Antimony Resources: Hochgradiges Antimon, keine Ressource und 11,5 Millionen kanadische Dollar Aktienvergütung
Antimony Resources (CSE: ATMY, Frankfurt: K8J0) will Nordamerikas Antimon-Lücke füllen und wiederholt in fast jeder Meldung zwei Sätze: 2,7 Millionen Tonnen Potenzial und die hochgradigste Antimon-Lagerstätte Nordamerikas. Eine Ressource gibt es nicht — das stellte das Unternehmen im März 2026 nach einer Prüfung durch die Wertpapieraufsicht von British Columbia klar. Anfang 2026 schloss es zudem Verträge mit drei Marketing- und Medienagenturen und legte sie in einer Meldung offen. Wir haben gelesen, was zwischen den Wiederholungen steht.
Stand heute
Stand: 13. Oktober 2026
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- Marktkapitalisierung
- 26,0 Mio. €
Diese Analyse hat einen Stichtag. Der Aktien-Wächter meldet sich, wenn sich an den Zahlen etwas Wesentliches ändert. Zur kostenlosen Vormerkung
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Letzter Kurs: 0,209 € (Stand: 13. Oktober 2026)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.
Kennst du das? Einen Satz, den du oft genug gehört hast, hältst du irgendwann für wahr — einfach weil er vertraut klingt. Psychologen nennen das den Wahrheitseffekt: Wiederholung ersetzt im Kopf die Prüfung.
Bei Antimony Resources lohnt es sich, diesen Effekt im Kopf zu behalten. Seit Monaten stehen in fast jeder Meldung des kanadischen Explorers zwei Sätze: Bald Hill sei nach den Analysen „die hochgradigste Antimon-Lagerstätte Nordamerikas“, und ein technischer Bericht schätze das Potenzial auf rund 2,7 Millionen Tonnen mit 3 bis 4 Prozent Antimon. Am 2. März 2026 stand in einer Meldung des Unternehmens allerdings auch dieser Satz:
„Investors should not rely on the November 7, 2025, filed technical report until a new technical report is filed on SEDAR+. They may find the statement referring to “Resource” to be misleading. No “Resource”, as defined by NI43-101 Standards has been identified at Bald Hill […]“
Übersetzung: „Anleger sollten sich nicht auf den am 7. November 2025 eingereichten technischen Bericht verlassen, bis ein neuer technischer Bericht auf SEDAR+ eingereicht ist. Sie könnten die Aussage, die sich auf eine ‚Ressource‘ bezieht, als irreführend empfinden. Eine ‚Ressource‘ im Sinne der Standards NI 43-101 wurde bei Bald Hill nicht festgestellt […].“
— Antimony Resources Corp., Meldung vom 2. März 2026 nach einer Prüfung durch die British Columbia Securities Commission
Das Spannungsfeld dieser Analyse: Antimon ist ein knappes, strategisch begehrtes Metall, und Bald Hill liefert tatsächlich hochgradige Bohrabschnitte. Gleichzeitig hat das Unternehmen keine Ressource, keine Einnahmen und bucht mehr Aufwand für Aktienvergütung und Marketing, als in die Erkundung fließt. Wir lesen gemeinsam die Pflichtberichte. Am Ende entscheidest du selbst.
Was Antimony Resources eigentlich macht
Antimony Resources ist ein reiner Explorer: Das Unternehmen sucht nach Antimon, fördert aber nichts und verkauft nichts. Antimon steckt in Flammschutzmitteln, Batterien, Halbleitern und Munition. Ein großer Teil der Weltproduktion stammt aus China; im Dezember 2024 untersagte Peking die Ausfuhr von Antimon in die USA (Reuters, 3. Dezember 2024). Auf diese Lücke zielt die Geschichte des Unternehmens: „Unlocking North America’s Antimony Potential“, so der Leitsatz auf der eigenen Internetseite.
Gegründet wurde das Unternehmen am 18. Oktober 2020 in British Columbia, Sitz ist Surrey bei Vancouver. Bis März 2025 hieß es Big Red Mining und suchte nach Kupfer in Ontario; diese und eine zweite Antimon-Option hat es inzwischen aufgegeben und abgeschrieben. Geblieben ist ein Projekt:
- Bald Hill (New Brunswick, Kanada) — eine bekannte Antimon-Vererzung, entdeckt 2008. Am 10. Januar 2025 sicherte sich das Unternehmen eine Kaufoption bei Globex Mining Enterprises: 100 Prozent gegen insgesamt 2 Millionen kanadische Dollar, 1,1 Millionen Aktien und 5 Millionen Dollar Explorationsausgaben über vier Jahre. Bezahlt sind bisher 225.000 Dollar und 500.000 Aktien; offen sind 150.000 Dollar zum zweiten, 500.000 zum dritten und 1,125 Millionen zum vierten Jahrestag.
