Zukunftsversprechen, das ein Vorstand schwarz auf weiß bei der SEC hinterlegt — und bei einer Aktie, die zum Lineal-Fehler verführt, ist sie der beste Realitätstest. Wir haben deshalb alle 14 SEC-Pressemitteilungen von Credo aus der Zeit von März 2023 bis Juni 2026 gelesen — vom Kundenschock über den „Wendepunkt“ bis zur Umsatz-Verdreifachung — und jede Zusage von CEO Bill Brennan gegen die später tatsächlich berichteten Zahlen gehalten. Damit du siehst, was das Wort dieses Managements wert ist.

9× Gehalten 1× Gebrochen 1× Teilweise 2× Offen

Vierzehn Pressemitteilungen, ein Muster: Seit dem Kundenschock vom März 2023 hat Credo keine einzige selbst gesetzte Umsatzspanne verfehlt — sieben überprüfbare Zusagen gehalten, eine teilweise (der im Mai 2023 versprochene KI-Schub kam erst mit anderthalb Jahren Verzögerung), eine offen. Seit dem „Wendepunkt“ Ende 2024 wird die eigene Prognose sogar regelmäßig deutlich geschlagen: 8 Prozent über dem oberen Ende im Q3 FY2025, 12 Prozent im Q2 FY2026 (268,0 statt 230 bis 240 Millionen Dollar), 18 Prozent im Q3 FY2026. Das klingt nach Bilderbuch — hat aber zwei Fußnoten. Erstens: Als es im März 2023 ernst wurde, sprach nicht der CEO, sondern nur die Zahl. Die Guidance fiel von 54,3 Millionen Ist auf 30 bis 32 Millionen Soll, während Bill Brennans Zitat in derselben Mitteilung wortreich von der großen Marktchance handelte; dass der größte Kunde im Februar 2023 seine Abnahmeprognose gekappt hatte, steht so deutlich erst in den Geschäftsberichten der Folgejahre. Zweitens: Das einzige strukturelle Versprechen — die breitere Kundenbasis zum Ende des FY2024 — wurde zwar pünktlich eingelöst (größter Endkunde von 55 auf 26 Prozent), kippte aber sofort zurück: 63 Prozent an einem Endkunden im FY2025, 84 Prozent an dreien im FY2026. Und weil die Spannen systematisch vorsichtig gesetzt sind, gilt: Gefährlich wird es bei Credo nicht, wenn die eigene Prognose geschlagen wird — sondern an dem Tag, an dem sie nur noch getroffen wird.

  1. „Revenue is expected to be between $30.0 million and $32.0 million"

    Übersetzt: „Der Umsatz wird voraussichtlich zwischen 30,0 und 32,0 Millionen Dollar liegen."

    Quelle: Quartalsmitteilung Q3 FY2023 (SEC, 1. März 2023), Ausblick auf Q4

    Was daraus wurde

    Hinter dieser dürren Zahl steckt der Knall der Firmengeschichte: Credo hatte im gerade gemeldeten Quartal 54,3 Millionen Dollar umgesetzt — die neue Prognose bedeutete also minus 40 Prozent zum Vorquartal, mitten im Wachstumsmodus. CEO Bill Brennan verlor in derselben Mitteilung kein Wort zur Ursache und sprach stattdessen von der großen Marktchance („large market opportunity“). Das Eingeständnis steht erst in späteren Geschäftsberichten: Im Februar 2023 hatte der damals größte Kunde seine Abnahmeprognose gesenkt („our largest customer reduced its demand forecast“). Geliefert wurden 32,1 Millionen Dollar (Q4 FY2023, Ende 29. April 2023) — die gesenkte Spanne hielt, sogar einen Tick über dem oberen Ende.

    Beleg: Quartalsmitteilung Q4/FY2023 (SEC, 31. Mai 2023); 10-K-Geschäftsbericht FY2024 (SEC, 24. Juni 2024), Risikofaktoren

  2. „We see this shift accelerating the demand for energy-efficient connectivity solutions that perform at the highest speeds, which is exactly where Credo excels."

    Übersetzt: „Wir sehen, dass dieser Umbruch die Nachfrage nach energieeffizienten Verbindungslösungen mit höchsten Geschwindigkeiten beschleunigt — genau dort, wo Credo glänzt."

    Quelle: Quartalsmitteilung Q4/FY2023 (SEC, 31. Mai 2023), CEO Bill Brennan zur generativen KI

    Was daraus wurde

    Die erste KI-Zusage, vier Wochen nach dem Kundenschock formuliert — und kurzfristig blieb die versprochene Beschleunigung aus: Das Geschäftsjahr 2024 (Ende 27. April 2024) wuchs nur um 4,8 Prozent auf 193,0 Millionen Dollar. Der Schub kam mit rund anderthalb Jahren Verzögerung, dann aber gewaltig: plus 126 Prozent im FY2025 (436,8 Millionen), plus 205,7 Prozent im FY2026 (1.335,1 Millionen). Als Nahfrist-Aussage verfehlt, als Richtungs-Aussage voll eingelöst.

    Beleg: Quartalsmitteilung Q4/FY2024 (SEC, 29. Mai 2024); 10-K-Geschäftsbericht FY2026 (SEC, 15. Juni 2026), MD&A

  3. „we continue to expect sequential growth throughout fiscal 2024. We believe our growth will be led by multiple customers across our range of connectivity solutions, which would result in a more diversified revenue base as we exit fiscal 2024."

    Übersetzt: „Wir erwarten weiterhin sequenzielles Wachstum über das gesamte Geschäftsjahr 2024. Wir glauben, dass unser Wachstum von mehreren Kunden quer durch unsere Palette an Verbindungslösungen getragen wird — mit einer breiter aufgestellten Umsatzbasis zum Ende des Geschäftsjahres 2024."

    Quelle: Quartalsmitteilung Q1 FY2024 (SEC, 24. August 2023), CEO Bill Brennan

    Was daraus wurde

    Beides traf ein: Der Umsatz stieg im FY2024 vier Quartale in Folge (35,1 → 44,0 → 53,1 → 60,8 Millionen Dollar), und der größte Endkunde fiel von 55 Prozent Umsatzanteil im FY2023 auf 26 Prozent im FY2024, mit drei Endkunden über 15 Prozent. Die Pointe kam später: Schon im FY2025 hing wieder ein einzelner Endkunde mit 63 Prozent am Umsatz, im FY2026 standen drei Endkunden für 84 Prozent. Diversifizierung war bei Credo bislang ein Zwischenzustand, kein Dauerzustand.

    Beleg: Quartalsmitteilungen bis 29. Mai 2024; Endkunden-Tabellen im 10-K FY2024 (SEC, 24. Juni 2024) und 10-K FY2025 (SEC, 2. Juli 2025)

  4. „Looking forward, we anticipate accelerating demand for AI infrastructure."

    Übersetzt: „Mit Blick nach vorn erwarten wir eine sich beschleunigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur."

    Quelle: Quartalsmitteilung Q4/FY2024 (SEC, 29. Mai 2024), CEO Bill Brennan

    Was daraus wurde

    Pikantes Detail: Zeitgleich zur Beschleunigungs-Ansage setzte Credo die Umsatzspanne fürs erste Quartal FY2025 mit 58 bis 61 Millionen Dollar unter das gerade gemeldete Quartal (60,8 Millionen). Genau so kam es — Q1 brachte 59,7 Millionen (Ende 3. August 2024) —, und dann zündete die Stufe zwei: plus 21 Prozent im Q2 (72,0 Millionen), plus 87 Prozent im Q3 (135,0 Millionen). Die Beschleunigung kam, nur ein Quartal später, als der Satz klang.

    Beleg: Quartalsmitteilungen vom 4. September 2024, 2. Dezember 2024 und 4. März 2025

  5. „I am pleased to share that this turning point has arrived, and we are experiencing even greater demand than initially projected, driven by AI deployments and deepening customer relationships."

    Übersetzt: „Ich freue mich, mitteilen zu können, dass dieser Wendepunkt erreicht ist — und wir erleben eine noch größere Nachfrage als ursprünglich geplant, getrieben von KI-Rollouts und sich vertiefenden Kundenbeziehungen."

    Quelle: Quartalsmitteilung Q2 FY2025 (SEC, 2. Dezember 2024), CEO Bill Brennan

    Was daraus wurde

    Der seit Quartalen angekündigte Wendepunkt in der zweiten Hälfte des FY2025 wurde nicht nur gehalten, sondern pulverisiert: Zur Ansage gehörte eine Guidance von 115 bis 125 Millionen Dollar fürs Folgequartal — fast eine Verdopplung gegenüber den gerade gemeldeten 72,0 Millionen. Geliefert wurden 135,0 Millionen Dollar (Q3 FY2025, Ende 1. Februar 2025), acht Prozent über dem oberen Ende der eigenen Rekordprognose.

    Beleg: Quartalsmitteilung Q3 FY2025 (SEC, 4. März 2025)

  6. „Although we’re not able to really give specific guidance for fiscal ’26, we do expect the growth to be kind of on the order of, what expectations have been in the past, and that being on kind of the order of 50% annually."

    Übersetzt: „Auch wenn wir fürs Geschäftsjahr 2026 noch keine konkrete Prognose geben können, erwarten wir ein Wachstum ungefähr in der Größenordnung der bisherigen Erwartungen — also grob in der Größenordnung von 50 Prozent pro Jahr."

    Quelle: Earnings Call Q2 FY2025, 2. Dezember 2024 (Transkript: Insider Monkey), CEO Bill Brennan

    Was daraus wurde

    Die vermutlich größte Untertreibung der Firmengeschichte: Das Geschäftsjahr 2026 (Ende 2. Mai 2026) schloss mit 1.335,1 Millionen Dollar Umsatz — plus 205,7 Prozent statt der angesagten rund 50. Der CEO hat also um den Faktor vier tiefgestapelt. Für dich als Anleger ist das doppelt lehrreich: Die Zusage wurde spektakulär gehalten, aber sie zeigt auch, wie wenig selbst das Management die eigene Nachfragekurve zwölf Monate im Voraus greifen kann — in beide Richtungen.

    Beleg: 10-K-Geschäftsbericht FY2026 (SEC, 15. Juni 2026), MD&A; Quartalsmitteilung Q4/FY2026 (SEC, 1. Juni 2026)

  7. „Revenue is expected to be between $155.0 million and $165.0 million"

    Übersetzt: „Der Umsatz wird voraussichtlich zwischen 155,0 und 165,0 Millionen Dollar liegen."

    Quelle: Quartalsmitteilung Q3 FY2025 (SEC, 4. März 2025), Ausblick auf Q4

    Was daraus wurde

    Es wurden 170,0 Millionen Dollar (Q4 FY2025, Ende 3. Mai 2025) — drei Prozent über dem oberen Ende. Damit schloss Credo das Geschäftsjahr 2025 mit 436,8 Millionen Dollar ab, plus 126 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auffällig: Seit dem Wendepunkt liegt jedes Ist-Ergebnis über der eigenen Spanne — die Prognosen sind systematisch vorsichtig gesetzt.

