Verbio-Aktie: 192 Millionen Euro EBITDA — und der Verdienst gehört nicht dem Management
Ein Jahr minus 137,9 Millionen Euro, ein Jahr plus 192 Millionen EBITDA: Verbio hat 2025/2026 den härtesten Turnaround des deutschen Nebenwerte-Segments hingelegt. Wir haben Geschäftsbericht, Quartalsmitteilung und drei Ad-hoc-Meldungen gelesen — und dabei geprüft, wer diesen Gewinn eigentlich gemacht hat.
Stand heute
Stand: 28. August 2026
- Schlusskurs
- 31,60 € -1,40 %
- Marktkapitalisierung
- 2,0 Mrd. €
- Wachstums-Score
- 5/10
- AAQS
- 4/10
Kursentwicklung seit 4. August 2026: +15,3 %
Diese Analyse hat einen Stichtag. Der Aktien-Wächter meldet sich, wenn sich an den Zahlen etwas Wesentliches ändert. Zur kostenlosen Vormerkung
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
52-Wochen-Spanne: 9,90 € bis 45,80 € · Letzter Kurs: 31,60 € (Stand: 28. August 2026)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.
Es gibt einen Denkfehler, der Anlegern besonders zuverlässig passiert, und er hat keinen schönen Namen: den Verdienst-Reflex. Steigt der Gewinn einer Firma, loben wir das Management. Fällt er, schimpfen wir auf das Management. Beides fühlt sich vernünftig an — und beides ist bei manchen Unternehmen schlicht falsch. Die VERBIO SE (Xetra: VBK) ist so ein Fall. Im Geschäftsjahr 2024/2025 stand ein Konzernfehlbetrag von 137,9 Millionen Euro. Ein Jahr später meldet dasselbe Unternehmen mit denselben Anlagen, denselben Werken und derselben Führung ein vorläufiges EBITDA von rund 192 Millionen Euro. Dazwischen liegt keine Strategieänderung, keine Übernahme, kein neues Produkt. Dazwischen liegt ein Preis, den der Staat macht.
Diese Analyse liest, was Verbio selbst berichtet hat — den Geschäftsbericht 2024/2025, die Quartalsmitteilung zum 31. März 2026 und die drei Ad-hoc-Mitteilungen vom 25. März, 27. Mai und 3. August 2026. Sie trennt das, was das Unternehmen selbst geleistet hat, von dem, was ihm zugefallen ist. Und sie zeigt drei Stellen in den eigenen Berichten, an denen es unbequem wird. Was Du daraus machst, entscheidest am Ende Du.
Was Verbio macht — und warum ein Gesetz die Kasse führt
Verbio sitzt in Zörbig in Sachsen-Anhalt, ist seit Oktober 2006 an der Börse und beschäftigte zum 30. Juni 2025 1.458 Menschen (zum 31. März 2026: 1.394). Das Unternehmen ist einer der größten unabhängigen Hersteller von Biokraftstoffen in Europa. Drei Produkte verlassen die Werke: Biodiesel aus Raps- und Altspeiseölen, Bioethanol aus Getreide und Biomethan aus Reststoffen wie Stroh. Berichtet wird in zwei Segmenten plus einer Sammelposition: Biodiesel, Bioethanol/Biomethan und Sonstige.
Der entscheidende Hebel sitzt aber nicht im Kraftstoff, sondern in einem Zertifikat, das daran hängt: der Treibhausgas-Minderungsquote, kurz THG-Quote. Stell sie Dir wie eine gesetzliche Diätvorschrift für die Tankstelle vor. Der Gesetzgeber zwingt die Mineralölwirtschaft, den Treibhausgas-Ausstoß des verkauften Sprits Jahr für Jahr zu senken. Wer das aus eigener Kraft nicht schafft, kauft die Ersparnis anderer zu — als handelbares Zertifikat. Verbio produziert diese Ersparnis mit und verkauft sie.
Der Preis dieser Zertifikate ist kein normaler Produktpreis. Er entsteht aus Regulierung, Vollzug und Importmengen. Fluten billige — teils betrugsverdächtige — Mengen aus dem Ausland den Markt, fällt der Quotenpreis, und mit ihm Verbios Marge. Zieht die Regulierung an, steigt er. Genau das ist der Grund, warum Verbios Ergebnis zwischen zwei Geschäftsjahren um mehr als 300 Millionen Euro schwanken kann, ohne dass sich im Werk etwas ändert. Merksatz für den Rest dieser Analyse: Verbios wichtigster Preis steht nicht in Verbios Preisliste.
