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Kauftag heute: Gut (58 ↗) Gemischte Marktbreite · Breite steigend (+4 zum 10-Tage-Schnitt) · kein Makro-Großtermin
BY

Byline Bancorp Inc

Financial Services · Banks - Regional · börsennotiert seit 2017

37,60$ -0,3 % zum Vortag ≈ 33,50 € (umgerechnet) · Stand: 06.10.2026 Schlusskurs · Stand: 5. Okt 2026
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Einordnung

Unsere Einordnung

Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt — sie beurteilt das Unternehmen, nicht den Einstiegszeitpunkt. Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.

Qualität belegt Ziele still kassiert

Geschäftsmodell, Zahlen und Bilanz halten unserer Prüfung stand. Ob der aktuelle Kurs einen Einstieg trägt, ist eine eigene Frage — sie hängt am Preis, nicht am Unternehmen.

Warum diese Farbe

Das Geschäft trägt sich nachweislich selbst und es gibt keinen Substanzbefund. Der Nettogewinn stieg 2023, 2024 und 2025 durchgehend (107,9 → 120,8 → 130,1 Mio. US-Dollar) und lag im ersten Halbjahr 2026 mit 77,8 Millionen deutlich über dem Vorjahreszeitraum; die Kreditqualität ist mit 0,92 Prozent notleidenden Krediten und 0,24 Prozent Netto-Ausfällen (30.06.2026) besser als bei vielen Wettbewerbern, die Risikovorsorge deckt 1,48 Prozent des Kreditbuchs, und die Kapitaldecke ist mit einer harten Kernkapitalquote von 12,92 Prozent und einem materiellen Eigenkapital von 11,36 Prozent der Bilanzsumme ausgesprochen dick. Für Rot fehlt jeder Befund: kein Hinweis auf Zweifel an der Fortführung, kein Bilanz- oder Governance-Bruch, keine existenzielle Abhängigkeit von einer einzelnen Gegenpartei. Für Gelb wäre die zwei Jahre lang fallende Rendite auf das materielle Eigenkapital der Kandidat gewesen — sie ist aber keine operative Schwäche, sondern die Folge eines bewussten Kapitalaufbaus, und zwei Quartale 2026 zeigen sie wieder steigend. Was offen bleibt, ist eine Frage der Kapitalverwendung und des Preises, nicht der Qualität: ob das gehortete Kapital je eine gut bezahlte sechste Übernahme wird — und ob man beim 1,5-Fachen des materiellen Buchwerts nahe dem Jahreshoch einsteigen will. Das Kleingedruckte der Staatsgarantie und die 805,9 Millionen US-Dollar Übernahmekredite bleiben Risiken, die man kennen muss; belegte Schäden daraus gibt es bislang keine. Die Entscheidung liegt bei Dir.

Woran sich die These entscheidet

Einschätzung: Chancen & Risiken

Byline Bancorp ist eine gut geführte Bank mit drei sehr guten Siegeln, und alle drei lohnen den zweiten Blick. „Rekordgewinn“ stimmt — 130,1 Millionen US-Dollar im Jahr 2025, saubere Kreditqualität, eine Zinsmarge von 4,22 Prozent, die die meisten Regionalbanken nicht erreichen —, aber die Rendite auf das materielle Eigenkapital dahinter fiel zwei Jahre lang, von 16,46 auf 13,47 Prozent, weil Kapital für die nächste Übernahme gestapelt wird; erst das erste Halbjahr 2026 drehte sie auf 14,47 Prozent. „Staatlich garantiert“ stimmt und ist bedingt: Die SBA kann Verluste aus technischen Mängeln zurückfordern, und dagegen hält die Bank keine Rückstellungen. Und das Lieblingssiegel des Marktes, die SBA-Prämien-Story, ist schlicht falsch — diese Gewinne sind 5,1 Prozent des Ertrags und schrumpfen, während der echte Beitrag des Staates in einer Kreditrendite von 7,07 Prozent versteckt liegt. Beim rund 1,5-Fachen des materiellen Buchwerts sagt der Preis, dass die Renditen halten; die Berichte sagen, dass sie fielen und gerade erst wieder steigen. Keine Anlageberatung.

Geschäftsmodell & Marktstellung

Eine Chicagoer Geschäftsbank mit echter Spezialität: einer der aktivsten SBA-/USDA-Kreditgeber der USA (533,0 Mio. US-$ in der eigenen Bilanz, 1,6 Mrd. für Dritte verwaltet), was die Kreditrendite auf 7,07 Prozent und die Zinsmarge auf 4,22 Prozent hebt — weit über den rund 3 Prozent einer typischen Regionalbank. 86,3 Prozent des Ertrags 2025 sind wiederkehrender Zinsüberschuss, keine Einmalgewinne (Geschäftsbericht 10-K 2025).

Ertragsqualität & Effizienz

Rekordgewinn von 130,1 Mio. US-$ im Jahr 2025 (+7,7 Prozent), Gesamtkapitalrendite 1,36 Prozent, Aufwand-Ertrag-Quote 51,83 Prozent — und das erste Halbjahr 2026 war noch besser: 37,6 und 40,2 Mio. US-$ Nettogewinn, Aufwand-Ertrag-Quote erstmals unter 50 und zuletzt 46,93 Prozent (bereinigt 46,51, bester Wert seit dem Börsengang). Die viel gefürchtete Abhängigkeit von der SBA-Prämie ist in der Gebührenzeile nicht sichtbar: Diese Gewinne fielen 2025 um 7,4 Prozent auf 22,7 Mio., während der Gewinn stieg.

Kapitalrendite

Die Rendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital fiel zwei Jahre in Folge — 16,46 Prozent (2023), 14,85 Prozent (2024), 13,47 Prozent (2025) — und die Eigenkapitalrendite von 12,50 auf 10,86 Prozent, weil die harte Kernkapitalquote von 10,35 auf 12,33 Prozent hochgefahren wurde. Das Kapital wird für Übernahmen gehortet, die noch nicht stattgefunden haben; die Kosten tragen die Aktionäre heute. Zwei Quartale 2026 (13,77 und 14,47 Prozent) belegen die Wende, das Polster wuchs dabei aber weiter auf 12,92 Prozent.

