CCC Intelligent Solutions: 254 Millionen in der Kasse, 1,7 Millionen im Gewinn
Über die Software von CCC wickeln 27 der 30 größten US-Autoversicherer ihre Blechschäden ab. 2025 stieg der Umsatz um 11,9 Prozent auf 1.057,0 Millionen US-Dollar, der freie Mittelzufluss auf 254,5 Millionen — und unter dem Strich blieben 1,7 Millionen Gewinn. Dazwischen liegen 175,4 Millionen aktienbasierte Vergütung, 600 Millionen Aktienrückkäufe, die direkt gegen den Bilanzgewinn gebucht wurden, und ein Firmenwert von 1.955,6 Millionen. Wir lesen den Geschäftsbericht für 2025 und den Quartalsbericht zum 31. März 2026 und schauen nach, wem diese Firma ihren Gewinn eigentlich auszahlt. Am Ende steht kein Ratschlag, sondern ein Bündel Zahlen, das Du selbst gewichten musst.
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Es gibt eine Denkfalle, die jeder von uns aus dem Schaufenster kennt: die Rabattschild-Falle. Auf dem Schild steht ein durchgestrichener Preis und daneben ein kleinerer. Dein Kopf rechnet sofort die Differenz aus und nennt sie „gespart“. Was er nicht prüft, ist der durchgestrichene Preis selbst. Bei CCC Intelligent Solutions Holdings Inc. (NASDAQ: CCC) steht auf diesem Schild eine besonders große Zahl: Die Aktie notiert rund 60 Prozent unter ihrem Allzeithoch. Nur stammt dieses Hoch vom 25. Januar 2021 — ein halbes Jahr, bevor CCC überhaupt an die Börse kam. Damals war das Wertpapier eine leere Mantelgesellschaft mit Geld auf dem Treuhandkonto und einem Versprechen.
Machen wir also einen Deal: Bevor wir über den Rabatt reden, lesen wir gemeinsam, was die Firma selbst der US-Börsenaufsicht SEC gemeldet hat — den Geschäftsbericht (10-K) für 2025 vom 24. Februar 2026 und den Quartalsbericht (10-Q) zum 31. März 2026 vom 30. April 2026. Diese Berichte sind unter Strafandrohung ehrlich. Und sie erzählen von einem Geschäft, das erstaunlich zuverlässig Geld verdient, einer Gewinnzeile, die trotzdem fast bei null steht, und von 600 Millionen US-Dollar, die 2025 an den Aktionären vorbei direkt in den Bilanz-Fehlbetrag gebucht wurden.
Inhalt dieser Analyse
- Was CCC eigentlich macht — die Software zwischen Blechschaden und Versicherung
- Wo die Aktie auf unseren Tisch kam
- Die Zahlen über die Jahre — was hier wirklich beeindruckt
- Was in den Berichten steht — fünf unbequeme Wahrheiten
- Bewertung — was der Markt für 254 Millionen Mittelzufluss zahlt
- Chancen und Risiken auf einen Blick
- Ein menschliches Fazit
- Quellen
Was CCC eigentlich macht — die Software zwischen Blechschaden und Versicherung
Stell Dir vor, jemand fährt Dir hinten drauf. Was danach passiert, sieht für Dich nach Formularen und Telefonaten aus. Tatsächlich läuft im Hintergrund ein Datenaustausch zwischen fünf Parteien: Deine Versicherung, die Werkstatt, der Teilehändler, der Gutachter und der Autohersteller mit seinen Reparaturvorgaben. Genau diesen Austausch verkauft CCC — als Mietsoftware aus der Cloud. Das Unternehmen sitzt in Chicago, wurde nach eigener Angabe 1980 gegründet und beschäftigte zum 31. Dezember 2025 rund 2.185 Menschen plus 568 Zeitkräfte, davon 2.105 in den USA und 80 im Ausland.
Die Zahlen dahinter sind größer, als der Name vermuten lässt. Über 35.000 Unternehmen sind an die Plattform angeschlossen. Das Netz verarbeitet nach eigener Angabe im Geschäftsbericht mehr als 600 Millionen Schnittstellen-Vorgänge im Jahr — jedes Mal, wenn eine Information von einem Teilnehmer zum nächsten wandert, etwa vom Versicherer zur Werkstatt. Und CCC hat in seiner Geschichte Daten im Volumen von mehr als 2 Billionen US-Dollar verarbeitet, aus denen es seine Schätz- und Prüfmodelle speist.
Was verdient CCC damit? Fast alles im Abonnement. Von 1.057,0 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr 2025 entfielen 1.013,9 Millionen auf Software-Abonnements und nur 43,1 Millionen auf Dienstleistungen — das sind 95,9 Prozent wiederkehrender Umsatz. Verträge laufen üblicherweise drei bis fünf Jahre. Und die Kunden bleiben: Die Bestandstreue (im Bericht „Software GDR“, also der Anteil des Vorjahresumsatzes, der von noch vorhandenen Kunden stammt) lag in jedem einzelnen Quartal der Jahre 2023, 2024 und 2025 bei 98 bis 99 Prozent. Die Bestandsausweitung („Software NDR“, dieselbe Größe inklusive Zukäufen bestehender Kunden) lag zwischen 105 und 108 Prozent. Übersetzt: Von hundert Umsatz-Dollar des Vorjahres kommen 98 bis 99 wieder — und die verbliebenen Kunden kaufen im Schnitt für weitere fünf bis acht Prozent nach.
Dazu kommt eine seltene Eigenschaft: Kein einziger Kunde stand 2023, 2024 oder 2025 für mehr als 10 Prozent des Umsatzes, obwohl 27 der 30 größten US-Kfz-Versicherer nach gebuchten Prämien zu den Kunden zählen. Nur in den offenen Forderungen taucht ein Konzentrationspunkt auf: Ein Kunde machte zum 31. Dezember 2025 wie schon ein Jahr zuvor rund 11 Prozent der Außenstände aus.
Damit ist das Spannungsfeld dieser Analyse benannt, und es zieht sich durch jedes weitere Kapitel: Das Geschäft ist so berechenbar, wie ein Geschäft nur sein kann — und trotzdem kommt am Ende der Gewinn- und Verlustrechnung fast nichts an. Die Frage ist nicht, ob CCC Geld verdient. Die Frage ist, wer es bekommt.
Wo die Aktie auf unseren Tisch kam
Wir lassen täglich rund 3.200 Aktien durch unsere Scanner laufen. CCC kam über den hauseigenen Aktien-Scanner „Turnaround-Kandidaten“ auf die Rechercheliste — und wir sagen gleich dazu, wie weit hinten: Am 27. Juli 2026 zählte die US-Auswahl 60 Treffer. Genau einer davon hatte 8 von 8 Punkten im Wende-Check, 15 hatten 7, und 44 hatten 6 — darunter CCC. Die Detailseite zeigt nur die 25 stärksten Treffer. CCC steht dort nicht drauf. Bei Punktgleichstand behaupten wir keinen exakten Rang: CCC liegt in der Gruppe der Plätze 17 bis 60. Auf unserer englischsprachigen Schwesterseite war die Verteilung am selben Tag identisch. Diese Listen werden täglich neu berechnet — jede Platzierung ist eine datierte Momentaufnahme.