Ein zweiter Punkt vorweg, weil er die ganze Beleglage prägt: Von Verbio gibt es keinen Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC. Das Unternehmen ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert; der US-Ticker VBVBF ist lediglich ein außerbörslicher Zweitticker ohne eigene Berichtspflicht. Unter jeder Zahl dieser Analyse steht deshalb „Quelle: Fundamentaldaten & Berichte der VERBIO SE“ statt „SEC-Berichte (10-K/10-Q)“. Dieselbe Konstellation — deutscher Börsenplatz, kein US-Filer — hatten wir zuletzt bei Energiekontor, wo ebenfalls die Originalberichte des Unternehmens die einzige belastbare Quelle sind.
Wie die Aktie auf unseren Tisch kam
Über eine Ad-hoc-Mitteilung, die eine seltene Wortkombination enthielt: übertrifft Prognose. Am 3. August 2026 meldete Verbio ein vorläufiges Jahres-EBITDA von rund 192 Millionen Euro — nach einer Prognose von 160 bis 180 Millionen, die selbst erst zehn Wochen alt war. Es war die dritte Anhebung innerhalb eines Geschäftsjahres.
Interessant ist, was der Kurs daraus machte: Die Aktie schloss am 3. August 2026 bei 27,40 Euro und am Tag darauf bei 29,18 Euro — ein Plus von rund sechseinhalb Prozent. Am 12. August 2026 stand sie bei 30,22 Euro. Zur Einordnung: Der tiefste Schlusskurs der zurückliegenden zwölf Monate lag am 10. September 2025 bei 9,90 Euro, der höchste am 31. März 2026 bei 45,80 Euro. Die beste operative Nachricht des Jahres traf also auf eine Aktie, die bereits ein Drittel unter ihrem Jahreshoch notierte — nachdem sie sich zuvor mehr als vervierfacht hatte.
Eine Aktie, die sich vervierfacht, ein Drittel wieder abgibt und dann auf eine Rekordmeldung nur zaghaft reagiert, ist genau die Sorte Widerspruch, für die diese Rubrik existiert. Er ist auflösbar — man muss dafür nur wissen, woher der Gewinn kommt.
Die Zahlen über die Jahre — ehrlich gewürdigt
Zuerst das, was ohne Einschränkung beeindruckt: Verbio hat den Absturz aus eigener Kraft überlebt, ohne Kapitalerhöhung in der Not und ohne Bilanzbruch. Das Geschäftsjahr endet am 30. Juni; „2024/2025“ umfasst also im Wesentlichen die zweite Jahreshälfte 2024 und die erste 2025.
Im Geschäftsjahr 2024/2025 lag der Konzernumsatz bei 1.579,8 Millionen Euro (Vorjahr 1.658,0 Millionen). Darunter brach das Ergebnis weg: Das EBITDA — der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, also das, was aus dem laufenden Geschäft übrig bleibt — fiel von 121,6 auf 14,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) drehte von plus 69,6 auf minus 118,2 Millionen Euro, unter dem Strich standen minus 137,9 Millionen und ein Verlust je Aktie von 2,17 Euro. Die Dividende, sechs Jahre in Folge 20 Cent je Aktie, wurde ausgesetzt.
Und dann die Gegenbewegung. Nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 (1. Juli 2025 bis 31. März 2026) stand ein Umsatz von 1.340,7 Millionen Euro (plus 17 Prozent), ein EBITDA von 105,7 Millionen (Vorjahreszeitraum 22,4 Millionen) und ein Konzernergebnis von plus 22,3 Millionen Euro nach minus 40,5 Millionen. Das dritte Quartal allein brachte 60,2 Millionen Euro EBITDA. Für das Gesamtjahr meldete Verbio am 3. August 2026 vorläufig rund 192 Millionen Euro.
Auch die Bilanz hat sich erholt, und das gehört fairerweise gewürdigt. Die Nettofinanzverschuldung lag zum 30. Juni 2025 bei 164,0 Millionen Euro, sank bis zum 31. März 2026 auf 126,8 Millionen und betrug zum 30. Juni 2026 nach eigener Angabe nur noch rund 92 Millionen Euro — bei einem Eigenkapital von 768,8 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von 59,3 Prozent (31. März 2026). Der operative Mittelzufluss der ersten neun Monate betrug 96,4 Millionen Euro. Die Quartalsmitteilung stellt ausdrücklich fest, dass keine Risiken erkennbar seien, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Wer bei Verbio eine Bilanzgeschichte sucht, findet keine.
Die Produktion lief dabei besser als je zuvor: In den ersten neun Monaten 2025/2026 wurden 1.040 Gigawattstunden Biomethan erzeugt nach 865 Gigawattstunden im Vorjahreszeitraum — ein Rekord, getragen vom Hochlauf des Werks in Nevada im US-Bundesstaat Iowa.
