Sandisk Corp
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Einordnung
Unsere Einordnung
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt — sie beurteilt das Unternehmen, nicht den Einstiegszeitpunkt. Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.
Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.
Warum diese Farbe
Gelb steht hier für das Unternehmen, nicht für den Kurs — der Preis spielt in dieser Ampel bewusst keine Rolle. Für Rot fehlt jeder Substanzbefund: Sandisk ist zum 3. Juli 2026 schuldenfrei, hält 4,76 Milliarden US-Dollar Kasse gegen 15,74 Milliarden Eigenkapital, hat im Geschäftsjahr 2026 11,49 Milliarden freien Mittelzufluss erwirtschaftet, es gibt keinen Going-Concern-Hinweis, keinen Bilanz- oder Governance-Bruch und keine Zinsdeckungsfrage. Für Grün fehlen zwei Dinge. Erstens ist die Ertragskraft operativ noch unbewiesen: Die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 schlossen mit zusammen 4,5 Milliarden US-Dollar Verlust und Bruttomargen zwischen 7,1 und 30,1 Prozent, das Geschäftsjahr 2026 mit 71,5 Prozent — als eigenständige Firma hat Sandisk noch keinen vollständigen Speicherzyklus durchlaufen, und zwei Drittel des jüngsten Zuwachses kamen aus dem Preis, den das Unternehmen nicht kontrolliert. Zweitens die Abhängigkeit von einer einzigen Gegenpartei: Praktisch der gesamte Flash-Nachschub muss aus dem Kioxia-Joint-Venture kommen, 50 Prozent von dessen Fixkosten sind auch ohne Bestellung fällig, dazu 993 Millionen US-Dollar außerbilanzielle Leasing-Garantien und ein vom Unternehmen selbst beziffertes maximales Verlust-Szenario von knapp 3 Milliarden (Stand 03.04.2026). Das ist keine Existenzgefahr, aber eine wesentliche offene operative Frage — und zwischen zwei Stufen gilt die vorsichtigere.
Woran sich die These entscheidet
Einschätzung: Chancen & Risiken
Sandisk ist der Beweis, dass derselbe Markt dieselbe Firma binnen 17 Monaten dreimal völlig verschieden bepreisen kann: erst der verschmähte Spin-off unter Buchwert mit 1,8 Milliarden US-Dollar Goodwill-Abschreibung, dann das 25-Fache des Buchwerts — und heute, nach dem besten Quartal der Firmengeschichte, das Zwölffache. Das Geschäftsjahr 2026 brachte 20,25 Milliarden US-Dollar Umsatz, 11,43 Milliarden Nettogewinn, 11,49 Milliarden freien Mittelzufluss und einen Auftragsbestand von 59,8 Milliarden mit Preisuntergrenzen; im Schlussquartal kam erstmals ein Drittel des Zuwachses aus der Menge statt nur aus dem Preis. Trotzdem bleibt die Kernfrage offen: Zwei Drittel des Wachstums hängen weiter am Preis pro Gigabyte, das Consumer-Geschäft bricht bereits weg, drei Verlustjahre liegen erst kurz zurück, und das Fixkosten-Korsett gegenüber Kioxia arbeitet im Abschwung gegen Sandisk. Ob eine Bruttomarge um 84 Prozent ein Plateau ist oder die Spitze der Achterbahn, entscheidet der Speicherzyklus — nicht das „Hätte man wissen können“ des Rückschaufehlers. Keine Anlageberatung.
Marktposition & Produkt
Einer von wenigen NAND-Herstellern der Welt, mit gesichertem Fertigungszugang über das Kioxia-Joint-Venture. Das Rechenzentrums-Geschäft ist im Geschäftsjahr 2026 um 437 Prozent auf 5,15 Milliarden US-Dollar gewachsen und stellt im Schlussquartal mit 2,98 von 8,97 Milliarden bereits ein Drittel des Umsatzes — aber das Produkt bleibt Standardware ohne eigenes HBM-Gegenstück, und das Consumer-Geschäft brach im Schlussquartal um 32 Prozent zum Vorquartal ein.
