Gerresheimer AG
Einordnung
Unsere Einordnung
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt — sie beurteilt das Unternehmen, nicht den Einstiegszeitpunkt. Keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf.
Wir haben mindestens einen belegten Befund, der das Unternehmen selbst gefährdet — unabhängig davon, wie die Aktie gerade bewertet ist.
Warum diese Farbe
Rot steht hier nicht für eine teure Aktie oder eine schwache Kursentwicklung, sondern für ein belegtes Substanzrisiko: Der Abschlussprüfer hat im Bestätigungsvermerk zum Geschäftsbericht 2025 einen eigenen Abschnitt zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit eingezogen und ausdrücklich ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB benannt. Nach dem Regelwerk dieser Analysen ist ein Going-Concern-Hinweis für sich genommen bereits rot — hier kommen ein von 2,61x auf 4,95x gestiegener Verschuldungsgrad gegen eine ab dem 30. November 2026 wieder geltende Obergrenze von 4,75x, ein monatlich geprüfter Liquiditäts-Covenant von 100,0 Millionen Euro, 881,5 Millionen Euro Fälligkeiten im Geschäftsjahr 2027 und eine eigene Prognose mit negativem freien Mittelzufluss hinzu. Dass der Prüfer das Testat nicht verweigert hat, dass er die Annahmen des Vorstands für vertretbar hält und dass mit dem Apax-Verkauf ein Entschuldungsschritt über rund 1,5 Milliarden Euro Unternehmenswert unterschrieben ist, mildert die Lage — es hebt sie aber nicht auf, solange der Vollzug aussteht. Gelb wäre die Einordnung, wenn der Fortführungshinweis entfiele und der Verschuldungsgrad die vertragliche Grenze wieder einhielte. Die Fortschreibung vom 16. September 2026 ändert daran nichts: Die vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal 2026 zeigen zwar einen deutlich kleineren Mittelabfluss, aber keine gesunkenen Nettofinanzschulden (1.955 nach 1.920 Millionen Euro), eine von 751 auf 342 Millionen Euro halbierte Liquidität, ein um 15 Millionen Euro niedrigeres Adjusted EBITDA — und daneben einen seit dem 24. August 2026 unbesetzten Vorstandsvorsitz sowie eine auf der Hauptversammlung vertagte Entlastung. Die Fortschreibung vom 30. September 2026 verschärft den Befund: Die Liquidität sank bis zum 31. Mai 2026 auf 249 Millionen Euro, die Nettofinanzschulden stiegen auf 2.058 Millionen, das Eigenkapital fiel im ersten Quartal auf 982,2 Millionen Euro — das operativ bessere zweite Quartal ändert an der Substanzfrage nichts. Ob die Aktie mit rund 0,4 Jahresumsätzen und rund 0,9 Buchwerten günstig ist, gehört in die Preisfrage und bestimmt diese Einordnung nicht.
Woran sich die These entscheidet
Einschätzung: Chancen & Risiken
Gerresheimer ist die Traditionsnamen-Falle in Reinform: ein funktionierendes Geschäft in einem wachsenden Markt — 2.320,9 Millionen Euro Umsatz, 384,0 Millionen Adjusted EBITDA, 13.528 Beschäftigte — unter einer Bilanz, die der Abschlussprüfer nicht mehr ohne Warnhinweis testieren wollte. Der Bestätigungsvermerk zum Geschäftsbericht 2025 nennt ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB; dahinter stehen 2.012,9 Millionen Euro Nettofinanzschulden, ein Verschuldungsgrad von 4,95x gegen eine ab dem 30. November 2026 wieder geltende Obergrenze von 4,75x, ein Liquiditäts-Covenant über 100,0 Millionen Euro, zwei laufende BaFin-Prüfungen und ein Konzernabschluss, der binnen vier Wochen zweimal aufgestellt werden musste. Der Verkauf an Apax-Fonds für rund 1,5 Milliarden Euro Unternehmenswert ist der plausible Ausweg — aber er ist unterschrieben, nicht vollzogen, und er kostet den margenstärksten Bereich. Die Zahlen vom 30. September 2026 zeigen ein operativ erholtes zweites Quartal (102 Millionen Euro Adjusted EBITDA nach 67 im ersten), aber eine weiter angespannte Finanzlage: 122 Millionen Euro freier Mittelabfluss im Halbjahr, Nettofinanzschulden von 2.058 Millionen Euro und eine Liquidität von 249 Millionen zum 31. Mai 2026, ein Konzernverlust von 98,2 Millionen Euro im ersten Quartal und ein Eigenkapital von nur noch 982,2 Millionen. Dazu kommt seit dem 24. August 2026 ein unbesetzter Vorstandsvorsitz, eine auf der Hauptversammlung vertagte Entlastung — und ein Großaktionär, der auf 18,14 Prozent aufgestockt hat. Keine Anlageberatung.