Gebohrt wird viel. Laut Meldung vom 7. Mai 2026 (im Kopf der Meldung fälschlich auf den 7. April datiert) hatte das Unternehmen seit April 2025 77 Löcher mit mehr als 25.000 Metern gebohrt. Die Hauptzone beschreibt es als mehr als 600 Meter lang und mindestens 350 Meter tief, mit Mächtigkeiten von im Schnitt 4 bis 5 Metern und 3 bis 4 Prozent Antimon. Einzelne Abschnitte sind tatsächlich sehr reich, etwa 27,3 Prozent Antimon auf 0,3 Metern (Meldung vom 11. September 2026). Seit Juni 2026 berichtet das Unternehmen zusätzlich über Gold in den Bohrkernen und nach eigener Darstellung über den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Auswertung seiner Bohrdatenbank.
Die Firmengeschichte für Anleger
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2021
Börsengang als Big Red Mining
Handelsstart an der CSE im November 2021 unter RED, damals ein Kupfer-Explorer in Ontario. Für Aktionäre der Start eines Kleinstunternehmens ohne Antimon-Projekt.
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2025
Bald Hill und neuer Name
Option auf Bald Hill (Januar), Umbenennung in Antimony Resources (März), technischer Bericht mit 2,3 bis 3,1 Mio. Tonnen Potenzial (November), 9,5 Mio. C$ Platzierung zu 0,45 C$ (Dezember).
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2026
Klarstellung nach Prüfung der Aufsicht
Am 02.03.2026 räumt das Unternehmen ein, dass Bald Hill keine Ressource hat. Am 17.03. höchster Schlusskurs 1,60 C$, am 11.05. 13,3 Mio. neue Aktien aus RSUs, im Oktober Flow-Through zu 0,47 C$.
Wie die Aktie auf unseren Tisch kam
Den Anstoß gab kein Treffer unseres hauseigenen Aktien-Scanners. Auf die Rechercheliste kam der Wert über die Hitliste von wallstreet-online, die meistbeachteten Aktien deutscher Privatanleger (Stand 13. Oktober 2026). Dort steht er unter dem Frankfurter Kürzel K8J0. Das ist ein Aufmerksamkeits-, kein Qualitätssignal.
Die Heimatbörse ist die Canadian Securities Exchange (CSE) in Toronto, ein Börsenplatz für kleine Unternehmen. Dort notiert die Aktie unter ATMY in kanadischen Dollar. Seit November 2025 wird sie in den USA außerbörslich als ATMYF gehandelt (Marktsegment OTCQB), in Frankfurt als K8J0. Bei der US-Börsenaufsicht SEC ist das Unternehmen nicht registriert. Die Pflichtberichte erscheinen nach kanadischem Recht auf der Plattform SEDAR+: Zwischenabschlüsse mit Lagebericht (englisch MD&A, Management’s Discussion and Analysis), ein geprüfter Jahresabschluss und technische Berichte nach dem Standard NI 43-101. Bilanziert wird nach IFRS in kanadischen Dollar. Das Geschäftsjahr endet am 31. August; die „neun Monate“ im jüngsten Bericht reichen also von September 2025 bis Mai 2026.
Der jüngste Periodenbericht ist der Zwischenabschluss zum 31. Mai 2026 mit Lagebericht vom 23. Juli 2026. Am 28. Juli 2026 reichte das Unternehmen den Zwischenabschluss erneut ein, weil „errors were noted“ — Fehler bemerkt worden waren; ausgewertet ist die berichtigte Fassung. Danach folgten Bohr- und Goldmeldungen (30. Juli, 6. und 14. August, 11. September), eine Befliegung des Geländes (28. August) und eine Platzierung von Flow-Through-Aktien über 5 Millionen Dollar (angekündigt 29. September, abgeschlossen 2. Oktober, gemeldet am 5. Oktober, Form 45-106F1 vom 9. Oktober 2026). Der Jahresabschluss zum 31. August 2026 lag am 13. Oktober 2026 noch nicht vor; er ist spätestens Ende Dezember fällig.
Die Zahlen über die Jahre — ehrlich gewürdigt
Bei einem Explorer gibt es keinen Umsatz zu würdigen. Würdigen lässt sich etwas anderes: Aus einer kleinen Kupfer-Firma mit 0,9 Millionen Dollar Eigenkapital (31. August 2024) ist in zwei Jahren ein Unternehmen geworden, das mit bis zu drei Bohrgeräten gleichzeitig arbeitet und Investoren in Kanada und den USA gewonnen hat. Im Dezember 2025 sammelte es über zwei New Yorker Vermittler, Dominari Securities und Revere Securities, 9,5 Millionen Dollar zu 0,45 Dollar je Einheit ein (Aktie plus Optionsschein zu 0,75 Dollar). Bankschulden gibt es keine; am 31. Mai 2026 standen 12,0 Millionen Dollar Eigenkapital in der Bilanz, davon 6,6 Millionen als aktivierte Explorationsausgaben für Bald Hill.
Die Kehrseite ist der Verlust. Im Geschäftsjahr 2024 (bis 31. August) lag er bei 0,3 Millionen kanadischen Dollar, 2025 bei 3,0 Millionen und in den neun Monaten bis 31. Mai 2026 bei 15,0 Millionen. Die Bohrkosten stecken darin kaum: Antimony Resources aktiviert seine Explorationsausgaben in der Bilanz, statt sie als Aufwand zu buchen. Der Verlust besteht also fast nur aus Verwaltung — und vor allem aus einem Posten. Neben 11,46 Millionen Aktienvergütung und 2,30 Millionen Marketing stehen nur rund 1,17 Millionen für Managementhonorare, Rechts- und Beratungskosten, Reisen und Büro.