Ertragskraft & Bilanz
20,25 Milliarden US-Dollar Umsatz und 11,43 Milliarden Nettogewinn im Geschäftsjahr 2026 (71,5 Prozent Bruttomarge im Jahr, 84,6 Prozent im Schlussquartal), 11,67 Milliarden operativer Cashflow und 11,49 Milliarden freier Mittelzufluss; null Finanzschulden, 4,76 Milliarden Kasse, 15,74 Milliarden Eigenkapital, Altman-Z rund 13, dazu 4,52 Milliarden Aktienrückkäufe allein im Schlussquartal.
Zyklik & Preisabhängigkeit
Der Boom kam im Quartal bis 3. April 2026 fast vollständig aus dem Preis (+248 Prozent je Gigabyte bei flacher Menge) und auch im Schlussquartal noch zu zwei Dritteln. Die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 brachten drei Verluste in Serie (zusammen −4,5 Milliarden US-Dollar), das eigene Risikokapitel beschreibt Überkapazitäts-Phasen mit Preisstürzen als wiederkehrendes Branchenmuster — und als eigenständige Firma hat Sandisk noch keinen kompletten Abschwung erlebt.
Bewertung & Erwartungen
Rund 190 Milliarden US-Dollar Börsenwert (Schlusskurs 1.271,05 US-Dollar am 11. August 2026 × 149 Millionen Aktien), KUV 9,4, KBV 12, KGV rund 17 auf das Geschäftsjahr 2026. Deutlich günstiger als im Juli — aber die Korrektur zeigt zugleich, wie empfindlich der Kurs auf die Margen-These reagiert: Vom Hoch am 25. Juni 2026 (2.335,00 US-Dollar) ging es 46 Prozent abwärts, obwohl das Geschäft Rekorde lieferte.
Verträge & Abhängigkeiten
59,8 Milliarden US-Dollar offene Leistungsverpflichtungen zum 3. Juli 2026 (nach 41,6 Milliarden im April), laut Telefonkonferenz rund 93,9 Milliarden zugesagter Mindestumsatz zu Preisuntergrenzen mit acht Kunden, abgesichert mit 16,5 Milliarden — ein echtes Novum. Dem steht gegenüber: Das Kioxia-Korsett verpflichtet zu 50 Prozent der Fixkosten auch ohne Bestellung (plus 993 Millionen Off-Balance-Garantien, Stand 03.04.2026), und die Kundenkonzentration steigt weiter.
Zu beachten
Sandisk bilanziert in einem gebrochenen Geschäftsjahr (Ende: Freitag nahe dem 30. Juni); „GJ 2026“ bezeichnet die Periode 28.06.2025 bis 03.07.2026. Die am 05.08.2026 gemeldeten Zahlen betreffen das VIERTE Quartal des GJ 2026 (Ende 03.07.2026) und das Gesamtjahr — nicht ein „zweites Quartal 2026“. Alle Perioden sind im Text explizit datiert.
Quelle der Q4- und Jahreszahlen ist die Ergebnismitteilung (Anlage 99.1 zum 8-K vom 05.08.2026). Der Geschäftsbericht (10-K) für das GJ 2026 lag am 12.08.2026 noch nicht vor; Anhangangaben (Kundenkonzentration, Flash-Ventures-Garantien, maximales Verlust-Szenario) stammen deshalb weiter aus dem Quartalsbericht (10-Q) zum 03.04.2026 und sind entsprechend datiert.
Die Angaben zu offenen Leistungsverpflichtungen (59,8 Mrd. US-Dollar), zu rund 93,9 Mrd. zugesagtem Mindestumsatz zu Preisuntergrenzen und zu 16,5 Mrd. hinterlegten Sicherheiten stammen aus der Telefonkonferenz vom 05.08.2026, nicht aus einem eingereichten Bericht — sie sind im Text als solche gekennzeichnet.
Kurs- und Bewertungsangaben datiert auf den 11. August 2026 (Schlusskurs 1.271,05 US-Dollar, 149 Millionen Aktien laut Bilanz zum 03.07.2026, rund 190 Milliarden US-Dollar Börsenwert). Eine frühere Fassung dieser Analyse nannte rund 400 Milliarden US-Dollar; dieser Feed-Wert bestand die Gegenprobe Aktienzahl × Kurs nicht und wurde samt aller davon abgeleiteten Kennzahlen korrigiert. Analysen sind evergreen, Tageskurse sind kein Kaufargument.
