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Southern Cross Gold: 3,25 Milliarden für ein Goldvorkommen, das offiziell noch keine Ressource ist

Southern Cross Gold: 3,25 Milliarden für ein Goldvorkommen, das offiziell noch keine Ressource ist

Southern Cross Gold Consolidated (TSX: SXGC, ASX: SX2, OTCQX: SXGCF) bohrt seit Jahren spektakuläre Goldgehalte aus dem Projekt Sunday Creek nördlich von Melbourne — 278 Bohrlöcher, 134.534 Meter, 96 Abschnitte mit über 100 Gramm Gold je Tonne (Stand 25. August 2026). Was das Unternehmen bis heute nicht hat, steht in seinem eigenen Jahresbericht vom 27. August 2026: keine Mineralressource, keine Reserve, keine Wirtschaftlichkeitsstudie und keinen einzigen Dollar Umsatz. Die Börse bewertet das Ganze trotzdem mit rund 3,25 Milliarden kanadischen Dollar. Das ist die Fertig-im-Kopf-Falle in Reinform. Wir haben den geprüften Jahresabschluss, den Lagebericht und die Meldungen der letzten Monate gelesen und rechnen dir vor, was du hier je Unze bezahlst, die es offiziell noch gar nicht gibt.

Thomas Mücke Gründer & Herausgeber
· 19 Min. Lesezeit

Stand heute

Stand: 17. September 2026

Schlusskurs
12,30 C$ +6,00 %
Marktkapitalisierung
3,4 Mrd. C$
AAQS
1/10

Kursentwicklung seit 4. September 2026: +2,1 %

Diese Analyse hat einen Stichtag. Der Aktien-Wächter meldet sich, wenn sich an den Zahlen etwas Wesentliches ändert. Zur kostenlosen Vormerkung

Southern Cross Gold: 3,25 Milliarden für ein Goldvorkommen, das offiziell noch keine Ressource ist
Eigene Darstellung: Börsenlotse · Quelle: Fundamentaldaten & Geschäfts- und Quartalsberichte des Unternehmens (ASX/SEDAR+)

Chart

Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).

52-Wochen-Spanne: 6,20 C$ bis 13,00 C$ · Letzter Kurs: 12,30 C$ (Stand: 17. September 2026)

Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.

Es gibt eine Anleger-Schwäche, die besonders schwer zu bemerken ist, weil sie sich wie Optimismus anfühlt: Wir bekommen ein halbes Bild und malen es im Kopf fertig. Ein Bohrkern mit 972 Gramm Gold je Tonne, eine Landkarte mit einer roten Linie über zwölf Kilometer, ein Tunnel, der sich in den Hang frisst — daraus wird in unserem Kopf innerhalb von Sekunden eine Mine. Nennen wir das die Fertig-im-Kopf-Falle: Wir zahlen heute den Preis für ein Bild, das wir selbst zu Ende gemalt haben.

Southern Cross Gold Consolidated Ltd. ist ein Lehrbuchfall dafür. Das Unternehmen liefert seit Jahren Bohrergebnisse, die selbst erfahrene Geologen beeindrucken. Und es sagt in seinem eigenen, von einem Wirtschaftsprüfer testierten Jahresbericht vom 27. August 2026 mit dürren Worten, was es noch nicht hat: keinen Umsatz, keine nachgewiesene Ressource, keine Reserve. Machen wir also einen Deal: Wir lesen gemeinsam den Konzernabschluss zum 31. Mai 2026, den Lagebericht und die Meldungen der Wochen danach — und legen den Bohrkern und das Kassenbuch nebeneinander. Am Ende entscheidest du selbst.

Balkenwaage: links 3,25 Milliarden kanadische Dollar Börsenwert, rechts null Unzen Mineralressource
Auf der einen Seite der Waage liegt der Preis, den die Börse am 4. September 2026 für Southern Cross Gold aufruft: rund 3,25 Milliarden kanadische Dollar. Auf der anderen Seite liegt das, was nach den Regelwerken JORC und NI 43-101 bislang als Mineralressource ausgewiesen ist: nichts. Quelle: Fundamentaldaten & Geschäfts- und Quartalsberichte des Unternehmens (ASX/SEDAR+). Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Was Southern Cross Gold wirklich besitzt

Southern Cross Gold Consolidated Ltd. wurde am 10. März 2004 in British Columbia gegründet und heißt erst seit dem 10. Januar 2025 so. Davor war es Mawson Gold Limited, ein kanadischer Explorer, der zeitweise in Finnland nach Gold suchte. Der Konzern führt sein Rechnungswesen in kanadischen Dollar, hat sein Führungsbüro in Vancouver und seine gesamte operative Mannschaft in Melbourne. Das Geschäftsjahr endet am 31. Mai — eine Eigenheit, die man sich merken muss, wenn man Zahlen vergleicht.

Das Kernstück ist das Gold-Antimon-Projekt Sunday Creek, rund 60 Kilometer nördlich von Melbourne im australischen Bundesstaat Victoria. Es gehört dem Unternehmen zu 100 Prozent, liegt in 16.900 Hektar genehmigter Explorationslizenzen und einer Retentionslizenz, und drumherum hat die Gesellschaft inzwischen 2.296 Hektar Land als Volleigentum gekauft (Stand 2. September 2026; zum 25. August 2026 waren es noch 1.392 Hektar). Geologisch handelt es sich um eine sogenannte epizonale Goldlagerstätte vom Typ Fosterville — die Vererzung sitzt in Adernpaketen, die das Unternehmen wegen ihrer Anordnung „Golden Ladder“ nennt, also goldene Leiter.

Dazu kommt das kleinere Projekt Redcastle, 110 Kilometer nördlich von Melbourne, drei Lizenzen über zusammen 7.500 Hektar. Auch das gehört inzwischen vollständig dem Unternehmen: 2021 hatte es 70 Prozent erarbeitet, im Oktober 2024 kaufte es die restlichen 30 Prozent von Nagambie Resources für 250.000 australische Dollar. Redcastle liegt sieben Kilometer im Streichen der Costerfield-Mine von Alkane Resources und 24 Kilometer östlich der Fosterville-Mine von Agnico Eagle — beides produzierende Betriebe, an denen sich die Geologen von Southern Cross Gold ausrichten. Historisch wurde Erz aus Sunday Creek im Ersten Weltkrieg tatsächlich in Costerfield verarbeitet, 54 Kilometer entfernt.

