Was Blue Chips sind
Blue Chips sind die großen, etablierten Konzerne eines Marktes: hohe Marktkapitalisierung, liquide handelbar, meist mit globalem Geschäft und langer Historie. Sie bilden das Rückgrat der bekannten Indizes und damit auch der meisten ETF-Depots.
Ihre Stärken: bewährte Geschäftsmodelle, Zugang zu günstiger Finanzierung, oft verlässliche Dividenden. In Krisen schlagen sie sich im Schnitt stabiler als kleine Werte — auch, weil institutionelles Geld in Stressphasen in Qualität flüchtet.
Größe schützt nicht vor Abstieg
Die Börsengeschichte ist ein Friedhof gefallener Riesen: Einst unangreifbare Konzerne aus Fotografie, Telekommunikation oder Energie sind geschrumpft oder verschwunden. Von den größten Unternehmen der Welt vor dreißig Jahren spielt heute nur eine Minderheit noch vorne mit.
Für dich heißt das: Auch ein Depot aus lauter Blue Chips braucht Streuung über Branchen und Regionen — und gelegentlich den prüfenden Blick, ob das Geschäftsmodell noch trägt oder nur noch der Name groß ist.