    Beleg: Quartalsmitteilung Q4/FY2025 (SEC, 2. Juni 2025)

  8. „We continue to see growing demand for our solutions across hyperscaler customers to power advanced AI services, a trend we believe will persist for the foreseeable future."

    Übersetzt: „Wir sehen weiterhin wachsende Nachfrage nach unseren Lösungen quer durch die Hyperscaler-Kunden für fortgeschrittene KI-Dienste — ein Trend, der aus unserer Sicht auf absehbare Zeit anhalten wird."

    Quelle: Quartalsmitteilung Q4/FY2025 (SEC, 2. Juni 2025), CEO Bill Brennan

    Was daraus wurde

    Bisher hält der Trend mehr als Wort: Das erste Quartal FY2026 brachte 223,1 Millionen Dollar (Ende 2. August 2025) — 14 Prozent über dem oberen Guidance-Ende von 185 bis 195 Millionen, plus 274 Prozent zum Vorjahr. Das Gesamtjahr FY2026 endete bei 1.335,1 Millionen Dollar, plus 205,7 Prozent. Die Kehrseite steht im selben Jahresbericht: Über 99 Prozent des Zuwachses kamen von den Hyperscale-Kunden — der versprochene Trend und das Klumpenrisiko sind dasselbe Phänomen.

    Beleg: Quartalsmitteilung Q1 FY2026 (SEC, 3. September 2025); 10-K-Geschäftsbericht FY2026 (SEC, 15. Juni 2026)

  9. „As we begin fiscal year 2026, we expect revenue to exceed $800 million for year-over-year growth in excess of 85%. … we expect our non-GAAP net margin to approach 40%."

    Übersetzt: „Zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 erwarten wir einen Umsatz von über 800 Millionen Dollar — ein Wachstum von mehr als 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. … Wir erwarten, dass sich unsere Non-GAAP-Nettomarge der Marke von 40 Prozent nähert."

    Quelle: Earnings Call Q4 FY2025, 2. Juni 2025 (Transkript: The Motley Fool), CFO Dan Fleming

    Was daraus wurde

    Beide Messlatten wurden nicht übersprungen, sondern überflogen: Statt über 800 Millionen wurden es 1.335,1 Millionen Dollar (plus 205,7 statt plus 85 Prozent), und statt einer Non-GAAP-Nettomarge nahe 40 Prozent meldete der CFO im Abschluss-Call rund 662 Millionen Dollar Non-GAAP-Nettogewinn — etwa 50 Prozent Marge. Das Muster der systematisch vorsichtigen Jahresprognosen, das wir aus den Pressemitteilungen kennen, gilt in den Calls genauso.

    Beleg: 10-K-Geschäftsbericht FY2026 (SEC, 15. Juni 2026); Earnings Call Q4 FY2026, 1. Juni 2026 (Transkript: The Motley Fool)

  10. „We also expect revenue diversification to strengthen further with a fourth customer surpassing the 10% revenue threshold for the year."

    Übersetzt: „Wir erwarten außerdem, dass sich die Umsatz-Diversifizierung weiter verstärkt — mit einem vierten Kunden, der im Gesamtjahr die 10-Prozent-Schwelle überschreitet."

    Quelle: Earnings Call Q1 FY2026, 3. September 2025 (Transkript: The Motley Fool), CFO Dan Fleming

    Was daraus wurde

    Kam nicht: Schon im Call vom 2. März 2026 kassierte der CFO die Zusage ein („they may not be a 10% customer for the full year“ — „sie werden im Gesamtjahr womöglich kein 10-Prozent-Kunde sein“), und im Abschluss-Call vom 1. Juni 2026 erreichte der vierte Kunde die 10 Prozent nur im Einzelquartal Q4. Im Jahresbericht stehen stattdessen drei Endkunden mit zusammen 84 Prozent. Fairerweise: Der Grund war kein Nachfrageeinbruch beim vierten Kunden, sondern das Übererfüllen beim größten — der Nenner wuchs schneller als der Zähler. Geplatzt ist die konkrete Jahres-Zusage trotzdem.

    Beleg: Earnings Call Q3 FY2026, 2. März 2026, und Earnings Call Q4 FY2026, 1. Juni 2026 (Transkripte: The Motley Fool); 10-K-Geschäftsbericht FY2026 (SEC, 15. Juni 2026)

  11. „Credo expects sequential revenue growth in the mid-single digits leading to more than 200% year-over-year growth in the current fiscal year."

    Übersetzt: „Credo erwartet sequenzielles Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, was im laufenden Geschäftsjahr zu mehr als 200 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr führt."

    Quelle: Vorab-Mitteilung zu Q3 FY2026 (SEC, 9. Februar 2026)

    Was daraus wurde

    Diese Vorab-Meldung war ein Übertreffen mit Ansage: Q3 FY2026 kam mit 407,0 Millionen Dollar herein (Ende 31. Januar 2026) — 18 Prozent über der ursprünglichen Guidance von 335 bis 345 Millionen. Das vierte Quartal legte dann 7,4 Prozent sequenziell auf 437,0 Millionen zu (Ende 2. Mai 2026) — einen Hauch mehr als „mittlere einstellige“ Prozente —, und das Jahr schloss mit plus 205,7 Prozent: beide Teile der Zusage erfüllt.

    Beleg: Quartalsmitteilung Q3 FY2026 (SEC, 2. März 2026); Quartalsmitteilung Q4/FY2026 (SEC, 1. Juni 2026)

  12. „Revenue is expected to be between $465.0 million and $475.0 million"

    Übersetzt: „Der Umsatz wird voraussichtlich zwischen 465,0 und 475,0 Millionen Dollar liegen."

    Quelle: Quartalsmitteilung Q4/FY2026 (SEC, 1. Juni 2026), Ausblick auf Q1 FY2027

    Was daraus wurde

    Noch offen: Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 endet Anfang August 2026, die Zahlen kommen erfahrungsgemäß Anfang September 2026. Die Messlatte ist bemerkenswert — selbst das untere Ende der Spanne (465,0 Millionen Dollar) wäre mehr Umsatz in einem einzigen Quartal als im gesamten Geschäftsjahr 2025 (436,8 Millionen). Merk dir diese Spanne: An ihr kannst du das Muster der vorsichtig gesetzten Prognosen selbst weiterprüfen.

    Beleg: Ergebnis stand bei Redaktionsschluss (Juli 2026) noch aus

  13. „That inflection is bolstered by more than $600 million in optical revenue. With ZeroFlap optics, silicon photonics, PICCs, and optical DSPs each contributing more than $100 million. Driving more than 80% year over year total revenue growth for the full year."

    Übersetzt: „Diese Beschleunigung wird von mehr als 600 Millionen Dollar Optik-Umsatz getragen — ZeroFlap-Optik, Silizium-Photonik-Chips (im Transkript als „PICCs“ verschrieben, gemeint sind PICs) und optische DSPs steuern jeweils mehr als 100 Millionen bei. Daraus ergibt sich fürs Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von über 80 Prozent."

    Quelle: Earnings Call Q4 FY2026, 1. Juni 2026 (Transkript: The Motley Fool), CFO Dan Fleming

    Was daraus wurde

    Noch offen — und die ehrgeizigste Call-Zusage bisher: Allein die versprochenen 600 Millionen Dollar Optik-Umsatz im Geschäftsjahr 2027 wären mehr als Credos gesamter Jahresumsatz 2025 (436,8 Millionen), und sie hängen zu großen Teilen an Produkten, die erst in der zweiten Jahreshälfte hochlaufen sollen — darunter die gerade zugekaufte DustPhotonics-Photonik. Erster Prüftermin: die Q1-FY2027-Zahlen Anfang September 2026; die volle Abrechnung folgt mit dem 10-K im Sommer 2027.

    Beleg: Ergebnis stand bei Redaktionsschluss (Juli 2026) noch aus

Alle Zusagen stammen wörtlich aus SEC-Einreichungen (8-K-Pressemitteilungen, Jahres- und Quartalsberichte); der Abgleich nutzt die später berichteten Ist-Zahlen derselben Quellenkette. Keine Anlageberatung.

Wo die Aktie in unserem Scanner auftaucht

In unserem hauseigenen Aktien-Scanner (3.211 Titel, 72 Scanner) ist Credo das, was man einen Musterschüler nennt — Platz 2 von 3.211 im Fundamental-Rating, direkt hinter Reddit:

Screenshot unseres hauseigenen Aktien-Scanners, Scanner „Fundamental Rank (A / A+)": die farblich markierte Zeile zu Credo (CRDO) zeigt Rating A 88 von 100 auf Platz 2, Stage 2, Piotroski 7, Marktkapitalisierung 49,8 Milliarden Dollar und eine Tagesschwankung von über 10 Prozent.
Credo auf Platz 2 unseres Fundamental-Rank-Scanners (Datenstand 25. Juni 2026). So kommst du selbst dorthin: auf boersenlotse.de im Menü „Scanner“ öffnen → „Fundamental Rank (A / A+)“ wählen → zweite Zeile. Anders als Reddit darüber: grünes „Stage 2“ — der Trend läuft.

Credo taucht in 16 von 72 Scannern auf — und zwar quer durch alle Kategorien, was selten ist:

  • Trend: Stan Weinstein: Stage 2, Stage-2-Leader, 21-EMA-Trend, Über 50- & 200-Tage-Linie — der Aufwärtstrend ist intakt, das Trend-Template erfüllt, der Power Trend aktiv.
  • Momentum: CANSLIM Type RS, RS-Leader (≥90) — das Relative-Stärke-Rating von 96 heißt: stärker als 96 Prozent aller Aktien.
  • Wachstum und Qualität: Qualitäts-Wachstum, Dreistelliges Umsatzwachstum, GpA- & Umsatz-Power, Ben Bennett: Focus List, Institutionelle Akkumulation, Fundamental Rank und „Best of All“.

Übersetzt: Hier stimmen Trend und Zahlen. Der Piotroski-Score von 7 von 9 zeigt eine solide, aber nicht perfekte Bilanzqualität. Eine Warnung steht trotzdem schon im Scanner: Die durchschnittliche Tagesschwankung (ADR) liegt bei 10,9 Prozent — diese Aktie bewegt sich an einem normalen Dienstag so stark wie andere in einem Monat. Wer hier einsteigt, braucht einen ruhigen Magen.

KI-Erlebnis · Q&A-Forensik

Die unbeantwortete Frage: Was Analysten fragen — und was zurückkommt

Pressemitteilungen sind das Schaufenster — die Fragerunde des Earnings Calls ist der Hinterhof, in dem Analysten nachbohren dürfen. Wir haben deshalb die letzten acht Quartals-Calls von Credo gelesen, von September 2024 bis Juni 2026, und verfolgt, welche Fragen immer wiederkehren, wo das Management präzise antwortet und wo es ausweicht. Damit du nicht nur weißt, was Credo verspricht — sondern auch, wie es sich anhört, wenn jemand nachfragt.