Woran verdient das Unternehmen? An nichts. Und das ist keine Zuspitzung, sondern eine wörtliche Feststellung aus dem geprüften Abschluss:

„The Company is a resource company engaged in the acquisition and exploration of unproven mineral interests. As at May 31, 2026 the Company has not earned any production revenue, nor found proved reserves on any of its unproven mineral interests.“

Übersetzung: „Die Gesellschaft ist ein Rohstoffunternehmen, das unerprobte Mineralrechte erwirbt und erkundet. Zum 31. Mai 2026 hat die Gesellschaft keinerlei Produktionserlöse erzielt und auf keinem ihrer unerprobten Mineralrechte nachgewiesene Reserven gefunden.“

— Southern Cross Gold Consolidated Ltd., Konzernabschluss zum 31. Mai 2026, Anhangangabe 1

Markierte Stelle aus dem Konzernabschluss: keine Produktionserlöse und keine nachgewiesenen Reserven zum 31. Mai 2026
Anhangangabe 1 des geprüften Konzernabschlusses sagt in einem Satz, was Southern Cross Gold zum 31. Mai 2026 wirtschaftlich ist: ein Unternehmen ohne Erlöse und ohne nachgewiesene Reserven. Der Satz darunter ergänzt, dass der Wert der Explorationsvermögenswerte vollständig davon abhängt, ob wirtschaftlich gewinnbare Reserven überhaupt existieren. Quelle: Konzernabschluss zum 31. Mai 2026, Hervorhebung von uns. Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Die Firmengeschichte für Anleger

  1. 2020

    Sunday Creek für 528.880 A$ gekauft

    Das heutige Kernprojekt kostete am 24.03.2020 in bar 528.880 A$ plus 315.514 Aktien — gemessen am heutigen Börsenwert ein Bruchteil eines Prozents.

  2. 2025

    Umbau zur Southern Cross Gold Consolidated

    Aktienzusammenlegung 1 zu 3,169432, ASX-Notiz, Kauf der restlichen Anteile an der australischen Tochter für 125.041.031 Aktien — die Altaktionäre wurden dabei stark verwässert.

  3. 2025

    Platzierung über 143,1 Mio. C$

    31.800.078 Aktien zu 4,50 C$ brachten das Geld, von dem das Unternehmen bis heute lebt. Wer damals zeichnete, liegt beim Kurs vom 04.09.2026 deutlich im Plus.

  4. 2025

    Victoria genehmigt die Explorationsrampe

    Die Freigabe des Arbeitsplans am 26.11.2025 machte aus einem Bohrprojekt ein Projekt mit Untertagezugang — der wichtigste Genehmigungsschritt des Jahres.

  5. 2026

    Basisprospekt über 700 Mio. C$

    Seit dem 08.04.2026 kann das Unternehmen jederzeit Aktien oder Anleihen im Volumen eines Fünftels des Börsenwerts begeben. Gezogen wurde bis zum 25.08.2026 nichts.

  6. 2026

    Explorationsziel auf 3,0 bis 4,6 Mio. Unzen erhöht

    Die Meldung vom 04.08.2026 erweiterte das Ziel auf fünf Vorkommen. Eine Mineralressource ist es damit weiterhin nicht — die Erstschätzung soll im ersten Quartal 2027 kommen.

Warum es hier keinen Geschäftsbericht bei der US-Börsenaufsicht gibt

Ein Punkt vorweg, weil er die gesamte Beleglage prägt: Von Southern Cross Gold gibt es keinen Geschäftsbericht (10-K) und keinen Quartalsbericht (10-Q). Das Unternehmen ist kein US-Meldeunternehmen. In der Datenbank der US-Börsenaufsicht SEC steht unter der Kennnummer 0001622629 zwar ein Eintrag, aber darunter liegen ausschließlich sogenannte Form-D-Anzeigen — kurze Meldungen über Privatplatzierungen, die kein Zahlenwerk enthalten. Das ist bei einer kanadischen Gesellschaft mit Heimatnotierung völlig normal und kein Warnsignal.

Berichtet wird stattdessen nach kanadischem Recht, konkret nach dem National Instrument 51-102. Daraus ergeben sich zwei Dokumentarten, die es beide in voller Länge gibt: der geprüfte Konzernabschluss zum 31. Mai samt Lagebericht (im Original „Management’s Discussion and Analysis“, kurz MD&A), und die Quartalsabschlüsse mit eigenem Lagebericht. Beide gehen über die kanadische Veröffentlichungsplattform SEDAR+ und zusätzlich über die australische Börse ASX an die Öffentlichkeit, weil dort seit dem 15. Januar 2025 Hinterlegungsscheine auf die Aktie gehandelt werden.

Das ist für den Leser eher ein Vorteil als ein Nachteil. Der kanadische Lagebericht ist deutlich gesprächiger als ein US-Quartalsbericht: Er nennt Meilensteine mit Statusangabe, listet auf, wofür das Geld quartalsweise ausgegeben wurde, und beziffert sogar die geplante Abflussrate der kommenden Quartale. Unter jeder Zahl dieser Analyse steht deshalb „Quelle: Fundamentaldaten & Geschäfts- und Quartalsberichte des Unternehmens“ — nicht die US-Kürzel, die es hier schlicht nicht gibt. Eine andere australische Goldgesellschaft, bei der wir dieselbe Unterscheidung zwischen gemeldeten Unzen und verdientem Geld gemacht haben, findest du in unserer Analyse zu Matsa Resources.

Und weil hier drei Währungen aufeinandertreffen, sei es einmal gesagt: Die Bilanz steht in kanadischen Dollar (C$), gehandelt wird in Toronto ebenfalls in kanadischen, in Sydney in australischen (A$) und in den USA in US-Dollar. Jede Zahl in diesem Text trägt deshalb ihre Währung. Umgerechnet wird nur dort, wo es für den Vergleich nötig ist — mit dem Wechselkurs vom 4. September 2026 (1 US-Dollar = 1,3840 kanadische Dollar).

Wie die Aktie auf unseren Tisch kam

Ehrlich gesagt: Southern Cross Gold ist kein Treffer unseres hauseigenen Aktien-Scanners. Der arbeitet mit Gewinn, Marge und Bilanzrelationen — und ein Unternehmen ohne einen einzigen Dollar Umsatz fällt bei jedem dieser Filter durch. Dass der Scanner hier nichts zeigt, ist kein Fehler, sondern das richtige Ergebnis.

Auf die Rechercheliste kam der Wert über das US-Kürzel SXGCF, unter dem er in deutschsprachigen Anlegerforen auftaucht. Genau da lohnt der zweite Blick, denn hinter vier Kürzeln steckt dieselbe Aktie an vier sehr unterschiedlichen Handelsplätzen: SXGC an der Toronto Stock Exchange — das ist die Heimatbörse und die eigentliche Preisbildung —, SX2 an der ASX in Sydney (dort als Hinterlegungsschein, englisch CHESS Depositary Interest oder CDI), SXGCF am US-Markt OTCQX und MV3 in Frankfurt. Der OTCQX ist dabei ausdrücklich keine regulierte US-Börse, sondern ein außerbörslicher Handelsplatz mit geringeren Zulassungspflichten.