Kreditqualität & Bilanz

Die Kreditqualität bricht nicht, wo sie brechen sollte: notleidende Kredite 0,95 Prozent, Netto-Ausfälle fallend auf 0,39 Prozent, Risikovorsorge 1,45 Prozent der Kredite, Büroimmobilien nur 9,2 Prozent des Gewerbeimmobilien-Buchs und schrumpfend (31.12.2025); im zweiten Quartal 2026 lagen die Ausfälle bei 0,24 Prozent. Das Kapital ist stark (harte Kernkapitalquote 12,92 Prozent, materielles Eigenkapital 11,36 Prozent der Bilanzsumme zum 30.06.2026), der materielle Buchwert je Aktie stieg von 17,98 US-$ (2023) auf 24,48 (30.06.2026).

Strukturelle Risiken

Das beste Geschäft hat einen stillen Teilhaber: Die SBA kann Verluste aus „erheblichen technischen Mängeln“ zurückfordern, und die Bank hält dafür keine Rückstellungen; Status als bevorzugter Kreditgeber, Programmregeln und Volumengrenzen liegen beim Bund. Dazu: 181,9 Mio. US-$ Firmenwert (14,3 Prozent des Eigenkapitals) aus fünf Übernahmen, kostenlose Einlagen von 26,56 auf 23,21 Prozent geschrumpft, Kredite bei 98,37 Prozent der Einlagen (2025), 2,7 Mrd. ungesicherte Einlagen, ein einziger Ballungsraum — und 805,9 Mio. US-$ fremdfinanzierte Sponsor-Finance-Kredite mitten in einer Nachbarschaftsbank.

Bewertung & Signale

Rund 1,7 Mrd. US-$ Börsenwert — etwa das 13-Fache des Gewinns von 2025, rund das 1,5-Fache des materiellen Buchwerts und das 11,4-Fache der Schätzung für 2026 — nach 45 Prozent Kursgewinn in zwölf Monaten, die die Aktie bis auf 0,3 Prozent an ihr Jahreshoch führten. Sechs Analysten setzen im Mittel 38,60 US-Dollar, rund drei Prozent über dem Julikurs: ein Achselzucken, kein Auslöser. Dagegen: 4 Insiderkäufe gegen 2 Verkäufe und eine um 16,7 Prozent auf 0,14 US-$ je Quartal erhöhte Dividende (Datenstand 16. Juli 2026 bzw. Quartalsmitteilung vom 23. Juli 2026).

Zu beachten

BY kam über den Reddit-Hype-Scanner auf unsere Rechercheliste (ApeWisdom, 3 Erwähnungen in 24 Stunden, Stand 16. Juli 2026) — die Stille ist der Punkt: 45 Prozent Kursgewinn in zwölf Monaten ohne jedes Forumsinteresse.

Unser hauseigener Aktien-Scanner ist auf Industriefirmen geeicht und bewertet eine Bank bauartbedingt schlecht: BY erscheint in genau 1 unserer Listen (KCF-Ranking, Kurs-Cashflow-Verhältnis 9,9), während die Felder Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis und Verschuldungsgrad für diese Zeile keinen Wert liefern. Für Banken sind diese Kennzahlen ohnehin Rauschen — Einlagen sind Rohstoff, keine Schulden —, weshalb dieselben Filter für Wintrust einen Verschuldungsgrad von 0,59 und für JPMorgan 4,12 melden. Alle bankspezifischen Zahlen dieser Analyse stammen aus den SEC-Berichten, nicht aus dem Scanner. Die Listen werden täglich neu berechnet.

Zeitliche Einordnung: Jüngster Periodenbericht ist der Quartalsbericht (10-Q) zum 31. März 2026, eingereicht am 1. Mai 2026. Die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 stammen aus der Pflichtmitteilung (8-K) vom 23. Juli 2026 und sind ungeprüft; der zugehörige 10-Q lag am 28. Juli 2026 noch nicht vor. Kurs- und Bewertungsangaben sind datiert (rund 37,48 US-Dollar am 15. Juli 2026; Börsenwert rund 1,7 Milliarden, Scanner- und Schätzdaten Stand 16. Juli 2026); Analysen sind evergreen, Tageskurse sind kein Kaufargument.

Nicht ausgewertet, weil ohne Wirkung auf das Bild: die Pflichtmitteilung (8-K) vom 22. Mai 2026 über die Verlängerung einer Kreditlinie von 15,0 Millionen US-Dollar bei CIBC Bank USA bis 23. Mai 2027 — das sind 0,15 Prozent der Bilanzsumme.

Aktien-Wächter

Diese Analyse ist Stand 26. August 2026. Was sich seitdem bei BY geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.

Später 0,99 € im Monat je Aktie — die Vormerkung ist kostenlos, und als Vormerker erfährst Du als Erster vom Start.

Kursverlauf

Chart

Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).

52-Wochen-Spanne: 25,70 $ bis 39,80 $ · Letzter Kurs: 37,60 $ (Stand: 5. Oktober 2026)

Kennzahlen

Kennzahlen im Überblick

Alle Kennzahlen dieser Aktie, nach Themen sortiert. Das Fragezeichen an einer Beschriftung erklärt, was die Zahl bedeutet.

Basis

Marktkapitalisierung ?Der Börsenwert des ganzen Unternehmens: Aktienkurs mal Zahl aller Aktien. 1,7Mrd. $
Aktien im Umlauf ?Zahl aller ausgegebenen Aktien. Kurs mal Aktienzahl ergibt die Marktkapitalisierung. 45Mio.
Streubesitz ?Anteil der Aktien, der frei an der Börse handelbar ist — also nicht fest in den Händen von Gründern, Insidern oder Großaktionären liegt. 71,8%
Beta ?Schwankungsmaß im Vergleich zum Gesamtmarkt: 1 = schwankt wie der Markt, 2 = doppelt so stark, unter 1 = ruhiger als der Markt. 0,7

Performance

Perf. 1M ?Kursentwicklung des letzten Monats. 13,50%
Perf. 3M ?Kursentwicklung der letzten 3 Monate. 22,50%
Perf. 6M ?Kursentwicklung der letzten 6 Monate. 27,00%
Jahresperformance (%) ?Kursentwicklung seit Jahresbeginn (Year to Date). 24,40%
Abstand 52-Wochen-Hoch ?Wie weit der Kurs unter seinem höchsten Stand der letzten 52 Wochen notiert. 0 % heißt: Die Aktie steht auf ihrem Jahreshoch. -0,3%
Perf. 1J ?Kursentwicklung der letzten 12 Monate. 38,21%
Perf. 3J ?Kursentwicklung der letzten 3 Jahre. 101,43%
Perf. 5J ?Kursentwicklung der letzten 5 Jahre. 61,09%
Perf. seit Beginn ?Kursentwicklung seit dem ersten verfügbaren Handelstag (29.06.2017) — bei vollständiger Historie also seit dem Börsengang. 118,34%