Warum schreiben wir dann überhaupt über die Aktie? Weil die Recherche etwas ergeben hat, das mit dem Wende-Check wenig zu tun hat. Aber der Reihe nach — zunächst die Scanner-Mechanik, damit Du sie selbst nachvollziehen kannst. Zum Nachmachen: Scanner öffnen, Länderfilter auf „US“ stellen, nach der Spalte „Wende-Check“ sortieren.
Das Modell hat zwei Pflicht-Säulen. Wer eine davon reißt, fliegt sofort aus der Liste:
- Säule 1 — der Absturz: Die Aktie muss mindestens 50 Prozent unter ihrem Allzeithoch stehen. Ohne echten Absturz kein Turnaround.
- Säule 2 — das Überleben: Der Altman-Z-Wert (ein Frühwarnwert für Insolvenzen aus mehreren Bilanzkennzahlen) muss über 1,1 liegen, das Eigenkapital positiv sein, höchstens ein Bilanz-Warnsignal vorliegen. Dazu Handelbarkeit: Kurs über 3 US-Dollar, Tagesumsatz über 2 Millionen US-Dollar.
Erst danach zählt der eigentliche Wende-Check: acht Punkte, vier aus den Quartalszahlen und vier aus dem Marktverhalten. CCC holt die vier operativen Punkte vollständig — Umsatz im ersten Quartal 2026 11,8 Prozent über dem Vorjahresquartal, Nettomarge 5,5 Prozent gegen 5,0 Prozent drei Quartale zuvor und 2,9 Prozent im Vorquartal, operativer Mittelzufluss positiv, Zinsdeckung von 1,33 auf 2,65 verbessert. Von den vier Marktpunkten holt es zwei: Kurs über der 50-Tage-Linie und institutioneller Nettoaufbau von 135 Millionen US-Dollar. Es fehlen: eine drehende relative Stärke (drei Monate schwächer als zwölf) und Netto-Insiderkäufe — in den letzten zwölf Monaten stehen null Käufe zwei Verkäufen gegenüber.
Und jetzt der Teil, den wir nicht unter den Tisch fallen lassen: Zwei der drei Kennzahlen, die CCC in diese Liste bringen, halten der Gegenprobe gegen den Jahresabschluss nicht stand. Wir haben sie nachgerechnet, weil das Rezept es verlangt — und wir nennen unsere eigenen Werte, nicht die gespeicherten.
Erstens der Allzeithoch-Abstand. Unser Datenbestand führt −69,46 Prozent. Die Kurshistorie über 1.457 Handelstage seit dem 5. Oktober 2020 gibt das nicht her: Der höchste Schlusskurs liegt bei 14,70 US-Dollar am 25. Januar 2021, das höchste Tageshoch bei 16,11 US-Dollar am 3. Februar 2021. Gegen den Schlusskurs vom 24. Juli 2026 von 5,82 US-Dollar sind das −60,4 Prozent beziehungsweise −63,9 Prozent. Die Pflicht-Schwelle von −50 Prozent wird in jeder Lesart gerissen, Säule 1 hält also — aber der gespeicherte Wert lässt sich aus den Kursen nicht herstellen. Viel wichtiger ist etwas anderes: Beide Höchstkurse stammen aus dem Januar und Februar 2021. Der Zusammenschluss wurde erst am 30. Juli 2021 vollzogen. Was hier als „Allzeithoch“ gemessen wird, ist der Kurs einer Mantelgesellschaft im Rausch des SPAC-Jahres 2021, nicht ein Höchststand des operativen Geschäfts. Der höchste Schlusskurs nach dem Zusammenschluss liegt bei 13,35 US-Dollar (29. September 2023).
Zweitens der Altman-Z-Wert. Gespeichert sind 2,92. Rechnet man die Originalformel mit dem geprüften Jahresabschluss 2025 und einem Börsenwert von 3.416 Millionen US-Dollar nach, kommt man auf 0,90 — unter der Scanner-Schwelle von 1,1. Die Rechnung im Klartext: 1,2 × 0,0283 (Nettoumlaufvermögen zur Bilanzsumme) plus 1,4 × (−0,4743) (Bilanzgewinn zur Bilanzsumme) plus 3,3 × 0,0263 (Betriebsergebnis zur Bilanzsumme) plus 0,6 × 1,9056 (Börsenwert zu Schulden) plus 1,0 × 0,2958 (Umsatz zur Bilanzsumme). Der Ausreißer ist der zweite Summand: Der Bilanz-Fehlbetrag von 1.695,1 Millionen US-Dollar zieht die Formel allein um 0,66 Punkte nach unten. Ehrlichkeitshalber dazu: Die Formel wurde für Industriebetriebe entwickelt und bestraft genau die zwei Dinge, die eine übernahmefinanzierte Software-Firma zwangsläufig hat — einen Fehlbetrag aus der Vergangenheit und wenig Umsatz je Bilanz-Dollar. Über die Zahlungsfähigkeit sagt sie hier wenig: Der operative Mittelzufluss lag 2025 bei 315,5 Millionen gegen 71,0 Millionen Zinsaufwand, und die vertragliche Verschuldungskennziffer blieb unter der Schwelle von 3,5. Merksatz: Eine Kennzahl ist nur so gut wie die Bilanz, für die sie gebaut wurde.
Drittens der Piotroski-Wert, eine Neun-Punkte-Checkliste für Bilanzqualität. Gespeichert sind 7 von 9. Mit den geprüften Jahreszahlen 2025 gegen 2024 kommen wir auf 4 von 9. Erfüllt sind: positiver Gewinn, positiver operativer Mittelzufluss, Mittelzufluss über Gewinn und gesunkene Aktienzahl. Nicht erfüllt sind: Gesamtkapitalrendite (0,05 gegen 0,98 Prozent), Verschuldungsgrad (35,4 gegen 23,9 Prozent der Bilanzsumme), Liquiditätsgrad (1,43 gegen 3,65), Bruttomarge (73,5 gegen 75,6 Prozent) und Kapitalumschlag (0,296 gegen 0,297). Vier von neun ist kein Drama — aber es ist auch nicht die Bilanz, die eine 7 verspricht. Wie sehr Datenstände auseinanderlaufen können, haben wir in dieser Serie schon einmal am Beispiel eines Hypothekenhauses durchgerechnet, nachzulesen in der Analyse zu Rocket Companies.
Ein letzter Datenpunkt, den wir nicht verschweigen: Die Scanner-Zeile führt für CCC einen Börsenwert von 2,604 Milliarden US-Dollar. Aus 586.940.536 Aktien (Deckblatt des Quartalsberichts, Stand 28. April 2026) und 5,82 US-Dollar folgen aber 3,42 Milliarden. Wir rechnen im Folgenden mit dem selbst gerechneten Wert.