Wie unterschiedlich dick die Orderbücher sind, zeigt der 4. September 2026: In Toronto wechselten an diesem Tag 231.375 Aktien den Besitzer (Schlusskurs 12,05 C$), in Sydney 205.696 Hinterlegungsscheine (12,27 A$), am OTCQX dagegen nur 48.700 Aktien (8,72 US$). Das ist kein Argument gegen den Titel, aber eine praktische Warnung: Eine unlimitierte Order in einem dünnen Buch kann zu einem Kurs ausgeführt werden, den man so nicht wollte. Und die Währung ist die zweite Stolperstelle — wer in Frankfurt in Euro kauft, trägt die Bewegung des kanadischen Dollars mit, ohne dass daran je ein Bohrloch beteiligt wäre. Die Datenlage zum Unternehmen selbst kannst du jederzeit auf unserer Aktienseite zu Southern Cross Gold nachschlagen.

Die Aktualitätsprobe gehört dazu, und sie fällt hier klar aus: Nach dem Jahresbericht vom 27. August 2026 gab es genau eine kursrelevante Meldung, die Bohrergebnisse vom 2. September 2026, sowie am 4. September drei Formalmeldungen über 3.193 neue Hinterlegungsscheine und 250.000 am 15. August 2026 verfallene Optionen. Nichts davon verändert das Bild bei Kasse, Schulden oder Nachweisstufe. Alles, was in dieser Analyse im Präsens über einen Zustand steht, stützt sich auf den 31. Mai 2026 oder später.

Die Zahlen über die Jahre — ehrlich gewürdigt

Fangen wir mit dem an, was wirklich beeindruckt. Zum 31. Mai 2026 stand Southern Cross Gold da mit 119.129.501 kanadischen Dollar in der Kasse, einem Umlaufvermögen von 121,1 Millionen gegen Kurzfristverbindlichkeiten von nur 6,6 Millionen, einer Bilanzsumme von 275,6 Millionen und einem Eigenkapital von 266,9 Millionen. Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 97 Prozent. Finanzschulden gibt es keine. Der Abschlussprüfer D&H Group LLP aus Vancouver hat am 25. August 2026 ein uneingeschränktes Testat erteilt, ohne Hinweis auf eine Unsicherheit zur Unternehmensfortführung.

Das ist für einen Explorer eine ungewöhnlich saubere Ausgangslage. Wer schon einmal eine kleine Bergbaugesellschaft gelesen hat, kennt die übliche Konstellation: knappe Kasse, teurer Kredit vom Großaktionär, Fortführungshinweis im Prüfvermerk. Nichts davon findet sich hier. Das Geld stammt aus einer Platzierung im Geschäftsjahr 2025: 31.800.078 Aktien zu 4,50 kanadischen Dollar, brutto 143.100.351 kanadische Dollar.

Und jetzt die zweite Hälfte des Bildes. Im Geschäftsjahr 2026 hat das Unternehmen keinen Umsatz erzielt — die Zeile „Revenues“ im Lagebericht lautet für 2026, 2025 und 2024 gleichermaßen „Nil“. Der ausgewiesene Nettoverlust betrug 5.475.812 kanadische Dollar, nach 8.074.009 im Vorjahr. Dass der Verlust so klein aussieht, hat zwei Gründe, und beide sind lehrreich: Erstens brachte die große Kasse 4.674.154 kanadische Dollar Zinsen ein, die den Aufwand von 9.963.080 kanadischen Dollar fast zur Hälfte auffingen. Zweitens — und das ist der wichtigere Punkt — landen Bohr- und Rampenkosten bei einem Explorer nicht in der Erfolgsrechnung, sondern werden als Vermögenswert aktiviert.

Wie groß dieser Unterschied ist, zeigt der Blick auf die Kasse:

Liniendiagramm: Kassenbestand von Southern Cross Gold fällt von 151,2 Millionen kanadischen Dollar am 31. Mai 2025 über 130,4 und 123,2 auf 119,1 Millionen am 31. Mai 2026
Der Kassenbestand fällt im Geschäftsjahr 2026 über vier ausgewählte Stichtage von 151,2 auf 119,1 Millionen kanadische Dollar — ein Rückgang um rund 32 Millionen oder gut ein Fünftel. Neue Aktien wurden dafür nicht platziert; zugeflossen sind nur 8.115.534 kanadische Dollar aus ausgeübten Optionen. Quelle: Fundamentaldaten & Geschäfts- und Quartalsberichte des Unternehmens (ASX/SEDAR+). Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

32,1 Millionen kanadische Dollar netto sind im Geschäftsjahr 2026 abgeflossen, während die Erfolgsrechnung nur 5,5 Millionen Verlust zeigt. Wofür das Geld ausgegeben wurde, listet der Lagebericht Position für Position auf — und diese Aufstellung ist der ehrlichste Blick in den Maschinenraum, den ein Explorer geben kann:

Balkendiagramm der Ausgaben im Geschäftsjahr 2026: Bohrungen 22,2, Landkäufe 10,1, Verwaltung 7,4, Rampe 6,2, Regionalexploration 2,2, Studien 1,2, Anlagen 1,1 und Landwirtschaft 0,9 Millionen kanadische Dollar
Von den 51,3 Millionen kanadischen Dollar, die das Geschäftsjahr 2026 an Ausgaben kostete, gingen 22,2 Millionen in Bohrungen und 6,2 Millionen in die Explorationsrampe. Auffällig sind zwei Posten, die nichts mit Geologie zu tun haben: 10,1 Millionen für Landkäufe rund um das Projekt und 7,4 Millionen Verwaltungskosten. Nach Abzug von 12,9 Millionen Zinsen und sonstigen Erträgen weist der Lagebericht 38,4 Millionen als Gruppenausgaben aus. Quelle: Fundamentaldaten & Geschäfts- und Quartalsberichte des Unternehmens (ASX/SEDAR+). Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Damit du den Weg von 51,3 auf 32,1 Millionen nachrechnen kannst, hier die Brücke, die der Lagebericht selbst zieht: 51,3 Millionen Ausgaben minus 12,9 Millionen Zinsen und sonstige Erträge ergeben die 38,4 Millionen Gruppenausgaben. Dazu kommen 1,8 Millionen, die als Sicherheit für die Rückbauverpflichtung hinterlegt wurden — macht 40,2 Millionen. Gegenläufig wirkten 8,1 Millionen aus Veränderungen des Umlaufvermögens und Währungseffekten. Unter dem Strich stehen die 32,1 Millionen Netto-Ausgaben, um die die Kasse tatsächlich schrumpfte.

Zwei Zahlen aus dieser Aufstellung lohnen die Einordnung. Die 60.913 gebohrten Meter des Geschäftsjahres kosteten reine Bohrkosten von 283 australischen Dollar je Meter, mit Geologie und Nebenkosten 364 kanadische Dollar je Meter — das ist für ein Diamantbohrprogramm dieser Tiefe ein normaler bis günstiger Wert. Und die 10,1 Millionen für Landkäufe sind kein Luxus, sondern Vorsorge: Wer später eine Mine bauen will, braucht die Grundstücke drumherum, und sie werden nicht billiger, wenn der Bohrerfolg erst in der Zeitung steht.

Was in den Berichten steht — die unbequemen Wahrheiten

Jetzt kommen die Stellen, die man in einer Präsentation selten auf der Titelseite findet. Alle fünf stammen aus den eigenen Dokumenten des Unternehmens.