In Geld gerechnet flossen in den neun Monaten 4,83 Millionen Dollar aus dem laufenden Geschäft ab und 4,70 Millionen in die Exploration, zusammen 9,53 Millionen. Hereingekommen sind 12,64 Millionen aus neuen Aktien, Optionsscheinen und Optionen. Am 31. Mai 2026 lagen 4,86 Millionen Dollar in der Kasse, fast alles als Festgeld bei einer Bank.
Was in den Berichten steht — die unbequemen Wahrheiten
Jetzt lassen wir das knappe Metall beiseite und lesen das Kleingedruckte. Was folgt, steht nicht in der Firmenpräsentation, sondern in den Abschlüssen, Lageberichten und Meldungen auf SEDAR+.
Unbequeme Wahrheit Nr. 1: Das Potenzial wuchs — dann kam die Aufsicht
Als Big Red Mining die Option auf Bald Hill am 22. Januar 2025 meldete, nannte es ein Potenzial aus einem technischen Bericht von 2010: 725.000 bis 1 Million Tonnen mit 4,11 bis 5,32 Prozent Antimon, rund 30.000 bis 40.000 Tonnen Metall. Seit dem technischen Bericht vom November 2025 gilt eine neue Schätzung; die berichtigte Fassung vom 2. März 2026 nennt 2,33 bis 3,09 Millionen Tonnen mit 3 bis 4 Prozent Antimon, rechnerisch rund 70.000 bis 124.000 Tonnen Metall (Tabelle 1-3). In seinen Meldungen fasst das Unternehmen das als „rund 2,7 Millionen Tonnen“ zusammen, mit etwa 81.000 bis 108.000 Tonnen Antimon (26. November und 30. Dezember 2025). Erstellt hat die neue Schätzung laut Bericht der Dienstleister Orix Geoscience, im Auftrag des Unternehmens, wie bei technischen Berichten üblich.
Wichtig ist der Unterschied zwischen einem Potenzial und einer Ressource. Eine Ressource nach NI 43-101 ist eine geprüfte Schätzung, wie viel Metall mit hinreichender Sicherheit im Boden liegt. Ein „Explorationsziel“ ist eine Größenordnung, die erst noch erbohrt werden muss. Am 26. November 2025 kündigte das Unternehmen die Platzierung über 10 Millionen Dollar an — mit der 2,7-Millionen-Tonnen-Zahl unter den Höhepunkten, aber ohne Hinweis darauf, dass sie nur gedanklicher Natur ist. Erst die Abschlussmeldung der Platzierung vom 30. Dezember 2025 trug diesen Vorbehalt (die Meldung zur Einreichung des Berichts vom 4. November 2025 hatte ihn bereits). Am 2. März 2026 folgte nach der Prüfung durch die British Columbia Securities Commission die Klarstellung vom Anfang dieses Artikels, am 4. März 2026 die berichtigte Fassung des technischen Berichts (datiert 2. März). Darin steht in Kapitel 14 unmissverständlich: Auf dem Grundstück gibt es derzeit keine definierten Ressourcen oder Reserven nach NI 43-101.
Die Zahl ist trotzdem geblieben. Auch die Meldungen vom September und Oktober 2026 nennen die 2,7 Millionen Tonnen, jetzt mit Vorbehalt. Und in 16 Meldungen, erstmals am 30. April und zuletzt am 5. Oktober 2026, steht der Satz, Bald Hill sei nach den Analysen „the highest-grade antimony deposit in North America“. Eine eigene Ressourcenschätzung kündigte das Unternehmen im Januar 2026 für „later in 2026 or early 2027“ an und beauftragte im März 2026 das Beratungshaus SRK. Am 7. Mai 2026 schwenkte es um: Der Schwerpunkt liege nun auf „Expansion Drilling not Definition Drilling“, also auf dem Vergrößern statt dem Vermessen. Bis zum 13. Oktober 2026 ist keine Ressource veröffentlicht.
