RWE AG
Einordnung
Unsere Einordnung
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt — sie beurteilt das Unternehmen, nicht den Einstiegszeitpunkt. Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.
Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.
Warum diese Farbe
Die Substanz stimmt: 41 Prozent Eigenkapitalquote, Investment-Grade-Rating beider Agenturen mit stabilem Ausblick, 10 Mrd. Euro ungenutzte Kreditlinien, 48,9 GW Erzeugungsleistung und über Differenzverträge langfristig gesicherte Erlöse. Ein Substanzrisiko ist in den Unterlagen nicht erkennbar — für Rot gibt es keinen Anhaltspunkt. Für Grün fehlt der Nachweis in zwei Punkten. Erstens ist die Ertragslage aus den Berichten nur mit Einschränkung ablesbar: Die Steuerungsgröße wurde für 2025 in drei Fassungen veröffentlicht, für 2023 nachträglich um 629 Mio. Euro gesenkt, und sie klammert das Braunkohlegeschäft samt seiner Zahlungsabflüsse aus. Zweitens trägt das laufende Geschäft die Ausschüttungen nicht: Der freie Mittelzufluss ist seit 2022 durchgehend negativ, während Dividende und Aktienrückkauf aus Fremdkapital, Anteilsverkäufen und einer Kapitalmaßnahme finanziert wurden. Das ist bei einem Ausbau dieser Größe erklärbar — erledigt ist die Frage damit nicht.
Woran sich die These entscheidet
Einschätzung: Chancen & Risiken
Ein Stromerzeuger mit solider Bilanz, planbaren Erlösen aus staatlich gesicherten Verträgen und einem Ausbauprogramm über 35 Mrd. Euro, das aus eigener Kraft nicht bezahlt ist: Der freie Mittelzufluss ist seit vier Jahren negativ, die Nettoverschuldung wächst, und im Juni 2026 kamen 4 Mrd. Euro frisches Eigenkapital dazu. Die Kennzahl, an der Anleger den Fortschritt ablesen sollen, hat für dasselbe Geschäftsjahr in fünf Monaten drei Fassungen bekommen und enthält das Braunkohlegeschäft nicht. Der Kurs preist das Ergebnisziel für 2031 bereits weitgehend ein.
Substanz und Finanzierungskraft
Eigenkapitalquote von 41 Prozent zum 30. Juni 2026, Investment-Grade-Ratings beider Agenturen (Moody’s Baa2, zuletzt bestätigt am 20. August 2026, und Fitch BBB+, Ausblick jeweils stabil), drei syndizierte Kreditlinien über zusammen 10 Mrd. Euro von 34 Banken, im April 2026 verlängert. Der Verschuldungsfaktor von 2,1 ist nach der Rechnung des Unternehmens der zweitniedrigste der Vergleichsgruppe.
Preissicherheit im Erneuerbaren-Geschäft
In der britischen Ausschreibung, deren Offshore-Ergebnisse am 14. Januar 2026 veröffentlicht wurden, sicherte sich RWE Differenzverträge für fünf Projekte mit bis zu 6,9 GW Gesamtleistung (RWE-Anteil 3,5 GW) zu 91,20 Pfund je Megawattstunde auf Preisbasis 2024, inflationsindexiert über zwanzig Jahre. Dazu kommen acht kleinere Solar- und Onshore-Projekte mit zusammen 291 MW, deren Zuschläge RWE im Februar 2026 meldete.
Belastbarkeit der Steuerungskennzahl
Für das Geschäftsjahr 2025 hat RWE innerhalb von fünf Monaten drei verschiedene Werte für das bereinigte EBITDA veröffentlicht: 5.087, 5.113 und 5.009 Mio. Euro. Für 2023 sank der Wert zwischen dem Geschäftsbericht 2023 und dem Geschäftsbericht 2025 von 8.378 auf 7.749 Mio. Euro. Das gesamte Segment Phaseout Technologies ist aus der Kennzahl herausdefiniert. Jede Änderung ist begründet und ausgewiesen — vergleichbar über die Jahre ist die Reihe trotzdem nur eingeschränkt.