Unbequeme Wahrheit Nr. 1: Das Explorationsziel ist ausdrücklich keine Ressource

Am 4. August 2026 hat Southern Cross Gold ein aktualisiertes Explorationsziel für Sunday Creek gemeldet: 10,4 bis 11,9 Millionen Tonnen mit 8,9 bis 12,1 Gramm Goldäquivalent je Tonne, macht 3,0 bis 4,6 Millionen Unzen. Die Spanne umfasst fünf Vorkommen — Christina, Golden Dyke, Rising Sun, Apollo und Apollo East.

Was ein Explorationsziel ist und was nicht, steht im Kleingedruckten derselben Meldung, und die Regelwerke JORC und NI 43-101 schreiben diesen Satz sogar wörtlich vor:

„The potential quantity and grade of the Exploration Target is conceptual in nature and therefore is an approximation. There has been insufficient exploration to estimate a Mineral Resource and it is uncertain if further exploration will result in the estimation of a Mineral Resource.“

Übersetzung: „Die mögliche Menge und der Gehalt des Explorationsziels sind konzeptioneller Natur und damit eine Annäherung. Es wurde bisher nicht genug erkundet, um eine Mineralressource zu schätzen, und es ist ungewiss, ob weitere Erkundung zur Schätzung einer Mineralressource führen wird.“

— Southern Cross Gold Consolidated Ltd., Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 31. Mai 2026

Markierte Stelle aus dem Lagebericht: Die Erkundung reicht nicht aus, um eine Mineralressource zu schätzen
Der Pflichthinweis steht direkt unter jeder Nennung des Explorationsziels: Die Zahlen sind konzeptionell, für eine Mineralressource reicht die Erkundung nicht, und ob es je zu einer kommt, ist ungewiss. Der Satz verweist ausdrücklich auf die Regelwerke JORC und NI 43-101. Quelle: Lagebericht zum 31. Mai 2026, Hervorhebung von uns. Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Der Unterschied ist kein Formalismus, sondern die halbe Investmentgeschichte. Eine Mineralressource ist eine Schätzung, für die genug Bohrdaten vorliegen, um Menge und Gehalt mit definierter Sicherheit anzugeben. Eine Reserve ist der Teil davon, für den eine Studie gezeigt hat, dass er sich zu den unterstellten Kosten und Preisen tatsächlich abbauen lässt. Ein Explorationsziel steht noch eine Stufe davor: Es ist eine geologisch begründete Vermutung, ausdrücklich als Annäherung gekennzeichnet. Southern Cross Gold hat also weder Reserve noch Ressource — die Erstschätzung ist für das erste Quartal 2027 angekündigt, eine Vorstudie zur Wirtschaftlichkeit für das zweite.

Unbequeme Wahrheit Nr. 2: Die Abflussrate verdreifacht sich — und das Geld reicht bis zur Studie, nicht bis zur Mine

Im Geschäftsjahr 2026 flossen netto 32,1 Millionen kanadische Dollar ab, im Schnitt also gut acht Millionen je Quartal. Für die kommenden Quartale nennt das Management eine andere Größenordnung — und es nennt sie erfreulich klar:

„Based on expected deployment rates of approximately $25 million per quarter, for the next two quarters before reverting to approximately $10 million per quarter, the Company has sufficient cash to fund operations through resource establishment (Q1 CY2027) and PEA completion (by Q2 CY2027).“

Übersetzung: „Ausgehend von erwarteten Einsatzraten von rund 25 Millionen Dollar je Quartal in den nächsten beiden Quartalen und danach rund 10 Millionen Dollar je Quartal verfügt die Gesellschaft über ausreichend Barmittel, um den Betrieb bis zur Festlegung der Ressource (erstes Quartal 2027) und bis zum Abschluss der Vorstudie (bis zum zweiten Quartal 2027) zu finanzieren.“

— Southern Cross Gold Consolidated Ltd., Lagebericht zum 31. Mai 2026, Abschnitt 5 Liquidität

Markierte Stelle aus dem Lagebericht: rund 25 Millionen Dollar Abfluss je Quartal in den nächsten beiden Quartalen, danach rund 10 Millionen
Der Abschnitt „Cash runway“ nennt die Planzahl offen: rund 25 Millionen kanadische Dollar Abfluss je Quartal in den kommenden zwei Quartalen, danach rund 10 Millionen. Reichen soll das bis zur Ressourcenschätzung im ersten Quartal 2027 und bis zur Vorstudie im zweiten. Darüber steht der Kassenstand vom 31. Mai 2026: 119,1 Millionen. Quelle: Lagebericht zum 31. Mai 2026, Hervorhebung von uns. Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Zwei Dinge stehen in diesem Satz. Erstens: Die Ausgaben verdreifachen sich gegenüber dem Durchschnitt des abgelaufenen Jahres — allein die nächsten beiden Quartale sollen rund 50 Millionen kosten, also gut 40 Prozent der Kasse vom 31. Mai 2026. Zweitens, und das ist der Punkt, den man leicht überliest: Die Zusage reicht bis zur Vorstudie, im Original „Preliminary Economic Assessment“, kurz PEA. Eine PEA ist die erste, gröbste Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Bergbauprojekts. Zwischen ihr und einer fertigen Mine liegen weitere Studien, Genehmigungen und ein Investitionsbetrag, der bei einem Untertagebetrieb dieser Größenordnung üblicherweise in den Hunderten Millionen liegt. Diese Summe steht nirgends im Bericht — und sie steht auch nicht in der Kasse.

Unbequeme Wahrheit Nr. 3: 700 Millionen Dollar Aktien-Vorrat liegen bereit

Genau für diese Lücke hat das Unternehmen vorgesorgt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wurde bei den Aufsichtsbehörden von British Columbia, Alberta und Ontario ein Basisprospekt über 700 Millionen kanadische Dollar eingereicht (Meldung vom 8. April 2026). Ein Basisprospekt ist eine Genehmigung auf Vorrat: Er erlaubt, über 25 Monate hinweg jederzeit Aktien, Optionsscheine, Anleihen, Zeichnungsscheine oder Anteilsbündel auszugeben, ohne den vollständigen Zulassungsweg erneut zu gehen.

„The Company has no immediate plans to issue securities under the base shelf prospectus, and may never issue any securities under the base shelf prospectus.“

Übersetzung: „Die Gesellschaft hat keine unmittelbaren Pläne, unter dem Basisprospekt Wertpapiere auszugeben, und wird unter dem Basisprospekt möglicherweise nie Wertpapiere ausgeben.“

— Southern Cross Gold Consolidated Ltd., Lagebericht zum 31. Mai 2026, Abschnitt Finanzierungen

Markierte Stelle aus dem Lagebericht: Basisprospekt über 700 Millionen Dollar, bislang nichts ausgegeben
Der Basisprospekt über 700 Millionen kanadische Dollar deckt Aktien, Optionsscheine, Anleihen, Zeichnungsscheine und Anteilsbündel ab und läuft 25 Monate. Zum Berichtsdatum 25. August 2026 war daraus nichts ausgegeben; das Unternehmen betont, es habe keine unmittelbaren Pläne und werde ihn womöglich nie nutzen. Quelle: Lagebericht zum 31. Mai 2026, Hervorhebung von uns. Klick auf das Bild öffnet die volle Auflösung.

