Legacy Education: Der Umsatz wächst um 30 Prozent — beim Aktionär kommen 2 Prozent an
Legacy Education (NYSE American: LGCY) betreibt vier Berufsfachschulen in Kalifornien und bildet vor allem Pflegekräfte und medizinische Fachangestellte aus. Die Schlagzeile stimmt: In den neun Monaten bis 31. März 2026 stieg der Umsatz um 29,7 Prozent auf 60,0 Millionen US-Dollar. Nur kommt davon beim Aktionär wenig an — das Ergebnis je Aktie legte im selben Zeitraum um 2,0 Prozent zu, im dritten Quartal begannen 1.078 statt 1.227 neue Studenten, und das Management selbst stufte die interne Kontrolle über die Rechnungslegung zum 30. Juni 2025 als nicht wirksam ein, ohne die Ursache zu nennen. Wir lesen nach, wo auf dem Weg von der Kasse bis zur Aktie die Kraft verloren geht.
Stand heute
Stand: 28. August 2026
- Schlusskurs
- 11,20 $ +2,50 %
- Marktkapitalisierung
- 0,1 Mrd. $
- Wachstums-Score
- 8/10
- AAQS
- 6/10
Kursentwicklung seit 27. August 2026: +2,8 %
Diese Analyse hat einen Stichtag. Der Aktien-Wächter meldet sich, wenn sich an den Zahlen etwas Wesentliches ändert. Zur kostenlosen Vormerkung
Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
52-Wochen-Spanne: 8,20 $ bis 14,30 $ · Letzter Kurs: 11,20 $ (Stand: 28. August 2026)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.
Es gibt eine Anleger-Falle, die man aus dem Kindergeburtstag kennt: Stille Post. Einer flüstert einen Satz, der Nächste gibt ihn weiter, und am Ende der Reihe kommt etwas anderes an. An der Börse funktioniert das mit Kennzahlen. Oben in der Pressemitteilung steht das Umsatzwachstum, groß und fett. Der Kopf reicht die Zahl automatisch weiter — Umsatz wächst, also wächst der Gewinn, also wächst dein Anteil. Nur stimmt das fast nie eins zu eins. Zwischen dem Umsatz und deinem Anteil sitzen Kosten, Steuern und vor allem: die Zahl der Aktien. Bei Legacy Education Inc. (NYSE American: LGCY) lässt sich das ungewöhnlich sauber nachrechnen. In den neun Monaten bis zum 31. März 2026 stieg der Umsatz um 29,7 Prozent, der Nettogewinn um 15,1 Prozent — und das Ergebnis je Aktie um 2,0 Prozent. Drei Zahlen aus demselben Bericht, dieselbe Firma, derselbe Zeitraum. Machen wir also einen Deal: Bevor du der ersten Zahl glaubst, lesen wir gemeinsam die Berichte, die dieses Unternehmen der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat — den Geschäftsbericht (10-K) für das Geschäftsjahr 2025, die drei Quartalsberichte (10-Q) des Geschäftsjahres 2026, das Proxy-Statement zur Hauptversammlung und den Prospekt zum Börsengang. Ein SEC-Bericht ist unter Strafandrohung ehrlich. Dieser hier erzählt von echten Schulen mit echten Studenten, von einem Geschäft, das Geld verdient — und von einer Kette, die an jedem Glied Kraft verliert. Am Ende entscheidest du selbst.
Was Legacy Education eigentlich macht
Legacy Education ist kein Software-Start-up und keine Online-Plattform, sondern ein Schulträger aus Fleisch und Beton. Das Unternehmen betreibt vier gewinnorientierte Berufsfachschulen in Kalifornien: das High Desert Medical College mit Standorten in Lancaster, Bakersfield und Temecula, das Central Coast College in Salinas, das Integrity College of Health in Pasadena und das Contra Costa Medical Career College in Antioch. Ausgebildet wird fast ausschließlich für Gesundheitsberufe: Pflegekraft, Ultraschall- und MRT-Assistenz, chirurgische Assistenz, Zahnmedizinische Fachangestellte, Sterilgutaufbereitung, Rettungssanitäter. Zum 31. März 2026 waren dort 3.550 Studenten eingeschrieben — 2.244 am High Desert Medical College, 600 am Central Coast College, 497 in Antioch, 209 in Pasadena. Zum 30. Juni 2025 arbeiteten rund 427 Menschen für das Unternehmen, davon 103 Dozenten in Voll- und 147 in Teilzeit.
Das Geschäftsmodell ist so einfach wie kapitalintensiv: Ein Kurs kostet Geld, der Student zahlt, das Unternehmen erkennt den Umsatz über die Dauer der Ausbildung. Die Preise reichen laut Geschäftsbericht 2025 von 2.495 US-Dollar für einen zwölfwöchigen Rettungssanitäter-Kurs bis zu 89.995 US-Dollar für den 96-wöchigen Pflege-Studiengang „Associate Degree Nursing“. 88 Prozent des Umsatzes stammen aus Studiengebühren und Laborgebühren, 11 Prozent aus Büchern, Anmeldungen und sonstigen Gebühren. Die Studentenschaft ist ein genaues Abbild der kalifornischen Arbeiterschaft: 61 Prozent Hispanic, 88 Prozent Frauen, 49 Prozent älter als 25 Jahre (Stand 30. Juni 2025). Die durchschnittliche Vermittlungsquote — der Anteil der Absolventen, die einen Job im gelernten Beruf finden — lag zum selben Stichtag bei 74,5 Prozent. Das ist ordentlich, aber nicht überragend: Ein Viertel der Absolventen landet nicht in dem Beruf, für den sie bezahlt haben.
Und jetzt der Punkt, an dem dieses Geschäft aufhört, ein normales Unternehmen zu sein. Das Geld kommt zum größten Teil vom Staat. Die meisten Studenten finanzieren ihre Ausbildung über Bundesstudienhilfen — Zuschüsse und Darlehen aus den sogenannten Title-IV-Programmen des US-Bildungsministeriums. Der Geschäftsbericht sagt das in einem Satz, der im Bericht gleich zweimal auftaucht:
„We derive a substantial portion of our revenue and cash flows from the Title IV Programs and a significant portion of our students rely on financial aid received under the Title IV Programs in order to attend our institutions.“
Übersetzung: „Wir erzielen einen wesentlichen Teil unserer Erlöse und Zahlungsmittelzuflüsse aus den Title-IV-Programmen, und ein erheblicher Teil unserer Studenten ist auf die Studienhilfe aus den Title-IV-Programmen angewiesen, um unsere Einrichtungen besuchen zu können.“
— Legacy Education Inc., SEC-Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2025, Item 1 „Education Regulations“
Damit ist das Spannungsfeld dieser Analyse benannt, und es zieht sich durch jedes Kapitel: Ein Geschäft, das ordentlich Geld verdient, dessen Zulassung und dessen Kunden aber an Regeln hängen, die eine Behörde in Washington schreibt — und dessen Wachstum auf dem Weg zum Aktionär an jedem Glied der Kette Kraft verliert.