Technische Kennwerte

GD 38 Tage ?Gleitender Durchschnitt der letzten 38 Handelstage: der geglättete Kursverlauf. Notiert der Kurs darüber, zeigt das kurzfristige Stärke. 38,00$
GD 50 Tage ?Gleitender Durchschnitt der letzten 50 Handelstage — die meistbeachtete mittelfristige Trendlinie. 38,30$
GD 200 Tage ?Gleitender Durchschnitt der letzten 200 Handelstage — die Trennlinie zwischen langfristigem Aufwärts- und Abwärtstrend. 34,30$
RSI (14) ?Relative-Stärke-Index über 14 Tage, Skala 0 bis 100: über 70 gilt als überkauft, unter 30 als überverkauft. Ein Hinweis zum Zeitpunkt, kein Urteil über das Unternehmen. 49,4
Volatilität 30 Tage ?Schwankungsbreite der letzten 30 Handelstage, auf ein Jahr hochgerechnet. Je höher der Wert, desto stärker schwankt der Kurs. 13,6%
Volatilität 250 Tage ?Schwankungsbreite der letzten 250 Handelstage (rund ein Börsenjahr), auf ein Jahr hochgerechnet. 22,1%

Aus der Kurshistorie berechnet · Stand: 06.10.2026

Bewertung

KGV ?Kurs-Gewinn-Verhältnis: Wie viele Jahresgewinne kostet die Aktie? Je niedriger, desto günstiger bewertet. Ohne Gewinn gibt es kein KGV. –
KGV (erwartet) ?KGV auf Basis des für die nächsten 12 Monate erwarteten Gewinns statt des vergangenen — die Wette der Analysten auf die Zukunft. 9,6
PEG ?KGV geteilt durch das erwartete Gewinnwachstum: setzt die Bewertung ins Verhältnis zum Wachstum. Um 1 gilt als fair, deutlich darüber als teuer. –
KBV ?Kurs-Buchwert-Verhältnis: Börsenwert im Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital. –
KUV ?Kurs-Umsatz-Verhältnis: Börsenwert geteilt durch Jahresumsatz. Wichtig bei Firmen, die (noch) keinen Gewinn machen. –
EV/EBITDA ?Unternehmenswert inklusive Schulden (EV) im Verhältnis zum operativen Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) — vergleichbarer als das KGV, weil Schulden mitzählen. Extreme Werte entstehen, wenn das EBITDA nahe null liegt. 0,0
Kurs/FCF ?Börsenwert geteilt durch den freien Cashflow: Wie viele Jahre frei verfügbares Geld kostet die Aktie? Ehrlicher als das KGV, weil Cashflow schwerer zu schönen ist. 10,5

Rentabilität

Bruttomarge ?Bruttomarge: Was vom Umsatz übrig bleibt, nachdem nur die direkten Herstellkosten abgezogen sind — die Preissetzungsmacht des Produkts. 100,0%
EBIT-Marge ?EBIT-Marge: operativer Gewinn in Prozent vom Umsatz — die Ertragskraft des Kerngeschäfts vor Zinsen und Steuern. –
Nettomarge ?Nettomarge: Was vom Umsatz nach ALLEN Kosten, Zinsen und Steuern als Gewinn übrig bleibt. 34,4%
Eigenkapitalrendite ?Eigenkapitalrendite: Wie viel Gewinn erwirtschaftet das Unternehmen pro Jahr auf das Eigenkapital der Aktionäre? 11,6%
Gesamtkapitalrendite ?Gesamtkapitalrendite: Wie viel Gewinn das Unternehmen aus seinem gesamten Vermögen (Eigen- und Fremdkapital) herausholt. 1,5%

Bilanz & Sicherheit

Eigenkapitalquote ?Eigenkapitalquote: Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Je höher, desto krisenfester die Bilanz. –
Verschuldung/EK ?Verschuldungsgrad: Finanzschulden geteilt durch Eigenkapital. Werte unter 1 gelten meist als solide, negative Werte bedeuten negatives Eigenkapital. –
Altman Z″ ?Insolvenz-Frühwarnsystem von Edward Altman. Wir rechnen die Z″-Variante aus vier Bilanzkennzahlen — sie ist für Dienstleister und Nicht-Produzenten gemacht und nimmt den Buchwert statt des Börsenwerts. Auf dieser Skala gilt: unter 1,1 = Gefahrenzone, ab 2,6 = sichere Zone, dazwischen ein Graubereich. Weil das klassische Altman-Z anders gerechnet wird, sind die beiden Zahlen nicht direkt vergleichbar. Für Banken, Versicherer und Immobilienwerte passt die Formel nicht. 4,56
Piotroski ?Bilanz-Gesundheitscheck nach Joseph Piotroski: 9 Ja/Nein-Kriterien zu Gewinn, Cashflow, Verschuldung und Effizienz. Ab 7 sehr solide, unter 3 ein Warnsignal. 7 von 9

Wachstum

Umsatzwachstum letztes Quartal ?Umsatzwachstum des zuletzt berichteten Quartals gegenüber demselben Quartal des Vorjahres (YoY). 13,80%
GpA-Wachstum letztes Quartal ?Wachstum des Gewinns pro Aktie im zuletzt berichteten Quartal gegenüber demselben Quartal des Vorjahres (YoY). 29,70%
Umsatzwachstum (Jahr) ?Umsatzwachstum des letzten Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr. 1,30%
Umsatzwachstum (erwartet) ?Von Analysten erwartetes Umsatzwachstum für die nächsten 12 Monate — eine Schätzung, keine Garantie. 4,06%
GpA-Wachstum (erwartet) ?Von Analysten erwartetes Wachstum des Gewinns pro Aktie für die nächsten 12 Monate — eine Schätzung, keine Garantie. 3,40%

Dividende

Dividendenrendite ?Jahresdividende geteilt durch den aktuellen Kurs: Wie viel Prozent des Einsatzes jährlich als Ausschüttung zurückfließen. 1,50%
Dividende je Aktie (12 Mon.) ?Summe der in den letzten 12 Monaten gezahlten Dividenden je Aktie. 0,48$
Ausschüttungsquote ?Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgeschüttet wird. Über 100 % heißt: Die Firma zahlt mehr aus, als sie verdient — auf Dauer nicht haltbar. 14,4%
Jahre ohne Kürzung ?So viele Jahre in Folge wurde die Dividende nicht gesenkt — ein Maß für Verlässlichkeit. 6Jahre
Anhebungs-Serie ?So viele Jahre in Folge wurde die Dividende erhöht — die Königsdisziplin der Dividendenzahler. 1Jahre