Ausgewertet: September 2024 bis Juni 2026, 8 Calls (Q1 FY2025 bis Q4 FY2026; Transkripte u. a. via The Motley Fool und Insider Monkey). Alle acht Quartale waren auffindbar — keine Lücken.

  1. Q3 FY2025 · Vivek Arya (Bank of America)

    „if you could give us a sense of how large was the largest customer … And if you exclude that customer, how are you looking at the growth of your business among other customers?"

    Übersetzt: „Können Sie uns ein Gefühl dafür geben, wie groß der größte Kunde war? … Und wenn Sie diesen Kunden herausrechnen — wie sehen Sie das Wachstum des Geschäfts bei den übrigen Kunden?"

    Die Antwort

    „our largest customer was 86% of revenue … as far as customer concentration goes, Q3 was a bit of an outlier for us."

    Übersetzt: „Unser größter Kunde stand für 86 Prozent des Umsatzes. … Was die Kundenkonzentration angeht, war Q3 für uns ein gewisser Ausreißer."

    ⚖ Beantwortet, mit bemerkenswerter Offenheit — aber die 86 Prozent werden sofort als „Ausreißer“ gerahmt, nicht als Risiko.

    Quelle: Earnings Call Q3 FY2025, 4. März 2025 (Transkript: Insider Monkey)

  2. Q1 FY2026 · Joshua Buchalter (TD Cowen)

    „how you feel about the visibility into the ramp"

    Übersetzt: „Wie schätzen Sie die Vorhersehbarkeit des Hochlaufs ein, während Ihre Kundenbasis wächst?"

    Die Antwort

    „at one point, there was a lot of concern about us having too much concentration. And then the next quarter, we saw a really good you know, good balance between multiple customers"

    Übersetzt: „Irgendwann gab es große Sorgen, wir hätten zu viel Konzentration. Und im nächsten Quartal sahen wir dann eine richtig gute Balance zwischen mehreren Kunden."

    ⚖ Halb ausgewichen: Statt einer Kennzahl gibt es die Erzählung, die Sorge des Marktes pendele nur zwischen zwei Übertreibungen.

    Quelle: Earnings Call Q1 FY2026, 3. September 2025 (Transkript: The Motley Fool)

  3. Q3 FY2026 · Sean O’Loughlin (TD Cowen)

    „you mentioned that you expected the fourth hyperscale customer to represent greater than 10% of revenues for the full fiscal 2026. Obviously, you mentioned three 10% customers this quarter. Is that still your expectation for the full fiscal year?"

    Übersetzt: „Sie hatten gesagt, der vierte Hyperscaler werde im Gesamtjahr 2026 über 10 Prozent des Umsatzes stellen. Dieses Quartal nannten Sie nur drei 10-Prozent-Kunden. Gilt die Erwartung fürs Gesamtjahr noch?"

    Die Antwort

    „We have obviously experienced a lot of upside really driven by our largest customer this quarter … they may not be a 10% customer for the full year"

    Übersetzt: „Wir hatten offensichtlich viel Rückenwind, vor allem durch unseren größten Kunden in diesem Quartal. … Sie werden im Gesamtjahr womöglich kein 10-Prozent-Kunde sein."

    ⚖ Ehrliches Einkassieren der eigenen Zusage aus dem September — begründet mit dem Nenner-Effekt: Der größte Kunde wuchs schneller als der vierte.

    Quelle: Earnings Call Q3 FY2026, 2. März 2026 (Transkript: The Motley Fool)

  4. Q4 FY2026 · Blayne Curtis (Jefferies)

    „Wanted to ask about the 4 10% customers. I do not know if you are willing to give the numbers, but maybe just speak to some of the lumpiness that you have seen in the past"

    Übersetzt: „Ich wollte nach den vier 10-Prozent-Kunden fragen. Ich weiß nicht, ob Sie die Zahlen nennen wollen — aber sprechen Sie doch über die Sprunghaftigkeit, die Sie in der Vergangenheit gesehen haben."

    Die Antwort

    „So it is 34% for the largest, 27% for the second largest, 16 for the third, And notably, the fourth customer which was at 10%, they were not previously a 10% customer during fiscal 26. … we expect increasing diversification in fiscal 27"

    Übersetzt: „Es sind 34 Prozent für den größten, 27 für den zweitgrößten, 16 für den dritten. Und bemerkenswert: Der vierte Kunde mit 10 Prozent war zuvor im Geschäftsjahr 2026 kein 10-Prozent-Kunde. … Wir erwarten zunehmende Diversifizierung im Geschäftsjahr 2027."

    ⚖ Präzise Zahlen ohne Zögern — gefolgt von exakt derselben Diversifizierungs-Zusage, die schon für 2024, 2026 und nun für 2027 gegeben wurde.

    Quelle: Earnings Call Q4 FY2026, 1. Juni 2026 (Transkript: The Motley Fool)

Das Muster über zwei Jahre: Auf Konzentrationsfragen antwortet Credo mit nackten Zahlen — das ist transparenter als bei vielen Wettbewerbern. Aber die Diversifizierungs-Zusage wandert wie ein Vorgang auf Wiedervorlage von Call zu Call, während die Realität dagegenläuft: 86 Prozent an einem Kunden im Januar 2025, 84 Prozent an drei Endkunden im Gesamtjahr 2026. Versprochen wird Streuung, geliefert werden neue Klumpen.

  1. Q2 FY2025 · Tore Svanberg (Stifel)

    „I have to ask this question just because of history, right, that when we look at this type of growth, what gives you the visibility that there’s not some inventory build here, especially given the geopolitical climate"

    Übersetzt: „Ich muss diese Frage stellen, allein wegen der Geschichte: Woher nehmen Sie bei diesem Wachstum die Gewissheit, dass sich hier nicht Lagerbestände aufbauen — gerade angesichts der geopolitischen Lage?"

    Die Antwort

    „What we’re seeing right now is there’s a pretty high consumption rate within our customers. We don’t see a lot of inventory that’s being built within their logistics partners."

    Übersetzt: „Was wir gerade sehen, ist eine ziemlich hohe Verbrauchsrate bei unseren Kunden. Wir sehen nicht, dass sich bei deren Logistikpartnern viel Lagerbestand aufbaut."

    ⚖ Direkt beantwortet — mit dem Verweis auf Einblick in die Läger der Kunden-Logistiker, nicht mit einer Kennzahl.

    Quelle: Earnings Call Q2 FY2025, 2. Dezember 2024 (Transkript: Insider Monkey)

  2. Q3 FY2025 · Quinn Bolton (Needham)

    „what gives you the confidence that the surge you’ve seen here in January and April may not just be somewhat related to an inventory build ahead of server deployments … an air pocket at that customer at some point next year?"

    Übersetzt: „Woher kommt Ihre Zuversicht, dass der Schub im Januar und April nicht schlicht ein Vorratsaufbau vor Server-Rollouts ist — mit einem Luftloch bei diesem Kunden irgendwann im nächsten Jahr?"

    Die Antwort

    „when we talk about visibility, I think it’s very normal at this point to get 12-month forecast from customers … There are some things that can happen we’ve seen pushouts to schedule. We’ve seen pull-ins."

    Übersetzt: „Wenn wir über Vorhersehbarkeit sprechen: Es ist inzwischen völlig normal, von Kunden 12-Monats-Prognosen zu bekommen. … Es kann einiges passieren — wir haben Terminverschiebungen nach hinten gesehen, und wir haben Vorziehungen gesehen."

    ⚖ Teilweise beantwortet: Die 12-Monats-Prognosen sind ein echtes Argument, aber das eingeräumte Hin und Her („pushouts“, „pull-ins“) ist genau der Stoff, aus dem Luftlöcher gemacht sind.

    Quelle: Earnings Call Q3 FY2025, 4. März 2025 (Transkript: Insider Monkey)

  3. Q2 FY2026 · Sebastien Naji (William Blair)

    „And do customers typically purchase ahead or one after the other? And is there any risk of inventory build if they’re purchasing ahead of GPU orders?"

    Übersetzt: „Kaufen die Kunden typischerweise auf Vorrat oder der Reihe nach? Und besteht ein Risiko von Lageraufbau, wenn sie den GPU-Bestellungen vorauslaufen?"

    Die Antwort

    „we get a good sense of the type of inventory that exists within the partners that each one of our customers use to stage inventory. And we feel pretty good about — we feel pretty good that there’s not really a whole lot of product that’s sitting in inventory right now."

    Übersetzt: „Wir bekommen ein gutes Gefühl dafür, welche Bestände bei den Partnern liegen, über die unsere Kunden ihre Ware vorstaffeln. Und wir fühlen uns ziemlich sicher, dass gerade nicht besonders viel Produkt auf Lager liegt."

    ⚖ Beantwortet — ein Jahr nach Svanbergs Frage fast wortgleich beruhigend, wieder ohne Zahl.

    Quelle: Earnings Call Q2 FY2026, 1. Dezember 2025 (Transkript: Insider Monkey)

Auffällig ist nicht, was gefragt wurde, sondern was fehlt: Alle Vorratsfragen zielten auf die Läger der Kunden. Credos eigene Vorräte — 250,8 Millionen Dollar zum Ende des Geschäftsjahres 2026, plus 179 Prozent binnen eines Jahres und vom Abschlussprüfer als Critical Audit Matter markiert — hat in acht Calls kein einziger Analyst hinterfragt. Im Call vom 1. Juni 2026 nannte der CFO nur den Quartalsanstieg von 42,9 Millionen; der Jahresbericht mit dem Prüfervermerk erschien erst zwei Wochen später. Die wichtigste Frage dieses Themas ist bis heute nicht gestellt worden.

  1. Q2 FY2025 · Toshiya Hari (Goldman Sachs)

    „Curious if it’s really the size of certain projects that’s coming in above what you were expecting 90 days ago … What’s driving the significant upside in the quarter?"

    Übersetzt: „Mich interessiert, ob wirklich die Größe bestimmter Projekte über dem liegt, was Sie vor 90 Tagen erwartet haben. … Was treibt das deutliche Übertreffen in diesem Quartal?"

    Die Antwort

    „Although we’re not able to really give specific guidance for fiscal ’26, we do expect the growth to be kind of on the order of, what expectations have been in the past, and that being on kind of the order of 50% annually."

    Übersetzt: „Auch wenn wir fürs Geschäftsjahr 2026 noch keine konkrete Prognose geben können, erwarten wir ein Wachstum ungefähr in der Größenordnung der bisherigen Erwartungen — also grob 50 Prozent pro Jahr."

    ⚖ Mehr als beantwortet: Der CEO liefert unaufgefordert eine Jahresprognose — die sich später als Vierfach-Untertreibung erweist (tatsächlich wurden es plus 205,7 Prozent).

    Quelle: Earnings Call Q2 FY2025, 2. Dezember 2024 (Transkript: Insider Monkey)

  2. Q2 FY2026 · Christopher Rolland (Susquehanna)

    „But do you think that we could grow at a rate similar to the Street where it was?"