Unbequeme Wahrheit Nr. 2: 11,5 Millionen Dollar Aktienvergütung, RSUs an Insider und Berater
In den neun Monaten bis 31. Mai 2026 buchte Antimony Resources 11,46 Millionen kanadische Dollar aktienbasierte Vergütung — 77 Prozent aller betrieblichen Aufwendungen und mehr als das Doppelte dessen, was in die Exploration von Bald Hill floss. Der Lagebericht erklärt den Sprung so:
„This variance is primarily attributable to non-cash share-based compensation following the grant of options and the issuance of Restricted Share Units (RSUs) to officers and consultants. Additionally, the Company expanded its marketing initiatives to support capital-raising efforts“
Übersetzung: „Diese Abweichung ist in erster Linie auf nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung infolge der Gewährung von Optionen und der Ausgabe von Restricted Share Units (RSUs) an Führungskräfte und Berater zurückzuführen. Zudem hat das Unternehmen seine Marketingaktivitäten ausgeweitet, um die Kapitalbeschaffung zu unterstützen.“
— Antimony Resources Corp., Lagebericht (MD&A) zum 31. Mai 2026, Abschnitt 4 b
Restricted Share Units (RSUs) sind Zusagen auf Gratisaktien, die nach einer Wartezeit zu echten Aktien werden. Laut Note 7 des Zwischenabschlusses vergab das Unternehmen in den neun Monaten 13.347.000 RSUs an „insiders and consultants“, unverfallbar nach vier Monaten. Am 11. Mai 2026 wurden daraus 13.347.000 neue Aktien, bewertet mit 7,21 Millionen Dollar — knapp 11 Prozent aller Aktien, die es Ende Mai gab. Wie sich der RSU-Aufwand von 7,10 Millionen Dollar auf Direktoren und Führungskräfte einerseits und Berater andererseits verteilt, lässt sich aus den Berichten nicht feststellen: Note 6 nennt für die neun Monate bis Mai 0,67 Millionen für Direktoren und Führungskräfte, der Bericht zum 28. Februar 2026 für nur sechs Monate 3,29 Millionen. Namen nennen die Berichte nicht. Dazu kamen 3,61 Millionen Dollar für Aktienoptionen und 0,75 Millionen für Optionsscheine an Platzierungsvermittler.
Für dich als Aktionär heißt das: Knapp ein Viertel der in den neun Monaten neu ausgegebenen Aktien (13,3 von rund 58,7 Millionen) wurde nicht für Bohrmeter ausgegeben, sondern als Vergütung für Insider und Berater.
Unbequeme Wahrheit Nr. 3: Ein Teil der Aufmerksamkeit war bezahlt — auch in Deutschland
Der Marketingaufwand stieg von 0,20 Millionen Dollar in den neun Monaten des Vorjahres auf 2,30 Millionen, davon allein 1,58 Millionen im Quartal von Dezember 2025 bis Februar 2026. Einen Teil davon erklärt die Meldung vom 14. Januar 2026: Das Unternehmen vereinbarte mit Apaton Finance aus Hannover redaktionelle und Video-Inhalte auf Deutsch und Englisch für 75.000 Euro in einem Monat, mit der US-Agentur i2i Marketing Kampagnen für 250.000 US-Dollar über drei Monate — und dies:
„ATMY has entered into a digital marketing agreement (the “BorsenBlick Agreement”) with BorsenBlick, a European-based marketing agency, to support investor awareness and strengthen its brand visibility. Under the agreement, BorsenBlick will provide online marketing and awareness services for an initial budget of up to 105,000 Euros for a 2 month term.“
Übersetzung: „ATMY hat eine Vereinbarung über digitales Marketing (die ‚BorsenBlick-Vereinbarung‘) mit BorsenBlick geschlossen, einer in Europa ansässigen Marketingagentur, um die Aufmerksamkeit der Anleger zu fördern und die Sichtbarkeit der Marke zu stärken. Im Rahmen der Vereinbarung erbringt BorsenBlick Online-Marketing- und Aufmerksamkeitsleistungen mit einem anfänglichen Budget von bis zu 105.000 Euro für eine Laufzeit von zwei Monaten.“
— Antimony Resources Corp., Meldung vom 14. Januar 2026, Abschnitt Marketing Agreements
Zusammen sind das 180.000 Euro und 250.000 US-Dollar, deutlich weniger als die 1,58 Millionen kanadischen Dollar Marketingaufwand im Quartal bis Februar 2026; wofür der Rest ausgegeben wurde, schlüsseln die Berichte nicht auf. Bezahlte Werbung für Aktien ist erlaubt, und das Unternehmen hat die Verträge offengelegt. Sie ist aber kein Beleg für Qualität, sondern für Reichweite.
Unbequeme Wahrheit Nr. 4: Ein Fortführungs-Hinweis und eine Kasse für wenige Monate
Ein Explorer ohne Einnahmen lebt davon, dass der Kapitalmarkt ihm immer wieder Geld gibt. Antimony Resources schreibt das als ausdrückliche Warnung in den Zwischenabschluss:
„Further, the Company has no source of operating cash flows, and there is no assurance that sufficient funding (including adequate financing) will be available to conduct required exploration and development of its mineral property projects. These factors indicate that a material uncertainty exists that may cast significant doubt on the Company’s ability to continue as a going concern.“
Übersetzung: „Darüber hinaus hat das Unternehmen keine Quelle für Mittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäft, und es gibt keine Gewissheit, dass ausreichende Mittel (einschließlich einer angemessenen Finanzierung) für die erforderliche Exploration und Entwicklung seiner Rohstoffprojekte zur Verfügung stehen werden. Diese Faktoren deuten auf eine wesentliche Unsicherheit hin, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann.“
— Antimony Resources Corp., Zwischenabschluss zum 31. Mai 2026 (berichtigte Fassung vom 28. Juli 2026), Note 1 Nature of operations and going concern
Dieselbe Warnung steht als eigener Abschnitt im Bestätigungsvermerk des Prüfers Buckley Dodds zum Jahresabschluss per 31. August 2025. Fairerweise: Solche Hinweise sind bei Explorern ohne Einnahmen häufig. Hier kommt aber die Rechnung dazu. Am 31. Mai 2026 lagen 4,86 Millionen Dollar in der Kasse, in den neun Monaten davor flossen im Schnitt gut 1 Million Dollar im Monat ab — laufendes Geschäft und aktivierte Bohrkosten zusammen; ohne die Bohrkosten waren es gut 0,5 Millionen im Monat. Rein rechnerisch hätte die Kasse vom Mai bei diesem Tempo bis etwa Mitte Oktober gereicht. Im Oktober kamen brutto 5,0 Millionen aus der Flow-Through-Platzierung hinzu, nach Provision rund 4,75 Millionen. Flow-Through-Geld ist in Kanada aber an Explorationsausgaben gebunden — im Gegenzug können die Käufer die Ausgaben steuerlich geltend machen. Verwaltung, Marketing und die Zahlungen an Globex muss das Unternehmen aus anderem Geld bestreiten. Der Lagebericht selbst formuliert vorsichtig: Die Kasse vom 31. Mai werde ausreichen, damit das Unternehmen „operational“ werde; danach brauche es weiteres Betriebskapital und wolle es womöglich über Privatplatzierungen beschaffen.