Qualität & Screener

Stage ?Weinstein-Phasen 1 bis 4: 1 = Bodenbildung, 2 = Aufwärtstrend (die einzige Kaufphase), 3 = Topbildung, 4 = Abwärtstrend. Gemessen an der 30-Wochen-Linie. 2
RS-Rating ?Relative Stärke von 1 bis 99: RS 95 heißt, die Aktie ist stärker gestiegen als 95 % aller Aktien. 69
GpA-Rating ?Gewinn-Wachstums-Rating von 1 bis 99 im Vergleich zu allen Aktien — hohe Werte stehen für überdurchschnittliches Gewinnwachstum. 71
Fundamental Rating ?Unser hauseigenes Fundamental-Rating: 0 bis 100 Punkte mit Schulnote A+ bis F. 50 Punkte sind der Durchschnitt aller Aktien im Universum, 100 der Bestwert. Bewertet werden Wachstum, Gewinn-Überraschungen, Analystenschätzungen, Margen, Cashflow und Bilanzsicherheit — jede Aktie im Perzentil-Vergleich gegen alle anderen. Ränge: A+ ab 95, A ab 75, B ab 55, C ab 45, D ab 25, E ab 5, F darunter. B (63 von 100)

Vergleich

Branchenvergleich

Die Aktie neben den größten Unternehmen derselben Gruppe. Die Median-Zeile ist der mittlere Wert der oben gezeigten Unternehmen — nicht der ganzen Branche.

Branche: Banks - Regional

Branchenvergleich
Unternehmen Marktkap. (Mrd. $) KGV EV/EBITDA Bruttomarge % EBIT-Marge % Umsatzwachstum (Jahr) % Perf. 1J %
Byline Bancorp Inc BY 1,7 – 0,0 100,0 – 1,3 38,2
Mizuho Financial Group Inc. MFG 134,5 17,3 0,0 100,0 46,7 10,4 70,6
HDFC Bank Limited HDB 113,4 15,3 0,0 100,0 33,3 24,3 -31,2
Itau Unibanco Banco Holding SA ITUB 109,1 11,9 0,0 100,0 39,1 18,0 34,4
ICICI Bank Limited IBN 99,6 17,2 0,0 100,0 38,5 6,0 -9,7
U.S. Bancorp USB 88,0 12,2 0,0 100,0 37,8 0,4 24,7
PNC Financial Services Group Inc PNC 87,7 13,0 0,0 100,0 36,7 -7,0 15,2
Nu Holdings Ltd NU 74,1 24,0 0,0 100,0 48,2 43,0 -11,8
Deutsche Bank AG DB 65,8 9,2 0,0 100,0 33,4 -8,3 5,6
Median der gezeigten Unternehmen 88,0 14,1 0,0 100,0 38,2 6,0 15,2

Grundlage sind die zuletzt gemeldeten Kennzahlen. Nebeneinander stehen nur Titel desselben Handelsplatzes, damit die Marktkapitalisierungen in derselben Währung gerechnet sind. Im Chart vergleichen →

Geschäftsjahre

Jahreszahlen

Geschäftsjahre aus den geprüften Jahresabschlüssen, ältestes zuerst. EBIT ist der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern; die Bilanzsumme ist das gesamte Vermögen des Unternehmens.

Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Geschäftsjahr Mio. $

Umsatz Betriebsergebnis Gewinn

2016 · Umsatz: 121 Mio. $ 2016 · Betriebsergebnis: 5 Mio. $ 2016 · Gewinn: 67 Mio. $ 2017 · Umsatz: 182 Mio. $ 2017 · Betriebsergebnis: 41 Mio. $ 2017 · Gewinn: 22 Mio. $ 2018 · Umsatz: 250 Mio. $ 2018 · Betriebsergebnis: 55 Mio. $ 2018 · Gewinn: 41 Mio. $ 2019 · Umsatz: 312 Mio. $ 2019 · Betriebsergebnis: 77 Mio. $ 2019 · Gewinn: 57 Mio. $ 2020 · Umsatz: 294 Mio. $ 2020 · Betriebsergebnis: 52 Mio. $ 2020 · Gewinn: 37 Mio. $ 2021 · Umsatz: 316 Mio. $ 2021 · Betriebsergebnis: 124 Mio. $ 2021 · Gewinn: 93 Mio. $ 2022 · Umsatz: 356 Mio. $ 2022 · Betriebsergebnis: 115 Mio. $ 2022 · Gewinn: 88 Mio. $ 2023 · Umsatz: 479 Mio. $ 2023 · Betriebsergebnis: 146 Mio. $ 2023 · Gewinn: 108 Mio. $ 2024 · Umsatz: 621 Mio. $ 2024 · Betriebsergebnis: 161 Mio. $ 2024 · Gewinn: 121 Mio. $ 2025 · Umsatz: 629 Mio. $ 2025 · Betriebsergebnis: 183 Mio. $ 2025 · Gewinn: 130 Mio. $
2016201720182019202020212022202320242025
Jahreszahlen
Geschäftsjahr Umsatz (Mio. $) EBIT (Mio. $) Nettogewinn (Mio. $) GpA ($) Operativer Cashflow (Mio. $) Eigenkapital (Mio. $) Bilanzsumme (Mio. $)
2016 121 5 67 2,66 4 383 3.296
2017 182 41 22 0,79 27 459 3.366
2018 250 55 41 1,20 80 651 4.943
2019 312 77 57 1,50 29 750 5.522
2020 294 52 37 0,98 109 805 6.391
2021 316 124 93 2,42 74 836 6.696
2022 356 115 88 2,35 220 766 7.363
2023 479 146 108 2,67 166 990 8.882
2024 621 161 121 2,75 175 1.092 9.497
2025 629 183 130 2,86 140 1.268 9.653

Quartale

Quartalszahlen

Jede Säule ist ein Quartal, die letzte ist die aktuellste. Über den Umschalter lassen sich die einzelnen Größen durchsehen.

Gewinn & Umsatz

Cashflow

Bilanz

Margen

Je Aktie

Chart anklicken oder mit Tab anspringen, dann mit ← und → durch die Perioden gehen.

Diese Kennzahl berichtet keine der ausgewählten Aktien. Wähle eine andere Kennzahl oder wechsle zwischen Jahr und Quartal.

Die Firmen berichten in verschiedenen Währungen — für einen fairen Vergleich „Indexiert“ einschalten oder eine Marge wählen.