    Übersetzt: „Glauben Sie, dass Sie im nächsten Jahr ungefähr so wachsen können, wie es die Analystenschätzungen bisher vorsahen?"

    Die Antwort

    „in my prepared remarks, I specifically said mid-single digits revenue growth sequentially through fiscal ’27. So that’s the expectation that we’ve set. … and we’ve outperformed that"

    Übersetzt: „In meinen vorbereiteten Anmerkungen habe ich ausdrücklich von sequenziellem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich durchs Geschäftsjahr 2027 gesprochen. Das ist die Erwartung, die wir gesetzt haben. … Und wir haben sie bisher übertroffen."

    ⚖ Direkt beantwortet — der CFO benennt sogar selbst das Muster: Erwartung tief setzen, dann übertreffen.

    Quelle: Earnings Call Q2 FY2026, 1. Dezember 2025 (Transkript: Insider Monkey)

  3. Q4 FY2026 · Tom O’Malley (Barclays)

    „Is there any optical revenue, ZF Optics, or Dust Photonics in that guidance? And if so, how much?"

    Übersetzt: „Steckt in dieser Prognose Optik-Umsatz — ZeroFlap-Optik oder DustPhotonics? Und wenn ja, wie viel?"

    Die Antwort

    „About half of that growth in absolute dollars is coming from our optical portfolio. And about half of that is coming from our existing copper portfolio, predominantly AECs"

    Übersetzt: „Rund die Hälfte dieses Wachstums in absoluten Dollar kommt aus unserem Optik-Portfolio. Und rund die Hälfte aus unserem bestehenden Kupfer-Portfolio, vor allem AECs."

    ⚖ Beantwortet mit klarer Aufteilung — der Wachstumsplan fürs Geschäftsjahr 2027 hängt damit zur Hälfte an Produkten, die erst hochlaufen müssen.

    Quelle: Earnings Call Q4 FY2026, 1. Juni 2026 (Transkript: The Motley Fool)

Das positive Gegenbeispiel dieser Auswertung: Auf Wachstumsfragen weicht das Management nicht aus, es beziffert — und setzt die Latte dabei notorisch tief (50 Prozent angesagt, 205,7 geliefert). Für dich heißt das zweierlei: Die Antworten sind belastbar, aber wer die Tiefstapelei einfach in die Zukunft fortschreibt, baut sie unbemerkt in seinen Kaufpreis ein. Gefährlich wird es an dem Tag, an dem die tief gelegte Latte nur noch berührt statt übersprungen wird.

  1. Q2 FY2026 · Sean O’Loughlin (TD Cowen)

    „if we’re sitting here in 2027, 2028 and ALCs haven’t ramped, has it been — is this because of a technology problem that you guys still need to figure out? Or is it because of a business problem"

    Übersetzt: „Wenn wir 2027, 2028 hier sitzen und die ALC-Kabel nicht hochgelaufen sind — läge das dann an einem Technologieproblem, das Sie noch lösen müssen, oder an einem Geschäftsproblem?"

    Die Antwort

    „we feel like right at this point, it’s more of an execution play … I feel confident about bringing a product to market in our fiscal ’27 and ramping — first initial ramps in fiscal ’28"

    Übersetzt: „Aus unserer Sicht ist es an diesem Punkt vor allem eine Frage der Umsetzung. … Ich bin zuversichtlich, dass wir im Geschäftsjahr 2027 ein Produkt auf den Markt bringen und die ersten Hochläufe im Geschäftsjahr 2028 sehen."

    ⚖ Beantwortet, mit nachprüfbarem Termin: Hyperlume-Technik zum Produkt im FY2027, Hochlauf FY2028 — eine Zusage mit Verfallsdatum.

    Quelle: Earnings Call Q2 FY2026, 1. Dezember 2025 (Transkript: Insider Monkey)

  2. Q3 FY2026 · Quinn Bolton (Needham)

    „you guys announced the Comira acquisition this morning … Are you buying that just to kind of enhance the IC products that you have done historically, or is this a move to try to get into more Layer 2 solutions down the road?"

    Übersetzt: „Sie haben heute Morgen die Comira-Übernahme angekündigt. … Kaufen Sie das nur, um Ihre bisherigen Chip-Produkte zu stärken — oder ist das der Einstieg in weitergehende Layer-2-Lösungen?"

    Die Antwort

    „We have been collaborating with Comira as an IP partner since 2022 … will accelerate our end-to-end connectivity roadmap and expand the overall platform"

    Übersetzt: „Wir arbeiten seit 2022 mit Comira als IP-Partner zusammen. … Das wird unseren Fahrplan für durchgehende Verbindungslösungen beschleunigen und die Gesamtplattform erweitern."

    ⚖ Beantwortet — inklusive Eingeständnis, dass der Deal so frisch war, dass er nicht einmal in die vorbereiteten Anmerkungen passte.

    Quelle: Earnings Call Q3 FY2026, 2. März 2026 (Transkript: The Motley Fool)

  3. Q4 FY2026 · Janko Venter (Arete Research)

    „You have undergone strategic investments with Dust Photonics … help us understand how you are thinking about putting the capital on the balance sheet to work"

    Übersetzt: „Sie haben mit DustPhotonics strategisch investiert. … Helfen Sie uns zu verstehen, wie Sie das Kapital auf der Bilanz einsetzen wollen."

    Die Antwort

    „Let me first state that we have no current plans to raise any capital, additional capital at this point. Nor do we plan to do a share buyback. … the net cash amount that you will see in Q1 that went out the door in Q1 was about $750 million"

    Übersetzt: „Zunächst: Wir haben derzeit keine Pläne, zusätzliches Kapital aufzunehmen. Und wir planen auch keinen Aktienrückkauf. … Der Netto-Barbetrag, der im ersten Quartal abgeflossen ist, lag bei rund 750 Millionen Dollar."

    ⚖ Beantwortet mit harten Eckdaten: 750 Millionen abgeflossen, keine Kapitalerhöhung, kein Rückkauf — die Kasse trägt den Zukauf, aber sie ist danach nur noch halb so dick.

    Quelle: Earnings Call Q4 FY2026, 1. Juni 2026 (Transkript: The Motley Fool)

Zu den drei Zukäufen binnen drei Quartalen gab es keine Ausflüchte, sondern Termine und Beträge, an denen du das Management messen kannst: ALC-Produkt im Geschäftsjahr 2027, erster Hochlauf 2028, rund 750 Millionen Dollar Abfluss für DustPhotonics ohne Kapitalerhöhung. Notiere dir diese Daten — sie sind die nächsten Nahtstellen, an denen Story und Zahlen zusammenpassen müssen.

Acht Calls, ein Gesamtbild: Dieses Management antwortet häufiger mit Zahlen, als es ausweicht — das ist die gute Nachricht. Die beiden Befunde, die bleiben: Erstens wird die Diversifizierungs-Zusage seit Jahren wiederholt und im Detail regelmäßig einkassiert, während die Konzentration real bleibt. Zweitens hat die auffälligste Bilanzposition — die eigenen Vorräte mit plus 179 Prozent — in keiner einzigen Fragerunde jemand angefasst. Wenn Anfang September 2026 der nächste Call ansteht, hör auf genau diese zwei Stellen: Wird aus „increasing diversification in fiscal 27“ eine Zahl? Und fragt endlich jemand nach dem Lager?

Grundlage sind die öffentlichen Wortprotokolle der Earnings Calls (Transkripte u. a. via The Motley Fool), kurz zitiert mit Quellenangabe und deutscher Übersetzung. Bewertungen sind redaktionelle Einordnungen. Keine Anlageberatung.

Die Zahlen über die Jahre — die steilste Kurve unseres Universums

Balken- und Liniendiagramm: Credos Jahresumsatz steigt von 107 Millionen Dollar (Geschäftsjahr 2022) auf 1.335 Millionen (Geschäftsjahr 2026), die Bruttomarge-Linie von 60 auf 68 Prozent. Darunter das Nettoergebnis: Verluste bis zum Geschäftsjahr 2024, dann 52 und schließlich 472 Millionen Gewinn.
Das Kennzahlen-Paket auf einen Blick: Umsatz (grün) und Bruttomarge (blau) steigen, aus roten werden grüne Jahre — Geschäftsjahre FY2022 bis FY2026 (Ende jeweils Anfang Mai). Datenquelle: Fundamentaldaten und SEC-Berichte (siehe Quellen am Ende).

Das Geschäftsjahr 2026 (beendet am 2. Mai 2026) war der Durchbruch: 1.335 Millionen US-Dollar Umsatz, plus 205,7 Prozent. Der Jahresbericht beziffert die Quelle exakt:

„The sales increase was primarily driven by the ramp-up of our AEC solutions at our hyperscale data center customers during fiscal 2026 which contributed over 99% of the increase in revenue.“

Übersetzung: „Der Umsatzanstieg wurde in erster Linie vom Hochlauf unserer AEC-Lösungen bei unseren Hyperscale-Rechenzentrumskunden im Geschäftsjahr 2026 getragen, der über 99 Prozent des Umsatzzuwachses beisteuerte.“

— Credo Technology, SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 7 MD&A

Markierte Textstelle aus dem Credo-Jahresbericht 10-K FY2026, MD&A: Über 99 Prozent des Umsatzzuwachses stammen aus dem Hochlauf der AEC-Kabel bei Hyperscale-Rechenzentrumskunden.
Originalzitat (10-K FY2026, Item 7 MD&A): „…which contributed over 99% of the increase in revenue.“ — deutsch: „…der über 99 Prozent des Umsatzzuwachses beisteuerte.“ Ein Produkt, eine Kundengruppe — das ist die ganze Wachstumsstory in einem Satz. Quelle: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 7 (sec.gov). Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Dabei wird Credo nicht nur größer, sondern besser: Bruttomarge 68 Prozent (nach 64,8), Nettogewinn 472 Millionen — eine Nettomarge von 35,4 Prozent. Die Bilanz: 1,44 Milliarden US-Dollar liquide Mittel, so gut wie keine Schulden. Und die Quartalsreihe zeigt, dass das kein einmaliger Sprung war:

Balkendiagramm des Quartalsumsatzes von Credo über acht Quartale, von 60 Millionen Dollar auf 437 Millionen — acht Rekordquartale in Folge, das letzte mit plus 157 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Quartalsumsatz in Millionen US-Dollar: acht Rekordquartale in Serie; die Gewinnschätzungen der Analysten wurden in sieben Quartalen in Folge übertroffen. Datenquelle: Fundamentaldaten und SEC-Quartalsberichte (siehe Quellen am Ende).
KI-Erlebnis

Der Anleger-Flugsimulator: Halte diese Aktie, bevor du sie kaufst

Die Kurve sieht auf dem Chart wunderschön aus — aber hättest du sie im Depot ausgehalten? Du startest mit 10.000 Euro und erlebst zwölf nachgebildete Monate mit dieser Aktie. Bei jeder Sturmwarnung entscheidest du: halten oder verkaufen?

