Börsenlotse
Kauftag heute: Gut (58 ↗) Gemischte Marktbreite · Breite steigend (+4 zum 10-Tage-Schnitt) · kein Makro-Großtermin
JPM

JPMorgan Chase & Co

Financial Services · Banks - Diversified · börsennotiert seit 1978

332,40$ +0,0 % zum Vortag ≈ 296,30 € (umgerechnet) · Stand: 06.10.2026 Schlusskurs · Stand: 5. Okt 2026
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Einordnung

Unsere Einordnung

Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt — sie beurteilt das Unternehmen, nicht den Einstiegszeitpunkt. Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.

Qualität belegt Prognosen offen nachgeführt

Geschäftsmodell, Zahlen und Bilanz halten unserer Prüfung stand. Ob der aktuelle Kurs einen Einstieg trägt, ist eine eigene Frage — sie hängt am Preis, nicht am Unternehmen.

Warum diese Farbe

Die Substanz ist belegt und nicht knapp: 14,1 Prozent harte Kernkapitalquote gegen 11,5 Prozent Anforderung, 303 Mrd. US-Dollar Kernkapital, 590 Mrd. verlustabsorbierende Kapazität, rund 1,5 Bio. Liquiditätsquellen und ein Stresskapitalpuffer, der bis September 2027 festgeschrieben ist. Alle vier Geschäftsbereiche verdienen Geld, die Eigenkapitalrendite lag drei Jahre in Folge bei 17 bis 18 Prozent, der Buchwert je Aktie stieg in zweieinhalb Jahren um 27 Prozent, und der Aufwand für Rechtsstreitigkeiten fiel von 1,4 Mrd. auf 361 Mio. US-Dollar. Von Going Concern, Überschuldung, Bilanz- oder Governance-Bruch ist hier nichts zu sehen — deshalb grün. Das heißt ausdrücklich nicht, dass das jüngste Quartal ein Maßstab wäre: Ein Fünftel des ausgewiesenen Gewinns stammt aus Visa-Anteilen und Beteiligungsbewertungen, das Zinsgeschäft ohne Handel steht seit zwei Jahren praktisch still, das Wachstum kommt aus dem Handel, und die Kreditausfälle steigen seit drei Jahren. Dazu ist die Aktie mit rund 2,7-fachem Buchwert und einem Kurs nahe dem Jahreshoch nicht billig — das ist ein Preisargument, es bestimmt diese Ampel nicht. Was du daraus machst, ist deine Entscheidung.

Woran sich die These entscheidet

Einschätzung: Chancen & Risiken

JPMorgan Chase ist die größte US-Bank und liefert seit drei Jahren 17 bis 18 Prozent Eigenkapitalrendite: 57.048 Mio. US-Dollar Nettogewinn 2025, ein Buchwert je Aktie, der von 104,45 auf 133,01 US-Dollar gestiegen ist, eine harte Kernkapitalquote von 14,1 Prozent gegen 11,5 Prozent Anforderung und rund 1,5 Bio. Liquiditätsquellen. Der Rekord des Quartals bis 30.06.2026 ist trotzdem kein Maßstab: 4,2 Mrd. nach Steuern stammen aus Visa-Anteilen und Beteiligungsbewertungen, das Zinsgeschäft ohne Handel wuchs nur um 4 Prozent, und die Kreditausfälle steigen das dritte Jahr in Folge. Keine Anlageberatung.

Marktstellung und Geschäftsmodell

Vier Geschäftsbereiche, die alle Geld verdienen: 2025 erwirtschafteten die Investmentbank 27.761 Mio., das Privatkundengeschäft 18.245 Mio. und die Vermögensverwaltung 6.522 Mio. US-Dollar Nettogewinn. Im Quartal bis 30.06.2026 stellte jeder Bereich einen Ertragsrekord auf; das verwaltete Vermögen erreichte 5,1 Bio. US-Dollar (+18 Prozent), bei den Gebühren im Investmentbanking führte JPMorgan mit 9,3 Prozent Marktanteil (8-K vom 14.07.2026).

Kapital, Bilanz und Liquidität

Zum 30.06.2026 lag die harte Kernkapitalquote bei 14,1 Prozent gegen eine Anforderung von 11,5 Prozent, das harte Kernkapital bei 303 Mrd. und die verlustabsorbierende Kapazität bei 590 Mrd. US-Dollar. Die Liquiditätsquellen beliefen sich zum 31.03.2026 auf rund 1,5 Bio. Der Buchwert je Aktie stieg von 104,45 (2023) auf 133,01 US-Dollar (30.06.2026) — 27 Prozent in zweieinhalb Jahren (10-K 2025, 10-Q zum 31.03.2026, 8-K vom 14.07.2026).

Ergebnisqualität des Rekordquartals

Vom Quartalsgewinn von 21.155 Mio. US-Dollar zieht die Bank selbst 4,2 Mrd. nach Steuern ab — 4,6 Mrd. Nettogewinn auf Visa-Anteile, die zuvor zum nominellen Übertragungswert bilanziert waren, und 1,0 Mrd. aus Beteiligungsbewertungen. Das sind 1,56 US-Dollar je Aktie und 6 Prozentpunkte Eigenkapitalrendite. Schon 2024 enthielt das Ergebnis einen Visa-Gewinn von 7,9 Mrd. (8-K vom 14.07.2026, 10-K 2025).

Kerngeschäft ohne Handel

Der Zinsüberschuss ohne Handelsgeschäft lag 2025 bei 92.591 Mio. US-Dollar nach 92.419 Mio. im Vorjahr — praktisch unverändert; die zinsunabhängigen Erträge ohne Handel fielen um 2 Prozent. Im Quartal bis 30.06.2026 wuchs der Zinsüberschuss ohne Handel um 4 Prozent, das Handelsgeschäft dagegen um 35 Prozent und der Aktienhandel allein um 86 Prozent. Das Wachstum kommt damit aus dem schwankungsanfälligsten Teil (10-K 2025, 8-K vom 14.07.2026).

Kreditkosten

Die Netto-Abschreibungen stiegen von 6.209 Mio. (2023) über 8.638 Mio. (2024) auf 9.849 Mio. US-Dollar (2025), die Ausfallquote von 0,52 auf 0,74 Prozent, die notleidenden Vermögenswerte von 7.597 auf 10.359 Mio. Im Kreditkartengeschäft erwartet die Bank für 2026 rund 3,4 Prozent Ausfallquote nach 3,31 Prozent im Jahr 2025. Die Werte bleiben historisch niedrig, die Richtung hält seit drei Jahren an (10-K 2025).