Der Verlust des GJ 2025 (−1,6 Milliarden US-Dollar) enthält die Goodwill-Abschreibung von 1,8 Milliarden; auch ohne sie blieb vor Steuern nur ein knappes Plus. Die Scanner-Zugehörigkeit (Greenblatt, Platz 3) wurde am 14. Juli 2026 live verifiziert; zum Datenstand 8. Juli führte Sandisk zusätzlich das EBIT-Margen-Ranking.
Aktien-Wächter
Diese Analyse ist Stand 14. Juli 2026. Was sich seitdem bei SNDK geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.
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Kursverlauf
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
52-Wochen-Spanne: 44,40 $ bis 2.335,00 $ · Letzter Kurs: 1.600,60 $ (Stand: 20. August 2026)
Kennzahlen
Kennzahlen im Überblick
Alle Kennzahlen dieser Aktie, nach Themen sortiert. Das Fragezeichen an einer Beschriftung erklärt, was die Zahl bedeutet.
Basis
Performance
Technische Kennwerte
Aus der Kurshistorie berechnet · Stand: 21.08.2026
Bewertung
Rentabilität
Bilanz & Sicherheit
Wachstum
Dividende
Diese Aktie zahlt derzeit keine Dividende.
Qualität & Screener
Markiert sind Dinge, die der Redaktion aufgefallen sind: Grün = auffallend stark, Rot = verdient eine genauere Prüfung. Keine Kennzahl taugt als Urteil für sich allein — immer im Zusammenhang lesen.
Vergleich
Branchenvergleich
Die Aktie neben den größten Unternehmen derselben Gruppe. Die Median-Zeile ist der mittlere Wert der oben gezeigten Unternehmen — nicht der ganzen Branche.
Branche: Computer Hardware
| Unternehmen | Marktkap. (Mrd. $) | KGV | EV/EBITDA | Bruttomarge % | EBIT-Marge % | Umsatzwachstum (Jahr) % | Perf. 1J % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sandisk Corp SNDK | 274,5 | 54,8 | 32,6 | 56,0 | 70,0 | 10,4 | 3.505,0 |
| Dell Technologies Inc DELL | 269,9 | 33,1 | 19,0 | 19,2 | 8,9 | 18,8 | 242,7 |
| Arista Networks ANET | 249,1 | 61,7 | 50,7 | 63,5 | 42,7 | 28,6 | 39,8 |
| Seagate Technology PLC STX | 192,7 | 59,5 | 52,4 | 45,6 | 43,1 | 34,1 | 441,2 |
| Western Digital Corporation WDC | 176,6 | 24,4 | 24,5 | 45,4 | 37,0 | 50,7 | 521,8 |
| HP Inc HPQ | 26,8 | 10,9 | 7,8 | 20,3 | 7,1 | 3,2 | 17,1 |
| Super Micro Computer Inc SMCI | 25,1 | 18,6 | 14,7 | 8,4 | 6,1 | 47,0 | -14,3 |
| IONQ Inc IONQ | 15,6 | 106,8 | -10,3 | 36,1 | -401,8 | 201,9 | 12,9 |
| D-Wave Quantum Inc. QBTS | 7,0 | – | -2,1 | 66,3 | -1.732,1 | 178,5 | 24,8 |
| Median der gezeigten Unternehmen | 176,6 | 44,0 | 19,0 | 45,4 | 8,9 | 34,1 | 39,8 |
Grundlage sind die zuletzt gemeldeten Kennzahlen. Nebeneinander stehen nur Titel desselben Handelsplatzes, damit die Marktkapitalisierungen in derselben Währung gerechnet sind. Im Chart vergleichen →
Geschäftsjahre
Jahreszahlen
Geschäftsjahre aus den geprüften Jahresabschlüssen, ältestes zuerst. EBIT ist der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern; die Bilanzsumme ist das gesamte Vermögen des Unternehmens.
Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Geschäftsjahr Mio. $
Umsatz Betriebsergebnis Gewinn
| Geschäftsjahr | Umsatz (Mio. $) | EBIT (Mio. $) | Nettogewinn (Mio. $) | GpA ($) | Operativer Cashflow (Mio. $) | Eigenkapital (Mio. $) | Bilanzsumme (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 9.754 | 1.200 | 1.064 | 7,39 | 1.151 | 12.977 | 15.761 |
| 2023 | 6.086 | -2.035 | -2.143 | -14,88 | -713 | 11.439 | 13.820 |
| 2024 | 6.663 | -468 | -672 | -4,67 | -309 | 11.082 | 13.506 |
| 2025 | 7.355 | -1.377 | -1.641 | -11,32 | 84 | 9.216 | 12.985 |
Quartale
Quartalszahlen
Jede Säule ist ein Quartal, die letzte ist die aktuellste. Über den Umschalter lassen sich die einzelnen Größen durchsehen.
Gewinn & Umsatz
Cashflow
Bilanz
Margen
Je Aktie
Chart anklicken oder mit Tab anspringen, dann mit ← und → durch die Perioden gehen.
Diese Kennzahl berichtet keine der ausgewählten Aktien. Wähle eine andere Kennzahl oder wechsle zwischen Jahr und Quartal.
· Gesamt · pro Jahr
Die Firmen berichten in verschiedenen Währungen — für einen fairen Vergleich „Indexiert“ einschalten oder eine Marge wählen.
Die Zahlen konnten gerade nicht geladen werden.
Quelle: Fundamentaldaten
| Quartal | GpA (Gewinn pro Aktie) | GpA YoY (%) | Umsatz (Mio. $) | Umsatz YoY (%) | Nettomarge (%) | OCF (Mio. $) | FCF (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024: Q4 | 0,72 | – | 1.876 | 12,70 | 5,50 | 95 | 47 |
| 2025: Q1 | -13,33 | -7.259,30 | 1.695 | -0,60 | -114,00 | 26 | -18 |
| 2025: Q2 | -0,16 | -110,90 | 1.901 | 1,00 | -1,20 | 94 | 49 |
| 2025: Q3 | 0,75 | -48,70 | 2.308 | 22,60 | 4,90 | 488 | 438 |
| 2025: Q4 | 5,15 | 612,70 | 3.025 | 61,20 | 26,50 | 1.019 | 980 |
| 2026: Q1 | 23,03 | – | 5.950 | 251,00 | 60,80 | 3.038 | 2.993 |
| 2026: Q2 | 44,34 | 27.812,50 | 8.965 | 371,60 | 77,00 | 7.126 | 7.083 |
Was bedeuten diese Begriffe?
- GpA (Gewinn pro Aktie):
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
- YoY (Year over Year):
- Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
- Umsatz:
- Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Nettomarge:
- Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
- OCF (operativer Cashflow):
- Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
- FCF (freier Cashflow):
- Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.
Screening
In diesen Scannern enthalten
Diese Aktie besteht aktuell 6 unserer Scanner-Strategien — jeder Treffer verlinkt zum Scanner.
Geprüfte Scanner
Wachstum
Qualität & Bilanz
Recherche
Risiko & Schwäche
Gezählt werden nur echte Treffer verifizierter Scanner; reine Kennzahl-Rankings (KGV, KUV & Co. sortieren das ganze Universum) zählen nicht als Treffer. Rot markierte Scanner sind Warn-Signale (Risiko-/Short-Scanner) — dort enthalten zu sein ist kein Gütesiegel. Alle Scanner ansehen
Prognose
Analysten & Kursziel
Sammelbild der Kursziele und Empfehlungen aller Analysten, die den Titel begleiten. Kursziele sind Erwartungen für die nächsten 12 Monate, keine Zusagen — und sie folgen dem Kurs oft, statt ihn vorherzusagen.
Verteilung der Empfehlungen
Schätzungen je Geschäftsjahr
| Geschäftsjahr | GpA erwartet ($) | GpA-Spanne ($) | Umsatz erwartet (Mio. $) | Wachstum erwartet | Analysten |
|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.2027 | 212,95 | 154,28 – 396,08 | 49.866 | 222,2 % | 21 |
Durchschnitt der Analystenschätzungen für die kommenden Geschäftsjahre. Die Spanne zeigt, wie weit optimistischste und vorsichtigste Schätzung auseinanderliegen — je breiter, desto unsicherer die Erwartung.
