MasterCraft Boat Holdings, Inc. (MCFT)
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Unsere Einordnung
Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.
Das Geschäft trägt: MasterCraft führt sein Segment mit 19,2 Prozent Marktanteil bei Ski- und Wake-Booten, hat den Einbruch des Umsatzes von 609,9 auf 284,2 Millionen US-Dollar (Geschäftsjahre 2023 bis 2025) ohne eine einzige gezogene Kreditlinie durchgestanden und weist zum 29. März 2026 84,6 Millionen Kasse und kurzfristige Anlagen sowie 189,3 Millionen Eigenkapital aus; die Margen kommen zurück, im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 lag die Bruttomarge bei 25,0 statt 20,8 Prozent. Einen Befund, der die Substanz des Unternehmens bedroht, enthalten die Berichte nicht. Offen ist dagegen eine klar operative Frage: Der Gewinn je Aktie aus fortgeführten Geschäften fiel von 5,28 US-Dollar (Geschäftsjahr 2023) auf 0,65 (2025), und im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stand ausgewiesen ein Verlust von 0,7 Millionen — der Turnaround aus dem Zyklus ist damit noch nicht bewiesen. Dazu kommt der Zukauf von Marine Products: Sein Ergebnisbeitrag ist bisher in keinem Bericht ausgewiesen, die Kasse fällt pro forma von 75,4 auf 30,5 Millionen US-Dollar, und 47 Prozent der Bilanz bestehen aus Firmenwert und immateriellen Werten, deren Zuordnung ausdrücklich vorläufig ist — bei einem Konzern, der in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 bereits 22,5 beziehungsweise 9,8 Millionen auf abgestoßene Marken abschreiben musste. Das ist kein Substanzrisiko, aber es ist auch keine belegte Qualität — deshalb Gelb.
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt — sie beurteilt das Unternehmen, nicht den Einstiegszeitpunkt. Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.
MasterCraft baut Sportboote, und der Umsatz der fortgeführten Geschäfte ist von 609,9 Millionen US-Dollar (Geschäftsjahr 2023) auf 284,2 Millionen (2025) gefallen. Am 15. Mai 2026 hat die Firma darauf geantwortet, indem sie den Wettbewerber Marine Products mit den Marken Chaparral und Robalo gekauft hat: 0,232 eigene Aktien plus 2,43 US-Dollar bar je Marine-Products-Aktie, insgesamt 8.088.387 neue Aktien und 85,2 Millionen Dollar aus der Kasse. Die Aktienzahl stieg damit von 16.279.890 auf rund 24,37 Millionen — um fast die Hälfte. In der eigenen Pro-forma-Rechnung sinkt der Gewinn je Aktie dadurch von 0,65 auf 0,55 US-Dollar (Geschäftsjahr 2025). Auf unseren Tisch kam die Aktie über Platz 47 im hauseigenen Big-Earnings-Surprise-Ranking (US-Auswahl, Stand 25. Juli 2026). Keine Anlageberatung — nur die Frage, wer nach der Fusion wie viel von der Firma besitzt.
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Basis
Performance
Bewertung
Rentabilität
Bilanz & Sicherheit
Wachstum
Qualität & Screener
KI-Einstufung
NeutralGeprüft am 25.07.2026 gegen die Geschäftsberichte (10-K) für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 sowie die vier jüngsten Quartalsberichte (10-Q) bis zum 07.05.2026: In den ausgewerteten SEC-Filings von MasterCraft Boat Holdings gibt es keinen wesentlichen KI-Bezug. Die einzige Erwähnung künstlicher Intelligenz steht in beiden 10-K als generische Cybersicherheits-Floskel im Risikoteil — KI wird dort als Werkzeug von Angreifern genannt, nicht als Geschäftsrisiko für das eigene Modell („the deployment of evolving artificial intelligence and machine learning tools used to identify vulnerabilities and create more effective phishing attempts“). In den vier Quartalsberichten kommt der Begriff überhaupt nicht vor. Weder verkauft der Bootsbauer KI-Produkte noch belegen die Berichte einen operativen KI-Einsatz; das laufende ERP-Projekt wird ohne KI-Bezug beschrieben. Nach dem Kriterienkatalog bleibt es damit bei neutral.
Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
„The techniques and sophistication used to conduct cyberattacks and breaches of information technology systems change frequently, including as a result of the deployment of evolving artificial intelligence and machine learning tools used to identify vulnerabilities and create more effective phishing attempts, and have the potential to not be recognized until such attacks are launched or have been in place for a period of time."
Die Techniken und die Raffinesse, mit denen Cyberangriffe und Einbrüche in Informationstechnik-Systeme durchgeführt werden, ändern sich häufig, unter anderem durch den Einsatz sich weiterentwickelnder Werkzeuge der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens, mit denen Schwachstellen gefunden und wirksamere Phishing-Versuche erstellt werden; sie können unentdeckt bleiben, bis solche Angriffe gestartet werden oder eine Zeit lang bestanden haben.
