Fidelity National Information Services, Inc. (FIS)
🔔 Aktie beobachten
symbol.quality_heading
Das Geschäft funktioniert grundsätzlich, aber eine wesentliche Frage ist offen. Solange sie offen ist, tragen unsere Befunde kein Qualitätsurteil.
Das Geschäft trägt nachweislich: 10.677 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr 2025 mit wiederkehrenden Erlösen, bereinigte Sparten-Margen von 43,7 und 51,6 Prozent im ersten Quartal 2026, 2.608 Millionen operativer Mittelzufluss und 1.619 Millionen frei nach Investitionen. Offen ist eine echte operative Frage: Ob der Tausch vom 9. Januar 2026 den Preis wert war, ist unbewiesen — die zugekaufte Sparte brachte in elf Wochen 591 Millionen Umsatz und 35 Millionen Vorsteuerergebnis auf einen Kaufpreis von 13.473 Millionen, und 91,8 Prozent dieses Kaufpreises stehen als Firmenwert, immaterielle Werte und Software in einer vorläufigen Bilanz. Für Rot fehlt jeder Substanzbefund: Das Eigenkapital ist mit 15.980 Millionen deutlich positiv, die Zinsdeckung liegt oberhalb von zwei, die Liquidität beträgt 3,5 Milliarden, die Bonität bleibt im Investment-Grade-Bereich, und das Geschäft wirft jedes Quartal Bargeld ab. Für Grün ist der Integrationsbeweis noch nicht erbracht — zumal die Schulden binnen eines Quartals um acht Milliarden gewachsen sind. Die Entscheidung liegt bei Dir.
symbol.quality_note
Am 9. Januar 2026 hat FIS seinen Worldpay-Anteil gegen die Issuer-Solutions-Sparte von Global Payments getauscht und 7,7 Milliarden US-Dollar bar draufgelegt. Im Quartal danach stand der höchste Gewinn je Aktie der Firmengeschichte in den Büchern: 4,58 US-Dollar. Die eigene Vergleichsrechnung im selben Bericht nennt für dasselbe Quartal 187 Millionen US-Dollar statt 2.366. Wir lesen den Quartalsbericht, den Geschäftsbericht und die Pflichtmitteilungen zum Tausch und zu den neuen Anleihen. Wer hier auf die Schlagzeile schaut, liest das falsche Blatt.
Analyse lesen
Aktien-Wächter
Diese Analyse ist Stand 26. Juli 2026. Was sich seitdem bei FIS geändert hat, meldet Dir der Aktien-Wächter.
Später 0,99 € im Monat je Aktie — die Vormerkung ist kostenlos, und als Vormerker erfährst Du als Erster vom Start.
In diesen Scannern enthalten
Diese Aktie besteht aktuell 10 unserer Scanner-Strategien — jeder Treffer verlinkt zum Scanner.
Gezählt werden nur echte Treffer verifizierter Scanner; reine Kennzahl-Rankings (KGV, KUV & Co. sortieren das ganze Universum) zählen nicht als Treffer. Alle Scanner ansehen
Basis
Performance
Bewertung
Rentabilität
Bilanz & Sicherheit
Wachstum
Dividende
Qualität & Screener
KI-Einstufung
Nutzt KIFIS bettet künstliche Intelligenz nach eigener Darstellung im Geschäftsbericht 2025 quer durch Lösungen und Betrieb ein, setzt KI-Modelle in der Betrugserkennung produktiv ein und baut die KI-Fähigkeiten der Kernprodukte zusammen mit Partnern aus — verkauft aber kein eigenständiges KI-Produkt und ist durch KI auch nicht in seinem Geschäftsmodell bedroht.
Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
„As we advance our transformation into a platform company, we are embedding artificial intelligence (“AI”) across our solutions and operations."
Während wir unsere Wandlung zu einem Plattform-Unternehmen vorantreiben, betten wir künstliche Intelligenz („KI“) in alle unsere Lösungen und Abläufe ein.
„We are expanding AI capabilities of our key solutions through a combination of in-house development and partnership with industry leaders, with a focus on agentic capabilities and the development of select use cases in collaboration with clients."