Herkunft des Ergebniszuwachses 2026
Vom Zuwachs des bereinigten EBITDA um 919 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2026 entfallen 332 Mio. Euro auf eine staatliche Entschädigung der Niederlande für eine Erzeugungsbeschränkung aus dem Jahr 2022, deren Anspruch bis Ende 2025 außerhalb der Bilanz geführt wurde. RWE nennt zusätzlich „größere Einmaleffekte im Handelsgeschäft“ sowie Zuschreibungen und Auflösungen von Rückstellungen im Energiehandel.
Finanzierung des Ausbaus
Der freie Mittelzufluss ist seit 2022 in jedem Jahr negativ, zuletzt mit −5.496 Mio. Euro (2025) und −7.048 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2026. Die Nettoverschuldung stieg von einem Guthaben (2021 und 2022) auf 14.984 Mio. Euro zum 30. Juni 2026. Bis 2031 sind 35 Mrd. Euro Nettoinvestitionen geplant. Die Lücke wird über Fremdkapital, Verkäufe von Projektanteilen und Eigenkapital geschlossen; RWE benennt ausbleibende Verkäufe im eigenen Risikobericht als finanzielles Risiko.
Verlässlichkeit der Kapitalmarkt-Kommunikation
Am 12. März 2026 erklärte der Vorstandsvorsitzende, das Aktienrückkaufprogramm werde im Juni auslaufen und nicht fortgeführt, und man strebe keine größeren Übernahmen an. Am 22. Juni 2026 platzierte RWE 74.384.121 Aktien zu 54,00 Euro — darunter die 38.240.169 Stücke aus dem Rückkaufprogramm, die zu durchschnittlich 38,52 Euro erworben und nie eingezogen worden waren — und finanzierte damit einen Zukauf für 3,6 Mrd. Euro. Die Zahl der ausgegebenen Aktien stieg dadurch auf 779.985.169.
Bewertung im eigenen Zeitverlauf
Zum Schlusskurs vom 30. Juni 2026 (56,62 Euro) kostet die Aktie das 19,2-Fache des bereinigten Ergebnisses je Aktie, das der Vorstand für 2026 in Aussicht stellt (Mitte der Spanne 2,95 Euro). Ende 2023 war es das 7,5-Fache, Ende 2025 das 18,2-Fache. Der Grund ist eine Schere: Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel von 5,51 Euro (2023) auf 2,48 Euro (2025), während der Kurs von 41,18 auf 45,26 Euro stieg.
Zu beachten
Bewertungsgrundlage: Xetra-Schlusskurs vom 30. Juni 2026 (56,62 Euro), den RWE im Halbjahresbericht selbst nennt, und 779.985.169 ausgegebene Aktien nach der Kapitalmaßnahme vom 22. Juni 2026. Jüngster Periodenbericht ist der Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2026, veröffentlicht am 13. August 2026.
Methodik: Ausgewertet wurden zehn Geschäftsjahre (2016 bis 2025) aus den Fünfjahresübersichten der Geschäftsberichte 2020 und 2025, ergänzt um die Geschäftsberichte 2018 und 2023 zum Vergleich der Veröffentlichungsstände, dazu der Halbjahresbericht 2026, die Ad-hoc-Mitteilung vom 28. Juli 2026 und die Mitschriften von vier Konferenzen des Vorstands vom 20. März 2025 bis 13. August 2026 mit Schwerpunkt auf dem Frage-und-Antwort-Teil. Die Vergleichsgruppe stammt aus den Originalberichten 2025 von E.ON, ENGIE, Iberdrola, Ørsted und VERBUND. Die Eigenkapitalquoten der Vergleichsgruppe sind eine eigene Rechnung (Eigenkapital einschließlich Minderheiten und Hybridkapital durch Bilanzsumme), weil die meisten dieser Unternehmen keine Quote ausweisen; die Verschuldungsfaktoren stammen unverändert aus den Unternehmensangaben.
Berechnungsgrundlage: Die Zehnjahresreihe steht NICHT durchgehend auf einer Grundlage — RWE weist unter jeder Fünfjahresübersicht selbst darauf hin. Die Jahre 2016 bis 2020 stammen aus dem Geschäftsbericht 2020, die Jahre 2021 bis 2025 aus dem Geschäftsbericht 2025. Wo für ein Jahr mehrere veröffentlichte Fassungen existieren, sind sie im Text gegenübergestellt. Der Börsenwert ist als Aktienzahl mal Kurs zum jeweils genannten Stichtag gerechnet. Der Verschuldungsfaktor „RWE mit Bergbau“ von 3,2 ist eine eigene Rechnung und keine Angabe des Unternehmens.