Unbequeme Wahrheit Nr. 5: Widersprüchliche Zahlen in den Pflichtberichten
Kleine Fehler in Berichten sind nichts Ungewöhnliches. Sie sagen aber etwas über die Sorgfalt, mit der ein Unternehmen seine Zahlen zusammenstellt. Beim jüngsten Bericht fielen uns auf:
- Der Zwischenabschluss zum 31. Mai 2026 wurde am 28. Juli 2026 neu eingereicht, weil Fehler bemerkt worden waren. In der ersten Fassung trug die Bilanz die Spaltenüberschrift „February 28, 2026“ statt „May 31, 2026“.
- Die Quartalstabelle im Lagebericht nennt für das Quartal bis Februar 2026 einen Verlust von 10,33 Millionen Dollar. Das ist der Verlust des Halbjahres; das Quartal allein kostete laut Zwischenabschluss 9,84 Millionen.
- Die aktienbasierte Vergütung steht im Lagebericht mit 11.546.663 Dollar, im Abschluss mit 11.456.663 Dollar.
- In der Optionsschein-Tabelle des Abschlusses ergeben die Einzelposten 26,85 Millionen Stück, die Summenzeile nennt 28,09 Millionen.
- Note 7 nennt im Text 7.207.380 neu vergebene RSUs — das ist der Dollarbetrag; laut Tabelle derselben Note waren es 13.347.000 Stück.
- Den RSU-Aufwand für Direktoren und Führungskräfte beziffert Note 6 für die neun Monate bis Mai 2026 auf 671.657 Dollar, für die sechs Monate bis Februar 2026 aber auf 3.288.269 Dollar — ein Neunmonatswert kann nicht kleiner sein als der Sechsmonatswert.
Keiner dieser Fehler ändert das Gesamtbild. Zusammen mit dem korrigierten technischen Bericht zeigen sie aber: Bei diesem Unternehmen lohnt es sich, jede Zahl an der Quelle nachzulesen.
Bewertung: Was die Börse für Bald Hill bezahlt
Bei mindestens 132,5 Millionen Aktien (121.841.281 am 31. Mai und 23. Juli 2026 plus 10.637.808 Flow-Through-Aktien vom 2. Oktober 2026) und einem Schlusskurs von 0,36 kanadischen Dollar am 9. Oktober 2026 ist Antimony Resources rund 48 Millionen kanadische Dollar wert. In Frankfurt kostete die Aktie am 12. Oktober 2026 0,209 Euro. Voll verwässert, also mit allen Optionsscheinen, Optionen und RSUs, waren es am 23. Juli 2026 157,2 Millionen Aktien, mit den neuen Flow-Through-Aktien und Vermittler-Optionsscheinen rund 168 Millionen.
Klassische Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis gibt es bei einem Explorer nicht. Hilfsweise: Zieht man vom Börsenwert die Kasse vom 31. Mai und den Netto-Erlös der Flow-Through-Platzierung ab, zusammen höchstens rund 9,6 Millionen Dollar (die Ausgaben seit Juni sind darin nicht abgezogen), bewertet die Börse Bald Hill mit mindestens rund 38 Millionen kanadischen Dollar. In der Bilanz steht das Projekt mit 6,6 Millionen. Bezahlt wird also für ein Projekt ohne Ressource, ohne Wirtschaftlichkeitsstudie und ohne Genehmigung — den Genehmigungsantrag plant das Unternehmen laut Meldung vom 7. Mai 2026 für das vierte Quartal 2026 oder das erste Quartal 2027.
Zum Kursverlauf: Am 30. Dezember 2025 schloss die Aktie an der CSE bei 0,53 Dollar. Den höchsten Schlusskurs von 1,60 Dollar erreichte sie am 17. März 2026, dem Tag, an dem das Unternehmen die Arbeit an einer ersten Ressourcenschätzung ankündigte, zwei Wochen nach der Klarstellung vom 2. März. Mit 0,36 Dollar am 9. Oktober 2026 notiert sie unter dem Preis der Platzierung vom Dezember 2025 (0,45 Dollar), und die dabei ausgegebenen Optionsscheine zu 0,75 Dollar sind weit aus dem Geld.