Nachgebildete Kursreise aus der realen Schwankungsbreite der Credo-Aktie (durchschnittliche Tagesschwankung rund 11 Prozent, Datenstand 25. Juni 2026) — kein echter Kursverlauf, keine Prognose.

von 12 ausgestiegen

Zum Vergleich: Wer stur alle 12 Monate durchgehalten hätte, stünde bei .

Die Kursreise ist eine KI-Nachbildung aus der realen Schwankungsbreite der Aktie — kein historischer Verlauf und keine Prognose. Keine Anlageberatung.

Was in den Berichten steht — drei unbequeme Wahrheiten

Ein Geschäftsbericht bei der US-Börsenaufsicht SEC ist unter Strafandrohung ehrlich. Und Credos Berichte sind erfreulich unverblümt, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Die unbequeme Wahrheit Nr. 1: drei Wale tragen 84 Prozent des Umsatzes

Wenn dein Bäcker 90 Prozent seiner Brötchen an zehn Kunden verkauft — und 84 Prozent an nur drei —, dann gehört die Frage „Was, wenn einer wegbleibt?“ in jede Kaufüberlegung. Genau diese Zahlen stehen im Jahresbericht:

„We currently rely and expect to continue to rely on a limited number of customers for a significant part of our revenue. In fiscal 2026, sales to our top 10 customers accounted for approximately 90% of our total revenue. Furthermore, we had two customers that accounted for 10% or more of our total fiscal 2026.“

Übersetzung: „Wir sind derzeit — und voraussichtlich auch künftig — für einen erheblichen Teil unseres Umsatzes auf eine begrenzte Zahl von Kunden angewiesen. Im Geschäftsjahr 2026 entfielen rund 90 Prozent unseres Gesamtumsatzes auf unsere zehn größten Kunden. Darüber hinaus hatten wir zwei Kunden, die jeweils 10 Prozent oder mehr des Gesamtumsatzes ausmachten.“

— Credo Technology, SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 1 „Business — Our Customers“

Markierte Textstelle aus dem Credo-Jahresbericht 10-K FY2026, Abschnitt Our Customers: Die zehn größten Kunden stehen für rund 90 Prozent des Umsatzes, zwei Kunden für je mehr als 10 Prozent. Darunter der Abschnitt zur Fertigung: Wafer exklusiv von TSMC.
Originalzitat (10-K FY2026, Item 1 „Our Customers“): „…sales to our top 10 customers accounted for approximately 90% of our total revenue.“ — deutsch: „…rund 90 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen auf die zehn größten Kunden.“ Praktisch: Direkt darunter dokumentiert derselbe Bericht die exklusive Wafer-Fertigung bei TSMC. Quelle: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 1 (sec.gov). Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Die Detailtabellen im Bericht machen es noch griffiger: Die drei größten Endkunden standen im Geschäftsjahr 2026 für 33 + 32 + 19 = 84 Prozent des Umsatzes. Im Jahr davor hing sogar 67 Prozent an einem einzigen Vertragspartner. Der Klumpen ist also breiter geworden — von einem Wal auf drei —, aber er ist und bleibt ein Klumpen. Der Bericht erinnert selbst daran, wie schnell das kippen kann: Anfang 2023 kürzte der damals größte Kunde seine Abnahmeprognosen, und das Geschäftsjahr 2024 wuchs nur um 4,8 Prozent. So etwas passiert in dieser Branche nicht vielleicht — es ist schon passiert.

Die unbequeme Wahrheit Nr. 2: Die Gewinn-Ära ist jünger, als der Kurs vermuten lässt

„Prior to fiscal 2025, we had a history of net losses. While we generated net income of $472.3 million and $52.2 million in fiscal 2026 and fiscal 2025, respectively, we incurred net losses of $28.4 million in fiscal 2024 […]“

Übersetzung: „Vor dem Geschäftsjahr 2025 hatten wir eine Geschichte von Nettoverlusten. Während wir in den Geschäftsjahren 2026 und 2025 Nettogewinne von 472,3 bzw. 52,2 Millionen US-Dollar erzielten, verzeichneten wir im Geschäftsjahr 2024 einen Nettoverlust von 28,4 Millionen US-Dollar […]“

— Credo Technology, SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 1A „Risk Factors“

Markierte Textstelle aus den Risk Factors des Credo-Jahresberichts 10-K FY2026: Vor dem Geschäftsjahr 2025 schrieb Credo Verluste; erst seit zwei Jahren ist die Firma profitabel.
Originalzitat (10-K FY2026, Item 1A „Risk Factors“): „Prior to fiscal 2025, we had a history of net losses.“ — deutsch: „Vor dem Geschäftsjahr 2025 hatten wir eine Geschichte von Nettoverlusten.“ Die Gewinn-Ära ist genau zwei Jahre alt. Quelle: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 1A (sec.gov). Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Das schmälert die Leistung nicht — aber es erinnert daran, dass diese Firma erst seit zwei Jahren beweist, dass sie dauerhaft Geld verdienen kann. Und der Wohlstand wird geteilt, bevor er bei dir ankommt: Die aktienbasierte Vergütung lag im Geschäftsjahr 2026 bei 182,6 Millionen US-Dollar — mehr als ein Drittel des Nettogewinns —, und die Aktienzahl ist seit 2021 um rund ein Drittel gewachsen:

Rotes Balkendiagramm der ausstehenden Aktien von Credo: 144,9 Millionen (2021) bis 192,7 Millionen (2026) — rund ein Drittel mehr Aktien in fünf Jahren.
Ausstehende Aktien in Millionen zum jeweiligen Jahresende. In Rot, weil jede neue Aktie deinen Anteil am Kuchen verkleinert — Wachstum, das mit frischen Aktien bezahlt wird, ist nie ganz gratis. Datenquelle: Fundamentaldaten und SEC-Berichte (siehe Quellen am Ende).

Dazu passt ein Blick auf das Verhalten derer, die die Firma am besten kennen: In unserem Datenfeed stehen für die letzte Berichtsperiode null Insiderkäufe und 20 Insiderverkäufe. Insider verkaufen aus vielen Gründen — aber sie kaufen nur aus einem.

Die unbequeme Wahrheit Nr. 3: viel Kette für ein Kabel

Credo entwirft seine Chips selbst, lässt aber alles fertigen — und zwar konzentriert: Die Halbleiter-Wafer kommen laut Jahresbericht exklusiv von TSMC, Montage und Test laufen „primarily in Asia“, die AEC-Kabel fertigt BizLink. Entwicklerteams sitzen unter anderem in Festlandchina, Hongkong und Taiwan, und der Bericht führt US-Beschränkungen für China-Investitionen als eigenen Risikofaktor. Der Rechtssitz auf den Cayman Islands macht die Konstruktion nicht einfacher. Nichts davon ist ungewöhnlich für die Branche — aber es bedeutet: Zwischen Credos Auftragsbuch und Credos Umsatz liegen eine Foundry, ein Fertiger, mehrere Meerengen und die Weltpolitik.

Und der Motor des Ganzen — die KI-Investitionswelle — ist zyklisch, wie der Bericht selbst festhält: „Our business depends on continued capital expenditures by data center service providers and is subject to the cyclicality of such expenditures.“ — deutsch: „Unser Geschäft hängt von fortgesetzten Investitionen der Rechenzentrumsbetreiber ab und unterliegt deren Zyklizität.“ Solange Hyperscaler Rekordsummen investieren, läuft es. Wenn sie durchatmen, atmet Credos Umsatz mit.

Markierte Textstelle aus dem Credo-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 1 Business: Künstliche Intelligenz hat eine neue Generation von Rechenzentren hervorgebracht, die weit stärker von schneller, zuverlässiger Kommunikation abhängen.
Originalzitat (10-K FY2026, Item 1 „Business“): „Artificial Intelligence (AI) has bred a new generation of data centers over the past 5 years that depend much more heavily on high speed, reliable communications…“ — deutsch: „Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen fünf Jahren eine neue Generation von Rechenzentren hervorgebracht, die weit stärker von schneller, zuverlässiger Kommunikation abhängen…“. Quelle: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 1 (sec.gov). Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.
KI-Erlebnis

Die Gegenseite existiert wirklich

Bei einer Aktie mit plus 2.011 Prozent in vier Jahren klingen Skeptiker schnell wie Spielverderber. Aber die Gegenseite existiert wirklich — mit Argumenten, die dokumentiert sind, nicht ausgedacht. Hier sind drei davon, jeweils mit der besten Antwort der Bullen.

Drei Wale tragen 84 Prozent des Umsatzes

Die zehn größten Kunden stehen für rund 90 Prozent des Umsatzes, die drei größten Endkunden allein für 84 Prozent (33 + 32 + 19). Und das Risiko ist keine Theorie: Anfang 2023 kürzte der damals größte Kunde seine Abnahmeprognosen — das Geschäftsjahr 2024 wuchs daraufhin nur noch um 4,8 Prozent. Delta im neuesten Jahresbericht: Im 10-K FY2026 fehlt erstmals das mahnende Beispiel aus den Vorjahres-Risikofaktoren, wonach der damals größte Kunde im Februar 2023 seine Abnahmeprognosen kürzte — der Warnhinweis wurde gestrichen, ausgerechnet in dem Jahr, in dem drei Endkunden 84 Prozent des Umsatzes tragen. Und der Bericht legt die Route des Geldes offen: 28 Prozent des Umsatzes liefen im Geschäftsjahr 2026 über Hongkong, im Jahr davor waren es noch 56 Prozent — der Rechtssitz liegt derweil auf den Cayman Islands.

Quelle: SEC-Jahresberichte 10-K FY2025 und 10-K FY2026, jeweils Item 1A „Risk Factors“ · 15. Juni 2026

Stimmt — aber der Klumpen wird breiter, nicht schmaler: Im Geschäftsjahr 2025 hing noch 67 Prozent an einem einzigen Vertragspartner, jetzt verteilt sich die Last auf drei Wale. Und diese Wale sind die zahlungskräftigsten Konzerne der Welt, mitten im größten Investitionsprogramm ihrer Geschichte.

Woran du erkennst, wer recht behält

Nächster Quartalsbericht (10-Q fürs Q1 FY2027, erwartet Anfang September 2026): Prüfe in den Notes die Kundenkonzentration — zuletzt trugen die drei Endkunden 33 + 32 + 19 = 84 Prozent (10-K FY2026). Fällt einer der drei Wale um mehr als zehn Prozentpunkte oder rutscht einer der beiden Über-10-Prozent-Kunden unter die Meldeschwelle, wiederholt sich das Muster von Februar 2023 — und zwar ausgerechnet, nachdem Credo dieses mahnende 2023-Beispiel im 10-K FY2026 erstmals aus den Risikofaktoren gestrichen hat.