Führung und Nachfolge

Am 25.06.2026 wurden Doug Petno und Troy Rohrbaugh zu Co-Präsidenten berufen, Marianne Lake verlässt die Bank nach über 25 Jahren. Der Vergütungsausschuss beschloss Halte-Zusagen über zusammen 100 Mio. US-Dollar, deren Erfüllung eine Drei-Jahres-Eigenkapitalrendite von 12 Prozent verlangt — bei zuletzt 23 Prozent ohne Sondereffekte. Geordnete Nachfolgeplanung, aber die Frage nach dem Nachfolger von Jamie Dimon ist offen (8-K vom 25.06.2026).

Zu beachten

Aufhänger: Rangliste der 100 größten US-Aktien nach Börsenwert (Stand 28.07.2026); JPMorgan Chase stand auf Rang 12 und hatte noch keine Analyse.

Datenstand: Jahreszahlen aus dem Geschäftsbericht 10-K für 2025 (eingereicht 13.02.2026), Quartalszahlen zum 31.03.2026 aus dem Quartalsbericht 10-Q (eingereicht 01.05.2026), Zahlen zum Quartal bis 30.06.2026 aus der Ergebnismitteilung 8-K vom 14.07.2026 (Item 2.02, Anlage 99.1). Alle Einreichungen ab dem 01.05.2026 wurden durchgesehen; der Quartalsbericht 10-Q zum 30.06.2026 lag am 29.07.2026 noch nicht vor. Bewertungskennzahlen mit Datenstand 29.07.2026.

Kennzahlen-Hinweis: Bei Banken sind Altman Z, Kurs-Umsatz-Verhältnis, Unternehmenswert und Kurs zu freiem Mittelzufluss ohne Aussagekraft — der operative Mittelzufluss wird von Handelsbeständen und Kundeneinlagen getrieben, nicht vom verdienten Geld. Diese Größen werden im Artikel benannt und nicht verwendet.

Zykliker-Hinweis: Das Bankgeschäft ist zyklisch. Zinsniveau, Handelsvolumen und Kreditausfälle schwanken mit der Konjunktur; weder das Rekordquartal bis 30.06.2026 noch das Kreditjahr 2025 taugen als Fortschreibung. Deshalb stehen die Jahre 2023 bis 2025 vollständig im Artikel.

Verwechslungsgefahr: JPMorgan Chase & Co. (JPM) ist nicht Morgan Stanley (MS) — zwei getrennte Häuser. Die Marke „J.P. Morgan" wird innerhalb des Konzerns für das Firmenkunden- und Vermögensverwaltungsgeschäft verwendet, „Chase" für das Privatkundengeschäft. Ältere Zeitreihen laufen unter „Chase Manhattan Corp" beziehungsweise „Chemical Banking Corp".

Analysen sind evergreen; ein Tageskurs ist kein Kaufargument.

Aktien-Wächter

Diese Analyse ist Stand 26. August 2026. Was sich seitdem bei JPM geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.

Später 0,99 € im Monat je Aktie — die Vormerkung ist kostenlos, und als Vormerker erfährst Du als Erster vom Start.

Kursverlauf

Chart

Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).

52-Wochen-Spanne: 282,80 $ bis 365,20 $ · Letzter Kurs: 332,40 $ (Stand: 5. Oktober 2026)

Kennzahlen

Kennzahlen im Überblick

Alle Kennzahlen dieser Aktie, nach Themen sortiert. Das Fragezeichen an einer Beschriftung erklärt, was die Zahl bedeutet.

Basis

Marktkapitalisierung ?Der Börsenwert des ganzen Unternehmens: Aktienkurs mal Zahl aller Aktien. 894,7Mrd. $
Aktien im Umlauf ?Zahl aller ausgegebenen Aktien. Kurs mal Aktienzahl ergibt die Marktkapitalisierung. 2.658Mio.
Streubesitz ?Anteil der Aktien, der frei an der Börse handelbar ist — also nicht fest in den Händen von Gründern, Insidern oder Großaktionären liegt. 99,5%
Beta ?Schwankungsmaß im Vergleich zum Gesamtmarkt: 1 = schwankt wie der Markt, 2 = doppelt so stark, unter 1 = ruhiger als der Markt. 1,0

Performance

Perf. 1M ?Kursentwicklung des letzten Monats. 11,00%
Perf. 3M ?Kursentwicklung der letzten 3 Monate. 17,10%
Perf. 6M ?Kursentwicklung der letzten 6 Monate. 1,00%
Jahresperformance (%) ?Kursentwicklung seit Jahresbeginn (Year to Date). 4,70%
Abstand 52-Wochen-Hoch ?Wie weit der Kurs unter seinem höchsten Stand der letzten 52 Wochen notiert. 0 % heißt: Die Aktie steht auf ihrem Jahreshoch. -2,4%
Perf. 1J ?Kursentwicklung der letzten 12 Monate. 10,14%
Perf. 3J ?Kursentwicklung der letzten 3 Jahre. 146,96%
Perf. 5J ?Kursentwicklung der letzten 5 Jahre. 125,37%
Perf. 10J ?Kursentwicklung der letzten 10 Jahre. 549,14%
Perf. seit Beginn ?Kursentwicklung seit dem ersten verfügbaren Handelstag (17.03.1980) — bei vollständiger Historie also seit dem Börsengang. 33.754,15%

Technische Kennwerte

GD 38 Tage ?Gleitender Durchschnitt der letzten 38 Handelstage: der geglättete Kursverlauf. Notiert der Kurs darüber, zeigt das kurzfristige Stärke. 351,40$
GD 50 Tage ?Gleitender Durchschnitt der letzten 50 Handelstage — die meistbeachtete mittelfristige Trendlinie. 352,20$
GD 200 Tage ?Gleitender Durchschnitt der letzten 200 Handelstage — die Trennlinie zwischen langfristigem Aufwärts- und Abwärtstrend. 321,80$
RSI (14) ?Relative-Stärke-Index über 14 Tage, Skala 0 bis 100: über 70 gilt als überkauft, unter 30 als überverkauft. Ein Hinweis zum Zeitpunkt, kein Urteil über das Unternehmen. 34,5
Volatilität 30 Tage ?Schwankungsbreite der letzten 30 Handelstage, auf ein Jahr hochgerechnet. Je höher der Wert, desto stärker schwankt der Kurs. 17,3%
Volatilität 250 Tage ?Schwankungsbreite der letzten 250 Handelstage (rund ein Börsenjahr), auf ein Jahr hochgerechnet. 22,6%