Man muss diesen Satz zweimal lesen, weil er beides sagt. Der Prospekt ist bislang unbenutzt — das ist gut. Und er ist eingerichtet — das ist die Ansage. 700 Millionen kanadische Dollar entsprechen rund einem Fünftel des heutigen Börsenwerts. Verwässerung heißt für dich als Aktionär schlicht: Dein Stück vom Kuchen wird kleiner, weil mehr Leute am selben Kuchen mitessen. Ob und zu welchem Preis das passiert, ist die zentrale offene Frage dieses Investments — und sie wird nicht von der Geologie beantwortet, sondern vom Kapitalmarkt.

Unbequeme Wahrheit Nr. 4: Die Antimon-Geschichte hat sich preislich halbiert

Sunday Creek wird gern als Antwort des Westens auf Chinas Antimon-Exportkontrollen erzählt, und die Erzählung hat einen wahren Kern: Antimon ist ein kritischer Rohstoff für Munition, Halbleiter und Flammschutzmittel, und China hat im August 2024 Exportkontrollen angekündigt, die zum 15. September 2024 in Kraft traten.

Der Preis, um den es dabei geht, hat den Weg allerdings schon wieder zurückgelegt. Der Lagebericht nennt für den 7. August 2026 einen Spotpreis von 92.000 chinesischen Yuan je Tonne (rund 13.600 US-Dollar) — ein Minus von 43,2 Prozent seit Jahresbeginn und von 50,8 Prozent binnen zwölf Monaten. Vom Höchststand des Jahres 2025 bei rund 240.000 Yuan ist das gut ein Drittel. Das Unternehmen geht damit fair um: Es rechnet ausdrücklich damit, dass rund 80 Prozent des gewinnbaren Werts aus Gold stammen, und sieht Antimon als Zusatz, nicht als Fundament. Für dich heißt das: Die strategische Geschichte ist echt, aber sie steht auf einem Preis, der sich in einem Jahr halbiert hat.

Ein Detail lohnt dabei den zweiten Blick, weil es direkt in die Unzen-Zahl hineinwirkt. Das Explorationsziel wird in Goldäquivalent angegeben, und die dafür verwendete Formel — Gold in Gramm je Tonne plus 2,39 mal Antimon in Prozent — stammt aus der Berechnung der Nachbarmine Costerfield für das Jahr 2024. Sie unterstellt einen Goldpreis von 2.500 US-Dollar je Unze und einen Antimonpreis von 19.000 US-Dollar je Tonne. Beide Annahmen liegen heute daneben, und zwar in entgegengesetzte Richtungen: Gold notierte am 11. August 2026 bei rund 4.380 US-Dollar, Antimon am 7. August bei rund 13.600 US-Dollar. Der Umrechnungsfaktor gewichtet Antimon damit eher zu hoch und Gold eher zu niedrig. Das entwertet die Zahl nicht — die Formel ist offengelegt und branchenüblich —, aber es erinnert daran, dass schon das Explorationsziel selbst auf Preisannahmen steht, nicht nur auf Geologie.

Unbequeme Wahrheit Nr. 5: Ein Projekt, ein Segment, ein Land

Der Anhang zum Konzernabschluss ist an dieser Stelle unmissverständlich: Das Unternehmen betreibt ein einziges berichtspflichtiges Segment, nämlich die Exploration unerprobter Vorkommen. Von der Bilanzsumme von 275,6 Millionen kanadischen Dollar liegen 238,3 Millionen in Australien und 37,3 Millionen in Kanada — Letzteres im Wesentlichen die Kasse. Von den 119,6 Millionen aktivierten Explorationskosten entfallen 116,7 Millionen auf Sunday Creek und nur 2,9 Millionen auf Redcastle.

Dazu kommen Verpflichtungen, die selten jemand liest: Um die Lizenzen zu halten, muss das Unternehmen nach eigener Aufstellung 20.101.792 australische Dollar innerhalb eines Jahres und weitere 9.057.829 in den vier Jahren danach ausgeben. Das ist keine Bedrohung bei dieser Kassenlage, aber es ist auch keine Option: Wer die Mindestausgaben nicht leistet, riskiert die Lizenz. Und die Rückbauverpflichtung für die bereits gebaute Infrastruktur steht mit 1.553.313 kanadischen Dollar in der Bilanz, undiskontiert 2.078.330 australische Dollar, fällig nach heutiger Schätzung im Dezember 2031.

Bewertung: Was du je Unze zahlst, die noch keine Ressource ist

Jetzt rechnen wir zusammen. Zum 25. August 2026 waren 269.653.562 Aktien ausstehend, dazu 850.000 Optionen und 163.499 Aktienzusagen — die Verwässerung durch Mitarbeiterprogramme liegt also bei unter einem halben Prozent und ist an dieser Stelle vernachlässigbar.

Am 4. September 2026 schloss die Aktie in Toronto bei 12,05 kanadischen Dollar, in Sydney bei 12,27 australischen und am OTCQX bei 8,72 US-Dollar. Alle drei Kurse ergeben denselben Börsenwert: rund 3,25 Milliarden kanadische Dollar (das entspricht etwa 2,35 Milliarden US-Dollar). Zieht man die Kasse von 119,1 Millionen ab, bleibt ein Unternehmenswert von rund 3,13 Milliarden kanadischen Dollar. Das ist der Betrag, den die Börse für Sunday Creek und Redcastle bezahlt.

Teilt man ihn durch das Explorationsziel, ergibt sich die Zahl, um die es hier eigentlich geht:

  • Am oberen Ende des Ziels (4,6 Millionen Unzen Goldäquivalent): rund 680 kanadische Dollar je Unze.
  • Am unteren Ende (3,0 Millionen Unzen): rund 1.043 kanadische Dollar je Unze.

Zur Einordnung nennt der Lagebericht den Goldpreis zum Ende des Geschäftsjahres mit rund 4.540 US-Dollar je Unze (31. Mai 2026) und für den 11. August 2026 rund 4.380 US-Dollar — umgerechnet gut 6.060 kanadische Dollar. Der Markt zahlt für eine Unze, die noch keine Ressource ist, also grob elf bis siebzehn Prozent des Preises einer Unze, die man in der Hand halten kann — bevor auch nur ein Dollar für Abbau, Aufbereitung und Verhüttung ausgegeben wurde. Ob das viel oder wenig ist, hängt an genau einer Frage: Wie viel von dem konzeptionellen Ziel überlebt die Erstschätzung im ersten Quartal 2027?