Bewertung
Was preist der Kurs ein?
Statt zu schätzen, was die Aktie wert ist, drehen wir die Frage um: Welches Wachstum des freien Cashflows muss eintreten, damit der heutige Börsenwert aufgeht? Die Annahmen dahinter lassen sich verschieben.
Der aktuelle Börsenwert unterstellt rund 10,1 % Wachstum des freien Cashflows pro Jahr über zehn Jahre (Annahmen: Diskontsatz 10,0 %, Terminalwachstum 2,5 %).
| Freier Cashflow (letzte zwölf Monate) | 11,49 Mrd. $ |
|---|---|
| Marktkapitalisierung | 274,47 Mrd. $ |
| Freier Cashflow im zehnten Jahr | 30,14 Mrd. $ |
| Anteil des Endwerts am Börsenwert | 57,9 % |
Sie zeigt, welche Annahme im heutigen Kurs steckt — nicht, ob sie eintritt. Alle Annahmen sind über die Regler veränderbar; die Zahlen ändern sich mit ihnen.
Vereinfachte Modellrechnung, keine Prognose und keine Empfehlung.
KI-Einstufung
KI-Einstufung
Sandisk erzielt keine KI-Umsätze — NAND-Flash ist generischer Massenspeicher, und KI erscheint in Geschäfts- und Quartalsberichten (10-K/10-Q) durchgängig als externer Nachfrage-Treiber („flash storage solutions for AI workloads“) —, aber der Geschäftsbericht (10-K) 2025 belegt den eigenen operativen Einsatz von KI-Technologien einschließlich generativer KI in den Betriebsabläufen (samt zugehöriger Cyber- und Regulierungsrisiken), daher „Nutzt KI“.
Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
„We are increasingly leveraging AI technologies, including generative AI applications and tools, to support and enhance our various operational processes."
Wir setzen zunehmend KI-Technologien ein, einschließlich generativer KI-Anwendungen und -Werkzeuge, um unsere verschiedenen operativen Prozesse zu unterstützen und zu verbessern.
10-K · 2025-08-21 · Zum SEC-Bericht
„Our increasing use of AI, including generative AI technologies, may also elevate the risk of cyber incidents."
Unser zunehmender Einsatz von KI, einschließlich generativer KI-Technologien, kann zudem das Risiko von Cyber-Vorfällen erhöhen.
10-K · 2025-08-21 · Zum SEC-Bericht
„With a differentiated innovation engine driving advancements in storage and semiconductor technologies, Sandisk’s broad and ever-expanding portfolio delivers powerful flash storage solutions for artificial intelligence (“AI”) workloads in datacenters, edge devices, and consumer applications."
Mit einer differenzierten Innovations-Engine, die Fortschritte in Speicher- und Halbleitertechnologien vorantreibt, liefert Sandisks breites und stetig wachsendes Portfolio leistungsstarke Flash-Speicherlösungen für KI-Workloads in Rechenzentren, Edge-Geräten und Consumer-Anwendungen.
10-Q · 2026-05-01 · Zum SEC-Bericht
Ausgewertete Berichte: 10-Q 2026-05-01 · 10-Q 2026-01-30 · 10-Q 2025-11-07 · 10-Q 2025-05-12 · 10-K 2025-08-21
Eingestuft am 14. Juli 2026 · So entsteht die Einstufung
Telefonkonferenzen
Was die Conference Calls verraten
Sandisk hat in den drei ausgewerteten Fiskalquartalen 2026-Q1 bis 2026-Q3 jede selbst gesetzte Umsatz-, Margen- und Gewinnprognose deutlich übertroffen und die zentralen Ankündigungen — mehrjährige Lieferverträge, Netto-Cash-Position, Kapitalrückführung — termingerecht eingelöst. Der in 2026-Q1 erst vage angekündigte Umbau hin zu Mehrjahresverträgen war bis 2026-Q3 mit fünf unterschriebenen Abkommen, rund 42 Mrd. US-Dollar vertraglichem Mindestumsatz und über 11 Mrd. US-Dollar Finanzgarantien belegt. Die Sprache blieb über alle Calls konsistent. Kleinere Abstriche gibt es bei der verfehlten Bit-Mengen-Prognose für 2026-Q3 und beim zweimal vertagten Langfrist-Margenziel.