Was in den Berichten steht — die unbequemen Wahrheiten
Unbequeme Wahrheit Nr. 1: Die Wende kommt aus einem einzigen Segment — und dort aus dem Zertifikatehandel
Wer den Turnaround dem Management gutschreiben will, muss erklären, wo er entstanden ist. Die Segmentzahlen der Quartalsmitteilung machen das leicht. Im Kerngeschäft Biodiesel ging das EBITDA nach neun Monaten sogar leicht zurück: von 68,8 auf 65,2 Millionen Euro. Im Segment Bioethanol/Biomethan drehte es von minus 50,9 auf plus 30,5 Millionen Euro. Die Sammelposition Sonstige stieg von 4,5 auf 10,0 Millionen.
Verbio benennt die Ursache selbst und ohne Beschönigung: Der Anstieg im dritten Quartal sei „primär auf den Ergebnisbeitrag aus dem THG-Quotengeschäft zurückzuführen“. Und im Nachtragsbericht steht, warum sich der Markt überhaupt gedreht hat:
„On May 8, the implementation of the revised Renewable Energy Directive (RED III) was passed by the upper house of the German parliament. This resolution addresses the systemic misguided incentives that have led to significant market distortions in the biofuels market in recent years, as well as to a loss of confidence in the GHG quota system.“
Übersetzung: „Am 8. Mai hat der Bundesrat die Umsetzung der überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) beschlossen. Dieser Beschluss adressiert die systemischen Fehlanreize, die in den vergangenen Jahren zu erheblichen Marktverzerrungen im Biokraftstoffmarkt und zu einem Vertrauensverlust in das THG-Quotensystem geführt haben.“
— VERBIO SE, Quartalsmitteilung zum 31. März 2026, Nachtragsbericht
Übersetzt in Alltagssprache: Der Gesetzgeber hat repariert, was der Gesetzgeber kaputt gemacht hatte. Das ist eine gute Nachricht für Verbio — aber eben eine, die in Berlin und Brüssel geschrieben wurde, nicht in Zörbig. Wer die Aktie kauft, kauft in erheblichem Maße eine Wette auf die Fortsetzung dieser Politik.
Unbequeme Wahrheit Nr. 2: Ein Teil des Prognosesprungs ist eine Buchung, kein Geld
Am 27. Mai 2026 hob Verbio die EBITDA-Prognose von „oberes Ende der Spanne 100 bis 140 Millionen“ auf 160 bis 180 Millionen Euro an. In derselben Mitteilung steht ein Satz, den man leicht überliest:
„In addition, following a detailed review, the Management Board expects a reversal of inventory write-downs of less than EUR 20 million related to GHG quotas which, due to a political decision, can only be used in the 2027 quota year.“
Übersetzung: „Darüber hinaus erwartet der Vorstand nach eingehender Prüfung eine Wertaufholung auf Vorräte von weniger als 20 Millionen Euro im Zusammenhang mit THG-Quoten, die aufgrund einer politischen Entscheidung erst im Quotenjahr 2027 genutzt werden können.“
— VERBIO SE, Ad-hoc-Mitteilung vom 27. Mai 2026
Eine Wertaufholung ist das Gegenstück zur Abschreibung: Ein Lagerbestand, den man einmal vorsichtshalber niedriger bewertet hatte, wird wieder heraufgeschrieben, weil er mehr wert ist als gedacht. Das erhöht den ausgewiesenen Gewinn — ohne dass ein Cent Geld ins Haus kommt. Bezogen auf das vorläufige Jahres-EBITDA von 192 Millionen Euro geht es um bis zu rund ein Zehntel des Ergebnisses. Verbio schreibt selbst dazu, die Aufholung sei auf die ursprünglichen Herstellungskosten begrenzt — sauber gebucht, alles regelkonform. Ein Grund zur Beruhigung ist es trotzdem nicht: Der Wert dieser Zertifikate realisiert sich frühestens im Quotenjahr 2027, und ob der Preis dann noch stimmt, weiß heute niemand.