Der Preis liegt weit über dem, was Modelle für fair halten

Das Finanzportal 24/7 Wall St. rechnete Anfang Juli 2026 vor: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis um 109 (trailing) notiere die Aktie nach ihrem Modell rund 100 Prozent über dem fairen Wert — das dortige Bär-Szenario lag deutlich unter dem damaligen Kurs. Auch unser Befund zeigt ein KGV um 104 und ein Kurs-Umsatz-Verhältnis um 36 zur Jahresmitte 2026. Die Nettokasse aus der Bullen-Antwort ist inzwischen zur Hälfte verplant: Im Mai 2026 — kurz nach Geschäftsjahresende — kaufte Credo den Silizium-Photonik-Entwickler DustPhotonics für 770 Millionen US-Dollar in bar plus rund 0,8 Millionen eigene Aktien, dazu ein Earn-out von bis zu 2,8 Millionen weiteren Aktien und 31,6 Millionen US-Dollar. Von den 1,44 Milliarden Liquidität bleibt damit nur noch gut die Hälfte als Sicherheitspolster.

Quelle: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Note 16 „Subsequent Events“ · Mai 2026 (eingereicht 15. Juni 2026)

Auf Basis der Analystenschätzungen fürs neue Geschäftsjahr schrumpft das Gewinnvielfache auf rund 46 — bei einer Firma, die den Umsatz gerade um 205,7 Prozent gesteigert hat und auf 1,44 Milliarden Nettokasse sitzt. Wenn die Kurve hält, wächst Credo in seine Bewertung hinein. Das „Wenn“ ist allerdings das ganze Spiel.

Woran du erkennst, wer recht behält

Miss den Q1-FY2027-Umsatz an der eigenen Ansage: Die Pressemitteilung vom 1. Juni 2026 verspricht 465 bis 475 Millionen US-Dollar. Landet der berichtete Umsatz im 10-Q (Anfang September 2026) unter 465 Millionen — oder wachsen die Vorräte, die der Abschlussprüfer im 10-K FY2026 als Critical Audit Matter markiert hat (250,8 Millionen US-Dollar, plus 179 Prozent binnen eines Jahres), erneut deutlich schneller als der Umsatz —, dann bricht die Perfektionsannahme, die ein Kurs-Gewinn-Verhältnis um 104 voraussetzt.

Insider verkaufen, die Aktienzahl wächst

Null Insiderkäufe stehen 20 Insiderverkäufen gegenüber (letzte Berichtsperiode). Gleichzeitig ist die Aktienzahl seit 2021 um rund ein Drittel gestiegen, und die aktienbasierte Vergütung von 182,6 Millionen US-Dollar frisst mehr als ein Drittel des Nettogewinns — dein Stück vom Kuchen wird laufend kleiner geschnitten. Zwei Aktenstücke verschärfen das Bild: Erstens belohnt die Bonus-Formel laut Vergütungsbericht das Wachstum des Non-GAAP-Gewinns — ausdrücklich ohne die Aktienvergütung, die im Geschäftsjahr 2026 182,6 Millionen US-Dollar kostete; fürs Geschäftsjahr 2025 zahlte die Formel das Maximum von 175 Prozent aus. Zweitens ist Insider-Abgabe hier kein neues Phänomen: Schon bei der Zweitplatzierung im Dezember 2023 verkauften Board-Mitglieder und Führungskräfte 1,06 Millionen Aktien — zu 17,50 US-Dollar je Stück.

Quelle: DEF 14A vom 25. August 2025; 8-K vom 6. Dezember 2023 (Item 1.01) · 25. August 2025

Aktienvergütung ist in der Halbleiterbranche die Währung, mit der man 616 Ingenieure hält — und Verkäufe nach einer Kursvervielfachung sind eher Regel als Alarmsignal. Entscheidend ist: Der Gewinn wuchs zuletzt um ein Vielfaches schneller als die Aktienzahl. Solange das so bleibt, gewinnt dein Kuchenstück trotz Verwässerung an Wert.

Woran du erkennst, wer recht behält

Nächste Hauptversammlungs-Einladung (DEF 14A, erwartet gegen Ende August 2026): Bleibt die Bonus-Formel beim Non-GAAP-Gewinn, der die Aktienvergütung ausklammert — also genau den Posten, der zuletzt über ein Drittel des echten Gewinns kostete? Und kommen zum CEO-Sonderpaket vom 28. Mai 2026 (1.437.000 Special PSUs) noch reguläre Grants obendrauf? Harte Schwelle: Steigt die Aktienzahl im nächsten 10-Q über 200 Millionen (zuletzt rund 193 Millionen), beschleunigt sich die Verwässerung, statt zu bremsen.

Interaktiver KI-Baustein von Börsenlotse — aus den belegten Fakten dieser Analyse erstellt und redaktionell geprüft. Keine Anlageberatung.

Bewertung: Traumzahlen zum Traumpreis

Jetzt zur Rechnung. Zur Jahresmitte 2026 brachte Credo rund 49 Milliarden US-Dollar auf die Börsenwaage — etwa das 104-Fache des zurückliegenden Jahresgewinns, das 36-Fache des Umsatzes und das gut 100-Fache des operativen Ergebnisses vor Abschreibungen. Auf Basis der Analystenschätzungen fürs neue Geschäftsjahr schrumpft das Gewinnvielfache auf rund 46 — sofern die Schätzungen halten. Zum Vergleich: Selbst viele große KI-Profiteure kosten deutlich weniger vom Umsatz. Ein solcher Preis ist keine Bewertung mehr, sondern ein Versprechen — das Versprechen, dass die Kurve noch Jahre so weitergeht wie 2026.

Die Profis sind trotzdem an Bord: 13 Analysten, davon 12 mit Kaufempfehlung, Durchschnitts-Kursziel rund 270 US-Dollar. Aber merke: Genau dieselben Schätzungen setzen voraus, dass drei Wale weiter mit Rekordappetit bestellen. Der Lineal-Fehler ist hier keine Anfängerfalle — er ist im Kursziel eingebaut.

KI-Erlebnis

Was muss wahr sein, damit der Kurs recht behält?

Rund 49 Milliarden US-Dollar Börsenwert für 1,34 Milliarden Umsatz — was muss eigentlich alles wahr werden, damit diese Rechnung für dich aufgeht? Stell die Regler selbst ein und sieh, welche Zukunft der heutige Preis schon verspricht.

  1. Der KI-Bauboom hält vier weitere Jahre

    Credos Geschäft hängt laut eigenem Jahresbericht ausdrücklich an den zyklischen Investitionen der Rechenzentrumsbetreiber. Halbleiter-Investitionszyklen sind historisch regelmäßig gekippt — ein vier Jahre ununterbrochener Boom wäre die Ausnahme, nicht die Regel.

    Basisrate: Historisch selten: Die Chipbranche kennt kaum Investitionszyklen ohne Verschnaufpause.

  2. Die drei Wale bestellen weiter mit Rekordappetit

    84 Prozent des Umsatzes kommen von drei Endkunden. Dass so ein Klumpen reißen kann, ist belegt: Anfang 2023 kürzte der größte Kunde seine Prognosen, und das Wachstum fiel im Geschäftsjahr 2024 auf 4,8 Prozent.

    Basisrate: Bereits einmal gerissen — kein hypothetisches Risiko, sondern dokumentierte Firmengeschichte (10-K).

  3. Die Nettomarge bleibt bei rund 35 Prozent

    68 Prozent Bruttomarge sind eine Einladung an jeden Wettbewerber mit eigener Kabelidee. Dauerhaft 35 Prozent Nettomarge halten in der Halbleiterbranche nur eine Handvoll Ausnahmefirmen.

    Basisrate: Sehr selten: Solche Margen über viele Jahre sind die absolute Ausnahme der Branche.

  4. Der Markt zahlt 2030 noch ein Premium-KGV

    Heute kostet Credo rund das 104-Fache des zurückliegenden Gewinns. Reife Halbleiterfirmen bekommen vom Markt meist deutlich niedrigere Vielfache — die schleichende Multiple-Kompression ist der stille Renditefresser jeder Wachstumsaktie.

    Basisrate: Gelegentlich, aber unzuverlässig: Premium-Vielfache überleben selten mehrere Jahre in Folge.

  5. Die Verwässerung bleibt im Zaum

    Seit 2021 ist die Aktienzahl um rund ein Drittel gewachsen; die aktienbasierte Vergütung lag zuletzt bei 182,6 Millionen US-Dollar. Läuft das so weiter, gehört dir 2030 ein spürbar kleineres Stück vom Kuchen als heute.

    Basisrate: Eher wahrscheinlich als nicht: Der Trend läuft seit dem Börsengang 2022 ununterbrochen.

Und jetzt du: Stell die Regler auf dein Szenario.

Umsatz in 4 Jahren

Gewinn dann

Fairer Börsenwert dann

Vereinfachtes Gedankenmodell: Die Rechnung ignoriert künftige Verwässerung (seit 2021 kamen rund 33 Prozent Aktien dazu), die Nettokasse und Steuern. Mit den Startwerten landest du ungefähr beim heutigen Börsenwert — so siehst du, was der Preis von heute bereits verspricht. Keine Prognose, keine Anlageberatung.

Bewusst vereinfachtes Rechenmodell (ohne Verwässerung, Abzinsung und Steuern) — es ersetzt keine Bewertung, es macht Erwartungen sichtbar. Keine Anlageberatung.

Chancen und Risiken auf einen Blick

Was für Credo spricht

  • Verdreifachung des Umsatzes in einem Jahr (1.335 Mio. US-Dollar, +205,7 Prozent), belegt und real — kein Story-Wachstum.
  • Hochprofitabel: Bruttomarge 68 Prozent, Nettomarge 35,4 Prozent, 1,44 Milliarden Liquidität, praktisch schuldenfrei.
  • Struktureller Rückenwind: KI-Rechenzentren brauchen genau Credos Verbindungstechnik; US-Umsatz im Q3 FY2026 auf das 35-Fache des Vorjahreswerts gesprungen.
  • Trend und Qualität stimmen zugleich: Stage 2, RS 96, Piotroski 7/9, 16 von 72 Scannern, Platz 2 im Fundamental-Rating.
  • Serien-Beater: sieben Quartale in Folge über den Gewinnschätzungen.

Was dagegen spricht

  • Extremer Kundenklumpen: Top 10 ≈ 90 Prozent, drei Endkunden = 84 Prozent des Umsatzes — ein einziger Bestellstopp hätte 2023 bereits fast das ganze Wachstum gekostet.
  • Bewertung ohne Sicherheitsnetz: KGV ~104 (trailing), KUV ~36 — eingepreist ist jahrelange Perfektion.
  • Lieferkettenkonzentration (Wafer exklusiv TSMC, Fertigung in Asien) plus China/Taiwan-Geopolitik als dokumentierte Risikofaktoren.
  • Verwässerung: +33 Prozent Aktien seit 2021; aktienbasierte Vergütung von 182,6 Mio. US-Dollar frisst über ein Drittel des Gewinns; 0 Insiderkäufe gegen 20 Verkäufe.
  • Sehr hohe Volatilität (ADR 10,9 Prozent) und Abhängigkeit vom KI-Investitionszyklus.
KI-Erlebnis

Zwei Artikel aus der Zukunft

Wie könnte sich diese Liste in vier Jahren lesen? Wir haben zwei Börsenlotse-Artikel aus dem Juli 2030 geschrieben — einen aus der Bullen-, einen aus der Bärenwelt. Beide sind frei erfunden, aber jeder Wendepunkt knüpft an einen Fakt an, der heute in den SEC-Berichten steht.

