Risiko & Schwäche
Inso-Radar: Kasse bald leer
Das Spiegelbild der Graham-Net-Net-Einkaufsliste: Statt Firmen mit prall gefülltem Umlaufvermögen findet dieser Scanner Firmen, denen das Geld ausgeht. Kriterien: Das operative Geschäft verbrennt Geld (operativer Cashflow der letzten vier Quartale in Summe negativ), und die Kasse samt kurzfristiger Geldanlagen reicht bei unveränderter Burn-Rate für weniger als vier Quartale. Anders als Score-basierte Frühwarnungen (Altman-Z, Going-Concern-Proxy) rechnet dieser Scanner konkret aus, wie lange die Kasse noch reicht. Banken und Finanzdienstleister bleiben außen vor (deren Cashflow schwankt systembedingt und taugt nicht als Burn-Rate), ebenso Kleinstwerte unter 20 Mio $ Marktkapitalisierung und offensichtliche Datenausreißer. Wichtig: Ein Treffer ist kein Insolvenz-Urteil — viele dieser Firmen retten sich durch Kapitalerhöhung oder Kreditlinie, verwässern dabei aber ihre Altaktionäre. Für Depot-Besitzer ein Frühwarnsystem, für Schnäppchenjäger das Gegenteil einer Einkaufsliste. Quelle: Fundamentaldaten. · Globale Filter: ADR 10‑ und 30‑Tage müssen ≥ 1 % sein (zu wenig Bewegung fliegt raus); fundamental gesunde Titel (Piotroski ≥ 5 oder Fund-Rating ≥ +10) sind ausgeschlossen.
0 Treffer · zuletzt berechnet 5. Juli 2026 · Quelle: Fundamentaldaten & SEC-Berichte (10-K/10-Q)
Begriffe in diesem Scanner erklärt
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- ADR (Average Daily Range)
- Die durchschnittliche Tagesschwankung einer Aktie in Prozent — gemessen über 10 bzw. 30 Handelstage (Spalten „ADR 10T/30T"). ADR 5 % heißt: An einem normalen Tag liegen zwischen Tagestief und Tageshoch rund 5 %. Trader suchen Bewegung — deshalb fliegen bei uns Titel mit ADR unter 1 % global raus. Nicht zu verwechseln mit ADR im Sinne von „American Depositary Receipt" (US-Hinterlegungsschein ausländischer Aktien) — hier ist immer die Tagesschwankung gemeint.
- Altman-Z-Score
- Ein Insolvenz-Frühwarnsystem von Edward Altman: Mehrere Bilanzkennzahlen werden zu einem Score verrechnet. Werte über 3 gelten als sichere Zone, Werte unter etwa 1,1 als Distress-Zone mit erhöhtem Pleiterisiko.
- Analyse (vollständige Unternehmensanalyse)
- Steht in der Analyse-Spalte „Lesen", gibt es zu diesem Titel eine ausführliche Börsenlotse-Unternehmensanalyse: Geschäftsmodell, Scanner-Befund, Quartalszahlen, Belege aus SEC-Berichten sowie Chancen und Risiken. Ein Klick öffnet sie direkt.
- Bericht (Earnings-Termin)
- Das Datum des nächsten Quartalsberichts (Earnings). Rund um diesen Termin sind Kurslücken in beide Richtungen häufig — deshalb färben wir ihn rot, wenn er höchstens 7 Tage entfernt ist, und gelb bei höchstens 14 Tagen: erhöhtes Risiko für frische Positionen.
- Free Cashflow (FCF)
- Der operative Cashflow abzüglich der Investitionen — also das Geld, das nach allem frei übrig bleibt (für Schuldenabbau, Übernahmen oder Rückkäufe). Dauerhaft positiver Free Cashflow ist eines der ehrlichsten Zeichen für ein gesundes Geschäftsmodell.
- Fund-Rating (Fundamental-Rating A+ bis F)
- Unser hauseigenes Fundamental-Rating von −100 bis +100 mit Schulnoten-Rang A+ bis F. Jede Aktie wird gegen alle anderen perzentil-bewertet: Wachstum von Gewinn und Umsatz, Gewinn-Überraschungen, Analystenschätzungen und Qualitätskriterien wie Margen, Cashflow und Bilanzsicherheit. A/A+ sind die fundamental stärksten Titel des Universums.
- Going Concern
- Die Annahme im Geschäftsbericht, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann. Äußern die Prüfer daran „erhebliche Zweifel" (substantial doubt), ist das eine der schärfsten Warnungen, die es gibt — die Firma könnte das Geld ausgehen.
- GpA (Gewinn pro Aktie)
- Der Quartalsgewinn geteilt durch die Zahl der Aktien — international als EPS (Earnings per Share) bekannt. Die wichtigste Wachstumskennzahl: Steigt der GpA über mehrere Quartale kräftig, verdient das Unternehmen je Anteilsschein immer mehr Geld.
- Kauftag-Ampel (Makro-Termine)
- Unsere Ampel über den Scannern warnt vor großen US-Wirtschaftsterminen: CPI (Verbraucherpreise/Inflation), Jobs-Report/Nonfarm Payrolls (Arbeitsmarkt), FOMC (Zinsentscheid der US-Notenbank) und PCE (das Inflationsmaß der Fed). An solchen Tagen sind Ausbrüche anfällig für Fehlsignale — Rot heißt: heute ist so ein Termin, Gelb: er ist direkt benachbart.