Aus der Kurshistorie berechnet · Stand: 03.10.2026

Bewertung

KGV ?Kurs-Gewinn-Verhältnis: Wie viele Jahresgewinne kostet die Aktie? Je niedriger, desto günstiger bewertet. Ohne Gewinn gibt es kein KGV. 15,8
KGV (erwartet) ?KGV auf Basis des für die nächsten 12 Monate erwarteten Gewinns statt des vergangenen — die Wette der Analysten auf die Zukunft. 13,5
PEG ?KGV geteilt durch das erwartete Gewinnwachstum: setzt die Bewertung ins Verhältnis zum Wachstum. Um 1 gilt als fair, deutlich darüber als teuer. 1,6
KBV ?Kurs-Buchwert-Verhältnis: Börsenwert im Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital. 2,6
KUV ?Kurs-Umsatz-Verhältnis: Börsenwert geteilt durch Jahresumsatz. Wichtig bei Firmen, die (noch) keinen Gewinn machen. –
EV/EBITDA ?Unternehmenswert inklusive Schulden (EV) im Verhältnis zum operativen Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) — vergleichbarer als das KGV, weil Schulden mitzählen. Extreme Werte entstehen, wenn das EBITDA nahe null liegt. 0,0
Kurs/FCF ?Börsenwert geteilt durch den freien Cashflow: Wie viele Jahre frei verfügbares Geld kostet die Aktie? Ehrlicher als das KGV, weil Cashflow schwerer zu schönen ist. 10,4

Rentabilität

Bruttomarge ?Bruttomarge: Was vom Umsatz übrig bleibt, nachdem nur die direkten Herstellkosten abgezogen sind — die Preissetzungsmacht des Produkts. 100,0%
EBIT-Marge ?EBIT-Marge: operativer Gewinn in Prozent vom Umsatz — die Ertragskraft des Kerngeschäfts vor Zinsen und Steuern. 43,7%
Nettomarge ?Nettomarge: Was vom Umsatz nach ALLEN Kosten, Zinsen und Steuern als Gewinn übrig bleibt. 34,9%
Eigenkapitalrendite ?Eigenkapitalrendite: Wie viel Gewinn erwirtschaftet das Unternehmen pro Jahr auf das Eigenkapital der Aktionäre? 16,5%
Gesamtkapitalrendite ?Gesamtkapitalrendite: Wie viel Gewinn das Unternehmen aus seinem gesamten Vermögen (Eigen- und Fremdkapital) herausholt. 1,4%

Bilanz & Sicherheit

Eigenkapitalquote ?Eigenkapitalquote: Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Je höher, desto krisenfester die Bilanz. 7,4%
Verschuldung/EK ?Verschuldungsgrad: Finanzschulden geteilt durch Eigenkapital. Werte unter 1 gelten meist als solide, negative Werte bedeuten negatives Eigenkapital. 4,1
Altman Z″ ?Insolvenz-Frühwarnsystem von Edward Altman. Wir rechnen die Z″-Variante aus vier Bilanzkennzahlen — sie ist für Dienstleister und Nicht-Produzenten gemacht und nimmt den Buchwert statt des Börsenwerts. Auf dieser Skala gilt: unter 1,1 = Gefahrenzone, ab 2,6 = sichere Zone, dazwischen ein Graubereich. Weil das klassische Altman-Z anders gerechnet wird, sind die beiden Zahlen nicht direkt vergleichbar. Für Banken, Versicherer und Immobilienwerte passt die Formel nicht. 1,82
Piotroski ?Bilanz-Gesundheitscheck nach Joseph Piotroski: 9 Ja/Nein-Kriterien zu Gewinn, Cashflow, Verschuldung und Effizienz. Ab 7 sehr solide, unter 3 ein Warnsignal. 5 von 9

Wachstum

Umsatzwachstum letztes Quartal ?Umsatzwachstum des zuletzt berichteten Quartals gegenüber demselben Quartal des Vorjahres (YoY). 12,70%
GpA-Wachstum letztes Quartal ?Wachstum des Gewinns pro Aktie im zuletzt berichteten Quartal gegenüber demselben Quartal des Vorjahres (YoY). 17,20%
Umsatzwachstum (Jahr) ?Umsatzwachstum des letzten Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr. 3,31%
Umsatzwachstum (erwartet) ?Von Analysten erwartetes Umsatzwachstum für die nächsten 12 Monate — eine Schätzung, keine Garantie. 3,73%
GpA-Wachstum (erwartet) ?Von Analysten erwartetes Wachstum des Gewinns pro Aktie für die nächsten 12 Monate — eine Schätzung, keine Garantie. 5,50%

Dividende

Dividendenrendite ?Jahresdividende geteilt durch den aktuellen Kurs: Wie viel Prozent des Einsatzes jährlich als Ausschüttung zurückfließen. 1,98%
Dividende je Aktie (12 Mon.) ?Summe der in den letzten 12 Monaten gezahlten Dividenden je Aktie. 6,00$
Ausschüttungsquote ?Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgeschüttet wird. Über 100 % heißt: Die Firma zahlt mehr aus, als sie verdient — auf Dauer nicht haltbar. 28,2%
Jahre ohne Kürzung ?So viele Jahre in Folge wurde die Dividende nicht gesenkt — ein Maß für Verlässlichkeit. 15Jahre
Anhebungs-Serie ?So viele Jahre in Folge wurde die Dividende erhöht — die Königsdisziplin der Dividendenzahler. 15Jahre

Qualität & Screener

Stage ?Weinstein-Phasen 1 bis 4: 1 = Bodenbildung, 2 = Aufwärtstrend (die einzige Kaufphase), 3 = Topbildung, 4 = Abwärtstrend. Gemessen an der 30-Wochen-Linie. 3
RS-Rating ?Relative Stärke von 1 bis 99: RS 95 heißt, die Aktie ist stärker gestiegen als 95 % aller Aktien. 55
GpA-Rating ?Gewinn-Wachstums-Rating von 1 bis 99 im Vergleich zu allen Aktien — hohe Werte stehen für überdurchschnittliches Gewinnwachstum. 63
Fundamental Rating ?Unser hauseigenes Fundamental-Rating: 0 bis 100 Punkte mit Schulnote A+ bis F. 50 Punkte sind der Durchschnitt aller Aktien im Universum, 100 der Bestwert. Bewertet werden Wachstum, Gewinn-Überraschungen, Analystenschätzungen, Margen, Cashflow und Bilanzsicherheit — jede Aktie im Perzentil-Vergleich gegen alle anderen. Ränge: A+ ab 95, A ab 75, B ab 55, C ab 45, D ab 25, E ab 5, F darunter. C (53 von 100)

Vergleich

Branchenvergleich

Die Aktie neben den größten Unternehmen derselben Gruppe. Die Median-Zeile ist der mittlere Wert der oben gezeigten Unternehmen — nicht der ganzen Branche.