Aktualitäts-Prüfung: Alle Veröffentlichungen des Unternehmens ab dem Tag des jüngsten Periodenberichts (13. August 2026) bis zum 3. September 2026 wurden durchgesehen — Ad-hoc-Mitteilungen, Eigengeschäfte von Führungskräften, Stimmrechtsmitteilungen, Kapitalmaßnahmen und Pressemitteilungen. Eingearbeitet ist die Pressemitteilung der RWE Power AG vom 2. September 2026 zum Ausfall von fünf Braunkohleblöcken. Weiter gefunden wurden außerdem die Bestätigung des Moody’s-Ratings am 20. August 2026, die angekündigte Klage Kaliforniens gegen den US-Vergleich vom 1. September 2026 und zwei operative Baufortschrittsmeldungen (Nordseecluster A am 31. August 2026, OranjeWind am 1. September 2026). Alles davon ist eingearbeitet. Eine ergebnisrelevante Ad-hoc-Mitteilung oder Stimmrechtsmitteilung lag nicht vor.
Belegbasis der Zitate: RWE veröffentlicht keine vollständigen schriftlichen Mitschriften des Frage-und-Antwort-Teils seiner Analystenkonferenzen; die eigene Tabelle earnings_transcripts enthält für RWE.DE null Einträge. Die zitierten Wortlautstellen stammen aus veröffentlichten Mitschriften des Finanzportals Investing.com, die Sprecherzuordnung aus dem Zusammenhang der jeweiligen Mitschrift. Zitate aus den Berichten des Unternehmens stehen im deutschen Originalwortlaut; RWE veröffentlicht seine Berichte in beiden Sprachen, maßgeblich ist die deutsche Fassung. Wo ausnahmsweise die englische Ausgabe zitiert wird, steht das ausdrücklich dabei.
RWE ist nicht bei der US-Wertpapieraufsicht SEC registriert. Es gibt deshalb weder eine US-Registriernummer noch die dort üblichen Jahres- und Quartalsberichte (Formulare 10-K und 10-Q); die Belegkette läuft vollständig über die Originalberichte des Unternehmens. In den USA ist die Aktie nur über ein Hinterlegungsprogramm zugänglich, das keine Meldepflicht für Großinvestoren auslöst — deshalb fällt der Superinvestoren-Block leer aus.
Aktien-Wächter
Diese Analyse ist Stand 3. September 2026. Was sich seitdem bei RWE.DE geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.
Später 0,99 € im Monat je Aktie — die Vormerkung ist kostenlos, und als Vormerker erfährst Du als Erster vom Start.
Kursverlauf
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
52-Wochen-Spanne: 39,80 € bis 62,00 € · Letzter Kurs: 57,90 € (Stand: 7. Oktober 2026)
Kennzahlen
Kennzahlen im Überblick
Alle Kennzahlen dieser Aktie, nach Themen sortiert. Das Fragezeichen an einer Beschriftung erklärt, was die Zahl bedeutet.
Basis
Performance
Technische Kennwerte
Aus der Kurshistorie berechnet · Stand: 06.10.2026
Bewertung
Rentabilität
Bilanz & Sicherheit
Wachstum
Dividende
Qualität & Screener
Markiert sind Dinge, die der Redaktion aufgefallen sind: Grün = auffallend stark, Rot = verdient eine genauere Prüfung. Keine Kennzahl taugt als Urteil für sich allein — immer im Zusammenhang lesen.
Vergleich
Branchenvergleich
Die Aktie neben den größten Unternehmen derselben Gruppe. Die Median-Zeile ist der mittlere Wert der oben gezeigten Unternehmen — nicht der ganzen Branche.