Geschäftsmodell und Endmarkt
Primärverpackungen und Drug-Delivery-Systeme für Pharma und Biotech sind ein regulierter Markt mit hohen Wechselhürden und strukturellem Rückenwind: Der Geschäftsbericht 2025 erwartet für Biopharmazeutika ein volumenbasiertes Wachstum von durchschnittlich 4,1 Prozent pro Jahr bis 2030 (Nordamerika 5,1 Prozent). Der Umsatz stieg fünf Jahre in Folge von 1.498,0 (2021) auf 2.320,9 Millionen Euro (2025), die Belegschaft von 10.447 auf 13.528 Menschen.
Bilanz und Verschuldung
Die Nettofinanzschulden stiegen zum 30. November 2025 auf 2.012,9 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 1.100,3 Millionen), der Verschuldungsgrad von 2,61x auf 4,95x. Gleichzeitig fiel das Eigenkapital von 1.504,8 auf 1.107,1 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote von 39,9 auf 24,6 Prozent. Erstmals in der Fünfjahresreihe liegen die Nettoschulden deutlich über dem Eigenkapital. Das erste Halbjahr 2026 brachte keine Entlastung, sondern das Gegenteil: Zum 31. Mai 2026 lagen die Nettofinanzschulden nach vorläufigen Zahlen bei 2.058 Millionen Euro nach 1.920 Millionen zum Bilanzstichtag (beide Werte ohne Leasingverbindlichkeiten bis 93 Millionen), die Liquidität war binnen zwölf Monaten von 736 auf 249 Millionen Euro gefallen. Das Eigenkapital sank allein im ersten Quartal 2026 auf 982,2 Millionen Euro (Eigenkapitalquote 22,6 Prozent), belastet durch einen Konzernverlust von 98,2 Millionen Euro.
Fortführung und Kreditauflagen
Der Bestätigungsvermerk zum Geschäftsbericht 2025 enthält einen Abschnitt zur wesentlichen Unsicherheit bei der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und nennt ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB. Die Kreditauflage ist für vier Stichtage bis zum 31. August 2026 ausgesetzt; ab dem 30. November 2026 gilt wieder eine Obergrenze von 4,75x gegen einen zuletzt gemeldeten Wert von 4,95x (30. November 2025). Seither sind die Nettofinanzschulden gestiegen und das Adjusted EBITDA des ersten Halbjahres lag 56 Millionen Euro unter dem Vorjahr — beide Seiten der Kennzahl haben sich vom Grenzwert entfernt. Ein Bruch kann laut Bericht zur vorzeitigen Fälligstellung führen; das Management setzt auf den Centor-Vollzug (laut Präsentation für Oktober 2026 vorbereitet) und eine Refinanzierung „im Einvernehmen mit den Banken“.
Berichterstattung, Führung und Eigentümer
Zwei BaFin-Anlassprüfungen (September 2025 und März 2026) waren bei Aufstellung des Abschlusses nicht abgeschlossen; eine Fehlerkorrektur nach IAS 8 senkte die Umsatzerlöse 2024 rückwirkend um 44,6 Millionen Euro. Der Konzernabschluss 2025 musste am 23. Juli 2026 ein zweites Mal aufgestellt werden — die Änderungen betrafen ausschließlich die Segmentdarstellung und blieben ohne Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, zeigen aber die Belastung der Berichtsprozesse. Die Hauptversammlung vom 1. September 2026 vertagte die Entlastung dreier früherer Vorstandsmitglieder und die des Aufsichtsrats, bis die Aufsichtsverfahren abschließend bewertet sind. Seit dem 24. August 2026 hat der Konzern zudem keinen Vorstandsvorsitzenden — Interim-CEO Uwe Röhrhoff beendete sein Mandat auf eigenen Wunsch, ein Nachfolger ist nicht benannt. Parallel baut Active Ownership um Aufsichtsratsmitglied Klaus Röhrig aus: 14,96 Prozent der Stimmrechte und 18,14 Prozent einschließlich Instrumenten (Meldung vom 14. September 2026). Ein Ankeraktionär dieser Größe kann stabilisieren — seine Ziele müssen sich aber nicht mit denen des Streubesitzes decken.