Branche: Banks - Diversified

Branchenvergleich
Unternehmen Marktkap. (Mrd. $) KGV EV/EBITDA Bruttomarge % EBIT-Marge % Umsatzwachstum (Jahr) % Perf. 1J %
JPMorgan Chase & Co JPM 894,7 15,8 0,0 100,0 43,7 3,3 10,1
Bank of America Corp BAC 379,6 13,5 0,0 100,0 36,0 -0,5 8,8
Mitsubishi UFJ Financial Group Inc MUFG 259,6 17,1 0,0 100,0 45,6 14,6 50,0
Wells Fargo & Company WFC 248,2 12,5 0,0 100,0 29,5 -1,5 2,1
Citigroup Inc. C 220,4 15,6 0,0 100,0 34,1 -1,4 34,8
Sumitomo Mitsui Financial Group Inc SMFG 162,3 16,4 0,0 100,0 40,9 12,1 58,4
The Bank of New York Mellon Corporation BNY 99,3 17,8 0,0 100,0 37,7 2,3 39,2
Bank of N.T. Butterfield & Son Ltd NTB 2,3 – 0,0 100,0 42,7 -2,0 43,8
Forbright, Inc. FRBT 0,9 13,1 0,0 100,0 18,2 134,9 –
Median der gezeigten Unternehmen 220,4 15,7 0,0 100,0 37,7 2,3 37,0

Grundlage sind die zuletzt gemeldeten Kennzahlen. Nebeneinander stehen nur Titel desselben Handelsplatzes, damit die Marktkapitalisierungen in derselben Währung gerechnet sind. Im Chart vergleichen →

Geschäftsjahre

Jahreszahlen

Geschäftsjahre aus den geprüften Jahresabschlüssen, ältestes zuerst. EBIT ist der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern; die Bilanzsumme ist das gesamte Vermögen des Unternehmens.

Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Geschäftsjahr Mio. $

Umsatz Betriebsergebnis Gewinn

2016 · Umsatz: 106.387 Mio. $ 2016 · Betriebsergebnis: 34.536 Mio. $ 2016 · Gewinn: 24.733 Mio. $ 2017 · Umsatz: 114.579 Mio. $ 2017 · Betriebsergebnis: 35.900 Mio. $ 2017 · Gewinn: 24.441 Mio. $ 2018 · Umsatz: 129.824 Mio. $ 2018 · Betriebsergebnis: 40.764 Mio. $ 2018 · Gewinn: 32.474 Mio. $ 2019 · Umsatz: 142.515 Mio. $ 2019 · Betriebsergebnis: 44.866 Mio. $ 2019 · Gewinn: 36.431 Mio. $ 2020 · Umsatz: 129.843 Mio. $ 2020 · Betriebsergebnis: 35.815 Mio. $ 2020 · Gewinn: 29.131 Mio. $ 2021 · Umsatz: 127.238 Mio. $ 2021 · Betriebsergebnis: 59.562 Mio. $ 2021 · Gewinn: 48.334 Mio. $ 2022 · Umsatz: 153.824 Mio. $ 2022 · Betriebsergebnis: 46.166 Mio. $ 2022 · Gewinn: 37.676 Mio. $ 2023 · Umsatz: 236.273 Mio. $ 2023 · Betriebsergebnis: 61.612 Mio. $ 2023 · Gewinn: 49.552 Mio. $ 2024 · Umsatz: 270.789 Mio. $ 2024 · Betriebsergebnis: 75.081 Mio. $ 2024 · Gewinn: 58.471 Mio. $ 2025 · Umsatz: 279.745 Mio. $ 2025 · Betriebsergebnis: 72.595 Mio. $ 2025 · Gewinn: 57.048 Mio. $
2016201720182019202020212022202320242025
Jahreszahlen
Geschäftsjahr Umsatz (Mio. $) EBIT (Mio. $) Nettogewinn (Mio. $) GpA ($) Operativer Cashflow (Mio. $) Eigenkapital (Mio. $) Bilanzsumme (Mio. $)
2016 106.387 34.536 24.733 6,78 21.884 254.190 2.490.972
2017 114.579 35.900 24.441 6,83 -10.827 255.693 2.533.600
2018 129.824 40.764 32.474 9,51 15.614 256.515 2.622.532
2019 142.515 44.866 36.431 11,28 4.092 261.330 2.687.379
2020 129.843 35.815 29.131 9,44 -79.910 279.354 3.384.757
2021 127.238 59.562 48.334 15,97 78.084 294.127 3.743.567
2022 153.824 46.166 37.676 12,69 107.119 292.332 3.665.743
2023 236.273 61.612 49.552 16,84 12.974 327.878 3.875.393
2024 270.789 75.081 58.471 20,31 -42.012 344.758 4.002.814
2025 279.745 72.595 57.048 20,42 -147.782 362.438 4.424.900

Quartale

Quartalszahlen

Jede Säule ist ein Quartal, die letzte ist die aktuellste. Über den Umschalter lassen sich die einzelnen Größen durchsehen.

Gewinn & Umsatz

Cashflow

Bilanz

Margen

Je Aktie

Chart anklicken oder mit Tab anspringen, dann mit ← und → durch die Perioden gehen.

Diese Kennzahl berichtet keine der ausgewählten Aktien. Wähle eine andere Kennzahl oder wechsle zwischen Jahr und Quartal.

Die Firmen berichten in verschiedenen Währungen — für einen fairen Vergleich „Indexiert“ einschalten oder eine Marge wählen.

Die Zahlen konnten gerade nicht geladen werden.