Die Zahlen über die Jahre — was hier wirklich beeindruckt
Fangen wir mit dem an, was ehrlich beeindruckt: Dieses Geschäft wächst seit Jahren ohne Zickzack. Der Umsatz stieg von 866,4 Millionen US-Dollar (2023) über 944,8 (2024) auf 1.057,0 Millionen (2025) — plus 11,9 Prozent im letzten Jahr. Und CCC schlüsselt selbst auf, woher das Plus kam: 5 Prozentpunkte aus Zukäufen bestehender Kunden, 4 Punkte aus der Übernahme von EvolutionIQ und 3 Punkte aus Neukunden. Im ersten Quartal 2026 ging es mit 281,3 Millionen gegen 251,6 im Vorjahresquartal weiter, also plus 11,8 Prozent.
Noch eindrucksvoller ist der Mittelzufluss. Der operative Mittelzufluss stieg von 250,0 (2023) über 283,9 (2024) auf 315,5 Millionen US-Dollar (2025). Zieht man die Investitionen in Software, Ausrüstung und Gebäude ab (61,0 Millionen im Jahr 2025), bleibt ein freier Mittelzufluss von 254,5 Millionen — nach 230,9 und 195,0 in den beiden Jahren davor. Das ist eine Reihe, wie man sie sich wünscht.
Nur steht direkt daneben eine zweite Reihe, und die hat fast dieselbe Größenordnung:
Die aktienbasierte Vergütung lag 2025 bei 175,4 Millionen US-Dollar — 68,9 Prozent des freien Mittelzuflusses. 2023 waren es 144,5 Millionen bei 195,0 Millionen Mittelzufluss (74,1 Prozent), 2024 dann 171,0 bei 230,9 (74,1 Prozent). Der Abstand wird also langsam größer, aber langsam ist das richtige Wort.
Und beim Gewinn? Da sieht die Reihe so aus: −90,1 Millionen US-Dollar (2023), +31,2 (2024), +1,7 (2025). Das erste Quartal 2026 brachte 15,4 Millionen Gewinn nach einem Verlust von 18,7 Millionen im Vorjahresquartal — das ist die Wende, die der Scanner misst. Sie kommt allerdings nicht aus dem Umsatz allein: Forschung und Entwicklung sanken im Quartalsvergleich von 61,8 auf 52,5 Millionen, Vertrieb und Marketing von 48,3 auf 39,4, die Verwaltung von 67,1 auf 49,6. Ein guter Teil davon ist die gesunkene Aktienvergütung, die im Vorjahresquartal noch die Sonderlasten der EvolutionIQ-Übernahme enthielt.
Das Unternehmen selbst rechnet lieber mit dem bereinigten EBITDA — dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Aktienvergütung, Übernahmekosten und einigen weiteren Posten. Das lag 2025 bei 436,0 Millionen US-Dollar, 9,7 Prozent über dem Vorjahr, und entspricht einer Marge von 41,2 Prozent. Für 2026 stellt CCC (Stand 30. April 2026) einen Umsatz von 1.155 bis 1.163 Millionen und ein bereinigtes EBITDA von 484 bis 490 Millionen in Aussicht. Wichtig zur Einordnung: In dieser Kennzahl sind die 175 Millionen Aktienvergütung herausgerechnet. Sie ist nützlich, um die operative Entwicklung zu sehen — aber sie ist nicht das, was bei Dir ankommt.
Was in den Berichten steht — fünf unbequeme Wahrheiten
Nr. 1: Der Gewinn ist ein Rundungsfehler — und die Kasse hat trotzdem recht
1,7 Millionen US-Dollar Gewinn bei 1.057,0 Millionen Umsatz sind eine Nettomarge von 0,16 Prozent. Zugleich flossen 254,5 Millionen frei zu. Beide Zahlen stimmen. Der Weg von der einen zur anderen ist der eigentliche Artikel:
Von 1,7 Millionen Gewinn kommt man zu 254,5 Millionen Mittelzufluss, indem man 150,3 Millionen Abschreibungen zurückrechnet (davon 91,5 Millionen auf immaterielle Werte aus alten Übernahmen), 175,4 Millionen Aktienvergütung, 31,2 Millionen latente Steuern und andere nicht zahlungswirksame Posten, dann 43,1 Millionen für gebundenes Umlaufvermögen und 61,0 Millionen Investitionen abzieht. Der mit Abstand größte Baustein ist die Vergütung.
Wie groß dieser Posten wirklich ist, steht im Quartalsbericht zum 31. März 2026 in einem einzigen Absatz:
Zum 31. März 2026 waren 182,8 Millionen US-Dollar an zeitbasierten und weitere 24,7 Millionen an leistungsbasierten Vergütungszusagen noch gar nicht als Aufwand verbucht — zusammen 207,5 Millionen, verteilt über die nächsten rund zwei Jahre. Das entspricht etwa 6 Prozent des Börsenwerts. Die gute Nachricht steckt in derselben Tabelle: Im ersten Quartal 2026 fiel der Aufwand auf 31,9 Millionen nach 61,0 Millionen im Vorjahresquartal. Wenn das kein Ausreißer ist, verschiebt sich das Verhältnis spürbar.
Alltagsbild dazu: Stell Dir eine Bäckerei vor, die ihre Angestellten nicht in Euro bezahlt, sondern mit Anteilen an der Bäckerei. Die Kasse am Abend ist voll — es ging ja kein Geld raus. Nur gehört Dir die Bäckerei am nächsten Morgen ein Stück weniger. Genau das misst die Gewinnrechnung, und genau das blendet der freie Mittelzufluss aus.
Nr. 2: 600 Millionen Rückkäufe, gebucht am Gewinn vorbei
2025 kaufte CCC für 600,0 Millionen US-Dollar eigene Aktien zurück: 32.229.693 Stück für 300,0 Millionen aus dem Programm von Dezember 2024, dazu ein beschleunigtes Rückkaufgeschäft über weitere 300,0 Millionen ab dem 12. Dezember 2025. Diese Rückkäufe tauchen in der Gewinn- und Verlustrechnung nirgends auf. Der Anhang erklärt warum: Der Kaufpreis über dem Nennwert wird unmittelbar dem Bilanzgewinn belastet. Deshalb wuchs der Bilanz-Fehlbetrag 2025 von 1.095,2 auf 1.695,1 Millionen US-Dollar — obwohl das Jahr mit einem Gewinn endete. Zum 31. März 2026 stand er nach weiteren 100,0 Millionen Rückkäufen im März bei 1.780,3 Millionen.
Das ist nicht verboten und nicht einmal ungewöhnlich. Interessant ist, woher das Geld kam:
„Pursuant to the terms of the Fifth Amendment, the Company incurred incremental term loans in an aggregate principal amount of $300.0 million, which were used to fund the 2025 Accelerated Share Repurchase (“ASR”) program (Note 17).“
Übersetzung: „Gemäß den Bedingungen der fünften Änderung nahm das Unternehmen zusätzliche Darlehen über einen Gesamtnennbetrag von 300,0 Millionen US-Dollar auf, die zur Finanzierung des beschleunigten Aktienrückkaufprogramms 2025 verwendet wurden.“
— CCC Intelligent Solutions Holdings Inc., SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 31. März 2026, Note 16
Der Rückkauf wurde also nicht aus dem freien Mittelzufluss bezahlt, sondern zur Hälfte aus einer Darlehensaufstockung. Die Spuren stehen in der Bilanz: Der Kassenbestand fiel von 399,0 Millionen (Ende 2024) über 111,2 (Ende 2025) auf 36,9 Millionen zum 31. März 2026. Das Darlehen stieg auf 1.287,7 Millionen mit Fälligkeit am 23. Januar 2032 und einem gewichteten Durchschnittszins von 5,8 Prozent im ersten Quartal 2026. Der Rückkauf hat gewirkt: Die Aktienzahl sank von 629.207.115 (Ende 2024) über 605.449.050 (Ende 2025) auf 586.940.536 zum 28. April 2026. Das beschleunigte Programm wurde am 27. Februar 2026 mit einer Schlusslieferung von 9.606.474 Aktien abgeschlossen; insgesamt kamen 42.847.472 Stück zu einem Durchschnittspreis von 7,00 US-Dollar zurück. Vom Rahmen waren zum 31. März 2026 noch 100,0 Millionen offen.