⚠︎ Beide Artikel sind ein Gedankenexperiment — vollständig fiktiv, keine Prognose und keine Anlageberatung. Die Zukunft kennt niemand, auch wir nicht. Was echt ist: die heutigen Fakten, an denen jede Wendung hängt.

Börsenlotse, Juli 2030 (fiktiv)

Das Kabel, das den Boom überlebte: Wie Credo vom Drei-Kunden-Wagnis zum Standard wurde

Wer im Sommer 2026 vor Credo warnte, hatte gute Argumente: ein Kurs-Gewinn-Verhältnis um 104, drei Endkunden mit 84 Prozent Umsatzanteil, null Insiderkäufe. Vier Jahre später muss man nüchtern feststellen: Die Skeptiker hatten die richtigen Zahlen — und trotzdem nicht recht.

Der Wendepunkt war die Verbreiterung der Kundenbasis, die sich damals schon andeutete. Im Geschäftsjahr 2025 hing noch 67 Prozent an einem einzigen Vertragspartner, 2026 verteilte sich die Last auf drei Wale — und in den Jahren danach kamen weitere Hyperscaler dazu, so wie es der 35-fache Sprung des US-Umsatzes im dritten Quartal 2026 bereits angekündigt hatte. Aus dem Klumpen wurde ein Kundenstamm.

Technisch spielte Credo seine alte Stärke aus: Die 1,6-Terabit-Generation der AEC-Kabel wurde zum Quasi-Standard der KI-Rechenzentren — jener „neuen Generation von Rechenzentren“, die der Jahresbericht 2026 beschrieben hatte. Die 68 Prozent Bruttomarge finanzierten die Entwicklung, und die 1,44 Milliarden Nettokasse trugen die Firma ohne einen einzigen Kredit durch die Investitionsdelle von 2028.

Am Ende erwiesen sich sogar die Analystenmodelle von 2026 — rund vier Milliarden Dollar Umsatz bis 2029 — als zu vorsichtig. Die Nettomarge blieb über 30 Prozent, die Gewinnschätzungen wurden weiter regelmäßig übertroffen, ganz in der Tradition der sieben Übertreffungs-Quartale bis Mitte 2026.

Nur eines sollte niemand vergessen, der diese Erfolgsgeschichte rückblickend glatt findet: Wer seit 2026 dabei ist, musste drei Rücksetzer von jeweils über 30 Prozent aushalten. Bei einer Aktie mit fast 11 Prozent Tagesschwankung war der Weg zur Rendite kein Spaziergang, sondern ein Ritt — die Rendite bekam nur, wer im Sattel blieb.

Börsenlotse, Juli 2030 (fiktiv)

Als die Wale abtauchten: Chronik einer eingepreisten Perfektion

Es begann nicht mit einem Skandal, sondern mit einer Formulierung, die 2026 jeder im Jahresbericht nachlesen konnte: Das Geschäft hänge an den Investitionen der Rechenzentrumsbetreiber „und unterliegt deren Zyklizität“. Im Frühjahr 2027 wurde der Satz Realität — einer der drei Endkunden, die zusammen 84 Prozent des Umsatzes trugen, verschob seine Bestellungen. Es war die Wiederholung von Anfang 2023, als ein einziger Kunde das Wachstum auf 4,8 Prozent abbremste. Nur diesmal von viel weiter oben.

Eine Aktie, die sich an normalen Tagen um rund 11 Prozent bewegt, kennt bei schlechten Nachrichten keine Gnade: Der Kurs halbierte sich in wenigen Wochen — nicht weil die Firma scheiterte, sondern weil ein Kurs-Gewinn-Verhältnis um 104 keinen Platz für auch nur ein enttäuschendes Halbjahr gelassen hatte.

2028 folgte die eigentliche Ernüchterung: Die Hyperscaler legten kollektiv eine Verdauungspause ein. Credo blieb profitabel, die Bilanz mit ihrer Nettokasse solide — aber der Markt bezahlte für den Gewinn nur noch das 30-Fache statt des 104-Fachen. Multiple-Kompression nennen das die Profis; im Depot fühlt es sich an wie ein Drittel Kurs weniger bei unveränderten Geschäftszahlen.

Dazu nagte die alte Gewohnheit weiter: Die Aktienzahl, seit 2021 bereits um ein Drittel gewachsen, stieg durch aktienbasierte Vergütung — 2026 immerhin 182,6 Millionen Dollar im Jahr — weiter an. Der Gewinn je Aktie wuchs dadurch stets langsamer als der Gewinn selbst.

Die bittere Pointe von 2030: Credo ist kein gescheitertes Unternehmen — es verdient Geld, seine Kabel stecken in halb Amerika. Gescheitert ist nur der Preis von 2026. Wer damals zur Jahresmitte kaufte, wartet heute noch auf seinen Einstand. Die zwanzig Insider, die 2026 verkauften, als kein einziger kaufte, mussten das nicht.

Beide Chroniken sind ein KI-Gedankenexperiment — frei erfunden, aber an den heute belegten Fakten dieser Analyse verankert. Keine Prognose, keine Anlageberatung.

Ein menschliches Fazit

Credo ist die vielleicht sauberste Wachstumsgeschichte, die unser Scanner derzeit kennt: ein echtes Produkt am richtigen Ort zur richtigen Zeit, mit Zahlen, die man zweimal lesen muss. Aber genau deshalb gehört das Lineal in die Schublade. Wer heute kauft, bezahlt nicht das Geschäftsjahr 2026 — das ist längst im Kurs. Er bezahlt die Geschäftsjahre 2027, 2028 und 2029, geliefert von drei Großkunden, gefertigt von einer einzigen Foundry, mitten im launischsten Investitionszyklus der Tech-Geschichte.

Vielleicht geht diese Rechnung auf — der Rückenwind ist real, und Firmen mit 68 Prozent Bruttomarge und Nettokasse haben lange Atem. Aber eine verdreifachte Umsatzkurve verlängert sich nicht per Lineal, sondern per Auftragseingang. Du kennst jetzt beide Seiten — die steile Kurve und die drei Wale, die sie tragen. Was du daraus machst, ist deine Entscheidung. Und das ist auch gut so.

KI-Erlebnis · Finale

Der Markt gegen Credo Technology

Die Anklage

Hohes Gericht, die Anklage zeigt: Hier wird ein Klumpenrisiko zum Perfektionspreis verkauft — und die, die es am besten wissen, steigen aus.

  • Das Geschäft hängt an drei Walen.

    Top-10-Kunden ≈ 90 Prozent des Umsatzes, drei Endkunden allein 84 Prozent (33 + 32 + 19). Anfang 2023 genügte ein einziger Kunde, um das Wachstum fast zu stoppen — Geschäftsjahr 2024: nur +4,8 Prozent.

    Beweisstück: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 1

  • Der Preis verzeiht keinen einzigen Fehltritt.

    KGV um 104 (trailing), Kurs-Umsatz-Verhältnis um 36 zur Jahresmitte 2026 — eingepreist sind mehrere weitere Jahre Hyperwachstum ohne Ausrutscher.

    Beweisstück: Quelle: Fundamentaldaten (Stand 25. Juni 2026)

  • Insider kassieren, Anleger werden verwässert.

    Null Insiderkäufe gegen 20 Verkäufe; die Aktienzahl stieg seit 2021 um rund ein Drittel; aktienbasierte Vergütung von 182,6 Millionen US-Dollar frisst über ein Drittel des Nettogewinns.

    Beweisstück: SEC-Berichte (10-K FY2026); Quelle: Fundamentaldaten

  • Die Lieferkette hängt an einer Foundry und an der Weltpolitik.

    Wafer exklusiv von TSMC, Montage und Test „primarily in Asia“, China/Taiwan-Beschränkungen als eigene Risikofaktoren gelistet, Rechtssitz Cayman Islands.

    Beweisstück: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 1 und 1A

Die Verteidigung

Hohes Gericht, die Verteidigung ruft die Zahlen selbst in den Zeugenstand: Dieses Wachstum ist testiert, profitabel und schuldenfrei — die Anklage verwechselt einen hohen Preis mit einem schlechten Unternehmen.

  • Das Wachstum ist echt, kein Story-Nebel.

    Umsatz +205,7 Prozent auf 1.335 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2026, über 99 Prozent des Zuwachses aus AEC-Kabeln für Hyperscaler — bei der SEC eingereicht und testiert.

    Beweisstück: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Item 7 (MD&A)

  • Gewinnmaschine mit Panzerbilanz.

    472,3 Millionen US-Dollar Nettogewinn (Nettomarge 35,4 Prozent), Bruttomarge 68 Prozent, 1,44 Milliarden Liquidität, praktisch schuldenfrei.

    Beweisstück: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026

  • Trend und Qualität zeigen in dieselbe Richtung — ein seltener Doppel-Treffer.

    Platz 2 von 3.211 im Fundamental-Rating (A 88 von 100), Treffer in 16 von 72 Scannern, Stage 2, RS-Rating 96, Piotroski 7 von 9.

    Beweisstück: Hauseigener Aktien-Scanner (Stand 25. Juni 2026)

  • Der Klumpen wird kleiner, nicht größer.

    Im Geschäftsjahr 2025 hing 67 Prozent an einem einzigen Vertragspartner — 2026 verteilt sich die Last auf drei Endkunden, und der US-Umsatz sprang im dritten Quartal auf das 35-Fache des Vorjahreswerts.

    Beweisstück: SEC-Berichte 10-K FY2026 und 10-Q Q3 FY2026

Der Zeugenstand

  • Ich sage unter Strafandrohung aus: Über 99 Prozent des Umsatzzuwachses kamen aus AEC-Kabeln für Hyperscaler — und rund 90 Prozent des Umsatzes von zehn Kunden. Beides steht bei mir auf derselben Seite Wahrheit.

    Quelle: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026

  • Platz 2 von 3.211, sechzehn von 72 Scannern, Stage 2, RS 96 — bessere Konfluenz sehe ich selten. Aber ich gebe zu Protokoll: Die Tagesschwankung von 10,9 Prozent gehört als Warnhinweis in die Akte.

    Quelle: Datenstand 25. Juni 2026

  • Null Käufe, zwanzig Verkäufe in der letzten Berichtsperiode. Mehr sage ich nicht — mehr muss ich nicht sagen.

    Quelle: Quelle: Fundamentaldaten (Stand 25. Juni 2026)

  • Acht Rekordquartale in Folge, sieben Mal nacheinander die Gewinnschätzungen übertroffen. Wer mich Story-Aktie nennt, hat meine Zahlen nicht gelesen.