Umsatz je Quartal (Mio. $)
2024: Q4 · 67.007,0 Mio. $ Q4 2025: Q1 · 68.907,0 Mio. $ Q1 2025: Q2 · 69.914,0 Mio. $ Q2 2025: Q3 · 71.903,0 Mio. $ Q3 2025: Q4 · 69.609,0 Mio. $ Q4 2026: Q1 · 73.661,0 Mio. $ Q1

Quelle: Fundamentaldaten

Quartalszahlen
Quartal GpA (Gewinn pro Aktie) GpA YoY (%) Umsatz (Mio. $) Umsatz YoY (%) Nettomarge (%) OCF (Mio. $) FCF (Mio. $)
2024: Q4 4,93 54,50 67.007 8,20 20,90 147.758 147.758
2025: Q1 5,18 12,50 68.907 4,00 21,30 -251.839 -251.839
2025: Q2 5,36 -14,40 69.914 3,10 21,40 29.547 29.547
2025: Q3 5,15 14,50 71.903 3,20 20,00 -45.214 -45.214
2025: Q4 4,66 -5,40 69.609 3,90 18,70 368.373 368.373
2026: Q1 5,90 13,90 73.661 6,90 22,40 -211.761 -211.761
2026: Q2 7,70 43,70 – – – -25.283 -25.283

Was bedeuten diese Begriffe?

GpA (Gewinn pro Aktie):
Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
YoY (Year over Year):
Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
Umsatz:
Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Nettomarge:
Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
OCF (operativer Cashflow):
Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
FCF (freier Cashflow):
Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.

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Screening

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Diese Aktie besteht aktuell 3 unserer Scanner-Strategien — jeder Treffer verlinkt zum Scanner.

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Gezählt werden nur echte Treffer verifizierter Scanner; reine Kennzahl-Rankings (KGV, KUV & Co. sortieren das ganze Universum) zählen nicht als Treffer. Alle Scanner ansehen

Prognose

Analysten & Kursziel

Sammelbild der Kursziele und Empfehlungen aller Analysten, die den Titel begleiten. Kursziele sind Erwartungen für die nächsten 12 Monate, keine Zusagen — und sie folgen dem Kurs oft, statt ihn vorherzusagen.

Konsens Verkaufen 1 = Starker Kauf … 5 = Starker Verkauf
Analysten-Einschätzungen 24
Kursziel (Durchschnitt) 375,81$
Abstand zum Kurs 13,1% Das Kursziel liegt 13,1 % über dem Kurs.

Verteilung der Empfehlungen

Starker Kauf 9
Kaufen 4
Halten 11
Verkaufen 0
Starker Verkauf 0

Schätzungen je Geschäftsjahr

Schätzungen je Geschäftsjahr
Geschäftsjahr GpA erwartet ($) GpA-Spanne ($) Umsatz erwartet (Mio. $) Wachstum erwartet Analysten
31.12.2026 24,05 23,50 – 25,10 208.456 21,9 % 11
31.12.2027 25,03 24,00 – 25,77 214.026 4,1 % 13

Durchschnitt der Analystenschätzungen für die kommenden Geschäftsjahre. Die Spanne zeigt, wie weit optimistischste und vorsichtigste Schätzung auseinanderliegen — je breiter, desto unsicherer die Erwartung.

Bewertung

Was preist der Kurs ein?

Der freie Cashflow der vergangenen zwölf Monate ist negativ — eine Rückrechnung auf ein unterstelltes Wachstum ist damit nicht seriös möglich. Jede Wachstumsrate macht einen negativen Cashflow nur negativer; ein Barwert entsteht daraus nicht. Was der Kurs hier einpreist, ist deshalb keine Cashflow-Reihe, sondern die Erwartung, dass es überhaupt erst eine gibt.

Vereinfachte Modellrechnung, keine Prognose und keine Empfehlung.

KI-Einstufung

KI-Einstufung

Bedroht

JPMorgan Chase verkauft keine KI-Produkte, benennt aber im Geschäftsbericht 2025 einen eigenen Risikofaktor zu fortgeschrittenen Technologien und darin konkret die Verdrängung der direkten Kundenbeziehung durch autonom handelnde KI-Agenten sowie den Verlust von Marktanteilen an schneller adaptierende Wettbewerber.

Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
„replacement or disintermediation of direct customer relationships if AI agents autonomously manage or intermediate financial decisions and product selection or other services for customers."

Ersetzung oder Verdrängung direkter Kundenbeziehungen, wenn KI-Agenten Finanzentscheidungen und die Produktauswahl oder andere Leistungen für Kunden eigenständig steuern oder vermitteln.

10-K · 2026-02-13 · Zum SEC-Bericht

„If JPMorganChase does not keep pace with rapidly changing technological advances, including the adoption of generative AI, it risks losing clients and market share to competitors, which could negatively impact revenues, operating costs and its competitive position."

Hält JPMorganChase mit dem raschen technologischen Wandel — einschließlich der Einführung generativer KI — nicht Schritt, riskiert das Institut den Verlust von Kunden und Marktanteilen an Wettbewerber, was Erträge, Betriebskosten und die Wettbewerbsposition beeinträchtigen könnte.

10-K · 2026-02-13 · Zum SEC-Bericht

„competitive disadvantage if competitors are able to deploy AI more quickly or effectively, potentially gaining advantages in cost efficiency, client and customer experience, or product innovation, which could result in a loss of market share to competitors"

Wettbewerbsnachteil, falls Wettbewerber KI schneller oder wirksamer einsetzen können und dadurch Vorteile bei Kosteneffizienz, Kundenerlebnis oder Produktinnovation erlangen, was zu einem Verlust von Marktanteilen an Wettbewerber führen könnte

10-K · 2026-02-13 · Zum SEC-Bericht

Ausgewertete Berichte: 10-K 2026-02-13 · 10-Q 2026-05-01 · 10-Q 2025-11-04 · 10-Q 2025-08-05 · 10-K 2025-02-14 · 8-K 2026-07-14

Eingestuft am 29. Juli 2026 · So entsteht die Einstufung

Telefonkonferenzen

Was die Conference Calls verraten

Zwischen 2024-Q1 und 2026-Q2 hat JPMorgan seine Zahlenprognosen lückenlos gehalten oder übertroffen: Zinsüberschuss und Aufwand wurden mehrfach nach oben, die Kartenausfallquote zweimal nach unten korrigiert, die Ende 2024 zugesagte Begrenzung des Kapitalüberschusses wurde geliefert, und die in 2025-Q3 angeregte Aufschlüsselung des Kreditgeschäfts mit Nichtbank-Finanzinstituten kam schon ein Quartal später. Entscheidend für die Bewertung ist, wie die Änderungen kommuniziert wurden: Jede Anhebung und jede Absenkung wurde in genau dem Call benannt und begründet, in dem sie geschah, die höheren Rückkäufe 2024 mit den Visa-Erlösen und einer sechsmonatigen Kapitalprüfung, die kleinere Einlagenerwartung mit Sparquote, Aktienmärkten und Renditejagd, die höhere Aufwandsprognose 2026 mit 6,5 Mrd. US-Dollar Mehrerlös im ersten Halbjahr. Auch die Formel, Renditeziel und Effizienzquote seien Ergebnisgrössen, ist nicht neu: Schon in 2024-Q2 nannte der Finanzchef die 17 Prozent 'kein Versprechen, keine Garantie'. Offen bleibt im Wesentlichen ein Punkt: Über vier Quartale hinweg blieb die Frage nach der Höhe der KI-Ausgaben ohne Zahl.