Nr. 3: 85 Prozent der Bilanz sind Erinnerung an alte Übernahmen
Zum 31. März 2026 hatte CCC eine Bilanzsumme von 3.470,8 Millionen US-Dollar. Davon entfielen 1.955,6 Millionen auf den Firmenwert und 987,8 Millionen auf sonstige immaterielle Werte — zusammen 2.943,3 Millionen oder 84,8 Prozent. Firmenwert ist der Betrag, den ein Käufer über den Zeitwert der einzelnen Vermögensgegenstände hinaus bezahlt hat; er entsteht beim Kauf und lässt sich nicht verkaufen.
Rechnet man beide Posten vom Eigenkapital von 1.721,2 Millionen ab, bleibt eine materielle Substanz von minus 1.222,2 Millionen US-Dollar. Das ist kein Alarmsignal — bei Software-Firmen mit Übernahmehistorie ist es der Normalfall, und die Eigenkapitalquote von 49,6 Prozent sieht auf dem Papier solide aus. Es bedeutet aber: Was hier als Eigenkapital ausgewiesen wird, sind fast ausschließlich Kaufpreise aus der Vergangenheit. Wird der Firmenwert einmal abgeschrieben, ist das Eigenkapital weg. Dass das passieren kann, hat CCC selbst vorgeführt: 2023 schrieb das Unternehmen den gesamten Firmenwert seiner China-Einheit ab — 77,4 Millionen US-Dollar, gerechnet mit einem Kapitalkostensatz von 12,5 Prozent. Die Wertprüfung zum 30. November 2025 ergab für beide verbliebenen Einheiten keinen Abschreibungsbedarf.
Nr. 4: Der teuerste Zukauf brachte 4 Prozent Umsatz und 89 Millionen Verlust
Am 6. Januar 2025 übernahm CCC das Unternehmen EvolutionIQ für 674,3 Millionen US-Dollar — 420,6 Millionen in bar, 250,4 Millionen in eigenen Aktien (26.035.603 Stück zu einem Durchschnittskurs von 11,83 US-Dollar) und 3,2 Millionen für zurückbehaltene Optionen. EvolutionIQ liefert KI-gestützte Handlungsempfehlungen für die Bearbeitung von Berufsunfähigkeits- und Personenschäden. Von der Kaufsumme wurden nur 167,9 Millionen einzelnen Vermögenswerten zugeordnet; 537,8 Millionen wurden Firmenwert — 80 Prozent des Preises.
Was der Zukauf im ersten Jahr geliefert hat, steht im Anhang des Geschäftsberichts:
„For the period from the date of acquisition through December 31, 2025, EvolutionIQ's revenues were 4.0% of the Company's total revenues and not material. For the period from the date of acquisition through December 31, 2025, EvolutionIQ's pretax loss was $89.2 million, including $56.7 million of stock-based compensation expense and $19.1 million of amortization expense for intangible assets.“
Übersetzung: „Für den Zeitraum vom Übernahmestichtag bis zum 31. Dezember 2025 machten die Umsätze von EvolutionIQ 4,0 Prozent des Konzernumsatzes aus und waren nicht wesentlich. Für denselben Zeitraum betrug der Vorsteuerverlust von EvolutionIQ 89,2 Millionen US-Dollar, darin enthalten 56,7 Millionen aktienbasierte Vergütung und 19,1 Millionen Abschreibungen auf immaterielle Werte.“
— CCC Intelligent Solutions Holdings Inc., SEC-Geschäftsbericht 10-K für 2025, Note 3
Rechne einmal nach, was das für die Konzernzahlen bedeutet: Ohne EvolutionIQ hätte CCC 2025 statt 1,7 Millionen Gewinn ein deutlich höheres Ergebnis ausgewiesen — und statt 11,9 Prozent Umsatzwachstum nur rund 8 Prozent. Beide Effekte gehören zusammen und dürfen nicht einzeln gelesen werden. Fair ist auch: Ein Zukauf, der im ersten Jahr Geld kostet, ist normal; die 56,7 Millionen Aktienvergütung darin sind zu einem Teil Bindungsprämien für das übernommene Team, die planmäßig auslaufen. Von den 10.356.096 gesperrten Aktien aus dem Deal waren zum 31. Dezember 2025 noch 23,7 Millionen US-Dollar Aufwand offen, verteilt über rund ein Jahr. Die Frage ist nicht, ob der Zukauf im ersten Jahr Geld gekostet hat. Die Frage ist, ob aus 4 Prozent Umsatzanteil je 537,8 Millionen Firmenwert werden.
Nr. 5: Die Mantelgesellschaft steht noch in den Büchern
Zurück zum Rabattschild vom Anfang. CCC kam nicht über einen klassischen Börsengang an die Börse, sondern über den Zusammenschluss mit einer Mantelgesellschaft — der Dragoneer Growth Opportunities Corp., gegründet am 3. Juli 2020 auf den Cayman-Inseln als Zweckgesellschaft zur Firmenübernahme, im Börsenjargon SPAC. Die Vereinbarung mit der damaligen CCC-Holding Cypress Holdings Inc. datiert vom 2. Februar 2021, vollzogen wurde sie am 30. Juli 2021. In den SEC-Stammdaten steht Dragoneer bis heute als früherer Name.
Drei Überbleibsel dieser Konstruktion stehen bis heute in den Berichten:
- 8.625.000 Sponsor-Aktien. Sie gehören der Dragoneer-Seite, sind nicht übertragbar und verfallen am zehnten Jahrestag des Vollzugs — also am 30. Juli 2031 —, falls der Kurs bis dahin nicht an zwanzig von dreißig aufeinanderfolgenden Handelstagen bei mindestens 13,00 US-Dollar steht oder es einen Kontrollwechsel gibt.
- 15,0 Millionen Erfolgs-Aktien für die Altgesellschafter, die bei 15,00 US-Dollar unter denselben Bedingungen ausgegeben würden. Sie sind bislang nicht ausgegeben und tauchen deshalb in der Aktienzahl nicht auf.
- Die Optionsscheine. Sie hatten einen Ausübungspreis von 11,50 US-Dollar und wurden im Mai 2024 gegen 3.809.200 Aktien abgelöst. Bis dahin schwankte ihr Zeitwert durchs Ergebnis: plus 14,4 Millionen US-Dollar 2024, minus 15,1 Millionen 2023.