- KI-Profiteur
- Unsere redaktionelle Einstufung, ob das Geschäftsmodell vom KI-Boom profitiert. Sie erfolgt auf Branchenebene — etwa Halbleiter, Software oder IT-Infrastruktur — plus bekannter Einzelfälle wie Strom-, Bau- und Kühlungs-Lieferanten der Rechenzentren. „Ja" heißt nur: thematischer Rückenwind durch KI-Investitionen — kein Qualitätsurteil und keine Kaufempfehlung.
- Marktkapitalisierung (MktKap)
- Der Börsenwert des Unternehmens: Aktienkurs × Anzahl aller Aktien, bei uns in Milliarden Dollar. Micro-Caps (< 0,3 Mrd $) sind klein und schwankungsanfällig, Mega-Caps (> 200 Mrd $) sind Schwergewichte. Unser Scanner-Universum ist bewusst bei 50 Mrd $ gedeckelt — gesucht werden Titel mit Luft nach oben.
- Operativer Cashflow (OCF)
- Das Geld, das im Tagesgeschäft tatsächlich in die Kasse fließt — ohne Buchhaltungseffekte wie Abschreibungen. Ein Unternehmen kann Buchgewinne ausweisen und trotzdem Bargeld verbrennen; der operative Cashflow deckt das auf.
- Piotroski F-Score
- Bilanz-Gesundheitscheck nach Joseph Piotroski: 9 Ja/Nein-Kriterien zu Gewinn, Cashflow, Verschuldung und Effizienz ergeben einen Score von 0 bis 9. Werte ab 7 gelten als finanziell sehr solide, Werte unter 3 als Warnsignal.
- Sektor & Industrie
- Zwei Ebenen der Branchen-Einteilung: Der Sektor ist grob (z. B. Technologie), die Industrie fein (z. B. Halbleiter). Viele Strategien schauen auf die Stärke der Industrie, weil starke Aktien fast immer in starken Industrien laufen.
- Stage (Weinstein-Phasen 1–4)
- Stan Weinstein teilt jeden Kursverlauf in vier Phasen: Stage 1 = Bodenbildung (seitwärts nach Abwärtstrend), Stage 2 = Aufwärtstrend (die einzige Kaufphase), Stage 3 = Topbildung, Stage 4 = Abwärtstrend (meiden bzw. Short-Kandidaten). Gemessen wird an der 30-Wochen-Linie (150-Tage-Durchschnitt) und ihrer Steigung.
- Stress-RS (Stärke an Stresstagen)
- Ein Stresstag ist ein Tag, an dem sowohl der Gesamtmarkt als auch der eigene Sektor mindestens 0,5 % fielen. Der Stress-RS zählt, an wie vielen dieser Tage die Aktie trotzdem grün schloss (Anzeige „g/n" = grüne von n Stresstagen), und macht daraus ein Rating von 1 bis 99. Hohe Werte deuten auf Käufer, die selbst an schwachen Tagen zugreifen — oft institutionelle Akkumulation.
- Umsatzrendite (Nettomarge)
- Wie viel vom Umsatz bleibt als Gewinn übrig? Nettogewinn ÷ Umsatz in Prozent. 20 % Marge heißt: Von jedem umgesetzten Dollar bleiben 20 Cent Gewinn. Steigende Margen sind ein starkes Qualitätssignal.
- Ø/J 3J (Durchschnittsrendite pro Jahr)
- Die durchschnittliche Jahresrendite der Aktie über die letzten 3 Jahre. Zeigt auf einen Blick, ob ein Titel langfristig liefert oder nur kurzfristig heiß gelaufen ist.
Trefferliste
| Symbol | Bericht | ADR 10T | ADR 30T | Ø/J 3J | Stress-RS | Stage | Fund-Rating | Piotroski | MktKap | Industrie | KI-Profiteur | Analyse |
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| Aktuell bestehen keine Aktien diesen Scanner. | ||||||||||||
Häufige Fragen
Das Spiegelbild der Graham-Net-Net-Einkaufsliste: Statt Firmen mit prall gefülltem Umlaufvermögen findet dieser Scanner Firmen, denen das Geld ausgeht. Kriterien: Das operative Geschäft verbrennt Geld (operativer Cashflow der letzten vier Quartale in Summe negativ), und die Kasse samt kurzfristiger Geldanlagen reicht bei unveränderter Burn-Rate für weniger als vier Quartale.
Alle Scanner werden täglich neu über das komplette Aktien-Universum berechnet — zuletzt am 5. Juli 2026. Datengrundlage sind Fundamentaldaten und SEC-Berichte (10-K und 10-Q).
Aktuell bestehen 0 Aktien die Kriterien dieses Scanners (Stand: 5. Juli 2026).
Ohne globale Trading-Filter — diese Strategie prüft das komplette Aktien-Universum ausschließlich nach ihren eigenen Kriterien (auch Mega-Caps über 50 Mrd $ sind dabei).
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Hinweis: reine Faktenanalyse, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Angaben ohne Gewähr.