Entschuldungsplan
Der am 29. Juli 2026 unterschriebene Verkauf von Centor und des Primary-Packaging-Plastics-Geschäfts an Apax-Fonds bringt einen kombinierten Unternehmenswert von rund 1,5 Milliarden Euro und ist damit in der passenden Größenordnung. Er kostet aber Ertragskraft: Verkauft wird aus dem margenstärksten Bereich Containment & Delivery Systems (pro forma 22,9 Prozent Adjusted-EBITDA-Marge 2025). Vollzug erst bis Ende des Geschäftsjahres 2026 (Centor) beziehungsweise im ersten Halbjahr 2027.
Mittelzufluss und Prognose
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Gerresheimer einen freien Mittelzufluss vor M&A-Aktivitäten von −50 bis −100 Millionen Euro nach −85,5 Millionen im Geschäftsjahr 2025 — unter anderem, weil die Finanzpartner die Factoring-Volumina reduziert haben. Umsatz- und Margenprognose wurden im Juni 2026 gesenkt und am 27. August sowie am 30. September 2026 bestätigt; für 2025 wird keine Dividende vorgeschlagen. Nach vorläufigen Zahlen lag der freie Mittelzufluss im ersten Halbjahr 2026 bei −122 Millionen Euro (zweites Quartal: −92 Millionen, vor allem wegen 57 Millionen Euro weniger Reverse Factoring) — bereits unter dem unteren Ende der Jahresspanne. Hält die Prognose, müsste das zweite Halbjahr 22 bis 72 Millionen Euro positiv beitragen. Operativ erholte sich das zweite Quartal auf 102 Millionen Euro Adjusted EBITDA (17,6 Prozent Marge) nach 67 Millionen im ersten, blieb aber unter dem Vorjahresquartal (126 Millionen).
Zu beachten
Auf die Rechercheliste kam Gerresheimer über die Foren-Hitliste von wallstreet-online (meistdiskutierte Werte deutscher Privatanleger), Stand 4. August 2026 — kein Scanner-Treffer und kein Kaufsignal, sondern ein Aufmerksamkeitssignal.
Datenstand und Aktualität (Fortschreibung vom 30. September 2026): Jüngster geprüfter Jahresbericht bleibt der Geschäftsbericht 2025 für das Geschäftsjahr bis zum 30. November 2025, veröffentlicht am 29. Juni 2026 und in geänderter Fassung am 23. Juli 2026. Jüngster Periodenbericht ist die Quartalsmitteilung Q1 2026 (1. Dezember 2025 bis 28. Februar 2026), veröffentlicht am 30. September 2026. Am selben Tag kamen vorläufige Zahlen zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2026 (bis 31. Mai 2026) samt Präsentation; sie sind ungeprüft und vorläufig. Den Halbjahresfinanzbericht kündigt Gerresheimer für Ende November 2026 an, die Quartalsmitteilung zum dritten Quartal (1. Juni bis 31. August 2026) für Dezember 2026. Weitere berücksichtigte Meldungen: Abgang des Interim-CEO (24. August 2026), Hauptversammlung (1. September 2026), Stimmrechtsmitteilungen zu Active Ownership (14. September 2026) und Goldman Sachs (19. September 2026). Die Analystenkonferenz vom 30. September 2026 ist in dieser Fassung nicht ausgewertet.
Zum Geschäftsjahr: Gerresheimer bilanziert vom 1. Dezember bis zum 30. November. Vergleiche mit Unternehmen, die dem Kalenderjahr folgen, betreffen verschobene Zeiträume. Die Vergleichszahlen für 2021, 2023 und 2024 sind im Geschäftsbericht 2025 als „angepasst“ gekennzeichnet (Fehlerkorrektur nach IAS 8).
Der Börsenwert wird bewusst nur als Größenordnung verwendet: Die Aktienzahl von rund 34,54 Millionen stammt aus dem Geschäftsbericht 2025 (durchschnittliche Aktienzahl der Periode) und deckt sich mit den Marktdaten zum 4. August 2026. Alle daraus abgeleiteten Verhältniszahlen sind gerundete Größenordnungen, keine Tageswerte.