„Effective upon closing of the Business Combination, 8,625,000 shares issued and held by Dragoneer Growth Opportunities Holdings (the “Sponsor Vesting Shares”) became non-transferable and subject to forfeiture on the tenth anniversary of Closing if neither of the following triggering events has occurred: (a) the share price of the Company's common stock has been greater than or equal to $13.00 per share for any twenty trading days within any thirty consecutive trading day period beginning after Closing, or (b) a change in control as defined in the Business Combination Agreement.“
Übersetzung: „Mit Vollzug des Zusammenschlusses wurden 8.625.000 ausgegebene und von Dragoneer Growth Opportunities Holdings gehaltene Aktien (die ‚Sponsor-Aktien‘) nicht übertragbar und verfallen am zehnten Jahrestag des Vollzugs, falls keines der folgenden Auslöseereignisse eingetreten ist: (a) der Kurs der Stammaktien lag an zwanzig Handelstagen innerhalb von dreißig aufeinanderfolgenden Handelstagen nach dem Vollzug bei mindestens 13,00 US-Dollar, oder (b) es kam zu einem Kontrollwechsel im Sinne der Zusammenschlussvereinbarung.“
— CCC Intelligent Solutions Holdings Inc., SEC-Geschäftsbericht 10-K für 2025, Note 19
Diese Schwellen sind der stille Kommentar des Marktes zur Kursentwicklung: Bei 5,82 US-Dollar (24. Juli 2026) fehlen zu den 13,00 US-Dollar der Sponsor-Aktien 123 Prozent und zu den 15,00 der Erfolgs-Aktien 158 Prozent. Beide Pakete sind faktisch wertlos, solange sich daran nichts ändert.
Der zweite Teil des SPAC-Erbes war die Ausstiegswelle der Altgesellschafter. In drei Jahren verkauften bestehende Aktionäre über Zweitplatzierungen 69,9 Millionen Aktien (2023), 171,5 Millionen (2024) und 109,3 Millionen (2025) — Erlöse, die vollständig bei den Verkäufern blieben und nicht ins Unternehmen flossen. In allen drei Jahren kaufte CCC zeitgleich eigene Aktien zurück; im März 2025 etwa 7.000.000 Stück für 72,3 Millionen US-Dollar direkt im Zuge einer solchen Platzierung. Das darf man wohlwollend als geordneten Übergang in Streubesitz lesen — und man darf sich fragen, wer bei diesem Übergang das Kursrisiko getragen hat.
Bewertung — was der Markt für 254 Millionen Mittelzufluss zahlt
Bevor wir rechnen: Das hier sind datierte Anker, keine Kaufargumente. Kurs 5,82 US-Dollar (Schlusskurs 24. Juli 2026), 586.940.536 Aktien (Deckblatt des Quartalsberichts, 28. April 2026) — daraus ein Börsenwert von rund 3,42 Milliarden US-Dollar. Rechnet man die Finanzverbindlichkeiten von 1.287,7 Millionen und den Schuldschein an den China-Minderheitsgesellschafter von 26,0 Millionen hinzu und die Kasse von 36,9 Millionen ab, ergibt sich ein Unternehmenswert von rund 4,69 Milliarden.
Daraus die Größenordnungen: Auf den Umsatz der letzten vier Quartale von 1.086,7 Millionen kommt ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 3,1, auf den freien Mittelzufluss von 254,5 Millionen ein Kurs-Mittelzufluss-Verhältnis von rund 13,4. Der Unternehmenswert entspricht dem 10,8-Fachen des bereinigten EBITDA von 436,0 Millionen. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis auf den ausgewiesenen Gewinn zu bilden, wäre Unfug — bei 1,7 Millionen käme ein vierstelliger Wert heraus. Auf die durchschnittliche Gewinnschätzung für 2026 von 0,44 US-Dollar je Aktie ergibt sich ein Wert von rund 13.
Für ein Abo-Geschäft mit 96 Prozent wiederkehrendem Umsatz, 98 bis 99 Prozent Bestandstreue und 41 Prozent bereinigter Marge ist das nicht teuer — es ist ungefähr das, was man für ein solides, aber langsam wachsendes Softwarehaus bezahlt. Der Markt preist also weder Wachstumsfantasie noch Untergang ein, sondern ein Unternehmen, dem man die 11 Prozent Wachstum glaubt und die Gewinnwende noch nicht.
Der Blick der Profis dazu: Zum Datenstand 27. Juli 2026 liegen 13 Analystenschätzungen vor — sechsmal starkes Kaufen, dreimal Kaufen, dreimal Halten, einmal Verkaufen; das durchschnittliche Kursziel liegt bei 8,80 US-Dollar, also rund 51 Prozent über dem Schlusskurs vom 24. Juli 2026. Solche Konsenswerte sind ein Stimmungsbild, keine Prognose; sie werden regelmäßig nach unten angepasst, wenn der Kurs fällt. Wie ein ähnlich gelagertes Softwarehaus mit hoher Aktienvergütung und schwerem Firmenwert aussieht, haben wir in der Analyse zu Twilio auseinandergenommen.
Ein Wort zur Verschuldung, weil sie in dieser Aktie die eigentliche Bremse ist: Nettoverschuldung rund 1.276,8 Millionen US-Dollar (31. März 2026), also das 2,9-Fache des bereinigten EBITDA. Der Zinsaufwand lag 2025 bei 71,0 Millionen und deckte sich gerade 1,3-fach aus dem Betriebsergebnis von 93,8 Millionen; im ersten Quartal 2026 hat sich das auf das 2,4-Fache verbessert (48,8 zu 20,3 Millionen). Der Kredit läuft bis zum 23. Januar 2032, die Quartalstilgung beträgt bescheidene 3,3 Millionen, eine Kreditlinie über 250 Millionen steht daneben. Ein Refinanzierungsdruck besteht auf Jahre nicht — aber jede weitere Rückkaufmilliarde geht künftig entweder in die Verschuldung oder gegen den Mittelzufluss.
Chancen und Risiken auf einen Blick
Was für CCC spricht:
- Netzwerk als Burggraben. Über 35.000 angeschlossene Unternehmen, 27 der 30 größten US-Kfz-Versicherer, mehr als 600 Millionen Schnittstellen-Vorgänge im Jahr. Ein Versicherer wechselt so ein System nicht nebenbei — durchschnittliche Kundenbeziehungen laufen laut Geschäftsbericht über zehn Jahre.
- Berechenbarer Umsatz. 95,9 Prozent Abo-Anteil, Bestandstreue 98 bis 99 Prozent in jedem Quartal seit 2023, Bestandsausweitung 105 bis 108 Prozent, kein Kunde über 10 Prozent Umsatzanteil.
- Die Kasse stimmt. Freier Mittelzufluss 195,0 → 230,9 → 254,5 Millionen US-Dollar in drei Jahren, bereinigtes EBITDA 436,0 Millionen bei 41,2 Prozent Marge.
- Die Vergütungslast schrumpft sichtbar. 31,9 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2026 nach 61,0 Millionen im Vorjahresquartal — hält das an, wird aus dem Rundungsfehler beim Gewinn schnell eine echte Zahl.