Die Zahlen konnten gerade nicht geladen werden.

Umsatz je Quartal (Mio. $)
2024: Q4 · 154,4 Mio. $ Q4 2025: Q1 · 148,8 Mio. $ Q1 2025: Q2 · 158,1 Mio. $ Q2 2025: Q3 · 162,6 Mio. $ Q3 2025: Q4 · 159,9 Mio. $ Q4 2026: Q1 · 153,4 Mio. $ Q1

Quelle: Fundamentaldaten

Quartalszahlen
Quartal GpA (Gewinn pro Aktie) GpA YoY (%) Umsatz (Mio. $) Umsatz YoY (%) Nettomarge (%) OCF (Mio. $) FCF (Mio. $)
2024: Q4 0,69 0,90 154 3,40 19,60 53 51
2025: Q1 0,64 -8,40 149 -2,80 19,00 27 25
2025: Q2 0,68 0,10 158 2,90 19,00 16 15
2025: Q3 0,82 18,90 163 1,60 22,90 38 38
2025: Q4 0,76 10,70 160 3,60 21,60 59 58
2026: Q1 0,83 29,70 153 3,00 24,50 55 54
2026: Q2 0,90 32,40 – – – 14 13

Was bedeuten diese Begriffe?

GpA (Gewinn pro Aktie):
Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
YoY (Year over Year):
Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
Umsatz:
Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Nettomarge:
Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
OCF (operativer Cashflow):
Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
FCF (freier Cashflow):
Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.

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Prognose

Analysten & Kursziel

Sammelbild der Kursziele und Empfehlungen aller Analysten, die den Titel begleiten. Kursziele sind Erwartungen für die nächsten 12 Monate, keine Zusagen — und sie folgen dem Kurs oft, statt ihn vorherzusagen.

Konsens Verkaufen 1 = Starker Kauf … 5 = Starker Verkauf
Analysten-Einschätzungen 6
Kursziel (Durchschnitt) 43,20$
Abstand zum Kurs 14,9% Das Kursziel liegt 14,9 % über dem Kurs.

Verteilung der Empfehlungen

Starker Kauf 2
Kaufen 1
Halten 3
Verkaufen 0
Starker Verkauf 0

Schätzungen je Geschäftsjahr

Schätzungen je Geschäftsjahr
Geschäftsjahr GpA erwartet ($) GpA-Spanne ($) Umsatz erwartet (Mio. $) Wachstum erwartet Analysten
31.12.2026 3,39 3,38 – 3,41 466 13,1 % 5
31.12.2027 3,43 3,34 – 3,50 481 1,1 % 6

Durchschnitt der Analystenschätzungen für die kommenden Geschäftsjahre. Die Spanne zeigt, wie weit optimistischste und vorsichtigste Schätzung auseinanderliegen — je breiter, desto unsicherer die Erwartung.

Bewertung

Was preist der Kurs ein?

Statt zu schätzen, was die Aktie wert ist, drehen wir die Frage um: Welches Wachstum des freien Cashflows muss eintreten, damit der heutige Börsenwert aufgeht? Die Annahmen dahinter lassen sich verschieben.

Der aktuelle Börsenwert unterstellt rund -1,2 % Wachstum des freien Cashflows pro Jahr über zehn Jahre (Annahmen: Diskontsatz 10,0 %, Terminalwachstum 2,5 %).

Was preist der Kurs ein?
Freier Cashflow (letzte zwölf Monate) 163,3 Mio. $
Marktkapitalisierung 1,71 Mrd. $
Freier Cashflow im zehnten Jahr 144,5 Mio. $
Anteil des Endwerts am Börsenwert 44,5 %

Zum Vergleich: In den vergangenen fünf Jahren wuchs der freie Cashflow um 5,3 % pro Jahr.

Sie zeigt, welche Annahme im heutigen Kurs steckt — nicht, ob sie eintritt. Alle Annahmen sind über die Regler veränderbar; die Zahlen ändern sich mit ihnen.

Vereinfachte Modellrechnung, keine Prognose und keine Empfehlung.

KI-Einstufung

KI-Einstufung

Bedroht

Der 10-K 2025 führt einen eigenen, überschriebenen Risikofaktor „AI and our ability to implement and leverage AI to deliver new products and services to our customers present competitive risks“ — KI wird dort konkret als Wettbewerbsrisiko für das eigene Bankmodell benannt: Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit hängen laut Filing davon ab, ob Byline die Technologie adaptiert, und ein Versäumnis könne einen „material adverse effect“ haben. Zweiter konkreter Bezug: Der Cyber-Risikofaktor führt die zunehmende Nutzung von KI-Technologien ausdrücklich als Verstärker der bereits gestiegenen Betrugs- und Sicherheitsvorfälle an, die die Bank nach eigener Aussage schon erlebt. Das ist keine Boilerplate-Floskel, sondern ein auf das eigene Geschäftsmodell bezogener Doppelbefund (Wettbewerb + Betrug). Eine KI-Umsatzquelle weisen die Filings nicht aus; operativer KI-Einsatz wird lediglich als Möglichkeit formuliert („We may also implement new technologies, such as those related to artificial intelligence“) und ist damit nicht als „nutzt“ belegbar. Nach der Vorrang-Regel (verkauft > bedroht > nutzt > neutral) daher: bedroht.

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„The financial services industry is experiencing and will continue to experience rapid technological change due to the emergence of AI, including generative AI and agentic AI. The effective use of AI enables financial institutions to better serve their customers and reduce expenses. Our success and competitiveness may depend in part on our ability to adopt such technology and deliver our products and services in a manner consistent with evolving customer preferences and industry standards."

Die Finanzdienstleistungsbranche erlebt und wird weiterhin einen rasanten technologischen Wandel durch das Aufkommen von KI erleben, einschließlich generativer und agentischer KI. Der wirksame Einsatz von KI versetzt Finanzinstitute in die Lage, ihre Kunden besser zu bedienen und Kosten zu senken. Unser Erfolg und unsere Wettbewerbsfähigkeit können teilweise davon abhängen, ob wir diese Technologie übernehmen und unsere Produkte und Dienstleistungen im Einklang mit sich wandelnden Kundenpräferenzen und Branchenstandards anbieten können.

10-K · 2026-02-27 · Zum SEC-Bericht

„Failure to adopt AI tools that match our customer expectations and needs or failure to properly manage risks associated with AI could have a material adverse effect on our business, financial condition or results of operation."