Aktien-Wächter
Diese Analyse ist Stand 30. September 2026. Was sich seitdem bei GXI.DE geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.
Später 0,99 € im Monat je Aktie — die Vormerkung ist kostenlos, und als Vormerker erfährst Du als Erster vom Start.
Kursverlauf
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
52-Wochen-Spanne: 15,70 € bis 38,00 € · Letzter Kurs: 28,40 € (Stand: 5. Oktober 2026)
Kennzahlen
Kennzahlen im Überblick
Alle Kennzahlen dieser Aktie, nach Themen sortiert. Das Fragezeichen an einer Beschriftung erklärt, was die Zahl bedeutet.
Basis
Performance
Technische Kennwerte
Aus der Kurshistorie berechnet · Stand: 06.10.2026
Bewertung
Rentabilität
Bilanz & Sicherheit
Wachstum
Dividende
Qualität & Screener
Markiert sind Dinge, die der Redaktion aufgefallen sind: Grün = auffallend stark, Rot = verdient eine genauere Prüfung. Keine Kennzahl taugt als Urteil für sich allein — immer im Zusammenhang lesen.
Vergleich
Branchenvergleich
Die Aktie neben den größten Unternehmen derselben Gruppe. Die Median-Zeile ist der mittlere Wert der oben gezeigten Unternehmen — nicht der ganzen Branche.
Branche: Medical Instruments & Supplies
| Unternehmen | Marktkap. (Mrd. €) | KGV | EV/EBITDA | Bruttomarge % | EBIT-Marge % | Umsatzwachstum (Jahr) % | Perf. 1J % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gerresheimer AG GXI.DE | 1,0 | – | 10,2 | 23,6 | -11,0 | 14,0 | -25,1 |
| Sartorius Aktiengesellschaft SRT3.DE | 17,2 | 87,8 | 20,0 | 45,7 | 18,0 | 4,7 | 10,3 |
| Sartorius AG VZO O.N. SRT.DE | 14,1 | 72,0 | 20,0 | 45,7 | 18,0 | 4,7 | 10,1 |
| SCHOTT Pharma AG & Co. KGaA 1SXP.DE | 3,7 | 26,0 | 13,0 | 31,2 | 16,0 | 3,0 | 16,1 |
| Ottobock SE & Co. KGaA OBCK.DE | 3,2 | 35,1 | 11,4 | 52,6 | 12,0 | – | – |
| Fielmann Aktiengesellschaft FIE.DE | 3,2 | 15,6 | 6,1 | 80,3 | 14,8 | 7,6 | -22,5 |
| Carl Zeiss Meditec AG AFX.DE | 2,6 | 21,4 | 18,0 | 51,6 | 11,1 | 7,8 | -31,2 |
| Paul Hartmann AG PHH2.DE | 0,7 | 11,3 | 3,1 | 59,1 | 5,2 | 1,7 | -7,6 |
| Bio-gate AG BIG1.DE | 0,0 | – | -13,4 | 55,7 | -6,7 | 4,9 | -46,1 |
| Median der gezeigten Unternehmen | 3,2 | 26,0 | 11,4 | 51,6 | 12,0 | 4,8 | -15,0 |
Grundlage sind die zuletzt gemeldeten Kennzahlen. Nebeneinander stehen nur Titel desselben Handelsplatzes, damit die Marktkapitalisierungen in derselben Währung gerechnet sind. Im Chart vergleichen →
Geschäftsjahre
Jahreszahlen
Geschäftsjahre aus den geprüften Jahresabschlüssen, ältestes zuerst. EBIT ist der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern; die Bilanzsumme ist das gesamte Vermögen des Unternehmens.
Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Geschäftsjahr Mio. €
Umsatz Betriebsergebnis Gewinn
| Geschäftsjahr | Umsatz (Mio. €) | EBIT (Mio. €) | Nettogewinn (Mio. €) | GpA (€) | Operativer Cashflow (Mio. €) | Eigenkapital (Mio. €) | Bilanzsumme (Mio. €) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 1.375 | 180 | 122 | 3,87 | 173 | 726 | 2.374 |
| 2017 | 1.348 | 181 | 101 | 3,21 | 219 | 753 | 2.444 |
| 2018 | 1.368 | 139 | 129 | 4,11 | 173 | 873 | 2.731 |
| 2019 | 1.392 | 124 | 81 | 2,57 | 193 | 925 | 2.641 |
| 2020 | 1.419 | 156 | 89 | 2,82 | 222 | 884 | 2.617 |
| 2021 | 1.498 | 147 | 84 | 2,67 | 212 | 981 | 2.877 |
| 2022 | 1.817 | 169 | 96 | 3,06 | 222 | 1.243 | 3.354 |
| 2023 | 1.990 | 213 | 116 | 3,48 | 294 | 1.446 | 3.429 |
| 2024 | 2.036 | 197 | 110 | 3,18 | 240 | 1.512 | 3.809 |
| 2025 | 2.321 | -209 | -320 | -9,27 | 210 | 1.081 | 4.493 |
Quartale
Quartalszahlen
Jede Säule ist ein Quartal, die letzte ist die aktuellste. Über den Umschalter lassen sich die einzelnen Größen durchsehen.
Gewinn & Umsatz
Cashflow
Bilanz
Margen
Je Aktie
Chart anklicken oder mit Tab anspringen, dann mit ← und → durch die Perioden gehen.
Diese Kennzahl berichtet keine der ausgewählten Aktien. Wähle eine andere Kennzahl oder wechsle zwischen Jahr und Quartal.
· Gesamt · pro Jahr
Die Firmen berichten in verschiedenen Währungen — für einen fairen Vergleich „Indexiert“ einschalten oder eine Marge wählen.
Die Zahlen konnten gerade nicht geladen werden.
Quelle: Fundamentaldaten
| Quartal | GpA (Gewinn pro Aktie) | GpA YoY (%) | Umsatz (Mio. €) | Umsatz YoY (%) | Nettomarge (%) | OCF (Mio. €) | FCF (Mio. €) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023: Q4 | 1,20 | -19,10 | 545 | 3,10 | 7,60 | 149 | 53 |
| 2026: Q1 | -2,85 | -719,60 | 475 | -8,70 | -20,70 | 24 | -40 |
| 2024: Q1 | 0,65 | 69,40 | 466 | 1,80 | 2,80 | 27 | -88 |
| 2024: Q2 | 1,24 | -4,60 | 502 | 0,60 | 6,50 | 8 | -74 |
| 2024: Q3 | 1,15 | 7,50 | 499 | 2,20 | 5,50 | 71 | -11 |
| 2024: Q4 | 1,63 | 35,30 | 569 | 4,30 | 6,50 | 134 | 44 |
| 2025: Q1 | 0,46 | -29,20 | 520 | 11,60 | -3,50 | -28 | -508 |
| 2025: Q2 | 0,90 | -27,40 | 601 | 19,60 | 2,80 | 62 | -2 |
| 2025: Q3 | 0,69 | -40,00 | 561 | 12,50 | -2,30 | 86 | 18 |
| 2025: Q4 | -0,06 | -103,70 | 640 | 12,40 | -47,90 | 90 | 32 |
Was bedeuten diese Begriffe?
- GpA (Gewinn pro Aktie):
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
- YoY (Year over Year):
- Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
- Umsatz:
- Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Nettomarge:
- Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
- OCF (operativer Cashflow):
- Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
- FCF (freier Cashflow):
- Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.
Screening
In diesen Scannern enthalten
Diese Aktie besteht aktuell 3 unserer Scanner-Strategien — jeder Treffer verlinkt zum Scanner.
Qualität & Bilanz
Recherche
Risiko & Schwäche
Gezählt werden nur echte Treffer verifizierter Scanner; reine Kennzahl-Rankings (KGV, KUV & Co. sortieren das ganze Universum) zählen nicht als Treffer. Rot markierte Scanner sind Warn-Signale (Risiko-/Short-Scanner) — dort enthalten zu sein ist kein Gütesiegel. Alle Scanner ansehen
Prognose
Analysten & Kursziel
Sammelbild der Kursziele und Empfehlungen aller Analysten, die den Titel begleiten. Kursziele sind Erwartungen für die nächsten 12 Monate, keine Zusagen — und sie folgen dem Kurs oft, statt ihn vorherzusagen.
Schätzungen je Geschäftsjahr
| Geschäftsjahr | GpA erwartet (€) | GpA-Spanne (€) | Umsatz erwartet (Mio. €) | Wachstum erwartet | Analysten |
|---|---|---|---|---|---|
| 30.11.2026 | 2,21 | 0,78 – 3,22 | 2.355 | 217,9 % | 8 |
| 30.11.2027 | 1,77 | -0,99 – 4,19 | 2.430 | 43,6 % | 10 |
Durchschnitt der Analystenschätzungen für die kommenden Geschäftsjahre. Die Spanne zeigt, wie weit optimistischste und vorsichtigste Schätzung auseinanderliegen — je breiter, desto unsicherer die Erwartung.