Wir bauen die KI-Fähigkeiten unserer wichtigsten Lösungen aus — teils durch eigene Entwicklung, teils in Partnerschaft mit Branchenführern, mit Schwerpunkt auf handlungsfähigen Agenten und der Entwicklung ausgewählter Anwendungsfälle gemeinsam mit Kunden.
„Our systems use a combination of advanced authentication procedures, predictive analytics, AI modeling and proprietary and shared databases to assess and detect fraud risk for deposit, card and other transactions for financial institutions."
Unsere Systeme kombinieren fortgeschrittene Authentifizierungsverfahren, vorausschauende Analytik, KI-Modellierung sowie eigene und geteilte Datenbanken, um für Finanzinstitute das Betrugsrisiko bei Einlagen-, Karten- und anderen Transaktionen einzuschätzen und aufzudecken.
Ausgewertete Berichte: 10-K 2026-02-24 · 10-Q 2026-05-08 · 8-K 2026-01-12 · 8-K 2026-03-09 · 8-K 2026-03-10 · 8-K 2026-06-18
Eingestuft am 26. Juli 2026 · So entsteht die Einstufung
Markiert sind Dinge, die der Redaktion aufgefallen sind: Grün = auffallend stark, Rot = verdient eine genauere Prüfung. Keine Kennzahl taugt als Urteil für sich allein — immer im Zusammenhang lesen.
Quartalszahlen
| Quartal | GpA (Gewinn pro Aktie) | GpA YoY (%) | Umsatz (Mio. $) | Umsatz YoY (%) | Nettomarge (%) | OCF (Mio. $) | FCF (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024: Q4 | 0,52 | 23,00 | 2.599 | 3,50 | 10,80 | -9 | -27 |
| 2025: Q1 | 0,15 | -88,20 | 2.532 | 2,60 | 3,00 | 760 | 723 |
| 2025: Q2 | -0,90 | -309,50 | 2.616 | 5,10 | -18,00 | 353 | 314 |
| 2025: Q3 | 0,50 | 23,00 | 2.935 | 14,20 | 9,00 | 1.052 | 993 |
| 2025: Q4 | 0,98 | 89,20 | 2.812 | 8,20 | 18,20 | 798 | 779 |
| 2026: Q1 | 4,58 | 3.055,90 | 3.295 | 30,10 | 71,80 | 745 | 695 |
- GpA (Gewinn pro Aktie):
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
- YoY (Year over Year):
- Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
- Umsatz:
- Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Nettomarge:
- Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
- OCF (operativer Cashflow):
- Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
- FCF (freier Cashflow):
- Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.
Einschätzung: Chancen & Risiken
Kernbankensysteme werden über Jahre verkauft und selten gewechselt. Das zeigt sich in den Margen: bereinigte EBITDA-Marge im ersten Quartal 2026 von 43,7 Prozent bei Banking Solutions (Vorjahresquartal 40,7) und 51,6 Prozent bei Capital Market Solutions (49,9). Ohne den Zukauf wuchs der Umsatz im Quartal um 7 Prozent, im Bankensegment um 9 Prozent — spürbar mehr als die rund 4 Prozent Jahresschnitt zwischen 2023 und 2025.
Der operative Mittelzufluss stieg von 2.078 Millionen US-Dollar (2023) über 2.175 Millionen (2024) auf 2.608 Millionen (2025). Nach 989 Millionen Investitionen blieben 1.619 Millionen frei — nach 1.358 und 1.298 Millionen in den beiden Jahren zuvor. Auch im ersten Quartal 2026 lag der operative Zufluss mit 713 Millionen über dem Vorjahreswert von 457 Millionen.
Von 2.366 Millionen US-Dollar Nettoergebnis im ersten Quartal 2026 stammen 2.214 Millionen aus dem Buchgewinn des Worldpay-Abgangs. Die eigene Pro-forma-Rechnung im Quartalsbericht vom 8. Mai 2026 nennt für dasselbe Quartal 187 Millionen. Auch die Vorjahre taugen kaum als Maßstab: minus 6.655 Millionen (2023), plus 1.450 Millionen (2024), plus 382 Millionen (2025) — jeweils stark von Worldpay-Effekten geprägt.