Wie ein Antimon-Unternehmen aussieht, das bereits fördert und verkauft, zeigt unsere Analyse zu United States Antimony. Wie lange der Weg von einem kanadischen Rohstoffprojekt mit strategischem Etikett bis zur Produktion sein kann, die Analyse zu Ucore Rare Metals.
Chancen und Risiken auf einen Blick
Was für das Unternehmen spricht:
- Gefragtes Metall. Antimon ist knapp, China hat die Ausfuhr in die USA im Dezember 2024 untersagt; Nordamerika sucht eigene Quellen.
- Hochgradige Abschnitte. Bohrungen zeigen teils sehr reiche Abschnitte, etwa 27,3 Prozent Antimon auf 0,3 Metern oder 2,28 Prozent auf 9,12 Metern (11. September 2026); dazu Gold in den Bohrkernen.
- Viel Bohrarbeit. Seit April 2025 mehr als 25.000 Bohrmeter in 77 Löchern (Stand 7. Mai 2026), Befliegung des 37 Quadratkilometer großen Geländes im August 2026.
- Keine Bankschulden. Finanziert wird ausschließlich über Eigenkapital; im Oktober 2026 kamen brutto 5,0 Millionen Dollar für die Exploration dazu.
- Infrastruktur. Laut Unternehmen gute Straßenanbindung, Strom und ein Tiefseehafen in rund 45 Kilometern Entfernung; gebohrt werden kann ganzjährig.
Was dagegen spricht:
- Keine Ressource. Für Bald Hill gibt es keine Ressource nach NI 43-101; das 2,7-Millionen-Tonnen-Potenzial ist ein gedankliches Explorationsziel, das das Unternehmen nach einer Prüfung der Aufsicht klargestellt hat.
- Fortführungs-Hinweis. Wesentliche Unsicherheit laut Zwischenabschluss und Prüfer; ohne neue Platzierungen reicht die freie Kasse nur für wenige Monate.
- Aktienvergütung. 11,46 Millionen Dollar in neun Monaten, davon RSUs über 13,3 Millionen Aktien für Insider und Berater.
- Verwässerung. Knapp viermal so viele Aktien wie Ende August 2024, voll verwässert rund 168 Millionen.
- Bezahlte Reichweite. 2,30 Millionen Dollar Marketing in neun Monaten, über drei offengelegte Agenturverträge in Europa und den USA.
- Sorgfalt der Berichte. Neu eingereichter Zwischenabschluss und mehrere widersprüchliche Zahlen im jüngsten Bericht.
Ein menschliches Fazit
Erinnerst du dich an den Wahrheitseffekt vom Anfang? Bei Antimony Resources hörst du zwei Sätze immer wieder: die hochgradigste Lagerstätte Nordamerikas, 2,7 Millionen Tonnen Potenzial. Beide klingen nach Substanz. Doch die eine Zahl ist ein gedankliches Ziel, das die Aufsicht hinterfragt hat, und der andere Satz ist eine Selbstbeschreibung, keine geprüfte Ressource. Fair ist auch: Das Metall ist gefragt, die Bohrkerne zeigen echtes Antimon, und das Unternehmen bohrt tatsächlich.
Bis aus Bohrkernen eine Lagerstätte wird, braucht es eine Ressource, eine Wirtschaftlichkeitsstudie und eine Genehmigung — und bis dahin viel Geld. In den vergangenen neun Monaten buchte das Unternehmen mehr für Aktienvergütung und Werbung, als es in die Exploration steckte. Die nächsten Wegmarken sind klar: der Jahresabschluss zum 31. August 2026, eine erste Ressourcenschätzung, falls sie kommt, und das Ende der Haltefrist der Flow-Through-Aktien Anfang Februar 2027. Wenn dir ein Satz zum zehnten Mal begegnet, frag dich, ob du ihn auch einmal geprüft gelesen hast.
Was du daraus machst, ist deine Entscheidung. Und das ist auch gut so.
