Allient Inc. (ALNT)
🔔 Aktie beobachten
In zwölf Monaten hat sich der Antriebstechnik-Spezialist Allient fast verdreifacht und schlägt in 23 unserer Scanner an — vom Allzeithoch bis zur institutionellen Akkumulation. Diesmal ist die Stärke echt: Die operative Marge stieg von 5,7 auf 7,9 Prozent, der Auftragseingang legte 15 Prozent zu, der Gewinn 70 Prozent. Wir haben Geschäfts- und Quartalsbericht gelesen und auch die Rechnung gemacht, die im Jubel gern untergeht: 134 Millionen US-Dollar Goodwill aus den Zukäufen, 140 Millionen Nettoschulden, zyklische Endmärkte — und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 62, über das selbst die Analysten die Stirn runzeln. Wer einen Gewinner kauft, zahlt für gute Nachrichten, die schon geschehen sind.
In diesen Scannern enthalten
Diese Aktie besteht aktuell 24 unserer Scanner-Strategien — jeder Treffer verlinkt zum Scanner.
Gezählt werden nur echte Treffer verifizierter Scanner; reine Kennzahl-Rankings (KGV, KUV & Co. sortieren das ganze Universum) zählen nicht als Treffer. Alle Scanner ansehen
Basis
Performance
Bewertung
Rentabilität
Bilanz & Sicherheit
Wachstum
Dividende
Qualität & Screener
KI-Einstufung
NeutralErneut geprüft am 10.07.2026 gegen den Geschäftsbericht (10-K) 2025 (eingereicht 05.03.2026) und die vier jüngsten Quartalsberichte (10-Q): In den ausgewerteten SEC-Filings von Allient findet sich kein wesentlicher KI-Bezug. Die einzige Erwähnung von „artificial intelligence“ ist eine generische Cybersecurity-Floskel im Item 1C des 10-K 2025 („Numerous and evolving cybersecurity threats, including artificial intelligence technologies, pose potential risks to the security of our IT systems…“) — weder KI-Umsatzquelle noch operativer KI-Einsatz noch konkretes KI-Geschäftsrisiko fürs eigene Modell. Allient profitiert zwar als Zulieferer von Antriebs- und Power-Quality-Technik von der Nachfrage rund um Rechenzentren („power quality solutions supporting data center infrastructure“ trieb 2025 das Industrie-Segment), doch das ist ein KI-nahes Endmarkt-Narrativ, kein Verkauf eigener KI-Produkte — nach dem Kriterienkatalog bleibt es damit bei „neutral“ (Endmarkt-Exponierung allein begründet kein „verkauft“). Befund gegenüber der Vor-Einstufung bestätigt.
Volle Akte anzeigen — Zitate, Quellen, geprüfte Berichte
Ausgewertete Berichte: 10-Q 2026-05-06 · 10-Q 2025-11-05 · 10-Q 2025-08-06 · 10-Q 2025-05-07 · 10-K 2026-03-05 · 10-K 2025-03-05
Eingestuft am 10. Juli 2026 · So entsteht die Einstufung
Markiert sind Dinge, die der Redaktion aufgefallen sind: Grün = auffallend stark, Rot = verdient eine genauere Prüfung. Keine Kennzahl taugt als Urteil für sich allein — immer im Zusammenhang lesen.
Quartalszahlen
| Quartal | GpA (Gewinn pro Aktie) | GpA YoY (%) | Umsatz (Mio. $) | Umsatz YoY (%) | Nettomarge (%) | OCF (Mio. $) | FCF (Mio. $) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024: Q4 | 0,18 | -31,10 | 122 | -13,50 | 2,50 | 12 | 10 |
| 2025: Q1 | 0,21 | -48,90 | 133 | -9,50 | 2,70 | 14 | 13 |
| 2025: Q2 | 0,34 | 384,60 | 140 | 2,60 | 4,00 | 25 | 22 |
| 2025: Q3 | 0,39 | 205,10 | 139 | 10,80 | 4,70 | 5 | 3 |
| 2025: Q4 | 0,38 | 109,30 | 143 | 17,50 | 4,50 | 14 | 12 |
| 2026: Q1 | 0,32 | 48,50 | 139 | 4,60 | 3,90 | 6 | 4 |
- GpA (Gewinn pro Aktie):
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl aller Aktien — wie viel vom Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt. Im Englischen EPS.
- YoY (Year over Year):
- Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres — so vergleicht man ohne saisonale Verzerrung (z. B. Weihnachtsgeschäft).
- Umsatz:
- Alle Erlöse des Quartals, bevor Kosten abgezogen werden — die oberste Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Nettomarge:
- Wie viel Prozent vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleiben. Negativ heißt: Das Unternehmen schreibt Verlust.
- OCF (operativer Cashflow):
- Das Geld, das im Quartal tatsächlich aus dem laufenden Geschäft in die Kasse fließt — schwerer zu schönen als der Buchgewinn.
- FCF (freier Cashflow):
- Operativer Cashflow minus Investitionen — das Geld, das wirklich frei verfügbar ist, etwa für Schuldenabbau, Rückkäufe oder Dividenden.
Einschätzung: Chancen & Risiken
Echte, belegbare Verbesserung: Bruttomarge +150 Basispunkte auf 32,8 Prozent, operative Marge von 5,7 auf 7,9 Prozent, Nettogewinn +70 Prozent — getragen vom Programm »Simplify to Accelerate NOW«, nicht von Einmaleffekten. Im ersten Quartal 2026 legte der Nettogewinn um 51 Prozent zu.