Unauffällig Prognosen offen nachgeführt 10 Calls ausgewertet, 2024-Q1 bis 2026-Q2 · Stand 2. August 2026

Vier Quartale keine Zahl zu KI-Ausgaben

Von 2025-Q3 bis 2026-Q2 fragten Analysten in jedem einzelnen Call nach der Höhe der KI- und Technologieausgaben und dem daraus erwarteten Effizienzgewinn. In 2025-Q3 verwies der Finanzchef auf 'altmodische Ausgabendisziplin' statt auf messbare KI-Einsparungen. In 2025-Q4 stellte Mike Mayo die Frage zweimal konkret, einmal zum Technologiebudget 2026 und einmal zu den KI-Ausgaben des Vorjahres, und erhielt beide Male keine Zahl, sondern den Hinweis, man gebe keine wettbewerbsrelevanten Details, verbunden mit der Bitte um Vertrauen. In 2026-Q1 und 2026-Q2 antwortete Dimon zweimal mit demselben Argument: Der Nutzen von KI lande ohnehin beim Kunden und nicht in der eigenen Marge. Fairerweise gehört dazu, dass das Technologiebudget als Ganzes bekannt ist, Mayo selbst nannte im Call 17 bis 18 Mrd. US-Dollar, und dass Dimon und der Finanzchef ausdrücklich auf den jährlichen Company Update als Ort der Detailangaben verwiesen. In 2026-Q2 kam auch eine inhaltliche Antwort: Die Ausgaben für KI-Rechenleistung seien im ersten Halbjahr trivial gewesen, sollten im zweiten Halbjahr deutlich anziehen, blieben aufs Jahr gerechnet trivial, seien eingeplant und kein Treiber der angehobenen Aufwandsprognose. Eine harte Jahreszahl für KI gab es dennoch in keinem der vier Calls.

Einlagen-Szenario offen halbiert

Für 2026 zeigte das Privatkundengeschäft am Investorentag im Mai 2025 ein Einlagenwachstum von 6 Prozent als Zentralfall einer Szenariofolie; in 2025-Q2 leitete der Finanzchef die Zahl auf Nachfrage Schritt für Schritt her, nannte sie aber im selben Atemzug eine 'alles andere gleich'-Grösse, verwies auf das Gegenszenario mit niedrigeren Zinsen und schloss mit dem Satz, alles andere sei nie gleich. Genau die genannten Bedingungen drehten sich: In 2025-Q3 waren die Einlagen im Quartal flach, der Wendepunkt wurde 'ein Stück weit nach hinten geschoben' und mit niedrigerer Sparquote, starken Aktienmärkten und höheren Zinsen als im Forward begründet. In 2025-Q4 hiess es, die Erwartung für 2026 liege deutlich unter dem 6-Prozent-Szenario, in 2026-Q1 wurde daraus niedriges bis mittleres und in 2026-Q2 niedriges einstelliges Wachstum, dort ausdrücklich als unverändert bestätigt. Jede Absenkung wurde im jeweiligen Call offen benannt und begründet, die Treiber blieben über alle vier Calls dieselben. Von der ursprünglichen Grössenordnung blieb rund die Hälfte übrig, gebrochen wurde damit aber kein Versprechen, sondern ein Szenario wurde an die Makrolage angepasst.

Rückkäufe erhöht, jeder Schritt erklärt

In 2024-Q1 nannte Jamie Dimon einen Rückkaufpfad von 2 Mrd. US-Dollar je Quartal und sagte, er persönlich wolle 'bei diesen Kursen' nicht wesentlich mehr zurückkaufen. Tatsächlich stiegen die Netto-Rückkäufe auf 4,9 Mrd. (2024-Q2), 6 Mrd. (2024-Q3) und 7,1 Mrd. US-Dollar (2025-Q1). Als Zusage taugt die Aussage jedoch nicht: Auf genau diese Frage antwortete der Finanzchef schon in 2024-Q2, man wolle sich grundsätzlich nicht auf Rückkaufprognosen festlegen und behalte sich jederzeit Änderungen vor, so stehe es auch im Quartalsbericht. Die 4,9 Mrd. begründete er im selben Call konkret damit, dass die Erlöse aus der Visa-Umtauschofferte in die eigene Aktie flossen, statt eine stark korrelierte Fremdposition zu halten. Die Ausweitung in 2024-Q4 wurde offen mit einer sechsmonatigen Prüfung und dem Ziel begründet, den Kapitalüberschuss nicht weiter wachsen zu lassen. Das Kursargument wurde dabei nicht stillschweigend fallengelassen, sondern in 2025-Q2 erneut vorgetragen, diesmal 'beim fast Dreifachen des materiellen Buchwerts'. Übrig bleibt eine bei steigendem Kurs geänderte Haltung, die in jedem Schritt begründet wurde.

Renditeziel unverändert und übertroffen

Das Renditeziel von 17 Prozent auf das materielle Eigenkapital blieb über alle zehn Calls unverändert, und die tatsächliche Rendite lag durchgängig darüber: bereinigt 20 Prozent in 2024 und 2025, 23 Prozent in 2026-Q1 und 2026-Q2. Die häufig als Aufweichung gelesene Formel, das Ziel sei eine Ergebnisgrösse, ist keine Neuerung aus 2025-Q4: Bereits in 2024-Q2 sagte der Finanzchef auf Mike Mayos Frage nach einer Anhebung wörtlich, die Zahl habe eine Bandbreite, sei 'kein Versprechen, keine Garantie' und könne schwanken, und knüpfte sie an einen vertretbaren Ausgang von Basel III. Die Begründung in 2025-Q4 ist zudem aktionärsfreundlich, nicht ausweichend: Man setze Kapital auch unterhalb von 17 Prozent Grenzrendite ein, weil die Alternative, Rückkäufe beim fast Dreifachen des materiellen Buchwerts, eine deutlich niedrigere Rendite impliziere. Auch die Effizienzquote nennt das Haus seit Jahren eine Ergebnisgrösse. Der oft zitierte Marktanteil von 15 Prozent im US-Privatkundeneinlagengeschäft war nie ein datiertes Ziel: In 2024-Q3 diente er als Vergleichsmarke dafür, dass erst ein Viertel der 125 grössten Märkte diesen Anteil erreicht, verbunden mit 30 bis 40 Basispunkten Anteilsgewinn pro Jahr; in 2026-Q2 wurde er ausdrücklich als unverändert bestätigt. Gesenkt oder gestrichen wurde keines dieser Ziele.