Branche: Utilities - Diversified
| Unternehmen | Marktkap. (Mrd. €) | KGV | EV/EBITDA | Bruttomarge % | EBIT-Marge % | Umsatzwachstum (Jahr) % | Perf. 1J % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| RWE AG RWE.DE | 42,7 | 17,5 | 7,3 | 39,0 | -28,8 | -27,2 | 52,3 |
| E.ON SE EOAN.DE | 43,8 | 12,8 | 3,5 | 24,9 | 17,8 | -1,8 | 8,6 |
| EnBW Energie Baden-Württemberg AG EBK.DE | 21,6 | 95,2 | 9,1 | 22,4 | 2,8 | -0,4 | 2,8 |
| Lechwerke AG LEC.DE | 2,3 | 22,9 | 13,0 | 15,1 | 1,4 | -20,6 | -4,8 |
| MVV Energie AG MVV1.DE | 2,0 | 26,5 | 7,9 | 22,9 | 8,7 | -8,5 | 5,6 |
| Gelsenwasser AG WWG.DE | 1,8 | 17,6 | 10,7 | 14,6 | 1,0 | 0,7 | -0,5 |
| Median der gezeigten Unternehmen | 11,9 | 20,3 | 8,5 | 22,7 | 2,1 | -5,1 | 4,2 |
Grundlage sind die zuletzt gemeldeten Kennzahlen. Nebeneinander stehen nur Titel desselben Handelsplatzes, damit die Marktkapitalisierungen in derselben Währung gerechnet sind. Im Chart vergleichen →
Geschäftsjahre
Jahreszahlen
Geschäftsjahre aus den geprüften Jahresabschlüssen, ältestes zuerst. EBIT ist der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern; die Bilanzsumme ist das gesamte Vermögen des Unternehmens.
Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Geschäftsjahr Mio. €
Umsatz Betriebsergebnis Gewinn
| Geschäftsjahr | Umsatz (Mio. €) | EBIT (Mio. €) | Nettogewinn (Mio. €) | GpA (€) | Operativer Cashflow (Mio. €) | Eigenkapital (Mio. €) | Bilanzsumme (Mio. €) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 43.590 | -4.314 | -5.651 | -9,19 | 2.352 | 3.696 | 76.402 |
| 2017 | 42.434 | 2.835 | 1.942 | 3,16 | -1.754 | 7.699 | 69.059 |
| 2018 | 13.388 | -160 | 394 | 0,64 | 6.648 | 9.676 | 80.108 |
| 2019 | 13.125 | 992 | -660 | -1,07 | -1.523 | 16.945 | 64.192 |
| 2020 | 13.688 | -1.584 | 1.051 | 1,65 | 4.175 | 17.182 | 61.668 |
| 2021 | 24.526 | 2.874 | 721 | 1,07 | 7.274 | 15.254 | 142.309 |
| 2022 | 38.366 | 3.021 | 2.717 | 3,93 | 2.406 | 27.576 | 138.548 |
| 2023 | 28.566 | -367 | 1.450 | 1,95 | 4.235 | 31.569 | 106.494 |
| 2024 | 24.224 | 3.630 | 5.135 | 6,91 | 6.620 | 31.549 | 98.440 |
| 2025 | 17.628 | 930 | 3.131 | 4,30 | 4.954 | 34.381 | 107.479 |
Quartale
Quartalszahlen
Jede Säule ist ein Quartal, die letzte ist die aktuellste. Über den Umschalter lassen sich die einzelnen Größen durchsehen.
Gewinn & Umsatz
Cashflow
Bilanz
Margen
Je Aktie
Chart anklicken oder mit Tab anspringen, dann mit ← und → durch die Perioden gehen.
Diese Kennzahl berichtet keine der ausgewählten Aktien. Wähle eine andere Kennzahl oder wechsle zwischen Jahr und Quartal.
· Gesamt · pro Jahr
Die Firmen berichten in verschiedenen Währungen — für einen fairen Vergleich „Indexiert“ einschalten oder eine Marge wählen.
Die Zahlen konnten gerade nicht geladen werden.