Unbequeme Wahrheit Nr. 3: Ein Viertel Streubesitz — und der größte Getreidelieferant gehört zur Familie
Verbio sieht aus wie ein normaler Nebenwert, ist aber gesellschaftsrechtlich ein Familienunternehmen mit Börsenmantel. Der Geschäftsbericht 2024/2025 nennt einen Streubesitz von 27,90 Prozent. Die Vorstandsmitglieder Claus und Bernd Sauter halten über eigene Vehikel zusammen 34,79 Prozent der ausstehenden Aktien. Und über einen Poolvertrag ist noch mehr gebunden:
„As at the June 30, 2025 balance sheet date the arrangements under the pool voting agreement bind the votes of 67.12 percent of the total voting capital.“
Übersetzung: „Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2025 binden die Vereinbarungen des Stimmrechtspools 67,12 Prozent des gesamten stimmberechtigten Kapitals.“
— VERBIO SE, Geschäftsbericht 2024/2025, Übernahmerechtliche Angaben
Rund zwei Drittel der Stimmen werden also einheitlich ausgeübt. Für Dich als Kleinaktionär heißt das: Auf der Hauptversammlung entscheidest Du faktisch nicht mit, und ein Übernahmeangebot gegen den Willen der Familie ist praktisch ausgeschlossen. Das ist nicht per se schlecht — Familienunternehmen denken oft langfristiger als Quartalsmanager. Es ist nur etwas, das man wissen sollte, bevor man kauft.
Dazu kommt eine Zahl aus dem Konzernanhang, die selten zitiert wird. Unter den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen steht der Getreidebezug von der Farma Redlo Sp. z o.o.: 93,3 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024/2025 nach 63,0 Millionen im Jahr davor — ein Plus von rund 48 Prozent. Das entspricht knapp sechs Prozent des Konzernumsatzes. Getreide ist der wichtigste Rohstoff des Bioethanol-Geschäfts, und damit ein direkter Margenhebel. Dass ein Lieferant dieser Größenordnung dem Eigentümerkreis nahesteht, ist offengelegt und damit korrekt behandelt — es verdient aber einen zweiten Blick, wenn im nächsten Geschäftsbericht wieder über Rohstoffkosten gesprochen wird.
Unbequeme Wahrheit Nr. 4: Das US-Werk hat 65,6 Millionen Euro gekostet — und ist noch nicht fertig
Ein guter Teil des Verlustjahres 2024/2025 war hausgemacht. In den Abschreibungen von 132,4 Millionen Euro steckt eine außerplanmäßige Wertminderung von 65,6 Millionen Euro auf die Anlagen des Stroh-Biomethanwerks in Nevada im US-Bundesstaat Iowa. Hinzu kamen technische Qualitätsprobleme und Reparaturkosten. Der Geschäftsbericht nennt neben den Betrugsfällen bei fehldeklarierten Biodiesel-Importen ausdrücklich „technische Qualitätsprobleme im US-Werk“ als Grund für das schwache Ergebnis.
Inzwischen läuft das Werk hoch — der Biomethan-Produktionsrekord der ersten neun Monate 2025/2026 geht wesentlich darauf zurück. Aber der Beweis, dass die US-Investitionen die Kapitalkosten verdienen, steht aus. Und noch etwas gehört zur Ehrlichkeit: Im Verlustjahr 2024/2025 stieg die Vorstandsvergütung von 5,759 auf 6,582 Millionen Euro, der variable Teil von 2,127 auf 2,924 Millionen — im selben Jahr, in dem die Dividende gestrichen wurde. Zur Dividende selbst schrieb der Vorstand:
„This exceptional departure from our dividend policy reflects the unusual circumstances. We maintain our target of making reliable dividend payments, and aim to return to at least the usual level in the medium term.“
Übersetzung: „Diese außergewöhnliche Abweichung von unserer Dividendenpolitik spiegelt die ungewöhnlichen Umstände wider. Wir halten an unserem Ziel verlässlicher Dividendenzahlungen fest und wollen mittelfristig mindestens zum üblichen Niveau zurückkehren.“
— VERBIO SE, Geschäftsbericht 2024/2025, Brief des Vorstands
Der Stand am 12. August 2026 — die Prognose-Treppe
Wer Verbio verstehen will, sollte sich die Prognoseentwicklung dieses einen Geschäftsjahres ansehen. Sie ist ein Lehrstück darüber, wie wenig planbar dieses Geschäft ist:
- 25. September 2025 (mit dem Geschäftsbericht): EBITDA „im hohen zweistelligen Millionenbereich“, dazu ein moderater Schuldenabbau.
- 25. März 2026 (Ad-hoc): Anhebung auf 100 bis 140 Millionen Euro, Nettofinanzschuld zum Jahresende rund 140 Millionen.
- Mai 2026 (Quartalsmitteilung): Verbio erwartet das obere Ende dieser Spanne.
- 27. Mai 2026 (Ad-hoc): Anhebung auf 160 bis 180 Millionen Euro.
- 3. August 2026 (Ad-hoc): vorläufig rund 192 Millionen Euro — über der eigenen Spanne.