Und ganz ehrlich: Dieser Maßstab hat eine eingebaute Schwäche, die man kennen muss. Bei einem Explorer mit Ressource teilt man den Unternehmenswert durch eine geprüfte Zahl. Hier teilen wir ihn durch eine Zahl, die das Unternehmen selbst als Annäherung kennzeichnet — und zwar durch eine Spanne, deren oberes Ende gut die Hälfte über dem unteren liegt. Der Wert je Unze sagt deshalb weniger darüber aus, ob die Aktie teuer ist, als darüber, wie viel Vertrauen im Kurs steckt: Vertrauen darauf, dass aus der Annäherung eine Schätzung wird und aus der Schätzung später abbaubares Erz.

Der zweite Maßstab fällt noch deutlicher aus. Das bilanzielle Eigenkapital betrug zum 31. Mai 2026 266,9 Millionen kanadische Dollar. Die Börse zahlt dafür gut das Zwölffache. Bei einem Unternehmen ohne Umsatz sagt das Kurs-Buchwert-Verhältnis wenig über Qualität aus — es sagt aber sehr genau, wie viel Vorschuss im Kurs steckt.

Wer den Vergleich mit einem anderen australischen Explorer sucht, bei dem die Unzen im Boden und das Geld in der Kasse ähnlich weit auseinanderliegen, findet ihn in unserer Analyse zu Strickland Metals. Ein klassisches Kurs-Gewinn-Verhältnis gibt es bei Southern Cross Gold nicht, weil es keinen Gewinn gibt; ein Kurs-Umsatz-Verhältnis gibt es nicht, weil es keinen Umsatz gibt. Beides ist hier kein Datenfehler, sondern die Sache selbst.

Chancen und Risiken auf einen Blick

Was für das Unternehmen spricht:

  • Die Bohrergebnisse sind außergewöhnlich. Zum 25. August 2026 lagen 278 Bohrlöcher über 134.534 Meter vor, darunter 96 Abschnitte mit über 100 Gramm Gold je Tonne (bis zu 3.511 Gramm über 0,7 Meter) und 110 Abschnitte mit über 10 Prozent Antimon (bis zu 47,5 Prozent über 0,6 Meter). Am 2. September 2026 kamen 0,6 Meter mit 972 Gramm Gold je Tonne dazu.
  • Die Bilanz ist schuldenfrei und liquide. 119,1 Millionen kanadische Dollar Kasse, 114,5 Millionen Netto-Umlaufvermögen, keine Finanzverbindlichkeiten, uneingeschränktes Testat ohne Fortführungshinweis (25. August 2026).
  • Der Genehmigungsweg funktioniert. Victoria hat den Arbeitsplan für die Explorationsrampe am 26. November 2025 genehmigt; die Rampe war Ende Juli 2026 bei 123,1 Metern, arbeitet seit Juli im 24-Stunden-Betrieb und soll bis Dezember 2026 rund 1.100 Meter erreichen.
  • Die Metallurgie ist geprüft. Testarbeiten der zweiten Stufe (August 2025) ergaben 92 bis 96 Prozent Goldausbringung und ein arsenarmes Antimon-Gold-Konzentrat — das ist bei antimonhaltigen Erzen keine Selbstverständlichkeit.
  • Die Aktie ist in den Indizes angekommen. Aufnahme in den S&P/ASX 300 und die FTSE-Russell-Global-Small-Cap-Indizes im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Juni bis August 2025), in den GDXJ und den FTSE Canada All Cap zum 20. März 2026 sowie in den S&P/TSX Composite am 22. Juni 2026 — das bringt institutionelle Nachfrage, die nicht von der nächsten Bohrmeldung abhängt.

Was dagegen spricht:

  • Es gibt keine Ressource und keine Reserve. Der gesamte Bilanzwert der Explorationsvermögenswerte von 119,6 Millionen kanadischen Dollar hängt daran, dass daraus einmal etwas wirtschaftlich Gewinnbares wird. Der Abschlussprüfer führt genau diese Beurteilung als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt.
  • Das Geld reicht bis zur Vorstudie, nicht bis zur Mine. Die Abflussrate steigt auf rund 25 Millionen kanadische Dollar je Quartal für zwei Quartale; für den Bau selbst ist keine Finanzierung beschrieben.
  • Der 700-Millionen-Basisprospekt steht bereit. Er ist unbenutzt, aber er ist da — und nach Lage der Dinge die naheliegende Quelle für Baukapital, solange keine andere Finanzierung beschrieben ist.
  • Alles hängt an einem Projekt. Ein Segment, ein Land, 116,7 der 119,6 Millionen aktivierten Kosten in Sunday Creek. Ein geologischer, behördlicher oder technischer Rückschlag hat kein Gegengewicht.
  • Der Antimonpreis hat sich halbiert (minus 50,8 Prozent binnen zwölf Monaten bis zum 7. August 2026), und der Goldpreis lag am Ende des Geschäftsjahres mit rund 4.540 US-Dollar zwar historisch hoch (rund 40 Prozent über dem Vorjahr), aber etwa ein Fünftel unter dem Rekord von rund 5.600 US-Dollar von Ende Januar 2026 — die Bewertung setzt beide Metallpreise auf der guten Seite voraus.
  • Der Handel am OTCQX ist dünn. Am 4. September 2026 wechselten dort 48.700 Aktien den Besitzer, gegenüber 231.375 in Toronto. Die Preisbildung findet in Toronto und Sydney statt; die Frankfurter Notierung ist eine Nebennotierung ohne eigene Preisbildung. Wer anderswo als an den beiden Heimatbörsen kauft, trägt Spanne und Währungsrisiko zusätzlich.

Ein menschliches Fazit

Erinnerst du dich an die Fertig-im-Kopf-Falle vom Anfang? Southern Cross Gold ist kein Fall von schönfärberischer Kommunikation. Im Gegenteil: Selten hat ein Unternehmen die Grenze zwischen dem, was es gefunden hat, und dem, was es noch nicht beweisen kann, so sauber gezogen. Der Pflichthinweis, dass die Erkundung für eine Ressourcenschätzung nicht ausreicht, steht in jedem Dokument. Die Abflussrate der nächsten Quartale steht ausgeschrieben da. Der Basisprospekt wird genannt, samt der Wahrheit, dass er womöglich nie gezogen wird.

Die Falle steht damit nicht im Bericht, sondern in unserem Kopf. Wir lesen „972 Gramm Gold je Tonne“ und ergänzen automatisch eine Mine, die noch niemand genehmigt, gerechnet oder bezahlt hat. Zwischen dem Bohrkern und dem ersten verkauften Barren liegen eine Ressourcenschätzung, eine Vorstudie, eine Machbarkeitsstudie, weitere Genehmigungen, ein Bauvertrag und mehrere hundert Millionen Dollar, die heute weder in der Kasse noch in einem Kreditvertrag stehen. Manche Explorer gehen diesen Weg zu Ende. Viele nicht.