Prognose dreimal deutlich übertroffen
In allen drei Quartalen lag das Ergebnis klar über der eigenen Prognose. In 2026-Q1 kamen 2,31 Mrd. US-Dollar Umsatz statt der avisierten 2,1 bis 2,2 Mrd. herein, das Ergebnis je Aktie von 1,22 US-Dollar schlug die Spanne von 0,70 bis 0,90. In 2026-Q2 wurden 3,03 Mrd. Umsatz (Prognose: 2,55 bis 2,65 Mrd.) und 6,20 US-Dollar je Aktie (Prognose: 3,00 bis 3,40) erreicht, in 2026-Q3 sogar 5,95 Mrd. Umsatz (Prognose: 4,4 bis 4,8 Mrd.) bei 78,4 Prozent Bruttomarge (Prognose: 65 bis 67 Prozent). Das Muster zeigt eine bewusst konservative Prognosepraxis im Aufschwung — für Anleger die angenehme Richtung, als Planungsgrundlage aber mit Puffer zu lesen.
Mehrjahresverträge: angekündigt und übererfüllt
In 2026-Q1 räumte das Management offen ein, praktisch keine Volumen- und Preiszusagen über ein Quartal hinaus zu haben, kündigte aber Gespräche über Mehrjahresverträge an und versprach laufende Updates. In 2026-Q2 war der erste Vertrag unterschrieben, in 2026-Q3 waren es fünf — mit rund 42 Mrd. US-Dollar vertraglichem Mindestumsatz aus den ersten drei Abschlüssen, über 11 Mrd. US-Dollar Finanzgarantien und über einem Drittel der Bits des Fiskaljahrs 2027 unter festen Zusagen. Die Update-Zusage wurde zudem mit einer neuen, wiederkehrenden Kennzahl (vertraglich gesicherter Auftragsbestand, RPO) im Quartalsbericht institutionalisiert. Das ist der seltene Fall einer Ankündigung, die schneller und größer eintrat als versprochen.
Bit-Prognose in 2026-Q3 verfehlt und umgedeutet
Der einzige harte Lieferabstrich: Für 2026-Q3 stellte das Management im Januar-Call einen Bit-Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht, tatsächlich fielen die ausgelieferten Bits sequenziell um einen hohen Zehner-Prozentsatz. Begründet wurde das mit bewusstem Lageraufbau für den Stargate-Produktstart und die neuen Verträge; auffällig ist die Umdeutung auf die Jahressicht (plus 18 Prozent seit Fiskaljahresbeginn) statt eines klaren Eingeständnisses der Abweichung. Pikant: In 2026-Q2 hieß es noch, man könne die Nachfrage der Kunden nicht erfüllen — in 2026-Q3 wanderten dennoch Bits ins Lager statt zu Kunden. Umsatz und Marge lagen trotzdem weit über Plan, der Punkt bleibt daher ein Schönheitsfehler, kein Bruch.
Langfrist-Margenziel zweimal vertagt
Ein langfristiges Margenziel verweigerte das Management zweimal in Folge: In 2026-Q2 hieß es auf Analystenfrage nur, 35 Prozent seien nicht der Anspruch, eine neue Zahl gebe es aber noch nicht; in 2026-Q3 erneut, man sei noch nicht so weit und werde später ein neues Finanzmodell vorlegen. Ähnlich beim Enterprise-SSD-Anteil: In 2026-Q1 und 2026-Q2 wurde ein konkreter Zielwert abgelehnt, erst in 2026-Q3 kam mit 25 Prozent des Portfolios eine Zahl. Das Ausweichen wurde jeweils begründet und teilweise später aufgelöst — zum Warnsignal wird es erst, wenn das versprochene neue Modell weiter ausbleibt.