Ein Versäumnis, KI-Werkzeuge einzuführen, die den Erwartungen und Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen, oder ein Versäumnis, die mit KI verbundenen Risiken angemessen zu steuern, könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft, unsere Finanzlage oder unser Betriebsergebnis haben.

10-K · 2026-02-27 · Zum SEC-Bericht

„Consistent with industry trends, we have also experienced an increase in attempted electronic fraudulent activity, security breaches, and cybersecurity-related incidents. The continued evolution and increased usage of AI technologies may further increase these risks."

Im Einklang mit den Branchentrends haben auch wir eine Zunahme versuchter elektronischer Betrugsaktivitäten, Sicherheitsverletzungen und Cybersicherheitsvorfälle erlebt. Die fortschreitende Entwicklung und zunehmende Nutzung von KI-Technologien kann diese Risiken weiter erhöhen.

10-K · 2026-02-27 · Zum SEC-Bericht

Ausgewertete Berichte: 10-K 2026-02-27 · 10-Q 2026-05-01

Eingestuft am 16. Juli 2026 · So entsteht die Einstufung

Telefonkonferenzen

Was die Conference Calls verraten

Byline Bancorp liefert bei den Zahlen, die das Management selbst in den Mittelpunkt stellt, außergewöhnlich verlässlich: Die Zinsertrags-Prognose wurde von 2024-Q1 bis 2026-Q2 in neun von neun prüfbaren Quartalen erreicht oder übertroffen, und die Vorsteuer-Vorsorge-Rendite lag 15 Quartale in Folge über zwei Prozent. Auffällig ist etwas anderes: Mehrere früher genannte Zielgrößen sind aus der Berichterstattung verschwunden, ohne je erreicht oder ausdrücklich zurückgezogen worden zu sein. Am deutlichsten zeigt sich das an der Zehn-Milliarden-Dollar-Schwelle, deren Überschreiten seit 2024 immer wieder terminiert und immer wieder verschoben wurde und wo das Management seine Haltung innerhalb von sechs Monaten ins Gegenteil gedreht hat. Wer die Aktie beurteilt, sollte die starken Ergebnisse und die weiche Zielbindung getrennt betrachten.

Auffällig Ziele still kassiert 10 Calls ausgewertet, 2024-Q1 bis 2026-Q2 · Stand 2. August 2026

Zehn-Milliarden-Schwelle: Termin mehrfach verschoben, Haltung gedreht

In 2024-Q1 sagte der Chairman, das Überschreiten der Zehn-Milliarden-Dollar-Marke sei organisch noch 2025 zu erwarten, und ergänzte, die Schwelle beschäftige das Denken des Hauses nicht. In 2024-Q3 wurde daraus eine Spanne von zweiter Hälfte 2025 bis erster Hälfte 2026, im selben Satz ausdrücklich auf das gesamte Jahr 2026 verlängerbar; in 2024-Q4 reichte die genannte Spanne bis ins dritte Quartal 2026. Erst in 2025-Q3 nannte das Management sehr konkret das erste Quartal 2026. Dieser eine feste Termin wurde verfehlt: Zum Ende von 2026-Q2 liegt die Bilanzsumme weiter bei 9,9 Milliarden Dollar, eine Erklärung dazu gab es nicht. Schwerer wiegt der Positionswechsel: In 2025-Q4 räumte der Finanzvorstand ein, man habe zum Jahresende Wertpapiere verkauft, um unter der Marke zu bleiben, der Präsident versicherte aber, diese Beschränkung gelte künftig nicht mehr und eine Steuerung der Bilanzsumme werde man nicht mehr sehen. In 2026-Q1 wurde das bekräftigt. In 2026-Q2 hieß es dann, sollte man Anfang Dezember die Möglichkeit haben, unter zehn Milliarden zu bleiben, würde man diese Möglichkeit wohl nutzen und die Bilanz entsprechend steuern.

Ziel Kredit-Einlagen-Quote unter 90 Prozent lautlos aufgegeben

In 2024-Q2 nannte der Finanzvorstand ausdrücklich das Ziel, die Kredit-Einlagen-Quote über die Zeit unter 90 Prozent zu drücken; in 2024-Q3 war von einem Zielniveau von plus/minus 90 Prozent die Rede und der Rückgang auf 92 Prozent wurde als guter Fortschritt gefeiert. Das Ziel war ohne Frist formuliert und damit nie an einen Termin gebunden. Danach verschwindet es aus den vorbereiteten Statements. Tatsächlich lief die Kennzahl in die Gegenrichtung: 2025 wuchsen die Kredite um 8,9 Prozent, die Einlagen aber nur um 2,5 Prozent. In 2026-Q2 wird die Quote mit 96 Prozent ausgewiesen, 16 Basispunkte über dem Vorquartal, ohne jeden Bezug auf das früher genannte Ziel und ohne Erklärung, warum es nicht mehr gilt. Nachgefragt hat in den späteren Calls niemand.

Kapitalziel 8 bis 9 Prozent aus den Unterlagen entfernt

Von 2024-Q1 bis 2024-Q2 war das Zielband für die materielle Eigenkapitalquote mit 8 bis 9 Prozent fester Bestandteil der Kommentierung. Ab 2024-Q3 lag die Quote mit 9,72 Prozent darüber, was noch ausdrücklich als oberhalb des Zielbands benannt wurde. Danach stieg sie weiter auf 11,29 Prozent (2025-Q4) und 11,4 Prozent (2026-Q2), also rund 250 Basispunkte über dem eigenen Zielband, ohne dass je ein neues Ziel genannt wurde. In 2025-Q4 fragte ein Analyst direkt, ob aus dem Verschwinden des 8-bis-9-Prozent-Ziels aus den letzten Präsentationen etwas zu lesen sei. Die Antwort nannte konkrete Schritte — die gerade beschlossene Dividendenerhöhung, im Quartal getätigte Aktienrückkäufe und eine neue Ermächtigung über fünf Prozent der Aktien — sowie den Wunsch nach Spielraum für Zukäufe; ein neues Zielband wurde aber nicht genannt und das alte nicht ausdrücklich zurückgezogen.