Die Firmengeschichte für Anleger
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2009
Gründung als Legacy Education, L.L.C.
Am 19. Oktober 2009 gründet LeeAnn Rohmann das Unternehmen in Kalifornien. Fünfzehn Jahre vor dem Börsengang — die spätere Aktionärsstruktur mit einer starken Gründerin hat hier ihren Ursprung.
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2010
Übernahme des High Desert Medical College
Im Juli 2010 kommt die Schule dazu, die bis heute die größte ist: Zum 31. März 2026 lernten dort 2.244 der 3.550 Studenten. Wer LGCY kauft, kauft zu großen Teilen diese eine Schule.
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2019
Central Coast College und Einstieg bei Integrity
Im Januar 2019 wird das Central Coast College in Salinas übernommen, zum Jahresende ein Anteil an Integrity in Pasadena. Aus einer Schule wird eine Gruppe — Wachstum durch Zukauf wird zum Muster.
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2020
Integrity vollständig übernommen, Umwandlung in eine Aktiengesellschaft
Im September 2020 folgen die restlichen Anteile an Integrity; im März 2020 entsteht die Legacy Education Inc. nach dem Recht von Nevada. Damit ist die Hülle für einen späteren Börsengang gebaut.
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2024
Börsengang an der NYSE American zu 4,00 US-Dollar
Am 27. September 2024 kommen 2,5 Millionen neue Aktien zu je 4,00 US-Dollar an den Markt, kein Altaktionär verkauft. Für Aktionäre der Startpunkt der Kurshistorie — und der Beginn der Verwässerung.
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2024
Vierte Schule: Contra Costa Medical Career College
Am 18. Dezember 2024 wird die Schule in Antioch für endgültig 7,53 Millionen US-Dollar übernommen. Sie erklärt rund ein Drittel des Rekordwachstums des Geschäftsjahres 2025 — gekauft, nicht gewachsen.
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2026
Neuer Standort Wildomar, Mietvertrag über bis zu zwölf Jahre
Am 1. April 2026 mietet das Unternehmen rund 53.000 Quadratfuß in Wildomar an. Ein langfristiger Fixkostenblock, der zum Stichtag 31. März 2026 noch nicht in der Bilanz stand.
Wie die Aktie auf unseren Tisch kam
Diese Analyse hat keinen Kursausbruch und keine Schlagzeile zum Anlass. Auf die Rechercheliste kam Legacy Education als das, was der Statistik nach am seltensten geprüft wird: ein kleiner, profitabler Neuling. Die Aktie ist erst seit dem 27. September 2024 notiert — und das ist gleich die erste Klarstellung, weil im Umlauf gelegentlich der Februar 2025 als Börsenstart genannt wird. Der Prospekt zum Börsengang (Formular 424B4) trägt das Datum 25. September 2024, die Lieferung der Aktien erfolgte laut Prospekt „on or about September 27, 2024“, und der Geschäftsbericht bestätigt die Notierung an der NYSE American unter dem Kürzel LGCY seit diesem Tag. Ausgegeben wurden 2.500.000 Aktien zu je 4,00 US-Dollar, also 10,0 Millionen US-Dollar brutto; im Quartal darauf kamen über die Mehrzuteilung weitere 375.000 Aktien zum selben Preis dazu. Netto flossen dem Unternehmen laut Kapitalflussrechnung 9.162.845 US-Dollar zu.
Praktisch heißt das: Es gibt keine lange Kurshistorie, an der man irgendetwas ablesen könnte, und jeder Chart, der mehr als zwei Jahre zeigt, zeigt etwas anderes. Wer sehr weit zurückreichende Zahlen zu „LGCY“ findet, sollte zweimal hinsehen: Das Kürzel gehörte vor diesem Börsengang der Öl- und Gasgesellschaft Legacy Reserves, deren Börsenregistrierung am 1. Oktober 2018 mit einem Formular 15-12B endete. Und es gibt eine zweite Namensverwechslung: Legacy Education Alliance, Inc. ist ein völlig anderes Unternehmen (SEC-Kennnummer 1561880) und hat mit den kalifornischen Schulen nichts zu tun. Merke dir den Satz gleich zu Beginn: Bei einer jungen Aktie ist die Datenspur kürzer als das Gedächtnis der Datenbanken. Genau deshalb lesen wir hier ausschließlich die Berichte des Unternehmens selbst. Wie stark solche Ausbildungs- und Personalthemen zusammenhängen, sieht man übrigens von der anderen Seite: RCM Technologies verdient sein Geld unter anderem damit, genau die Pflegekräfte zu vermitteln, die Schulen wie diese ausbilden.
Die Zahlen über die Jahre — ehrlich gewürdigt
Fangen wir mit dem an, was wirklich für dieses Unternehmen spricht — und das ist mehr, als der kritische Rest dieser Analyse vermuten lässt. Legacy Education verdient Geld, und zwar jedes Jahr. Der Umsatz stieg von 35,5 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2023 auf 46,0 Millionen im Geschäftsjahr 2024 und 64,2 Millionen im Geschäftsjahr 2025 — ein Plus von 39,5 Prozent im letzten vollen Jahr. Der Nettogewinn wuchs im selben Rhythmus: 2,67 Millionen (2023), 5,11 Millionen (2024), 7,53 Millionen US-Dollar (2025). Die Nettomarge lag zuletzt bei 11,7 Prozent, die operative Marge bei 15,6 Prozent. Zum Vergleich, damit die Zahl etwas bedeutet: Eine Marge von rund 12 Prozent nach Steuern ist für einen Bildungsanbieter solide — kein Software-Geschäft mit 30 Prozent, aber weit weg von den Ein-Prozent-Margen des Einzelhandels.
Auch die Bilanz ist in Ordnung. Zum 31. März 2026 lagen 21,68 Millionen US-Dollar in der Kasse, das Eigenkapital betrug 49,52 Millionen, die verzinslichen Finanzschulden nur rund 0,6 Millionen. Eine Kreditlinie gibt es nicht — das Unternehmen schreibt ausdrücklich, es sei „not party to a revolving line of credit or other debt facility“. Zwei weitere Werte gehören in dieses Kapitel, weil sie in einer regulierten Branche zählen: Der sogenannte Composite Score, mit dem das US-Bildungsministerium die finanzielle Belastbarkeit einer Schule misst, lag für das Geschäftsjahr 2025 bei 3,0 — dem Höchstwert der Skala, verlangt werden mindestens 1,5. Und die Ausfallquote der Studiendarlehen (Cohort Default Rate) betrug für die drei zuletzt veröffentlichten Jahrgänge bei allen vier Schulen 0 Prozent. Das ist ein starker Wert — mit einer Einschränkung, die das Unternehmen selbst macht und auf die wir gleich zurückkommen.