Die Finanzschulden stiegen zwischen dem 31. Dezember 2025 und dem 31. März 2026 von 13,1 auf 21,1 Milliarden US-Dollar, der Durchschnittszins von 3,0 auf 3,7 Prozent. Der Nettozinsaufwand je Quartal wuchs von 80 auf 197 Millionen. 23 Prozent der Schulden sind variabel verzinst; ein Prozentpunkt mehr kostet nach eigener Rechnung 48 Millionen US-Dollar im Jahr — ein Jahr zuvor waren es 13 Millionen.
Zum 31. März 2026 machen Firmenwert (24.585 Millionen US-Dollar), immaterielle Werte (4.450) und Software (5.220) zusammen 78,8 Prozent der Bilanzsumme von 43.484 Millionen aus. Die Eigenkapitalquote liegt bei 36,7 Prozent, das materielle Eigenkapital ist rechnerisch negativ. Die Kaufpreisaufteilung des Zukaufs ist vorläufig und muss spätestens am 9. Januar 2027 stehen; im Quartal fielen bereits 104 Millionen Wertminderungen auf Software an.
Rund 21,5 Milliarden US-Dollar Börsenwert (516.879.151 Aktien, Schlusskurs 41,51 US-Dollar am 24. Juli 2026) entsprechen etwa dem 13-Fachen des freien Mittelzuflusses von 2025 und dem 11-Fachen des bereinigten EBITDA. Die Dividende von 1,68 US-Dollar im Jahr ergibt rund 4,0 Prozent Rendite bei 28,4 Prozent Ausschüttungsquote. Der Aktienrückkauf ruht dagegen: 30 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2026 nach 537 Millionen im Vorjahresquartal, 1,8 Milliarden Rahmen unangetastet.
FIS verkauft Software, die Banken über Jahre nicht mehr loswerden — daraus entstehen 43 bis 52 Prozent bereinigte Sparten-Margen und rund 1,6 Milliarden US-Dollar freier Mittelzufluss im Jahr 2025. Am 9. Januar 2026 tauschte das Unternehmen seinen Worldpay-Anteil gegen die Issuer-Solutions-Sparte und legte 7,7 Milliarden US-Dollar bar drauf. Der daraus gebuchte Gewinn von 2,2 Milliarden macht das erste Quartal 2026 optisch zum besten der Firmengeschichte, während die eigene Vergleichsrechnung 187 Millionen ausweist. Offen bleibt, ob 13,5 Milliarden für ein Geschäft angemessen waren, das in seinen ersten elf Wochen 35 Millionen vor Steuern verdiente — bei Schulden, die auf 21,1 Milliarden gestiegen sind, und einem Aktienrückkauf, der stillsteht. Keine Anlageberatung.
- Auf die Rechercheliste kam FIS über den hauseigenen Aktien-Scanner „Turnaround-Kandidaten“: Platz 29 von 60 US-Treffern, Wende-Check 6 von 8, Stand 26. Juli 2026 (auf der Live-Seite gezählt). Diese Listen werden täglich neu berechnet — Platzierung und Punktestand sind eine datierte Momentaufnahme, kein Dauerzustand. 6 von 8 ist zugleich die Untergrenze der Anzeige.
- Die beiden Pflicht-Säulen des Scanners: mindestens 50 Prozent Abstand zum Allzeithoch und ein Altman-Z-Score von mindestens 1,1. FIS erfüllt beide deutlich — der Abstand zum höchsten Schlusskurs von 157,44 US-Dollar (14.02.2020) beträgt 73,6 Prozent, bereinigt gegen 135,98 US-Dollar (29.04.2021) sind es 69,5 Prozent, jeweils gegen 41,51 US-Dollar am 24.07.2026; der Altman-Z liegt bei 2,4. Erst oberhalb von rund 68 US-Dollar (bereinigt) beziehungsweise 79 US-Dollar (unbereinigt) reißt Säule 1 und der Titel verlässt die Liste, ohne dass sich am Geschäft etwas geändert hätte.