Kostenprognose einmal klar gerissen, dann über dem Ist-Niveau festgezurrt

Die Sachkostenprognose wurde über die meisten Quartale eingehalten, einmal knapp und einmal deutlich überschritten und einmal unbemerkt verschoben. In 2024-Q3 wurde für 2024-Q4 eine Spanne von 55 bis 57 Millionen Dollar genannt; geliefert wurden 57,4 Millionen, was das Management im selben Call als oberes Ende der Prognose benannte. Deutlicher war 2025-Q3: In 2025-Q2 waren 56 bis 58 Millionen Dollar angekündigt worden, tatsächlich fielen 60,5 Millionen an. Zugleich wurde das Jahresband für 2025 zwischen 2024-Q3 (54 bis 57 Millionen) und 2024-Q4 (55 bis 57 Millionen) ohne Kommentar angehoben. In 2026-Q1 und 2026-Q2 wurde die Jahresprognose jeweils als unverändert bezeichnet, wobei sich die Untergrenze von 58 auf 59 Millionen Dollar bewegte, während das tatsächliche Kostenniveau bei 57 beziehungsweise 56,5 Millionen lag. Auf Nachfrage in 2026-Q2 wurde der implizite Kostensprung im zweiten Halbjahr mit Personal-, Gesundheits- und Provisionskosten begründet.

Geprüft und entkräftet: Ausfallquote wurde nicht nachträglich umgedeutet

Naheliegender Verdacht: In 2024-Q1 bestätigte der Präsident auf Analystenfrage eine erwartete Ausfallquote von 35 bis 45 Basispunkten, danach lagen die gemeldeten Nettoausfälle mit 56 (2024-Q2) und 49 Basispunkten (2024-Q3) darüber, und genau ab da wies das Haus zusätzlich eine bereinigte Größe ohne übernommene Problemkredite aus (32 beziehungsweise 35 Basispunkte). Der Verdacht trägt nicht: Den Vorbehalt zu diesen übernommenen, bereits abgeschriebenen Krediten hat der Präsident in 2024-Q1 in derselben Antwort mitgegeben, mit der er die Spanne bestätigte, samt Ankündigung, solche Fälle künftig gesondert auszuweisen. Die zusätzliche Aufgliederung kam in 2024-Q2 als angekündigte Erweiterung der Offenlegung, die GAAP-Zahl von 56 Basispunkten wurde im selben Call genannt und der Einzelfall dahinter erklärt. Die in 2024-Q4 genannte Spanne von 30 bis 40 Basispunkten wurde ausdrücklich als normalisierte Größe ohne diese Altkredite bezeichnet, die Basis also offengelegt statt still gewechselt. Offen bleibt allein: Das Gesamtjahr 2024 endete auf GAAP-Basis bei 47 Basispunkten und damit über der ursprünglich bestätigten Spanne. Seit 2025-Q4 wird die niedrigere Spanne geliefert (2026-Q2: 24 Basispunkte).

Gegengewicht: Zinsertragsprognose in neun von neun Quartalen gehalten

Wo das Management eine Zahl nennt, liefert es. Für 2024-Q2 wurden 83 bis 85 Millionen Dollar Zinsertrag in Aussicht gestellt, geliefert wurden 86,5 Millionen; für 2024-Q4 waren es 85 bis 87 Millionen gegen 88,5 Millionen tatsächlich; für 2025-Q3 95 bis 97 Millionen gegen 99,9 Millionen; für 2025-Q4 97 bis 99 Millionen gegen 101 Millionen. In allen neun prüfbaren Quartalen von 2024-Q1 bis 2026-Q2 wurde die Spanne erreicht oder übertroffen. Ein Analyst sprach das Muster in 2025-Q4 offen an und fragte, ab wann die Prognosen zuversichtlicher ausfallen; die Antwort verwies auf schwer planbare Kreditrückzahlungen und auf eine bewusst vorsichtige Annahme zu den Einlagenkosten, die intern regelmäßig übertroffen werde. Auch die Vorsteuer-Vorsorge-Rendite lag von 2024-Q1 bis 2026-Q2 durchgehend über zwei Prozent, im letzten Call das 15. Quartal in Folge.

Zusagen des Managements

  • 2024-Q3 — Der Zukauf von First Security wird in der ersten Hälfte 2025 abgeschlossen. Übererfüllt. In 2024-Q4 wurde der Abschluss auf Anfang des zweiten Quartals konkretisiert, in 2025-Q1 zum 1. April vollzogen und die Systemumstellung noch im selben Monat abgeschlossen. eingehalten
  • 2025-Q1 — Die Bewertungsanpassungen, die Buchwertverwässerung und der Ergebnisbeitrag aus dem First-Security-Zukauf werden im nächsten Quartalscall offengelegt. Auf die direkte Analystenfrage in 2025-Q1 wurde zweimal auf den nächsten Call verwiesen. In 2025-Q2 kamen nur der Risikovorsorge-Aufschlag am ersten Tag und die Aussage, alle Kostenziele lägen im Plan. Die zugesagten Größen Bewertungsanpassung, Buchwertverwässerung und Ergebnisbeitrag wurden nie geliefert, und es hat auch niemand nachgehakt. gebrochen
  • 2024-Q2 — Die Kredit-Einlagen-Quote soll über die Zeit unter 90 Prozent gedrückt werden. Nicht als gebrochen zu werten: Das Ziel war ausdrücklich "über die Zeit" formuliert, ohne jede Frist, und ist damit nicht datierbar verfehlt. Erreicht ist es aber nicht, und die Richtung stimmt nicht: Von 92,5 Prozent in 2024-Q1 und 92 Prozent in 2024-Q3 stieg die Quote auf 96 Prozent in 2026-Q2. Nach 2024-Q3 wurde das Ziel nicht mehr erwähnt, weder erneuert noch zurückgezogen. offen
  • 2025-Q2 — Die Sachkosten des dritten Quartals 2025 liegen zwischen 56 und 58 Millionen Dollar. Gemeldet wurden in 2025-Q3 dann 60,5 Millionen Dollar, rund 2,5 Millionen über der Obergrenze. Begründet wurde das mit höheren Bonusrückstellungen und Restkosten aus der Ablösung nachrangiger Anleihen. Die Abweichung wurde erläutert, aber nicht als Prognoseverfehlung benannt. gebrochen
  • 2025-Q3 — Die Zehn-Milliarden-Dollar-Schwelle wird im ersten Quartal 2026 überschritten. In 2026-Q1 lag die Bilanzsumme bei 9,9 Milliarden Dollar, in 2026-Q2 unverändert bei 9,9 Milliarden. Statt einer Erklärung zum verfehlten Termin wurde die Aussage auf ein Überschreiten jederzeit und später auf ein mögliches Steuern unter der Marke bis Dezember 2026 umgestellt. gebrochen
  • 2025-Q4 — Die Zehn-Milliarden-Dollar-Schwelle wird im Jahr 2026 überschritten, eine Steuerung der Bilanzsumme darunter findet nicht mehr statt. Zur Jahreshälfte 2026 ist die Schwelle nicht überschritten. Der zweite Teil der Zusage steht bereits in Frage, weil in 2026-Q2 ausdrücklich in Aussicht gestellt wurde, bei Gelegenheit bis Anfang Dezember erneut unter zehn Milliarden zu bleiben. Prüfbar frühestens mit dem Jahresabschluss 2026. offen

Grundlage: öffentliche Wortprotokolle der Earnings Calls. Ausgewertet: 10 Wortprotokolle 2024-Q1 bis 2026-Q2.