Quelle: Fundamentaldaten
| Quartal | GpA (Gewinn pro Aktie) | GpA YoY (%) | Umsatz (Mio. €) | Umsatz YoY (%) | Nettomarge (%) | OCF (Mio. €) | FCF (Mio. €) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024: Q2 | 0,75 | -41,90 | 4.594 | -16,10 | 45,50 | 2.473 | -963 |
| 2024: Q3 | 0,38 | -73,20 | 4.742 | -21,90 | 24,40 | 1.391 | -1.104 |
| 2024: Q4 | 0,91 | -41,30 | 8.270 | 8,70 | -0,40 | 4.899 | 1.751 |
| 2025: Q1 | 0,68 | -37,00 | 6.386 | -3,70 | 12,40 | -2.065 | -4.999 |
| 2025: Q2 | 0,38 | -49,30 | 3.672 | -20,10 | 18,10 | 806 | -1.512 |
| 2025: Q3 | 0,70 | 84,20 | 3.207 | -32,40 | 26,40 | 2.244 | -102 |
| 2025: Q4 | 0,72 | -20,90 | 4.363 | -47,20 | 19,00 | 3.969 | 1.553 |
| 2026: Q1 | 0,85 | 25,00 | 4.291 | -32,80 | 0,50 | -1.558 | -4.146 |
Was bedeuten diese Begriffe?
- GpA (Gewinn pro Aktie):
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
- YoY (Year over Year):
- Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
- Umsatz:
- Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Nettomarge:
- Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
- OCF (operativer Cashflow):
- Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
- FCF (freier Cashflow):
- Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.
Screening
In diesen Scannern enthalten
Diese Aktie besteht aktuell 3 unserer Scanner-Strategien — jeder Treffer verlinkt zum Scanner.
Wachstum
Recherche
Risiko & Schwäche
Gezählt werden nur echte Treffer verifizierter Scanner; reine Kennzahl-Rankings (KGV, KUV & Co. sortieren das ganze Universum) zählen nicht als Treffer. Rot markierte Scanner sind Warn-Signale (Risiko-/Short-Scanner) — dort enthalten zu sein ist kein Gütesiegel. Alle Scanner ansehen
Prognose
Analysten & Kursziel
Sammelbild der Kursziele und Empfehlungen aller Analysten, die den Titel begleiten. Kursziele sind Erwartungen für die nächsten 12 Monate, keine Zusagen — und sie folgen dem Kurs oft, statt ihn vorherzusagen.
Schätzungen je Geschäftsjahr
| Geschäftsjahr | GpA erwartet (€) | GpA-Spanne (€) | Umsatz erwartet (Mio. €) | Wachstum erwartet | Analysten |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2026 | 3,01 | 2,58 – 3,42 | 21.120 | 21,3 % | 18 |
| 31.12.2027 | 3,19 | 2,69 – 3,51 | 22.009 | 10,9 % | 8 |
Durchschnitt der Analystenschätzungen für die kommenden Geschäftsjahre. Die Spanne zeigt, wie weit optimistischste und vorsichtigste Schätzung auseinanderliegen — je breiter, desto unsicherer die Erwartung.
Bewertung
Was preist der Kurs ein?
Der freie Cashflow der vergangenen zwölf Monate ist negativ — eine Rückrechnung auf ein unterstelltes Wachstum ist damit nicht seriös möglich. Jede Wachstumsrate macht einen negativen Cashflow nur negativer; ein Barwert entsteht daraus nicht. Was der Kurs hier einpreist, ist deshalb keine Cashflow-Reihe, sondern die Erwartung, dass es überhaupt erst eine gibt.
Vereinfachte Modellrechnung, keine Prognose und keine Empfehlung.
KI-Einstufung
KI-Einstufung
RWE verkauft keine KI-Produkte, sondern nutzt künstliche Intelligenz einerseits als internes Werkzeug und profitiert andererseits als Stromerzeuger vom Energiehunger der KI-Rechenzentren. Belegt ist beides im Geschäftsbericht 2025: Der Konzern hat mit „DocumentDialogue“ eine eigene, auf künstlicher Intelligenz beruhende Anwendung entwickelt, die seit dem Frühjahr 2025 konzernweit ausgerollt ist, Verträge, Berichte und Präsentationen auswertet, über 3.500 individuelle Expertenprofile („Agenten“) führt und von mehr als 40 Prozent der Beschäftigten genutzt wird. Zugleich nennt der Vorstandsvorsitzende den Verkauf eines Rechenzentrums-Projekts an einem ehemaligen britischen Kraftwerksstandort als Beleg dafür, dass künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell doppelt stärke: über den steigenden Strombedarf und über neue Nutzungsoptionen für alte Kraftwerksstandorte. Ein gesonderter KI-Umsatz wird nicht ausgewiesen; KI ist kein Bestandteil des verkauften Leistungsversprechens — nach der Vorrangregel (verkauft > bedroht > nutzt > neutral) ergibt das „nutzt“. RWE ist deutscher Emittent ohne SEC-Registrierung; Belegquellen sind der Geschäftsbericht 2025 in deutscher und englischer Originalfassung.
Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
„RWE has developed an AI-based solution for more efficient information capture and sharing. The system, which is called DocumentDialogue, is already being used across all Group companies to analyse contracts, reports and presentations quickly and securely. […] More than 3,500 such agent profiles are currently in use. […] More than 40% of employees are using it, experiencing first-hand how intelligent AI support makes their day-to-day work easier and more efficient."
RWE hat eine Lösung für effizienteres Erfassen und Weitergeben von Informationen entwickelt, die auf künstlicher Intelligenz basiert. Das System mit dem Namen DocumentDialogue wird bereits in allen Konzerngesellschaften eingesetzt, um Verträge, Berichte oder Präsentationen schnell und sicher auszuwerten. […] Aktuell sind bereits über 3.500 solcher Agenten im Einsatz. […] Über 40 % unsere Beschäftigten nutzen es und erleben, wie die smarte KI-Unterstützung ihren Arbeitsalltag erleichtert.
Geschäftsbericht 2025, Kapitel 2.2 „Innovation“, Abschnitt „DocumentDialogue: Smarte KI für die Bewältigung der Datenflut“ · 2026-03-12 · Zum SEC-Bericht
„Adjusted net income slightly exceeded expectations, reaching €2.48 per share, bolstered by the successful sale of a development project for a data centre at a former UK power plant site. The transaction illustrates how artificial intelligence strengthens our business model in two ways: it increases electricity demand and opens up new, attractive opportunities for repurposing former power station sites."
Das bereinigte Nettoergebnis übertraf die Erwartungen leicht und erreichte 2,48 € je Aktie. Dazu beigetragen hat der erfolgreiche Verkauf eines Projekts für ein Rechenzentrum an einem früheren britischen Kraftwerksstandort. Diese Transaktion zeigt, dass künstliche Intelligenz unser Geschäftsmodell auf zweifache Weise stärkt: Sie steigert den Strombedarf und eröffnet neue, attraktive Nutzungsoptionen für ehemalige Kraftwerksstandorte.
Geschäftsbericht 2025, Kapitel 1.1 „Brief des Vorstandsvorsitzenden“ · 2026-03-12 · Zum SEC-Bericht
„Experts anticipate global demand for our product electricity to increase substantially in the coming years. The International Energy Agency (IEA) predicts annual growth of 3.6% through to 2030. Our core regions North America and Europe are also expected to see a rise in demand for electricity. Among the key factors are the ongoing digitalisation and the boom in artificial intelligence."
Experten gehen davon aus, dass sich die globale Nachfrage nach unserem Produkt Strom stark erhöhen wird. Die Internationale Energieagentur prognostiziert für die Zeit bis 2030 ein Plus von 3,6 % pro Jahr. Auch in unseren Kernregionen Nordamerika und Europa dürfte der Strombedarf zunehmen. Schlüsselfaktoren sind dabei die fortschreitende Digitalisierung und der Boom der künstlichen Intelligenz.
Geschäftsbericht 2025, Kapitel 2.1 „Geschäftsmodell und Strategie“, Abschnitt „Unsere Strategie“ · 2026-03-12 · Zum SEC-Bericht
Ausgewertete Berichte: Geschäftsbericht 2025 (englische Fassung, „Annual Report 2025“) 2026-03-12 · Geschäftsbericht 2025 (deutsche Originalfassung) 2026-03-12 · Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2026 2026-08-13
Eingestuft am 3. September 2026 · So entsteht die Einstufung
Wachstum
Wachstums-Score
Zehn Prüfungen aus den Jahresabschlüssen — jede bestandene zählt einen Punkt.