Ausgewertete Berichte: 10-Q 2026-05-07 · 10-Q 2026-02-05 · 10-Q 2025-11-06 · 10-Q 2025-05-07 · 10-K 2025-08-27 · 10-K 2024-08-30
Eingestuft am 25. Juli 2026 · So entsteht die Einstufung
Markiert sind Dinge, die der Redaktion aufgefallen sind: Grün = auffallend stark, Rot = verdient eine genauere Prüfung. Keine Kennzahl taugt als Urteil für sich allein — immer im Zusammenhang lesen.
Quartalszahlen
| Quartal | GpA (Gewinn pro Aktie) | GpA YoY (%) | Umsatz (Mio. $) | Umsatz YoY (%) | Nettomarge (%) | OCF (Mio. $) | FCF (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024: Q2 | -0,04 | -102,90 | 67 | -59,70 | -12,00 | -10 | -14 |
| 2024: Q3 | 0,12 | -74,50 | 65 | -30,70 | -7,90 | 2 | 0 |
| 2024: Q4 | 0,10 | -73,00 | 63 | -29,40 | 4,30 | 6 | 4 |
| 2025: Q1 | 0,30 | -18,90 | 76 | -9,50 | 4,90 | 6 | 4 |
| 2025: Q2 | 0,40 | 1.100,00 | 80 | 18,40 | 7,20 | 20 | 18 |
| 2025: Q3 | 0,28 | 133,30 | 69 | 5,60 | 5,30 | -7 | -10 |
| 2025: Q4 | 0,29 | 190,00 | 72 | 13,20 | 3,50 | 16 | 14 |
| 2026: Q1 | 0,45 | 50,00 | 78 | 3,00 | -0,90 | 5 | 4 |
- GpA (Gewinn pro Aktie):
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
- YoY (Year over Year):
- Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
- Umsatz:
- Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Nettomarge:
- Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
- OCF (operativer Cashflow):
- Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
- FCF (freier Cashflow):
- Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.
Einschätzung: Chancen & Risiken
Die Margen kommen zurück, obwohl weniger Boote verkauft werden: Bruttomarge 25,0 Prozent im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 gegenüber 20,8 Prozent im Vorjahresquartal, bereinigte EBITDA-Marge 13,7 statt 9,9 Prozent — bei 571 statt 619 ausgelieferten Booten. Der Umsatz je Boot stieg von 123.000 auf 137.000 US-Dollar.
Zum 29. März 2026 keine gezogenen Kreditlinien, 84,6 Millionen US-Dollar Kasse und kurzfristige Anlagen, 189,3 Millionen Eigenkapital. Nach der Fusion sinkt die Kasse in der Pro-forma-Bilanz auf 30,5 Millionen, und der revolvierende Rahmen wurde von 100 auf 75 Millionen US-Dollar reduziert (dafür bis 2031 verlängert). Schuldenfrei ja, Puffer deutlich kleiner.
Am 15. Mai 2026 wurden 8.088.387 neue Aktien ausgegeben, die Aktienzahl stieg von 16.279.890 auf rund 24,37 Millionen. In der eigenen Pro-forma-Rechnung fällt der Gewinn je Aktie aus fortgeführten Geschäften für das Geschäftsjahr 2025 von 0,65 auf 0,55 US-Dollar, für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2026 verwässert von 0,33 auf 0,23. Zum Vergleich: In den Geschäftsjahren 2024 und 2025 wurden zusammen 1.282.913 Aktien für 25,8 Millionen zurückgekauft.
Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte machen pro forma 235,8 Millionen US-Dollar aus, 47 Prozent der Bilanzsumme von 504,3 Millionen. Die Kaufpreisverteilung ist ausdrücklich vorläufig und wird binnen eines Jahres nach dem Vollzug endgültig festgelegt; der Firmenwert von 92,8 Millionen ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Konzern hat 2023 auf NauticStar 22,5 Millionen Verkaufsverlust und 2024 auf Aviara 9,8 Millionen Wertminderung verbucht.
Rund 588 Millionen US-Dollar Börsenwert (Datenstand 25. Juli 2026) entsprechen gut dem Zweifachen des Umsatzes von MasterCraft allein, aber nur knapp dem 1,2-Fachen des kombinierten Pro-forma-Umsatzes von 508,6 Millionen. Der Unternehmenswert liegt beim rund 8,7-Fachen des erwarteten kombinierten bereinigten EBITDA von 64 Millionen — etwas über dem 7,2-Fachen, das MasterCraft für Marine Products gezahlt hat. Fünf Häuser: ein Kaufvotum, vier Halten, Kursziel 27,60 US-Dollar.