Die letzte Meldung liest sich so:
„Based on preliminary financial figures that have not yet been audited by the independent auditor, the Management Board expects earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation (EBITDA) for the financial year 2025/2026 to amount to approximately EUR 192 million. […] This positive development is primarily attributable to the improved CO₂ efficiency of Verbio's biofuels and higher-than-expected selling prices.“
Übersetzung: „Auf Basis vorläufiger, vom Abschlussprüfer noch nicht geprüfter Finanzzahlen erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025/2026 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 192 Millionen Euro. […] Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf die verbesserte CO₂-Effizienz der Biokraftstoffe von Verbio und auf höhere Verkaufspreise als erwartet zurückzuführen.“
— VERBIO SE, Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2026
Beachte die Begründung: verbesserte CO₂-Effizienz und höhere Verkaufspreise. Der erste Punkt ist echte operative Arbeit — je besser die Klimabilanz eines Liters, desto mehr Quote steckt darin. Der zweite Punkt ist Markt. Das vollständige, geprüfte Zahlenwerk kommt mit dem Geschäftsbericht am 24. September 2026; bis dahin sind Umsatz, Konzernergebnis und Dividendenvorschlag für 2025/2026 nicht bekannt.
Bewertung — die Größenordnung
Bei einem Schlusskurs von 30,22 Euro (Xetra, 12. August 2026) und 63.715.479 Aktien bringt Verbio rund 1,93 Milliarden Euro auf die Waage. Rechnet man die Nettofinanzschuld von rund 92 Millionen Euro hinzu, ergibt sich ein Unternehmenswert von etwa 2,02 Milliarden Euro. Gemessen am vorläufigen Jahres-EBITDA von 192 Millionen ist das ein Vielfaches von rund 10,5.
Bezogen auf den Umsatz des Geschäftsjahres 2024/2025 (1.579,8 Millionen Euro) liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei etwa 1,2. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis lässt sich für 2025/2026 seriös noch nicht bilden — das Konzernergebnis ist bis zum 24. September 2026 nicht veröffentlicht. Der Buchwert je Aktie lag zum 31. März 2026 bei rund 12,07 Euro; der Kurs steht damit etwa beim Zweieinhalbfachen des bilanziellen Eigenkapitals.
Die ehrliche Einordnung dieser Zahlen: Ein Vielfaches von 10,5 auf das EBITDA ist für einen Industriebetrieb weder billig noch teuer — wenn das EBITDA wiederholbar ist. Genau das ist bei Verbio die offene Frage. Bei 14,2 Millionen Euro EBITDA wie 2024/2025 läge dasselbe Vielfache bei über 140. Wer hier eine Kennzahl rechnet, rechnet immer eine Momentaufnahme eines Zyklus, den ein Gesetzgeber taktet. Zum Vergleich lohnt der Blick auf den US-Biodiesel-Hersteller FutureFuel, dessen Ergebnis am amerikanischen Pendant dieser Förderlogik hängt — dieselbe Abhängigkeit, andere Hauptstadt.
Chancen und Risiken auf einen Blick
Chancen
- Die RED-III-Umsetzung vom 8. Mai 2026 räumt nach Verbios eigener Darstellung genau die Fehlanreize aus, die den Quotenmarkt zerstört hatten — ein stabileres Preisumfeld wäre die Grundlage für wiederholbare Ergebnisse.
- Die Bilanz ist wieder in Ordnung: Nettofinanzschuld rund 92 Millionen Euro (30.06.2026) gegen ein EBITDA von 192 Millionen, Eigenkapitalquote 59,3 Prozent (31.03.2026).
- Das US-Geschäft läuft nach der Abschreibung hoch und trug den Biomethan-Produktionsrekord der ersten neun Monate 2025/2026 (1.040 Gigawattstunden nach 865).
- Das Biodiesel-Kerngeschäft war auch im Katastrophenjahr profitabel (68,8 Millionen Euro EBITDA nach neun Monaten 2024/2025) — es gibt einen tragenden Boden unter dem Zyklus.
- Die Dividendenpolitik ist nicht aufgegeben, sondern ausgesetzt; der Vorstand nennt die Rückkehr mittelfristig ausdrücklich als Ziel.
Risiken
- Der Ergebnishebel liegt außerhalb des Unternehmens: Fällt der THG-Quotenpreis erneut, wiederholt sich 2024/2025 — dieselben Werke, dasselbe Management, ein anderes Vorzeichen.
- Bis zu rund ein Zehntel des vorläufigen Jahres-EBITDA stammt aus einer Wertaufholung auf Vorräte, die erst im Quotenjahr 2027 nutzbar sind — Buchgewinn, kein Zahlungszufluss.
- Rohstoffpreise (Getreide, Raps, Altöle) schwanken unabhängig davon und drücken die Marge von der Kostenseite.