Auftragseingang +15 Prozent auf 550,9 Millionen US-Dollar, Auftragsbestand auf 233 Millionen, Book-to-Bill über eins. Die Nachfrage rund um Rechenzentren (Power-Quality-Lösungen) stützt das Industrie-Segment und verschafft Sichtbarkeit über den Tag hinaus.
Der Preis der Buy-and-Build-Strategie: 134,3 Millionen US-Dollar Goodwill sind rund 23 Prozent der Bilanzsumme und etwa 45 Prozent des Eigenkapitals (Abschreibungsrisiko). 139,7 Millionen Nettoschulden — zwar von 188,1 Millionen gesenkt — mit 13,2 Millionen Zinslast, die rund 30 Prozent des operativen Ergebnisses bindet. Covenants komfortabel eingehalten.
Breite Aufstellung über vier Endmärkte federt Schwankungen ab, doch die Nachfrage bleibt konjunkturabhängig: 2025 boomte die Industrie, während das Fahrzeug-Geschäft (Powersport, Lkw) schrumpfte. Ein breiter Abschwung träfe den einstellig-margigen Zulieferer spürbar; Beta rund 1,6.
Nach fast einer Verdreifachung teuer: Kurs-Gewinn-Verhältnis rund 62 (Vorwärts rund 34), EV/EBITDA rund 24, Kurs-Umsatz rund 2,5. Das durchschnittliche Analysten-Kursziel von rund 73,80 US-Dollar liegt unter dem jüngsten Kurs — die Profis sehen kaum Aufwärtspotenzial. Allzeithoch bedeutet maximale Fallhöhe.
Allient ist ein echter Stärke-Wert: Der Antriebstechnik-Spezialist hat eine belegbare operative Wende geliefert (operative Marge von 5,7 auf 7,9 Prozent, Gewinn +70 Prozent, Auftragseingang +15 Prozent) und schlägt zu Recht in 23 Scannern an, vom »Best of All« bis zum Allzeithoch. Die ehrliche Kehrseite ist der Preis dieser Stärke: 134 Millionen US-Dollar Goodwill (23 Prozent der Bilanz) und 140 Millionen Nettoschulden aus der Buy-and-Build-Strategie, zyklische Endmärkte — und eine Aktie, die nach fast einer Verdreifachung mit einem KGV von rund 62 bewertet ist, während das durchschnittliche Analysten-Kursziel unter dem jüngsten Kurs liegt. Ein sehr gutes Unternehmen; die Frage ist der Einstiegspreis. Keine Anlageberatung.
- Kurs- und Bewertungsangaben datiert auf Mitte 2026; Analysen sind evergreen, Tageskurse sind kein Kaufargument. Der Börsenwert von rund 1,4 Milliarden US-Dollar bezieht sich auf rund 17,0 Millionen ausstehende Aktien.
- Nettoschulden nach der Definition des Geschäftsberichts (10-K): Finanzschulden von 180,4 Millionen US-Dollar minus Kasse von 40,7 Millionen ergeben 139,7 Millionen (Vorjahr: 224,2 minus 36,1 = 188,1 Millionen). Nach breiterer Abgrenzung inklusive Leasingverbindlichkeiten fällt die Nettoverschuldung etwas höher aus; der Mehrjahres-Chart nutzt für 2020–2023 diese breitere, konsistente Reihe.
- Allient berichtet in einem einzigen operativen Segment; die Zuordnung nach Endmärkten (Industrie, Fahrzeuge, Medizin, A&D) ist eine Umsatz-Aufgliederung, keine Segmentberichterstattung. Kein einzelner Kunde erreichte 2025 oder 2024 zehn Prozent des Umsatzes — ein Kunden-Klumpenrisiko besteht ausdrücklich nicht.
- KI-Einstufung: neutral. In den ausgewerteten SEC-Filings findet sich kein wesentlicher KI-Bezug; die einzige Erwähnung von »künstlicher Intelligenz« ist eine generische Cybersecurity-Floskel. Die Nachfrage rund um Rechenzentren ist ein KI-nahes Endmarkt-Narrativ, kein Verkauf eigener KI-Produkte.
Über das Unternehmen
Allient Inc. entwirft, fertigt und verkauft zusammen mit seinen Tochtergesellschaften Präzisions- und Spezialkomponenten und -systeme für die Bewegungssteuerung für verschiedene Branchen in den USA, Kanada, Südamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum.
| Mitarbeiter | 2.478 |
|---|---|
| Hauptsitz | Amherst, NY |
| Website | allient.com |
| Börsengang | 25. Feb 1992 |
| Nächste Zahlen | 5. Aug 2026 |
Management
| Name | Position | Jahrgang |
|---|---|---|
| Richard S. Warzala | Chairman, CEO & President | 1953 |
| James A. Michaud | Senior VP & CFO | 1965 |
| Helmut D. Pirthauer | VP & Group President of Allied Dynamos Group | 1971 |
| Ashish A. Bendre | VP & Group President of Allied Orion Group | 1970 |
| Stephen R. Warzala | President of Allient Defense, Chief Growth Officer & Corporate VP | 1983 |
| Kenneth A. May | VP & CTO | 1965 |
| Alex Collichio | VP, General Counsel & Chief Administrative Officer | – |
| Robert Mastromattei | Chief Commercial Officer & Group President | – |
| Jackson Trostle | Corporate Controller | – |
| Nicholas Hoffman | Secretary | – |
Führungskräfte laut jüngsten Pflichtmeldungen; Positionsbezeichnungen in Originalsprache. Quelle: Fundamentaldaten.
Chart
Datenstand: 9. Juli 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (Geschäfts- und Quartalsberichte, 10-K/10-Q)
Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.