Quellen und Datenstand
- Zwischenabschluss zum 31. Mai 2026, berichtigte Fassung vom 28. Juli 2026 und Lagebericht (MD&A) zum 31. Mai 2026 (datiert 23. Juli 2026)
- Zwischenabschluss zum 28. Februar 2026 und Lagebericht dazu
- Jahresabschluss zum 31. August 2025 (geprüft von Buckley Dodds CPA, Vermerk vom 17. Oktober 2025) und Lagebericht dazu
- Technischer Bericht NI 43-101 Bald Hill, berichtigte Fassung vom 2. März 2026
- Meldungen: Klarstellung nach der Prüfung der BCSC (2. März 2026), Pläne 2026 und Marketingverträge (14. Januar 2026), Ankündigung der Platzierung über 10 Millionen Dollar (26. November 2025), Abschluss der ersten Tranche (30. Dezember 2025), Arbeiten an einer Ressourcenschätzung (17. März 2026), nächste Explorationsphase (7. Mai 2026, im Kopf fälschlich 7. April)
- Meldungen nach dem Zwischenbericht: Bohrergebnisse (30. Juli 2026), Bohrergebnisse und KI-Einsatz (6. August 2026), sichtbares Gold (14. August 2026), Befliegung (28. August 2026), Bohrergebnisse (11. September 2026), Ankündigung (29. September 2026) und Abschluss der Flow-Through-Platzierung (5. Oktober 2026), Form 45-106F1 vom 9. Oktober 2026
- Profil bei der Canadian Securities Exchange und Internetseite des Unternehmens
- Kurs- und Börsenwertdaten: Quelle Fundamentaldaten, Datenstand 9. Oktober 2026 (CSE) und 12. Oktober 2026 (Frankfurt)
Datenstand: Unternehmenszahlen zum 31. Mai 2026 beziehungsweise zum jeweils genannten Stichtag; Aktienzahl zum 23. Juli 2026 zuzüglich der am 2. Oktober 2026 ausgegebenen Flow-Through-Aktien; Meldungen bis 5. Oktober 2026 und Form 45-106F1 vom 9. Oktober 2026; Kurse zum 9. Oktober 2026 (CSE; am 12. Oktober war in Kanada Feiertag) und 12. Oktober 2026 (Frankfurt). Die Dokumentenliste auf SEDAR+ wurde am 13. Oktober 2026 zuletzt geprüft; der Jahresabschluss zum 31. August 2026 lag da noch nicht vor. Antimony Resources ist nicht bei der SEC registriert; Grundlage sind die kanadischen Pflichtberichte. Bilanz- und Heimatwährung ist der kanadische Dollar; die bei Börsenlotse geführte Frankfurter Notierung lautet auf Euro. Das Geschäftsjahr endet am 31. August. Rechnerische Werte (Börsenwert, Mittelabfluss je Monat, Bewertung des Projekts, Anteile) sind unsere Überschlagsrechnung und als solche benannt. Die Kennzahlen-Kacheln dieser Seite zeigen den jeweils aktuellen Datenbankstand der Frankfurter Notierung in Euro mit eigener Aktienzahl und können von den hier verwendeten Werten (0,36 kanadische Dollar, 132,5 Millionen Aktien) abweichen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er enthält keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine Aufforderung zum Handel mit Wertpapieren. Aktien von Explorationsunternehmen ohne Umsatz sind besonders schwankungsanfällig und hängen von Bohrergebnissen, Metallpreisen und Finanzierungen ab; ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Eigene Positionen des Betreibers legen wir tagesaktuell offen; besteht eine, steht sie als Hinweis am Anfang dieser Analyse.
Unser Fazit auf einen Blick
- Projekt und Metall positiv
- Antimon ist knapp und strategisch gefragt; Bald Hill liefert hochgradige Bohrabschnitte und Gold als Begleitmetall. Eine Ressource nach NI 43-101 gibt es nicht.
- Offenlegung negativ
- Nach einer Prüfung der Wertpapieraufsicht von British Columbia stellte das Unternehmen im März 2026 klar, dass der technische Bericht vom November 2025 keine Ressource enthält; neu eingereichter Zwischenabschluss im Juli 2026.
- Kasse und Fortführung negativ
- Kein Umsatz, 4,86 Millionen kanadische Dollar Kasse am 31. Mai 2026 bei gut 1 Million Dollar Mittelabfluss im Monat; wesentliche Unsicherheit über die Fortführung laut Abschluss und Prüfer.
- Vergütung und Marketing negativ
- 11,46 Millionen Dollar Aktienvergütung und 2,30 Millionen Marketing in neun Monaten — zusammen mehr als das Doppelte der Explorationsausgaben von 5,42 Millionen.
- Verwässerung negativ
- Aktienzahl von 34,0 Millionen (31. August 2024) auf mindestens 132,5 Millionen (Oktober 2026), voll verwässert rund 168 Millionen.
Antimony Resources ist ein Antimon-Explorer ohne Umsatz mit einem Projekt in New Brunswick, das hochgradige Bohrabschnitte, aber keine Ressource vorweisen kann. In den neun Monaten bis Mai 2026 buchte das Unternehmen mehr Aufwand für Aktienvergütung und Marketing, als in die Exploration floss, der Abschluss enthält einen Fortführungs-Hinweis, und die Aktienzahl hat sich in gut zwei Jahren fast vervierfacht. Beim Schlusskurs von 0,36 kanadischen Dollar am 9. Oktober 2026 ist das Unternehmen rund 48 Millionen kanadische Dollar wert. Keine Anlageberatung.
Was unsere Einordnung bedeutet
Substanzrisiko
Wir haben mindestens einen belegten Befund, der das Unternehmen selbst gefährdet — unabhängig davon, wie die Aktie gerade bewertet ist.
Rot steht für belegte Befunde in den eigenen Berichten, nicht für das Metall oder den Kurs: Zwischenabschluss und Prüfer nennen eine wesentliche Unsicherheit über die Fortführung, die freie Kasse vom Mai reichte beim Tempo der letzten neun Monate nur wenige Monate (das Geld vom Oktober 2026 ist an Exploration gebunden), und nach einer Prüfung der Aufsicht stellte das Unternehmen seine Angaben zur Ressource richtig. Gelb wäre erst mit einer belastbaren Ressourcenschätzung und einer Finanzierung möglich, die Verwaltung und Projekt ohne laufend neue Aktien trägt.