Was Southern Cross Gold von den meisten unterscheidet, ist die Startposition: schuldenfrei, mit 119 Millionen in der Kasse, mit einem genehmigten Untertagezugang und mit 96 gemeldeten Bohrabschnitten über 100 Gramm Gold je Tonne. Was es mit allen teilt, ist der Rest des Wegs. Der nächste harte Prüfstein hat sogar ein Datum: das erste Quartal 2027, wenn aus dem konzeptionellen Ziel eine geschätzte Ressource werden soll — oder eben nicht.

Was du daraus machst, ist deine Entscheidung. Und das ist auch gut so.

Quellen und Datenstand

Datenstand: Unternehmenszahlen zum 31. Mai 2026 beziehungsweise zum jeweils genannten Stichtag; Kurs-, Börsenwert- und Umrechnungsangaben zum 4. September 2026 (1 US-Dollar = 1,3840 kanadische Dollar). Die Meldungsablage wurde zuletzt am 7. September 2026 geprüft; jüngste Meldung bleibt der 4. September 2026. Bilanzwährung ist der kanadische Dollar; Angaben in australischen und US-Dollar sind als solche gekennzeichnet.

Hinweis: Dieser Beitrag ist journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er enthält keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine Aufforderung zum Handel mit Wertpapieren. Aktien von Explorationsunternehmen ohne Umsatz sind besonders schwankungsanfällig; ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Eigene Positionen des Betreibers legen wir tagesaktuell offen; besteht eine, steht sie als Hinweis am Anfang dieser Analyse.

Die Kennzahlen im Überblick

Alle Geldbeträge in Millionen C$, Gewinn je Aktie wie berichtet.

Die Kennzahlen im Überblick
Kennzahl 2022 2023 2024 2025 2026
Umsatz 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Betriebsergebnis (EBIT) -3,3 -4,6 -5,9 -5,9 -9,9
Nettogewinn -3,9 -5,0 -6,7 -6,7 -5,5
Gewinn je Aktie -0,01 C$ -0,02 C$ -0,02 C$ -0,05 C$ -0,02 C$

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Unser Fazit auf einen Blick

Bilanz und Finanzkraft positiv
Zum 31. Mai 2026 standen 119.129.501 kanadische Dollar in der Kasse, das Netto-Umlaufvermögen betrug 114.497.878 kanadische Dollar, Finanzschulden gibt es keine. Der Prüfer D&H Group LLP hat am 25. August 2026 uneingeschränkt testiert, ohne Hinweis auf eine Unsicherheit zur Unternehmensfortführung.
Beleglage der Bohrergebnisse positiv
Zum 25. August 2026 lagen 278 Bohrlöcher über 134.534 Meter vor, darunter 96 Abschnitte mit über 100 Gramm Gold je Tonne und 110 Abschnitte mit über 10 Prozent Antimon. Die Metallurgie-Tests vom August 2025 ergaben 92 bis 96 Prozent Goldausbringung.
Nachweisstufe des Vorkommens negativ
Es gibt weder eine Mineralressource noch eine Reserve noch eine Wirtschaftlichkeitsstudie. Das Explorationsziel vom 4. August 2026 ist laut Pflichthinweis konzeptionell, und der Bilanzwert der aktivierten Explorationskosten von 119.617.908 kanadischen Dollar hängt vollständig daran, dass daraus wirtschaftlich Gewinnbares wird.
Mittelabfluss und Finanzierungsbedarf negativ
Der Lagebericht zum 31. Mai 2026 plant rund 25 Millionen kanadische Dollar Abfluss je Quartal für zwei Quartale, danach rund 10 Millionen. Finanziert ist damit der Weg bis zur Vorstudie im zweiten Quartal 2027 — nicht der Bau einer Mine. Ein Basisprospekt über 700 Millionen kanadische Dollar liegt seit dem 8. April 2026 bereit und war am 25. August 2026 unbenutzt.
Bewertung negativ
Bei 269.653.562 Aktien und 12,05 kanadischen Dollar Schlusskurs am 4. September 2026 kostet das Unternehmen rund 3,25 Milliarden kanadische Dollar. Nach Abzug der Kasse sind das rund 680 bis 1.043 kanadische Dollar je konzeptioneller Goldäquivalent-Unze und gut das Zwölffache des bilanziellen Eigenkapitals von 266,9 Millionen kanadischen Dollar.
Klumpenrisiko und Marktumfeld negativ
Ein Segment, ein Land, ein Projekt: 116,7 der 119,6 Millionen kanadischen Dollar aktivierten Kosten stecken in Sunday Creek. Der Antimon-Spotpreis lag am 7. August 2026 bei 92.000 chinesischen Yuan je Tonne, 50,8 Prozent unter dem Stand zwölf Monate zuvor; der Goldpreis lag mit rund 4.540 US-Dollar je Unze am 31. Mai 2026 rund 40 Prozent über dem Vorjahr, aber etwa ein Fünftel unter dem Rekord von rund 5.600 US-Dollar von Ende Januar 2026.

Southern Cross Gold bohrt seit Jahren außergewöhnliche Goldgehalte aus Sunday Creek — 278 Löcher, 134.534 Meter, 96 Abschnitte über 100 Gramm je Tonne zum 25. August 2026 — und steht mit 119,1 Millionen kanadischen Dollar schuldenfrei da. Was fehlt, benennt das Unternehmen selbst: keine Mineralressource, keine Reserve, keine Wirtschaftlichkeitsstudie und kein Umsatz. Die Börse zahlt dafür rund 3,25 Milliarden kanadische Dollar, also etwa 680 bis 1.043 kanadische Dollar je Unze eines ausdrücklich konzeptionellen Explorationsziels. Der nächste harte Prüfstein hat ein Datum: das erste Quartal 2027, wenn daraus eine geschätzte Ressource werden soll. Keine Anlageberatung.

Was unsere Einordnung bedeutet

Offene Fragen

Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.

Gelb steht hier nicht wegen des Kurses, obwohl er ambitioniert ist. Rot wäre falsch: Das Unternehmen ist schuldenfrei, hat 119,1 Millionen kanadische Dollar in der Kasse, ein uneingeschränktes Testat vom 25. August 2026 ohne Fortführungshinweis und nach eigener Planung Geld für deutlich mehr als vier Quartale. Grün wäre ebenso falsch, denn die entscheidende operative Frage ist unbeantwortet: Es existiert bis heute keine Mineralressource und keine Wirtschaftlichkeitsstudie. Der gesamte Unternehmenswert steht auf einem Explorationsziel, das nach den Regelwerken JORC und NI 43-101 ausdrücklich als konzeptionell zu kennzeichnen ist. Dazu kommen ein einziges Projekt ohne Gegengewicht, eine sich verdreifachende Abflussrate und ein Finanzierungsbedarf für den Minenbau, der weder beziffert noch gedeckt ist. Genau das beschreibt die gelbe Stufe: Das Geschäft ist grundsätzlich intakt und ordentlich geführt, aber sein Ergebnis hängt an einem einzelnen Ereignis — der Ressourcenschätzung im ersten Quartal 2027.

Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt auf Basis öffentlicher Quellen — keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Deine persönlichen Umstände (Anlageziele, Risikotragfähigkeit, Steuern) können dabei nicht berücksichtigt werden. Was unsere Stufen bedeuten, wie Urteile entstehen und welche Interessenkonflikte bestehen →

Bitte beachten

  • Aufhänger dieser Analyse war das US-OTCQX-Kürzel SXGCF, unter dem der Wert in deutschsprachigen Anlegerforen auftaucht; geführt wird die Firma bei uns unter ihrer Heimatnotierung SXGC an der Toronto Stock Exchange. Ein Treffer unseres hauseigenen Aktien-Scanners liegt nicht vor und kann nicht vorliegen: Das Unternehmen erzielt keinen Umsatz und keinen Gewinn und fällt damit durch jeden Qualitätsfilter.
  • Southern Cross Gold ist kein SEC-Meldeunternehmen. Alle Unternehmenszahlen stammen aus den kanadischen und australischen Pflichtdokumenten: Konzernabschluss und Lagebericht zum 31.05.2026 (ASX-Meldung 27.08.2026), Anhang 4G und Aktionärsinformationen zum 25.08.2026, Quartalsabschluss zum 28.02.2026 (13.04.2026) sowie den Meldungen vom 04.08., 02.09. und 04.09.2026.
  • Drei Währungen: Die Bilanz steht in kanadischen Dollar, die Lizenzverpflichtungen und die Rückbaurückstellung in australischen Dollar, die Kursangaben je nach Handelsplatz in kanadischen, australischen oder US-Dollar. Umgerechnet wurde nur, wo es der Vergleich verlangt — mit dem Wechselkurs vom 04.09.2026 (1 US-Dollar = 1,3840 kanadische Dollar).
  • Verwechslungsgefahr: Die Southern Cross Gold Pty Ltd. („SXG AUS“) war die australische Tochtergesellschaft; ihre restlichen Anteile übernahm die heutige Southern Cross Gold Consolidated Ltd. am 23.01.2025 gegen 125.041.031 eigene Aktien. Kurse aus der Zeit davor sind mit den heutigen nicht vergleichbar: Die Gesellschaft firmierte bis zum 10.01.2025 als Mawson Gold Limited und legte am selben Tag ihre Aktien im Verhältnis 1 zu 3,169432 zusammen.

Aktien-Wächter

Diese Analyse ist Stand 7. September 2026. Was sich seitdem bei SXGC.TO geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.

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Die komplette Analyse als PDF für später

Wir schicken Dir diese Analyse als PDF — zum Ausdrucken, Ablegen und in Ruhe Nachlesen. Und wir merken Dich zugleich kostenlos für den Aktien-Wächter zu Southern Cross Gold Consolidated Ltd. (SXGC.TO) vor: Damit erfährst Du, wenn sich an dieser Analyse etwas Wesentliches ändert.

Wir bestätigen Deine Adresse zuerst per Mail (Double-Opt-in). Du kannst Dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden.

Häufige Fragen

Das Unternehmen hält zu 100 Prozent das Gold-Antimon-Projekt Sunday Creek rund 60 Kilometer nördlich von Melbourne (16.900 Hektar Explorationslizenzen plus 2.296 Hektar eigenes Land, Stand 2. September 2026) sowie das ebenfalls vollständig eigene Projekt Redcastle mit 7.500 Hektar. Produktion gibt es nicht: Zum 31. Mai 2026 hatte die Gesellschaft weder Umsatz noch nachgewiesene Reserven.

Nein, und der Unterschied ist entscheidend. Ein Explorationsziel ist eine geologisch begründete Vermutung und muss nach den Regelwerken JORC und NI 43-101 ausdrücklich als konzeptionell gekennzeichnet werden. Eine Mineralressource ist eine belastbare Schätzung aus ausreichender Bohrdichte, eine Reserve der wirtschaftlich abbaubare Teil davon. Southern Cross Gold hat bislang nur das Explorationsziel; die Erstschätzung der Ressource ist für das erste Quartal 2027 angekündigt.

Weil Southern Cross Gold kein US-Meldeunternehmen ist. Die Gesellschaft ist in British Columbia gegründet, notiert an der Toronto Stock Exchange und der ASX und berichtet nach kanadischem Recht (National Instrument 51-102): geprüfter Jahresabschluss mit Lagebericht sowie Quartalsabschlüsse mit Lagebericht, veröffentlicht über SEDAR+ und die ASX. Bei der SEC liegen unter der Kennnummer 0001622629 nur Form-D-Anzeigen ohne Zahlenwerk.

Das ist ein Erbe der Vorgängergesellschaft Mawson Gold Limited und in Kanada zulässig. Praktisch heißt es: Das Geschäftsjahr 2026 umfasst den 1. Juni 2025 bis zum 31. Mai 2026, die Quartalsstichtage sind der 31. August, 30. November und 28. beziehungsweise 29. Februar. Wer Zahlen mit anderen Bergbaugesellschaften vergleicht, muss diese Verschiebung mitrechnen.

Es ist dieselbe Aktie an vier Handelsplätzen. SXGC ist die Notierung an der Toronto Stock Exchange und die Heimatbörse, SX2 die australische Notierung über Hinterlegungsscheine (CHESS Depositary Interests), SXGCF das Kürzel am US-Markt OTCQX und MV3 die Frankfurter Notierung. Der OTCQX ist keine regulierte US-Börse; die Preisbildung findet in Toronto und Sydney statt.

Zum 31. Mai 2026 lagen 119,1 Millionen kanadische Dollar in der Kasse, ohne Finanzschulden. Das Management plant rund 25 Millionen Abfluss je Quartal für zwei Quartale und danach rund 10 Millionen. Nach eigener Aussage reicht das bis zur Erstschätzung der Ressource (erstes Quartal 2027) und bis zur Vorstudie (zweites Quartal 2027) — ausdrücklich nicht bis zum Bau einer Mine.

Goldäquivalent rechnet den Antimongehalt in Gold um, damit beide Metalle in einer Zahl stehen. Southern Cross Gold verwendet dafür die Formel Goldäquivalent gleich Gold in Gramm je Tonne plus 2,39 mal Antimon in Prozent. Sie stammt aus der Berechnung der benachbarten Costerfield-Mine für 2024 und unterstellt einen Goldpreis von 2.500 US-Dollar je Unze, einen Antimonpreis von 19.000 US-Dollar je Tonne sowie Ausbringungen von 91 und 92 Prozent.

Zum 25. August 2026 nennt das Unternehmen genau einen Aktionär mit fünf Prozent oder mehr: Darren J Morcombe mit 31.368.201 Aktien beziehungsweise 11,64 Prozent. Von den 269.653.562 Aktien liegen 156.003.428 als australische Hinterlegungsscheine vor, gehalten von 3.297 Depotinhabern; eingetragene Aktionäre gibt es nur 38, weil der Rest über Sammelverwahrer gehalten wird.

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