Over-earning-These offen revidiert

Von 2024-Q1 bis 2024-Q3 war die zentrale Botschaft, JPMorgan verdiene beim Zinsüberschuss strukturell zu viel, die Einlagenmarge sei unhaltbar hoch. In 2024-Q2 hiess es zwar, es sei 'definitiv zu früh', diese These zu beenden, doch im selben Absatz nannte der Finanzchef den Grund der milderen Prognose beim Namen: zwei statt sechs erwartete Zinssenkungen der Notenbank. In 2024-Q4 stand die Revision dann ausdrücklich in den vorbereiteten Bemerkungen, man erwarte weiter eine Normalisierung, 'aber in geringerem Ausmass als bisher gedacht'. Auf die direkte Analystenfrage folgte keine Ausflucht, sondern eine Begründung: Der Abstand zwischen Leitzins und gezahltem Einlagenzins sei historisch weiterhin hoch, ob das durch den Zyklus trage, sei offen. Dimon ergänzte, man sei näher an normalisiertem Zinsüberschuss und normalisierten Kreditkosten, der Finanzchef, der Zinsüberschuss ohne Handel liege im Jahresvergleich niedriger. Ab 2025 verschwindet der Begriff, die Sache aber nicht: 2025-Q1 und 2025-Q2 weisen Margenkompression aus, 2025-Q4 eine wieder höhere Einlagenmarge. Der Zinsüberschuss ohne Handel lag mit rund 91,5 Mrd. (2024) und rund 92 Mrd. US-Dollar (2025) trotz kräftig gewachsener Bilanz praktisch flach; erst für 2026 werden 96,5 Mrd. erwartet.

Zusagen des Managements

  • 2024-Q1 — Zinsüberschuss ohne Handelsgeschäft von rund 89 Mrd. US-Dollar für das Gesamtjahr 2024. Die Prognose wurde in zwei Schritten angehoben, auf rund 91 Mrd. in 2024-Q2 und rund 91,5 Mrd. US-Dollar in 2024-Q3, und in keinem Folgecall als verfehlt eingeräumt. Übertroffen, nicht verfehlt. eingehalten
  • 2024-Q4 — Der Kapitalüberschuss soll nicht weiter wachsen; überschüssiges Kapital wird zurückgeführt oder eingesetzt. Die harte Kernkapitalquote sank von 15,7 Prozent (2024-Q4) über 15,0 (2025-Q2) und 14,5 (2025-Q4) auf 14,1 Prozent (2026-Q2), getragen von höheren Rückkäufen, Dividendenerhöhungen von 1,25 auf 1,65 US-Dollar je Quartal und wachsenden risikogewichteten Aktiva. Klar geliefert. eingehalten
  • 2025-Q1 — Kartenausfallquote 2025 von rund 3,6 Prozent, trotz erhöhter Rezessionssorgen bestätigt. In 2025-Q3 wurde die Erwartung wegen besserer Zahlungsrückstände auf rund 3,3 Prozent gesenkt, in 2026-Q2 die Prognose für 2026 von 3,4 auf 3,2 Prozent. Konservativ prognostiziert und zweimal zugunsten der Aktionäre revidiert. eingehalten
  • 2025-Q2 — Einlagenwachstum im Privatkundengeschäft von 6 Prozent für 2026 als Zentralfall der Investorentags-Szenarien, auf Nachfrage ausführlich hergeleitet. Der Finanzchef nannte die Zahl im selben Call ausdrücklich eine 'alles andere gleich'-Grösse, verwies auf das Gegenszenario mit niedrigeren Zinsen und schloss, alles andere sei nie gleich. Als Zinsen, Sparquote und Aktienmärkte anders liefen, wurde die Erwartung in 2025-Q3, 2025-Q4 und 2026-Q1 jeweils offen gesenkt und begründet; in 2026-Q2 lag sie bei niedrig einstellig und wurde als unverändert bestätigt. Das Geschäftsjahr 2026 läuft noch, ein Verfehlen ist nicht feststellbar, und eine feste Zusage war es nie. offen
  • 2025-Q3 — Zusage, das Kreditgeschäft mit Nichtbank-Finanzinstituten nach Kategorien und Risikostruktur aufzuschlüsseln, nachdem konkrete Fragen dazu unbeantwortet geblieben waren. Bereits in 2025-Q4 folgte eine eigene Folie mit Überleitung von der regulatorischen Definition (330 Mrd.) zur engeren Hausdefinition (160 Mrd. US-Dollar), Kategorien, Strukturmerkmalen und Verlusthistorie seit 2018. In 2026-Q1 wurde auf Nachfrage zusätzlich das Private-Credit-Engagement mit rund 50 Mrd. US-Dollar beziffert. Innerhalb eines Quartals geliefert. eingehalten
  • 2025-Q4 — Bereinigter Aufwand 2026 von rund 105 Mrd. US-Dollar. Die Zahl war von Anfang an erlösabhängig: Schon bei ihrer Nennung sagte Dimon, die erwarteten Mehrerlöse steckten darin, und wenn die Erlöse ausblieben, falle sie kleiner aus. Genauso lief 2025, als die Prognose mit dem stärkeren Erlösumfeld von 95 über 95,5 auf 95,9 Mrd. US-Dollar stieg. Von der Anhebung auf 107,5 Mrd. in 2026-Q2 sind 1,5 Mrd. bereits gebuchte umsatzabhängige Kosten aus 6,5 Mrd. US-Dollar Mehrerlös im ersten Halbjahr, 1 Mrd. ist für das zweite Halbjahr eingeplant. Das Geschäftsjahr läuft noch, ein Bruch ist nicht feststellbar. offen

Grundlage: öffentliche Wortprotokolle der Earnings Calls. Ausgewertet: 10 Wortprotokolle 2024-Q1 bis 2026-Q2.