- Geopolitik: Die Quartalsmitteilung nennt den seit Ende Februar 2026 andauernden Konflikt im Nahen Osten ausdrücklich als Risiko für das Verhältnis von Rohstoff- zu Produktpreisen und für die Energiekosten.
- Der Streubesitz beträgt 27,90 Prozent, 67,12 Prozent der Stimmen sind gepoolt — Kleinaktionäre haben faktisch keinen Einfluss, und die Aktie ist entsprechend eng.
- Das genehmigte Kapital 2022 erlaubt dem Vorstand bis zum 3. Februar 2027 die Ausgabe neuer Aktien im Nennwert von noch 31.059.969 Euro — rechnerisch fast die Hälfte des heutigen Grundkapitals.
Ein menschliches Fazit
Zurück zum Verdienst-Reflex vom Anfang. Es ist verführerisch, die Verbio-Geschichte als Heldengeschichte zu lesen: Firma stürzt ab, Firma kämpft sich zurück, Firma liefert Rekord. Die Zahlen stützen den ersten und den dritten Teil — den mittleren nur teilweise. Der Ergebnissprung von 83,3 Millionen Euro nach neun Monaten steckt fast vollständig in einem Segment, und dort im Handel mit Zertifikaten, deren Preis in Berlin und Brüssel entschieden wird. Das Kerngeschäft Biodiesel hat in derselben Zeit sogar leicht nachgegeben.
Das macht Verbio nicht zu einem schlechten Unternehmen. Im Gegenteil: Die Bilanz ist solide, die Werke produzieren Rekordmengen, das Management hat einen brutalen Zyklus ohne Notkapitalerhöhung überstanden. Es macht Verbio nur zu einem Unternehmen, dessen Gewinn man nicht aus dem Unternehmen heraus prognostizieren kann. Wer diese Aktie kauft, kauft eine gut geführte Produktionsbasis plus eine Wette auf Regulierung. Wer nur die Produktionsbasis will, ist hier falsch.
Der ehrlichste Satz dieser Analyse ist deshalb ein Fragezeichen: Niemand — auch Verbio nicht — kann Dir heute sagen, ob das Geschäftsjahr 2026/2027 eher wie 2024/2025 oder wie 2025/2026 aussieht. Der nächste belastbare Datenpunkt ist der geprüfte Geschäftsbericht am 24. September 2026 mit dem Ausblick auf das laufende Jahr. Was Du bis dahin tust, ist Deine Entscheidung. Und das ist auch gut so.
Quellen
- VERBIO SE, Geschäftsbericht 2024/2025 (Geschäftsjahr endend 30. Juni 2025) — Kennzahlen, Konzernlagebericht, Übernahmerechtliche Angaben, Konzernanhang (nahestehende Personen und Unternehmen)
- VERBIO SE, Quartalsmitteilung zum 31. März 2026 — Konzern- und Segmentkennzahlen, Geschäftsverlauf, Prognosebericht, Nachtragsbericht
- VERBIO SE, Ad-hoc-Mitteilung vom 25. März 2026 — Anhebung der EBITDA-Prognose auf 100 bis 140 Millionen Euro
- VERBIO SE, Ad-hoc-Mitteilung vom 27. Mai 2026 — Anhebung auf 160 bis 180 Millionen Euro, erwartete Wertaufholung auf THG-Quoten-Vorräte
- VERBIO SE, Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2026 — vorläufiges EBITDA rund 192 Millionen Euro, Nettoverschuldung rund 92 Millionen Euro
- Kurs-, Börsenwert- und Spannenangaben: Fundamentaldaten, Schlusskurse Xetra bis 12. August 2026
Journalistische Einordnung, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Aktien können einen Totalverlust bedeuten. Alle Zahlen stammen aus den oben verlinkten Originaldokumenten und sind mit ihrem jeweiligen Stichtag genannt. Eigene Positionen des Betreibers legen wir tagesaktuell offen; besteht eine, steht sie als Hinweis am Anfang dieser Analyse.
Die Kennzahlen im Überblick
Alle Geldbeträge in Millionen €, Gewinn je Aktie wie berichtet.
| Kennzahl | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.026,0 | 1.812,5 | 1.968,3 | 1.665,2 | 1.579,8 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 136,6 | 462,0 | 198,7 | 69,6 | -80,5 |
| Nettogewinn | 93,2 | 315,6 | 132,0 | 20,0 | -138,0 |
| Nettomarge | 9,1 % | 17,4 % | 6,7 % | 1,2 % | -8,7 % |
| Gewinn je Aktie | 1,47 € | 4,97 € | 2,08 € | 0,31 € | -2,17 € |
Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Unser Fazit auf einen Blick
- Ergebnis-Turnaround positiv
- Nach dem Verlustjahr 2024/2025 (−137,9 Mio. € Konzernergebnis, 14,2 Mio. € EBITDA) meldete Verbio am 3. August 2026 vorläufig rund 192 Mio. € EBITDA für 2025/2026 — über der eigenen, erst am 27. Mai 2026 angehobenen Spanne von 160 bis 180 Mio. €.