Jetzt aber die Kurve, um die es in dieser Analyse geht — das Umsatzwachstum je Quartal:
Sechs Balken sehen gleich aus, der siebte nicht. Und weil ein einzelnes Quartal noch kein Trend ist, gehört die zweite Zahl daneben: Die Zahl der neuen Studenten — im Bericht „new student starts“, also die Menschen, die in diesem Quartal tatsächlich eine Ausbildung begonnen haben — lag im Quartal bis 31. März 2026 bei 1.078. Ein Jahr zuvor, im Quartal bis 31. März 2025, waren es 1.227. Das ist ein Rückgang um 12,1 Prozent. Über die vollen neun Monate sieht es noch gut aus (2.788 statt 2.473, ein Plus von 12,7 Prozent), aber das Wachstum liegt vollständig in den ersten beiden Quartalen. Merke dir das Bild: Die Studenten von heute sind der Umsatz von übermorgen — bei Ausbildungen, die ein bis zwei Jahre dauern, kündigt sich ein schwächerer Zulauf lange vorher an und wirkt lange nach.
Was in den Berichten steht — die unbequemen Wahrheiten
Unbequeme Wahrheit Nr. 1: Der ganze Betrieb hängt an einer Prozentzahl, die drei Punkte Luft hat
Wenn eine US-Berufsfachschule Bundesstudienhilfen annehmen will, muss sie die 90/10-Regel einhalten. Übersetzt in ein Alltagsbild: Stell dir einen Laden vor, der höchstens 90 Prozent seines Umsatzes mit einem einzigen Großkunden machen darf. Schafft er es ein Jahr lang nicht, bekommt er einen Warnstatus; schafft er es zwei Jahre in Folge nicht, verliert er diesen Kunden für mindestens zwei Jahre — und mit ihm fast alles. Genau so steht es im Quartalsbericht: „If the test is not satisfied for two consecutive years, eligibility to participate in Title IV programs is lost for at least two fiscal years.“ Und so sehen die aktuellen Werte aus:
„Using ED’s cash-basis, regulatory formula under the 90/10 revenue test, as in effect for its 2025 fiscal year, HDMC, CCC, ICH and CCMCC derived 86.82%, 80.35%, 84.71% and 59.80% for its 90/10 revenue from the Title IV programs and other federal educational assistance funds, respectively, for the fiscal year ended June 30, 2025.“
Übersetzung: „Nach der zahlungsbasierten Berechnungsformel des Bildungsministeriums für den 90/10-Umsatztest in der für das Geschäftsjahr 2025 geltenden Fassung erzielten HDMC, CCC, ICH und CCMCC jeweils 86,82 Prozent, 80,35 Prozent, 84,71 Prozent und 59,80 Prozent ihrer 90/10-Erlöse aus den Title-IV-Programmen und anderen staatlichen Bildungshilfen, bezogen auf das am 30. Juni 2025 endende Geschäftsjahr.“
— Legacy Education Inc., SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 31. März 2026, Note 16 „90/10 Disclosure“
Das High Desert Medical College, mit 2.244 von 3.550 Studenten die mit Abstand größte Schule, hat also 3,18 Prozentpunkte Luft. Zwei Dinge machen das unangenehmer, als es klingt. Erstens rechnet das Unternehmen selbst damit, dass es schwieriger wird: „We expect the change in the 90/10 Rule will increase our 90/10 Rule percentages and make it more difficult to comply with the 90/10 Rule“ — die geänderte Berechnungsformel zählt inzwischen weitere staatliche Töpfe zu den 90 Prozent. Zweitens läuft die Zulassungsvereinbarung für genau diese beiden größten Schulen demnächst aus:
Zur Fairness gehört: Solche Verlängerungen sind Routine, und die Schulen erfüllen die Kriterien derzeit. Zur Ehrlichkeit gehört ebenso, was der Bericht im Risikoteil einräumt — der Stellenabbau im US-Bildungsministerium habe „the school participation division that previously oversaw the operations of our institutions“ aufgelöst, also ausgerechnet die zuständige Abteilung. Und die viel gelobte Ausfallquote von 0 Prozent relativiert das Unternehmen selbst: Sie stammt aus den Jahren, in denen die Rückzahlung von US-Studiendarlehen wegen der Pandemie ausgesetzt war. „Our cohort default rates could be substantially higher for the periods after October 2023, when the suspension expired“, heißt es dort wörtlich. Auf Deutsch: Diese Null ist geliehen.
Unbequeme Wahrheit Nr. 2: Das Management sagt selbst, die interne Kontrolle sei nicht wirksam — und schweigt zur Ursache
Jede börsennotierte US-Firma muss einmal im Jahr beurteilen, ob ihre interne Kontrolle über die Rechnungslegung funktioniert. Das ist kein Formalismus, sondern die Frage, ob die Zahlen im Bericht überhaupt verlässlich zustande kommen — ungefähr so, wie ein Restaurant nicht nur gutes Essen serviert, sondern auch eine Küche hat, in der die Hygiene stimmt. Im Geschäftsbericht für 2025 steht die Antwort in einem einzigen Satz:
„Based on this assessment, our management concluded that, as of June 30, 2025, our internal control over financial reporting was not effective based on such criteria.“
Übersetzung: „Auf Grundlage dieser Beurteilung kam unser Management zu dem Schluss, dass unsere interne Kontrolle über die Rechnungslegung zum 30. Juni 2025 nach diesen Kriterien nicht wirksam war.“
— Legacy Education Inc., SEC-Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2025, Item 9A „Controls and Procedures“
Bemerkenswert ist nicht nur der Satz, sondern was fehlt. Üblicherweise folgt auf ein solches Urteil die Beschreibung der konkreten Schwachstelle („material weakness“) und ein Plan, wie sie behoben wird. Beides steht nicht im Bericht. Zugleich stuft dasselbe Kapitel die Offenlegungskontrollen — das vorgelagerte Verfahren, das dafür sorgt, dass Informationen rechtzeitig nach oben gemeldet werden — als wirksam ein, ohne den Widerspruch aufzulösen. Und weil Legacy Education als „aufstrebendes Wachstumsunternehmen“ gilt, muss der Abschlussprüfer die interne Kontrolle gar nicht prüfen; der Bestätigungsvermerk von L J Soldinger Associates aus Deer Park, Illinois, bezieht sich ausdrücklich nur auf den Jahresabschluss. Ein Anleger hat hier also drei Dinge: eine Selbsteinschätzung, keine Begründung und keine unabhängige Gegenprobe. Das ist der ehrlichste Befund dieser Analyse — und der unangenehmste.