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt auf Basis öffentlicher Quellen — keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Deine persönlichen Umstände (Anlageziele, Risikotragfähigkeit, Steuern) können dabei nicht berücksichtigt werden. Was unsere Stufen bedeuten, wie Urteile entstehen und welche Interessenkonflikte bestehen →
Bitte beachten
- Aufhänger dieser Analyse war die Hitliste von wallstreet-online (Stand 13. Oktober 2026), auf der der Wert unter dem Frankfurter Kürzel K8J0 stand; geführt wird er bei uns als K8J0.DE. Anlass war kein Treffer unseres hauseigenen Aktien-Scanners.
- Antimony Resources ist nicht bei der SEC registriert. Grundlage sind die kanadischen Pflichtberichte auf SEDAR+ (Profil 000052837), abgerufen über den Dokumentenspiegel der Canadian Securities Exchange: Zwischenabschlüsse und Lageberichte zum 30.11.2025, 28.02. und 31.05.2026, Jahresabschluss zum 31.08.2025, technischer Bericht vom 02.03.2026, Meldungen bis 05.10.2026, Form 45-106F1 vom 09.10.2026.
- Rechnerische Werte sind unsere Überschlagsrechnung: Börsenwert aus 132.479.089 Aktien mal Schlusskurs vom 09.10.2026; Mittelabfluss aus 4,83 Mio. C$ (laufendes Geschäft) plus 4,70 Mio. C$ (Exploration) in neun Monaten; Bewertung des Projekts nach Abzug von höchstens 9,6 Mio. C$ Kasse und Netto-Erlös der Flow-Through-Platzierung, ohne Abzug der Ausgaben seit Juni.
- Wo Lagebericht und Zwischenabschluss voneinander abweichen (Aktienvergütung, Quartalsverlust bis Februar 2026, Summe der Optionsscheine), verwenden wir die Zahlen des Zwischenabschlusses in der berichtigten Fassung vom 28.07.2026.
Aktien-Wächter
Diese Analyse ist Stand 13. Oktober 2026. Was sich seitdem bei K8J0.DE geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.
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Die komplette Analyse als PDF für später
Wir schicken Dir diese Analyse als PDF — zum Ausdrucken, Ablegen und in Ruhe Nachlesen. Und wir merken Dich zugleich kostenlos für den Aktien-Wächter zu Antimony Resources Corp. (K8J0.DE) vor: Damit erfährst Du, wenn sich an dieser Analyse etwas Wesentliches ändert.
Häufige Fragen
Antimony Resources ist ein kanadischer Rohstoff-Explorer mit Sitz in Surrey (British Columbia). Er erkundet das Antimon-Projekt Bald Hill in New Brunswick, an dem er über eine Kaufoption von Globex Mining 100 Prozent erwerben kann. Umsatz hat das Unternehmen nicht. Bis März 2025 hieß es Big Red Mining.
Es ist dieselbe Aktie. ATMY ist das Kürzel an der Heimatbörse Canadian Securities Exchange in kanadischen Dollar, ATMYF die außerbörsliche US-Notierung am OTCQB, K8J0 das Kürzel in Frankfurt. Bei Börsenlotse wird die Aktie unter K8J0.DE geführt.
Nein. Nach einer Prüfung durch die British Columbia Securities Commission stellte das Unternehmen am 2. März 2026 klar, dass bei Bald Hill keine Ressource nach dem kanadischen Standard NI 43-101 festgestellt wurde. Die oft genannten rund 2,7 Millionen Tonnen mit 3 bis 4 Prozent Antimon sind ein gedankliches Explorationsziel. Eine erste Ressourcenschätzung war bis zum 13. Oktober 2026 nicht veröffentlicht.
In den neun Monaten bis 31. Mai 2026 lag der Nettoverlust bei 15,0 Millionen kanadischen Dollar. Davon waren 11,46 Millionen aktienbasierte Vergütung (Optionen, Restricted Share Units für Insider und Berater, Optionsscheine für Vermittler) und 2,30 Millionen Marketing. Die Explorationsausgaben von 5,42 Millionen stehen dagegen als Vermögenswert in der Bilanz.
Antimony Resources hat keine Einnahmen und ist auf neues Eigenkapital angewiesen. Deshalb sehen der Zwischenabschluss zum 31. Mai 2026 und der Prüfer des Jahresabschlusses 2025 eine wesentliche Unsicherheit über die Fortführung. Am 31. Mai 2026 lagen 4,86 Millionen Dollar in der Kasse; das Geld aus der Platzierung vom Oktober 2026 ist an Explorationsausgaben gebunden.
Die Aktienzahl stieg von 34,0 Millionen am 31. August 2024 auf mindestens 132,5 Millionen im Oktober 2026. Voll verwässert, mit Optionsscheinen, Optionen und Restricted Share Units, sind es rund 168 Millionen Aktien.
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