Eigene Marktprognose vervielfacht sich
Die hauseigene Prognose für das Exabyte-Wachstum im Rechenzentrumsmarkt (Kalenderjahr 2026) wurde in jedem Call kräftig angehoben: von Mitte-20 auf Mitte-40 Prozent (2026-Q1), auf hohe 60 Prozent (2026-Q2) und zuletzt auf Mitte-70 Prozent (2026-Q3). Das Management hat jede Revision offen benannt, es handelt sich also nicht um stille Umdefinition. Die Verdreifachung binnen rund neun Monaten zeigt aber, wie kurz die Sichtweite selbst des Herstellers in diesem Markt ist. Wer die Aktie hält, sollte wissen: Dieselbe Dynamik kann in einem Abschwung ebenso schnell in die Gegenrichtung laufen.
Zusagen des Managements
- 2026-Q1 — Gespräche über mehrjährige Liefervereinbarungen führen und die Anleger laufend auf dem Stand halten. Übererfüllt: erster Vertrag in 2026-Q2, fünf Verträge bis 2026-Q3 mit rund 42 Mrd. US-Dollar Mindestumsatz und über 11 Mrd. US-Dollar Garantien; Updates kamen in jedem Call, ergänzt um die neue RPO-Kennzahl. eingehalten
- 2026-Q1 — Sequenzielles Wachstum des Rechenzentrumsgeschäfts über das gesamte Fiskaljahr 2026. Klar geliefert: plus 64 Prozent sequenziell in 2026-Q2, plus 233 Prozent in 2026-Q3 auf 1,47 Mrd. US-Dollar. eingehalten
- 2026-Q1 — Anlaufkosten von rund 30 Mio. US-Dollar in 2026-Q2, danach praktisch null. In 2026-Q2 fielen 24 Mio. US-Dollar an, ab 2026-Q3 wurden keine Anlauf- oder Unterauslastungskosten mehr ausgewiesen. eingehalten
- 2026-Q2 — Im nächsten Bericht eine Mix-Aufschlüsselung liefern, damit Anleger nicht nur auf rohe NAND-Preistrends schauen müssen. In 2026-Q3 weitgehend geliefert: Enterprise-SSD-Anteil (25 Prozent des Portfolios), TLC/QLC-Verhältnis (rund zwei Drittel zu ein Drittel) und die neue RPO-Kennzahl — teils allerdings erst auf Nachfrage im Q&A. eingehalten
- 2026-Q1 — Kapitalallokation in fester Reihenfolge: investieren, Netto-Cash-Position erreichen, dann Kapital an die Aktionäre zurückführen. Schulden von 2 Mrd. US-Dollar vollständig getilgt (Restzahlung in 2026-Q3), Netto-Cash erreicht, in 2026-Q3 ein Aktienrückkaufprogramm über 6 Mrd. US-Dollar angekündigt. eingehalten
- 2026-Q2 — Stargate (QLC-Speicherprodukt) beginnt innerhalb der nächsten Quartale mit Umsatzlieferungen. In 2026-Q3 wurde der Umsatzstart für das vierte Fiskalquartal 2026 bestätigt; der tatsächliche Start liegt außerhalb des ausgewerteten Zeitraums. offen
- 2026-Q1 — High-Bandwidth-Flash: NAND-Baustein Ende Kalenderjahr 2026, Controller-System Anfang bis Mitte 2027. Zeitplan wurde in 2026-Q3 ausdrücklich bestätigt; Lieferung steht naturgemäß noch aus. offen
Grundlage: öffentliche Wortprotokolle der Earnings Calls. Ausgewertet: 3 Wortprotokolle 2026-Q1 bis 2026-Q3.
Wachstum
Wachstums-Score
Zehn Prüfungen aus den Jahresabschlüssen — jede bestandene zählt einen Punkt.
- Umsatz wächst über drei Jahre um mehr als 15 % pro Jahr 49,3 %
- Für das kommende Jahr werden mehr als 10 % Umsatzwachstum erwartet 121,8 %
- Aktienzahl wächst um weniger als 3 % pro Jahr 2,5 %
- Umsatzwachstum plus Cashflow-Marge ergeben mindestens 40 („Rule of 40") 232,1 %
- Bruttomarge ab 40 % und ohne nennenswerte Erosion 71,5 %
- Firmenwert aus Zukäufen wächst nicht schneller als der Umsatz 22,2 %
- Nettoverschuldung unter dem Doppelten des EBITDA 4.369 Mio. Netto-Cash
- Operativer Cashflow deckt die Gewinne der letzten drei Jahre 2.326 Mio.