Unbequeme Wahrheit Nr. 3: Der Gewinn wird immer schlechter zu Geld
Gewinn ist eine Meinung, Cashflow ist eine Tatsache — dieser alte Merksatz lohnt sich hier. In den neun Monaten bis zum 31. März 2026 wies Legacy Education einen Nettogewinn von 7,26 Millionen US-Dollar aus. Aus dem laufenden Geschäft floss im selben Zeitraum aber nur Geld in Höhe von 2,88 Millionen US-Dollar zu — im Vorjahreszeitraum waren es noch 4,76 Millionen, bei einem niedrigeren Gewinn. Aus jedem verdienten Dollar wurden also rund 40 Cent echtes Geld. Der Bericht nennt den Grund selbst:
„Net cash provided by operating activities was approximately $2.9 million and $4.8 million for the nine months ended March 31, 2026, and 2025, respectively. The decrease of approximately $1.9 million was primarily attributable to increases in accounts receivable, prepaid expenses and other receivables, partially offset by increases in deferred unearned tuition and income taxes payable.“
Übersetzung: „Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den neun Monaten bis zum 31. März 2026 rund 2,9 Millionen US-Dollar und im Vorjahreszeitraum rund 4,8 Millionen. Der Rückgang um rund 1,9 Millionen war im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen, der aktiven Rechnungsabgrenzung und der sonstigen Forderungen zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch den Anstieg der abgegrenzten, noch nicht verdienten Studiengebühren und der Steuerverbindlichkeiten.“
— Legacy Education Inc., SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 31. März 2026, Item 2 „Cash Flow Activities“
Die Zahlen dahinter: Die kurzfristigen Forderungen stiegen von 15,05 Millionen US-Dollar (30. Juni 2025) auf 19,19 Millionen (31. März 2026), dazu kommen 2,11 Millionen langfristige Forderungen aus dem hauseigenen Ratenkreditprogramm „TuitionFlex“, mit dem Studenten ihre Gebühren in Raten abzahlen können. Auch hier lohnt der Blick ins Kleingedruckte: Bis zum Quartal zum 31. Dezember 2025 liefen diese Zahlungspläne über bis zu fünf Jahre, im Quartalsbericht zum 31. März 2026 stehen bis zu sieben Jahre — die Firma streckt die Zahlungsfristen ihrer Studenten also genau in dem Quartal, in dem die Forderungen steigen und weniger neue Studenten anfangen. Zusammen rund 21,3 Millionen US-Dollar — mehr als ein Drittel des Neunmonatsumsatzes. Parallel wuchs die Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen von 1,64 auf 2,65 Millionen US-Dollar; das sind rund 12 Prozent der Bruttoforderungen, die das Unternehmen selbst nicht mehr für sicher hält. Übersetzt in ein Alltagsbild: Der Laden verkauft mehr, schreibt aber immer öfter an — und traut einem wachsenden Teil der Rechnungen selbst nicht mehr.
Unbequeme Wahrheit Nr. 4: Ein Drittel des Rekordwachstums war gekauft
Das Geschäftsjahr 2025 war das Jahr der Schlagzeilen: „Revenue grew 39.5%“, Rekordumsatz, Rekordzahl an Studenten. Ein Detail dazu steht im Anhang des Geschäftsberichts, unter der Überschrift „Pro-forma“. Am 18. Dezember 2024 übernahm Legacy Education das Contra Costa Medical Career College in Antioch für einen endgültigen Kaufpreis von 7,53 Millionen US-Dollar, davon 6,6 Millionen in bar. Die Schule brachte auf einen Schlag mehrere Hundert Studenten mit. Der Bericht rechnet vor, wie die beiden Jahre ausgesehen hätten, wenn diese Schule schon vorher zum Konzern gehört hätte: 68,18 Millionen US-Dollar Umsatz im Geschäftsjahr 2025 gegenüber 53,12 Millionen im Geschäftsjahr 2024. Das ist ein Wachstum von 28,3 Prozent statt der berichteten 39,5 Prozent. Rund ein Drittel des gefeierten Wachstums war also nicht gewachsen, sondern gekauft.
Das ist kein Vorwurf — Zukäufe sind eine legitime Strategie, und das Unternehmen legt die Rechnung selbst offen. Es ist eine Frage der Erwartung: Wer 39,5 Prozent in die Zukunft fortschreibt, schreibt eine Übernahme fort, die es so nicht noch einmal gab. Im Geschäftsjahr 2026 hat Legacy Education bis zum 31. März keine weitere Schule gekauft. Übrigens räumt der Geschäftsbericht bei den Risiken bemerkenswert offen ein: „we do not have any experience in acquiring other businesses“ — man habe keinerlei Erfahrung im Zukauf von Unternehmen, und das bei einer Strategie, die ausdrücklich auf weitere Übernahmen auch außerhalb Kaliforniens setzt.
Unbequeme Wahrheit Nr. 5: Die Vergütung wuchs doppelt so schnell wie der Gewinn — beschlossen ohne eine einzige Sitzung
Ein Blick in das Proxy-Statement zur Hauptversammlung (eingereicht am 24. Oktober 2025) rundet das Bild ab. Die Gesamtvergütung von Gründerin und Vorstandsvorsitzender LeeAnn Rohmann stieg vom Geschäftsjahr 2024 auf 2025 von 983.441 auf 2.055.477 US-Dollar — ein Plus von 109 Prozent, während der Nettogewinn um 47 Prozent zulegte. Zusammen mit dem Finanzvorstand Brandon Pope (916.446 US-Dollar) beanspruchten die beiden 39,4 Prozent des gesamten Nettogewinns des Geschäftsjahres 2025; der größere Teil davon ist allerdings nicht Bargeld, sondern der rechnerische Wert zugeteilter Aktienoptionen. Beschlossen hat das der Vergütungsausschuss, der im gesamten Geschäftsjahr 2025 laut Proxy keine einzige Sitzung abhielt und stattdessen zwei Beschlüsse im Umlaufverfahren fasste.
Dazu kommt die Zusammensetzung des Verwaltungsrats: Von sechs Mitgliedern gelten laut Proxy genau drei als unabhängig — also exakt die Hälfte, keine Mehrheit. Vorstandsvorsitz und Aufsichtsratsvorsitz liegen in einer Hand, einen unabhängigen Sprecher als Gegengewicht gibt es nicht („we therefore believe that the creation of a lead independent director position is not necessary at this time“). Und zwei der sechs Mitglieder erhalten neben ihrem Aufsichtsratshonorar Beratungshonorare, die dieses deutlich übersteigen: Gerald Amato 135.875 US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 gegenüber 33.750 US-Dollar Aufsichtsratshonorar, Peggy Tiderman 152.279 US-Dollar gegenüber 28.000 US-Dollar. Beide werden folgerichtig nicht als unabhängig geführt. Nichts davon ist verboten, alles davon ist offengelegt — aber es ist die Struktur eines Familienbetriebs, nicht die einer breit kontrollierten Aktiengesellschaft.