- Umsatz wächst über drei Jahre um mehr als 15 % pro Jahr -22,8 %
- Für das kommende Jahr werden mehr als 10 % Umsatzwachstum erwartet -100,0 %
- Aktienzahl wächst um weniger als 3 % pro Jahr 1,7 %
- Umsatzwachstum plus Cashflow-Marge ergeben mindestens 40 („Rule of 40") -55,9 %
- Bruttomarge ab 40 % und ohne nennenswerte Erosion 7,9 %
- Firmenwert aus Zukäufen wächst nicht schneller als der Umsatz 4,1 %
- Nettoverschuldung unter dem Doppelten des EBITDA 1,3 × EBITDA
- Operativer Cashflow deckt die Gewinne der letzten drei Jahre 6.093 Mio.
- Kapitalrendite ab 15 % oder gegenüber vor zwei Jahren gestiegen 1,2 %
- Insider halten mindestens 10 % oder kaufen netto zu 4,7 %
Ein Kriterium ohne Zahlen gilt weder als bestanden noch als verfehlt; einen Punktestand gibt es erst ab 7 beurteilbaren Kriterien. Quelle: Fundamentaldaten. Alle zehn Kriterien im Detail
Qualitätsprüfung
AAQS
2/10Der AAQS (AlleAktien Qualitätsscore) prüft 10 Qualitätskriterien zu Wachstum, Profitabilität und Bilanzstärke — nach der von AlleAktien entwickelten und veröffentlichten Methodik, von uns aus eigenen Fundamentaldaten berechnet. Ab 9 von 10 Punkten gilt eine Aktie als Qualitätsaktie. Bei kürzerer Börsenhistorie rechnen wir über die verfügbaren Geschäftsjahre (mindestens fünf).
- Umsatzwachstum 10 J > 5 % -9,6 %
- Erw. Umsatzwachstum 3 J > 5 % 11,7 %
- EBIT-Wachstum 10 J > 5 % –
- Erw. EBIT-Wachstum 3 J > 5 % -13,8 %
- Nettoverschuldung < 4x EBIT 3,9x
- EBIT positiv, 10 J durchgehend 6
- Max. EBIT-Rückgang < 50 % 100,0 %
- Eigenkapitalrendite > 15 % 12,2 %
- ROCE > 15 % 1,1 %
- Renditeerwartung > 10 % -24,1 %
Aktien mit der vollen AAQS-Punktzahl ansehen · Methodik bei AlleAktien nachlesen
Quelle: Fundamentaldaten
Das Unternehmen
Über das Unternehmen
Die RWE Aktiengesellschaft erzeugt und liefert Strom aus erneuerbaren und konventionellen Quellen in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, dem übrigen Europa, Nordamerika und international. Sie ist in fünf Segmenten tätig: Offshore Wind; Onshore Wind/Solar; Flexible Erzeugung; Energiehandel; und Kohle/Kernenergie. Das Unternehmen erzeugt Strom aus Wind, Wasser, Sonne, Gas, Braunkohle und Biomasse. Es handelt außerdem mit Strom, Gas und Energierohstoffen, betreibt Gasspeicher, ist im Bereich Batteriespeicher aktiv und betreibt Braunkohletagebau und -veredelung. Das Unternehmen bedient Gewerbe-, Industrie- und kommunale Kunden. Die RWE Aktiengesellschaft wurde 1898 gegründet und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland.
- Mitarbeiter
- 19.702
- Hauptsitz
- Essen, Germany
- Anschrift
- RWE Platz 1, 45141 Essen, Germany
- Telefon
- 49 201 5179 0
- Website
- rwe.com
- ISIN
- DE0007037129
- Aktien-Split
- 301:300 am 08.12.2011
- Aktien-Split
- 10:1 am 01.02.1996
Management
| Name | Position | Jahrgang |
|---|---|---|
| Markus Krebber Ph.D. | Chairman of the Executive Board & CEO | 1973 |
| Michael Muller | CFO & Member of Executive Board | 1971 |
| Katja Van Doren | Member of the Executive Board, Chief Human Resources Officer (CHO) & Labour Director | 1966 |
| Thomas Michel | Chief Operating Officer | – |
Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.
Datenstand: 7. Oktober 2026 · symbol.source_foreign
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.