Wachstum

Wachstums-Score

Zehn Prüfungen aus den Jahresabschlüssen — jede bestandene zählt einen Punkt.

5 von 10 Solides Wachstum
  • Umsatz wächst über drei Jahre um mehr als 15 % pro Jahr 22,1 %
  • Für das kommende Jahr werden mehr als 10 % Umsatzwachstum erwartet 3,7 %
  • Aktienzahl wächst um weniger als 3 % pro Jahr -2,0 %
  • Umsatzwachstum plus Cashflow-Marge ergeben mindestens 40 („Rule of 40") -49,5 %
  • Bruttomarge ab 40 % und ohne nennenswerte Erosion 59,9 %
  • Firmenwert aus Zukäufen wächst nicht schneller als der Umsatz 1,2 %
  • Nettoverschuldung unter dem Doppelten des EBITDA 350.554 Mio. Netto-Cash
  • Operativer Cashflow deckt die Gewinne der letzten drei Jahre -341.891 Mio.
  • Kapitalrendite ab 15 % oder gegenüber vor zwei Jahren gestiegen 1,7 %
  • Insider halten mindestens 10 % oder kaufen netto zu 0,4 %

Ein Kriterium ohne Zahlen gilt weder als bestanden noch als verfehlt; einen Punktestand gibt es erst ab 7 beurteilbaren Kriterien. Quelle: Fundamentaldaten. Alle zehn Kriterien im Detail

Qualitätsprüfung

AAQS

7/10

Der AAQS (AlleAktien Qualitätsscore) prüft 10 Qualitätskriterien zu Wachstum, Profitabilität und Bilanzstärke — nach der von AlleAktien entwickelten und veröffentlichten Methodik, von uns aus eigenen Fundamentaldaten berechnet. Ab 9 von 10 Punkten gilt eine Aktie als Qualitätsaktie. Bei kürzerer Börsenhistorie rechnen wir über die verfügbaren Geschäftsjahre (mindestens fünf).

  • Umsatzwachstum 10 J > 5 % 11,3 %
  • Erw. Umsatzwachstum 3 J > 5 % -12,5 %
  • EBIT-Wachstum 10 J > 5 % 8,6 %
  • Erw. EBIT-Wachstum 3 J > 5 % 10,7 %
  • Nettoverschuldung < 4x EBIT -4,8x
  • EBIT positiv, 10 J durchgehend 10
  • Max. EBIT-Rückgang < 50 % 22,5 %
  • Eigenkapitalrendite > 15 % 19,1 %
  • ROCE > 15 % 1,7 %
  • Renditeerwartung > 10 % -7,6 %

Aktien mit der vollen AAQS-Punktzahl ansehen · Methodik bei AlleAktien nachlesen

Quelle: Fundamentaldaten

Insider

Insider-Transaktionen

Meldepflichtige Geschäfte von Führungskräften und Großaktionären aus SEC-Formular-4-Meldungen. „Sonstige" umfasst z. B. Aktienzuteilungen und Optionsausübungen ohne Kauf-/Verkaufscharakter.

Insider-Transaktionen
Datum Person Rolle Typ Stück Kurs Wert
30. Sep 2026 Rometty Virginia M Director Sonstige 121 330,83 40.030
30. Sep 2026 Novakovic Phebe N Director Sonstige 121 330,83 40.030
30. Sep 2026 Hobson Mellody L Director Sonstige 136 330,83 44.993
30. Sep 2026 Burke Stephen B Director Sonstige 170 330,83 56.241
10. Sep 2026 Leopold Robin Head of Human Resources Verkauf 2.500 352,81 882.027
11. Aug 2026 Leopold Robin Head of Human Resources Verkauf 2.500 361,41 903.518
27. Jul 2026 Friedman Stacey General Counsel Sonstige 166 0,00 –
24. Jul 2026 Petno Douglas B Co-President; CEO CIB Sonstige 864 0,00 –

Alle Insider-Transaktionen ansehen →

Das Unternehmen

Über das Unternehmen

JPMorgan Chase & Co. ist eine Bank- und Finanzholding mit Geschäft in den USA, dem übrigen Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten, Afrika, dem asiatisch-pazifischen Raum, Lateinamerika und der Karibik.

Mitarbeiter
320.560
Hauptsitz
New York, NY
Anschrift
270 Park Avenue, 10017 New York, United States
Telefon
212 270 6000
Börsengang
06.10.1978
ISIN
US46625H1005
Aktien-Split
3:2 am 12.06.2000
Aktien-Split
2:1 am 15.06.1998
Aktien-Split
3:2 am 16.04.1984

Management

Management
Name Position Jahrgang
James Dimon Chairman & CEO 1956
Douglas B. Petno CEO of the Commercial & Investment Bank and Co-President 1966
Troy Larry Rohrbaugh CEO of Consumer & Community Banking and Co-President 1970
Jeremy Barnum Executive VP & CFO 1973
Mary Callahan Erdoes Chief Executive Officer of Asset & Wealth Management and Executive VP 1967
Daniel Eduardo Pinto Vice Chairman 1963
Todd Anthony Combs M.B.A. Head Strategic Investment Group of Security & Resiliency Initiative 1971
Jennifer A. Piepszak Chief Operating Officer 1971
Elena A. Korablina MD, Firmwide Controller & Principal Accounting Officer 1974
Lori Ann Beer Global Chief Information Officer 1968

Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.

Meldungen

Unternehmensmeldungen (8-K)

Ein 8-K ist die Pflichtmeldung, mit der ein US-Unternehmen wesentliche Ereignisse sofort öffentlich machen muss — etwa Übernahmen, Führungswechsel, Großaufträge oder Zahlungsschwierigkeiten. Die Links führen zum Originaldokument bei der US-Börsenaufsicht SEC.

  • 23.07.2026 JPMORGAN CHASE & CO (JPM): Other Events; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
  • 23.07.2026 JPMORGAN CHASE & CO (JPM): Amendments to Articles of Incorporation or Bylaws; Change in Fiscal Year SEC ↗
  • 14.07.2026 JPMORGAN CHASE & CO (JPM): Regulation FD Disclosure; Financial Statements and Exhibits SEC ↗
  • 14.07.2026 JPMORGAN CHASE & CO (JPM): Results of Operations and Financial Condition; Financial Statements and Exhibits SEC ↗

Datenstand: 5. Oktober 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)

Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.

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