Wachstum

Wachstums-Score

Zehn Prüfungen aus den Jahresabschlüssen — jede bestandene zählt einen Punkt.

5 von 10 Solides Wachstum
  • Umsatz wächst über drei Jahre um mehr als 15 % pro Jahr 20,9 %
  • Für das kommende Jahr werden mehr als 10 % Umsatzwachstum erwartet 4,1 %
  • Aktienzahl wächst um weniger als 3 % pro Jahr 6,6 %
  • Umsatzwachstum plus Cashflow-Marge ergeben mindestens 40 („Rule of 40") 23,0 %
  • Bruttomarge ab 40 % und ohne nennenswerte Erosion 66,1 %
  • Firmenwert aus Zukäufen wächst nicht schneller als der Umsatz 2,1 %
  • Nettoverschuldung unter dem Doppelten des EBITDA 900 Mio. Netto-Cash
  • Operativer Cashflow deckt die Gewinne der letzten drei Jahre 123 Mio.
  • Kapitalrendite ab 15 % oder gegenüber vor zwei Jahren gestiegen 3,7 %
  • Insider halten mindestens 10 % oder kaufen netto zu 28,8 %

Ein Kriterium ohne Zahlen gilt weder als bestanden noch als verfehlt; einen Punktestand gibt es erst ab 7 beurteilbaren Kriterien. Quelle: Fundamentaldaten. Alle zehn Kriterien im Detail

Qualitätsprüfung

AAQS

8/10

Der AAQS (AlleAktien Qualitätsscore) prüft 10 Qualitätskriterien zu Wachstum, Profitabilität und Bilanzstärke — nach der von AlleAktien entwickelten und veröffentlichten Methodik, von uns aus eigenen Fundamentaldaten berechnet. Ab 9 von 10 Punkten gilt eine Aktie als Qualitätsaktie. Bei kürzerer Börsenhistorie rechnen wir über die verfügbaren Geschäftsjahre (mindestens fünf).

  • Umsatzwachstum 10 J > 5 % 20,2 %
  • Erw. Umsatzwachstum 3 J > 5 % -12,6 %
  • EBIT-Wachstum 10 J > 5 % 47,7 %
  • Erw. EBIT-Wachstum 3 J > 5 % 9,5 %
  • Nettoverschuldung < 4x EBIT -4,9x
  • EBIT positiv, 10 J durchgehend 10
  • Max. EBIT-Rückgang < 50 % 33,2 %
  • Eigenkapitalrendite > 15 % 15,3 %
  • ROCE > 15 % 3,7 %
  • Renditeerwartung > 10 % 18,2 %

Aktien mit der vollen AAQS-Punktzahl ansehen · Methodik bei AlleAktien nachlesen

Quelle: Fundamentaldaten

Insider

Insider-Transaktionen

Meldepflichtige Geschäfte von Führungskräften und Großaktionären aus SEC-Formular-4-Meldungen. „Sonstige" umfasst z. B. Aktienzuteilungen und Optionsausübungen ohne Kauf-/Verkaufscharakter.

Insider-Transaktionen
Datum Person Rolle Typ Stück Kurs Wert
19. Aug 2026 Herseth Mary Jo S. Director Kauf 300 38,40 11.519
19. Aug 2026 Kistner William G Director Kauf 100 38,30 3.830
13. Aug 2026 Herencia Roberto R CHIEF EXECUTIVE OFFICER Verkauf 19.750 39,21 774.307
12. Aug 2026 Rose Dana CHIEF HUMAN RESOURCES OFFICER Verkauf 2.421 39,00 94.419
7. Aug 2026 Mbg Investors I, L.p. 10% Owner Verkauf 300.000 39,10 11.730.000
7. Aug 2026 Del Valle Perochena Antonio Director Verkauf 300.000 39,10 11.730.000
3. Aug 2026 Ptacin Brogan HEAD OF COMMERCIAL BANKING Sonstige 9.450 39,61 374.321
3. Aug 2026 Ptacin Brogan HEAD OF COMMERCIAL BANKING Sonstige 9.450 12,70 120.015

Alle Insider-Transaktionen ansehen →

Das Unternehmen

Über das Unternehmen

Byline Bancorp, Inc. ist die Bankholding der Byline Bank, die verschiedene Bankprodukte und -dienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen, Gewerbeimmobilien und Finanzsponsoren sowie Privatkunden in den USA anbietet.

Mitarbeiter
1.018
Hauptsitz
Chicago, IL
Anschrift
180 North LaSalle Street, 60601 Chicago, United States
Telefon
773 244 7000
Börsengang
30.06.2017
ISIN
US1244111092

Management

Management
Name Position Jahrgang
Roberto R. Herencia Executive Chairman of the Board & CEO 1960
Alberto J. Paracchini President & Director 1971
Thomas J. Bell III Executive VP & CFO 1966
Brogan M. Ptacin Executive VP & Head of Commercial Banking 1961
Thomas Abraham President of Small Business Capital 1966
Maria Sherylle A. Olano Senior VP & Chief Accounting Officer 1979
Nicolas Mando Executive VP, Chief Technology & Operations Officer 1973
Brooks O. Rennie Head of Investor Relations 1994
Brian F. Doran Esq. Executive VP, General Counsel & Corporate Secretary 1959
Dana Rose Executive VP & Chief Human Resources Officer 1971

Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.

Meldungen

Unternehmensmeldungen (8-K)

Ein 8-K ist die Pflichtmeldung, mit der ein US-Unternehmen wesentliche Ereignisse sofort öffentlich machen muss — etwa Übernahmen, Führungswechsel, Großaufträge oder Zahlungsschwierigkeiten. Die Links führen zum Originaldokument bei der US-Börsenaufsicht SEC.

  • 23.07.2026 BYLINE BANCORP, INC. (BY): Results of Operations and Financial Condition; Financial Statements and Exhibits SEC ↗

Datenstand: 5. Oktober 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)

Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.

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