Was das Management gesagt hat — und was daraus wurde
Legacy Education lädt seit dem Börsengang zu jedem Quartal zu einer öffentlichen Ergebniskonferenz ein, jeweils um 16:30 Uhr Ostküstenzeit. Eines gleich vorweg, damit die Grundlage klar ist: Mitschriften dieser Konferenzen liegen uns nicht vor — die Aufzeichnungen sind laut den Einladungen nur 90 Tage abrufbar, und die Firma ist erst seit knapp zwei Jahren an der Börse. Wir werten deshalb aus, was dauerhaft und wörtlich dokumentiert ist: die sechs Ergebnismitteilungen, die das Unternehmen zwischen dem 14. November 2024 und dem 14. Mai 2026 als Anlage 99.1 zu einer 8-K-Meldung bei der SEC eingereicht hat. Sie enthalten jeweils ein wörtliches Zitat der Vorstandsvorsitzenden. Das ist eine kürzere Reihe als bei einem alteingesessenen Unternehmen — und sie reicht trotzdem für drei belastbare Befunde.
Erstens: Der Ton kippt, und zwar genau im richtigen Quartal. Die Mitteilungen bis Ende 2025 arbeiten mit großen Wörtern. Im November 2024: „Our record first quarter performance reflects our strategic growth initiatives“. Im Mai 2025: „This is an excellent quarter for Legacy Education“. Im November 2025: „building on the transformative momentum from 2025“. Und dann, am 14. Mai 2026, zum Quartal mit 15,0 Prozent Umsatzwachstum: „We continue to see strong interest in healthcare career training across our markets, supported by student demand and steady enrollment trends“ — „stetige Einschreibungstrends“, wo vorher von Rekorden die Rede war. Aus „record“ und „transformative“ ist „steady“ und „disciplined execution“ geworden. Das ist keine Fehlinformation, sondern die normale Sprache eines Unternehmens, das gerade nichts zu feiern hat. Aber es ist ein Signal, das man nur sieht, wenn man die Reihe nebeneinanderlegt.
Zweitens: Die Prozentzahl verschwindet, als sie unangenehm wird. Jede einzelne Ergebnismitteilung vor Mai 2026 nennt die Veränderung der neuen Studentenzahlen in Prozent: „New student starts increased 23.3%“, „increased 3.0%“, „increased 70.7%“, „increased 15.7%“, „increased 31.6% to 1,117“. Die Mitteilung vom 14. Mai 2026 formuliert anders: „New student starts were 1,078“ — die absolute Zahl ohne Vergleich. Die fehlende Zahl lässt sich aus derselben Quelle rekonstruieren: Im Vorjahresquartal waren es 1.227, die Veränderung wäre also minus 12,1 Prozent gewesen. Wieder gilt: Nichts daran ist falsch, nichts daran ist verboten. Aber wer eine Kennzahl in fünf von sechs Mitteilungen prozentual ausweist und in der sechsten nicht, hat eine Entscheidung getroffen.
Drittens: Ein Versprechen, das erst im zweiten Anlauf einlöste. Am 13. November 2025 erklärte die Vorstandsvorsitzende die schwächere Marge des ersten Quartals mit Investitionen und stellte in Aussicht: „Our lighter Q1 margins reflect strategic investments in four new programs and expansion costs, which we believe positions us for sequential improvements throughout the year“ — also Verbesserungen von Quartal zu Quartal. Die Gegenprobe aus den Quartalsberichten: Die operative Marge lag im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 bei 13,9 Prozent, im zweiten bei 13,3 Prozent — sie sank also zunächst — und stieg erst im dritten Quartal auf 18,5 Prozent. Das Versprechen wurde am Ende eingelöst, aber nicht auf dem angekündigten Weg. Und der Sprung im dritten Quartal hat eine zweite Seite: Er entstand laut Bericht auch dadurch, dass die Ausbildungskosten im Verhältnis zum Umsatz von 54,4 auf 51,7 Prozent fielen — in einem Quartal, in dem weniger neue Studenten begannen.
Eine Beobachtung noch, ohne Deutung: Für das Quartal bis zum 31. Dezember 2025 hat das Unternehmen keine Ergebnismitteilung als 8-K eingereicht, sondern nur den Quartalsbericht. Es ist die einzige Lücke in der Reihe seit dem Börsengang. Eine Pflicht zu einer solchen Mitteilung gibt es nicht.
Bewertung: Was der Markt für diese Schulen zahlt
Am 27. August 2026 schloss die Aktie bei 10,89 US-Dollar. Daraus ergibt sich ein Börsenwert von rund 138 Millionen US-Dollar, ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 18, ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 1,8 und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund 2,8 (Buchwert je Aktie: 3,92 US-Dollar zum 31. März 2026). Der Unternehmenswert entspricht etwa dem Zehnfachen des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 7,94 bis 14,70 US-Dollar (Datenstand 28. August 2026). Zwei Analysten decken den Titel mit einem Kursziel von 14,80 US-Dollar ab — eine sehr dünne Basis, aus der man keine Mehrheitsmeinung ableiten sollte.
Ist das teuer? Ein KGV von 18 ist für ein Unternehmen, das seinen Gewinn in drei Jahren fast verdreifacht hat, auf den ersten Blick moderat. Die Frage ist, welches Wachstum man in dieses KGV hineinliest — und genau hier hilft die Kette aus dem Einstieg:
Ein KGV bezieht sich auf den Gewinn je Aktie. Und der wuchs zuletzt um 2,0 Prozent, nicht um 29,7. Der Grund ist erklärbar und teilweise ein Einmaleffekt: Der Börsengang im September 2024 fiel mitten in das Vorjahresquartal, weshalb die Vorjahreswerte mit einer kleineren Aktienzahl gerechnet wurden. Aber die Aktienzahl steigt weiter — zum 31. März 2026 waren 12.636.605 Aktien ausstehend, die verwässerte Zahl lag bei 14.064.470, und über allem liegen 2.298.287 ausstehende Optionen mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 4,37 US-Dollar. Übersetzt in ein Alltagsbild: Dein Stück vom Kuchen wird kleiner, während der Kuchen wächst. Ob unterm Strich mehr für dich bleibt, hängt davon ab, was schneller läuft. Zum Vergleich, wie eine Firma aus demselben Gesundheitsmarkt mit ganz anderer Kostenstruktur bewertet wird, lohnt der Blick auf Viemed Healthcare.
Chancen und Risiken auf einen Blick
Was für Legacy Education spricht:
- Echtes, dauerhaft profitables Geschäft: Umsatz 35,5 (Geschäftsjahr 2023) → 46,0 (2024) → 64,2 Millionen US-Dollar (2025), Nettogewinn 2,67 → 5,11 → 7,53 Millionen, in den neun Monaten bis 31.03.2026 weitere 7,26 Millionen Gewinn. Nettomarge zuletzt 11,7 Prozent.