- Plausibilitätsprüfung des gespeicherten Allzeithoch-Abstands: Rund 60 Titel im Datenbestand tragen einen um den Faktor 1.000 verrutschten Allzeithoch-Wert aus Altdaten des Anbieters; solche Werte liegen bei etwa −99,9 Prozent und werden durch die Untergrenze von −95 Prozent aussortiert. Für FIS trifft das nicht zu: Die eigene Nachrechnung aus der Kurshistorie ergibt −69,5 bis −73,6 Prozent und liegt damit mitten im zulässigen Fenster.
- Übernahme-Prüfung: Es läuft weder ein Übernahmeangebot noch ein Take-private noch ein Fusionsvertrag auf FIS. Der Ringtausch mit Global Payments (Verträge vom 17.04.2025) wurde am 09.01.2026 vollzogen und ist damit abgeschlossen. Zwischen dem jüngsten Quartalsbericht vom 08.05.2026 und dem Datenstand 26.07.2026 enthalten die SEC-Unterlagen nur Hauptversammlungsergebnisse (8-K vom 12.06.2026), einen Wechsel des Chefjuristen (8-K vom 18.06.2026) und Insider-Meldungen.
- Verwechslungsgefahr: Fidelity National Information Services, Inc. (FIS, CIK 1136893) ist nicht identisch mit Fidelity National Financial, Inc. (FNF, CIK 1331875), einem Titelversicherer. Frühere Firmierungen desselben CIK laut SEC-Stammdaten: Certegy Inc. (bis 01.02.2006) und Equifax PS Inc. (2001).
- Kursangaben sind datierte Bewertungsanker, keine Kaufargumente: Schlusskurs 41,51 US-Dollar am 24.07.2026, 52-Wochen-Hoch 81,94 US-Dollar (25.07.2025), 52-Wochen-Tief 37,72 US-Dollar (22.06.2026). Gegenprobe zum Börsenwert: 516.879.151 Aktien × 41,51 US-Dollar ergeben 21,46 Milliarden — deckungsgleich mit dem Wert aus den Fundamentaldaten. Der jüngste Periodenbericht ist der Quartalsbericht 10-Q zum 31.03.2026.
Über das Unternehmen
Fidelity National Information Services, Inc. bietet weltweit Lösungen für Finanzinstitute, Unternehmen und Entwickler an.
| CEO-Insider-Trades (12 Mon.) | kauft eigene Aktien |
|---|---|
| Mitarbeiter | 44.000 |
| Hauptsitz | Jacksonville, FL |
| Website | fisglobal.com |
| Börsengang | 20. Jun 2001 |
| Nächste Zahlen | 4. Aug 2026 |
Management
| Name | Position | Jahrgang |
|---|---|---|
| Stephanie L. Ferris | CEO, President & Director | 1974 |
| James Kehoe | Corporate Executive VP & CFO | 1962 |
| Caroline Tsai | Corporate Executive VP and Chief Legal & Corporate Affairs Officer | 1970 |
| Robert Alexander Toohey | Corporate Executive VP & Chief People Officer | 1968 |
| Alexandra Dawn Brooks | Executive VP & Chief Accounting Officer | 1971 |
| Georgios Mihalos | SVP & Head of Investor Relations | – |
| Ellyn Raftery | Executive VP and Chief Marketing & Communications Officer | – |
| Kim Snider | Senior Vice President of Global Marketing & Communications | – |
| Guy M. Hains | Head of Market Team | 1952 |
| Peter Francis | Global Head of Professional Services - Insurance | – |
Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.
Insider-Transaktionen
| Datum | Person | Rolle | Typ | Stück | Kurs | Wert |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 15. Jul 2026 | Goldstein Jeffrey A | Director | Kauf | 1.386 | 41,39 | 57.367 |
Meldepflichtige Geschäfte von Führungskräften und Großaktionären aus SEC-Formular-4-Meldungen. „Sonstige" umfasst z. B. Aktienzuteilungen und Optionsausübungen ohne Kauf-/Verkaufscharakter.
Alle Insider-Transaktionen ansehen →Chart
Interaktiver Kurs-Chart (TradingView).
Datenstand: 31. Juli 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.