Der Unterschied
Die Unternehmen in einem Aktien-ETF zahlen Dividenden. Ein ausschüttender ETF leitet dieses Geld regelmäßig auf dein Verrechnungskonto weiter; ein thesaurierender legt es automatisch wieder im Fonds an. Am Ertrag vor Steuern ändert das nichts — wohl aber am Weg, den dein Vermögen nimmt.
Thesaurierer nutzen den Zinseszinseffekt ohne dein Zutun: Wiederangelegte Erträge erwirtschaften künftig selbst Erträge. Beim Ausschütter musst du die Wiederanlage selbst organisieren — oder das Geld bewusst verleben.
Für wen was passt
In der Ansparphase spricht vieles für Thesaurierer: kein Wiederanlage-Aufwand, keine liegen bleibenden Kleinbeträge, maximaler Zinseszins. Ausschütter spielen ihre Stärke aus, wenn du laufende Erträge sehen oder nutzen willst — etwa im Ruhestand oder schlicht als Motivation, dranzubleiben.
Steuerlich nehmen sich beide Varianten in Deutschland seit der Investmentsteuerreform wenig; Details wie die Vorabpauschale hängen von der persönlichen Situation ab und gehören in die Beratung durch einen Steuerprofi.