Bewertung
Was preist der Kurs ein?
Der freie Cashflow der vergangenen zwölf Monate ist negativ — eine Rückrechnung auf ein unterstelltes Wachstum ist damit nicht seriös möglich. Jede Wachstumsrate macht einen negativen Cashflow nur negativer; ein Barwert entsteht daraus nicht. Was der Kurs hier einpreist, ist deshalb keine Cashflow-Reihe, sondern die Erwartung, dass es überhaupt erst eine gibt.
Vereinfachte Modellrechnung, keine Prognose und keine Empfehlung.
KI-Einstufung
KI-Einstufung
Der Geschäftsbericht 2025 (163 Seiten, geänderte Fassung vom 23. Juli 2026) nennt künstliche Intelligenz an genau einer Stelle — als gesamtwirtschaftlichen Wachstumstreiber in Asien, nicht als Bestandteil des eigenen Geschäfts. Gerresheimer verkauft Primärverpackungen, Drug-Delivery-Systeme und Medizinprodukte; die im Leistungsspektrum genannten „digitalen Lösungen für die Therapiebegleitung“ werden nirgends als KI-, Algorithmus- oder Machine-Learning-gestützt beschrieben. Weder ein KI-Angebot noch eine belegte KI-Bedrohung des Geschäftsmodells ist im Bericht dokumentiert.
Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
„At the same time, robust demand for semiconductors, electronics, and AI infrastructure is supporting growth in Asia, where capital expenditure on technologies such as artificial intelligence is having a positive effect."
Gleichzeitig stützt die robuste Nachfrage nach Halbleitern, Elektronik und KI-Infrastruktur das Wachstum in Asien, wo Investitionen in Technologien wie künstliche Intelligenz einen positiven Effekt entfalten.
Geschäftsbericht 2025 · 2026-07-23 · Zum SEC-Bericht
„The range of services includes, among other things, digital solutions for therapy support, on-body devices, syringes, pens, auto-injectors, and inhalers, as well as injection vials, cartridges, ampoules, tablet containers, and infusion, drip, and syrup bottles."
Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem digitale Lösungen für die Therapiebegleitung, On-Body-Devices, Spritzen, Pens, Autoinjektoren und Inhalatoren sowie Injektionsfläschchen, Karpulen, Ampullen, Tablettenbehälter, Infusions-, Tropf- und Sirupflaschen.
Geschäftsbericht 2025 · 2026-07-23 · Zum SEC-Bericht
Ausgewertete Berichte: Geschäftsbericht 2025 2026-07-23 · Annual Report 2025 2026-06-29 · Ad-hoc-Mitteilung 2026-07-29
Eingestuft am 4. August 2026 · So entsteht die Einstufung
Wachstum
Wachstums-Score
Zehn Prüfungen aus den Jahresabschlüssen — jede bestandene zählt einen Punkt.
- Umsatz wächst über drei Jahre um mehr als 15 % pro Jahr 8,5 %
- Für das kommende Jahr werden mehr als 10 % Umsatzwachstum erwartet 1,2 %
- Aktienzahl wächst um weniger als 3 % pro Jahr 3,2 %
- Umsatzwachstum plus Cashflow-Marge ergeben mindestens 40 („Rule of 40") 9,7 %
- Bruttomarge ab 40 % und ohne nennenswerte Erosion 18,3 %
- Firmenwert aus Zukäufen wächst nicht schneller als der Umsatz 19,4 %
- Nettoverschuldung unter dem Doppelten des EBITDA 4,6 × EBITDA
- Operativer Cashflow deckt die Gewinne der letzten drei Jahre 839 Mio.