- Solide Bilanz ohne Schuldenlast: 21,68 Millionen US-Dollar Kasse, rund 0,6 Millionen verzinsliche Schulden, 49,52 Millionen Eigenkapital (alle 31.03.2026); keine Kreditlinie nötig, keine Kapitalerhöhung seit dem Börsengang.
- Strukturelle Nachfrage: Kalifornien braucht Pflegekräfte und medizinisches Fachpersonal; die Studentenzahl stieg von 2.187 (30.06.2024) über 3.101 (30.06.2025) auf 3.550 (31.03.2026). Die Vermittlungsquote lag zum 30.06.2025 bei 74,5 Prozent.
- Regulatorische Kennzahlen derzeit im grünen Bereich: Composite Score 3,0 (Höchstwert, Mindestanforderung 1,5) für das Geschäftsjahr 2025, Ausfallquote der Studiendarlehen 0 Prozent bei allen vier Schulen, alle vier Schulen unter der 90-Prozent-Grenze.
- Der Börsengang war kein Ausstieg der Altaktionäre: Alle 2.500.000 Aktien vom 27.09.2024 kamen neu vom Unternehmen, es verkaufte kein einziger Altaktionär — das Geld floss vollständig in die Firma.
Was dagegen spricht:
- Die interne Kontrolle über die Rechnungslegung war laut Management zum 30.06.2025 nicht wirksam — ohne Nennung der Schwachstelle, ohne Sanierungsplan und ohne Prüfertestat, weil das Unternehmen als aufstrebendes Wachstumsunternehmen davon befreit ist.
- Existenzielle Abhängigkeit von einer einzigen Gegenpartei: Fällt die Zulassung zu den Bundesstudienhilfen weg, bricht der Umsatz weg. Die größte Schule lag im Geschäftsjahr 2025 bei 86,82 Prozent gegenüber einer Ausschlussgrenze von 90 Prozent; die Zulassung der beiden größten Schulen läuft am 30.09.2026 aus, zwei weitere arbeiten mit monatlich verlängerten vorläufigen Vereinbarungen.
- Der Gewinn wird immer schlechter zu Geld: 2,88 Millionen US-Dollar Mittelzufluss aus dem laufenden Geschäft bei 7,26 Millionen Nettogewinn (neun Monate bis 31.03.2026, Vorjahr 4,76 Millionen). Forderungen 21,3 Millionen, Wertberichtigung von 1,64 auf 2,65 Millionen gestiegen.
- Das Wachstum bremst und war teilweise gekauft: 15,0 Prozent Umsatzplus im Quartal bis 31.03.2026 nach 40,7 Prozent im Vorquartal, 1.078 statt 1.227 neue Studenten; pro forma lag das Wachstum des Geschäftsjahres 2025 bei 28,3 statt 39,5 Prozent.
- Governance einer inhabergeführten Firma: nur drei von sechs Verwaltungsräten unabhängig, Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitz in einer Hand ohne unabhängigen Sprecher, zwei Räte mit Beratungshonoraren über ihrem Aufsichtsratshonorar, Vorstandsvergütung plus 109 Prozent bei plus 47 Prozent Gewinn — beschlossen von einem Ausschuss ohne Sitzung.
- Verwässerung: 2.298.287 ausstehende Optionen entsprechen 18,2 Prozent der 12.636.605 Aktien (31.03.2026); das Ergebnis je Aktie wuchs deshalb zuletzt nur um 2,0 Prozent.
Ein menschliches Fazit
Zurück zur Stillen Post vom Anfang. Der Satz, der bei Legacy Education oben eingeflüstert wird, lautet: „Wir sind um 30 Prozent gewachsen.“ Und er stimmt. Was am Ende der Reihe ankommt, lautet: „Zwei Prozent.“ Auch das stimmt. Dazwischen liegen keine Tricks, sondern lauter erklärbare Dinge — mehr Aktien, mehr Kosten, eine gekaufte Schule, ein Quartal mit weniger neuen Studenten. Genau das macht diesen Fall so lehrreich: Man muss niemandem etwas unterstellen, um zu sehen, dass die erste Zahl nicht die Zahl ist, die für dich zählt.
Und dann ist da der zweite Teil, der schwerer wiegt als jede Wachstumsrate. Ein Unternehmen, das selbst zu Protokoll gibt, seine interne Kontrolle über die Rechnungslegung sei nicht wirksam gewesen, und das die Ursache nicht nennt, verlangt von dir einen Vertrauensvorschuss, den es dir nicht erleichtert. Dazu ein Geschäft, dessen Fortbestand von der Unterschrift einer Behörde abhängt, deren zuständige Abteilung es nicht mehr gibt. Beides kann sich in aller Ruhe auflösen — der nächste Geschäftsbericht kann eine behobene Schwachstelle und eine verlängerte Zulassung melden, und dann sieht die Sache anders aus. Die ehrliche Frage an dich lautet deshalb nicht: „Wächst die Firma?“ Sie wächst. Sie lautet: Bist du bereit, einer Firma Geld zu geben, deren eigene Zahlenküche sie selbst als nicht wirksam beschreibt — und die dir nicht sagt, was daran fehlt? Wenn ja, hast du eine These und einen Kalendereintrag für den 30. September 2026. Wenn nein, hast du dir eine Menge Ärger erspart. Was du daraus machst, ist deine Entscheidung. Und das ist auch gut so.
Quellen
Alle in dieser Analyse verwendeten Originaldokumente — zum Selbst-Nachlesen:
- Legacy Education Inc. — SEC-Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2025 (eingereicht 25. September 2025)
- Legacy Education Inc. — SEC-Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2024 (eingereicht 1. Oktober 2024)
- Legacy Education Inc. — SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 31. März 2026 (eingereicht 14. Mai 2026)
- Legacy Education Inc. — SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 31. Dezember 2025 (eingereicht 12. Februar 2026)
- Legacy Education Inc. — SEC-Quartalsbericht 10-Q zum 30. September 2025 (eingereicht 13. November 2025)
- Legacy Education Inc. — SEC-Proxy-Statement DEF 14A zur Hauptversammlung 2025 (eingereicht 24. Oktober 2025)
- Legacy Education Inc. — SEC-Prospekt 424B4 zum Börsengang (eingereicht 27. September 2024)
- Legacy Education Inc. — Ergebnismitteilung zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Anlage 99.1 zur 8-K vom 14. Mai 2026)
- Legacy Education Inc. — Ergebnismitteilung zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 (Anlage 99.1 zur 8-K vom 15. Mai 2025)
- Vollständige SEC-Einreichungshistorie von Legacy Education Inc.: EDGAR-Übersicht (sec.gov)
- Fundamentaldaten (Kurs, Marktkapitalisierung, Kennzahlen, Analystenschätzung; Datenstand 28. August 2026, Schlusskurs vom 27. August 2026), abgeglichen mit den SEC-Berichten.