- Ergebnishebel außerhalb des Unternehmens negativ
- Der Ergebnissprung der ersten neun Monate steckt fast vollständig im Segment Bioethanol/Biomethan (von −50,9 auf +30,5 Mio. € EBITDA) und dort im THG-Quotengeschäft. Der Preis dieser Quoten entsteht aus Regulierung, Vollzug und Importmengen — derselbe Hebel erzeugte 2024/25 den Verlust (Quartalsmitteilung zum 31.03.2026).
- Bilanz und Innenfinanzierung positiv
- Die Nettofinanzschuld sank von 164,0 Mio. € (30.06.2025) auf rund 92 Mio. € (30.06.2026), die Eigenkapitalquote lag bei 59,3 % (31.03.2026), der operative Mittelzufluss der ersten neun Monate bei 96,4 Mio. €. Die Quartalsmitteilung nennt keine Risiken für den Fortbestand.
- Ergebnisqualität neutral
- Die Ad-hoc-Mitteilung vom 27.05.2026 nennt eine erwartete Wertaufholung auf Vorräte von unter 20 Mio. € für THG-Quoten, die erst im Quotenjahr 2027 nutzbar sind — bis zu rund ein Zehntel des vorläufigen Jahres-EBITDA ist damit Buchgewinn ohne Zahlungszufluss.
- US-Hochlauf neutral
- Das Stroh-Biomethanwerk in Nevada/Iowa kostete 2024/25 eine Wertminderung von 65,6 Mio. €, trug 2025/26 aber wesentlich zum Biomethan-Produktionsrekord bei (1.040 GWh nach neun Monaten gegenüber 865 GWh). Der Beweis, dass die Investition ihre Kapitalkosten verdient, steht aus.
- Eigentümerstruktur und Kapitalermächtigungen negativ
- Streubesitz 27,90 %, Stimmrechtspool über 67,12 % des stimmberechtigten Kapitals, Getreidebezug von einer nahestehenden Gesellschaft über 93,3 Mio. € in 2024/25. Dazu ein genehmigtes Kapital von noch 31.059.969 € — rechnerisch fast die Hälfte des Grundkapitals — nutzbar bis 3. Februar 2027 (Geschäftsbericht 2024/2025).
Verbio ist zurück in der Gewinnzone, und die Zahlen dahinter sind echt: rund 192 Mio. € EBITDA vorläufig für 2025/2026, eine fast schuldenfreie Bilanz und Produktionsrekorde beim Biomethan. Nur gehört der Verdienst nicht dem Management, sondern einem Zertifikatepreis, den Regulierung und Vollzug machen — im Kerngeschäft Biodiesel ging das Ergebnis im selben Zeitraum sogar leicht zurück. Wer hier investiert, kauft eine solide Produktionsbasis plus eine Wette auf Regulierung. Keine Anlageberatung.
Was unsere Einordnung bedeutet
Offene Fragen
Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.
Die Bilanz trägt, das Geschäft produziert Rekordmengen, und es gibt keinen Hinweis auf ein Substanzrisiko — Nettofinanzschuld rund 92 Mio. € gegen ein Jahres-EBITDA von rund 192 Mio. €, Eigenkapitalquote 59,3 Prozent. Für Grün fehlt aber die entscheidende Eigenschaft: Verbio kann sein Ergebnis nicht selbst bestimmen. Derselbe Hebel, der 2024/2025 einen Verlust von 137,9 Mio. € erzeugte, erzeugte 2025/2026 den Rekord, ohne dass sich im Unternehmen Wesentliches geändert hätte; das Kerngeschäft Biodiesel gab in dieser Zeit sogar leicht nach, und bis zu ein Zehntel des Jahresergebnisses ist eine Wertaufholung ohne Zahlungszufluss. Das ist eine offene operative Frage, kein Substanzrisiko — deshalb Gelb. Die Entscheidung liegt bei Dir.
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt auf Basis öffentlicher Quellen — keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Deine persönlichen Umstände (Anlageziele, Risikotragfähigkeit, Steuern) können dabei nicht berücksichtigt werden. Was unsere Stufen bedeuten, wie Urteile entstehen und welche Interessenkonflikte bestehen →
Bitte beachten
- Aufhänger dieser Analyse ist die Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2026 („Vorläufiges EBITDA für GJ 2025/2026 übertrifft Prognose“), nicht ein Scanner-Treffer.