- Rückkäufe wirken. Die Aktienzahl sank binnen 16 Monaten von 629,2 auf 586,9 Millionen Stück, also um 6,7 Prozent.
Was dagegen spricht:
- Der Gewinn trägt den Kapitalfluss nicht. 1,7 Millionen US-Dollar Gewinn stehen 175,4 Millionen Aktienvergütung gegenüber; weitere 207,5 Millionen sind zum 31. März 2026 noch nicht als Aufwand erfasst.
- Die Bilanz ist zu 84,8 Prozent Firmenwert und immaterielle Werte, die materielle Substanz liegt bei minus 1.222,2 Millionen US-Dollar. Eine Abschreibung wie 2023 in China (77,4 Millionen) würde direkt das Eigenkapital treffen.
- Schulden für Rückkäufe. 300,0 Millionen US-Dollar frisches Darlehen allein für das beschleunigte Rückkaufprogramm, Kasse von 399,0 auf 36,9 Millionen gefallen, Nettoverschuldung beim 2,9-Fachen des bereinigten EBITDA.
- Der teuerste Zukauf muss sich noch beweisen. 674,3 Millionen für EvolutionIQ, davon 537,8 Millionen Firmenwert, gegen 4,0 Prozent Umsatzbeitrag und 89,2 Millionen Vorsteuerverlust im ersten Jahr.
- Der Finanzvorstand ist weg. Brian Herb kündigte am 27. April 2026 seinen Rücktritt zum 25. Mai 2026 an; die Stelle führt seither der bisherige Chefbuchhalter kommissarisch, ein Nachfolger war zum Datenstand nicht benannt.
- Wachstum in einem Markt, der schrumpfen kann. CCC nennt in den Risikohinweisen selbst, dass bessere Assistenzsysteme und autonomes Fahren die Zahl der Unfälle und damit die Zahl der Schadenfälle verringern können — die Bezugsgröße des eigenen Geschäfts.
Ein menschliches Fazit
Zurück zum Rabattschild. Der durchgestrichene Preis von 14,70 US-Dollar stammt aus einer Zeit, in der es die Aktie in ihrer heutigen Form gar nicht gab. Wer den Abstand dazu für den Rabatt hält, kauft eine Erinnerung an das SPAC-Jahr 2021. Das ist kein Argument gegen die Aktie — es ist nur kein Argument dafür.
Was danach bleibt, ist ein sehr solides Geschäft mit einem ungelösten Problem. CCC verdient zuverlässig Geld: 254,5 Millionen US-Dollar sind 2025 frei zugeflossen, und die Kunden bleiben mit einer Treue, von der die meisten Softwarehäuser träumen. Nur landet dieses Geld bisher nicht bei den Eigentümern, sondern in drei Töpfen: bei den Beschäftigten in Form von Aktien, bei den Verkäufern von EvolutionIQ und in der Tilgung von Schulden, die für Rückkäufe aufgenommen wurden. Genau das ist die Frage, an der diese Aktie hängt — nicht, ob das Geschäft funktioniert, sondern wann der Gewinn den Kapitalfluss einholt.
Das erste Quartal 2026 ist der erste Hinweis, dass es passieren könnte: 15,4 Millionen Gewinn, Aktienvergütung fast halbiert, Zinsdeckung verdoppelt. Drei Monate sind kein Beweis. Aber sie sind der Ort, an dem Du beim nächsten Quartalsbericht hinschauen kannst — und drei Zahlen kennst Du jetzt, gegen die Du vergleichen kannst: 31,9 Millionen Aktienvergütung, 586.940.536 Aktien und ein Bilanz-Fehlbetrag von 1.780,3 Millionen.
Was Du daraus machst, ist Deine Entscheidung. Und das ist auch gut so.
Quellen
- SEC-Geschäftsbericht 10-K für 2025, CCC Intelligent Solutions Holdings Inc., eingereicht am 24. Februar 2026 (CIK 0001818201)
- SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 31. März 2026, eingereicht am 30. April 2026
- SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 30. September 2025, eingereicht am 30. Oktober 2025 (damals noch unter dem Kürzel CCCS)
- SEC-Geschäftsbericht 10-K für 2024, eingereicht am 25. Februar 2025
- SEC-Pflichtmitteilung 8-K vom 30. April 2026, Anlage 99.1 (Item 2.02: Quartalszahlen und Ausblick 2026)
- SEC-Pflichtmitteilung 8-K vom 30. April 2026 (Item 5.02: Rücktritt des Finanzvorstands zum 25. Mai 2026)
- SEC-Nachtrag 8-K/A vom 29. Mai 2026 (Item 5.02: kommissarische Besetzung des Finanzvorstands)
- Fundamentaldaten (Kennzahlen, Kurs-, Analysten- und Bewertungsdaten; Datenstand 27. Juli 2026, letzter Handelstag 24. Juli 2026)
- Hauseigener Aktien-Scanner „Turnaround-Kandidaten“, US-Auswahl, gemessen am 27. Juli 2026 auf beiden Marken
Diese Analyse ist journalistische Einordnung und ausdrücklich keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine Aufforderung zum Erwerb oder zur Veräußerung von Wertpapieren. Alle Angaben stammen aus den oben genannten Originalquellen und tragen den jeweils genannten Stichtag; Zahlen können sich mit jedem neuen Bericht ändern. Aktien können erheblich schwanken, ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Position in der besprochenen Aktie.
Unser Fazit auf einen Blick
- Marktstellung & Kundenbindung positiv
- Über 35.000 angeschlossene Unternehmen und 27 der 30 größten US-Kfz-Versicherer nutzen die Plattform (Stand 31. Dezember 2025). Die Bestandstreue lag in jedem einzelnen Quartal der Jahre 2023 bis 2025 bei 98 bis 99 Prozent, die Bestandsausweitung bei 105 bis 108 Prozent. 95,9 Prozent des Umsatzes 2025 sind Abonnements, kein Kunde stand für mehr als 10 Prozent.
- Mittelzufluss positiv
- Der freie Mittelzufluss stieg von 195,0 (2023) über 230,9 (2024) auf 254,5 Millionen US-Dollar (2025), der operative Mittelzufluss auf 315,5 Millionen. Das bereinigte EBITDA lag 2025 bei 436,0 Millionen und damit bei einer Marge von 41,2 Prozent. Für 2026 stellt das Unternehmen am 30. April 2026 484 bis 490 Millionen in Aussicht.
- Gewinnqualität negativ
- Der Nettogewinn 2025 betrug 1,7 Millionen US-Dollar bei 1.057,0 Millionen Umsatz — eine Nettomarge von 0,16 Prozent. Der größte Posten zwischen Gewinn und Mittelzufluss ist die aktienbasierte Vergütung von 175,4 Millionen, also 68,9 Prozent des freien Mittelzuflusses. Zum 31. März 2026 waren weitere 207,5 Millionen an solchen Zusagen noch nicht als Aufwand erfasst.