Transparenz & Disclaimer: Diese Analyse ist eine journalistische Einordnung öffentlich zugänglicher Informationen und keine Anlageberatung, keine Finanzanalyse im aufsichtsrechtlichen Sinn und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Aktien-Investments sind mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Alle Angaben ohne Gewähr; Stand der Daten ist jeweils im Text vermerkt. Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Position in Aktien der Legacy Education Inc.
Die Kennzahlen im Überblick
Alle Geldbeträge in Millionen $, Gewinn je Aktie wie berichtet.
| Kennzahl | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 57,8 | 30,7 | 35,5 | 46,0 | 64,2 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 9,2 | 3,2 | 3,6 | 6,2 | 10,0 |
| Nettogewinn | 9,6 | 2,3 | 2,7 | 5,1 | 7,5 |
| Nettomarge | 16,6 % | 7,6 % | 7,5 % | 11,1 % | 11,7 % |
| Gewinn je Aktie | 0,36 $ | 0,08 $ | 0,10 $ | 0,43 $ | 0,59 $ |
Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Unser Fazit auf einen Blick
- Geschäftsmodell & Nachfrage positiv
- Vier Berufsfachschulen in Kalifornien mit 3.550 Studenten zum 31.03.2026 (nach 2.187 zum 30.06.2024), Schwerpunkt Pflege- und Gesundheitsberufe, Vermittlungsquote 74,5 Prozent zum 30.06.2025. Die Nachfrage nach medizinischem Fachpersonal ist strukturell und wenig konjunkturabhängig.
- Zahlen und Bilanz positiv
- Durchgehend profitabel: Nettogewinn 2,67 (Geschäftsjahr 2023), 5,11 (2024) und 7,53 Millionen US-Dollar (2025), dazu 7,26 Millionen in den neun Monaten bis 31.03.2026. Zum 31.03.2026 standen 21,68 Millionen Kasse rund 0,6 Millionen verzinslichen Schulden gegenüber, das Eigenkapital lag bei 49,52 Millionen.
- Interne Kontrolle negativ
- Der Geschäftsbericht 10-K für 2025 (25.09.2025, Item 9A) hält fest, dass die interne Kontrolle über die Rechnungslegung zum 30.06.2025 nicht wirksam war. Die zugrunde liegende Schwachstelle wird nicht benannt, ein Sanierungsplan fehlt, und als aufstrebendes Wachstumsunternehmen ist Legacy Education vom Prüfertestat zur internen Kontrolle befreit.
- Regulatorische Abhängigkeit negativ
- Der wesentliche Teil der Erlöse hängt an der Zulassung zu den US-Bundesstudienhilfen. Die größte Schule lag im Geschäftsjahr 2025 bei 86,82 Prozent gegenüber der Ausschlussgrenze von 90 Prozent (10-Q zum 31.03.2026, Note 16); die Zulassungsvereinbarungen der beiden größten Schulen laufen am 30.09.2026 aus, zwei weitere Schulen arbeiten unter monatlich verlängerten vorläufigen Vereinbarungen.
- Gewinnqualität negativ
- In den neun Monaten bis 31.03.2026 wurden aus 7,26 Millionen US-Dollar Nettogewinn nur 2,88 Millionen Mittelzufluss aus dem laufenden Geschäft (Vorjahreszeitraum 4,76 Millionen bei niedrigerem Gewinn). Die Forderungen stiegen auf 19,19 Millionen kurzfristig plus 2,11 Millionen langfristig, die Wertberichtigung von 1,64 auf 2,65 Millionen.
- Wachstumstempo und Bewertung neutral
- Das Umsatzwachstum fiel von 40,7 Prozent im Quartal bis 31.12.2025 auf 15,0 Prozent im Quartal bis 31.03.2026, die neuen Studenten von 1.227 auf 1.078. Bei einem Kurs von 10,89 US-Dollar (27.08.2026) ergeben sich rund 138 Millionen Börsenwert, ein KGV von rund 18 und ein KUV von rund 1,8 — moderat für die Vergangenheit, anspruchsvoll für ein Ergebnis je Aktie, das zuletzt um 2,0 Prozent wuchs.
Legacy Education ist ein echtes, profitables Ausbildungsunternehmen mit wachsender Studentenzahl, sauberer Bilanz und strukturell nachgefragten Programmen. Die Berichte an die US-Börsenaufsicht zeigen aber drei Befunde, die schwerer wiegen als die Wachstumsrate: eine vom Management selbst als nicht wirksam bezeichnete interne Kontrolle über die Rechnungslegung ohne genannte Ursache, die existenzielle Abhängigkeit von einer Behördenzulassung, deren Grenzwert die größte Schule zu 86,82 von 90 Prozent ausschöpft, und einen Gewinn, von dem zuletzt nur noch rund 40 Prozent als echtes Geld ankamen. Vom Umsatzplus von 29,7 Prozent blieben beim Aktionär 2,0 Prozent. Keine Anlageberatung.
Was unsere Einordnung bedeutet
Substanzrisiko
Wir haben mindestens einen belegten Befund, der das Unternehmen selbst gefährdet — unabhängig davon, wie die Aktie gerade bewertet ist.
Rot, weil zwei belegte Substanzbefunde zusammenkommen. Erstens erklärt das Management im Geschäftsbericht für 2025 die interne Kontrolle über die Rechnungslegung zum 30.06.2025 selbst für nicht wirksam, benennt weder die Schwachstelle noch einen Sanierungsplan, stuft die Offenlegungskontrollen im selben Kapitel als wirksam ein und ist als aufstrebendes Wachstumsunternehmen von der unabhängigen Prüfung dieser Kontrolle befreit — ein dokumentierter Bruch im Kontrollgefüge, das die Verlässlichkeit aller übrigen Zahlen trägt. Zweitens hängt der Fortbestand des Geschäfts an einer einzigen Gegenpartei: Ohne die Zulassung zu den US-Bundesstudienhilfen bricht der Umsatz weg, die größte Schule schöpft die 90-Prozent-Grenze zu 86,82 Prozent aus, die Zulassung der beiden größten Schulen läuft am 30.09.2026 aus, und zwei Schulen arbeiten unter monatlich verlängerten vorläufigen Vereinbarungen. Ausdrücklich nicht der Grund für Rot sind der Kurs, die Bewertung oder das gebremste Wachstum — das sind Preis- und Tempoargumente, keine Substanzargumente. Für Gelb spräche die im Übrigen gesunde Lage: kein Fortführungshinweis, positives Eigenkapital von 49,52 Millionen US-Dollar, 21,68 Millionen Kasse, fast keine Schulden, Composite Score 3,0 und drei profitable Jahre in Folge. Wo die Befundlage zwischen zwei Stufen liegt, gilt die vorsichtigere.