- Kapitalrendite ab 15 % oder gegenüber vor zwei Jahren gestiegen -6,7 %
- Insider halten mindestens 10 % oder kaufen netto zu 11,4 %
Ein Kriterium ohne Zahlen gilt weder als bestanden noch als verfehlt; einen Punktestand gibt es erst ab 7 beurteilbaren Kriterien. Quelle: Fundamentaldaten. Alle zehn Kriterien im Detail
Qualitätsprüfung
AAQS
1/10Der AAQS (AlleAktien Qualitätsscore) prüft 10 Qualitätskriterien zu Wachstum, Profitabilität und Bilanzstärke — nach der von AlleAktien entwickelten und veröffentlichten Methodik, von uns aus eigenen Fundamentaldaten berechnet. Ab 9 von 10 Punkten gilt eine Aktie als Qualitätsaktie. Bei kürzerer Börsenhistorie rechnen wir über die verfügbaren Geschäftsjahre (mindestens fünf).
- Umsatzwachstum 10 J > 5 % 6,0 %
- Erw. Umsatzwachstum 3 J > 5 % 2,3 %
- EBIT-Wachstum 10 J > 5 % –
- Erw. EBIT-Wachstum 3 J > 5 % 2,3 %
- Nettoverschuldung < 4x EBIT –
- EBIT positiv, 10 J durchgehend 9
- Max. EBIT-Rückgang < 50 % 100,0 %
- Eigenkapitalrendite > 15 % –
- ROCE > 15 % -6,7 %
- Renditeerwartung > 10 % -8,3 %
Aktien mit der vollen AAQS-Punktzahl ansehen · Methodik bei AlleAktien nachlesen
Quelle: Fundamentaldaten
Das Unternehmen
Über das Unternehmen
Die Gerresheimer AG bietet zusammen mit ihren Tochtergesellschaften Arzneimittelverpackungen, Drug-Delivery-Systeme und Lösungen in Deutschland und international an. Das Unternehmen ist in drei Geschäftsbereichen tätig: Plastics & Devices, Primary Packaging Glass und Advanced Technologies. Es bietet vorfüllbare Spritzen, Verpackungslösungen aus Kunststoff und Glas, Vials, Glaskarpulen und Ampullen, Flaschen und Behälter sowie Behälter, Flaschen, Kappen, Verschlüsse, Applikatoren und Zubehör an; Entwicklung, Industrialisierung und Auftragsfertigung von Drug-Delivery-Programmen; Projekt- und Qualitätsmanagement; sowie Drug-Delivery-Systeme, darunter Inhalatoren, Injektoren/Autoinjektoren und Pen-Injektoren. Das Unternehmen liefert außerdem Diagnostik- und Medizinprodukte, darunter Point-of-Care-Tests, Labor-Einwegartikel, Chemie- und Technikflaschen, Diagnostik- und Polymer-Vials, Tropfflaschen und PET-Flaschen sowie Medizinprodukte wie Stechhilfen, Infusionssets und Einwegsysteme. Darüber hinaus bietet es Kosmetikverpackungslösungen wie Flakons und Tiegel aus Formglas; Ampullen, Tropfer, Sampler und Vials aus Röhrenglas; sowie Kunststoffverpackungsprodukte an, außerdem Dienstleistungen in den Bereichen Pharma, Labor und Regulatory Affairs. Das Unternehmen bietet seine Produkte Apothekenketten, Supermärkten und Großhändlern an. Es bedient die Branchen Pharma, Biotech, Medizintechnik, Diagnostik, Kosmetik, Glasbehälter sowie Lebensmittel und Getränke. Die Gerresheimer AG unterhält eine strategische Zusammenarbeit mit Newel Health, um Pharmaunternehmen bei integrierten digitalen Therapien zu unterstützen. Die Gerresheimer AG wurde 1864 gegründet und hat ihren Sitz in Düsseldorf, Deutschland.
- Mitarbeiter
- 13.528
- Hauptsitz
- Düsseldorf, Germany
- Anschrift
- Peter-Müller-Straße 3, 40468 Düsseldorf, Germany
- Telefon
- 49 211 61 81 00
- Website
- gerresheimer.com
- ISIN
- DE000A0LD6E6
Management
| Name | Position | Jahrgang |
|---|---|---|
| Wolf Uwe Lehmann | CFO & Member of the Management Board | 1971 |
| Achim Schalk | Member of the Management Board | 1972 |
| Katja Schnitzler | Global Senior VP of People & Organization and Member of Supervisory Board | 1981 |
| Guido Pickert | Head of Investor Relations | – |
| Ueli Utzinger | Group Senior Director Marketing & Communication | – |
| Hans-Norbert Topp | Head of Moulded Glass Business Unit | 1961 |
Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.
Datenstand: 5. Oktober 2026 · symbol.source_foreign
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.