- Bilanzsubstanz negativ
- Zum 31. März 2026 bestanden 84,8 Prozent der Bilanzsumme von 3.470,8 Millionen US-Dollar aus Firmenwert (1.955,6) und sonstigen immateriellen Werten (987,8). Zieht man beides vom Eigenkapital von 1.721,2 Millionen ab, bleiben minus 1.222,2 Millionen materielle Substanz. Die Eigenkapitalquote von 49,6 Prozent misst damit fast ausschließlich alte Kaufpreise.
- Kapitalverwendung neutral
- Die Rückkäufe wirken: Die Aktienzahl sank von 629.207.115 (31. Dezember 2024) auf 586.940.536 (28. April 2026). Bezahlt wurden sie 2025 mit 600,0 Millionen US-Dollar, davon 300,0 Millionen aus einer Darlehensaufstockung vom 12. Dezember 2025. Der Kassenbestand fiel im selben Zeitraum von 399,0 auf 36,9 Millionen, die Nettoverschuldung liegt beim 2,9-Fachen des bereinigten EBITDA.
- Zukauf EvolutionIQ neutral
- Für 674,3 Millionen US-Dollar übernommen am 6. Januar 2025, davon 537,8 Millionen als Firmenwert gebucht. Im Rumpfjahr 2025 steuerte die Einheit 4,0 Prozent des Konzernumsatzes bei und erwirtschaftete einen Vorsteuerverlust von 89,2 Millionen, darin 56,7 Millionen aktienbasierte Vergütung. Die Wertprüfung zum 30. November 2025 ergab keinen Abschreibungsbedarf.
CCC Intelligent Solutions betreibt die Software, über die in den USA Kfz-Schäden abgewickelt werden — mit einer Kundenbindung von 98 bis 99 Prozent je Quartal seit 2023 und 95,9 Prozent wiederkehrendem Umsatz. Das Geschäft wächst verlässlich: 1.057,0 Millionen US-Dollar Umsatz 2025 nach 866,4 im Jahr 2023, freier Mittelzufluss 254,5 Millionen nach 195,0. Der ausgewiesene Gewinn hält damit nicht Schritt: 1,7 Millionen im Jahr 2025, weil 175,4 Millionen aktienbasierte Vergütung, 150,3 Millionen Abschreibungen und 71,0 Millionen Zinsen dazwischenliegen. Dazu eine Bilanz, die zu 84,8 Prozent aus Firmenwert und immateriellen Werten besteht, und Rückkäufe von 600,0 Millionen, die zur Hälfte über ein neues Darlehen finanziert und direkt dem Bilanzgewinn belastet wurden. Das erste Quartal 2026 zeigt mit 15,4 Millionen Gewinn und halbierter Aktienvergütung, dass sich das drehen kann — bewiesen ist es nach einem Quartal nicht. Keine Anlageberatung.
Was unsere Einordnung bedeutet
Offene Fragen
Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.
Die Ampel beurteilt das Unternehmen, nicht den Kurs. Ein belegter Substanzbefund liegt nicht vor: Das Eigenkapital ist mit 1.721,2 Millionen US-Dollar positiv, die Eigenkapitalquote liegt bei 49,6 Prozent, der operative Mittelzufluss betrug 2025 315,5 Millionen gegen 71,0 Millionen Zinsaufwand, die vertragliche Verschuldungskennziffer bleibt unter der Schwelle von 3,5, es gibt keinen Hinweis auf eine gefährdete Unternehmensfortführung und keine Notierungsgefahr. Offen ist dafür die entscheidende operative Frage, und zwar doppelt. Erstens trägt der ausgewiesene Gewinn den Kapitalfluss nicht: 1,7 Millionen Nettogewinn stehen 175,4 Millionen aktienbasierter Vergütung gegenüber, weitere 207,5 Millionen sind zum 31. März 2026 noch nicht als Aufwand erfasst — die Belastung ist real, sie trifft die Eigentümer nur über Anteile statt über die Kasse. Zweitens ist der Zukauf von EvolutionIQ nicht bewiesen: 674,3 Millionen Kaufpreis, davon 537,8 Millionen Firmenwert, gegen 4,0 Prozent Umsatzbeitrag und 89,2 Millionen Vorsteuerverlust im ersten Jahr. Dazu kommt eine Bilanz, die zu 84,8 Prozent aus Firmenwert und immateriellen Werten besteht, und eine seit dem 25. Mai 2026 nur kommissarisch besetzte Finanzvorstandsposition. Ausdrücklich nicht in diese Farbe eingeflossen sind Kurs, Bewertung, Streubesitz oder Schwankungsbreite. Auch die gespeicherten Scanner-Kennzahlen sind nicht eingeflossen: Der Altman-Z von 2,92 ist nach der Originalformel mit dem Jahresabschluss 2025 nicht nachvollziehbar (eigene Rechnung 0,90), und die Formel taugt bei einer übernahmefinanzierten Softwarefirma ohnehin nicht als Qualitätsurteil. Die Entscheidung liegt bei Dir.
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt auf Basis öffentlicher Quellen — keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Deine persönlichen Umstände (Anlageziele, Risikotragfähigkeit, Steuern) können dabei nicht berücksichtigt werden. Was unsere Stufen bedeuten, wie Urteile entstehen und welche Interessenkonflikte bestehen →
Bitte beachten
- Auf die Rechercheliste kam CCC über den hauseigenen Aktien-Scanner „Turnaround-Kandidaten“ (US-Auswahl), gemessen am 27. Juli 2026 auf beiden Marken. Beide Instanzen zeigten dieselbe Verteilung: 60 US-Treffer, davon 1 mit 8 von 8 Punkten, 15 mit 7 und 44 mit 6 Punkten. CCC hat 6 Punkte und liegt damit in der Gleichstands-Gruppe der Plätze 17 bis 60; ein exakter Rang wird deshalb nicht behauptet. Die Detailseite zeigt nur die 25 stärksten Treffer — CCC ist dort nicht sichtbar. Diese Listen werden täglich neu berechnet.
- Wende-Check im Einzelnen (Quartalsreihe zweites Quartal 2025 bis erstes Quartal 2026): Säule 3 vollständig erfüllt — Umsatz im jüngsten Quartal 11,8 Prozent über dem Vorjahresquartal, Nettomarge 5,5 Prozent gegen 5,0 Prozent drei Quartale zuvor und 2,9 Prozent im Vorquartal, operativer Mittelzufluss positiv, Zinsdeckung von 1,33 auf 2,65 verbessert. Säule 4 zur Hälfte: Kurs über der 50-Tage-Linie und institutioneller Nettoaufbau von 135 Millionen US-Dollar ja; drehende relative Stärke und Netto-Insiderkäufe nein (null Käufe gegen zwei Verkäufe in zwölf Monaten).
- Drei Scanner-Kennzahlen wurden gegen den Jahresabschluss plausibilisiert; bei Abweichung rechnet die Analyse mit den selbst gerechneten Werten. Abstand zum Allzeithoch: gespeichert −69,46 Prozent, aus 1.457 Handelstagen seit dem 5. Oktober 2020 gerechnet −60,4 Prozent (höchster Schlusskurs 14,70 US-Dollar am 25. Januar 2021) beziehungsweise −63,9 Prozent (höchstes Tageshoch 16,11 am 3. Februar 2021) — die Pflicht-Schwelle von −50 Prozent hält in jeder Lesart. Piotroski: gespeichert 7, aus den geprüften Jahreszahlen 2025 gegen 2024 gerechnet 4 von 9. Altman-Z: gespeichert 2,92, nach der Originalformel mit dem Jahresabschluss 2025 und einem Börsenwert von 3.416 Millionen US-Dollar gerechnet 0,90 — unter der Scanner-Schwelle von 1,1.