- Datenstand 12. August 2026. Alle Unternehmenszahlen stammen aus dem Geschäftsbericht 2024/2025 (Geschäftsjahr endend 30.06.2025), der Quartalsmitteilung zum 31.03.2026 sowie den Ad-hoc-Mitteilungen vom 25.03., 27.05. und 03.08.2026. Kurs- und Börsenwertangaben aus Fundamentaldaten, Xetra-Schlusskurs 12.08.2026.
- Verbio ist kein SEC-Filer: kein 10-K, kein 10-Q, kein 20-F. Der US-Ticker VBVBF ist ein außerbörslicher Zweitticker; maßgeblich ist die Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter VBK.
- Verwechslungsgefahr: Es gibt eine gleichnamige spanische Sprachtechnologie-Firma „Verbio Technologies“ — sie hat mit der VERBIO SE nichts zu tun. Ebenso liegt das Werk „Nevada“ nicht im US-Bundesstaat Nevada, sondern in der Stadt Nevada im Bundesstaat Iowa.
- Das vollständige, geprüfte Zahlenwerk für 2025/2026 — Umsatz, Konzernergebnis, Dividendenvorschlag und Ausblick — erscheint erst mit dem Geschäftsbericht am 24. September 2026.
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Häufige Fragen
Verbio (Xetra: VBK) stellt Biokraftstoffe her: Biodiesel aus Raps- und Altölen, Bioethanol aus Getreide und Biomethan aus Reststoffen wie Stroh. Ein erheblicher Teil des Ergebnisses stammt aus dem Verkauf von THG-Minderungsquoten, die die Mineralölwirtschaft zur Erfüllung ihrer gesetzlichen CO₂-Sparpflicht zukaufen muss.
Verbio meldete am 3. August 2026 vorläufig rund 192 Millionen Euro EBITDA für das am 30. Juni 2026 beendete Geschäftsjahr. Umsatz und Konzernergebnis stehen noch aus; das vollständige, vom Abschlussprüfer geprüfte Zahlenwerk erscheint mit dem Geschäftsbericht am 24. September 2026.
Die Preise für THG-Quoten fielen und blieben zu niedrig, unter anderem wegen billiger und teils betrugsverdächtiger Importmengen. Im Geschäftsjahr 2024/2025 entstand daraus ein Konzernfehlbetrag von 137,9 Millionen Euro. Zusätzlich belasteten Qualitätsprobleme und eine Wertminderung von 65,6 Millionen Euro im US-Werk.
Die Zahlen belegen ihn, aber nicht als Managementleistung. Der Ergebnissprung der ersten neun Monate 2025/2026 stammt fast vollständig aus dem Segment Bioethanol/Biomethan und dort aus dem Quotengeschäft. Das Biodiesel-Kerngeschäft gab im selben Zeitraum leicht nach — von 68,8 auf 65,2 Millionen Euro EBITDA.
Die Treibhausgas-Minderungsquote verpflichtet die Mineralölwirtschaft, den CO₂-Ausstoß ihres Kraftstoffs jährlich zu senken. Wer das nicht schafft, kauft Minderungszertifikate zu, die Verbio mitproduziert. Ihr Preis entsteht aus Regulierung, Vollzug und Importmengen — er entscheidet maßgeblich über Verbios Gewinn und wird nicht vom Unternehmen gesetzt.
Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wurde die Dividende ausgesetzt, nachdem sie sechs Jahre in Folge 20 Cent je Aktie betragen hatte. Der Geschäftsbericht nennt das eine außergewöhnliche Abweichung von der Dividendenpolitik und kündigt die mittelfristige Rückkehr zu verlässlichen Zahlungen an. Über 2025/2026 wird am 24. September 2026 entschieden.
Verbio ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und berichtet nach europäischem Kapitalmarktrecht: geprüfter IFRS-Konzernabschluss, Quartalsmitteilungen und Ad-hoc-Mitteilungen nach Artikel 17 der EU-Marktmissbrauchsverordnung. Der US-Ticker VBVBF ist nur ein außerbörslicher Zweitticker ohne eigene Berichtspflicht.
Der Streubesitz lag zum 30. Juni 2025 bei 27,90 Prozent. Die Vorstandsmitglieder Claus und Bernd Sauter halten über eigene Vehikel zusammen 34,79 Prozent der ausstehenden Aktien, und ein Stimmrechtspool bindet 67,12 Prozent des stimmberechtigten Kapitals zur einheitlichen Ausübung.
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