Der Verwaltungsrat hat am 30. Juni 2026 das Geschäftsjahresende vom 30. Juni auf den 31. Dezember verlegt, wirksam zum 1. Juli 2026. Auf den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2026 folgt ein Übergangsbericht über nur sechs Monate (Juli bis Dezember 2026); erst das Kalenderjahr 2027 ist wieder ein volles Vergleichsjahr. Gleichzeitig ist die Aktienzahl schon um die Hälfte gestiegen, der Umsatzbeitrag der Zukäufe aber erst zu einem Bruchteil enthalten.
MasterCraft hat einen harten Zyklus ohne Schulden überstanden — der Umsatz der fortgeführten Geschäfte fiel von 609,9 Millionen US-Dollar (Geschäftsjahr 2023) auf 284,2 Millionen (2025), die Margen kommen seit dem Geschäftsjahr 2026 spürbar zurück. Die Antwort des Unternehmens war der Kauf von Marine Products mit Chaparral und Robalo, vollzogen am 15. Mai 2026: bezahlt mit 85,2 Millionen US-Dollar aus der Kasse und 8.088.387 neuen Aktien. Der Umsatz wächst dadurch pro forma auf 508,6 Millionen, der Gewinn je Aktie sinkt aber von 0,65 auf 0,55 US-Dollar, die Kasse von 75,4 auf 30,5 Millionen, und 47 Prozent der Bilanz bestehen künftig aus Firmenwert und immateriellen Werten, deren Zuordnung noch vorläufig ist. Dazu wird das Geschäftsjahr verlegt, was jede Zeitreihe für einen Zyklus unbrauchbar macht. Keine Anlageberatung.
- Aufhänger: Platz 47 im hauseigenen Big-Earnings-Surprise-Ranking (US-Auswahl), Stand 25. Juli 2026 — Grundlage war der bereinigte Gewinn je Aktie von 0,45 US-Dollar im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 gegenüber einem Konsens von 0,35. Die Scanner-Listen werden täglich neu berechnet.
- Datenstand: SEC-Zahlen per 30. Juni 2025 (Geschäftsjahr 2025), 29. März 2026 (drittes Quartal des Geschäftsjahres 2026) und 15. Mai 2026 (Vollzug der Fusion); Markt- und Konsensdaten Datenstand 25. Juli 2026. Bewusst keine Tageskurse.
- Verwechslungsgefahr: Marktdatendienste führen MCFT teils weiterhin als „MCBC Holdings Inc“. Die Umfirmierung in MasterCraft Boat Holdings, Inc. war zum 7. November 2018 wirksam; die SEC führt MCBC Holdings, Inc. nur noch als früheren Namen.
- Weitere Verwechslungsgefahr: Die Aktienzahlen aus Datenfeeds hinken der Fusion hinterher. Maßgeblich sind 16.279.890 Aktien laut Deckblatt des Quartalsberichts (Stand 1. Mai 2026) zuzüglich der 8.088.387 neuen Aktien aus dem Nachtrag vom 12. Juni 2026.
- Alle Umsatz- und Ergebnisreihen dieser Analyse beziehen sich auf die fortgeführten Geschäfte, also ohne die abgestoßenen Marken NauticStar und Aviara — so, wie der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2025 sie rückwirkend darstellt.
Über das Unternehmen
MasterCraft Boat Holdings, Inc., through its subsidiaries, designs, manufactures, and markets recreational powerboats. It operates in two segments, MasterCraft and Pontoon. The MasterCraft segment produces premium recreational performance sport boats primarily used for water skiing, wakeboarding, wake surfing, and general recreational boating. The Pontoon segment provides pontoon boats for use in general recreational boating. The company also offers ski/wake and outboard boats, as well as various accessories, including trailers and aftermarket parts. It sells its boats under the MasterCraft, Crest, and Balise brands through a network of independent dealers in the United States and internationally. The company was formerly known as MCBC Holdings, Inc. and changed its name to MasterCraft Boat Holdings, Inc. in November 2018. MasterCraft Boat Holdings, Inc. was founded in 1968 and is headquartered in Vonore, Tennessee.
| Mitarbeiter | 700 |
|---|---|
| Hauptsitz | Vonore, TN |
| Website | mastercraft.com |
| Börsengang | 17. Jul 2015 |
| Nächste Zahlen | 26. Aug 2026 |
Management
| Name | Position | Jahrgang |
|---|---|---|
| Bradley M. Nelson | CEO & Director | 1969 |
| W. Scott Kent | Chief Financial Officer | – |
| Jim Brown | Vice President of Operations | – |
| Alec Harmon | Senior Director of Strategy & Investor Relations | – |
| Charlene Hampton | Vice President of Human Resources | – |
| Mike O'Connell | Senior VP of Operational Excellence & President of Pontoon Segment | – |
Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
Datenstand: 24. Juli 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.