- Nicht verwechseln: Beide Höchstkurse der Aktie stammen aus Januar und Februar 2021 und damit aus der Zeit vor dem Vollzug des Zusammenschlusses am 30. Juli 2021. Der „Allzeithoch-Abstand“ misst hier das Abschmelzen eines Mantelgesellschafts-Kurses, nicht den Absturz des operativen Geschäfts. Der höchste Schlusskurs nach dem Vollzug liegt bei 13,35 US-Dollar (29. September 2023). Ebenfalls leicht zu verwechseln: Das Börsenkürzel lautete bis zum Quartalsbericht vom 30. Oktober 2025 CCCS und lautet seither CCC.
- Kurs- und Bewertungsangaben sind datierte Anker, keine Kaufargumente: Schlusskurs 5,82 US-Dollar vom 24. Juli 2026, Datenstand der Kennzahlen 27. Juli 2026. Der Börsenwert von rund 3,42 Milliarden ist aus 586.940.536 Aktien (Deckblatt des Quartalsberichts, 28. April 2026) gerechnet. Die Scanner-Zeile führt aus einem älteren Abruf 2,604 Milliarden — die Abweichung ist ein Datenstand-Unterschied, gerechnet wird im Artikel mit dem selbst gerechneten Wert.
- Jüngster Periodenbericht ist der Quartalsbericht 10-Q zum 31.03.2026 (eingereicht am 30.04.2026). Danach wurden bis zum Datenstand 27.07.2026 eingereicht: Pflichtmitteilung 8-K vom 30.04.2026 (Item 2.02, Quartalszahlen und Ausblick 2026), Pflichtmitteilung 8-K vom 30.04.2026 (Item 5.02, Rücktritt des Finanzvorstands zum 25.05.2026), Pflichtmitteilung 8-K vom 22.05.2026 (Item 5.07, Beschlüsse der Hauptversammlung), Nachtrag 8-K/A vom 29.05.2026 (Item 5.02, kommissarische Besetzung), dazu Beteiligungsmeldungen (Schedule 13G) und Insider-Meldungen (Form 4). Der nächste Quartalsbericht wird nach den vorliegenden Daten für den 30.07.2026 erwartet.
Häufige Fragen
CCC betreibt eine Mietsoftware aus der Cloud, über die in den USA Kfz-Schäden abgewickelt werden: Versicherer, Werkstätten, Autohersteller, Teilelieferanten und Gutachter tauschen darüber Schadendaten, Kostenvoranschläge und Reparaturvorgaben aus. Zum 31. Dezember 2025 waren über 35.000 Unternehmen angeschlossen, darunter 27 der 30 größten US-Kfz-Versicherer. Das Netz verarbeitet nach eigener Angabe mehr als 600 Millionen Schnittstellen-Vorgänge im Jahr.
Weil zwischen Umsatz und Gewinn drei große Posten liegen, die kein Bargeld kosten oder in die Zukunft wirken: 175,4 Millionen US-Dollar aktienbasierte Vergütung, 150,3 Millionen Abschreibungen (davon 91,5 Millionen auf immaterielle Werte aus alten Übernahmen) und 71,0 Millionen Zinsaufwand. Übrig blieben 1,7 Millionen Nettogewinn bei 1.057,0 Millionen Umsatz. Der freie Mittelzufluss lag im selben Jahr bei 254,5 Millionen.
Das Unternehmen bezahlt einen Teil der Gehälter nicht in Geld, sondern in eigenen Aktien. Das belastet den Gewinn, nicht aber die Kasse — deshalb ist der freie Mittelzufluss deutlich höher als der Gewinn. Bezahlt wird trotzdem, nämlich mit Anteilen der bestehenden Eigentümer. Bei CCC waren das 2025 175,4 Millionen US-Dollar, also 68,9 Prozent des freien Mittelzuflusses. Zum 31. März 2026 waren weitere 207,5 Millionen noch nicht als Aufwand erfasst.
Die börsennotierte Gesellschaft war es. Sie hieß bis Juli 2021 Dragoneer Growth Opportunities Corp. und wurde am 3. Juli 2020 auf den Cayman-Inseln als Zweckgesellschaft zur Firmenübernahme gegründet. Der Zusammenschluss mit der CCC-Holding Cypress Holdings Inc. wurde am 30. Juli 2021 vollzogen. Aus dieser Zeit stehen bis heute 8.625.000 Sponsor-Aktien mit einer Kursschwelle von 13,00 US-Dollar und 15,0 Millionen Erfolgs-Aktien mit einer Schwelle von 15,00 US-Dollar in den Berichten.
Weil Aktienrückkäufe nicht durch die Gewinnrechnung laufen. Der Kaufpreis über dem Nennwert wird laut Anhang unmittelbar dem Bilanzgewinn belastet. CCC kaufte 2025 für 600,0 Millionen US-Dollar eigene Aktien zurück; der Fehlbetrag stieg deshalb von 1.095,2 auf 1.695,1 Millionen und nach weiteren 100,0 Millionen Rückkäufen im März 2026 auf 1.780,3 Millionen zum 31. März 2026.
Der Kaufpreis betrug 674,3 Millionen US-Dollar (6. Januar 2025), davon 420,6 Millionen in bar und 250,4 Millionen in eigenen Aktien. 537,8 Millionen davon wurden als Firmenwert gebucht. Im Rumpfjahr 2025 steuerte EvolutionIQ 4,0 Prozent zum Konzernumsatz bei und erwirtschaftete einen Vorsteuerverlust von 89,2 Millionen, darin 56,7 Millionen aktienbasierte Vergütung und 19,1 Millionen Abschreibungen.
Weil die Detailseite nur die 25 stärksten Treffer zeigt. Am 27. Juli 2026 hatte die US-Auswahl 60 Treffer: einer mit 8 von 8 Punkten, 15 mit 7 und 44 mit 6 Punkten. CCC gehört mit 6 Punkten zur großen Gleichstands-Gruppe der Plätze 17 bis 60 und liegt damit unterhalb der Anzeigegrenze. Beide Pflicht-Kriterien waren erfüllt: mindestens 50 Prozent Abstand zum Allzeithoch und ein gespeicherter Altman-Z über 1,1 bei positivem Eigenkapital.
Nein. Zum Datenstand 27. Juli 2026 liegen kein SC 14D9, kein SC 13E3, kein laufendes Formular S-4 und kein Formular 15 vor. Das einzige Formular 25 der Historie stammt vom 16. Dezember 2022 und betraf die Optionsscheine aus der SPAC-Zeit, die im Mai 2024 gegen 3.809.200 Aktien abgelöst wurden. Die Aktie notiert an der Nasdaq; das Kürzel lautete bis Oktober 2025 CCCS und lautet seither CCC.
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