    Quelle: SEC-Quartalsberichte (10-Q) bis 31. Januar 2026

  • Ich protokolliere die Bonus-Formel: Umsatzwachstum plus Wachstum des Non-GAAP-Gewinns — wohlgemerkt ohne die aktienbasierte Vergütung, die im Geschäftsjahr 2026 182,6 Millionen US-Dollar kostete. Fürs Geschäftsjahr 2025 zahlte die Formel das Maximum von 175 Prozent aus, dem CEO allein 1.118.750 US-Dollar Bonus. Und seine „tatsächlich erhaltene Vergütung“ lag mit 13,9 Millionen US-Dollar mehr als doppelt so hoch wie der offizielle Tabellenwert von 6,1 Millionen.

    Quelle: Einladung zur Hauptversammlung (DEF 14A) vom 25. August 2025, Abschnitte „Annual Bonuses“ und „Pay Versus Performance“

  • Ich bin das Aktienpaket, das der Verwaltungsrat dem CEO kurz nach Geschäftsjahresende genehmigte: 1.437.000 Special PSUs in sechs Tranchen, verdient nur bei Umsatz-Hürden von 2,5 bis 7,5 Milliarden US-Dollar und zugleich Kurs-Hürden von 244,70 bis 489,40 US-Dollar — Frist: 30. Juni 2031. Die Verteidigung nennt mich Ansporn mit harten Bedingungen, die Anklage bis zu 1,4 Millionen zusätzliche Aktien Verwässerung. Beide zitieren mich korrekt.

    Quelle: SEC-Jahresbericht 10-K FY2026, Note 16 „Subsequent Events — Share Incentive Plan“

Die Kernfrage
Rechtfertigt das vielleicht sauberste Wachstum unseres Scanner-Universums einen Preis, der jahrelange Perfektion voraussetzt — getragen von drei Großkunden und einer einzigen Foundry, während die Kasse nach dem 770-Millionen-Zukauf vom Mai 2026 nur noch halb so dick gepolstert ist?

Du bist Geschworener: Wie lautet dein Urteil?

Danke für dein Urteil. So haben die Geschworenen bisher gestimmt:

Nicht schuldig
Schuldig

Die Prozessakte

  • Februar 2023 Der damals größte Kunde kürzt seine Abnahmeprognosen — das Geschäftsjahr 2024 wächst danach nur noch um 4,8 Prozent. Das Ereignis steht als Warnbeispiel in den Risikofaktoren der Jahresberichte FY2024 und FY2025.
  • 5. Dezember 2023 Zweitplatzierung zu 17,50 US-Dollar je Aktie: Credo verkauft 8,94 Millionen neue Aktien — und auch Board-Mitglieder und Führungskräfte geben 1,06 Millionen Aktien ab (8-K vom 6. Dezember 2023, Item 1.01).
  • 2. Juli 2025 Der Jahresbericht FY2025 dokumentiert die extremste Klumpen-Phase der Firmengeschichte: 67 Prozent des Umsatzes hängen an einem einzigen Vertragspartner, 56 Prozent des Umsatzes werden über Hongkong abgerechnet.
  • Mai 2026 Doppelschlag kurz nach Geschäftsjahresende: Credo kauft den Silizium-Photonik-Entwickler DustPhotonics für 770 Millionen US-Dollar in bar plus Aktien — und am 28. Mai genehmigt der Verwaltungsrat dem CEO 1.437.000 Special PSUs mit Kurs-Hürden bis 489,40 US-Dollar.
  • 15. Juni 2026 Der Jahresbericht FY2026 wird eingereicht: Drei Endkunden tragen 84 Prozent des Umsatzes, der Hongkong-Anteil sinkt auf 28 Prozent, der Abschlussprüfer markiert die Vorratsbewertung (250,8 Millionen US-Dollar, plus 179 Prozent binnen eines Jahres) als Critical Audit Matter — und das Februar-2023-Warnbeispiel verschwindet aus den Risikofaktoren.
  • Juli 2026 Verfahren eröffnet — Grundlage sind der testierte Jahresbericht FY2026 (Umsatz plus 205,7 Prozent, Nettomarge 35,4 Prozent) und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis um 104. Nächster Verhandlungstag: die Q1-FY2027-Zahlen Anfang September 2026, an denen die eigene Ansage von 465 bis 475 Millionen US-Dollar Umsatz gemessen wird.
Anklage und Verteidigung sind KI-Plädoyers aus den belegten Fakten dieser Analyse; das Urteil sprichst du. Die Prozessakte wird mit künftigen Quartalen fortgeschrieben. Keine Anlageberatung.

Quellen

Alle in dieser Analyse verwendeten Originaldokumente — zum Selbst-Nachlesen:

Datengrundlage: Credo-Geschäftsberichte (SEC-Formular 10-K) für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 sowie Quartalsberichte (10-Q) bis zum 31. Januar 2026; ergänzende Fundamentaldaten aus unseren Finanzdaten; Screener-Daten aus unserem hauseigenen Aktien-Scanner (Stand 25. Juni 2026). Dieser Beitrag ist eine journalistische, faktenbasierte Analyse und ausdrücklich keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Investitionen in Aktien sind mit dem Risiko von Verlusten bis zum Totalverlust verbunden. Angaben ohne Gewähr.

Die Kennzahlen im Überblick

Alle Geldbeträge in Millionen $, Gewinn je Aktie wie berichtet.

Die Kennzahlen im Überblick
Kennzahl 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatz 106,5 184,2 193,0 436,8 1.335,1
Betriebsergebnis (EBIT) -22,0 -21,2 -37,1 38,0 445,0
Nettogewinn -22,2 -16,5 -28,4 52,2 472,3
Nettomarge -20,8 % -9,0 % -14,7 % 11,9 % 35,4 %
Gewinn je Aktie -0,15 $ -0,11 $ -0,18 $ 0,29 $ 2,51 $

Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)

Unser Fazit auf einen Blick

Wachstum positiv
Umsatz im Geschäftsjahr 2026 verdreifacht (+205,7 Prozent auf 1,34 Milliarden US-Dollar); acht Rekordquartale in Folge.
Profitabilität positiv
Nettomarge 35,4 Prozent, Bruttomarge 68 Prozent — aber die Gewinn-Ära ist erst zwei Jahre alt.
Bilanz positiv
1,44 Milliarden US-Dollar Liquidität, praktisch schuldenfrei, Piotroski 7 von 9.
Kundenklumpen negativ
Top-10-Kunden ≈ 90 Prozent, drei Endkunden = 84 Prozent des Umsatzes; 2023 hat ein einziger Kunde das Wachstum schon einmal fast gestoppt.
Bewertung negativ
KGV um 104 (trailing), Kurs-Umsatz-Verhältnis um 36 — eingepreist ist jahrelange Perfektion; 0 Insiderkäufe gegen 20 Verkäufe.
Momentum positiv
Stage 2, RS-Rating 96, Trend-Template und Power Trend aktiv, 16 von 72 Scannern — Trend und Zahlen zeigen in dieselbe Richtung.

Credo ist die sauberste Wachstumsgeschichte unseres Scanners — echtes Produkt, echter Boom, echte Gewinne — zu einem Preis, der keinen einzigen Fehltritt erlaubt, getragen von drei Großkunden und einer Foundry. Wenn überhaupt, dann als bewusst riskante Wachstumsposition mit klarem Ausstiegsplan, nicht als ruhiges Basisinvestment. Keine Anlageberatung.

Was unsere Einordnung bedeutet

Offene Fragen

Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.

Echtes Produkt, echter KI-Boom, echte Gewinne — die sauberste Wachstumsgeschichte unseres Scanners. Aber nur als bewusst riskante Position mit klarem Ausstiegsplan: Der Preis erlaubt keinen Fehltritt, und drei Großkunden tragen das Geschäft.

Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt auf Basis öffentlicher Quellen — keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Deine persönlichen Umstände (Anlageziele, Risikotragfähigkeit, Steuern) können dabei nicht berücksichtigt werden. Was unsere Stufen bedeuten, wie Urteile entstehen und welche Interessenkonflikte bestehen →

Bitte beachten

  • Durchschnittliche Tagesschwankung 10,9 Prozent — extreme Volatilität einkalkulieren.
  • Geschäftsjahresende Anfang Mai: Geschäftsjahr 2026 ist bereits abgeschlossen und testiert.

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Aktien-Wächter

Diese Analyse ist Stand 5. Juli 2026. Was sich seitdem bei CRDO geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.

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Wir bestätigen Deine Adresse zuerst per Mail (Double-Opt-in). Du kannst Dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden.

Häufige Fragen

Credo entwickelt Verbindungstechnik für Rechenzentren: aktive Kupferkabel (AEC) mit eingebauten Signalprozessoren, optische Signalchips, Retimer und SerDes-Chiplizenzen für Datenraten bis 1,6 Terabit pro Sekunde. Hauptabnehmer sind Hyperscale-Betreiber von KI-Rechenzentren; gefertigt wird ohne eigene Fabriken, die Wafer kommen exklusiv von TSMC.

Außergewöhnlich schnell: Im Geschäftsjahr 2026 (per 2. Mai 2026) stieg der Umsatz um 205,7 Prozent auf 1.335 Millionen US-Dollar — über 99 Prozent des Zuwachses kamen laut SEC-Bericht aus AEC-Kabeln für Hyperscaler. Es war das achte Rekordquartal in Folge, und die Gewinnschätzungen wurden sieben Quartale in Serie übertroffen.

Ja, aber erst seit kurzem. Vor dem Geschäftsjahr 2025 schrieb Credo laut eigenem Jahresbericht durchgehend Verluste. Im Geschäftsjahr 2026 lag der Nettogewinn bei 472,3 Millionen US-Dollar (Nettomarge 35,4 Prozent) bei 68 Prozent Bruttomarge und 1,44 Milliarden US-Dollar Liquidität.

Die Kundenkonzentration: Die zehn größten Kunden stehen für rund 90 Prozent des Umsatzes, die drei größten Endkunden für 84 Prozent. Dazu kommen die exklusive Wafer-Fertigung bei TSMC, die Abhängigkeit vom zyklischen KI-Investitionsboom und eine Bewertung um das 104-Fache des Gewinns, die kaum Enttäuschungen verzeiht.

Zur Jahresmitte 2026 kostete die Aktie etwa das 104-Fache des zurückliegenden Gewinns und das 36-Fache des Umsatzes. Solche Vielfachen preisen mehrere weitere Jahre Hyperwachstum ein. Auffällig zudem: null Insiderkäufe gegenüber 20 Insiderverkäufen und rund ein Drittel mehr Aktien als 2021.

Wir geben keine Anlageberatung. Unsere Systematik zeigt einen seltenen Doppel-Treffer aus intaktem Aufwärtstrend (Stage 2, RS 96) und Top-Fundamentaldaten (Platz 2 von 3.211) — aber auch einen Preis, der Perfektion voraussetzt, und einen extremen Kundenklumpen. Beides gehört in deine Abwägung; die Entscheidung liegt bei dir.

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