- Kapitalrendite ab 15 % oder gegenüber vor zwei Jahren gestiegen 73,2 %
- Insider halten mindestens 10 % oder kaufen netto zu 1,1 %
Ein Kriterium ohne Zahlen gilt weder als bestanden noch als verfehlt; einen Punktestand gibt es erst ab 7 beurteilbaren Kriterien. Quelle: Fundamentaldaten. Alle zehn Kriterien im Detail
Qualitätsprüfung
AAQS
4/10Der AAQS (AlleAktien Qualitätsscore) prüft 10 Qualitätskriterien zu Wachstum, Profitabilität und Bilanzstärke — nach der von AlleAktien entwickelten und veröffentlichten Methodik, von uns aus eigenen Fundamentaldaten berechnet. Ab 9 von 10 Punkten gilt eine Aktie als Qualitätsaktie. Bei kürzerer Börsenhistorie rechnen wir über die verfügbaren Geschäftsjahre (mindestens fünf).
- Umsatzwachstum 10 J > 5 % –
- Erw. Umsatzwachstum 3 J > 5 % 578,0 %
- EBIT-Wachstum 10 J > 5 % –
- Erw. EBIT-Wachstum 3 J > 5 % 578,0 %
- Nettoverschuldung < 4x EBIT –
- EBIT positiv, 10 J durchgehend –
- Max. EBIT-Rückgang < 50 % –
- Eigenkapitalrendite > 15 % -15,3 %
- ROCE > 15 % -8,1 %
- Renditeerwartung > 10 % 606,4 %
Aktien mit der vollen AAQS-Punktzahl ansehen · Methodik bei AlleAktien nachlesen
Quelle: Fundamentaldaten
Insider
Insider-Transaktionen
Meldepflichtige Geschäfte von Führungskräften und Großaktionären aus SEC-Formular-4-Meldungen. „Sonstige" umfasst z. B. Aktienzuteilungen und Optionsausübungen ohne Kauf-/Verkaufscharakter.
| Datum | Person | Rolle | Typ | Stück | Kurs | Wert |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 3. Aug 2026 | Shek Bernard | Chief Legal Officer & Secty | Verkauf | 600 | 1.162,16 | 697.296 |
Das Unternehmen
Über das Unternehmen
Sandisk Corporation entwickelt, fertigt und verkauft Datenspeichergeräte und -lösungen auf Basis von NAND-Flash-Technologie in den USA, Europa, dem Nahen Osten, Afrika, Asien und international. Das Unternehmen bietet Solid-State-Drives für Desktop- und Notebook-PCs, Spielkonsolen und Set-Top-Boxen an.
- Mitarbeiter
- 11.000
- Hauptsitz
- Milpitas, CA
- Anschrift
- 951 Sandisk Drive, 95035 Milpitas, United States
- Telefon
- 408 801 1000
- Website
- sandisk.com
- Börsengang
- 24.02.2025
- ISIN
- US80004C2008
Management
| Name | Position | Jahrgang |
|---|---|---|
| David V. Goeckeler | Chairman & CEO | 1962 |
| Luis Felipe Visoso | Executive VP & CFO | 1969 |
| Alper Ilkbahar | Executive VP & CTO | 1968 |
| Bernard Shek | Senior VP, Chief Legal Officer & Secretary | 1973 |
| V. Don Angspatt | Executive VP & COO | – |
| Michael R. Pokorny | VP & Chief Accounting Officer | – |
| Ivan Donaldson | Vice President of Investor Relations | – |
| Christine Bastian | Executive VP & Chief People Officer | – |
| Janet Allgaier | Chief Consumer Officer | – |
| Khurram Ismail | Senior VP & Chief Product Officer | – |
Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.
Meldungen
Unternehmensmeldungen (8-K)
Ein 8-K ist die Pflichtmeldung, mit der ein US-Unternehmen wesentliche Ereignisse sofort öffentlich machen muss — etwa Übernahmen, Führungswechsel, Großaufträge oder Zahlungsschwierigkeiten. Die Links führen zum Originaldokument bei der US-Börsenaufsicht SEC.
- 05.08.2026 Sandisk Corp (SNDK): Results of Operations and Financial Condition; Other Events; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
Datenstand: 20. August 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.