Journalistische Einschätzung der Redaktion zum Analysezeitpunkt auf Basis öffentlicher Quellen — keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Deine persönlichen Umstände (Anlageziele, Risikotragfähigkeit, Steuern) können dabei nicht berücksichtigt werden. Was unsere Stufen bedeuten, wie Urteile entstehen und welche Interessenkonflikte bestehen →
Bitte beachten
- Auf die Rechercheliste kam Legacy Education als kleiner, profitabler Börsenneuling mit knapp zwei Jahren Kurshistorie und nur zwei Analystenstimmen — eine Konstellation, in der öffentlich wenig gegengelesen wird. Es liegt kein Kursereignis und keine Meldung zugrunde.
- Klarstellung zum Börsengang: Die Erstnotiz an der NYSE American erfolgte am 27. September 2024 zu 4,00 US-Dollar je Aktie (Prospekt 424B4 vom 25. September 2024), nicht im Februar 2025. Kursdarstellungen über mehr als zwei Jahre bilden für diesen Titel keine echte Historie ab.
- Verwechslungsgefahr in zwei Richtungen: Legacy Education Alliance, Inc. (SEC-Kennnummer 1561880) ist ein anderes Unternehmen und hat mit den kalifornischen Schulen nichts zu tun. Das Kürzel LGCY gehörte vor dem Börsengang der Legacy Reserves LP (SEC-Kennnummer 1358831), einer Öl- und Gasgesellschaft, deren Börsenregistrierung am 1. Oktober 2018 per Formular 15-12B endete; sehr lange Kurs- und Kennzahlenreihen zu „LGCY“ können deshalb zwei verschiedene Unternehmen vermischen.
- Datenstand: Bilanz- und Ergebniszahlen stammen aus dem Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2025 (eingereicht 25.09.2025) und dem Quartalsbericht 10-Q zum 31.03.2026 (eingereicht 14.05.2026). Kurs, Börsenwert und Analystenschätzung haben den Datenstand 28. August 2026 bei einem Schlusskurs vom 27. August 2026. Der Geschäftsbericht für das am 30.06.2026 beendete Geschäftsjahr lag zum Redaktionsschluss noch nicht vor.
- Zur Akkreditierung: Der Geschäftsbericht für 2025 wies auf auslaufende Akkreditierungen für Contra Costa (April 2026) und Integrity (Februar 2026) hin. Der Quartalsbericht zum 31.03.2026 führt beide inzwischen als erneuert — Contra Costa bis April 2031, Integrity bis Februar 2032. Diese Fristen sind damit erledigt.
Aktien-Wächter
Diese Analyse ist Stand 29. August 2026. Was sich seitdem bei LGCY geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.
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Häufige Fragen
Legacy Education Inc. (NYSE American: LGCY) mit Sitz in Lancaster, Kalifornien, betreibt vier gewinnorientierte Berufsfachschulen: High Desert Medical College (Lancaster, Bakersfield, Temecula), Central Coast College (Salinas), Integrity College of Health (Pasadena) und Contra Costa Medical Career College (Antioch). Ausgebildet wird überwiegend für Gesundheitsberufe — Pflege, Ultraschall, chirurgische Assistenz, Zahnmedizinische Fachangestellte. Zum 31. März 2026 waren dort 3.550 Studenten eingeschrieben.
Am 27. September 2024 an der NYSE American unter dem Kürzel LGCY. Der Prospekt (Formular 424B4) datiert vom 25. September 2024; ausgegeben wurden 2.500.000 neue Aktien zu je 4,00 US-Dollar, im Quartal darauf kamen 375.000 Aktien aus der Mehrzuteilung dazu. Netto flossen dem Unternehmen 9.162.845 US-Dollar zu. Ein gelegentlich genannter Börsenstart im Februar 2025 trifft nicht zu — die Kurshistorie beginnt im September 2024.
Weil die Zahl der Aktien gestiegen ist. In den neun Monaten bis 31. März 2026 legte der Umsatz um 29,7 Prozent zu, der Nettogewinn um 15,1 Prozent und das verwässerte Ergebnis je Aktie nur um 2,0 Prozent. Der Börsengang vom September 2024 fiel mitten in den Vorjahreszeitraum; zudem lagen zum 31. März 2026 Optionen über 2.298.287 Aktien aus — 18,2 Prozent der 12.636.605 ausstehenden Aktien.
Die 90/10-Regel des US-Bildungsministeriums erlaubt einer gewinnorientierten Schule höchstens 90 Prozent ihrer Bareinnahmen aus Bundesstudienhilfen und anderen staatlichen Bildungsmitteln. Wird der Wert zwei Jahre in Folge überschritten, verliert die Schule die Zulassung für mindestens zwei Geschäftsjahre. Für das Geschäftsjahr 2025 meldet Legacy Education 86,82 Prozent für High Desert Medical College, 84,71 für Integrity, 80,35 für Central Coast und 59,80 Prozent für Contra Costa.
Der Geschäftsbericht 10-K für das Geschäftsjahr 2025 (eingereicht 25. September 2025) hält in Item 9A fest, dass die interne Kontrolle über die Rechnungslegung zum 30. Juni 2025 nicht wirksam war. Die zugrunde liegende Schwachstelle wird nicht benannt, ein Plan zu ihrer Behebung fehlt. Als aufstrebendes Wachstumsunternehmen muss Legacy Education diese Kontrolle nicht vom Abschlussprüfer testieren lassen; das Testat von L J Soldinger Associates betrifft nur den Jahresabschluss.
Am 30. Juni. Das Geschäftsjahr 2025 umfasst also den Zeitraum vom 1. Juli 2024 bis zum 30. Juni 2025, das Geschäftsjahr 2026 entsprechend den Zeitraum bis 30. Juni 2026. Wer Quartalszahlen vergleicht, sollte darauf achten: Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 endete bereits am 30. September 2025, das dritte am 31. März 2026. Der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2026 wird erfahrungsgemäß Ende September eingereicht.
Deutlich weniger, als der Gewinn vermuten lässt. In den neun Monaten bis 31. März 2026 stand einem Nettogewinn von 7,26 Millionen US-Dollar ein Mittelzufluss aus dem laufenden Geschäft von nur 2,88 Millionen gegenüber — im Vorjahreszeitraum waren es noch 4,76 Millionen bei niedrigerem Gewinn. Ursache sind laut Bericht gestiegene Forderungen: 19,19 Millionen kurzfristig plus 2,11 Millionen langfristig zum 31. März 2026.
Nein. Im Geschäftsjahr 2026 wurde bis zum 31. März 2026 keine Dividende gezahlt, und in den Optionsbewertungen der Quartalsberichte setzt das Unternehmen durchgehend eine erwartete Dividendenrendite von null an. Vor dem Börsengang gab es Ausschüttungen: Der Quartalsbericht zum 30. September 2025 nennt Dividenden von 929.116 US-Dollar zwischen Juli 2022 und Juni 2023. Ein Aktienrückkaufprogramm besteht ebenfalls nicht.
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